Kommentare - VdK-Rentenstudie: Härter arbeiten, weniger Rente, kürzer leben

16. August 2021 - 18:59 Uhr

In Deutschland gibt es große Unterschiede, wer wieviel von seinem Ruhestand hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Auftrag des Sozialverbands VdK. Beamte sind gleich mehrfach im Vorteil. Von Andre Kartschall.

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Kommentare

Der Vergleich Beamte und Angestellte beim VdK hinkt - wie immer

Leider hat man beim VdK noch nicht begriffen, dass Beamte ihre Pensionen versteuern müssen u. dass sie auch im Alter sehr hohe Krankenversicherungsbeiträge leisten müssen. Sind sie verheiratet, muss auch für den Ehepartner Krankenversicherung bezahlt werden, wenn dieser nicht selbst versichert ist.
Man muss also Steuern u. Krankenversicherung noch abziehen oder gleich Nettozahlen vergleichen.
< Daher sollen laut VdK in Zukunft alle Erwerbstätigen - also auch Beamte und Selbstständige - in eine gemeinsame Altersvorsorge einzahlen. >
Wenn Beamte einzahlen würden, bekämen sie auch Leistungen daraus. D. h. die Sozialversicherungskassen würden dann genauso leer bleiben.
Außerdem hat der Staat (Steuerzahler) aus dem Beamtensystem Vorteile:
Denn die sofortige Umstellung würde dazu führen, dass der Staat umgehend hohe Arbeitgeberanteile zahlen müsste u. nicht erst, wenn der Beamte in den Ruhestand geht. Das muss erst vorfinanziert werden!
Eine Änderung rechnet sich nicht, sagen Experten!

Lebenserwartung höher? Vielleicht auch nur Zufall?

Beamte hätten eine höhere Lebenserwartung.
Meiner Beobachtung nach sind die Ursachen von einer höheren Lebenserwartung vielfältig:
Menschen, die eine hohe Bildung haben, haben tendenziell eine höhere Lebenserwartung.
Menschen, die körperlich arbeiten, haben auch eine höhere Lebenserwartung.
Beispiel meine Mutter, die lebenslang in der Landwirtschaft körperlich schwer arbeitete. Sie wird 89 Jahre alt.
Menschen, die im Beruf viel sitzen, haben eher eine geringere Lebenserwartung, wenn sie nicht in der Freizeit sportlich etwas tun.

Die ablehnende Haltung des VdK gegenüber Beamten kannte ich schon länger.
Laut Satzung des VdK vertritt der Verband auch "Versorgungsempfänger", also Beamte. Daher war ich stets verwundert, dass man dort Beamte so ungern sieht.
Das hängt wohl mit der Gemeinnützigkeit auch zusammen ....
Denn die wäre futsch, wenn man nicht auch Beamte vertreten will (muss?).

Rentensystem !

Wieder einmal zeigt der VdK auf, wie ungerecht das deutsche Renten- System seit ewigen Zeiten ist. Nur leider wollen die verantwortlichen Politiker nicht wirklich was ändern, denn zu viele waren selbst mal Beamte, und dann gibt es noch eine riesige Lobby.
Dabei wäre es nur gerecht, wenn ALLE in eine Kasse einzahlen, und daraus dann alle nach einem bestimmten System Rente erhalten, je nach Länge des Arbeistlebens und des Berufes. Denn dann würden endlich alle die eine schwere und belastende Arbeit lange ausübten, deutlich gerechter entlohnt. Nur dadurch kehrt auch wieder mehr soziale Gerechtigkeit ein, und manche Dissonanzen würden beseitigt !
Nebenbei können auch private und betriebliche Vorsorge ein Stück mehr helfen, wenn so manche Person nicht so gierig und geizig wäre !

"Junge Alte" wollen länger arbeiten

Der VdK hat recht, es gibt Berufe, da hat man nach einem langen Berufsleben mit körperlichen Gebrechen zu kämpfen.
Menschen, die auf dem Bau beschäftigt sind, die in der Landwirtschaft schwer gearbeitet haben, die als LehrerInnen in Problembezirken täglich mit dem Rücken an der Wand gestanden haben, Polizisten und Rettungssanitäter, Feuerwehrleute, Lagerarbeiter, Brummifahrer ... viele dieser Menschen haben körperliche Probleme und freuen sich auf den Ruhestand. Viele beruflich belastete Menschen hören trotz verminderter Rentenzahlung auch schon früher auf.
Es gibt aber auch Menschen, die sich fit genug fühlen, um länger zu arbeiten und die gerne noch ein Jahr / ein paar Jahre dranhängen würden.
Wäre es nicht ein gangbarer Weg, die starren Altersgrenzen an die Wünsche der Menschen anzupassen?

um 19:12 von Margitt.

Nach 49 Jahren als Angestellter muss ich meine Rente auch versteuern, Ich zahle Kranken- und Pflegeversicherung, ebenso meine Ehefrau.
Arbeitgeberanteile zahlen die Arbeitgeber der Beamten heute auch.

Solange Poltiker, Beamte etc. das Sagen haben...

...wird sich nichts, aber rein garnichts an der Situation ändern.

---

Das war so, ist so und wird so bleiben.
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Oder glaubt hier irgendeiner, daß sich Politiker ernsthaft darum kümmern,
ob Menschen, die eben benachteiligt sind, von denen den es in der Rente gut gehen wird, irgendwelche Zugeständnisse erhalten.
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Also an dem Tag, wo all diese Ungerechtigkeit ein Ende hat,
kommt der Weihnachtsmann mit dem Osterhasen um die Ecke um uns alle glücklich zu beschenken.
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Also vergesst es am besten gleich wieder!

19:12 von Margitt.

Sie setzen sich hier wiederkehrend sehr für das Beamtensystem ein - kann es sein, dass Sie selbst von diesem System profitieren und nichts abgeben möchten?

Finde es sehr verheerend, dass die Menschen aus den unteren Einkommensgruppen eine im Durchschnitt fünf! Jahre kürzere Lebenserwartung haben! Ganz sicher ist davon auszugehen, dass permanenter Geldmangel bei vielen mit Stress verbunden ist und dies auch zu Krankheiten führt.

@Margitt Da bin ich ja froh

@Margitt Da bin ich ja froh das normale Rentenbezieher ihre Rente nicht versteuern müssen und auch keine Krankenversicherung abführen müssen. Der echte Unterschied ist das Rentenbezieher auch Beiträge bezahlt haben.

Den Artikel

hatte ich gelesen, schön das die Beamten dann immer denken, das die anderen Rentner keine Krankenversicherung und alle anderen Beiträge zahlen müssen.
Dem ist aber nicht so.
Bei Steuern hängt es von der Höhe der Rente ab, wer viel hat, muss auch Steuern zahlen, ich zum Beispiel nicht, weil ich nur eine kleine Rente habe.
Und der Unterschied von Arbeitsbedingungen und Lebensalter ist auch nicht neu, natürlich gibt es auch Ausnahmen, wo Arbeitnehmer in schweren Berufen Alt werden.

"Bei einem Verdienst von 31.872 Euro im Jahr muss eine Angestellte 45 Jahre bis 67 arbeiten, um eine gesetzliche Rente von 1058 Euro zu erhalten."

An der Stelle muss mal angesetzt werden, jeder sollte sich mal überlegen, wie er/sie mit dem Geld über den Monat kommt.
Da fallen mir gleich wieder die Kommentare der letzten Tage ein, und die Summen die nicht viel sind.

Früher aufhören..

würde unsereins als Pflegekraft gerne aber es geht wohl wieder nicht voran, weil unsere Lobby nicht viel erreichen wird.

Ob ich mein Rentendatum 1.9.29 ohne Abschläge erreichen werde ist noch unklar..zu sehr sind die körperlichen und seelischen Kräfte am Schwinden.

Steuern muss ich als Rentner wohl auch zahlen weil ich Mieteinnahmen habe ohne besonders reich zu sein..

schaffen aber keine Gerechtigkeit und damit auch keinen gesellschaftlichen Frieden. Der ist mit dem heutigen, mangels eines objektiven, transparenten Maßstabes zur Bewertung von Leistung - komplex-undurchsichtigen Rentensystem mit seinen „festgelegten“ starren Bezügen nicht zu schaffen. Nur mit einem transparenten Verrechnungssystem auf ad hoc-Basis.

„Die Studie zeige eines sehr deutlich:
"Gerade wer in körperlich oder psychisch herausfordernden Berufen arbeitet, schafft es nicht, noch länger zu arbeiten, und muss Abschläge in Kauf nehmen“

Im Klartext: Wer am härtesten arbeitet wird, wenn er deswegen nicht mehr kann bestraft.

„Da lässt sich die Schraube nicht noch fester anziehen"

Jedenfalls nicht, wenn man nicht das ganze System sprengen will.
Wobei die Frage ist, ob ein ungerechtes, immer dysfunktionaleres und auf Dauer nicht haltbares System überhaupt erhaltenswert ist. Oder ob es nicht besser durch eins abgelöst werden sollte, das nicht nach dem Schneeballprinzip funktioniert.

@19:36 von Kaneel 19:12 von Margitt.

//Sie setzen sich hier wiederkehrend sehr für das Beamtensystem ein - kann es sein, dass Sie selbst von diesem System profitieren und nichts abgeben möchten?//

Danke, dass Sie mir die Frage abgenommen haben. Ich hatte noch nach einer höflichen Fassung gesucht.

//Finde es sehr verheerend, dass die Menschen aus den unteren Einkommensgruppen eine im Durchschnitt fünf! Jahre kürzere Lebenserwartung haben! Ganz sicher ist davon auszugehen, dass permanenter Geldmangel bei vielen mit Stress verbunden ist und dies auch zu Krankheiten führt.//

Ja, Stress durch Geldmangel aber auch Stress (zum Teil auch nicht mehr bewusst wahrgenommen) durch Wohnen in Straßen mit erheblichem Verkehrslärm. Allein der Lärm kann krank machen. Von der Luft will ich gar nicht erst anfangen.

Statistik gegen Statistik

Clever vom VdK, hier mit einer Statistik in die Diskussion einzusteigen.

Ansonsten hört man von den wirtschaftsfreundlichen "Experten" immer nur allgemeine statistische Erhebungen zur Lebenserwartung aller Bürger, egal ob diese Rentenbeiträge zahlen oder nicht.

Das Ergebnis war zur Erwarten, andere Länder wie etwa Frankreich haben diese "Geheimnisse" ihren Bürgern schon viel früher "verraten" (aktuelles Eintrittsalter dort: 62!, bei fast gleichen Bezügen).

Lange haben interessierte Kreise den Deutschen die Arbeit als sinnstiftende Ersatzreligion verkauft. Etwas, worauf wir stolz sein können.
Das hat aber auch einen hohen Preis: Geburtenrückgang, hohe Folgekosten durch Krankheiten, Stress, etc. und allgemeines Korinthenkackertum am Arbeitsplatz.

Ich glaube, wir werden bei der Rente ganz schön über den Tisch gezogen.
Warum geht das in anderen Ländern, was uns angeblich ruinieren würde?
Heißt es sonst auch nicht immer: das sollte es uns wert sein?

Ein paar Fakten:

Beamte sind überwiegend Polizisten oder Lehrer. Lehrer und Kommissare sind Akademiker, die nach Studium und Referendariat erst mit ca. 26 ihr erstes volles Gehalt bekommen ... und aufgrund ihrer höheren Qualifikation zu Recht ein höheres Gehalt/Rente bekommen ... wie Ingenieure oder Architekten auch ...
Aber viele vergessen - wegen der ständigen Lohnsenkungen im öff. Dienst haben wir riesigen Lehrermangel!

Das Rentenproblem liegt woanders: Deutschland hat 2 Mio Millionäre und Milliardäre (viel mehr als Beamte !) - und keine Vermögenssteuer ...
Auf was sollen Lehrer und Polizisten verzichten, nur damit die Reichen noch reicher werden???

@19:12 von Margitt.

Ab ca 20.000 Euro Grundrente im Jahr ist bei Ehepaaren eine Steuer fällig! KV Beiträge für Rentner liegen auch bei 14,6% Die Durchschnittsrente eines Beamten liegt bei 3160 € Die eines Arbeiters bei 1212€ So manch Arbeiter wäre Froh diese Beamtenrente als Brutto zu verdienen!

@20:35 von AlterSimpel

//Ich glaube, wir werden bei der Rente ganz schön über den Tisch gezogen.//

Davon bin ich überzeugt.

//Ansonsten hört man von den wirtschaftsfreundlichen "Experten" immer nur allgemeine statistische Erhebungen zur Lebenserwartung aller Bürger, egal ob diese Rentenbeiträge zahlen oder nicht.//

Das hat etwas den Stellenwert von: "Deutsche werden immer reicher" oder zuletzt dann doch etwas korrekter: "Deutsche werden im Schnitt immer reicher."

ich war ein Gutverdiener

und meine Arbeit war körperlich nicht sonderlich belastend. Ich habe eine Rente, mit der ich mehr als auskomme, schon allein mit der gesetzlichen, aber da ich immer überdurchschnittlich verdient habe, konnte ich auch noch darüber hinaus vorsorgen. Mein Lebensabend wird das, was der Schwabe ein "gmähts Wiesle" nennt.
Und ich finde, unser Renten- und Sozialsystem ist schreiend ungerecht. Ich habe mich immer dafür geschämt, dass ich, obehalb der Beitragsbemessungsgrenzen, prozentual weniger in die Sozialversicherungen einbezahlt habe als jeder Geringverdiener. Das muss sich unbedingt ändern.
Ich wäre ausßerdem für eine "Maschinensteuer", d.h., Unternehmen, die Arbeitslätze durch Automatisierung abbauen, sollten soviel Arbeitgeberanteile an der Rentenversicherung weiterzahlen, wie sie auch ohne den Arbeitsplatzabbau bezahlt hätten.
Leisten könnten wir uns gute Renten ohne Probleme. Das "wir haben kein Geld"-Gejammere stimmt vorne und hinten nicht.

Es muß doch möglich sein

Wer 45 Jahre voll gearbeitet hat und seine Rentenbeiträge gezahlt ,der dürfte auch eine Rente erhalten von der er/sie auch im Alter leben kann. Ich habe da noch den Spruch von Norbert Blüm im Ohr: Die Rente ist sicher !

Am 16. August 2021 um 20:51 von schiebaer45

........Norbert Blüm im Ohr: Die Rente ist sicher !

Sicher ist die Rente ja auch. Ist nur die Frage, in welcher Höhe.

Klassenkampf der Lobbygruppen

Gibt´s auch noch relativ unabhängige Kenner dieser hochkomplexen Materie mit allseits respektierter Reputation? Da könnte schon im Rahmen einer " Schlichtung " eine akzeptable Zwischenlösung erreicht werden. Die Experten (!?) der jeweiligen Gruppen werden sich sowieso bis zum Sankt Nimmerleinstag in bestens dotierten Arbeitsgruppen immer weiter austauschen. Beamtenmikado halt.

Dabei ist das Rentenprinzip einfach toll und erhaltenswert über alles. Aber alles ist manchmal leider nicht genug.

20:50 von frosthorn

Ich wäre ausßerdem für eine "Maschinensteuer", d.h., Unternehmen, die Arbeitslätze durch Automatisierung abbauen, sollten soviel Arbeitgeberanteile an der Rentenversicherung weiterzahlen, wie sie auch ohne den Arbeitsplatzabbau bezahlt hätten.
#
Die "Maschienensteuer" ist eine alte Forderung der IG Metall. Leider bis heute nicht verwirklicht.

@19:36 von Kaneel

"Ganz sicher ist davon auszugehen, dass permanenter Geldmangel bei vielen mit Stress verbunden ist und dies auch zu Krankheiten führt."

Generell korreliert die Lebenserwartung positiv mit dem Bildungsgrad. Aber neben Stress und schwerer körperlicher Arbeit gibt es noch weitere Gründe für eine verringerte Lebenserwartung. Menschen mit niedrigem Bildungsgrad sind häufiger übergewichtig und rauchen häufiger.

@20:50 von frosthorn

//Und ich finde, unser Renten- und Sozialsystem ist schreiend ungerecht.//

Auch das erinnert mich an meinen Partner. Er war fast fassungslos, als ich ihm mal meine Gehaltsabrechnung gezeigt hatte. Auch über die Zuzahlungen für Brillen, Zähne, KG usw. konnte er nur den Kopf schütteln. Er musste zwar zunächst selbst seine Rechnungen begleichen, hat dann aber sehr viel (häufig alles) von seiner Kasse erstattet bekommen. Schwierig wurde das allerdings, als er bereits todkrank war.

@schiebaer45

"Ich habe da noch den Spruch von Norbert Blüm im Ohr: Die Rente ist sicher !"

Seine Rente war sicher..die von uns ü55-jährigen auch im gewissen Maß, die unserer Kinder noch nicht..

@20:51 von schiebaer45

//Wer 45 Jahre voll gearbeitet hat und seine Rentenbeiträge gezahlt ,der dürfte auch eine Rente erhalten von der er/sie auch im Alter leben kann.//

Heute werden "Löhne" (hat in diesem Zusammenhang ja nichts mehr mit der Bedeutung des Wortes Lohn zutun) gezahlt, von denen man nicht leben kann. Da kann es mit einer menschenwürdigen Rente auch nichts werden.

20:50 von frosthorn

Und ich finde, unser Renten- und Sozialsystem ist schreiend -ungerecht.
-------------

warum ungerecht ??
wenn ein Alleinstehender bei gleichem Gehalt ebenso hohe Krankenkassenbeiträge bezahlt
wie ne Familie mit 10 Kindern
also ich finde das recht sozial
und die Beiträge zur Rentenverssicherung
je mehr (und länger) man einzahlt desto mehr kriegt man mal raus raus
wer nem 40 h Arbeitsvertrag hat kriegt doch auch mehr als einer mit nem Halbtagesjob macht
und eine Beitragsbemessungsgrenze
wo sehen sie da ein Broblem
irgendwann sollte doch mal Schluß sein mit dem Bezahlen
wollen sie mit dem Einkommensnachweis zukünftig zum Aldi gehen je nach Gehalt zahlt man 1 odr5 Euro für´s Brot ....
es reicht doch vollkommen das der Steuersatz von der Höhe des Verdienstes abhängt
und bis zum Höchststeuersatz steigt

Wird dem Volk jetzt schnell,

Wird dem Volk jetzt schnell, um von dem Pleitethema Afghanistan abzulenken, das immer dankbare Rententhema, dem Volk wie ein Knochen, um den es sich immer gleich balgt, hingeworfen? Wie immer versuchen einige vernünftige Zeitgenossen, wie Forumteilnehmer/in Margitt die Sache mit den Beamten deren Bezüge, Pensionen und deren Zahlungsverpflichtungen zu erklären, und wie immer wollen einige Mitbürger in das Thema verbeißen. Aber statt den Themensetzern den Gefallen tun Beamtenbashing zu betreiben,müssen die wirklichen Lösungsmöglichkeiten des Rententhemas diskutiert werden.
Wenn hier wirklich unsere Rentenkassen so leer sind, dann muss der Staat aus seinen Steuereinnahmen erst einmal die Rentenkassen mit füllen. Solange er Milliarden in EU und Visegad-Staaten stecken kann, so dass z.B. Polen mittlerweile seinen (Früh)Rentnern 14 Monatsrenten zahlen kann, solange kann und muss er erst seine eigenen Rentnern helfen. Und es kann und darf nicht sein, dass hier Rentner teils am Hungertuch nage

21:12 von Sisyphos3

//es reicht doch vollkommen das der Steuersatz von der Höhe des Verdienstes abhängt
und bis zum Höchststeuersatz steigt//

Und wozu die Beitragsbemessungsgrenze bei der Sozialversicherung?

@werdaswissenwill, 20:44

"...Ab ca 20.000 Euro Grundrente im Jahr ist bei Ehepaaren eine Steuer fällig! KV Beiträge für Rentner liegen auch bei 14,6% Die Durchschnittsrente eines Beamten liegt bei 3160 € Die eines Arbeiters bei 1212€..."

Zum Thema "Durchschnitt" :

Wenn Jeff Bezos und Bill Gates mit 10.000 Leuten in einem Stadion sind, was glauben Sie wie hoch das Durchschnittsvermögen ist ? ;).

14,4 % von 1212 = ca. 170€

Frau und evtl. Kinder ( in dem Alter eher selten ) sind da schon mitversichert.

Bei 3160 zahlt ein Beamter ca. 1.000€ für die PKV für sich und seine Frau ( Kinder noch extra ). Sind ca. 30%.

Ach ja, wenn Lokführer Beamte wären, dann gäbe es keine Streiks bei denen.

Die weiteren Kosten für die Gesellschaft hat "Margit" hier schon dargelegt.

Bei Beamten / Pensionären zahlt der Staat übrigens nur für die Gesundheitsversorgung, wenn die auch benötigt wird. Ist viel günstiger, als wenn er auch den Arbeitgeberanteil dauerhaft zahlen müsste.

@Margitt:

Hinzu kommt noch, daß der Beamte vor Versteuerung seines Gehaltes einen Teil abgezogen bekommt und in die Pensionskasse einzahlt (ein gleicher Teil wurde schon vom Alten Fritz dazugetan, also fifty/fifty; die Regelung besteht bis heute!); daher versteuert der Pensionär auch seine Pension (weil aus Unversteuertem eingezahlt). Der Staat spart heute den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, denn über Beihilfe erstattet er nur tatsächlich entstandene Krankenkosten bis zu Höchstgrenzen und läßt ebenfalls Pauschalbeträge einziehen für Medikamentenanteil, auch wenn gar keine Medikamente genommen werden, er beteiligt sich aber an den Krankenversicherungen, bei denen Familienmitglieder nicht kostenfrei mitversichert sind, nicht. - Alles in allem spart der Staat bei der heutigen Regelung ganz enorm. -

20:44 von Werdaswissenwill

Die Durchschnittsrente eines Beamten liegt bei 3160 € Die eines Arbeiters bei 1212€ So manch Arbeiter wäre Froh diese Beamtenrente als Brutto zu verdienen!
-------

warum denn solche irrelevanten Vergleiche
Was hat ein "Beamter" für ne Ausbildung, was für ein Studium
was hat ein "Arbeiter" für ne Ausbildung ... manche sogar gar keine
wollen sie jetzt nen Möbelpacker mit nem Hochschullehrer vergleichen
um das mal etwas extrem zu vergleichen

@21:05 von 91541matthias @schiebaer45

//Seine Rente war sicher..die von uns ü55-jährigen auch im gewissen Maß, die unserer Kinder noch nicht.//

Dieses "noch nicht" klingt, als hätten Sie Hoffnung, dass die Rente Ihrer Kinder noch sicher werden könnte. Ich hoffe das für Ihre Kinder, glauben kann ich es nicht.

Man könnte die Rentenhöhe ja

Man könnte die Rentenhöhe ja auch nach dem Verursacherprinzip berechnen.
Wer aufgrund besserer Ausbildung und weniger körperlich anstrengender Arbeit länger lebt und dadurch höhere Kosten für die Rentenversicherung verursacht, muß dann eben mehr einzahlen.
Die Beseitigung der Beitragsbemessungsgrenze, auch in den anderen Sozialversicherungen, sollte dabei ebenso selbstverständlich sein, wie die Versicherungspflicht für jedermann und eine Mindest - bzw Höchstrente.
Wer genug Geld hat, kann sich darüberhinaus noch zusätzlich privat versichern.

21:36 von Sisyphos3

20:44 von Werdaswissenwill
"Die Durchschnittsrente eines Beamten liegt bei 3160 € Die eines Arbeiters bei 1212€ So manch Arbeiter wäre Froh diese Beamtenrente als Brutto zu verdienen!"
-------

warum denn solche irrelevanten Vergleiche
Was hat ein "Beamter" für ne Ausbildung, was für ein Studium
was hat ein "Arbeiter" für ne Ausbildung ... manche sogar gar keine
wollen sie jetzt nen Möbelpacker mit nem Hochschullehrer vergleichen
um das mal etwas extrem zu vergleichen//

Ich lasse mal dahingestellt, ob bei einer Rente der Abstand wirklich so groß sein muss. Es geht auch nicht um "alle sollen das gleiche bekommen". Es geht darum, dass man auch mit der Rente noch seine Miete zahlen UND am Leben teilhaben kann.
Auch ein Möbelpacker schuftet für die Gesellschaft und hat somit Anspruch auf einen angemessenen Lohn und eine entsprechende Rente.
Und noch einmal: Wenn alle imstande wären, zu studieren, wer macht dann für Sie, für mich, für uns alle, die Drecksarbeit?

@00:15 von nie wieder spd

//Die Beseitigung der Beitragsbemessungsgrenze, auch in den anderen Sozialversicherungen, sollte dabei ebenso selbstverständlich sein, wie die Versicherungspflicht für jedermann und eine Mindest - bzw Höchstrente.
Wer genug Geld hat, kann sich darüberhinaus noch zusätzlich privat versichern.//

Einverstanden.

//Man könnte die Rentenhöhe ja auch nach dem Verursacherprinzip berechnen.
Wer aufgrund besserer Ausbildung und weniger körperlich anstrengender Arbeit länger lebt und dadurch höhere Kosten für die Rentenversicherung verursacht, muß dann eben mehr einzahlen.//

Das wäre unsolidarisch. Auch der, mit der weniger anstrengenden Arbeit kann früh sterben. Verursacherprinzip zieht viele hässliche Dinge nach sich.
Dann geht das los mit "wie gesund hat der gelebt" usw.
Und wer will das kontrollieren? Chinesische Verhältnisse?
Es würde reichen, die weniger Privilegierten anständig zu behandeln und zu entlohnen.

Da ist er wieder, der Neid auf die Lehrer...

Da ist er wieder, der Neid auf die Lehrkräfte.

Gymnasium, Abitur, im Schnitt 6 Jahre Studium für 3 Fächer mit Staatsexamen, 2 Jahre Referendariat mit Staatsexamen, bis man überhaupt erst einmal anfangen darf. Verbeamtung auf Lebenszeit nach ca. 1,5 Jahren im Schnitt, WENN man direkt eine Planstelle angeboten bekommt. Ansonsten können noch Jahre mit Halbjahres- oder Jahresverträgen als Angestellter kommen.

Und nach 8 Jahren Ausbildung, neidet man immer noch das Gehalt, das im Vergleich zu ähnlich lang ausgebildeten Berufen wie Ärzten, Juristen oder Ingenieuren teilweise deutlich geringer ist und deshalb durch die Pensionen ausgeglichen wird.

Wenn das Lehrerdasein wirklich so leicht ist, hätte man es ja selbst studieren können. Aber dann nicht erstaunt sein, wenn die Arbeit nicht nur von 8 - 13 Uhr geht, man auch am Wochenende an der Arbeit sitzt und die Ferien eben nicht frei sind...

@ um 00:41 von Anna-Elisabeth

„Dann geht das los mit "wie gesund hat der gelebt" usw.“
Damit haben Sie recht. Dann wäre es noch schlimmer als jetzt schon. Das habe ich nicht weit genug gedacht. Ich war etwas abgelenkt durch meine Arbeit. :)
Wichtig wäre aber, dass die Mindestrente ein rundum auskömmliches Leben ermöglicht, und, damit es nicht zu teuer wird, darf die Höchstrente das Doppelte der Mindestrente nicht übersteigen.
Und das alles ganz ohne Berücksichtigung der Höhe der eingezahlten Beiträge. Denn es gilt das Solidaritätsprinzip.
Die, die eh mehr als Durchschnittlich verdient haben, können alle eventuellen Ansprüche, die sie möglicherweise als Rentner haben werden und die über ihre Höchstrente hinausgehen, schon vorher durch sparen von ihrem guten Gehalt finanzieren oder eben mit einer privaten Zusatzversicherung.

@00:42 von Joke-er

//Da ist er wieder, der Neid auf die Lehrkräfte.//

Wo denn? Es geht doch nur darum, ob das System gerecht ist. Ist das schon wieder zuviel? Und seit wann sind ausschließlich Lehrer Beamte?

Sie können von mir aus gern das doppelte verdienen, solange auch die unteren Einkommensgruppen von ihrem verdienten(!) Geld leben können.

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