Kommentare - EU-Außenminister: EU will Gespräche mit Taliban aufnehmen

17. August 2021 - 22:06 Uhr

Nach einem Krisentreffen der EU-Außenminister zur Situation in Afghanistan steht fest: Die EU will Gespräche mit den Taliban führen. Dafür nannte sie allerdings Bedingungen - etwa die Wahrung von Grundrechten. Von S. Ueberbach.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Phantasie

"Die EU will Gespräche mit den Taliban führen. Dafür nannte sie allerdings Bedingungen - etwa die Wahrung von Grundrechten."

Wie weit weg sind die EU offiziellen von der Wirklichkeit? Die Taliban waeren nicht die Taliban, wenn sie Grundrechte wahren wuerden.

Na, endlich!

Es hat macht doch keinen Sinn, nicht mit Leuten anderer Weltanschauung zu reden!
Das hat hoffentlich jeder schon in der Schule gelernt!
Und warum auch nicht einen anderen Staat anerkennen, der die eigenen Werte nicht teilt?
Unser Außenminister ist doch auch sonst schnell bereit, z.B. in Venezuela Regimekräfte an zu erkennen, die umstritten sind. Nur weil es anscheinend "in den Kram" passt.
Wann werden unsere Volksvertreter mal schlauer??

Gespräche werden zu nichts führen

Warum sollten sich die Taliban denn auf irgendwelche Zugeständnisse wie Grundrechte einlassen? Der Westen hat ja schon längst alle Trümpfe aus der Hand gegeben.

@22:11 von IBELIN

"Wie weit weg sind die EU offiziellen von der Wirklichkeit?"

Eine berechtigte Frage, scheint mir. Die Antwort dürfte wenig schmeichelhaft sein.

Gespräche führen :-) :-)

Einsichtig, fast reumütig, wie Russland und China.

Hier geht es eben nicht um den Widerstreit verschiedener Gesellschaftssysteme (Markt- oder Planwirtschaft), sondern um den grundlegenden Streit von Kulturen (vor allem religiösen).

Ohne Reden geht es nicht

Der Schock über die dramatische Entwicklung in Afghanistan sitzt immer noch tief. Erstes Ziel bleibe die sichere Evakuierung der europäischen Staatsbürger und der sogenannten Ortskräfte.
#
Die Taliban sind nun die neuen Machthaber in Afghanistan und ohne die kann auch nichts erreicht werden.Da geht nun kein Weg dran vorbei.Ich denke in einigen Wochen wird es sich auch beruhigt haben und man wird auch Handel und Geschäfte wieder beleben.Es muss ja weitergehen.

@Günter Schollatur, 22:19

Warum sollten sich die Taliban denn auf irgendwelche Zugeständnisse wie Grundrechte einlassen? Der Westen hat ja schon längst alle Trümpfe aus der Hand gegeben.

Stimmt. Als wär's geplant gewesen: die Kämpfer selbst ausgebildet, Waffen und Material ins Land geschafft und den Taliban freundlich überlassen, die eigenen Unterstützer im Land den marodierenden Banden zum Fraß vorgeworfen, und jetzt vielleicht noch Geld anbieten. Wenn das die Blaupause ist, wie man Terroristen dazu bringt, Grundrechte zu respektieren, dann darf man sich wirklich auf Nachahmer freuen.

@ Roberto16

Und warum auch nicht einen anderen Staat anerkennen, der die eigenen Werte nicht teilt?

Es geht aber nicht einfach um Friede, Freude, Werte anerkennen. Die Taliban haben während ihrer Herrschaft von 1996 bis 2001 Menschen willkürlich ausgepeitscht und hingerichtet.


Unser Außenminister ist doch auch sonst schnell bereit, z.B. in Venezuela Regimekräfte an zu erkennen, die umstritten sind. Nur weil es anscheinend "in den Kram" passt.

Eine bürgerliche Regierung in Venezuela liegt in unsrem Interesse und unsere Interessen dürfen wir ja wohl noch verfolgen.

EU will Gespräche mit Taliban aufnehmen

was bleibt denen auch anderes übrig !

Wo das Gespräch verstummt, hört das Menschsein auf,
(denn Tiere sprechen nicht)

@22:11 von IBELIN

Sie wahren sie, solange sie mit der Scharia übereinstimmen. Im Übrigen werden die Taliban so manches mit einem freundlichen Lächeln versprechen, aber dann nach Gutdünken handeln. Die waren doch schon mal an der Macht, da haben sie auch alles Mögliche versprochen. Wer erinnert sich noch an die Sprengung der Buddha-Statue ?

@ WM-Kasparov-Fan

... sondern um den grundlegenden Streit von Kulturen (vor allem religiösen).

Es ist keine Frage der Kultur, wenn Frauen ausgepeitscht werden, weil sie sich nicht verschleiern. Die Menschenrechte sind nicht verhandelbar.

Wer ohne Überheblichkeit oder

Wer ohne Überheblichkeit oder Besserwisserei auf die Situation schaut, kommt nicht umhin, eine Art Zerreißprobe zu erleben:
Das militärische Engagement ist krachend gescheitert; die Gründe dafür müssen eruiert werden, schonungslos. Das wird schwer genug, denn die Militärpräsenz hat durchaus die Etablierung von Bildung für Mädchen und Frauen gesichert und auch der Zivilgesellschaft und Kultur Entwicklung ermöglicht. Allerdings war der Abzug überhastet, beginnend mit dem Kardinalfehler Trumps, auf die Warlords statt die gewählte Regierung zu setzen. Letzlich gab es in den letzten Monaten kein wirklich strategisch durchdachtes Rückzugsszenario. Und dafür müssen nun all die Menschen den horrenden Preis zahlen, die als Engagierte in Projekten Bildung, Kultur, Menschenrechte und Zivilgesellschaft unterstützt haben, oder die als "Ortskräfte" gearbeitet haben, und nicht zuletzt alle, die sich für Menschenrechte, Bildung, Gleichberechtigung, faire Rechtssprechung etc. eingesetzt haben.

@22:24 von WM-Kasparov-Fan

//Hier geht es eben nicht um den Widerstreit verschiedener Gesellschaftssysteme (Markt- oder Planwirtschaft), sondern um den grundlegenden Streit von Kulturen (vor allem religiösen).//

Ich weigere mich, die Taliban mit irgendeiner Form von Kultur auch nur ansatzweise in Verbindung zu bringen.
Das wäre aus meine Sicht auch eine Beleidigung der vielen Völker, die in Afghanistan leben.

@ 22:24 von WM-Kasparov-Fan

Das sehe ich anders: Hier geht es nicht um den grundlegenden Streit von Kulturen, sondern um die unteilbaren universellen Menschenrechte auf körperliche Unversehrtheit, Bildung, Kultur, Gleichberechtigung. Danach sehnen sich viele Frauen, Männer, Familien in Afghanistan. Und ihnen das abzusprechen durch eine Etikettierung als "grundlegender Streit von Kulturen", übernimmt letztlich das Weltbild und die Argumentation der Taliban. Davor sollten wir uns hüten - in einer großen Allianz aller, die Menschenrechte, Humanität und Solidarität für wesentliche Prinzipien und Prioritäten halten.
Ich weiß: Tun hier längst nicht alle...

@ fathaland slim (Vorgängermeldung 17:49)

Die Arbeit des Moderationsteams ist wahrlich nicht einfach.
Was ich nicht verstehe ist, dass das eher dümmliche ständige Copy&Paste so durchgewunken wird. Es zerstört nicht nur die Diskussionskultur hier, es ist im höchsten Maße respektlos. Von dem blitzgescheiterten Selbstbild ganz zu schweigen.
Mich ärgert und ermüdet das. Ich resigniere da so langsam.

Grundrechte?

In welchem Paragrafen der Scharia werden sie Grundrechte (z B von Frauen) definiert?
Die EU/NATO sollten realistisch vorgehen. Wie viele islamische Staaten respektieren Grundrechte? Ich denke fast keiner.
Deshalb bitte. Realistisch werden. Hier entsteht etwas ganz neues, ein islamisches Regime, das davon leben wird, der nicht-islamischen Welt Drogen zu verkaufen.

22:40 von Bernburger49

Wer erinnert sich noch an die Sprengung der Buddha-Statue ?
------------

ich !

und ich kann ihnen gar nicht sagen wie zornig ich über mich selbst bin,
vor 30 Jahren hatte ich noch die Gelegenheit hinzufahren es mir anzuschauen ...
(übrigens wie die Märchenwiese im Pakistan,
wo keiner mit noch einigermaßen Verstand sich noch hintraut)

Grundrechte- islamische Welt?

@ 17. August 2021 um 22:41 von Günter Schollatur
@ WM-Kasparov-Fan
„... sondern um den grundlegenden Streit von Kulturen (vor allem religiösen).

Es ist keine Frage der Kultur, wenn Frauen ausgepeitscht werden, weil sie sich nicht verschleiern. Die Menschenrechte sind nicht verhandelbar.“

Dumm gelaufen. Mit welchem islamischen Staat wollen Sie zukünftig verhandeln?

@ Bernburger49

Wer erinnert sich noch an die Sprengung der Buddha-Statue ?

Ein Historiker aus Kabul hat vermutet, dass die Zerstörung der Buddha-Statuen von Bamiyan als Signal gegen das als westlich wahrgenommene Konzept des Kulturerbes gerichtet war. Also eine Demonstration der Verachtung an die Adresse des Westens.

@Günter Schollatur

"Es ist keine Frage der Kultur, wenn Frauen ausgepeitscht werden, weil sie sich nicht verschleiern. Die Menschenrechte sind nicht verhandelbar."

.

Sorry. Im Falle von Daudi Arabien scheinbar schon. Dort ist es bereits so. Warum haben wir wegen den Frauenrechten die Regierung dort nicht gestürzt wie in Afghanistan? Preisfrage?

@ WM-Kasparov-Fan

Einsichtig, fast reumütig, wie Russland und China.
Hier geht es eben nicht um den Widerstreit verschiedener Gesellschaftssysteme (Markt- oder Planwirtschaft),

Das sind ja wohl keine Gesellschaftssysteme.

Ein irrlichtender Außenminister!

Zitat: "Nach Ansicht von Bundesaußenminister Heiko Maas sollte sich die EU außerdem verstärkt um die Stabilität in der gesamten Region kümmern - auch aus eigenem Interesse. "

Ich weiß nicht, ob ich angesichts solcher Aussagen heulen oder lachen soll, werfen diese doch nur ein grelles Schlaglicht auf die weltfremden Abgehobenheit, die der deutschen Regierung vor über zehn Jahren durch den Kopf gegangen ist, die verhindert hat auf diejenigen zu hören, die bereits damals vorausgesagt hatten, dass eine derartige "nation building"-Mission in einem von einer Steinzeit-Religion geprägten Land scheitern würde.

Newsflash!

Die USA, die NATO, D und anderer alliierte Länder haben die letzten 20 Jahren genau das versucht: Stabilität in der gesamten Region herbeizuführen!

Wie wäre es einmal damit, ernsthaft sich zu fragen, WARUM diese Mission gescheitert ist!

Definition von Kultur

"Es ist keine Frage der Kultur, wenn Frauen ausgepeitscht werden, weil sie sich nicht verschleiern. Die Menschenrechte sind nicht verhandelbar."

Ob Menschenrechte existieren, oder nicht, bestimmt eine Kulturgesellschaft.
Es gibt ja auch Menschenopfer in alten Kulturen.
Saudi-Arabien führt auch heute noch eine (monarchistische) Kultur, in der heimlich gefoltert wird.
Unverhandelbar/Universell heisst nicht unmöglich.

Süß!

Zitat: "Den bedrohten Menschen in Afghanistan, vor allem den Frauen, verspricht der NATO-Generalsekretär auch weiterhin Unterstützung, wie das konkret aussehen könnte, sagt er aber nicht."

Süß!

Was sollen diese inhaltsfreien Phrasen?

Wie es mit den Rechten von Frauen und Kindern unter der Taliban vor 1997 bzw. 2001 aussah, darüber gibt ein Wiki-Artikel dazu eine Übersicht.

Was hat denn der werte NATO-Generalsekretär all die Jahre gemacht?!

Q:

"https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenrechte_unter_den_Taliban"

@ um 22:35 von Günter Schollatur

„Die Taliban haben während ihrer Herrschaft von 1996 bis 2001 Menschen willkürlich ausgepeitscht und hingerichtet.“
Ja. Und?
In Saudi Arabien passiert das jeden Tag, in anderen, vorzugsweise arabischen Ländern ebenfalls.
Und die sind alle unsere Freunde.
Solange die Liefer - und Wertschöpfungsketten intakt bleiben, interessiert das kein Land des Wertewestens.
Im Falle Afghanistans wird das so laufen, wie mit der Türkei.
Wenn sie die Flüchtlinge aufhalten, gibt’s Geld.
Wie sie das tun?
Wer will das schon wissen?

@ Bernburger49

"Sie wahren sie, solange sie mit der Scharia übereinstimmen. Im Übrigen werden die Taliban so manches mit einem freundlichen Lächeln versprechen, aber dann nach Gutdünken handeln. Die waren doch schon mal an der Macht, da haben sie auch alles Mögliche versprochen. Wer erinnert sich noch an die Sprengung der Buddha-Statue ?"

ich teile zwar ihre Zweifel, aber es kann auch sein, dass die Taliban auf den maximalen Schrecken verzichten, wenn ihre Herrschaft gesichert ist, sie müssen diese dann nicht durch Terror weiter zementieren.
Ich würde mich darauf aber eher nicht verlassen, sondern es überwiegt bei mir ebenfalls die Einschätzung, dass es vielleicht eine Weile relativ liberal bleibt, aber peu a peu wieder ein Terrorregime errichtet wird.

Sprechen sollte man aber dennoch. Sprechen ist erstmal nur Kommunikation und heißt nicht zwangläufig anerkennen, gut heißen oder sich damit zu arrangieren.

Nun ja

Wir hatten gehofft, dass Herr Biden etwas Verantwortung übernehmen und erklären würde, wie er dieses Chaos beheben will. Er hat nichts von alledem getan und damit deutlich gemacht, dass er selbst der Hauptverantwortliche für diese unnötige amerikanische Kapitulation ist. Das verheißt nichts Gutes für den Rest seiner Präsidentschaft. (...) Während wir diese Zeilen schreiben, suchen die Schurken der Welt nach Möglichkeiten, ihm eine Chance zu geben, eine ähnliche Rede über andere Teile der Welt zu halten.“ Wall Street Journal

@Günter Schollatur um 22:41 Uhr

Kulturen gibt es schon seit Jahrtausenden.
Menschenrechte erst seit Jahrhunderten.
Die Kultur siegt immer über das Recht.

Ergo keinen Dialog

Zu einem Dialog sei die EU laut einer gemeinsamen Erklärung aber nur dann bereit, wenn [...] die Islamisten die Grundrechte aller Menschen in Afghanistan respektierten, vor allem die Rechte von Frauen, Kindern und Minderheiten.

Ergo wird es keinen Dialog geben.
Die Taliban kennen und verstehen unsere Vorstellungen von Grundrechten nicht. Also können sie diese auch nicht einhalten.

Und es hat auch niemand gesagt, dass die Taliban überhaupt mit uns reden wollen.

um 22:44 von Anna-Elisabeth

>>
Ich weigere mich, die Taliban mit irgendeiner Form von Kultur auch nur ansatzweise in Verbindung zu bringen.
Das wäre aus meine Sicht auch eine Beleidigung der vielen Völker, die in Afghanistan leben.
<<

Ich provoziere mal: Wenn man an einen allmächtigen Gott glaubt und weiter glaubt, dass Koran und Scharia dessen Wille ist, dann muss man sich doch eigentlich so verhalten, wie es die Taliban tun. oder ? Menschenrechte waren nie primärer Inhalt von Religionen.
Religionen sind gigantische Verschwörungstheorien mit von Menschen ersonnenen angeblich göttlichen Schriften und Vorgaben, deren Unwahrheiten teilweise leicht nachweisbar sind.

@ zöpfchen

In welchem Paragrafen der Scharia werden [...] Hier entsteht etwas ganz neues, ein islamisches Regime, das davon leben wird, der nicht-islamischen Welt Drogen zu verkaufen.

Die Scharia verbietet die Herstellung, den Besitz, den Handel und den Konsum von Drogen.

@22:41 von Günter Schollatur

"Es ist keine Frage der Kultur, wenn Frauen ausgepeitscht werden, weil sie sich nicht verschleiern. Die Menschenrechte sind nicht verhandelbar."

Vielleicht ja schon. Wenn man die Taliban akzeptiert weil man sie sowieso nicht besiegen kann und die Stabilität des Landes unterstützt um letztlich der Bevölkerung zu helfen ist es einen Versuch wert. Lässt sich ja alles sofort revidieren sobald sie ihr Versprechen brechen und in alte Muster zurückfallen.
Der blutige Einmarsch ist erst einmal ausgeblieben trotz angemessener Skepsis keine Taliban-Gräueltaten nicht herbeireden.

22:35 von frosthorn @Günter Schollatur, 22:19

//Stimmt. Als wär's geplant gewesen: die Kämpfer selbst ausgebildet, Waffen und Material ins Land geschafft und den Taliban freundlich überlassen, die eigenen Unterstützer im Land den marodierenden Banden zum Fraß vorgeworfen, und jetzt vielleicht noch Geld anbieten. Wenn das die Blaupause ist, wie man Terroristen dazu bringt, Grundrechte zu respektieren, dann darf man sich wirklich auf Nachahmer freuen.//

Wenn man Ihre treffende Zusammenfassung liest, bleibt nur noch Verzweiflung zurück.

Russland und China ...

... ziehen ihr Botschaftspersonal nicht ab. Warum müssen sich nur die westlichen Länder um das Leben ihrer Diplomaten Sorgen machen?

@22:31 von schiebaer45

//Die Taliban sind nun die neuen Machthaber in Afghanistan und ohne die kann auch nichts erreicht werden.Da geht nun kein Weg dran vorbei//

Das sehe ich ganz anders. Und zwar genauso wie der User IBELIN:
"Wie weit weg sind die EU offiziellen von der Wirklichkeit? Die Taliban waeren nicht die Taliban, wenn sie Grundrechte wahren wuerden."

Die Taliban als neue Machthaber anzuerkennen, wäre das Schlimmste, was man dort vor allem den Frauen antun könnte. Mit Verbrechern muss man keine Abkommen aushandeln.

Gruß

>>Europas Chefdiplomat Josep

>>Europas Chefdiplomat Josep Borrell kündigte außerdem Gespräche mit den neuen Machthabern in Kabul an, um eine humanitäre Krise, eine - so wörtlich - "Migrationskatastrophe" und die Rückkehr ausländischer Terrorgruppen nach Afghanistan zu verhindern. Die Taliban hätten schließlich den Krieg gewonnen, deshalb werde man mit ihnen reden müssen.<<

Aber mit einer inländischen Terrorgruppe muss man reden?
Glaubt man ernsthaft, dann will dort keiner mehr flüchten? Scheint ja ausschließlich darum zu gehen. Menschenrechte ade. Ich habe ein anderes Verständnis von Diplomatie. Nun - mein Problem.

Zur Erinnerung (Wikipedia):

***Von 2003 an führten die Taliban von Pakistan aus eine terroristisch-militärische Kampagne gegen die Islamische Republik Afghanistan und die internationalen Truppen der International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan. Hierbei verübten die Taliban offenbar mehr als doppelt so häufig gezielte Anschläge gegen die afghanische Zivilbevölkerung wie gegen die afghanischen oder internationalen Truppen. Ein Bericht der Vereinten Nationen zeigt, dass die Taliban in den Jahren 2009 und 2010 für über 75 % der zivilen Todesopfer in Afghanistan verantwortlich waren. Menschenrechtsorganisationen haben den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag dazu veranlasst, eine vorläufige Untersuchung gegen die Taliban wegen systematischer Kriegsverbrechen durchzuführen.***

Für die EU jetzt also Verhandlungspartner. Was bedeutet das jetzt?

Darstellung: