Flutkatastrophe: Bundesamt war von Ausmaß offenbar überrascht

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Aber für die Zukunft könnte doch einiges getan werden: Keine Flußbegradigungen mehr, daß erhöht die Fließgeschwindigkeit, kann auch nebenbei ökologische Schäden bringen. Ein Vorwarnsystem, mehr Sirenen, vielleicht mal wieder auf dem Stand des Jahres 1995.
Das verhindert natürlich keine extremen Wetterlagen. Den Klimawandel eindämmen kann man nur die Begrenzung des CO2-Ausstosses. Kohle bis ins Jahr 2038, Straßengüterverkehr erhöhen, mehr Autobahnbau und das Abholzen von Wäldern sind einige Dinde, die dem widersprechen.

ich eine Einschätzung als Privatperson immer schwierig, das Ämter bei uns überrascht oder überfordert sind, überrascht aber in Deutschland wohl niemand.
Hab heute schon einige interessante Artikel zur Flut gelesen, möchte mal in Köpfe schauen können, was die Naturkatastrophen Opfer der letzten 30 Jahre dazu denken.

(... der es verdient hätte?)

Die Warnungen des Eurpäischen "EFAS" (European Flood Awareness System) werden hier mal wieder unterschlagen. Dabei hatte das bereits ab Sonntag dem 10.7. wiederholt sehr genaue Warnungen nach Deutschland geschickt. Später explizit wegen Hochwasser an Ahr und Erft. Selbst die Höhe stimmte.

Es gibt dazu übrigens auch einen Artikel der TS:
tagesschau.de/ausland/europa/hochwasser-flutbehoerde-europa-101.html

Ist hier wirklich von der Bundesrepublik die Rede?

"BBK-Chef Schuster hatte seinerzeit bereits eingeräumt, er könne nicht behaupten, dass alles optimal gelaufen sei. Auch sehen viele Abgeordnete das Problem weniger beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz, sondern in den mangelhaften Strukturen für eine effektivere Koordinierung zwischen Bund, Ländern und Landkreisen. Reformbemühungen für eine stärkere Koordinierung würden seit Jahren auch durch die Länder blockiert."

Ich verfolge alle BPK und bin sprachlos wie Sprecher der Bundesregierung und den Ministerien sich komplett von jeglichen Aufgaben der Länder abgrenzen. Es gibt Null Bereitschaft Fragen komplett zu beantworten und bei allem was schief geht sind die Länder Schuld.

Der Katastrophenschutz wie auch die Pandemievorsorge sind über Jahrzehnte auf mikroskopische Krümel zusammengespart worden und jetzt reiben sich alle die Augen, weil selbst grundsätzlichste Vorsorge nirgendwo mehr klappt.

So, so, das Bundesamt war überrascht! Mich überrascht eher, daß seit der Flurbereinigung, die uns die senkrecht verlaufenden Rebfelder beschert hat, nicht schon mehr solcher Schadfluten aufgetreten sind. Richtig, der Mensch ist letztendlich Mitverursacher, aber nicht durch CO²-Ausstoß, sondern durch maßlose Landwirtschaft und Besiedlung!

Ich verfolge alle BPK und bin sprachlos wie Sprecher der Bundesregierung und den Ministerien sich komplett von jeglichen Aufgaben der Länder abgrenzen. Es gibt Null Bereitschaft Fragen komplett zu beantworten und bei allem was schief geht sind die Länder Schuld.
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Es ist aber bei uns nunmal so, dass die Kompetenzen aufgeteilt sind. Es wäre, um in diesem Fall zu bleiben, doch unsinnig, wenn aus dem fernen Berlin bestimmt werden soll, welche Notfallpläne an der Ahr, oder sonstwo in hunderte Kilometer Entfernung sinnvoll und angebracht sind. Deshalb sind die Strukturen doch so, wie sie sind. Dafür haben wir die Landräte und (übergeordnet) die einzelnen Landesmisisterien, die einen Haufen Geld kosten und nicht bereit sind, einen Teil ihrer Kompetenzen abzugeben. Diese unbefriedigende Situation besteht aber in allen Ländern, egal, wie die Regierungen, quer durch die Parteienlandschaft besetzt sind. Das der BR anzukreiden, ist zu kurz gedacht.

statt das Klima zu schützen, sollte man lieber den Menschen vor den Auswirkungen des vielleicht menschengemachten, aber auf jeden Fall unabwendbaren Klimawandel schützen. Obwohl das Klima in dem Falle nicht einmal ursächlich schuld ist, oder ist der viel beschworene Klimawandel schuld an Flussbegradigungen, betonierten Bachläufen, verschwundenen Auen, verdichteten Böden, Bebauung am Flussufer, veralteter Kanalisation, und dass immer mehr Menschen immer mehr Lebensraum beanspruchen ... ?
Gegen den Klimawandel kann man nichts tun, was man bisher angeblich dagegen tut, ist dem Bürger zusätzliches Geld aus der Tasche zu ziehen, aber man kann einiges tun, um mit den angeblichen Folgen des Klimawandels zu leben.

Seit Mitte der 1980er Jahre wird an allen Ecken zusammengestrichen und kaputtgespart auf Teufel komm raus und dann sind selbst Behörden überrascht dass nichts mehr funktioniert.
Das hat bei der Bundesbahn geklappt und bei sämtlichen Pandemievorsorgen und nun natürlich auch noch beim Katastrophenschutz.
Es sind die Politiker die seit Jahrzehnten versagen und der Bevölkerung die Fürsorge verweigern und nun so tun, als wären sie überrascht.
Gott sei Dank gibt es den Klimawandel. Darauf können selbst die Politiker alle Naturkatastrophen schieben, die bis zum heutigen Tage durch pure Ignoranz der Klimaprobleme geglänzt haben.
So wie Herr Laschet und viele andere Politiker der rechten Fraktionen. Aber auch gerade auch von SPD und FDP.
„Da kann man gar nichts machen“ heißt es dann. Und das ist genau, was sie in Sachen Klimawandel und Umweltschutz gemacht haben: Nichts
Mit „Konservativ“ hat das überhaupt nichts zu tun. Alles Konservierungswerte haben solche Politiker und ihre Vorgänger zerstö

"
Am 13. August 2021 um 16:16 von kinglouis
Klimawandel

statt das Klima zu schützen, sollte man lieber den Menschen vor den Auswirkungen des vielleicht menschengemachten, aber auf jeden Fall unabwendbaren Klimawandel schützen. Obwohl das Klima in dem Falle nicht einmal ursächlich schuld ist, oder ist der viel beschworene Klimawandel schuld an Flussbegradigungen,[...] ... ?
Gegen den Klimawandel kann man nichts tun, was man bisher angeblich dagegen tut, ist dem Bürger zusätzliches Geld aus der Tasche zu ziehen, aber man kann einiges tun, um mit den angeblichen Folgen des Klimawandels zu leben."

Ja genau, kann man; nichts tun gegen den Klimawandel, den Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen für Maßnahmen, die deutlich teurer sind und nicht nötig wären, wenn etwas gegen den Klimawandel getan würde, und 100 Jahre warten, bis es auf der Erde so heiß ist, daß hier kein Mensch mehr leben kann. Dann ist auch niemand mehr da, dem man das Geld aus der Tasche ziehen könnte. Problem erledigt.

Wer sich mal die personelle und materielle Lage der zuständigen Stellen des Katastrophenschutzes auf Länderebene, Kreisebene, oder Gemeindeebene anschaut, muss feststellen, dass hier keine Grundlage bestand um einen wirkungsvollen Katastrophenschutz einleiten zu können.

Da hätte es auch nicht weiter geholfen, wenn das Bundesamt für Katastrophenschutz die Lage richtig eingeschätzt hätte.
Denn es gab nur eine richtige Lösung:
Evakuierung
Aber diese Lösung wäre nur in Frage gekommen, wenn sich die Beamten des Bundesamt für Katastrophenschutzes in das Katastrophengebiet begeben hätten, und festgestellt hätten, dass jetzt schnell zu evakuieren ist.

Und dann ?

Wo war der Plan dazu ?

