Widerstand im Pandschir-Tal gegen Taliban

04. September 2021 - 12:48 Uhr

Seit Tagen kämpfen im Pandschir-Tal Rebellen gegen die Taliban. Ihr Anführer ist Ahmad Massoud, der Sohn eines berühmten Widerstandskämpfers. Doch was will er, und welche Erfolgsaussichten hat er? Von Silke Diettrich.

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Kommentare

Handlungsfähigkeit

Es wäre an der Zeit den Taliban ihre Grenzen aufzuzeigen. Was soll dieser Angriff? Er ist der unnötige Anfang eines Bürgerkrieges.
Biden sollte den Taliban klar machen, dass ein Angiff nicht akzeptabel ist.
Wenn die Taliban das nicht akzeptieren, dann ist es einZeichen dafür, dass all ihre Zusagen Makulatur sind.

Dieser Kampf ist hoffnungslos!

Wenn die Taliban, zahlenmäßig deutlich stärker, und jetzt auch noch mit westlichen Waffen ausgestattet, das Pandschir-Tal einnehmen möchten, werden sie auf lange Sicht auch Erfolg haben.
Es handelt sich hierbei auch um einen ethnischen Konflikt („Ahmad Massoud ist Tadschike, die Taliban sind Paschtunen. Ethnische Konflikte in Afghanistan führten schon zu Bürgerkriegen und sind auch ein Grund dafür, dass das Land seit Jahrzehnten nicht zur Ruhe kommt.“) - da kann ich nur raten, sich nicht einzumischen, weil ich schon befürchte, dass sich manche hier Gedanken machen, wie man denn Massoud und seine Gefolgsleute unterstützen könne…
Wenn man sich in ethnischen Konflikten einbringt, verbrennt man sich nur die Finger; siehe Jugoslawien, Syrien, in einigen Ländern in Afrika… so traurig es auch ist.
So hart wie es ist, aber das müssen die Afghanen unter sich ausmachen!

alles unter einen Hut wird nicht gelingen

Die beste Lösung für Afghanistan wäre ein Mehrvölkerstaat, zu unterschiedlich sind die Ideologien.

Stabile Grenzen sind unabdingbar, sonst bleibt dies ein nicht endender Kampf um einige Meter in ständiger Angst vor Übergriffen.

Das wird weder den Russen noch den Chinesen ...

.. gefallen. Die wollen sich gerade über die Taliban Einfluss im Land und beim Zugriff auf die Bodenschätze sichern. Immerhin besteht die Gefahr, dass der Westen die Rebellen direkt oder indirekt in ihrem Kampf unterstützt. Ich halte das sogar für sehr wahrscheinlich.
Es mach die Lage nicht einfacher, wenn neben Taliban und IS auch noch Rebellen um die Vormachtstellung kämpfen.

13:01 von logig

"Biden sollte den Taliban klar machen, dass ein Angiff nicht akzeptabel ist."
Die US- Politik ist stets und ausschließlich darauf hin gerichtet, US- Interessen durchzusetzen, weiter nichts. Das gilt unter Biden genauso wie es unter Trump galt oder Obama. "america first" ist die Devise.
Die US- Regierung hat jetzt EIN Ziel: Zunächst soll Ruhe einkehren und das geht nur unter einer zentralen Regierung, also den Taliban. Menschenrechte spielen für die USA nur im eigenen Land eine Rolle.
Leider ist auch in diesem Punkt die US- Politik kurzsichtig, denn es gibt in Afghanistan an die 20 Volksgruppen, die einander traditionell eher feindlich gegenüberstehen. Die Taliban gehören der größten Gruppe an, nämlich den Paschtunen. Es wird, da bin ich mir sicher, in Afghanistan keinen Frieden geben, leider. Die anderen Volksgruppen werden sich sicher nicht dem Willen der Paschtunen unterwerfen. Und, in Afghanistan mangelt es an Vielem, an Gewaltpotential mangelt es nicht .

Nun was hat man sonst über

Nun was hat man sonst über diese Gruppe erzählt? Der Vater eine Berühmtheit der Sohn? Warum jetzt ein Regierungsanspruch ,vorher egal oder Wie? Schätze eher man hat ihn sein eigenes Süppchen kochen lassen und nun spuckt ihm die Taliban in die Suppe! Das muss jetzt Afghanistan alleine klären! Wird schon seinen Grund haben warum kaum jemand dorthin wollte!

"alles unter einen Hut wird

"alles unter einen Hut wird nicht gelingen
Die beste Lösung für Afghanistan wäre ein Mehrvölkerstaat"

Verstehe ich nicht? Ein Mehrvölkerstaat, aber "alles unter einen Hut wird nicht gelingen"?

Was genau schwebt Ihnen denn vor?

@Wolf1905, 13:06

„Dieser Kampf ist hoffnungslos!“

Wenn man (alle, denen an Frieden in Afghanistan gelegen ist) diejenigen unterstützt, die bereit sind, ihre ethnischen Differenzen zugunsten gemeinsamer bzw. allgemeiner Interessen hintanzustellen (in Wort bzw. Verhandlungen und Tat bzw. materieller und logistischer Hilfe (und damit sind nicht zuallererst Waffen gemeint!), nicht.

13:06, Wolf1905

>>Dieser Kampf ist hoffnungslos!
Wenn die Taliban, zahlenmäßig deutlich stärker, und jetzt auch noch mit westlichen Waffen ausgestattet, das Pandschir-Tal einnehmen möchten, werden sie auf lange Sicht auch Erfolg haben.<<

Das Pandschir-Tal wurde noch nie militärisch eingenommen. Von niemandem.

13:19, bolligru

>>Die US- Regierung hat jetzt EIN Ziel: Zunächst soll Ruhe einkehren und das geht nur unter einer zentralen Regierung, also den Taliban.<<

Sollte das wirklich so sein, dann übersehen die USA eine Tatsache:

Afghanistan ließ sich noch nie dauerhaft von einer Zentralregierung regieren.

>>Menschenrechte spielen für die USA nur im eigenen Land eine Rolle.<<

Und nicht einmal dort.

13:06 von Wolf1905

"...werden sie auf lange Sicht auch Erfolg haben."
Ich sehe das anders.
Das dachten nämlich vorher auch die Briten, dann die Sovjets, dann die Amis.
"Dieser Kampf ist hoffnungslos!"- schreiben Sie zu Recht und auch "da kann ich nur raten, sich nicht einzumischen", "verbrennt man sich nur die Finger".
Es kann und wird keinen Frieden geben, schon allein wegen der Bevölkerungsentwicklung in Afghanistan:
Die Bevölkerung hat sich nämlich von 21.196.873 Menschen in 2001 auf heute 40.392.662 fast verdoppelt, 1990 waren es noch 12.142.825. Quelle:(https://countrymeters.info/de/Afghanistan)
Unzählige junge Männer werden leichtes Opfer für Rattenfänger sein. Was sollen sie auch machen, ohne jegliche wirtschaftliche Perspektiven, in einem sehr trockenen Land ohne eigene industrielle Produktion?
Sie schnappen sich die Kalaschnikow und ziehen los- scheint besser als auf dem eigenen Hof zu bleiben als 9. Kind?
Traurig, aber vorhersehbar: Wir werden noch sehr unangenehme Bilder aus Afghanistan sehen.

13:23, Werdaswissenwill

>>Nun was hat man sonst über diese Gruppe erzählt? Der Vater eine Berühmtheit der Sohn? Warum jetzt ein Regierungsanspruch ,vorher egal oder Wie? <<

Wer ist denn „man“?

Ich finde, man sollte sich ein wenig mit den historischen Tatsachen beschäftigen. Für den Anfang zum Beispiel hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Schah_Massoud

Das ist der Artikel über den Vater. Dort finden Sie auch einen Querverweis zu dem Artikel über den Sohn.

Wer das wissen will, kann sich da kundig machen.

Wenn die Taliban friedlich sein wollten,

hätten sie die Menschen im Pandschir-Tal in Ruhe gelassen. Aber nein, sie wollen den Krieg und auch noch den Sohn des Freiheitskämpfers Massoud ermorden wie schon den Vater, der die USA vor Nine-eleven gewarnt hatte (was G. Bush nicht glaubte!). - So öffnen sie die Büchse der Pandora und zeigen, wes Geistes Kind sie wirklich sind. Und das haben wir alle, vor allem die Afghanen, Donald Trump zu verdanken, Republikaner wie Bush. -

Liebe Redaktion,

bitte keine Heldennarrative von Männern, die in fernen Ländern gemeinsam mit ihren Kampfgefährten ihre Leben im Kampf gegen böse Gegner riskieren.
Schon zu Lebzeiten wurde Massoud senior von westlichen, insbesondere französischen Medien als unbeugsamer Verteidiger seiner Heimat stilisiert, der irgendwie auch für westliche Werte stand.
Das ist dann von der Richtung her die gleiche Verehrung, wie sie Che Guevara im politisch linken Westen genoss.
Ich bin jetzt schon relativ alt und ich muss sagen: wer versucht mit der Waffe Politik zu machen, liegt falsch.
Der Mythos Massoud existiert medial, aber wir sollten uns davor hüten, unkritisch das damit verbundene Töten auszublenden und solche Anführer auf irgendeinen Sockel zu stellen.
Wer sowas mag, der sollte Walter Scott lesen, oder Karl May.

@fathaland slim um 13:28

>>Dieser Kampf ist hoffnungslos!
Wenn die Taliban, zahlenmäßig deutlich stärker, und jetzt auch noch mit westlichen Waffen ausgestattet, das Pandschir-Tal einnehmen möchten, werden sie auf lange Sicht auch Erfolg haben.<<

>>>Das Pandschir-Tal wurde noch nie militärisch eingenommen. Von niemandem.<<<

Nicht dass wir uns falsch verstehen: von mir aus soll das Pandschir-Tal gerne weiter unter der Führung der Tadschiken bleiben - wie die dort leben bzw. welche Gesinnung sie haben, weiß ich nicht. Wenn das die Bevölkerung dort so möchte, gerne. Ich weiß nur nicht, wie es in diesem Afghanistan unter Führung der Taliban funktionieren soll, wenn sich eine Region dort separiert.
Mein Anliegen ist jener, dass sich unsere Regierung dort nicht einmischt, bzw. nur auf diplomatischem Weg versucht, da was zu erreichen (was ich aber auch als hoffnungslos betrachte).

Mehr Fragen als Antworten

Über diesen Kampf wird viel berichtet, jedoch, um sich eine Meinung zu bilden, fehlen viele Hintergrundinformationen.
Das Panjshir Tal befindet sich mitten im Land.
Wie kann dort (Insel) Wiederstand geführt werden?
Wie kommen dort Lebensmittel und Waffen hin?
Welches Land der Welt versorgt die über 6000 Soldaten mit welcher Logistik ?
Sollte das Tal tatsächlich von Taliban umzingelt sein, was sagen Militärstrategen zum Gelingen/Scheitern dieser Mission ?

Bei dem -was ich höre und lese - ist mir zuviel schmückendes Beiwerk dabei, jedoch die Kerngedanken zum Wiederstand fehlen vollkommen.

Den Taliban kann es egal

Den Taliban kann es egal sein, wenn ein Tal nicht unter ihrer Kontrolle ist.

Wie in einer antiken Tragödie

Nein, ich beneide unseren Außenminister Maas gewiss nicht.
Er steht vor einem Scherbenhaufen und weiß, daß alles Bemühen nur kurzfristig helfen wird, eine Lage, die sicher im Chaos enden wird, etwas abzumildern. Was auch immer gemacht wird- am Ende steht ein übles Ende. Es ist wie in einer antiken Tragödie.
Man sieht es Hernn Maas auch an, den ich als klugen und menschlichen Politiker sehr schätze, daß er müde wird.

Nun - schauen wir mal in die

Nun - schauen wir mal in die afghanische Geschichte wer der Vater dieses Anführers war:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Schah_Massoud

Nun ist er aber im Gegensatz zum Wiki-Artikel kein "weisser Ritter" - sondern er hat ebenso brutal und verbissen um die Macht in Afghanistan gekämpft wie sein Gegner
und
haben damit die nationale Einheit Afghanistans - ja die gab es tatsächlich - nachhgaltig zerstört
Quelle dazu vor allem die Aussagen afghanischer Frauen die u.a. nach 2001 führende Rollen in der dortigen Politik gespielt haben
siehe dazu -> "Afghanistan - unser verwundetes Land"

ja - er konnte gut mit westlichen Medien umgehen und sich "liberaler" darstellen als z.B. Hekmatjar
nur er hatte ein genauso konservatives Frauenbild wie alle Mudjahedin-Anführer
auch bei ihm hiess es für Frauen
-> keine Schulbildung
-> in der Öffentlichkeit totale Verschleierung mittels Burka
-> keinerlei Erwerbsarbeit
usw.
--
ergo - was soll das Märchen vom "guten Warlord"?

Wirklichkeitsfern

@Sparpket13:40h:
"Ich bin jetzt schon relativ alt und ich muss sagen: wer versucht mit der Waffe Politik zu machen, liegt falsch."
Das ist Traumtänzerei - leider, schöner wäre es anders. Kuba geht es schlecht - aber nicht do schlecht wie vor 1959. Hatte auch was mit den USA zu tun, und wenig mit Menschrechten - weniger als heute.

Widerstand

Egal wer im Moment das Sagen hat muss wissen nichts ist für er die Ewigkeit. Also Widerstand hin oder her es wird leider niemals Ruhe in Afghanistan einkehren.

Ganz ohne Krieg wäre es auch zu einfach gewesen

Da hat der Westen ja schnell jemanden gefunden, der den Krieg am Laufen hält.
Woher bekommen die Rebellen den ihre Waffen und das Geld dafür?
Wird dorthin nun die Entwicklungshilfe umgeleitet?

@fathaland

@fathaland slim
Zitat:
"
13:19, bolligru >>Die US- Regierung hat jetzt EIN Ziel: Zunächst soll Ruhe einkehren und das geht nur unter einer zentralen Regierung, also den Taliban.<<
--
Sollte das wirklich so sein, dann übersehen die USA eine Tatsache:
Afghanistan ließ sich noch nie dauerhaft von einer Zentralregierung regieren.
>>Menschenrechte spielen für die USA nur im eigenen Land eine Rolle.<<
Und nicht einmal dort."

Das war schon immer der zentrale Fehler - aber vor allem in den letzten 20 Jahren.
In einem Vielvölkerstaat darf man die Provianzregierung nicht von oben herab ernennen - sondern die muss zwingend von der bevölkerung vor Ort gewählt werden.
Nur so entsteht überhaupt eine Art Idendifikation mit einem staatlichen Gebilde.
--
Warum wohl sind die einzelnen Provinzen derart schnell und vorallem zu meist kampflos an die Taliban gefallen?
Weil da niemand einer KORRUPTEN Zentralregierung auch nur "eine Träne nachweinte"!

Die Verteidigung am Hindukusch ist gerade erst gescheitert

Am besten ist es, wir (der Westen) halten uns ganz raus.
Es gibt leider Völker, die nicht in Frieden leben wollen und die ihre Ideologie bzw. Religion zum Maß aller Dinge machen.

Die damit verbundenen schlimmen Einzelschicksale können wir nicht ändern. So traurig es auch klingt, wir müssen die Welt leider so akzeptieren.

13:40 von Sparpaket

«… bitte keine Heldennarrative von Männern, die in fernen Ländern gemeinsam mit ihren Kampfgefährten ihre Leben im Kampf gegen böse Gegner riskieren.
Schon zu Lebzeiten wurde Massoud senior von westlichen, insbesondere französischen Medien als unbeugsamer Verteidiger seiner Heimat stilisiert, der irgendwie auch für westliche Werte stand.
Das ist dann von der Richtung her die gleiche Verehrung, wie sie Che Guevara im politisch linken Westen genoss.»

Shah Ahmad Massoud erhält aus der Höchsten Generalität der Ex-UdSSR und der aus den USA Bewertungen seiner Persönlichkeit, seiner militärischen Fähigkeiten, seiner Zuverlässigkeit bei Abmachungen Kritiken, wie sie besser und mit mehr Respekt nicht einmal theoretisch sein könnten.

@werner40

Ist es denen aber nicht.

@um 13:44 von WTM

Gerade mal meinen afghanischen Nachbarn - ein Tadschike - gefragt:

Wie kann dort (Insel) Wiederstand geführt werden?

Gar nicht. Das Tal hat genau drei Eingänge, sehr schmal, jeweils nur wenige Meter breit. Hier kommt man tatsächlich nicht richtig rein, darum war es auch immer uneinnehmbar. Aber man kommt eben auch nicht richtig raus.

Dass aus diesem Tal Widerstand mit Wirkung auf das ganze Land geleistet werden kann ist eine Illusion westlicher Medien um sich das Debakel ihrer Regierungen noch irgendwie schönzureden.

Wie kommen dort Lebensmittel und Waffen hin?

Bzgl. Lebensmittel Selbstversorgung.

um 13:55 von Hansi2012

"Es gibt leider Vöker, die nicht in Frieden leben wollen und die ihre Ideologie bzw. Religion zum Maß aller Dinge machen."

Diese Behauptung ist für mich völlig unakzeptabel. Sie zeugt nach meiner Meinung von einem hohen Maß an Unbedarftheit und einer Haltung, die rassismusverdächig ist.
Ich gehe davon aus, dass ihr Beitrag nicht diskussionswürdig ist. Dies ist jedenfalls meine Meinung.

@ 13.51 von Coachcoach

Das ist keine Traumtänzerei.
Das ist Lebenserfahrung.

13:51, Miauzi

>>Nun - schauen wir mal in die afghanische Geschichte wer der Vater dieses Anführers war:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Schah_Massoud

Nun ist er aber im Gegensatz zum Wiki-Artikel kein "weisser Ritter" - sondern er hat ebenso brutal und verbissen um die Macht in Afghanistan gekämpft wie sein Gegner und haben damit die nationale Einheit Afghanistans - ja die gab es tatsächlich - nachhaltig zerstört<<

Er wird im Wikipediaartikel nicht als weißer Ritter dargestellt.

Eine nationale Einheit Afghanistans gab es nie. Nicht einmal ansatzweise.

>>ja - er konnte gut mit westlichen Medien umgehen und sich "liberaler" darstellen als z.B. Hekmatjar
nur er hatte ein genauso konservatives Frauenbild wie alle Mudjahedin-Anführer
auch bei ihm hiess es für Frauen
-> keine Schulbildung
-> in der Öffentlichkeit totale Verschleierung mittels Burka
-> keinerlei Erwerbsarbeit
usw.<<

Ihre Behauptungen entsprechen in keinster Weise den historischen Tatsachen. Daß Sie sie aufstellen, überrascht mich.

um 13:55 von Hansi2012:

>>Es gibt leider Völker, die nicht in Frieden leben wollen und die ihre Ideologie bzw. Religion zum Maß aller Dinge machen.<<

so klingt für mich Rassismus.
Bis auf die Wenigen, die 'Macht' über andere für berechtigt und als erstrebenswert halten, möchte kein Mensch "Ideologie...zum Maß aller Dinge machen" und lieber "nicht in Frieden leben wollen"
>>So traurig es auch klingt, wir müssen die Welt leider so akzeptieren.<<
Hätten Sie wohl gerne. Akzeptieren, nichts tun, am besten nichts sagen, ist keine humane Option.

13:51 von Miauzi

«Nun - schauen wir mal in die afghanische Geschichte wer der Vater dieses Anführers war:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Schah_Massoud

Nun ist er aber im Gegensatz zum Wiki-Artikel kein "weisser Ritter" - sondern er hat ebenso brutal und verbissen um die Macht in Afghanistan gekämpft wie sein Gegner …
auch bei ihm hiess es für Frauen
-> keine Schulbildung
-> in der Öffentlichkeit totale Verschleierung mittels Burka
-> keinerlei Erwerbsarbeit usw.»

Man kann Historische Persönlichkeiten, die nicht mehr leben, blind und blindwütig verklären, oder sie mit der gleichen Überheblichkeit verdammen. Beides ist sinnlos.

Sie verdammen blindwütig. Ahmad Shah Massoud sah in seinen Vorstellungen nur Demokratie als die Staatsform, die Afghanistan aus der Misere von Schlachten und Kriegen und Gegeneinander werde heraus führen können.

Demokratie geht nur auch mit Bildung und Mitwirkung der Frauen in der Gesellschaft. Seit 2001 ist ASM tot, und was geworden wäre … das weiß niemand.

@schabernack, sorry - aber in

@schabernack,

sorry - aber in Sachen "Shah Ahmad Massoud" neigen Sie zu Heldenverehrung.

schaut man sich die TV-Doku "Afgahnistan - unser verwundetes Land" - haben auch viele afghanische Frauen in zunächst als Freiheitshelden verehrt.
Nun - davon ist aber nach dem Abzug der Russen und dem sich anschliessenden Bürgerkrieg nicht aber auch gar nichts übrig geblieben.
Kern der Aussage dieser Frauen:
Er und Hekmatjar haben mit ihrem Bürgerkrieg die Einheit Afgahnistans zerstört!
und
auch Massoud hatte ein genauso rückständiges Frauenbild wie Hekmatjar
Das hat er auch öffentlich so vertreten!

13:55, Miauzi @fathaland

>>Warum wohl sind die einzelnen Provinzen derart schnell und vorallem zu meist kampflos an die Taliban gefallen?
Weil da niemand einer KORRUPTEN Zentralregierung auch nur "eine Träne nachweinte"!<<

Sowohl aus den von Ihnen genannten Gründen als auch aufgrund der massiven Unterstützung aus Pakistan, Katar und den Emiraten. Die Rolle Saudi-Arabiens gehört ebenfalls beleuchtet.

13:19 von bolligru

"Menschenrechte spielen für die USA nur im eigenen Land eine Rolle."

,.,.,

Reine Erfindung von Ihnen.
Quasi Geschichtsfälschung.

man staunt nur noch

wieviel fachwissen unsere dauerschreiber auch bei diesem thema besitzen. dr google sollte täglich die rechnungen für die aufklärung verschicken

@nie wieder spd

Für mich ist Afghanistan ein failed state und es lohnt sich nicht, sich in diesem Land zu engagieren, auch nicht mit Entwicklungshilfe.

Schon seither konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Entwicklungshilfe in einige wenige Taschen floß.

Außerdem gehört doch Afghanistan zur RELIGION der LIEBE und des FRIEDENS und da kann man doch erwarten, daß die superreichen Golfstaaten für ihre Glaubensbrüder und -schwestern etwas tun und nicht wieder Europa herhalten muß.

@logig

„ Biden sollte den Taliban klar machen…“
Biden wird sich hüten. Er wird das Thema Afghanistan nicht mehr anrühren. Und warum sollten die Taliban noch Angst vor Biden haben, nachdem die US Truppen mit Schimpf und Schande aus dem Land gejagt haben?

@13:12 von H. Hummel

>> wenn neben Taliban und IS auch noch
>> Rebellen um die Vormachtstellung
>> kämpfen.

Sie haben in Ihrer Aufzählung noch Warlords und AlKaida vergessen.

13:56 von schabernack zu 13:40 Sparpaket

Ohne jetzt die sonst im Forum abgegebenen Positionen zu kennen, muss ich Herrn/Frau Sparpaket hier Recht geben.

Eine Personalisierung von Konflikten bei denen historische, ethnische u. wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielen, ist nicht zielführend, um Afghanistan als Ganzes zu verstehen.

Ich empfehle die aktuell in der arte-Mediathek o. auch bei Phoenix abrufbare vierteilige Doku zum Land. Dort kommt Massoud sen. auch vor. Aber im Gesamtzusammenhang wohl eher eine schillernde Randfigur.

Die Rolle der Warlords in Gänze scheint wohl ein Dauerproblem in zu sein. Der Kardinalfehler der republikan. Bush-Admin. nach dem vermeintlichen Sieg über die Taliban Ende 2001 war genau mit diesen zum Teil untereinander verfeindeten, korrupten Warlords eine Art Demokratie errichten zu wollen. 'Nationbuilding' als neokonservatives Republikaner-Projekt.

Hinzu kam die quasi technokratische Vorstellung (ähnlich der von sowjet. Militärbetonköpfen) mal eben eine afgh. Armee aufbauen zu wollen.

13:53, nie wieder spd

>>Ganz ohne Krieg wäre es auch zu einfach gewesen
Da hat der Westen ja schnell jemanden gefunden, der den Krieg am Laufen hält.<<

Masoud eine Marionette des Westens?

Der Westen also. Der steckt ja sowieso immer hinter allem Übel. Eigentlich Sie und ich. Oder gehören Sie nicht zum Westen?

>>Woher bekommen die Rebellen den ihre Waffen und das Geld dafür?<<

Weiß ich nicht. Aber gewiss nicht aus Pakistan, den Emiraten und Saudi-Arabien, so wie die Taliban.

>>Wird dorthin nun die Entwicklungshilfe umgeleitet?<<

Dann könnten die knapp 200.000 Menschen im Pandschir-Tal in Saus und Braus leben. Die Warenlieferung müsste allerdings über eine Luftbrücke ablaufen.

13:52 von Demokratiker

"Widerstand
Egal wer im Moment das Sagen hat muss wissen nichts ist für er die Ewigkeit. Also Widerstand hin oder her es wird leider niemals Ruhe in Afghanistan einkehren."

,.,.,

Sie widersprechen sich:

Wenn nichts für die Ewigkeit ist - was ich unterstütze -, dann kann Ihr letzter Satz nicht stimmen:
denn es gibt dann eben auch kein "niemals".

"Kurz vor der Machtübernahme

"Kurz vor der Machtübernahme der Taliban hat Massoud der Denkfabrik Atlantic Council ein Interview gegeben."

Scheint ein sehr kritisches Interview gewesen zu sein, wenn die Ansicht des Interviewten unkritisch wiedergegeben wird.

14:21, Heidemarie Bayer

>>Außerdem gehört doch Afghanistan zur RELIGION der LIEBE und des FRIEDENS und da kann man doch erwarten, daß die superreichen Golfstaaten für ihre Glaubensbrüder und -schwestern etwas tun und nicht wieder Europa herhalten muß.<<

Das tun sie doch. Sie finanzieren, gemeinsam mit Pakistan, die Taliban und rüsten sie aus.

Das ist deren Vorstellung von Liebe und Frieden.

@ logig

"Biden sollte den Taliban klar machen, dass ein Angiff nicht akzeptabel ist."

Echt mal, die Schattenarmeen der CIA sind ja wohl heilig, das muss Biden den Taliban ganz dringend klar machen.

Sohn hat nicht die Strahlkraft des Vaters

Diese "Strahlkraft" war vorbei, als er sich mit einem weiteren Anführer Kämpfe in Kabul geliefert hatte und dabei die Zivilbevölkerung, hinter der sich die rivalisierenden Gruppen versteckten, immer wieder beschossen wurde. (Das war so, wie Bandenkriege in den Slums.)

Wegen diesem Verhalten hatten auch die Taliban dann ein leichtes Spiel, denn die Leute wollten einfach Ruhe haben und meinten, ein furchtbarer Machthaber ist immer noch besser als zwei davon, die sich dauern Straßenkämpfe liefern.

(Es läuft gerade immer wieder mal eine und dueselbe 4-Teilige Dokumentation über Afghanistan auf mehreren Sendern)

14:20, Karl Maria Jose...

>>man staunt nur noch
wieviel fachwissen unsere dauerschreiber auch bei diesem thema besitzen. dr google sollte täglich die rechnungen für die aufklärung verschicken<<

Google verschickt keine Rechnungen.

Sie können aber auch im Brockhaus nachschlagen, sollten Sie eine einigermaßen aktuelle Ausgabe besitzen. Oder im Herder. Oder Meyers Konversationslexikon.

Bilden Sie sich! Es ist heutzutage leichter denn je.

14:17 von Miauzi / @schabernack

«sorry - aber in Sachen "Shah Ahmad Massoud" neigen Sie zu Heldenverehrung.

schaut man sich die TV-Doku an "Afgahnistan - unser verwundetes Land" - haben auch viele afghanische Frauen in zunächst als Freiheitshelden verehrt.»

Ich neige nie zur Heldenverehrung, aber immer dazu, mein Weltbild nicht auf eine TV-Doku zu gründen. Ich kenne sicher nicht alle, aber "massenweise" TV-Dokus über Afghanistan. Von German TV, von der BBC (die BBC ist weltweit die beste was Vielfalt angeht), und auch aus den USA.

Teilweise erschütternd grauenhafte Zustandsbeschreibungen aus dem Afghanistan der Taliban von 1996 bis 2001. Das Land, in dem alle Freude verboten war, und auch die Musik. In Afghanistan, wo "Qawwali" der Sufis als Musik des Spirituellen Islam ihren Ursprung hat.

Taliban haben Ahmad Shah Massoud 2001 von Al Qaida ermorden lassen, und Ihre Quasi-Gleichsetzung von Massoud mit Gulbuddin Hekmatyar zeugt von nur wenig Verständnis der Geschichte Afghanistans der letzen 40 Jahre.

@fathaland slim, Zitat: "Ihre

@fathaland slim,

Zitat:
"Ihre Behauptungen entsprechen in keinster Weise den historischen Tatsachen. Daß Sie sie aufstellen, überrascht mich."

Sie ignorieren als die Aussagen der Frauen die diese in der TV-Doku "Afghanistan - unser verwundetes Land" getätigt haben?

Haben Sie diese überhaupt gesehen?

Ich verbitte mir Ihre Unterstellungen!!

Darstellung: