Kommentare

Immobilienkonzern in extremer Schieflage

„Nach Medienberichten hat Evergrande Schulden von rund 250 Milliarden Euro angehäuft.“
-> das ist schon ‘ne Hausnummer!

„Wohnungen sind für die allermeisten Chinesinnen und Chinesen die wichtigste Anlageform und Altersvorsorge.“
-> sollte es bei uns auch sein, aber das Bauen oder Kaufen von Häuser oder Wohnungen ist hier aus mehreren Gründen viel zu teuer geworden (v. a. aufgrund behördlicher Auflagen!).

„Ob Chinas Staats- und Parteiführung Evergrande wirklich Pleite gehen lassen würde, wird von vielen Analysten bezweifelt. Das Unternehmen sei wohl "too big to fail" - zu groß, um zu scheitern, sagen Experten.“
-> ja, das denke ich auch; es wird einen Schuldenschnitt geben, wo viele Gläubiger viel Geld abschreiben müssen; die Aktionäre sind sowieso schon ziemlich gebeutelt mit ihren Anteilen.

Wenn eine kommunistische Partei...

...die so ziemlich kapitalistischste Wirtschaftspolitik aller Zeiten betreibt, um dann mit kommunistischen Prinzipien die Exzesse der kapitalistischen Logik zu reparieren, sollte man vermutlich nichts mehr für unmöglich halten...

Die Kehrseite des Kapitalismus.

Wenn der Chinesische Staat Evergrande Pleite gehen lässt oder es nur andeutet werden viele Anlieger China verlassen. Aber es wird wohl zu einer Teilzerschlagung dieses Unternehmens kommen. In der amerikanische presse waren schon einige Kommentare zu lesen welche Teilbereiche für Übernahme interessant wären. Erstaunlich wie manche Finanzkonzerne wie Black Rock bis jetzt China den mittelständischen Anlegern weiter empfehlen, wobei sehr namhafte amerikanische Milliardäre China bereits längst verlassen haben. Nun ja, jetzt lernt China auch die Kehrseite de Kapitalismus kennen.

Pleite gehen lassen

Pleite gehen lassen natürlich. To big to fail ist eine Illusion. Ni hts ist zu gross, um es nicht umgehen lassen zu können. Aktien selbst sind nun mal nichts wert. Wer darauf baut, zockt ganz gewaltig. Pleite ist eben das Risiko.

China: Immobilienkonzern Evergrande vor der Pleite...

So kann es gehen: Verspekuliert, zu weit aus dem Fenster gelehnt. Oder am Markt vorbei. 70 Prozent der Neubürger in chinesischen Städten können sich kein Eigentum leisten und mieten deshalb Wohnungen. Vor kurzem ist eine Mietpreisbremse eingeführt worden. Mietsteigerungen werden auf 5 Prozent im Jahr begrenzt. Vermieter dürfen nicht mehr als eine Monatsmiete als Kaution verlangen.
Diese Initiative ist Teil des Versprechens das soziale Gefälle in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu verringern.

@Bender Rodriguez um 09:07

„Pleite gehen lassen natürlich. To big to fail ist eine Illusion. Nichts ist zu gross, um es nicht umgehen lassen zu können.“
-> stimmt nicht! HypoRealEstate, Commerzbank, Lufthansa, … pleite gehen lassen??? Dann wären viel mehr Menschen hier schon pleite! Der Staat muss retten, wenn die systemrelevant ist.

„Aktien selbst sind nun mal nichts wert.“
-> das meinen Sie vermutlich generell? Dann stimmt Ihre Aussage definitiv nicht - lesen Sie heute in den Wirtschaftsnachrichten „Inflation und Altersarmut: Meine Rente wird nicht reichen“ - da sehen Sie, was empfohlen wird. Es gibt ETFs und Fonds, breit gestreut, die für einen jungen Menschen eine sehr gute Investition für‘s Alter bedeuten; man muss sich halt darüber informieren!

„Wer darauf baut, zockt ganz gewaltig. Pleite ist eben das Risiko.“
-> schauen Sie sich einen Sparplan mit einem weltweit investierten Fonds über 20 oder mehr Jahre an - dann sehen Sie, wie Sparen geht; meinen Kindern, die jetzt verdienen, empfehle ich dies.

Machtkalkül dürfte auch hier ausschlaggebend sein

„Immobilien sind in China eine wichtige Anlageform - und Altersvorsorge. Der drohende Bankrott des Konzerns Evergrande sorgt daher für Aufregung. Lässt Peking eine der größten Privatfirmen des Landes wirklich Pleite gehen?“

Maßgeblich für „Pekings“ Entscheidung bzw. Handeln wird wahrscheinlich auch hier wahrscheinlich die Überlegung sein, wie es seine Macht am einfachsten bzw.. „konfliktfreiesten“ (oder nach Lesart der KP Chinas: „harmonischsten“) durchsetzen kann.

Statussymbole

Ich frage mich, ob wir nicht genug eigene Probleme - wie z. B. die Altersarmut oder die hohe Suizid-Rate haben, um hier über Chinas dekadente Wirtschaft zu diskutieren. Sind wir inzwischen eine ausgelagerte chinesische Provinz? Aber gut...
Vielleicht beginnt der chinesische Babel-Turm allmählich unter seinem eigenen Gewicht einzustürzen.
Vielleicht rächt sich irgendwann das Abwandern vieler Produktionen nach China als Billiglohn-Land inklusive Fleisch gewordener moderner Sklaverei.
Dass Chinas Kommunismus keine Ideologie sondern lediglich ein Macht-Instrument zur Gängelung der Bevölkerung ist, dürfte inzwischen jedem klar sein. Xi hatte vor kurzem die Umverteilung von Reichtum gefordert, aber seine eigenen Taschen wird er damit nicht gemeint haben.

das gesamte Geschäfts-Konstrukt scheint mir fragwürdig

So eine Geldverbrennungsmaschine sollte man nicht retten.

Theoretisch müsste jeder einzelne Mitarbeiter eine Wertschöpfung von 1.250.000 € erbringen, alleine um aus den Schulden zu kommen (zu den eigenen Gehältern die ja auch weiterlaufen sollten).

8.53 Wolf 1905 - 250 Milliarden ?

"Evergrande Schulden von rund 250 Milliarden Euro angehäuft".
Ich hatte in der amerikanischen Presse gelesen
das die Totalschulden incl. Neben- und Tochterfirmen sagenhafte 1 Billion $ überschreiten. Und das diese Höhe es auch für ein Land als China es schwierig machten dies abzuwickeln. Also wird aus mehrere gründe dieses Unternehmen in dieser Form nicht mehr so lassen. Zum einen der Staat muss die Finanzabwicklung übernehmen, sonst würden zuviele auch gesunde Tochterfirmen mit im Strudel gezogen werden. Zum anderen will die kommunistische Partei Chinas nicht mehr solche gigantische nicht mehr kontrollierbare Unternehmen entstehen lassen ( Die Partei diktiert ) und des weiteren solche grosse Chinesische Unternehmen würden zunehmend im Ausland ihre Interessen haben und damit unabhängig vom Chinesischen Staat ( Bekanntlich ist/war dies das Interesse der Chinesische Milliardäre ( Unter dem Motto was ist China , was ist Amerika, wir die Milliardäre bestimmen).

Wolf

Ich wünsche dir viel Glück mit deinem Sparplan.

Du liegst leider Faksch. Eine Aktie ist kein Wert an sich. Das ist die Idee eines Geschäftes. Mehr nicht.
Und ja, was platzt, soll platzen. Da kommen schon andere und übernehmen das Geschäft. Siehe Holzmann. .

Die Wohnungspreise in China sind hoch,

kaum bezahlbar. Ich schlackere immer mit den Ohren, wenn ich in manchen Fernsehfilmen mitbekomme, was Wohnungen in einigen Gebieten kosten und wie das die Käufer bezahlen wollen. Too big to fail??? Ich nehme schon an, dass China die Firma abstützen könnte, wenn China das will. Egal wer dann den Wohnungsbestand letztlich erhält, ohne Abschreibungsverluste auf die überhöhten Preise wird es wohl nicht abgehen, wenn man den Absatz wieder ankurbeln will.

@ Wolf1905

Zitat: "Aktien selbst sind nun mal nichts wert.“
-> das meinen Sie vermutlich generell? Dann stimmt Ihre Aussage definitiv nicht ..."
#
Da muss ich Bender Rodriguez zur Seite springen.
Was ist eine Aktie denn? Sie ist ein "Papier" das an einer Börse zu einem fiktiven Preis gehandelt wird. Dieser Wert kann zwischen X und Null liegen (z. B. im Falle einer Inflation, Pleite oder Wirtschaftskriese). Die aufgerufenen Werte sind mit nichts wertbeständigem hinterlegt (siehe Wirecard).
Ich habe 1978 eine kleine Erbschaft in Krügerrand angelegt, eine oz. zu umgerechnet 229 Euro. Meine Bank hat sie auch immer gern als Sicherheit genommen.
Sie liegen in einem versicherten Schließfach, verbrennen nicht und überstehen jede Kriese, je schlechter desto besser. Schauen Sie sich den Tagespreis an ...
Klar, auch die Preise schwanken, aber es hat bei Gold, Diamanten u.v.m. noch nie einen Totalverlust gegeben.
Was ist dagegen ein Wert der vielfach von Hasadeuren "gehandelt" wird?

ich bin erstaunt das zu lesen

und das in einem doch vermeintlich sozialistischen Land

10:12 von H. Hummel

Sie liegen in einem versicherten Schließfach, verbrennen nicht und überstehen jede Kriese,
----

ich wünsche es ihnen von Herzen
aber bei der Diskussion im Land, über die Reichensteuer gar über das Erben allgemein
wäre ich mir da nicht so sicher

@Bender Rodriguez um 10:02

Sie schreiben u. a. „Eine Aktie ist kein Wert an sich. Das ist die Idee eines Geschäftes. Mehr nicht.“
-> stimmt absolut nicht: es ist ein Anteilsschein an einem Unternehmen, und beim Gewinn ist man i. d. R. mit einer Dividende dabei; aber klar, es gibt auch die Möglichkeit des Kursverlustes (aus vielerlei Gründen: z. B. wenn das Unternehmen schlecht wirtschaftet, wenn generell die Börsen runtergehen, etc.).

„Und ja, was platzt, soll platzen. Da kommen schon andere und übernehmen das Geschäft. Siehe Holzmann.“
Schröder hat ja werbewirksam versucht, die Firma vor einem Konkurs zu retten; das ging nach Monaten dann doch in die Binsen… aber die Firma Holzmann war beileibe nicht systemrelevant, nur einer von mehreren großen Baufirmen; trotzdem natürlich schlimm für die Angestellten und Kapitalgeber.

Ich hatte ja geschrieben, dass die monatliche Anlage in einem breit gestreuten Fonds oder ETF langfristig eine gute Investition ist; alle Daten hierzu unterstützen dies. Siehe Dow Jones…

Dass der Wohnungsbauboom

Dass der Wohnungsbauboom irgendwann sein Ende finden wird war abzusehen. Richtig ist aber auch, dass die Xi-Diktatur jederzeit die Regeln ihres kapitalistischen Systems ändern kann und dies auch tun, v.a. wenn es dem Machterhalt dient ( siehe auch das neue Schulfach " Xi-Lehre ", die Beschränkungen bzgl. Gaming-Dauer und -Inhalte und was ist mit Hrn. Ma passiert ? ).
Ausländische Investoren sollten sich bewusst sein, dass sie Null Investitionssicherheit haben.

@H. Hummel um 10:12

Eine Aktie ist ein Anteilsschein an einem Unternehmen, natürlich in Papierform (bzw. ich habe gar kein Papier, es liegt digital im Depot). Natürlich gibt es Pleiten, Wirecard in betrügerischer Weise, Holzmann weil wirtschaftlich unsolide oder Konkurrenz, etc.
Ich würde keinem eine einzelne Aktie empfehlen, sondern nur einen aktiv gemanagten Fonds oder eben einen ETF - und dann auch nur nach reichlicher Information bei unabhängigen Finanzberatern; und dann einen monatlichen Sparplan!

Gold ist eine sichere Anlage, natürlich, auch mit Kursschwankungen, halt ohne Dividende. In diesem langen Zeitraum haben Sie sicherlich einen guten Schnitt gemacht - gratuliere, das freut mich für Sie!

Unter dem Strich würde ich auch nie alles auf eine Karte setzen, sondern die Mischung macht’s - und dazu gehören m. E. auch Wertpapiere; wie jemand mischt, ist halt seine Sache - mehr Risiko, weniger Risiko… aber nur mit dem Sparbuch wird man der große Verlierer sein, leider!

10:20, Sisyphos3

>>ich bin erstaunt das zu lesen
und das in einem doch vermeintlich sozialistischen Land<<

Vermeintlich, wie Sie richtig schreiben.

@ Sisyphos3

Zitat: "... aber bei der Diskussion im Land, über die Reichensteuer gar über das Erben allgemein wäre ich mir da nicht so sicher ..."
#
Na ja, die Erbschaft war 1978 weit unter 100 tsd. DM. Als Anlage liegt sie weit über 40 Jahre bei der Bank, war nie Teil von Spekulationen o. ä., alles nötige bekommt das Finanzamt 'eh von der Bank.
Und müsste ich 10 oder 20% abtreten, stünde ich immer noch prächtig da.
Aber das wir nicht kommen ... beträfe es doch auch Leute die "richtig" Vermögen haben.

@ Wolf1905

Zitat: "Unter dem Strich würde ich auch nie alles auf eine Karte setzen, sondern die Mischung macht’s - und dazu gehören m. E. auch Wertpapiere; wie jemand mischt, ist halt seine Sache - mehr Risiko, weniger Risiko… "
#
Völlig richtig. Das erste Problem liegt halt in den Fähigkeiten jedes einzelnen. Man kann sich zwar auf einen (Bank)Berater verlassen, der am Ende natürlich nicht haftet.
Das zweite Problem liegt im Risiko. Wer Zeit hat, geht auf "kleines" Risiko bei geringerem Ertrag, wer "schnell" reich werden will oder erst mit 55 einsteigt, ist oft genug geneigt Vorsicht beiseite zu schieben und den vollmundigen Versprechungen zu glauben, oft genug mit erheblichem Verlust.
Beim Geld handeln die meisten halt oft völlig irrational...

Wolf

Ich glaube wir reden aneinander vorbei.
Ich rede doch von Einer aktie an sich.

Bemerkenswert .. und hierzulande?

Da nimmt man China in den Fokus, Immobilien, Altersvorsorge, als hätten wir in unserem Land, im Westen und der EU, damit keine Probleme?!

Immobilienblasen, verschleppte Insolvenzen, Inflation, Negativzinsen, Eigenvorsorge, nicht nur ein gewaltiges Loch ist im Eimer!

Geldwäscheparadies Deutschland, insbesondere mit Immobilien, aktuell Razzia im Bundesfinanzministerium -Geldwäsche-.
Ausgesetzte Insolvenzpflicht, Schulden gestiegen, verschobene Pleitewelle, kommt nach der Wahl!

Deutsche sorgen sich um die Staatsfinanzen, sehen kommende Belastungen, Steuererhöhungen, Inflation. Öffentliche Verschuldung. Geld wird von den verantwortlichen Poltiker/innen ausgegeben als gäbe es kein Morgen.

Ersparnisse, Vorsorge für Alter, Familie, Ausbildung schrumpft jährlich um unzählige Milliarden €.
usw..
.. aber China hat ein Problem .. nicht nur China?

In der Tulpenmanie erzielte eine Zwiebel den Wert eines Hauses

an der Amsterdamer Gracht.
Es geht vermutlich auch umgekehrt.
Allein deswegen, weil es das Vorstellungsvermögen, auch ein Wert an sich, weit überschreitet.

um 10:20 von Sisyphos3

,,ich bin erstaunt das zu lesen
und das in einem doch vermeintlich sozialistischen Land

Es gibt Menschen, die eine umgenutzte, durch einen Verkauf zu einer trendigen Immobilie aufgemotzte Kirche immer noch Kirche nennen würden. Man muß eigentlich nur hingucken, ohne Scheuklappen. Dann sieht man, daß es in China keinen Sozialismus oder Kommunismus gibt. Sie schreiben doch selbst, der wäre ,,vermeintlich". Dann müssen Sie leider auch die zweite Erkenntnis in dieser Sache durchlassen. Was ist es, wenn es kein K. oder S. ist? Weiter darf ich Ihnen nicht helfen.

10:38 von Wolf1905

das kannst du noch 1000mal schreiben. aber das begreifen unsere hiesigen linksgewebten nicht,

11:24, gman

>>Deutsche sorgen sich um die Staatsfinanzen, sehen kommende Belastungen, Steuererhöhungen, Inflation. Öffentliche Verschuldung. Geld wird von den verantwortlichen Poltiker/innen ausgegeben als gäbe es kein Morgen.

Ersparnisse, Vorsorge für Alter, Familie, Ausbildung schrumpft jährlich um unzählige Milliarden €.<<

Komisch.

Bei mir schrumpft gar nichts. Mein Geld ist gut angelegt. Es ist nicht sehr viel, aber meine Altersversorgung ist gesichert.

Und um die Staatsfinanzen sorge ich mich auch nicht.

Ist das dystopische Deutschland, das Sie beschreiben, wirklich dasselbe Land, in dem ich lebe?

Sicherlich, auch ich kritisiere viel an unserem Land. Aber nicht das, was Sie kritisieren. Mein Herz gehört eher den zu kurz gekommenen Menschen hier im Lande. Die Art Klagen, wie sie von Ihnen kommen, kenne ich eher von Menschen, die, bei Lichte betrachtet, keinen Grund zur Klage haben. Menschen mit Geld und Besitz. Aber die haben oft am meisten Angst.

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Am 10. September 2021 um 10:41 von fathaland slim

10:20, Sisyphos3: >>ich bin erstaunt das zu lesen
und das in einem doch vermeintlich sozialistischen Land<<

Zitat: Vermeintlich, wie Sie richtig schreiben.

Ich meine, dass sogar das Wort "vermeintlich" nicht ganz korrekt ist.

Gibt es denn außer den Chinesen selbst und Nordkorea (und Antisozialisten) jemanden, der die VR als sozialistisch bezeichnet?

Wie soll das denn Gehen?

Kina ist eine Kommunistische Autokratische Demokratie?? ODER?
Wie kann in einem solchen Staat eine Firma "Pleite" gehen????
In einem Demokratischen Wirtschaftssystem geht das Irgendwann, dann werden ganze Staaten in den Abgrund gerissen weil zu lange Zugeschaut wird.

10:44, H. Hummel

>>@ Sisyphos3
Zitat: "... aber bei der Diskussion im Land, über die Reichensteuer gar über das Erben allgemein wäre ich mir da nicht so sicher ..."
#
Na ja, die Erbschaft war 1978 weit unter 100 tsd. DM. Als Anlage liegt sie weit über 40 Jahre bei der Bank, war nie Teil von Spekulationen o. ä., alles nötige bekommt das Finanzamt 'eh von der Bank.
Und müsste ich 10 oder 20% abtreten, stünde ich immer noch prächtig da.
Aber das wir nicht kommen ... beträfe es doch auch Leute die "richtig" Vermögen haben.<<

Die Geschichte, die Sie erzählen, klingt ähnlich wie meine. Wobei ich allerdings acht Jahre früher ähnlich „hoch“ geerbt habe. Und seitdem nicht drangegangen bin. Wie ich schon schrieb, meine alten Tage, sollte ich irgendwann die Finger nicht mehr auf die Tasten kriegen oder mich niemand mehr hören wollen, sind gut abgesichert. Und was eventuelle Vermögenssteuer betrifft, da bin ich weit von jedem angedachten Modell entfernt.

portfolio

mich würde mal interessieren, in wie weit das Portfolio von Evergrande auch ausländische Immobilien beinhaltet.
Nach den Worten meines australischen Bruders sind Sydneys Immobilien so gut wie alle in chinesischer Hand.

Re : gman !

Ja jeder Boom endet mal, und jede Blase platzt auch. Dass all die Zockerei auf die Dauer sich nur wenige leisten können, weil sie sehr viel Geld und zudem Glück und ein gutes Händchen haben, sollte sich inzwischen rum gesprochen haben.
In China bestimmt eh alles die KP, und die wird nur nach ihrer Ideologie entscheiden, selbst wenn dadurch viel Geld verbrannt wird. Es gibt ja genügend ausländische Firmen, die Technologie und Geld mitbringen, nur um Geschäfte machen zu können, zu Lasten von Vielen.
Dagegen ist D ein Paradies für viele, die sich ungeniert hier bedienen wollen, ob ehrlich oder unlauter, das kann sich jeder selbst denken. Und die verlogene Politik ist unfähig, dies in geordnete Bahnen zu lenken, damit so wenig wie möglich Schaden verursacht wird.

@ Wolf1905

"„Wohnungen sind für die allermeisten Chinesinnen und Chinesen die wichtigste Anlageform und Altersvorsorge.“
-> sollte es bei uns auch sein, aber das Bauen oder Kaufen von Häuser oder Wohnungen ist hier aus mehreren Gründen viel zu teuer geworden" Am 10. September 2021 um 08:53 von Wolf1905

*

Mir fällt bei sowas nicht Altersvorsorge, sondern Immobilienblase und Finanzkrise ein.

Am 10. September 2021 um 10:23 von Sisyphos3

10:12 von H. Hummel: Sie liegen in einem versicherten Schließfach, verbrennen nicht und überstehen jede Kriese,
----

Zitat: ich wünsche es ihnen von Herzen, aber bei der Diskussion im Land, über die Reichensteuer gar über das Erben allgemein, wäre ich mir da nicht so sicher

Ich würde so gerne Reichensteuer bezahlen.

12:09, MotoFan

>>Kina ist eine Kommunistische Autokratische Demokratie?? ODER?<<

Was soll das sein? Außer eine sinnleere Aneinanderreihung von Begriffen?

12:17, falsa demonstratio

>>Ich würde so gerne Reichensteuer bezahlen.<<

Ich auch!

@Rosemarie Hägele, 09:33

"Vielleicht rächt sich irgendwann das Abwandern vieler Produktionen nach China als Billiglohn-Land inklusive Fleisch gewordener moderner Sklaverei"

Tut es doch jetzt schon. Siehe die aktuellen "Lieferengpässe" durch Chinas "Coronamaßnahmen" bedingte Hafenstillegungen, die überall zu Produktionsausfällen führen, was wiederum zur Folge hat, dass die Rohstoffe für die Produktion lebenswichtiger Güter (z.B. Medikamente) - und damit diese - nicht verfügbar sind.

Wobei anzumerken wäre, dass das Phänomen der Abwanderung vieler Produktionen in Billiglohnländer - insbesondere in der Industrie - kein chinaspezifisches ist (heute schon gar nicht mehr) sondern moderne Sklaverei ein über alle Länder verbreitetes Symptom eines globalen Wirtschaftssystems, das überall ("global") nach den Prinzipien des Kapitalismus "funktioniert".
Was schon deshalb ein Problem ist, weil es nicht den Interessen der Menschen dient (ihre Arbeit wertschätzt), sondern ausschließlich denen des Kapitals und ALLEN schadet.

Zu 11:58 von fathaland slim -sorgenfrei-

"[..]Und um die Staatsfinanzen sorge ich mich auch nicht.

@fathaland slim, es ging ja nicht um Sie. Schön, wenn Sie sorgenfrei sind.
Vielleicht lesen Sie heute mal eine Tageszeitung. Mindestens was da so an Umfragen erhoben wird zeigt ein anderes Bild.

@10:38 von Wolf1905

>> Unter dem Strich würde ich auch nie alles
>> auf eine Karte setzen,

"Wenn sie eine sicher Anlagemöglichkeit suchen, besorgen sie sich einen Tanklaster, fahren nach Polen und lassen den mit Vodka füllen." ((c) by Dirk 'MrDAX' Müller)

12:21 von fathaland slim

«>>Ich würde so gerne Reichensteuer bezahlen.<<
Ich auch!»

Jeder, der nachdenkt, würde das auch, weil man erst mal so viel haben müsste, dass das überhaupt besteuert wird.

Wenn der Aktienkurs sich ändert, ändert sich am Unternehmen nichts.

In München ist mancher "Millionär" arm dran.
Es soll dort Mieten um die 80 € m² geben. Kaufen geht bei den Preisen für Normalos auch nicht. In Meck-Pomm bekommt man Schlösser dafür. Wer sich in München in den 60ern ein Häuschen erspart hat, ist laut Statistik heute mehrfacher Millionär. Das Häuschen ist immer noch das selbe.
Sollen die Rentner verkaufen, z.B. nach Meck-Pomm umziehen? Eine deutsche lebensfremde Erhebungen und Neiddebatte.
Wer Vorteile angleichen will, muss das auch mit den Nachteilen tun.

Das Relativitätsprinzip gilt auch für den "Reichtum":
Die Größen sind nur relativ zu einer Beobachterperspektive, zum Umfeld, definier- und vergleichbar.

Das eigentliche Problem: Die Eurostaatsschuldenpolitik, EZB, Rettungsschirme, direkte (Schuldenschnitt) und schleichende Enteignung jeder Eigenvorsorge. Es ist so sinnlos. Früher oder später wird für die Tilgung fremder Schulden direkt oder indirekt abkassiert.

12:17 von falsa demonstratio

Ich würde so gerne Reichensteuer bezahlen.
-------------------

hätten sie eben nen Vorfahr gehabt,
der mehr als der Durchschnitt erarbeitet hat
vielleicht Glück hatte, in der Lotterie gewonnen, reich geheiratet ...

ich missgönne keinem seinen Reichtum

von fathaland slim 11:58

Warum kommt eigentlich jemand, der sich als "links" bezeichnet nicht auf die Idee eine Mietpreisbremse wie in China auch für die Bundesrepublik zu fordern ? Statt vom hohen Ross auf China zu blicken ?

12:24, gman

>>Zu 11:58 von fathaland slim -sorgenfrei-
"[..]Und um die Staatsfinanzen sorge ich mich auch nicht.

@fathaland slim, es ging ja nicht um Sie. Schön, wenn Sie sorgenfrei sind.
Vielleicht lesen Sie heute mal eine Tageszeitung. Mindestens was da so an Umfragen erhoben wird zeigt ein anderes Bild.<<

Ich sitze gerade vor der Neuen Osnabrücker Zeitung. Weiß allerdings nicht, wovon Sie reden.

12:25, schabernack

>>12:21 von fathaland slim
«>>Ich würde so gerne Reichensteuer bezahlen.<<
Ich auch!»

Jeder, der nachdenkt, würde das auch, weil man erst mal so viel haben müsste, dass das überhaupt besteuert wird.<<

In diese Richtung ging zumindest mein Kommentar, und wohl auch der, auf den ich antwortete.

Schließung der Kommentarfunktion!

Sehr geehrte User,

Die Kommentarfunktion zu dieser Meldung wird nun - wie angekündigt - geschlossen.

Viele Grüße
Die Moderation

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