Wir haben ja, im Unterschied zu unserem föderalen System, ein zentrales System direkt nebenan, in Frankreich. Hier hat sich insbesondere bei doch sehr regionalen unterschiedlich wirkenden Ereignissen wie einer Pandemie gezeigt, dass die Gießkanne aus Paris, die alle Departments gleich behandelt, auch oft nicht richtig wirkt. Und war die Katastrophe wirklich länderübgreifend? Es waren effektiv doch regional sehr begrenzte Ereignisse, vor allem entlang Erft und Ahr, es gab überall ein genügend großes direktes unbetroffenes Umland, um Hilfe bereit zu stellen. Das Problem war vielmehr, dass die lokale Infrastruktur so zerstört war, dass Hilfe länger brauchte, bis sie eintraf. Wir kennen in Deutschland einfach nichts anderes, als dass der Rettungswagen und die Feuerwehr in weniger als 15 Minuten da ist - wenn es bei einer Zerstörung der lokalen Infrastruktur mal zwei Tage dauert, sind alle schockiert. Das kann man aber nicht wirklich vermeiden.

Natürlich ist solch ein Ausmaß vielleicht nicht in seiner Entstehung direkt deutlich zu erkennen- hinterher wussten wir natürlich alle, daß das klar war, wie üblich. Dennoch muß ich aus einer mehr Metaebene doch hinterfragen, wie Ämter politisch so wie beamtenrechtlich an ihrer Spitze besetzt werden. Ich meine, wir wissen ja auch alle, daß der Fisch vom Kopf her stinkt. Schaue ich mir mal so die verantwortlichen Ministerien an, weiß ich nicht welche Qualifikation diese Leute zum Kopf hat werden lassen: Verteidigungs-,Verkehr-, Gesundheits-, Landwitschafts-, Finanz-, Innenministerium, etc., etc., ich könnte fast alle aufzählen. Diese Leute besetzen dann die Spitzenverwaltungspositionen mit Parteigenossen. Erkläre mir jemand, wie da eine Qualitätssicherung stattfinden kann. Jetzt wird wie immer eingewendet, die könnten das trotzdem gut machen. Ja schon, aber wer von denen tut das denn? Alle sind von Merkel bis heute begeistert. Ich habe sie immer an Leistungen gemessen, deshalb ich nie!

Also vorausschauend zu handeln, indem man sich bei Entscheidungen ausschließlich an von allgemein als kompetent anerkannter Stelle vorgetragenen Sachargumenten (nicht finanziellen!) orientiert, damit bei in Zukunft nach den übereinstimmenden Prognosen von internationaler Klimaforschung und Naturwissenschaft aller Wahrscheinlichkeit nach zu erwartenden häufiger und heftiger auftretenden Wetterextremen möglichst wenig Schäden auftreten, die es hinterher zu bewältigen gilt.
Dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz vom Ausmaß der Flutkatastrophe offenbar überrascht worden ist deutet jedenfalls nicht darauf hin dass man dort, was den für vorausschauendes Handeln nötigen und für jeden Politiker, der seine allen Bürgern gegenüber übernommene Verantwortung ernst nimmt elementar wichtigen aktuellen Kenntnisstand zu allen Informationen über Schadensprävention bei der infrastrukturellen Gestaltung von Lebensraum im Allgemeinen und der Gefahrenabwehr im Besonderen angeht ausreichend gerüstet war.

Es ist zu befürchten das wieder nichts geschieht. Keiner trifft Verantwortung, Bund prinzipiell schon gar nicht schliesslich ist es Ländersache , Länder überhaupt nicht entsprechende Budgets waren nicht vorhanden, Gemeinden tragen hier prinzipiell keine Verantwortung.
Ich habe in Ahrweiler direkt im Zentrum gewohnt, Anfang 60 er Jahren, es gab kaum Bebauung direkt an der Ahr, auch nicht in der weiteren Umgebung. Auch die Auswirkung von Begradigung an der Ahr, als auch die Regenwasserbeseitigung in den Weinbergen war insbesondere den Weinbauern und damit die Gemeinden bekannt. Im übrigen hat es damals am Oberrhein im Badischen eine breitangelegte Begradigung über hunderte von Kilometern gegeben. Die Folgen waren schon damals schrecklich,. Die Wassergeschwindigkeit vom Rhein nahm erschreckend zu, insbesondere Köln hatte unter Hochwasser zu leiden, aber auch viele andere Städte auch in Rheinland-Pfalz und sogar die Holländer. Es muss alles bekannt gewesen sein und dokumentiert.

Allein, dass wir hier alle, permanent im Internet sind und kommunizieren, verbraucht sehr viel Energie und produziert viel CO2.

Also raus aus dem Internet - keine Laptops, keine Smartphones, keine Tablets, vor allem keine Server.

Auch E-Autos, E-Busse, E-LKW, E-Fahrräder, E-Mountainbikes, E-Roller sind keine Alternative.

Sonst müssen wir in alle Wälder, die eigentlich zuschützen sind, Windräder bauen und massenhaft Äcker und Wiesen mit Fotovoltaik zupflastern.

Die Alternative ist: Energie e i n s p a r en und nicht jedes Jahr mehr Energie verbrauchen.

Machen wir dies? Ich glaube, wir machen es alle nicht.

Für die deutsche Politik gab es Warnungen vom europäischen Frühwarnsystem EFAS schon Tage vor der ersten Überschwemmung!
Hier gingen Meldungen an die Landesämter für Umwelt in Bayern, Hessen und Sachsen, sowie an das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastropenhilfe in Bonn.
Diese wurden ab dem 10. Juli von der EFAS mehrmals aktualisiert, insgesamt wurden nach EU-Angaben bis zum 14. Juli 2021 mehr als 25 Warnungen für bestimmte Regionen des Einzugsgebiets von Rhein und Maas
versendet! Auch in NRW wurde in einem Lagebericht vom 13. Juli - ein Tag vor den Überflutungen - ein "50-Jähriges Hochwasser" nicht mehr ausgeschlossen.
Das nichts passiert ist, auch keine Warnung über unser Warnsystem (das bekanntlich beim letzten Test am 20.09.2020 versagt hatte), muss einem schon zu denken geben.
Das Sirenen nicht absaufen können, wusste man aber schon vor 100 Jahren.

Zustandes eines verschlankten Staates und seines Verwaltungswesens, sprich: Magersucht und damit im Einzelnen überlastet und krank. - Einen Staat in solchen Zustand zu bringen, um auf Gedeih und Verderb eine Schwarze Null zu erreichen, ist das, was schon meine Großmutter (und sie konnte und mußte rechnen) ein Sparen am falschen Ende hieß. - 180 Mitmenschen bezahlten es mit dem Tod, ihre Familienmitglieder mit ihrem Fehlen und tausende mit dem Verlust ihres Hab und Gutes. - Ich las, daß schon seit Jahren Pläne und Vorschläge vorlagen, um Vorsorge zu treffen; sie lagen in Schubladen. Und daß nach tagelangem Starkregen trotz Wetterwarnung immer noch von "normalen" Überschwemmungen ausgegangen wurde, ist einfach grob fahrlässig gewesen. -

das scheint das Motto der CDU/SPD geführten Regierungen in allen Jahren gewesen zu sein. Eine kaputte Mini-Armee, eine kaputte Bundespolizei, kaputtgesparte Justiz und jetzt offenbart sich: ein weiteres Bundesamt als hilflos und überfordert. Die schwarze Null offenbart sich als schwarzes Mantra für unser Land. Natürlich ist man "überrascht", wenn man schlecht besetzt ist und auf alle Warnungen, insbesondere aus England, nicht hören will oder kann. Keine funktionierenden Sirenen, keine vernünftige Warnkette usw. Das war alles schon seit letzem Jahr nach dem großen " Warntag" bekannt. Geschehen ist nichts. Egal, wo man hinschaut: keine Filter in den Schulen, kein Personal, überall in Deutschland: Null-Linie. "Danke" vielmals für nichts. Tolle "Eliten" in Bund und Ländern

Ob E-Fahrzeuge nun eine Alternative sind, ist beim Verbrauch entsprechender Rohstoffe wie seltene Erden, Kobalt etc. die Frage.
Ein Unding ist aber noch Ortschaften für die Kohle zu räumen und Autobahnen erweitern. Und nichts gegen den anwachsenden Straßengüterverkehr zu tun. Seit 1995 21 Prozent mehr CO2 von 39,3 Millionen Tonnen CO2 auf 47,4 Millionen Tonnen.

Überraschte Politiker sind nur der Beweis, dass diese komplett entkoppelt von der Bevölkerung davinvegitieren. Wenigstens die Bundestagsabgeordneten der Region müssten doch Bescheid wissen.

Die Alternative ist: Energie e i n s p a r en und nicht jedes Jahr mehr Energie verbrauchen.
Machen wir dies? Ich glaube, wir machen es alle nicht.

seit 1990 sank unser CO2 Ausstoß um 30 %

weltweit hat er dich dagegen mehr als verdoppelt
(China/Indien vervierfacht)

was meinen sie wo liegt das Problem sollten wir uns freuen
das wir nur um 30 % senkten statt um 100 %
oder dass China Indien nicht ihren Verbrauch verzehnfachten ?

JEDER war von dem Ausmaß überrascht.
Und daran ist auch nicht allein der Klimawandel schuld, sondern mehrere Sünden der Vergangenheit, die hier zusammengespielt haben: Klimawandel, Flussbegradigung, Bodenversiegelung und Abholzung. Und da der Untergrund an der Ahr Schiefer ist, mit dem man u.a. auch Häuser deckt, ist da nicht viel mit Versickern, und das Wasser landet sofort im Tal.

„und dass immer mehr Menschen immer MEHR LEBENSRAUM beanspruchen“

Das ist m.M.n. der entscheidende Punkt. In einem Artikel hatte ich gelesen, dass sich seit den 90er Jahren der WOHNRAUM verdoppelt hat. Also Wohnzimmer von 25 auf 50 qm, Kinderzimmer von 10 auf 20 qm etc. Die Erde wird nicht größer, weil wir den Hals nicht voll genung bekommen, auch nicht D. alleine. Bleibt zu wünschen, dass zukünftige Generationen so vernünftig sind, diesen Größenwahn zu beenden, deswegen lebt man noch lange nicht im Hasenstall.
Betrifft auch das Thema Auto: muss immer noch größer als das vorherige (oder vom Nachbarn) sein. Dazu noch mehr und breitere Straßen und Parkplätze. Diese Angeberei fällt uns bald auf die Füße.

Der Anstieg der CO2 Konzentration um 100 vppm in der Atmosphäre seit der Industrialisierung entspricht nach GG gerechnet etwa 1 Billion Tonnen. Wenn nicht mehr weil Senken nicht eingerechnet. Wirken tut das CO2 in der Summe und nicht der Jahresausstoß. Was meinen Sie, mit welchem Anteil ist China und Indien am Gesamtwert beteiligt?

.. hat auch schon um 17:00 Uhr des Starkregentages begriffen, wieviel Wasser da kommen wird: Die Bürgermeisterin von Altenahr zeigt das im Interview. Und selbst, als sie diese Infos an den Krisenstab weitergibt, scheinen diese Menschen sich zu weigern, nachzurechnen! Scheinbar sind unsere Entscheidungsträger nicht in der Lage, mit Zahlen, Daten und Fakten professionell umzugehen!

...dazu gehört vor Allem, dass die Politik nicht vor den großen Unternehmen einknickt: Die fehlende Verpflichtung der Mobilfunkbetreiber zur Notstrom-Versorgung, um wenigstens den Notruf sicherzustellen, zeigt dies sehr deutlich! Ohne Strom kein Mobilfunk - und somit keine Vorwarn-Möglichkeit für die Bürger!

"Dennoch muß ich aus einer mehr Metaebene doch hinterfragen, wie Ämter politisch so wie beamtenrechtlich an ihrer Spitze besetzt werden. (...) Schaue ich mir mal so die verantwortlichen Ministerien an, weiß ich nicht welche Qualifikation diese Leute zum Kopf hat werden lassen: Verteidigungs-,Verkehr-, Gesundheits-, Landwitschafts-, Finanz-, Innenministerium".
Dies ist, glaube ich, das erstmal, dass ich ein Posting nur zwecks Zustimmung absetze. Jura studieren, Religion studieren, und dann reine Parteikarriere.
Ich stamme beruflich vorwiegend aus der Bauindustrie. Dort gibt es den Begriff der Projektorganisation: binnen ein paar Tagen, und sei es im Urwald, eine handlungsfähige Bauleitung aufbauen, im Extremfall angefangen einem Zelt und einem Funkgerät, und in zwei Jahren einen Staudamm oder Flughafen abgeliefert. Aber das waren Fachleute, und zwar mit Erfahrung in Aufbau und Kontrolle eines Projektes. Für unsere Karrierepolitiker ist "Ablauforganisation" doch ein Fremdwort.

@ 15:54 von marvin
Danke für den Tipp !
tagesschau.de/ausland/europa/hochwasser-flutbehoerde-europa-101.html
Darin:

ab 10.Juli Efas-Warnungen .. über hohe Überschwemmungsrisiko .. an das BBK
Efas = Europäische Flutwarnsystem , gegründet wegen Überschwemmungen an Elbe und Donau 2002 ..

Die britische Forscherin Hannah Cloke bezeichnete im Interview mit der "Sunday Times" ein "monumentales Systemversagen" und ist überrascht, dass (beim Hochwasser in D 2021) so viele Menschen umkamen, obwohl alle wussten, was kommt und genügend Zeit war, um Menschen in Sicherheit zu bringen.
… und
Um bei Hochwasser angemessen zu reagieren braucht es eine Ereigniskette, die gut ineinandergreift.

.. der lange harte Weg zur Einsicht …

Das Bundesamt war überrascht, der Landrat war überrascht, alle Politiker haben sich einfach nicht vorstellen können was 'Klimawandel' eigentlich bedeutet.
Nun, die werden auch von den Wahlen im September und auch von Weihnachten überrascht.
Ich versuche eine Gegebenheit zu finden in der Behörden und Politik wirklich Agiert haben und nicht immer nur mit vielen Entschuldigungen Reagiert.

Der Stromverbrauch in Deutschland liegt im 1.Halbjahr 2021 etwa 4,7 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Bis 2030 steigt der Stromverbrauch geschätzt um etwa 20%.

Der weltweite IT- und Kommunikationssektor verbraucht etwa doppelt soviel Strom wie der weltweite Flugverkehr. Deutlich steigende Tendenz.

Wegen sonnenarmer und windarmer Wetterlagen sank im 1.Quartal 2021 die Erzeugung von erneuerbaren Strom in Deutschland deutlich. Kohle war wieder der stärkste Energieträger. Die Stromimporte stiegen um ca. 18%, Importe aus der Tschechischen Republik stiegen um 220%.

Ich glaube daher nicht, dass bei uns alles im Trockenen ist.

Was ja nicht unbedingt heißen muss dass der IT Sektor doppelt so viel CO2 ausstößt wie der Flugverkehr. Und bei IT obendrein Einsparpotentiale schneller wirken während Elektrojets oder "grünes Kerosin" vorerst Dauermieter im Elfenbeinturm bleiben.

"Der weltweite IT- und Kommunikationssektor verbraucht etwa doppelt soviel Strom wie der weltweite Flugverkehr. Deutlich steigende Tendenz."
???
Dafür verbraucht "der weltweite IT- und Kommunikationssektor" kein Kerosin!

@Marmolada, Flugzeuge fliegen immer noch mit Kerosin, nicht mit Strom!

Die Flugtriebwerke wurden immer effizienter. Seit den 60er-Jahren wurde der Treibstoffverbrauch halbiert, somit auch der Kohlendioxid-Ausstoß.
1990 verbrauchte die deutsche Flotte pro Passagier und 100 km durchschnittlich 6,30l. 2019 noch 3,56l.
Quelle: Klimaschutz-Portal

„statt das Klima zu schützen, sollte man lieber ..“
Nicht „statt“ sondern „sowohl als auch“ :

Wir brauchen

sowohl Klima-,
als auch Katastrophenschutz !

Am besten mMn überregional, international stärker vernetzt und
mit internationalen Großübungen.

der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien sank im letzten Jahr auf 40 %

also China mit ca. 25 % Indien vielleicht 8 % und wir mit 1,8 %
wobei unser anteil sinkt der in Indien und China steigt

@Eislöwe, die Regierung, die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Justiz sind keine Bundesämter.
Zuständig für den Katastrophenschutz ist nicht der Bund, auch kein weiteres Bundesamt, sondern vorrangig die Länder und Kommunen.

Ihr Sammelsurium von der schwarzen Null über die Filter in den Schulen bis zu den "Eliten" in Bund und Ländern hilft kein Jota weiter.

Die Bevölkerung wächst, die Besiedelung wird immer riskanter und berücksichtigt die zunehmenden Extremwetter nicht. Katastrophenschutz beginnt bei der Infrastruktur und der Bebauung. Eine Versicherung kann nur materielle Schäden ersetzen. Die Sicherheit kann sie nicht gewährleisten oder herstellen. Da müssen insbesondere die Menschen vor Ort selbst vorbeugen.
Deichen oder Weichen, das wissen die Niederländer seit Generationen und betreiben erfolgreich Küstenschutz.
Es ist noch mehr erforderlich, nicht weniger.
Das Klima lässt sich von Deutschland aus kaum beeinflussen. Wir müssen die Änderungen annehmen und berücksichtigen!

Auch E-Autos, E-Busse, E-LKW, E-Fahrräder, E-Mountainbikes, E-Roller sind keine Alternative.

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vor allem nicht wenn man deren Strom aus Öl und Kohle macht

Nein, effektiv geht "sowohl als auch" nicht mehr gleichermaßen; jetzt gilt es vorrangig den Schutz der Bevölkerung vor Extremwetterlagen voranzutreiben und zu finanzieren. Die Auswirkungen des Klimawandels sind Fakt. U.a. Deutschland muss sich jetzt darauf einzustellen und die Anpassung an die Veränderungen unverzüglich vorantreiben.

Die Ressourcen (Mittel) sind nicht unendlich vorhanden.
Wieviel Millarden € noch. Alleine für die EEG-Umlage zahlen deutsche Stromverbraucher 20 Mrd.€ jährlich. Höchste und ständig steigende Strompreise. Mit der uferlosen PV-Förderung wurde nichts gewonnen für Klima und Umwelt, im Gegenteil. Die unzähligen zig-Milliarden hätten weit effektiv eingesetzt werden können.
Die Sonne scheint in unseren Breiten nur zu einem Drittel der Zeit und es herrscht zeitweise Flaute. Es braucht zusätzlich teuer vorgehaltenen Ersatz. Speicher gibt es bis jetzt nur marginal bzw. als Blaupausen.
Das muss intelligenter werden. E+E³-Wissenschaftler, Ingenieure sind gefragt!

Die Bevölkerung wächst,
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das wird aber als ein möglicher Grund, zumindest hier im Thread, nicht in Erwägung gezogen

Aber für die Zukunft könnte doch einiges getan werden: Keine Flußbegradigungen mehr, daß erhöht die Fließgeschwindigkeit, kann auch nebenbei ökologische Schäden bringen.

Gute Forderung, die letzten Flußbegradigungen fanden an der Ahr in den 70ern statt.

@ 20:10 von gman

Bezüglich Klimaschutz bitte
nicht zu früh das Handtuch schmeißen!

Was das vermehrte Auftreten der extremWetter-Ereignisse angeht, geben ich ihnen Recht.
Jedoch ist das nicht das Ende der Fahnenstange, was das Üble angeht.
Wenn wir uns nicht bemühen den C02-Ausstieg weiter zu reduzieren,
müßte man nicht nur Städte wie New York, London , Hamburg ec aufgeben,
es besteht ja auch die Gefahr, dass dann zB der Golfstrom kippt (und zwar recht schnell)….

Zur Reduzierung des C02 fällt mir/uns/Ihnen da noch ne Menge ein ( Thema sprengt aber diese Seite)

... ab Sonntag dem 10.7. wiederholt sehr genaue Warnungen nach Deutschland geschickt. Später explizit wegen Hochwasser an Ahr und Erft. Selbst die Höhe stimmte.

Dass es so hoch werden würde, konnte ehrlicherweise niemand vorhersehen.

//Wir kennen in Deutschland einfach nichts anderes, als dass der Rettungswagen und die Feuerwehr in weniger als 15 Minuten da ist - wenn es bei einer Zerstörung der lokalen Infrastruktur mal zwei Tage dauert, sind alle schockiert.//

Schockiert dürften die meisten wohl eher wegen der vielen Toten sein.
Und ich kann bis heute nicht begreifen, dass man die Vorhersagen nicht ernst genommen hat. Ich hatte hier schon einmal auf die Wetterprognosen des Meteorologen Kai Zorn (YouTube) vom 12. und 13. Juli hingewiesen. Aussagen wie "Holt eure Wertsachen aus dem Keller - jetzt!" oder "Geht nicht in den Keller, wenn der schon unter Wasser steht..." oder "Es wird sich anfühlen, wie der Weltuntergang"...
Diese Warnungen hätten über alle verfügbaren Kanäle kommen müssen.

An der Elbe fanden Sie noch vor ein paar Jahren statt. Es ging um Ausbaggerung um den Fluß für größere Schiffe passierbar zu machen. Umweltverbände unterlagen vor den Gerichten.

Zur Klimakrise gehört auch das, was am Freitag Spiegel-online brachte: Nach der spanischen Gruppe Scientist Rebellion produzieren die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung 36 bis 45 Prozent der Emissionen. Zehnmal so viel wie das ärmste Zehntel der Bevölkerung.

@ 20:10 von gman
Bezüglich Klimaschutz bitte nicht zu früh das Handtuch schmeißen!

@klug und weise, ich befürchte, da liegen schon viele Handtücher längst am Boden.

Zur Reduzierung des C02 fällt mir/uns/Ihnen da noch ne Menge ein ( Thema sprengt aber diese Seite)

Ja, ganz sicher und nicht nur was CO2 angeht. Die Forschung und Wissenschaft gibt es gerade auch bei uns, es fehlt aber wie immer in D an der Umsetzung.

Dazu passt z.B. die "E3-Forschungsfabrik"
BMBF-Förderung:
"https://www.fraunhofer.de/de/forschung/fraunhofer-initiativen/fraunhofe…

//Bezüglich Klimaschutz bitte
nicht zu früh das Handtuch schmeißen!//

Leicht gesagt.

//Zur Reduzierung des C02 fällt mir/uns/Ihnen da noch ne Menge ein ( Thema sprengt aber diese Seite)//

Mir auch. Ich denke aber auch an die Folgen der Permafrost-Schmelze. Ob wir mit unseren Bemühungen, die, selbst wenn sie mit größter Eile vorangetrieben würden, gegen das, was bereits im Gange ist, noch etwas ausrichten können? Richtig scheint nur zu sein, dass wir trotz allem wohl keine andere Wahl haben.

//"... ab Sonntag dem 10.7. wiederholt sehr genaue Warnungen nach Deutschland geschickt. Später explizit wegen Hochwasser an Ahr und Erft. Selbst die Höhe stimmte."

Dass es so hoch werden würde, konnte ehrlicherweise niemand vorhersehen.//

Doch! Man hielt es nur für unvorstellbar. Noch am Tag der Katastrophe hatte ein Bürgermeister einer kleinen Ortschaft eingeräumt, dass man es nicht glauben wollte, dass die Vorhersage eines Wasserstandes von 5 Metern, stimmen könnte. Man hat das einfach für einen Fehler gehalten.
(Im SPIEGEL gelesen.)

... ab Sonntag dem 10.7. wiederholt sehr genaue Warnungen nach Deutschland geschickt. Später explizit wegen Hochwasser an Ahr und Erft. Selbst die Höhe stimmte.

Die Höhe stimmte eben nicht. Dass der Pegel so hoch werden würde, konnte man nicht ahnen.

... produzieren die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung 36 bis 45 Prozent der Emissionen.

Vor allem Landwirte produzieren viel CO2 und CH4, aber meist sind die nicht so sehr reich.

Darstellung: