Kommentare

Altes Produkt mit neuem Namen

Auto Abo heißt es jetzt also. Letztlich gibt es dieses Produkt schon ewig und trägt den langweiligen Namen "Langzeitmiete". Ja, die Parameter sind hier ein wenig anders aber das Rad wird nicht neu erfunden mit dem Auto Abo.
Dennoch denke ich ein interessantes Angebot um Elektromobilität zu promoten und zu erfahren, ohne großes Risiko für den Nutzer. Ob sich solch ein Angebot wirtschaftlich lohnt muss jeder für sich selbst entscheiden.

Weil immer mehr Menschen ...

.. einfach keine Mittel mehr haben, ein von ihnen benötigtes Auto zu kaufen ...
Familien z. B.. Ein e-Auto mit den Transportmöglichkeiten eines Pampersbombers sind nahezu unbezahlbar, gebraucht garnicht vorhanden. Dazu kommt noch der völlig offene Wiederverkauf und die Risiken bei Leasing.

...ttestEineMeinung #Geänderte Geschäftsmodelle

Prinzipiell ein interessantes Modell für jene, die ein Auto für einen überschaubar kurzen Zeitraum exclusiv benötigen, zumal die einzigen Extrakosten die sind, die für zusätzliche Kilometer anfallen.

Hier sollte man aber schon im Vorfeld durchkalkulieren wie hoch die tatsächlichen Kosten ausfallen werden.

Generell sind diese Angebote jedoch eher teuerer als bei dauerhafter Nutzung eines eigenen Autos.

Viel interessanter finde ich für die meisten Nutzer das Car-Sharing.

Die meisten Autos stehen weit über als 90% der Zeit irgendwo herum und werden nicht für den Zweck genutzt, für den sie gedacht sind.

Selbst wenn man das nur auf 75% drücken könnte, würden sich hier die Anschaffungskosten für Neuwagen auf ca. 1/3 reduzieren.

Je flächendeckender das Car-Sharing angeboten und angenommen wird, desto stärker der Effekt.

Zukunftsausblick ist dann das autonome Fahrzeug, bei dem Auslastungen jenseits der 50% möglich sind, weil es bei Bedarf zum nächsten Kunden fährt.

Auto-Abos anbieten

Hier gehts nur um mehr Umsatz.
Ich fahre lieber nich ein paar Jahre meinen alten sparsamen Diesel weiter. Ein E-Auto kann ich mir nicht leisten und an meiner Laterne ist keine Steckdose.

Wie so, ist doch ganz einfach:

es lohnt sich auf jeden Fall für den Hersteller bzw. Mobilitätsanbieter, sonst würde man´s ja nicht anbieten.

"Warum immer mehr Hersteller Auto-Abos anbieten"

Steht doch gleich am Anfang der Meldung:
"Um den Absatz anzukurbeln und sich als Mobilitätsanbieter zu profilieren (...)"
"Ob sich das lohnt, ist nicht immer leicht zu erkennen"

Für die Anbieter im Zweifelsfall eigentlich immer. Jedenfalls wenn mit "lohnen" ausschließlich "finanziell lohnen" gemeint ist.

Das Allmende-Problem

Zitat: "Um den Absatz anzukurbeln und sich als Mobilitätsanbieter zu profilieren, bieten die meisten Autobauer ihre Fahrzeuge inzwischen auch im Abonnement an. Ob sich das lohnt, ist nicht immer leicht zu erkennen."

Um den Absatz anzukurbeln, werden die OEMs keine auf Car-Sharing basierende Mobilitätskonzepte anbieten, da die Anzahl der dann zu verkaufenden Fahrzeuge geringer ist. Es ist die Aussicht auf höhere Rentabilität, die solche Geschäftsmodell ggü. der schnöden Entwicklung und Bau von Fahrzeugen hat.

Der Grund, warum sich solche Mobilitätskonzepte noch nicht durchgesetzt haben, ist aber ein allzu menschlicher: Menschen gehen mit Gütern, die von der Allgemeinheit genutzt werden viel weniger pfleglich um als wenn die eigene Güter privat nutzen. Die Ökonomen sprechen hier vom Allmende-Problem, oder um es für unsere grünlinken Zeitgenossen ein bisschen weniger komplex und wissenschaftlich auszudrücken: die Autos werden dann als Wohntoilette verwendet.

Nette Idee

Leasing und Mieten ist für Wenigfahrer.
Wer das Fahrzeug für den Arbeitsweg braucht ist der Gelackmeierte.
Das kann sich die der Stadtmensch antun, dann kann er zum Shoppen Fahren.
Wer, wie ich, zwischen 20`000 - 25`000Km/Jahr fährt, der kann sich die beiden nicht LEISTEN.
Fazit:
E-Mobillity ist für den Stadshopper und den Kurzstrecken Fahrer, wer zur Arbeit damit muss und nicht gerade um die Ecke zur Arbeitsstelle wohnt muss auf Benzin oder Diesel bleiben!!!
Vielen Dank liebe Autohersteller und Umweltschützer!!

Auto-Abo - sicherlich ein Modell, aber rechnet es sich...

Auto-Abo ist doch eigentlich nur ein neuer Name für die schon seit langem von den klassischen Autovermietern angebotene Langzeitmiete. Ob und inwieweit sich dies rechnet, muss wahrscheinlich jeder für sich beurteilen.

Aus ökologischer Sicht wäre wahrscheinlich eine Stärkung des Car-Sharing-Modells wesentlich sinnvoller. Je mehr Nutzer ein Auto hat, um so weniger wird es irgendwo herumstehen. Im Endeffekt würde man auf diese Weise weniger Fahrzeuge benötigen, was einerseits den Flächenbedarf reduziert und andererseits Ressourcen sparen hilft. Wichtig hierfür wäre natürlich, dass ein Sharing-Fahrzeug auch möglichst vor Ort zur Verfügung steht. Dies würde aber bedingen, das Angebot möglichst flächendeckend auszurollen, damit am Startort ein Auto vorhanden ist und dieses am Zielort möglichst unproblematisch abgestellt werden kann.

Den Herstellern ist natürlich das Abo-Modell lieber - lassen sich doch auf diese Weise mehr Autos verkaufen...

Gute Idee, schlechte Umsetzung

"24 Monate binden, einmalige Startgebühr." Das laesst tief blicken: Es ist wieder kein Schritt in die Richtung, spontanes oder einmaliges Beduerfnis nach einer Reise (aus Lust oder weil man muss) zu ermoeglichen, sondern Kunden zu binden.
"Kilometerpaket oft knapp bemessen, Preise keineswegs so transparent wie angekündigt." Auch da sieht man:Es ist nur eine andere Methode, den Kunden zu melken.
Der Autoindustrie ist einfach nicht zu trauen. Die wissen das selber, aber anstelle den gesamten Kurs zu wechseln, wollen sie weiterhin nur eines: Komsumenten erzeugen und sehr, sehr viel verkaufen. Und weiterhin denken die immer noch, das die Karosse polieren (angekratztes Images) ausreicht und Autogegner besänftigten ist besonders wichtig, sprich einlullen.

Dabei ist die Idee des monatsweisen Leasings/Mietens garnicht schlecht. Aber wie so (fast) immer: Der Kapitalismus frisst die guten Ideen verdaut/transformiert sie und was rauskommt muss ich nicht beschreiben.

@ 11:33 von Blitzgesch...

Danke für Ihren Einblick, dass Sie Car-Sharing-Autos als 'Wohntoilette' verwenden - aufschlussreich, dass Sie das auch noch "allzu menschlich" nennen.
Sie scheinen sich mit dem Allmende-Problem nicht wirklich auszukennen - wie so oft. Das Allmende-Problem ist nämlich bei ganz anderen Fragen relevant, bei denen der Aspekt der 'Überfüllungskosten' (Bsp.: die 'Nutzung' der Atmosphäre als Senke für Schadstoffe wie Treibhausgasen) oder der 'Rivalisierung' (Bsp.: die Nutzung von Trinkwasservorkommen in sog. Entwicklungsländern) zentral ist. In diesen relevanten Bereichen hat das zur sinnvollen Steuerung die Implementierung von Zertifikaten, Quoten oder Steuern zu Folge, auch die Strafregelung bei Verstößen, an manchen Stellen auch bis hin zu Konzepten von Verstaatlichung. Alternativ dazu ist in lokalen Anwendungsfeldern das Konzept der Selbstverwaltung der Betroffenen tragfähig incl. Definition der Beteiligten und transparenter Selbstverpflichtung und Kontrollmechanismen.
Gern geschehn.

Da bleibe ich lieber bei

Da bleibe ich lieber bei meinen extrem umweltfreundlichen Joungtimern. Die kratzen alle an der 300000km Grenze und haben jeder noch gute 1.000.000km vor sich.

Das ist gut für die Umwelt. Leider blöd für vw&Co.
Wenn man es nicht hinkriegt, gute und günstige Autos zu bauen, muss man eben weichen.
Die tun mir wirklich nicht leid.
Und hätten wir Wechselkennzeichen, hätte ich noch mehr Autos. Für jeden Zweck eines.
Das wäre noch umweltfreundlicher.

Abo- Auto

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, jedenfalls für Menschen welche ein E-Auto kaufen möchten.
Man fährt das Fahrzeug eine gewisse Zeit und stellt es dem Händler wieder auf den Hof.
Danach mietet man sich ein Neues.
Keine Probleme mit veralteter Akku Technik.

Rechnet sich nicht

Also carsharing gibt es ja nun schon ewig und die großen Hersteller tun sich sehr schwer damit. Eigentlich war das auch nie ein ernsthafter Versuch - mehr Marketing für die eigenen Modelle. Haben die Hersteller auch immer wieder gesagt. Auch hier wurde von staatlicher Seite wieder schön mitsubventioniert mit billigen innerstädtischen Parkplätzen.
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Am Ende einen Millionenverlust, bei allen VW, Daimler, BMW.
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Nun also das Abomodell. Ansich eine gute Idee - allein ein echter Mobilitätswandel ist das noch weniger. Im Gegenteil. Noch mehr Autos, die noch schneller neuproduziert nachgelegt werden müssen. Immerhin scheint beim Auto der Wunsch nach dem nächsten Modell sehr groß zu sein.
Selbst bei einem Mixer ist die Produktverweildauer größer.
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Am Ende wird das Geld nicht mit den Autos verdient - die nachhaltige Fahre ist also - so angesichts des Klimawandels, was passiert mit all den vielen Autos, die niemand mehr nach 1 Jahr will?
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Das Produkt Auto bleibt problematisch! Für uns alle.

viel Augenwischerei

Sei es Leasing oder Abo oder was für einen Namen das Kind sonst hat, bei den ganzen Konstrukten gibt es zusätzliche Verwaltung und Mitverdiener und das kostet zusätzlich.

Mag sein, dass es sich für wenige lohn, evtl. für Gewerbetreibende, aber der Otto-Normalverbraucher legt i.d.R. drauf.

Ich war bisher immer am günstigsten damit gefahren, Jahreswagen kaufen und so lange wie möglich fahren (14 Jahre).

Ist aber klar, wer das neueste IPhone-Modell braucht, braucht natürlich auch das neuste Auto-Modell (Ironie aus).

So grün wie die Grünen.

Jeder Diesel-Stinker mit H-Kennzeichen und ein paar hundertausend Kilometern auf der Uhr ist um Klassen nachhaltiger als so ein Neuwagen-Abo. Mit 10.000 km im Jahr holt man den enormen Produktionsaufwand nie ein.
Aber selbst betrügen kann man sich. Und darum geht's wahrscheinlich.

@ 10:39 von werner1955

Nun ist es ja so, dass die wenigsten Laternen Dieselzapfpistolen aufweisen - zumindest in meiner Wohngegend. Und die wenigsten Autofahrer nutzen ihren Wagen für so weite Strecken, dass das Elektroauto an seine Akku-Grenze gerät. Wenn alle so denken würden wie sie, kämen wir nicht vorran.

wer hat, der kann

Was dem Ammi seine Knarre ist den Deutschen das Auto.

"Selbst Porsche hat inzwischen ein entsprechendes Angebot. So kostet ein Abo des Taycan, Porsches E-Modell, 2800 Euro im Monat."

Also das Porsche-Angebot klingt für mich wie ein Argument für eine Vermögens- oder Luxussteuer.

Abo oder nicht - kaum ein Unterschied

Ich fahre Fahrrad und Bahn/Bus. Autos lehne ich ab. Sie haben einen überproportional hohen Resourcenverbrauch (Energieträger, Resourcen zur Produktion/Raumverbrauch/Lärmemission). Es wird Zeit Autos als Massenverkehrsmittel auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen.
Ein Abo ist da nur alter Wein in neuen Schläuchen.
Und bevor gleich alle Autofahrer wieder Schnappatmung bekommen: Ja, es gibt auch sinnvolle Einsätze von Autos, aber nicht alles und jedes ist ein Grund für den Einsatz eines Autos. In ca. 95% der Fälle wäre ein Autoverkehr vermeidbar (gehört aber ein grundsätzlich anderer Lebensstil dazu).
Auto abmelden, Fahrad fahren (rücksichtsvoll!) oder zu Fuß gehen, mal zu Hause bleiben, umziehen, und insgesamt bescheidener leben und sich selber nicht immer so in den Mittelpunkt rücken.

@ H Hummel

Ich habe auch Kinder. Man benötigt auch mit Kindern kein Auto. Ein Fahrradanhänger leistet gute Dienste (Kindertransport, Warentransport). Die Kinder haben früh gelernt selbst zu fahren.
Kein Auto fahren, das ist der Weg nach vorn. Spart auch ne Menge Kohle und führt damit zu weniger Arbeitszeit. Zeit, die ich mit meinen kindern verbringen kann (oder Kommentare hier schreibe).

Ich lease nur noch

Seit dem Dieselfahrverbot, dass nur politisch war und damit vieles zukünftig unklar werden lässt, lease ich Autos nur noch. Ich habe mir schon diverse solcher Abos angesehen, konnte aber keinen Vorteil für mich entdecken. Da ging es aber weniger um E-Autos.

Die Leasing-Angebote der Hersteller sind oft auch zu teuer. Leasing von Drittanbietern wie ein ganz großer Autovermieter sind oft deutlich günstiger.

Aber wenn solche Abos attraktiv werden - warum nicht. Der Vorteil ist in jedem Fall die höhere Flexibilität. Während Corona hätte mir ein Auto locker gereicht.

In Deutschland war ja viel mehr verboten als in vielen anderen Ländern.

Den Leasingvertrag kann man nicht kündigen.

Aber ich denke die nächste Pandemie kommt nicht so schnell.

@ 13:49 von Stefan Roeder

Nun ist es ja so, dass die wenigsten Laternen Dieselzapfpistolen aufweisen - zumindest in meiner Wohngegend. Und die wenigsten Autofahrer nutzen ihren Wagen für so weite Strecken, dass das Elektroauto an seine Akku-Grenze gerät. Wenn alle so denken würden wie sie, kämen wir nicht vorran.

Das Tanken von Benzin oder Diesel an der Tankstelle nimmt aber nur wenige Minuten in Anspruch, wird also nebenher erledigt.

Für das Aufladen eines E-Autos braucht man mit der derzeit vorhandenen Technik aber noch einige Zeit. Das selbst dann, wenn eine Schnelllademöglichkeit vorhanden ist. Insofern werden die meisten Nutzer von E-Autos dieses über Nacht in der eigenen Garage aufladen, um am nächsten Morgen wieder mobil zu sein. Diese Möglichkeit ist dem "Laternenparker" leider verwehrt. Beim hohen Anteil von Mietern oder Eigentümern in Mehrfamilienhäusern, stellt dieser Nutzerkreis einen erheblichen Anteil in D dar.

Wer die Möglichkeit zum Laden zuhause hat, kann auch innovativ sein.

13:49 von Stefan Roeder

Und die wenigsten Autofahrer nutzen ihren Wagen für so weite Strecken, dass das Elektroauto an seine Akku-Grenze gerät.
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also wenn meine Tochter zur Uni fahren täte
einfach 75 km
wäre bei der Hinfahrt (im Winter/bei Stau) schon die Akku Grenze überschritten
(bei nem Smart)
dann wo kriegt sie sicher ne Ladesäule für den Heimweg ?

Klar kann man Grundsatzüberlegungen anstellen
was ist wichtig, was braucht man wie oft,
also meinen Airbag habe ich noch nie gebraucht ....

14:48 von asimo

Man benötigt auch mit Kindern kein Auto.
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natürlich nicht meine Eltern hatten kein Auto
mein Großeltern hatten kein Auto
auch meine Urgroßeltern
die lebten recht zufrieden ohne
waren auch nicht im Urlaub (Groß/Urgroßeltern)
auch in der Zeit als sie außerhalb der Stadt wohnten,
wo 4 mal am Tag der Bus kam waren sie mit dem Zustand zufrieden

alles ist relativ auch die Ansprüche

@ 14:44 von asimo

"Ich fahre Fahrrad und Bahn/Bus. Autos lehne ich ab. Sie haben einen überproportional hohen Resourcenverbrauch ... "

Lobenswert! Mir wäre das Unfallrisiko viel zu hoch, erst recht mit Kindern im Anhänger.
Unterliegt man bei einem Unfall schon mit einem normalen Auto den SUV's oder LKW's, welche Chancen man mit dem Fahrrad hat, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Auch ist nicht jeder gesundheitlich so fit, dass er Fahrrad fahren kann.

Außerdem ist's mit dem Umziehen auch leichter gesagt als getan, erst mal eine Wohnung in Arbeitsplatznähe bekommen. Und einen sicheren, langjährigen Arbeitsplatz aufgeben, nee danke, dieses Risiko gehe ich nicht ein!

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