Kommentare

Allmählich entfalten sich

Allmählich entfalten sich alle Brexit-Folgen.

Gab es schon während der EU-Mitgliedschaft ein Missverhältnis zwischen der Studienfinanzierung im UK und der z. B. in Deutschland (UK: hohe Semestergebühren; D u. a. - britische Studenten zahlten mäßige Meldegebühren inklusive Semesterticket für den Nahverkehr der Region), so ist jetzt, wo für EU-Studenten die britischen "Home Fees" wegfallen, d. h. für Ausländer noch höhere Semestergebühren im UK anfallen, die britischen Kreditfinanzierungen der Studiengebühren aber wegfallen, die Sache eher völlig unerschwinglich. Dazu kommen natürlich in bevorzugten Uni-Städten horrende Mieten.

Viel weniger ausländische Studenten bedeutet auch steigende Finanzierungslücken im britschen Uni-Betrieb - auch ein Brexitaspekt, auf den die britischen Unis selbst schon vor längerem hingewiesen haben.

Der Brexit: ein einziger Geniestreich ...

Nun ja...

Die Briten erhalten jetzt den Zulauf nur noch von Söhnen und Töchtern der Reichen, bei denen es aufs Geld nicht ankommt. Das haben sie so gewollt und mit dem Zulauf aus anderen Drittländern wie Indien etc. war das schon immer so.
In meinem Umfeld haben wir längst englischsprachige Kooperationen mit Hochschulen in anderen Ländern aufgebaut, bspw. mit Unis in Irland, um die bislang laufenden Studienprogramme mit britischen Hochschulen zu ersetzen. Und wenn diese Entwicklung letztlich unserem EU-Partnerland zugute kommt, ist das doch nichts schlechtes, oder?

vernünftig

"Höhere Studiengebühren, ..."

Klingt vernünftig, warum soll der britische Steuerzahler für Studienplätze zahlen die von Ausländern besetzt werden.

Lehrkräfte, Räumlichkeiten, Equipment wächst ja nicht auf Bäumen.

kommen immer weniger Studierende ins Vereinigte Königreich?

Und was soll daran schlimm sein?

Jetzt haben die Bürger im eigen Land die diese Plätze ja mit Ihren Steuergelder aufgebaut haben und finazieren wieder selbst ein bessere Chance zu einer guten Bildung zu kommen.

Good decision to leave.

Bildwahl

welche Absicht steckt hinter der Wahl des Beitragsbilds. Ich sehe Menschen mit Masken und jemand deutet in die Richtung des Fotografierenden.
Man kann im Zweifel auch auf Bilder verzichten.

@17:08 von Giselbert & 17:21 von werner1955

>> der britische Steuerzahler
&
>> mit Ihren Steuergelder

Egal was ist, Sie Beide versuchen Sich den Brexit (auf Krampf) schönzureden, oder? oO

Werner und Giselbert

Ja, Hauptsache der Steuerzahler bezahlt nicht mehr für ausländische Studenten. Dann bitte nicht mehr weiterdenken.
Was da alles mit dranhängt und was das insgesamt auch für Wissenschaftsbetrieb und Forschung bedeutet. Unwichtig.
Ach, wie simpel ist die Welt.

Europa braucht einander

Würde der kulturelle Austausch zwischen dem kontinentalen Europa und Großbritannien durch den Brexit beschädigt, wäre das eine Katastrophe, und
wenn die Zahl kontinentaleuropäischer Studenten/Innen auf Dauer schrumpft, wird sich das negativ auswirken.
Europa braucht einander.
Ich möchte für den Bereich Literatur nur auf "Der Europäer und seine Literatur" von J. B. Priestley und das Buch "The Sea View has me again" von Patrick Wright hinweisen.
Lesenswert!
Deutschland und das Vereinigte Königreich sind trotz aller Unterschiede kulturelle Geschwister. Sind wir uns dessen noch bewusst?

