Kommentare - Widerstand im Pandschir-Tal gegen Taliban

04. September 2021 - 12:48 Uhr

Seit Tagen kämpfen im Pandschir-Tal Rebellen gegen die Taliban. Ihr Anführer ist Ahmad Massoud, der Sohn eines berühmten Widerstandskämpfers. Doch was will er, und welche Erfolgsaussichten hat er? Von Silke Diettrich.

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Kommentare

wo waren die denn bisher

seit 20 Jahren haben diese sogenannten Freiheitskämpfer sich nicht blicken lassen. Jetzt wo es zu spät ist kommen sie an und was wollen sie zuerst - Geld - genau, was denn sonst.

Er war schon im Widerstand gegen die bestehende Regierung

Wer ist dieser Mann, der gerade als der große Oppositionskämpfer gefeiert wird?
Er war in Opposition zum gewählten Präsidenten, der von NATO, EU usw. gestützt worden ist.
Das läßt mich doch stutzig werden. Er will Macht, Teile der Macht der Taliban.
Es sieht ähnlich aus wie zu der Zeit, als die NATO und vor allem die USA die Opposition der von der Sowjetunion gestützten Regierung unterstützt hatten. Diese Opposition war später dann, gut bewaffnet dank USA, der Ausgangspunkt der Terroristen. In Syrien unterstützten die USA auch die Opposition von Assad. Aus dieser Opposition wurde dann die IS.
Sollte man jetzt vielleicht einmal genauer hinsehen, wen man da in Afghanistan bejubelt. Ich bin sicher, in einigen Jahren wird man anders über den großartigen Oppositionsführer von heute sprechen.

15:27, WebTh

>>wo waren die denn bisher
seit 20 Jahren haben diese sogenannten Freiheitskämpfer sich nicht blicken lassen.<<

Sie scheinen sich ja in Afghanistan sehr gut auszukennen.

>> Jetzt wo es zu spät ist kommen sie an und was wollen sie zuerst - Geld - genau, was denn sonst<<

Klar. Alle wollen immer nur Geld. Um was anderes geht es nie.

13:51 von Miauzi --- Gleichmacherei nutzt den Taliban

Ehrlich gesagt, verstehe ich ihren Eifer im Niedermachen von Massud senior nicht. Natürlich ist er als Sohn seiner Landeskultur aufgewachsen, aber bei ihm war eine deutliche Entwicklung zu zivilisierten Normen zu erkennen.

Diese Gleichsetzung mit den anderen Warlords und besonders mit den Taliban wird der Wirklichkeit nicht gerecht. Am Ende läuft sie, gewollt oder ungewollt, auf eine Kapitulation vor den Taliban hinaus.

"In den Gebieten unter seiner Kontrolle errichtete Massoud demokratische Institutionen und unterschrieb die Deklaration für Frauenrechte.[23] Er trainierte verstärkt Polizeikräfte, die eine Wiederholung des Chaos von Kabul (1992–1994) verhindern sollten, würde die Vereinte Front erfolgreich sein.[23][37]"

https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Schah_Massoud

15:15 von artist22

Grundsätzlich finde ich gut sich nicht allzu sehr spöttisch über andere User zu unterhalten, sondern diese direkt zu adressieren. Beinhaltet andernfalls eine Ebene von sich überlegen fühlen.

Widerstand im Pandschir-Tal gegen Taliban....

Hier kann man nur noch staunen: Da kennen sich die Schreiber bis ins kleinste aus in dem Land. Da wissen die natürlich genau, welche Bodenschätze es da gibt und wer sie sich in Zukunft natürlich aneignen will. Das kann man auch Projektion nennen, anderen daß nach sagen, was man selber will.
Auffallen tut auch, daß bei den vielen Kennern des Landes, der Oberst Klein nicht vorkommt (gehört zur Geschichte der Militärintervention).

einstimmen?

sollen wir durch die entsprechenden artikel auf die fortführung des krieges in afghanistan eingestimmt werden? läuft jetzt die unterstützung der neuen aufständischen durch die bekannten geheimdienste? auch wenn das die ewigen schlaufüchse im forum noch nicht bei wikipedia, im brockhaus oder sonstwo nachlesen und sich informieren können, geschieht in der welt vieles, was nach alten mustern abläuft, worüber es unzählige literatur gibt. da braucht man nur "hochzurechnen", und findet dadurch alte wahrheiten auch in aktuellen ereignissen.

14:51 von schabernack

aber hier schlagen sich die Her/frauschaften ja gewissermaasen ihr gesamtes fachwissen bei wirklich jedem thema um die ohren.

Die Kämpfer im Pandschir-Tal verdienen Respekt

Wenn die afghanische Armee nur die Hälfte des Heldenmutes aufgeboten hätte wie die Kämpfer im Pandschirtal, sähe es für die Entwicklung von Menschenrechten und ziviliserten politischen Normen in Afghanistan besser aus.

Sie stehen auf kleinem Raum den Taliban gegenüber. Aber wenn sie sich behaupten können, kann das in anderen Regionen des Landes als Ermutigung dafür genommen werden, sich dem totalitären Joch der Taliban nicht widerstandslos zu beugen.

15:33, Kritikunerwünscht

>>Wer ist dieser Mann, der gerade als der große Oppositionskämpfer gefeiert wird?
Er war in Opposition zum gewählten Präsidenten, der von NATO, EU usw. gestützt worden ist.
Das läßt mich doch stutzig werden.<<

Der Präsident war nicht gewählt, er wurde eingesetzt. Gewählt war ein anderer.

Außerdem wird hier nicht gefeiert, sondern berichtet.

15:40, Karl Maria Jose...

>>14:51 von schabernack
aber hier schlagen sich die Her/frauschaften ja gewissermaasen ihr gesamtes fachwissen bei wirklich jedem thema um die ohren.<<

Alle tragen was bei.

So etwas nennt man „Diskussion“.

15:26 von Kaneel

«Gelegentlich ist die Recherche bei Wikipedia aber sehr enttäuschend. Vllt erwarte ich zu viel oder suche etwas zu Spezielles ;-))
Und kritisch sollte man m.E. beim Lesen dort bleiben.»

Zu History, Science and Geography bietet Wikipedia mit Links, Quellenverweisen, und Hinweisen auf weiterführede Literatur so gut wie immer eine gute Eintrittstür.

Ich war schon immer nur eine ganz kleine Leseratte, was alles über Abenteuerbücher, Märchen, Mythen, Sagen, und Fotobücher hinaus angeht. Zuhause bekomme ich dafür immer geschimpft als Banause.

Dann kam Electronic World mit Informations-Tsunami. Da findet man schon sehr viel, wenn man will. Im Asien mit den Sprachen mit den verwirrenden Schriftzeichen hat das Lesefähigkeit um durchschnittlich ± 5% gesteigert. Und Allgemeinwissen wegen besserer Zugänglichkeit zu Informationen sogar um mehr als ± 5%.

Dr. Google ist da ohne Rezeptpflicht schon ein guter Arzt für Allgemeinmedizin.
Um so mehr, kann man auch die eine / andere Fremdsprache.

Am 04. September 2021 um 15:15 von Sausevind

Ich kann nicht nachvollziehen, dass es jetzt schon wieder Leute gibt, die sich dort einzumischen wollen.
Das ist "reiner Postkolonialismus", um Henryk M. Broder zu zitieren"
____

,.,.,Sie nennen es extra "Postkolonialismus" - indem sie die Helfer diskriminieren -, weil Sie irgendwelche Gründe haben, bei Menschenrechtsverletzungen nicht hinzuschauen.
___
Twei gegensätzliche Standpunkte. Gibt es auch eine Art Mittelweg ?
D.h. sich nicht jede Ungerechtigkeit der Welt auf die Fahne zu schreiben und dagegen angehen zu wollen, wohlwissend, dass man sehr schnell an seine Grenzen stösst und dem stoischen "macht alle, was ihr wollt, es geht mich nix an".
Es wird niemals gerecht und für alle Menschen gleich gut auf der Welt zugehen, egal mit welchen Mitteln man das versucht.

14:54 von Michael Klaus Möller

"...Politiker...Steuergelder ... vor Gericht gestellt werden"

"holt nur die Deutschen Staatbürger umgehend dort raus und dann die Grenzen zu machen."

Gleich dreimal O-Ton aus der rechten Paralelgesellschaft in zwei Sätzen.

1. Rechts kann offenbar immer nur undifferenziertes Schwarz-weiß-"Denken".

Bei den Überlegungen auszuloten, was man mit den Taliban vereinbaren kann, geht es eben nicht darum denen die Taschen zu füllen, sondern herauszufinden ob "der Westen" mit gezielter Mittelvergabe örtliche eng umgrenzte, bestehende Projekte weiterführen kann. Geldvergabe u. verwendung soll direkt an die dortigen NGO-Vertreter gehen.

2. "Holt die Deutschen raus & Feierabend"

Von den verbliebenen Deutschen haben viele selbst entschieden erstmal freiwillig dort zu bleiben, um mit lokalen Mitarbeitern wichtige Arbeiten weiterzuführen.

3.Es gilt den Fehler Syrien 2011-14 zu verhindern. Es geht um Strukturen Geflüchtete in Nachbaregionen aufzufangen.

4. Grenze war nie zu!
Bleibt Ihr Traum.

15:40, der.andere

>>einstimmen?
sollen wir durch die entsprechenden artikel auf die fortführung des krieges in afghanistan eingestimmt werden? läuft jetzt die unterstützung der neuen aufständischen durch die bekannten geheimdienste?<<

Ja klar. Die Medien üben ihre Rolle als willfährige Handlanger der Geheimdienste aus und stimmen uns auftragsgemäß ein.

>> auch wenn das die ewigen schlaufüchse im forum noch nicht bei wikipedia, im brockhaus oder sonstwo nachlesen und sich informieren können, geschieht in der welt vieles, was nach alten mustern abläuft, worüber es unzählige literatur gibt. da braucht man nur "hochzurechnen", und findet dadurch alte wahrheiten auch in aktuellen ereignissen.<<

Klar. Solange das Weltbild stimmt, ist jede weitergehende Information komplett überflüssig. Einfach hochrechnen reicht völlig.

15:40 von Karl Maria Jose...

"14:51 von schabernack

aber hier schlagen sich die Her/frauschaften ja gewissermaasen ihr gesamtes fachwissen bei wirklich jedem thema um die ohren."

,.,.,

Kommt Ihnen, glaube ich, nur so vor.
Außerdem frage ich mich, warum Sie das so stört.

Denn immerhin ergeben sich daraus ja oft spannende Diskussionen.

Afghanistan ist ein multi-ethnisches Gebilde

Die totalitäre Alleinherrschaft der paschtunischen Taliban widerspricht den multi-ethnischen Traditionen des Landes.

Der Kampf der Bewohner des Pandschirtales ist ein berechtigtes Anliegen für ein Afghanistan, das in seiner Führung die Vielfältigkeit der Ethnien, der Geschlechter und gesellschaftlichen Gruppen widerspiegelt.

Eines darf man nicht vergessen: die Stärke der Taliban rührt nicht von einer mehrheitlichen Zustimmung im Volk her, sondern vor allem durch die Unterstützung seitens Pakistan und dort insbesondere durch den Geheimdienst ISI, der zu großen Teilen aus Taliban-Sympathisanten besteht.

15:36 von Bernd Kevesligeti

«Auffallen tut auch, daß bei den vielen Kennern des Landes, der Oberst Klein nicht vorkommt (gehört zur Geschichte der Militärintervention).»

Dieser Herr Oberst gehört zur Geschichte Afghanistans der letzten 20 Jahre seit 2001. Es ist aber ohne Sinn, zu jedem beliebigen Aspekt zu Afghanistan Oberst Klein irgendwie rein zu maggeln. Aber nun isser ja drin.

13:19 bolligru

"in Afghanistan mangelt es an Vielem, an Gewaltpotential mangelt es nicht......."

Kann ihnen nur zustimmen.
Und wer jetzt immer noch glaubt man sollte sich einmischen zugunsten einer Gruppe hat nichts verstanden. Keine dieser Gruppen vertritt unsere Vorstellung von westlichen Werten. Es ist eher ein Kampf Belezebub gegen den Teufel oder auch umgekehrt, rein bildlich gesprochen. Die einzigen die auf lange Sicht ganz vorsichtig was hätten verändern können sind diejenigen die geflüchtet sind und flüchten also davonlaufen anstatt für ihre Vorstellungen von Veränderungen in ihrem Land kämpfen (natürlich nicht mit Waffen). So wie es aussieht sind die richtig Mutigen die Frauen in diesem Land. Ich vermisse leider die Männer, Väter, Brüder, Söhne die sich an die Seite der mutigen Frauen stellen um ihre Frauen, Töchter, Schwestern zu schützen.

15:36, Bernd Kevesligeti

>>Widerstand im Pandschir-Tal gegen Taliban....
Hier kann man nur noch staunen: Da kennen sich die Schreiber bis ins kleinste aus in dem Land. Da wissen die natürlich genau, welche Bodenschätze es da gibt und wer sie sich in Zukunft natürlich aneignen will. Das kann man auch Projektion nennen, anderen daß nach sagen, was man selber will.
Auffallen tut auch, daß bei den vielen Kennern des Landes, der Oberst Klein nicht vorkommt (gehört zur Geschichte der Militärintervention).<<

Ich habe hier im Thread bisher noch nichts über Bodenschätze gelesen.

Und inwiefern gehört Oberst Klein in diese Diskussion hier?

@Grundsätzlich finde ich gut sich nicht ... 15:35 von Kaneel

zu 15:15 @@googeln wikipedieren & Co.

Sie werdens kaum glauben, ich auch.
Aber manche 'Kommentatoren' fordern es geradezu heraus.
Meistens ignoriere ich solche.

Ausser wenn man 'dem Versuch der Umwertung der Werte' kontra geben muss.
u.a wegen 'Penetranz' ;-)

Freiheit am Hindukusch

Massoud schafft in 14 Tagen, was die Bundeswehr in 20 Jahren nicht geschafft hat.

15:51 von weingasi1

Am 04. September 2021 um 15:15 von Sausevind

Ich kann nicht nachvollziehen, dass es jetzt schon wieder Leute gibt, die sich dort einzumischen wollen.
Das ist "reiner Postkolonialismus", um Henryk M. Broder zu zitieren"
____

,.,.,Sie nennen es extra "Postkolonialismus" - indem sie die Helfer diskriminieren -, weil Sie irgendwelche Gründe haben, bei Menschenrechtsverletzungen nicht hinzuschauen.
___
Twei gegensätzliche Standpunkte. Gibt es auch eine Art Mittelweg ?
D.h. sich nicht jede Ungerechtigkeit der Welt auf die Fahne zu schreiben und dagegen angehen zu wollen, wohlwissend, dass man sehr schnell an seine Grenzen stösst und dem stoischen "macht alle, was ihr wollt, es geht mich nix an".
Es wird niemals gerecht und für alle Menschen gleich gut auf der Welt zugehen, egal mit welchen Mitteln man das versucht."

.-.

Zu Ihrem letzten Satz:
ich kenne niemanden, der SÄMTLICHEN Menschen in Not helfen will.

Ich kenne nur welche, die fordern, sich GRUNDSÄTZLICH rauszuhalten .

15:51 von schabernack 15:26 von Kaneel

Dann kam Electronic World mit Informations-Tsunami. Da findet man schon sehr viel, wenn man will.

Na da stimme ich natürlich zu. Mir ging es tatsächlich speziell um Wikipedia. (wahrscheinlich werde ich dort demnächst gesperrt)

Dr. Google ist da ohne Rezeptpflicht schon ein guter Arzt für Allgemeinmedizin.

Trifft 100Prozent auf meine aktuelle Situation zu.

15:58 von artist22 15:35 von Kaneel

Okay, ich weiß was Sie meinen. Zugeben muss ich außerdem, dass ich nicht einschätzen konnte inwiefern ich mitgemeint war.

von fathaland slim 15:58

Doch weiter oben sorgte sich jemand um die Bodenschätze.
Und Oberst Klein, jetzt übrigens General, gehört nicht zur Geschichte des Landes und der Intervention ?

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