Deutscher Umweltpreis: Auszeichnung für Arten- und Moorschutz

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und ist auch vorbildlich, das alleine wird aber nicht reichen, dazu haben wir schon zu viele Arten verloren.
Es muss auch auf den Feldern und Feldrainen etwas passieren, das Dauermähen von Flächen auch in der Stadt muss aufhören, kann jeder an einer Brache selber feststellen.
Überall wo auch blühende Unkräuter stehen, verwilderte Grundstücke, und was noch so gibt, dort kehrt die Natur in ihrer Vielfalt zurück.
Wir müssen mal aufhören, alles wie geleckt aussehen zu lassen.

"... hat mit unermüdlichem Engagement überhaupt das Bewusstsein dafür geweckt, dass Moore unverzichtbare Verbündete bei der Überwindung der Klimakrise sind. Und wenn wir nicht auf die Moore achten, wenn wir sie nicht vor Entwässerung schützen, dann wird uns der Klimawandel künftig noch größere Probleme bereiten, als wir sie jetzt schon spüren. Weltweit seien ein Fünftel der Moore entwässert, in Deutschland sogar 95%"

Dazu ein Auszug aus tagesschau.de/inland/gesellschaft/moore-klimaschutz-101.html:
"... denn es gibt es nicht so viele Landwirte, die den Sprung in die Bewirtschaftung von wiedervernässten Mooren wagen.
Es ist einfach noch zu unattraktiv.
Dabei hätten auch viele Landwirte Vorteile aus intakten Mooren: Die sind nämlich auch dann exzellente Wasserspeicher, wenn mal zu viel Wasser da ist. Wenn also - wie in den vergangenen Wochen - Überschwemmungen..."

Es würden also letztlich alle profitieren, wenn die Wiedervernässung von Mooren und deren Bewirtschaftung attraktiver würde.

Entweder man wiedervernässt den Boden in der Hoffnung dass sich irgendwann ein intaktes Moor zurückbildet oder man bewirtschaftet es. Beides zusammen geht nicht.

Großartige Auszeichnung. Das Thema Artenschutz muss viel mehr in das Bewusstsein der Menschen rücken. Die Gemeinden und Städte könnten ihren Beitrag dazu leisten.
Einen Vorschlag habe ich:
Fast in jeder Stadt gibt es einen Park. Der muss doch nicht wie geleckt aussehen. Aller 4 Wochen wird das Gras gemäht. Das bindet Arbeitskräfte, macht Krach und verpestet die Luft. Warum gibt es da keine Blühwiesen? Die Insekten finden Nahrung und die Menschen finden eine blühende Fläche mit Sicherheit viel schöner. Die Kinder können für ihre Muttis ruhig einen Blumenstrauß pflücken. Da trampeln sie eben einmal auf die Wiese und haben dabei einen Heidenspaß. Geld wäre ein vorgeschobenes Argument, um das zu verhindern. Die Bürger könnten sicherlich Geschichten erzählen, wo Städte sinnlos Geld verpulvern.

auch bedrückend - und betreffen gerade auch viele altvertraute und liebenswerte "Mitbewohner" der Erde, wie dieser Beitrag "Planet der Spatzen" aus der WDR-Reihe "Abenteuer Erde", der gestern Abend zu sehen war sehr deutlich macht (er ist schon etwas älter, da er aus der Zeit von vor dem verheerenden Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame in 2019 stammt; es ist also leider davon auszugehen, dass es mit der Abnahme der Spatzenpopulationen inzwischen weitergegangen ist): https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/abenteuer-erde/video-plan…

Haben Sie den ganzen Artikel, auf den ich verlinkt habe gelesen?

>>Es muss auch auf den Feldern und Feldrainen etwas passieren, das Dauermähen von Flächen auch in der Stadt muss aufhören, kann jeder an einer Brache selber feststellen.
Überall wo auch blühende Unkräuter stehen, verwilderte Grundstücke, und was noch so gibt, dort kehrt die Natur in ihrer Vielfalt zurück.
Wir müssen mal aufhören, alles wie geleckt aussehen zu lassen.<<

Auf dem kleinen Stück Naturwiese in meinem Garten, das ich einmal jährlich mähe, blüht gerade der Teufelsabbiß. In großer Menge. Es wimmelt von Schmetterlingen! Dafür nehme ich das hellbraune Gras gern in Kauf. Es kontrastiert auch wunderschön mit den blauen Blütenköpfchen.

Ja, ich hab den Artikel damals schon gelesen. Und das, was da gemacht wird, ist für mich ein ziemlicher Quatsch, weil sich so keine Torfschichten aufbauen die mit der Zeit als CO2 Senken wirken.

Einerseits (Tagesschau):

"Und wenn wir nicht auf die Moore achten, wenn wir sie nicht vor Entwässerung schützen, dann wird uns der Klimawandel künftig noch größere Probleme bereiten, als wir sie jetzt schon spüren."

Andererseits:
>>HAMBURG taz 19.02.2021| 700 neue Wohnungen sollen in Langenhorn-Nord entstehen, direkt neben der U-Bahn-Station. Und eigentlich Einerseits (Bericht Tagesschau):
wäre der entsprechende Prüfungs- und Planauftrag, den der Senat dem Bezirks¬amt Nord erteilt hat, eine richtig gute Nachricht, zumal mehr als die Hälfte der Einheiten als Sozialwohnungen geplant sind. Wenn nicht schon was stünde auf dem Gelände. So haben hier etwa die Kleingartenvereine Diekmoor I und Diekmoor II ihre Parzellen. Außerdem ist das Gelände als Landschaftsschutz- und Moorgebiet ausgewiesen.
….Geschützte Biotope bleiben verloren, auch wenn dafür Ausgleichsflächen gefunden werden<<

„Weltweit seien ein Fünftel der Moore entwässert, in Deutschland sogar 95 Prozent…“

Hamburg kümmert sich um die verbliebenen 5 Prozent.

regenwald.org:
>>Der Autokonzern Daimler will sein Werk im Süden Hamburgs ausweiten und dafür ein Niedermoor zerstören. Dabei ist es ein wertvoller CO2-Speicher und bietet mit weiteren Biotopen geschützten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Angesichts des Artensterbens und der katastrophalen Lebensraumzerstörung müssen die Pläne gestoppt werden.<<

Hamburger Abendblatt:

>>Firma will Logistikzentrum in Heimfeld auf geschütztem Moorboden bauen. SPD und Grüne dafür – unter Auflagen.<<

Was ich gegen die „Grünen“ habe? Siehe oben. Ich kann hohles Geschwätz nicht ausstehen.

//Teufelsabbiß//

Habe ich eben mal gegoogelt. Nie (bewusst) gesehen. Sieht aber wirklich hübsch aus.

//Wir müssen mal aufhören, alles wie geleckt aussehen zu lassen.//

Erzählen Sie das mal Ihren Nachbarn in einer Reihenhaussiedlung oder einem Kleingartenverein.
Allerdings kenne ich die Vorschriften der Kleingartenvereine nicht, ich könnte mir aber vorstellen, dass die mal entstaubt werden könnten.

>>@Nettie 17:12
Ja, ich hab den Artikel damals schon gelesen. Und das, was da gemacht wird, ist für mich ein ziemlicher Quatsch, weil sich so keine Torfschichten aufbauen die mit der Zeit als CO2 Senken wirken.<<

Es geht in dem Artikel nicht um den Aufbau einer Torfschicht, sondern um die Konservierung einer noch vorhandenen durch Wiedervernässung. Der Aufbau einer neuen ist dann der nächste Schritt, und der dauert ewig. Torf wächst pro Jahr um etwa einen Millimeter, in hundert Jahren kommen also etwa zehn Zentimeter zusammen.

Im Landkreis Osnabrück gibt es das Venner Moor. Da sind noch Reste des alten Hochmoors intakt. Dieses Moor wächst jetzt langsam wieder, da man die umgebenden Flächen aus der Bewirtschaftung herausgenommen hat. Eine teure Sache, weil die ansässigen Landwirte dauerhaft entschädigt werden müssen. Das, was im verlinkten Artikel beschrieben wird, ist der Versuch eines Kompromisses zwischen Bewirtschaftung und Naturschutz.

Ein Ansatz unter vielen möglichen.

>>@17:55 von fathaland slim
//Teufelsabbiß//

Habe ich eben mal gegoogelt. Nie (bewusst) gesehen. Sieht aber wirklich hübsch aus.<<

In Norddeutschland ist der mittlerweile fast ausgestorben, da er wechselfeuchte, nährstoffarme Wiesen braucht. Die „Eltern“ meiner Pflanzen habe ich vor ungefähr vierzig Jahren aus den Alpen mitgebracht. Seitdem säen sie sich aus, was das Zeug hält.

>>Was ich gegen die „Grünen“ habe? Siehe oben. Ich kann hohles Geschwätz nicht ausstehen.<<

Sie mögen es hohles Geschwätz nennen, es ist aber Realpolitik. Die bedeutet immer Interessenausgleich. Aus der Opposition heraus lässt sich immer leicht die reine Lehre vertreten. Ursprünglich sahen die Grünen sich deswegen als reine Oppositionspartei und wollten gar nicht mitregieren.

"Auf dem kleinen Stück Naturwiese in meinem Garten, das ich einmal jährlich mähe, blüht gerade der Teufelsabbiß."

.-.-.

Entschuldigung wegen folgenden Beitrags:
Bei "Teufelsabbiß" musste ich lachen.
Ich olle Stadtgöre hab das Wort noch nie gehört.
Ist das etwas, das der Teufel abgebissen hat oder ein Teufel, der abgebissen worden ist? ;-)

Die Folgen des Artenverlusts sind nicht nur dramatisch, sondern
auch bedrückend - und betreffen gerade auch viele altvertraute und liebenswerte "Mitbewohner" der Erde,
----------------------
.
>>altvertraute und liebenswerte "Mitbewohner" <<
ob ihnen das überhaupt auffällt,
wenn ein paar Pflanzen oder Tiere aussterben sollten ?

>> Wir müssen mal aufhören, alles wie geleckt aussehen zu lassen <<

Hat wirklich was von kollektiver Zwangsneurose („Erzählen Sie das mal Ihren Nachbarn in einer Reihenhaussiedlung oder einem Kleingartenverein“). Die meisten merken gar nicht, was sie verpassen:

„Auf dem kleinen Stück Naturwiese in meinem Garten, das ich einmal jährlich mähe, blüht gerade der Teufelsabbiß. In großer Menge. Es wimmelt von Schmetterlingen! Dafür nehme ich das hellbraune Gras gern in Kauf. Es kontrastiert auch wunderschön mit den blauen Blütenköpfchen“

Und wenn so weitergemacht wird wie bisher, womöglich auch nicht mehr nachholen können. Weil es dann irgendwann nicht mehr da ist.

Leider bedroht unser derzeitiger „Lebensstil“ - ganz im Gegensatz zu den allgemein Geschätzten - gerade die Arten, auf die die meisten gut und gerne verzichten könnten (Mücken, Fliegen, Zecken, Ratten, Borkenkäfer und alles andere, was unter Schädlinge bzw. Ungeziefer fällt) offensichtlich in keinster Weise. Ganz im Gegenteil.

19:51, Anna-Elisabeth: >>Was ich gegen die „Grünen“ habe? Siehe oben. Ich kann hohles Geschwätz nicht ausstehen.<<

Zitat: Sie mögen es hohles Geschwätz nennen, es ist aber Realpolitik. Die bedeutet immer Interessenausgleich. Aus der Opposition heraus lässt sich immer leicht die reine Lehre vertreten. Ursprünglich sahen die Grünen sich deswegen als reine Oppositionspartei und wollten gar nicht mitregieren.

Eigentlich ehrt es ja die GRÜNEN, dass an sie so hohe Ansprüche gestellt werden (die sie nur bei absoluten Mehrheiten erfüllen könnten).

Diejenigen, die so über die GRÜNEN herziehen, haben sie eh nie gwählt.

//Sie mögen es hohles Geschwätz nennen, es ist aber Realpolitik. Die bedeutet immer Interessenausgleich//

Das ist mir schon klar und ich sehe auch das Problem, dass wir mehr als dringend neue Sozialwohnungen brauchen. Ich habe aber Zweifel, dass man sich ausreichend intensiv um Alternativen bemüht. Es gibt auch hier in Hamburg leerstehende Wohnungen - reine Spekulationsobjekte. Da könnte ich mir seitens der Politik durchaus eine härtere Gangart vorstellen. Ist natürlich schwieriger als Umweltzerstörung.

>>17:55 von fathaland slim
"Auf dem kleinen Stück Naturwiese in meinem Garten, das ich einmal jährlich mähe, blüht gerade der Teufelsabbiß."

.-.-.

Entschuldigung wegen folgenden Beitrags:
Bei "Teufelsabbiß" musste ich lachen.
Ich olle Stadtgöre hab das Wort noch nie gehört.
Ist das etwas, das der Teufel abgebissen hat oder ein Teufel, der abgebissen worden ist? ;-)<<

Die Pflanze hat einen senkrechten Wurzelstock, der unten wie abgebissen aussieht. Das kann ja nur der Teufel gewesen sein:=}

Ein Preis für eine Ökologin und einen Moorforscher. Im Artikel steht, daß weltweit ein Fünftel der Moore trockengelegt sind, in Deutschland aber sogar 95 Prozent. Also wird hier durch Moore kaum CO2 aus der Luft gefiltert.
Das ist nicht gerade eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz.
Umweltpreise sollten auch die Bewegungen und Aktivisten im Rheinischen Revier (Garzweiler, RWE) und im Dannenröder Wald erhalten. Und auch in Frankfurt. Gegen den Ausbau der innerstädtischen A66 (Stadtbelüftung, Ökologie).

20:28, Sausevind

Ist das etwas, das der Teufel abgebissen hat oder ein Teufel, der abgebissen worden ist? ;-)<<

Die Pflanze hat einen senkrechten Wurzelstock, der unten wie abgebissen aussieht. Das kann ja nur der Teufel gewesen sein:=}

.-.-.

Also ist die Pflanze etwas Drittes:
etwas, das der Teufel übriggelassen hat. :-)

Danke.

//Diejenigen, die so über die GRÜNEN herziehen, haben sie eh nie gwählt.//

Keine logische Schlussfolgerung.
Meine Ansprüche sind allerdings auch nicht in jeder Hinsicht so hoch.

«Die Pflanze hat einen senkrechten Wurzelstock, der unten wie abgebissen aussieht. Das kann ja nur der Teufel gewesen sein:=}»

Oder es war ein Maulwurf, der mal was anderes als sonst essen wollte, und gehört hatte, man könne auch vegetarisch futtern.

>>17:06 von Nettie
Die Folgen des Artenverlusts sind nicht nur dramatisch, sondern
auch bedrückend - und betreffen gerade auch viele altvertraute und liebenswerte "Mitbewohner" der Erde,
----------------------
.
"altvertraute und liebenswerte "Mitbewohner"
ob ihnen das überhaupt auffällt,
wenn ein paar Pflanzen oder Tiere aussterben sollten ?<<

Wer mit der Natur verbunden ist, dem fällt das auf.

Wer das nicht ist, der merkt da natürlich nichts von.

>>gerade die Arten, auf die die meisten gut und gerne verzichten könnten (Mücken, Fliegen, Zecken, Ratten, Borkenkäfer und alles andere, was unter Schädlinge bzw. Ungeziefer fällt) offensichtlich in keinster Weise. Ganz im Gegenteil.<<

Nein, auch auf diese Arten kann die Welt nicht verzichten. Gerade Mücken und Fliegen sind ungeheuer wichtig für ganz viele Tiere, die sich von ihnen ernähren. Außerdem spielen Fliegenlarven, landläufig Maden genannt, eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf. Die Ratte, die abends auf meiner Terrasse herumläuft, wird auch langsam zutraulich...

//Leider bedroht unser derzeitiger „Lebensstil“ - ganz im Gegensatz zu den allgemein Geschätzten - gerade die Arten, auf die die meisten gut und gerne verzichten könnten (Mücken, Fliegen, Zecken, Ratten, Borkenkäfer und alles andere, was unter Schädlinge bzw. Ungeziefer fällt) offensichtlich in keinster Weise.//

Bei den Fliegen bin ich nicht so sicher. Ist ja auch Vogel-futter. Die Älteren erinnern sich sicher an die Unmengen an Insekten, die man früher bei einer Fahrt über die Autobahn an der Windschutzscheibe kleben hatte. Ist schon lange nicht mehr so. Gibt ja auch eine Unmenge an Fliegenarten, aber ich kenne mich da nicht wirklich aus.

.. bei den Admins und der Redaktion der Meta-TS dafür bedanken,dass Sie im Parallelthread diesen interessanten und wichtigen Austausch über Religion, Islam, Koran und Afghanistan zugelassen haben. Ich habe mich sehr gefreut... Wollte ich nur noch loswerden :-)

//«Die Pflanze hat einen senkrechten Wurzelstock, der unten wie abgebissen aussieht. Das kann ja nur der Teufel gewesen sein:=}»

Oder es war ein Maulwurf, der mal was anderes als sonst essen wollte, und gehört hatte, man könne auch vegetarisch futtern.//

Oder ein vom Teufel besessener Maulwurf?
Mir fällt gerade auf, dass ich gar nicht weiß, was Maulwürfe fressen. Da muss ich wohl wieder Dr. Google fragen.

Wer mit der Natur verbunden ist, dem fällt das auf.

Wer das nicht ist, der merkt da natürlich nichts von
-------------

jetzt tragen sie mal bloss nicht so dick auf
wenn von den 25 .... 30 Fledermausarten hierzulande,
eine plötzlich weg ist dann merken sie das ?
ganz zu schweigen von den 30.000 Insekten wenn da 5 dazu kommen und 10 wegfallen .....

>>21:12 von fathaland slim
«Die Pflanze hat einen senkrechten Wurzelstock, der unten wie abgebissen aussieht. Das kann ja nur der Teufel gewesen sein:=}»

Oder es war ein Maulwurf, der mal was anderes als sonst essen wollte, und gehört hatte, man könne auch vegetarisch futtern.<<

Dann doch wohl eher eine Wühlmaus.

Aber Wühlmausabbiß?

Da finde ich Teufelsabbiß doch poetischer. So wie es sich für einen guten Volkspflanzennamen gehört.

Sehr schön finde ich auch den englischen Volksnamen für den Aronstab. Cuckoo Pintle. Das erste Wort steht nicht für den Vogel, sondern leitet sich aus dem selben Wortstamm ab wie quick, was im vorliegenden Zusammenhang am ehesten mit lebendig zu übersetzen ist. Und im zweiten Wort steckt der deutsche Begriff Pimmel. Wenn man sich die Blüte dieser Pflanze ansieht, dann erkennt man, warum die Pflanze so heißt. Durchaus ebenfalls poetisch. Minnegesang:=)

«Nein, auch auf diese Arten [Schädlinge / Ungziefer] kann die Welt nicht verzichten. Gerade Mücken und Fliegen sind ungeheuer wichtig für ganz viele Tiere, die sich von ihnen ernähren. Außerdem spielen Fliegenlarven, landläufig Maden genannt, eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf. Die Ratte, die abends auf meiner Terrasse herumläuft, wird auch langsam zutraulich...»

Gibt es überhaupt Viecher, die man so nennen kann, und auf die andere Viecher bzw. Pflanzen echt verzichten könnten?

Kinder haben mich das mal gefragt.
Aber ich hatte außer: "… weiß ich nicht … keine gute Antwort.
Die Kinder haben dann vergessen, noch mal nachzufragen.

Wenn es welche gibt. Welche sind denn die 1 bis 3 Viechertrottel, auf die man am ehesten verzichten könnte …?

//Sehr schön finde ich auch den englischen Volksnamen für den Aronstab. Cuckoo Pintle. Das erste Wort steht nicht für den Vogel, sondern leitet sich aus dem selben Wortstamm ab wie quick, was im vorliegenden Zusammenhang am ehesten mit lebendig zu übersetzen ist. Und im zweiten Wort steckt der deutsche Begriff Pimmel. Wenn man sich die Blüte dieser Pflanze ansieht, dann erkennt man, warum die Pflanze so heißt.//

Heute lerne ich ja wieder eine ganze Menge dazu. Schön auch, dass Dr. Google so geduldig ist.

Auch bis eben nicht gewusst:

Der Aronstab ist "Giftpflanze des Jahres 2019"

>>Mir fällt gerade auf, dass ich gar nicht weiß, was Maulwürfe fressen. Da muss ich wohl wieder Dr. Google fragen.<<

Ich kann da auch aushelfen. Maulwürfe sind das genaue Gegenteil von vegan. Sie fressen Würmer, Insektenlarven, alles, was ihnen vor das kleine Schnäuzchen kommt. Durchaus auch Wühlmausbabys, weswegen Wühlmäuse Mauwurfsreviere meiden. Ich freue mich deshalb immer sehr über Maulwürfe in meinem Garten, auch wenn die Hügel etwas nerven. Aber dafür bleiben meine Krokusse am Leben, und alle meine anderen Frühlingsblühzwiebeln. Leibspeisen einer jeden Wühlmaus. Ich kenne Gärtner, die ihre Blumenzwiebeln deswegen in engmaschige Drahtkäfige setzen. Ich brauche das nicht:=)

Ich habe einmal einen Maulwurf aus der Schnauze eines Hundes gerettet. Als ich ihn wieder laufen bzw. graben lassen wollte, hatte er sich in meine Hand verbissen. Was ich gar nicht gemerkt habe. Seine Zähne sind dünn und nadelspitz. Als die Hand dann anschwoll wie ein Ballon, bin ich doch zum Arzt...

die Natur ändert sich !
"waren es früher Spatzen, zwischenzeitlich Amseln
sehe ich aktuell ne Menge Krähen was bis vor wenigen Jahren undenkbar war
so scheu" waren die
dafür gibt es jetzt viele Eichhörnchen und man glaubt es nicht,
lief im letzten Jahr ein Fuchs durch meinem Garten ....
in Stuttgart und nicht im Schwarzwald !

Schmetterlinge gibt´s aktuell kaum wohl aber Libellen

//Die Ratte, die abends auf meiner Terrasse herumläuft, wird auch langsam zutraulich...//

Sind ja auch faszinierende Viecher - solange sie nicht in Scharen daherkommen.

Sie als AsienkennerIn können mir doch bestimmt einen Tipp geben, wie ich der Fauna und Flora entgegenkommen kann? Fischteich und Gemüse und Gewürzanbau betragen ca. 500qm. Hätte noch 600qm frei für Ressourcen..

>>22:11 von fathaland slim
Wer mit der Natur verbunden ist, dem fällt das auf.

Wer das nicht ist, der merkt da natürlich nichts von
-------------

jetzt tragen sie mal bloss nicht so dick auf
wenn von den 25 .... 30 Fledermausarten hierzulande,
eine plötzlich weg ist dann merken sie das ?<<

Ich kenne eine Dame, die ganz genau weiß, welche Fledermausarten in der Umgebung von Osnabrück leben, und wo dort. Mit der habe ich zusammen studiert, und sie hat dann die Fledermäuse zu ihrem Beruf gemacht. Ich wollte das eigentlich mit den Schnecken machen, aber dann hat die Musik doch überhand genommen. Ich drehe aber immer noch Steine um, suche bemooste Baumstämme ab, inspiziere Felsen und freue mich, wenn ich eine Art entdecke, die ich noch nie gesehen habe. Sehr ergiebig sind alte, aufgelassene Kalksteinbrüche.

Carychium minimum gibt es in den alten Erzgruben in meinem Hausberg Hüggel milliardenfach. Die sieht aber fast niemand, denn die Häuschen sind weniger als zwei Millimeter groß.

«Da finde ich Teufelsabbiß doch poetischer.
So wie es sich für einen guten Volkspflanzennamen gehört.

Sehr schön finde ich auch den englischen Volksnamen für den Aronstab …»

Pflanzen- und Tiernamen sind in vielen Sprachen schön.
Mit Bio und so kenne ich mich ja nicht sonderlich gut aus.

Trampeltier, Beutelteufel, Haselmaus gefällt mit aber gut.
Weltmeister im Namenslustig hierbei sind die Japaner mit ihrer Namesgebung, von der man meinen könnte, sie sei unter Einfluss Halluzinogener Substanzen entstanden:

針鼠  hari-nezumi・Nadel Maus|Igel
袋鼠  fukuro-ne・Sack Ratte|Känguru

馬鹿  ba-ka・Pferd Hirsch|Idiot
禿鷹  hage-taka・Glatze Falke|Geier

父母  fu-bo・Vater Mutter|Eltern
水母  ku-rage・Wasser Mutter|Qualle

閑古鳥 kan-ko-dori・Freizeit Alt Vogel|Kuckuck
    Der muss nicht brüten.

人鳥  jin-choo・Mensch Vogel|Pinguin
人参  nin-gen・Mensch Tempelbesuch |Möhre

Ich habe nicht die geringste Ahnung.
Warum die japanische Möhre gerade so und nicht anders heißt.

Aber lustig isses schon + unterhaltsam.

>>Gibt es überhaupt Viecher, die man so nennen kann, und auf die andere Viecher bzw. Pflanzen echt verzichten könnten?

Kinder haben mich das mal gefragt.
Aber ich hatte außer: "… weiß ich nicht … keine gute Antwort.
Die Kinder haben dann vergessen, noch mal nachzufragen.

Wenn es welche gibt. Welche sind denn die 1 bis 3 Viechertrottel, auf die man am ehesten verzichten könnte …?<<

Ich persönlich könnte auf einige verzichten, aber ich bin nicht das Maß aller Dinge. Wäre ich zum Beispiel eine Kröte, dann könnte ich mühelos auf die Krötenfliege verzichten. Ein schreckliches Tier für eine jede Kröte. Wenn sich der große Baumeister aller Welten so etwas ausgedacht hat, dann hat er eine sadistische Ader. Und wäre ich Raupe Nimmersatt, fände ich Schlupfwespen mehr als unnötig. Ich als Gärtner hingegen freue mich, wenn sie die Raupen auf zugegeben ebenfalls grausame Art dezimieren.

sie werden lachen

dass bei mir im Garten Fledermäuse rumfliegen
darauf hat mich erst meine Frau aufmerksam gemacht

>>@22:16 von fathaland slim 20:33, Nettie
//Die Ratte, die abends auf meiner Terrasse herumläuft, wird auch langsam zutraulich...//

Sind ja auch faszinierende Viecher - solange sie nicht in Scharen daherkommen.<<

Weswegen ich sie nicht füttere. Meine Nachbarin ein Haus weiter streut aber immer das Vogelfutter mit vollen Händen im Garten aus. Das freut die pelzigen Schnuckel natürlich. Aber ich will der alten Dame nicht ihre Freude vermiesen. Dann muss ich eben drauf achten, daß mein Garten rattenkulinarisch uninteressant ist.

hatte er sich in meine Hand verbissen.
--------

wo doch jeder weiß
in die Hand die einen füttert (rettet)
sollte man nicht beissen

«@ schabernack
Sie als AsienkennerIn können mir doch bestimmt einen Tipp geben, wie ich der Fauna und Flora entgegenkommen kann? Fischteich und Gemüse und Gewürzanbau betragen ca. 500qm. Hätte noch 600qm frei für Ressourcen..»

Asienkenner nicht so sehr bis bedingt.

Als kleiner Japankenner muss ich Ihnen sehr raten, ein kleines Fließgewässer auf Ihrem Grundstück zu haben. Muss nix Großes oder Tolles sein. Ein sehr kleiner Bach mit Kieselsteinen reicht aus.

Dort an dem Bach werden sich "Kappa" ansiedeln. Die Japanischen Flussgeister an kleinere Fließgewässern. Die Kiesel sind wichtig. Unter denen wohnen die Kappa. Sehen etwas belämmert aus. So wie Schildkröte mit längeren Beinen und Schüssel auf dem Kopf. In der Schüssel muss immer Wasser sein, sonst stirbt der Kappa.

Er spiegelt das wider, wie Sie ihm entgegen treten. Sind Sie freundlich zu ihm, werden Sie nie ertrinken. Das beste ist das Kassenbuch, das er bei sich hat.

Behandeln Sie ihn gut.
Streicht er alle Ihre Schulden !

Im Durchschnitt sind also in der Welt 20 Prozent der Moore trockengelegt. In Deutschland aber 95 Prozent. Den Seiten des BUND (Bund Umwelt und Naturschutz) ist zu entnehmen, daß die Trockenlegungen von Mooren aus Land-und Forstwirtschaftlichen Gründen erfolgt. Zum Gartenbau und zur Torfgewinnung. Das bedeutet auch, daß hier mehr kommerzialisiert oder vernutzt wird, als im Weltdurchschnitt.
Außerdem gefährdet es die Artenvielfalt.

>>Trampeltier, Beutelteufel, Haselmaus gefällt mit aber gut.<<

>Im Blick der Haselmaus liegt stets
was fragendes, ein "na, wie gehts?"<

-Robert Gernhardt

>>人参  nin-gen・Mensch Tempelbesuch |Möhre

Ich habe nicht die geringste Ahnung.
Warum die japanische Möhre gerade so und nicht anders heißt.<<

Das ist wirklich erst mal ein großes Mysterium. Lässt sich aber gewiss erklären. Solche Namen entstehen ja nicht aus Quatsch.

>>22:53 von fathaland slim
hatte er sich in meine Hand verbissen.
--------

wo doch jeder weiß
in die Hand die einen füttert (rettet)
sollte man nicht beissen<<

Das arme Tier hatte wohl ein wenig den Überblick verloren und war offensichtlich der Verschwörungsideologie anheimgefallen, daß ich mit dem Hund im Bunde stünde.

>>Auszeichnung für Arten-und Moorschutz....
Im Durchschnitt sind also in der Welt 20 Prozent der Moore trockengelegt. In Deutschland aber 95 Prozent. Den Seiten des BUND (Bund Umwelt und Naturschutz) ist zu entnehmen, daß die Trockenlegungen von Mooren aus Land-und Forstwirtschaftlichen Gründen erfolgt. Zum Gartenbau und zur Torfgewinnung. Das bedeutet auch, daß hier mehr kommerzialisiert oder vernutzt wird, als im Weltdurchschnitt.
Außerdem gefährdet es die Artenvielfalt.<<

Mittlerweile sind die deutschen Hochmoore großenteils abgetorft. Der Gartenbautorf wird vorwiegend aus Polen und dem Baltikum eingeführt.

//Ich persönlich könnte auf einige verzichten, aber ich bin nicht das Maß aller Dinge. Wäre ich zum Beispiel eine Kröte, dann könnte ich mühelos auf die Krötenfliege verzichten.//

Mein Freund hatte mir mal erzählt, dass Kröten früher für Schwangerschaftstests herhalten mussten. Fanden die Kröten vermutlich auch nicht so toll.

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