Kommentare

Wiederaufbau? Ich hör wohl

Wiederaufbau? Ich hör wohl nicht recht. Dann müsste man auch gleich was gegen die nächste Flut bauen. Was natürlich natürlich nicht gemacht werden kann. Seltener Lurch, prekärer Hamster oder irgendein Gestrüpp wird es schon verhindern.
Da hilft nur wegziehen. Gibt genügend Platz, wo kein Wasser zu erwarten ist.

Das ist sehr großzügig.

Das ist sehr großzügig. Betroffene, die eine Versicherung abgeschlossen hatten werden benachteiligt.

bis zu 80 Prozent erstattet

danke.
Sehr gut.

werden benachteiligt.

von Werner40 @

Ja wer Eigenverantwortung und persönliche Verantwortung in unserem Land anwendet hat oft keine Vorteile. Er bezahl mit höheren Versicherungesbeiträgen und Stueren alle anderen noch zusätzlich mit.

Und Bürger die schon immer vom Steuerzahler Almentierten wurden bekommen 100% ersetzt.

Fluthilfe

von Werner40
werner1955
Ich gebe Ihnen vollkommen recht bei Ihren Aussagen. Ich weiß von was ich rede, denn ich habe Verwandte in NRW. Diese haben uns schon in den 60 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ausgelacht, da es bei uns in B-W eine Pflichtversicherung gab. Ihre Aussage waren gegenüber meinen Eltern immer:
"Bei Euch kann doch so etwas nicht passieren, da Ihr ja in 700 mtr Höhe wohnt."

Wahlgeschenke !!!

Das ist ja wohl ein Unding!

Die bekommen aus dem Steuertopf, den ich mitfülle, so eben mal 80% ersetzt!

Sie hätten sich versichern sollen und wenn keine Versicherung einen Vertrag anbietet hat es wohl einen Grund.
Gut wenn solch ein Schaden direkt vor einer Wahl eintritt und die Kandidaten es für sich ausschöpfen.

Dies ist ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler und derjenigen, die mit teuer Geld ihr Eigentum sichern und versichern.

An die Werners

Bitte keine Neiddebatte!

Bis 80% sind ok

Für diejenigen, die keine Versicherung abschließen konnten, weil sie keine bekommen haben.

Unsere Elementarschäden Versicherung die Hochwasser einschließt ist auch nicht ganz billig, um es vorsichtig zu formulieren, aber das ist es mir wert.

Ich würde das Geld nehmen und damit wegziehen und mir ein anderes Zuhause suchen.

Es sei denn, vielleicht, es wird effektiv etwas gegen zukünftige Katastrophen dieser Art gemacht - aber da sehe ich schwarz, es wird sich sicherlich ein Hamster oder Schmetterling finden, der gebaute Schutzmaßnahmen unmöglich macht.

Elementarversicherung

Ich wohne in Nordwestfalen, wir haben nur einen Kanal; trotzdem haben wir eine Elementarversicherung. Mit allem Respekt vor den immensen Schäden des Einzelnen; an einem Fluss zu wohnen ohne Elementarversicherung ist schon mutig.

da sind zwei fiese Wörter schön verpackt

Auch wenn es den Betroffenen helfen mag, sehe ich zwei bis drei "rote Flaggen"

• bin nur ich durch die Werbung meiner Telefonanbieter verdorben? Bei der Phrase "bis zu" stellen sich mir erstmal die Nackenhaare, das Gehirn geht in den Höhlenmenschmodus und ich suche eine Fluchtmöglichkeit...

• 80% sind nicht 100% die den Betroffenen versprochen wurden (müßte ich jetzt googeln, aber ich weiß, es wurde eine vollumfängliche Hilfe versprochen)

• Es gab vereinzelte Stimmen aus Sachsen, die ebenfalls eine "schnelle und unbürokratische Hilfe" nach dem Jahrhunderthochwasser bekommen sollten, die aber bis heute noch kein Geld gesehen haben.

Schau'n wir mal, wie es in der Realität läuft.

Großzügige Unterstützung durch die Politik

Dies ist eine sehr, sehr großzügige Hilfe für die Flutopfer. Der Staat zeigt, dass er bereit ist, Menschen in Not zu helfen. Allerdings sollte und wird man wohl auch die Frage eines Wideraufbaus vor Ort kritisch prüfen. Auch sollte berücksichtigt werden, ob die Geschädigten eine zumutbare Eigenvorsorge getroffen haben (Abschluss einer Elementarversicherungzu angemessenen Konditionen). Wer dies nicht getan hat, obwohl dies zumutbar und verhältnismäßig gewesen wäre, sollte nicht demjenigen gleichgestellt werden, der sich eine entsprechende Prämie abgespart und in eine Versicherung einbezahlt hat. Solidarische Unterstützung darf nach meinem Gerechtigkeitsverständnis nicht in einseitige Alimentierung münden.

15:22 von Werner40: Versicherte fahren schlechter ...

< Das ist sehr großzügig. Betroffene, die eine Versicherung abgeschlossen hatten werden benachteiligt. >
Das ist nicht ganz gerecht.
Wer nicht versichert ist, sollte deutlich weniger bekommen oder man muss zulassen, dass die Versicherten dann z. B. statt max. 100 % eben 110 oder 120 % max. bekommen dürfen.
Da werden sicher viele Versicherte dort ihre Versicherung ganz kündigen, wenn sie nicht von der Versicherung bereits gekündigt wird.

Und Versicherte

Versicherte sollten wenigstens die Prämien der letzten Jahre zurück bekommen bzw. für die nächsten Jahre diese vom Staat bezahlt bekommen.

Richtig und Wichtig

Natürlich sollte die Höhe einer Zahlungen in jedem Einzelfall individuell abgestimmt werden.
Aber jeder, der nicht bereit ist, not-leidende Menschen mit eigenen Steuereinzahlungen zu unterstützen wünsche ich, dass Er/Sie mal selber diese Hilfe benötigt. Es wurden ganze Existenzgrundlagen ausgelöscht und da kann man sehr wohl erwarten, dass jeder etwas für die Mitmenschen beiträgt.
Anders formuliert: Es hätte genauso jeden von uns treffen können, bspw. durch andere Katastrophen wie Stürme. Das mögliche Ausmaß einer Flutkatastrophe war allerdings nie so präsent, dass man es gänzlich hätte verhindern können.

Totschlagargument: Neiddebatte

Ja - es ist durchaus berechtigt, darüber nachzudenken, ob es richtig sein kann, den Schaden den Steuerzahlern aufzubürden - die folgenden Generationen werden die Zeche zahlen.

Es gab die Möglichkeit, sich zu versichern - das kostet.

Soll das belohnt werden, wenn jemand autonom entscheidet, das Risiko selber tragen zu wollen?

Wenn ein Haus am Wasser steht und deshalb nicht versicherbar ist, ist das Haus halt weniger wert. Der Markt lässt dann zu dass man es günstiger bekommt.

Weshalb soll dieser Minderwert auf Steuerzahlerkosten ausgeglichen werden?

Es hat nichts mit Neid zu tun, wenn danach gefragt wird, ob eine Subvention gerecht ist.

Ja - und man nur die bedauern, die ihr Hab und Gut bei "kleinen" Katastrophen verloren haben und keine Möglichkeit zum Abschluss einer Versicherung hatten, um die sich gar niemand kümmert.

Die Entscheidung, mit fremdem Geld um sich zu werfen, ohne die Berechtigung auch nur ernstlich zu diskutieren, ist allein dem Wahlkampf geschuldet.

@kritisch999, 16:51 Uhr

Das sehe ich auch so und dies ist bei weitem keine Neiddebatte. Wer Vorsorge betreibt sollte nicht feststellen müssen, dass er dem gleichen Schutz auch ohne eigene Vorsorgeleistung erhalten hätte. Natürlich muss man dabei diejenigen ausklammern, die sich erfolglos um eine angemessene Elementarversicherung bemüht haben. Oft ist in Hochwasserschutzgebieten kein Versicherer bereit, entsprechende Risiken abzudecken.

Versicherungen und Neubau

Einige 500 Jahre alte Flutmarkierungen wurden einfach weggespült, die Pegel der höchsten Hochwasser der letzten Jahrhunderte wurde bis auf das Dreifache überschritten.
Auch wenn das Wort noch nicht verwendet wurde, sieht das für mich nach einem Jahrtausendhochwasser aus. Jedenfalls stellenweise.

Es ist wohl an der Zeit, bei weggeschwemmten Häusern und wirtschaftlichem Totalschaden auch über einen Standortwechsel zu reden.

Die Flüsse, Allem voran die Ahre werden auch in Zukunft kastastrophale Schäden anrichten.

Das ist der Klimawandel, er ist da und er wird noch stärker werden.
Es ist ein reines Lotteriespiel, über welcher Gegend sich die nächste Superzelle festsetzt und (ich hoffe, ich habe Unrecht) das wird vor Weihnachten noch passieren.

Ein (versicherter oder nicht) Neubau an der gleichen Stelle wäre dann so sinnvoll, wie ein Sprung in einen laufenden Schredder, weil man ja eine Schutzmarke des St. Hubertus bei sich trägt.

Zu 15:39 von werner1955 -Eigenverantwortung - Eigenvorsorge-

Ja wer Eigenverantwortung und persönliche Verantwortung in unserem Land anwendet hat oft keine Vorteile. Er bezahl mit höheren Versicherungesbeiträgen und Stueren alle anderen noch zusätzlich mit.

Bei allem Verständnis für die Opfer und das Leid durch die Flutkatastrophe, der Einwand und die Fragen dazu sind berechtigt.

Es ist zutreffend, wer Eigenverantwortung ernst nimmt und für sich und die Familie Eigenvorsorge betreibt wird nicht gefördert. Im Gegenteil, früher oder später wird für Dritte abkassiert.

Die Baden-Württemberger bezahlen seit Jahren ordentliche Prämien für die Versicherungen gegen Elementarschäden. Das ist durch die frühere Pflichtversicherungen bedingt, die in aller Regel weitergeführt wurden. Viele werden sich fragen, ob die vielen €, die sie im Laufe der Jahre bezahlt haben, eine Rechtfertigung haben, wenn der Staat die Schäden auch so ersetzt.

Es gibt Argumente für die Versicherungspflicht. Die Entschädigung aus der Steuerkasse liefert ein weiteres.

Nein, keine Neiddebatte

Schäden von unversicherten Hausbesitzern werden nun auch von Steuergeldern derer finanziert, die es nie im Leben zu einem Haus/einer Wohnung bringen werden. Weil die ganz einfach nicht genug Geld dafür verdienen.

Vor einiger Zeit

war ein Reporterteam im Katastrophengebiet unterwegs. Es wurden Anwohner befragt, wie und wo sie sich ihre Zukunft vorstellen. Die Allerwenigsten zogen es in Betracht, wo anders hinzuziehen. Die meisten wollen da aufbauen, wo sie vorher waren. Da kennt man einander, da ist man verwurzelt, da lebt die ganze Familie.
Wenn ich das also richtig verstehe, soll das "neue" Leben genau da aufgebaut werden, wo das alte davongespült wurde. Soll ich das jetzt gut finden?
Wir mussten auch unser Haus verlassen und in eine Wohnung ziehen, weil mein Mann nicht mehr Treppen steigen konnte. Es gibt nunmal Situationen, da muss man sich an die Umstände anpassen.

Kein sozial gerechter

Kein sozial gerechter Beschluß ! Die Reichen haben meist neben ihren Sachwerten das selbe Vermögen noch mal auf der Bank und bekommen nun trotzdem die dicke Knete vom Staat ohne wirkliche Notlage, während all Jene, denen der Staat ihren Hartz4 Hausrat-Zeitwert auf null rechnet, leer ausgehen.

Flutopfer bekommen bis zu 80 Prozent erstattet

einerseits ne schöne Sache
andererseits ist es das Problem des Steuerzahlers,
für die Nachlässigkeit von Hauseigentümer gerade zu stehen,
die sich die Versicherung sparen
und es kann mir keiner erzählen es gäbe keine Versicherung
vielleicht eine etwas teurere
aber ein Ferrari kosten in der Versicherung auch mehr als ein Polo

Sehr gut.

Wenn ich mein Auto demnächst am Flussufer abstelle und der Fluss erwartbar über die Ufer tritt, dann möchte ich auch bis zu 100 % meiner Kosten vergesellschaften lassen.

Klimawandel, war da was? Ist mir doch egal, der Staat kommt ja für jede Dummentat auf.

Ich habe noch eine Parzelle, direkt in der Niederung. Mal gucken, ob man da nicht Bauland daraus machen kann. Der Bürgermeister ist mein Kumpel, das klappt schon irgendwie. Mit dem Erlös versüße ich mir meine Rentenzeit.

So, Schluss mit der Ironie. Das ganze ist nämlich sehr bitter.

Umzug Hilfe

Wer in Niederungen und in Flusstälern wohnt, ob das nun historische Siedlungsachsen oder moderner Neubau ist- man wird kaum jeden verpflanzen können. Und wird zu hören bekommen: hier lebten wir schon immer, wohin sollen wir denn sonst. Jo, das ist das Grundproblem. Jahrhundertfluten kommen und gehen. Städte und Ortschaften bleiben. Was kann der Mensch da wirklich so beeinflussen, wenn er das Wetter nicht beherrschen kann? Nothilfe ist angebracht. Hat aber ihre Grenzen, denn versichern und schützen muss jeder sich selbst. Oder, wenn es ihm zu teuer wird, umziehen oder die Kosten dann selbst tragen. Der Staatshaushalt ist kein Füllhorn. Wir anderen zahlen ein. Das kann aber nicht eine Dauerschleife sein.

16:14 von Ueli1953

an einem Fluss zu wohnen ohne Elementarversicherung ist schon mutig.
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.
mutig ?
tollkühn
oder einfach dumm ?

wobei letztlich haben die es richtig gemacht
die Allgemeinheit ersetzt ja den Schaden
von daher Versicherung gespart ....

Fluthilfe - Schattenseite

Da fahre ich in eines dieser Gebiete- höre eine interessante Geschichte eines Bewohners. Nein, er sei damals nicht betroffen gewesen, lebt auf einem Höhenzug. Hat sich aber sehr viele neue Möbel und Anschaffungen gegönnt. Finanziert durch eine Querfinanzierung seines Arbeitgebers, der Flutschäden hatte, betroffen war und kassierte. Nicht für den eigenen echten, entstandenen Schaden, sondern deutlich mehr. Ausgeschöpft und mit (fingierten?) Rechnungen hat er seine Gelder erhalten und an Mitarbeiter weiter gereicht. Das ist Missbrauch. Und da frage ich in der Tat, wird hier auf Treu und Glauben ausgekehrt? Keine Prüfung? Wieviele Leute haben das wohl so oder so ähnlich gemacht? Keine Skrupel, keine Einsicht- man kassierte ab. Dass wir Steuerzahler hier abgezockt werden von Leuten, die an anderer Stelle die Reichen und Betuchten unter uns anprangern und Geldgier von Parteien anschwärzen- da geht ein fetter Spalt durch die Gesellschaft. Wo sind wir hier eigentlich hingekommen?

Kein Neid, noch Mitleid mit den Betroffenen

Tja, wenn man die bisher geposteten Kommentare v. a. zu den Schäden in NRW liest, könnte man meinen, Laschet bekommt einen weiteren Minuspunkt aufgebrummt für die BT-Wahl…

Wir haben hier (im Westen vom Großraum München) für unser Haus eine Wohngebäude- mit Elementarversicherung; die kostet ca. 550,- Euro pro Jahr. Es gibt jedoch kein Problem mit Hochwasser; Sturm, Gewitter etc. kann natürlich schon kommen.
Ich weiß nicht, wieviel eine entsprechende Versicherung in den betroffenen Gebieten kostet - vermutlich deutlich mehr, wenn Versicherungen das Risiko überhaupt abdecken.

Ich neide den betroffenen Menschen nicht, dass sie anscheinend großzügig entschädigt werden; eher Mitleid für das, was sie erleben mussten.
Die Entschädigung richtet sich ja nach dem entstandenen Schaden; den zu beziffern wird schon nicht einfach. Und dann neu bauen wird deutlich deutlich teurer werden, da sowohl die Baupreissteigerungen, Materialkosten, Vorgaben fürs Bauen etc. in D über alle Maßen hochschießen.

16:56 von Ergociser

Aber jeder, der nicht bereit ist, not-leidende Menschen mit eigenen Steuereinzahlungen zu unterstützen wünsche ich, dass Er/Sie mal selber diese Hilfe benötigt.
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natürlich kann man das auch so sehen
aber ist nicht jeder für sein Handeln selbst verantwortlich ?

Wenn sie sich nen Porsche kaufen für 200.000 Euro versichern den nicht,
fahren an einen Baum
wessen Problem ist das ?
und ein Haus ist mehr Wert als ein Porsche

17:48 von Björn H.

Reich ... Arm .... ?
für derlei Dinge gibt es Versicherungen
wer die nicht abschließt, das Geld spart
hofft auf die Allgemeinheit !
keine gute Sache

18:08 von Wolf1905

offensichtlich ist ihnen ihr Eigentum 550 Euro/Jahr wert
andere sparen sich diese Summe
und haben dieselbe "Versicherungsleistung" wie sie
das ist das was dem einen oder anderen sauer aufstößt

Kampagne RLP

Ich muss gestehen, ich bin irritiert. Natürlich ist eine Hilfe dieser Höhe für die Betroffenen sehr gut und sollte gewertschätzt werden. Allerdings hat das Land RLP in einer Kampagne bereits vor 10 Jahren auf die Gefahren von Elementarschadenereignissen hingwiesen. Sogar nach Regionen. Dazu gab es auch Informationsbroschüren etc. In diesen Broschüren hieß es, dass nur der/diejenige auf staatliche Hilfe bauen kann, der/die sich nicht eigens gegen Elementargefahren versichern kann. Und beim "Können" kam es hier nicht auf den Geldbeutel an, sondern auf den Fakt, dass in mancher Lage eine entsprechende Versicherung von den Versicherern aufgrund des hohen Risikos nicht angeboten wird. Die jetzige Entscheidung fördert nicht gerade, dass man sich selbst um entsprechende Vorsorge kümmert.

Und das Argument dass diese Versicherung teuer ist

Zieht bei meiner Wenigkeit gar nicht.

Wir haben an der Grundstücksgrenze einen niedlichen Bach, im Sommer normal 20 cm tief; bei starker Schneeschmelze verbunden mit Starkregen kann man theoretisch in dem Tümpel bequem im Stehen trinken, wird aber garantiert vorher weg gerissen.

Paar m weiter ist so ein süßer kleiner Fluss wie die Aar ohne Hochwasser.

Unser Hochwasserschutz kostet im Jahr ca 800€.

Und dann hofft man inständig, diese Versicherung NIEMALS zu brauchen... allein die Lauferei, der Aufwand alles wieder in Schuss zu bekommen....

Die Kosten sind kein Argument dagegen; ein Haus zu haben, mit reichlich Platz, ohne Kredit am Hals, keine Mietkosten, das ist viel Wert.

Und wer noch Kredit drauf hat und sich nicht absichert? Hallo?

Dafür zahle ich gern für die Elementarschäden Versicherung.

Warum soll ich für den Schaden anderer aufkommen, die ihr Geld lieber für anderes ausgaben, während ich mich absichere?

Zu starr, zuviele Verordnungen und Voraussetzungen, kurz:

zuviel „Papierkrieg“:

„Die Verordnung definiert den Angaben zufolge, welche Schäden im Einzelnen im Zusammenhang mit Starkregen und Hochwasser als Schaden unter den Fonds fallen. Sie regele Details des Aufbauhilfefonds, …“

Ich hielte es für besser, das Geld sofort „formlos“ auszuzahlen und erst rückwirkend genau „abzurechnen“. Nicht nur um die Bürger mit diesem Vertrauensvorschuss von Bürokratie zu entlasten, auch aus Synergiegründen bzw. damit Maßnahmen ohne bürokratiebedingte „Reibungsverluste“ zeitnah und vor allem sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können. Denn in der Praxis dürfte sich am schnellsten herausstellen, welche „Sofortmaßnahmen“ hierbei:
"(…) die Zerstörung durch die Flutkatastrophe zu beseitigen und Gebäude wie Infrastruktur neu aufzubauen"
auch mittel- und langfristig wirklich sinnvoll sind. Insbesondere auch unter den in der Meldung "Hier ist Ingenieurskunst gefragt" (tagesschau.de/wirtschaft/technologie/hochwasserschutz-ahrtal-101.html) aufgeführten Aspekten.

In Einzelfällen ist es egal

Aber wenn viele betroffen sind wird geholfen?
Halte ich für absolut inkonsequent. Wenn mir das Haus voll läuft kräht kein Hahn danach.

Der Staat wird hier seiner Verantwortung gerecht

Warum einige dann eine Rechnung aufmachen wollen, nach dem Motto: die Geschädigten hätten sich ja selbst versichern können, oder: warum soll man zahlen für das Eigentum anderer etc.

Das finde ich unanständig, weil damit so getan wird als werde hier individuelles Unglück angesichts von unvorhersehbaren und unabwendbaren Naturgewalten verhandelt.

So ist es aber nicht.

Das Menschen dort lebten wo sie lebten, war von den Behörden ausdrücklich geduldet oder gar gefördert worden. Von den verspäteten Warnungen und Evakuierungen mal ganz abgesehen.

Da es in Deutschland keine Staatshaftung gibt, ist die großzügige Regelung als eine Art Wiedergutmachung anzusehen und nicht als mildtätige Gabe.

Pflichtversicherung für Elementarschäden

Macht nur Sinn, wenn sie jeder Eigentümer in Deutschland zahlen muss, egal wo er wohnt.

Und sie macht deshalb nur dann Sinn, wenn es auch einen Einheitstarif gibt, unabhängig vom individuellen Risiko.

Das mag sich sehr „sozialistisch“ anhören. Es ist aber dasselbe Prinzip das zB den gesetzlichen Krankenversicherungen zugrundeliegt.

Der Staat könnte im Gegenzug für die Pflichtversicherung die Versicherungssteuer erlassen, dann wird es auch nicht so teuer.

@Björn H., 17:48

Während die meisten User zu Recht differenziert argumentieren, führen Sie weider einmal eine Neiddebatte. Ihre Argumentation ist überhaupt nicht schlüssig.

@ Adeo60

Leider kam meine Antwort zum Thread Extremwetter-Katastrophen (Sie 17.59 h, ich 17.28) nicht mehr durch, deshalb hier nur kurz:
Ich fand die Entscheidung von DIE LINKE gegen die Evakuierung auch nicht richtig, allerdings offensichtlich absichtliche Verkürzung der Tatsachen Ihrerseits.
zu AFD: Nachdem Sie nun in fast jedem Ihrer Beiträge Ihre Ablehnung zu dieser Partei erklärt haben, präsentieren Sie nun die Wende: Sie sind mit einer Regierungsbeteiligung der AFD einverstanden, wenn nur so Ihre Wunschkombi CDU/CSU und DIE GRÜNEN
zustande kommt. Ich bin erschüttert und kann Ihnen keinen Glauben mehr schenken.

Klar, was sonst

Ist doch logisch.
Und genau deswegen braucht man auch keine Versicherung gegen sowas. Denn Elementarschäden treten in der Regel bei vielen gleichzeitig auf.
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Freuen sich die Versicherungen, Geld gespart, was nun wieder alle zahlen.
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Erinnert ein wenig an die Rentenversicherung. Da macht es keinen Sinn privat vorzusorgen. Trifft es viele, wird der Staat schon was machen.
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Und das ist genau der Fehler in einem System, in dem jeder dann doch irgendwie für sich selbst Verantwortung übernehmen soll.
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Sollen wir also nicht... Oder wie oder was?
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Entsprechend gibt es eben auch keine Freiheit, denn das würde bedeuten, dass jeder für sich entscheidet und die Konsequenzen trägt. Hier kommt der Staat immer um die Ecke und hält mehr oder weniger willkürlich die Hand vor den Hintern.
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Nicht vergessen, der Klimawandel ist seit 30 Jahren Thema. Die Städte hätten was machen können, stattdessen wurde fröhlich alles zubetoniert und autooptimal gebaut. Dann kommt Regen und das große Erwachen.

Bundestag sollte Kommunen Ansiedlung in Risikogebieten verbieten

Denn da liegt oft die Krux:

Es wird Bauland ausgewiesen und erschlossen für private oder gewerbliche Nutzung in Gebieten die besser unbebaut blieben.

Weil viele Stadtkämmerer so den Stadtsäckel aufbessern möchten. Ich kenne selber Beispiele wo Städte in potentiellen Überschwemmungsgebieten Bauland anbieten - ohne Rabatt. Das sollte verboten werden. Wenn das nicht geht sollten Landratsämter verpflichtet werden, Kaufinteressenten im Sinne einer „Prospekthaftung“ zu warnen und bereits Ansässige auf das Risiko hinzuweisen und eine Umsiedlung anzuraten, evtl gar mit staatlicher Hilfe. Schon wär man aus dem Gröbsten raus.

Was ich überhaupt nicht verstehen kann, dass selbst Behörden nun auf die „Klimakrise“ verweisen als sozusagen „höhere Gewalt“, die die Ämter jeder Verantwortung und Haftung für das Wohlergehen der dort lebenden Menschen enthebt.

Gerechtigkeit

Aus meiner Sicht müssten den Geschädigten, die nicht versichert sind, von der Entschädigungsleistung die "eingesparten" Versicherungsprämien in Abzug gebracht werden. Auch in solchen Notsituationen sollte es nicht Opfer erster und zweiter Klasse geben. Wer in Vorsorge und Verantwortung gegenüber sich und seiner Familie eine Elementarversicherung abgeschlossen hat darf grds. nicht mit demjenigen gleichgestellt werden, der nach dem Motto handelte, es werde schon nichts passieren. Es ist im Grunde ähnlich wie bei der Pflege. Wer nichts angespart hat, vielleicht auch nichts ansparen konnte, bekommt den Pflegeplatz finanziert. Wer sich mühsam Geld fürs Alter angespart hat muss dieses und oft auch das eigene Häuschen opfern. Klar, man muss dem Bedürftigen helfen, aber man sollte denjenigen, der Vorsorgebe treibt, nicht dafür bestrafen.

19:21 von Lyn

Warum soll ich für den Schaden anderer aufkommen, die ihr Geld lieber für anderes ausgaben,
während ich mich absichere?
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weil das in unserem Land üblich geworden ist

oder kriegt nicht jeder in unserem Land eine Wohnung, Essen, Krankenversorgung ?
und wenn er alt ist kriegt er auch nen Platz im Alten/Pflegeheim
ob er jetzt 45 Jahre gearbeitet hat Steuern und Sozialversicherung bezahlte oder nicht

Sisyphos 3, 18:23

Ich muss eine Korrektur anbringen, die mir sehr wichtig ist. Im Rahmen der Diskussion über Extremkatastrophen hatte ich heute um 17:28 Uhr geschrieben, dass ich mir gut eine Koalition auf Bundesebene zwischen der CDU/CSU und den Grünen vorstellen könnte. Als dritter Partner käme dann wohl (nur) noch die AFD in Frage, was aber eigentlich nicht in meinem Sinne wäre. Irrtümlich hatte ich von AFD statt FDP geschrieben. Wer meine Kommentare liest weiß, dass ich ein entschiedener Gegner der AFD bin und sie am liebsten nicht im Bundestag sehen würde. Man sollte seine Kommentare eben immer noch einmal gegenlesen, bevor man auf den Sendebutton drückt. Shit happens...

@wohlergehen, 20:12 Uhr - Richtigstellung

Danke für Ihren Kommentar, den ich leider erst jetzt gelesen habe. Ich habe gerade eben Sisyphos 3 geantwortet, dass ich irrtümlich in meinem Kommentar um 17:28 ("Extrem-Katastrophen") von der AFD geschrieben, tatsächlich aber die FDP gemeint hatte. Wer mich kennt weiß, dass ich ein entschiedener Gegner der AFD bin. Deshalb ist es umso ärgerlicher, dass mir dieser Lapsus passiert ist. Leider war die Kommentarfunktion geschlossen, als ich von anderen Usern las, dass ich notfalls die AFD als Koalitionspartner sehen würde. Nicht im Traum würde mir dies einfallen, ich hoffe vielmehr, dass diese Partei bald aus den Bundes- und Landesparlamenten verschwindet. Nochmals sorry für meinen Fauxpas, der Sie an meiner Glaubwürdigkeit zweifeln ließ. Ich hoffe, dies ist damit geklärt.

Am 01. September 2021 um 17:10 von Adeo60

Oft ist in Hochwasserschutzgebieten kein Versicherer bereit, entsprechende Risiken abzudecken.
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Zunächst ist ja nur die Rede von bis zu 100%. Was am Ende wirklich zur Auszahlung kommt, wird man sehen. Es könnten ja z.B. Fälle geben, wo die Eigentümer zwar eine Elementarvers. haben und bezahlt haben, wo allerdings der Hochwasserschutz wegen der Lage nicht beinhaltet ist und auch nicht beinhaltet werden konnte. Bei neueren Gebäuden müsste eigentlich eine Elementarversicherung vorhanden sein, denn ohne diese, gibt es m.E. auch keine Finanzierung, was ja nachvollziehbar ist.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hausbesitzer, die keine Versicherung hatten, jetzt 100% ihres Eigentumswertes zurück erhalten. Das würde ich auch etwas merkwürdig finden, obwohl gestraft sind alle Betroffenen genug, mit Dreck und Arbeit und Stress und Notunterkunft und Sorgen. Ich möchte mit niemandem tauschen. Auch nicht für eventuelle 100%.

Ich fasse es nicht...

Die schrecklichen Zerstörungen durch das Hochwasser, die Ertrunkenen, die traumatisierten Überlebenden, die Menschen, die alles verloren haben, die fortgespülten Häuser...
Das war eine Naturkatastrophe.
Und jetzt wird hier von vielen Foristen die Legitimität der Aufbauhilfe in Frage gestellt.
Das ist zum Fremdschämen.

@MrEnigma 20:16 Uhr: der rettende Staat

Sie meinen das eine Elementarschadensversicherung per se unnötig ist, weil der Staat sich wegen der Vielzahl an zu erwartenden Betroffenen immer sowieso zum Eingreifen genötigt sieht ?

Einerseits klingt das logisch. Wir sind zB auch gegen Vulkanausbrüche und Meteoritenhagel versichert (man weiß ja nie ...). Sollte das Schadensereignis eintreten dann wohl in einer Katastrophenlage die sehr viele beträfe. Also könnten wir die Versicherung auch gleich kündigen ...

Demnach sollten die Banken aufhören, Stresstests zu machen und ihre Eigenkapitalausstattung zu verbessern. Große Konzerne könnten aufhören Rücklagen für Risiken zu bilden. Und überhaupt sollte man aufhören, für das Alter vorzusorgen - aber nur wenn es alle so machen !

Das ist ein sehr interessantes und zynisches Prinzip: je größer der zu erwartende Schaden, desto weniger Vorsorge muss man selbst treffen. Versichern bräuchte man nur individuelle Risiken, wie „Ausrutschen auf der sprichwörtlichen Bananenschale“.

20:41 von Adeo60

vermute mal das war jedem der ihre Beiträge liest klar

also nichts für ungut !

schönen Abend

21:00 von Sparpaket

Und jetzt wird hier von vielen Foristen die Legitimität der Aufbauhilfe in Frage gestellt.
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empfinden sie das so ?
also ich ärgere mich nur darüber dass einige Vorsorge treffen sich versichern
und andere eben auf die Allgemeinheit hoffen
aber das scheint in unserer Gesellschaft der Normal zu sein

Omg 80 % welch dumme neiddebatte

80 % wird nicht der mittellose niemand kriegen der selbst ranklotzt sondern der der rechnungen einreichen kann.

Ich würde dazu sagen

großes Glück gehabt, entweder liegt an der Wahlnähe, oder weil es NRW ist, den in der Dimension gab es das bislang nicht.
Außer man war entsprechend versichert, wer keine hatte, bekam etwas von den Spenden, und günstige KFW Kredite.
In der Form ist das etwas neues, deshalb Glück gehabt.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Kommentarfunktion für dieses Thema wird nun geschlossen. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

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