Mich erstaunt, dass es immer noch so viele sind

Ein Studium im Ausland dient ja auch dazu Kontakte in dieses Land zu haben und die Gegebenheiten in genau jenem Land gut kennen zu lernen. Damit kann man dann später entweder hier besonders wertvoll sein für Geschäfte mit diesem Land oder dort bleiben um dort als besonderer Kenner des Heimatlandes zu arbeiten.
Wie diese Geschäftsbeziehungen zwischen UK und EU in Zukunft laufen bleibt noch für einige Zeit sehr unsicher. Gerade erst hat UK die Übergangsperiode für Waren mit CE wieder verlängert, weil auch die Eigene Wirtschaft das nicht schneller hinbekommt. Da würde ich jedem jungen Menschen empfehlen sich ein anderes Land für ein Auslandsstudium zu suchen.

Könnte es sein , dass die Überschrift übertreibt?

Wäre es nicht besser gewesen nur von dramatischen Rückgängen zu schreiben? Die Rückgänge betragen teilweise weit über 50%. Aber in absoluten Zahlen sind die Studenten Zahlen von EU Bürgern deutlich über 10 000, alleine 800 deutsche Studenten haben neu begonnen.
Also ich habe nach der Überschrift noch deutlich geringere Zahlen erwartet.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein dramatischer Niedergang von der Regierung erwartet oder gar erhofft war. Denn auch die Wissenschaft in GB lebt von internationaler Zusammenarbeit.

Tja

Falls sich irgendein Brexiteer bei der EU darüber beschweren will: Das ist doch genau das, was ihr gewollt und gewählt habt. Seitdem der Brexit vollzogen ist, höre ich die Beschwerden und Forderungen nach Nachverhandlungen immer nur von einer Seite, nämlich der, die gar nicht schnell genug die EU verlassen konnte.

17:08 von Giselbert

"Höhere Studiengebühren, ..."
Klingt vernünftig, warum soll der britische Steuerzahler für Studienplätze zahlen die von Ausländern besetzt werden.

Lehrkräfte, Räumlichkeiten, Equipment wächst ja nicht auf Bäumen.

Wie ist es denn umgekehrt für britische Studenten hier? Ich finde die Möglichkeit vielfältige Erfahrungen durch einen Auslandsaufenthalt zu sammeln, sei es Studium oder Schuljahr, für junge Menschen durch nichts aufzuwiegen und wichtig in einer Welt, die aus mehr als einem Land besteht.

Dafür sollten die bürokratischen und finanziellen Hürden aber nicht zu hoch sein. Und Englisch ist wahrscheinlich die Fremdsprache, die die meisten jungen Menschen am besten beherrschen.

@ 17:21 von werner1955

„kommen immer weniger Studierende ins Vereinigte Königreich?
Und was soll daran schlimm sein?“
Nun für uns und die EU nix. Aber wenn die Hochschulen in UK ihrem internationalen Ruf als Spitzenforschungsstätten behalten wollen dann brauchen diese auch internationale Studenten. Das mag also für die Studenten aus UK zuerst mal positiv sein. Man kommt leichter an einen Studienplatz. Aber langfristig fehlen dann auch die international anerkannten Experten in aller Welt die darauf verweisen, dass sie mal in Oxford oder Cambridge Ihre Karriere begonnen haben. Die rein nationale Sicht ist meist nur sehr kurzfristig erfolgreicher. Für den Brexit gilt das bislang nichtmal kurzfristig. Ich kenne bis jetzt (außer Boris) keinen Engländer, der mir erzählt der Brexit hätte jetzt schon mehr Vorteile als Nachteile. Den einzigen Vorteil den die Befürworter des Brexit auch heute immer noch in den Vordergrund stellen: „Wir können jetzt frei entscheiden“
Schön - und über was?

@ 17:43 von Becherchen

"""Ja, Hauptsache der Steuerzahler bezahlt nicht mehr für ausländische Studenten. Dann bitte nicht mehr weiterdenken."""

In GB denkt man bereits seit Jahrzehnten weiter. Kein Land gibt so viel Steuergeld für ausländische Studenten aus wie Deutschland. Und was hat das gebracht, wie stehen deutsche Hochschulen im Vergleich zu den Britischen? Zuletzt in der vor-68er Zeit war das Niveau etwa gleich.
Ohne die finanziellen Lockmittel würden sich heutzutage in DE kaum ausländische Studenten einschreiben. Es erinnert an das Kind, das nur "Freunde" hat, weil er sie bezahlt.

"""Was da alles mit dranhängt und was das insgesamt auch für Wissenschaftsbetrieb und Forschung bedeutet. """

Für Großbritannien alles gut. Auch bei der Hochschulbildung gilt leider: von Deutschland lernen heißt, lernen wie man's nicht tut.

RE: Kokolores2017 um 15:30

Mit Ihrem Kommentar haben Sie wohl recht, leider.
Nur die Wohlhabenden und Vermögenden werden wohl weiterhin ihre Kinder auf die brit. Universitäten schicken können. Schlecht für den wissenschaftlichen, wie auch für den kulturellen Austausch.

Zitat von Ihnen mit Ergänzung:
Der Brexit: ein einziger Geniestreich ... von Schildbürgern !

Gruß Hador

@ werner1955, um 17:21

Sie sollten einfach nicht so kurzsichtig denken, es hängt weitaus mehr an den zurückgehenden Studentenzahlen als die nunmehr "eingesparten" Studiengebühren.

Dieses weit verbreitete bloße Schielen aufs Geld ist viel zu einseitig.

Am 04. September 2021 um 17:43 von Becherchen

Werner und Giselbert

Ja, Hauptsache der Steuerzahler bezahlt nicht mehr für ausländische Studenten. Dann bitte nicht mehr weiterdenken.
Was da alles mit dranhängt und was das insgesamt auch für Wissenschaftsbetrieb und Forschung bedeutet. Unwichtig.
Ach, wie simpel ist die Welt.
__
Ich habe allerdings kürzlich noch einen Bericht gelesen (muss gleich mal schauen, ob ich ihn wiederfinde )in dem beschrieben wurde, dass viele (junge)Leute aus Forschung und Wissenschaft DE den Rücken kehren, weil sie hier angeblich nicht das Umfeld und die Möglichkeiten geboten bekommen, wie in anderen (zukunftsorientierteren ) Ländern, wie z.B. den USA aber auch Süd-Korea oder Indien

@Am 04. September 2021 um 17:59 von nikioko

Falls sich irgendein Brexiteer bei der EU darüber beschweren will: Das ist doch genau das, was ihr gewollt und gewählt habt. Seitdem der Brexit vollzogen ist, höre ich die Beschwerden und Forderungen nach Nachverhandlungen immer nur von einer Seite, nämlich der, die gar nicht schnell genug die EU verlassen konnte.

Zitat Ende___

DAS nennen Sie schnell? :-)
selbst die langamste Katze geht schneller und seltener raus und wieder rein, als die Brexiteers aus der EU

aber inhaltlich stimme ich voll zu.

Kleingeistig und kurzsichtig

Universität, Forschung und Wissenschaft leben von Internationalität.
Der "Britische Steuerzahler" tut sich auf längere Sicht nichts Gutes, Ausländern es schwer zu machen, in UK zu studieren.

Abgewürgt

Der Brexit hat auch den akademischen Austausch zwischen UK und EU abgewürgt. Das sehe ich auch an unseren Studenten hier in Berlin. Aber so geht es eben, wenn man andere Menschen zu unerwünschten Nachbarn erklärt. Wir haben andere Möglichkeiten.

@ 19:24 von born in stasi-land

Was heißt hier "abgewürgt", bin überzeugt, dass noch genügend zahlende Interessenten Schlange stehen und der Austausch gewährleistet ist!

Außerdem findet der wissenschaftliche Austausch vorwiegend unter fertigen Akademikern statt.

"eingesparten" Studiengebühren.

von harry_up @

Es ging nicht ums sparen sondern darum das die eignen Bürger jetzt wieder eine Chance haben selbst ein angemessene Bildung zu bekommen.

RE: État DE gauche um 18:27

So leicht kann man daneben liegen, aber immerhin konnte ihr Kommentar mich amüsieren.

Zu Ihrem letzten Satz nur soviel:
Genau aus diesem Grund, ist die Grundlagenforschung deutscher Institute und Universitäten in vielen Bereichen führend.
Passt irgendwie nicht, finden Sie nicht auch ? ... ist aber Realität !

Gruß Hador

Nicht nur die Studenten bleiben weg

Auch dringend benötige Fach- und Arbeitskräfte, insbesondere auch im Bereich der Logistik. Was immer öfter leere Regale in den Supermärkten zur Folge hat, wie gerade diese Woche in den TV-Nachrichten zu sehen war.

Das ganze Leben ist „komplizierter“ (und teurer) geworden. Vor allem natürlich für die britische Bevölkerung. War wirklich eine „tolle“ Idee, dieser Brexit. Aber „immerhin“ haben die, die ihn propagiert haben profitiert.

Schaut an Deutschlands Uni auch nicht besser aus

Wer will schon noch in Unis studieren, die corona-bedingt seit 14 Monaten nicht mehr geputzt werden ?

@ werner1955

kommen immer weniger Studierende ins Vereinigte Königreich?
Und was soll daran schlimm sein?

Nichts. Engstirnige Brexiteers brauchen keine Bildung.

@ FakeNews-Checker

Wer will schon noch in Unis studieren, die corona-bedingt seit 14 Monaten nicht mehr geputzt werden ?

Gag, oder?

@ 19:44 von Giselbert

„ Außerdem findet der wissenschaftliche Austausch vorwiegend unter fertigen Akademikern statt.“
Richtig! Nur waren die fertigen Akademiker auch mal Studenten und neben dem Wissen, welches man als Student sammelt, knüpft man eben auch schon ein Netzwerk mit dem sich dann die fertigen Akademiker auch später zuerst austauschen. Wenn an einer britischen Hochschule irgendwann nur noch Briten studieren, dann tauschen die sich später auch nur noch mit anderen Briten aus. So funktioniert wissenschaftliche Arbeit heutzutage aber nicht mehr.

@Am 04. September 2021 um 19:44 von werner1955

Es ging nicht ums sparen sondern darum das die eignen Bürger jetzt wieder eine Chance haben selbst ein angemessene Bildung zu bekommen

Zitat Ende_

4 Rechtschreibfehler und 3 Satzzeichenfehler.
Ist das jetzt ein Anprangern der europäischen Bildung oder Ironie?

Entfremdung zwischen Großbritannien und der EU?

Zitat: " Hoppe warnte, die Entwicklung könne zur weiteren Entfremdung zwischen Großbritannien und der EU beitragen. "

Mit der EU hat Großbritannien - zum Glück für Sie! - nichts zu tun.

Zu einer Entfremdung zwischen Großbritannien und Europa mag es führen, wenn weniger studentischer und akademischer Austausch stattfindet.

in Deutschland studieren auch weniger Ausländer

Das hat mit Corona zu tun. Das betrifft auch die Erasmus Programme.
Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass die EU sehr darauf erpicht ist, jungen, noch nicht selbständig publizierenden Wissenschaftlern Forschungsaufenthalte im Ausland - auch für den Zweck der Promotion - zu ermöglichen, um „mobility“ zu demonstrieren. Ob das klappt, hängt aber weniger von den Studenten selbst als von der Bereitschaft der Host Institutionen ab.

Das sollte man nicht überbewerten. Schon wegen der Sprache und des offenen Forschungsklimas werden weiterhin viele EU Studenten einen Aufenthalt in GB anstreben.

Zwar nimmt GB nicht mehr an Erasmus teil, aber andererseits habe ich auch nie davon gehört das ein Erasmus Student etwas publikationswürdiges produziert hat. In der Kürze der Zeit (wenige Monate) ist das auch kaum möglich.

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