Kommentare

Duterte ist ein

Duterte ist ein Musterbeispiel für rechtspopulistischen Unfug: martialische Sprache, um über Unfähigkeit und Konzeptlosigkeit hinweg zu täuschen, primitive Feindbilder und Sündenböcke, auf dieser Grundlage einfachste Versprechungen, die leider auch bei Menschen verfangen, die eher selbsternannten Heilsbringern als kritischer Auseinandersetzung den Vorrang geben.
Entlarvt ist er trotzdem, und mehr und mehr Enttäuschte und Betrogene erkennen das.

... wo Duterte manche

... wo Duterte manche Rechtspopulisten anderer Länder überholt, ist die willkürliche Tötung von Menschen, die Anstachelung zu Selbstjustiz und Todesschwadronen, die brutalste Gewalt, die alle trifft, die irgendwie verdächtig, unbequem oder schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort waren, und die Vertuschung des Aus-dem-Weg-Räumens politischer Gegner unter diesem Deckmantel des "Aufräumens" und "Ausmistens".
Konsequenz: Wach und kritisch bleiben gegen Rechtspopulisten, die z.B. skandieren: "Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet..." (M.Frohnmeier, afd, in Erfurt)

Hört sich teilweise fast gut an

Wie wurde und wird auf den Phillippinen denn gegen die Hintermänner und - frauen der Drogenverbrecher vorgegangen? Wieviele von denen sitzen im Knast oder wurden erschossen?
Die Dealer auf den Straßen sind ja normalerweise nur die kleinen Fische.
Wurden dort auch zB Steuerhinterzieher so konsequent bekämpft, wie die Drogenhändler?
Das sind ja die Verbrecher, die nicht nur für
Drogensüchtige gefährlich sind, sondern für jeden Menschen eines Landes, sogar für das ganze Land selbst.
Welche Bilanz lässt sich da ziehen?
Warum werden Auftragsmörder anscheinend nicht verfolgt? Welche Begründung hat der Präsident dazu?
Welche potentiellen Nachfolgekandidaten gibt es?

Präsident auf ewig

Warum ändert Duerte nicht die Verfassung und tritt noch einmal an? Sein Vorbild Putin macht das ja aller Voraussicht nach auch.

Duterte steht für staatlich angeordneten Mord

Menschen durch Sicherheitsorgane oder angeheuerte Todesschwadronen schon auf Verdacht hin liquidieren zu lassen ist staatlicher Mord.

Ob es sich dabei jeweils Drogenhändler, Junkies und Kleinkriminelle handelte oder auch 'nur' um Kritiker und politische Gegner, spielte da keine Rolle mehr.

Duterte darf nicht noch

Duterte darf nicht noch mal zur Wahl antreten, dafür aber sein Drogenkiller-Sohnemann, der auch gern mal Drogen zu Testzwecken auf der Straße verkaufen läßt, um so die Drogenkonsumenten schneller zu erwischen.

@ wieder SPD

Wurden dort auch zB Steuerhinterzieher so konsequent bekämpft, wie die Drogenhändler?

Welche Steuer wird in Indonesien denn hinterzogen?


Warum werden Auftragsmörder anscheinend nicht verfolgt?

Vermutlich, weil der Auftrag von ganz oben kommt.


Welche Begründung hat der Präsident dazu?

Warum muss er das begründen?

@ wieder SPD

Halten Sie Todesschwadronen für ein geeignetes Mittel gegen Steuerhinterziehung?

Na dann haben die Bürger

ja nächstes Jahr die Chance das zu ändern, und können sich eine ordentliche Spitze aussuchen.
Klingt ziemlich heftig was der dort im Land macht, mal sehen wer der Nachfolger ist.

Maximo Leader und Kader

Es ist ja natürlich, dass ein Maximo Leader einen Kader von Willigen um sich schart und mit Macht und Privilegien (Kohle ohne Ende) ausstattet. Und dieser Kader wird - unabhängig vom Wahlausgang - weiter die Fäden ziehen.

08:23 von SinnUndVerstand

also auf den Philippinen ist er sehr populär
unverständlich hierzulande ?
selbstverständlich wie alles das nicht ist wie der "Michel" es liebt
Seit der dran ist kriegt jeder Philippino wenn er 65 ist ne Rente
(eine sehr kleine zugegeben aber er kriegt was ohne Einzahlung)
Auch der Besuch im Krankenhaus ist frei
Waren Jugendbanden in Manila ein Ärgernis,
nicht wie in Rio/SP mit Waffen
nein, nur das Wegreisen von Handtaschen etc, oder das greifen nach der Geldbörse
seit der dran ist werden die von der Polizei aufgegriffen und kommen in Heime wo sie in die Schule müssen
ja und dann Corona
jede Familie erhielt Reis und Thunfisch in der Konserve - sie durften ja nicht aus dem Haus
es sind Kleinigkeiten .....
er war Bürgermeister in Davao, da gurtet man sich seit der Zeit im Auto an, die Stadt ist kein Müllhaufen,
es wird geputzt
und das in einem Land wo Disziplin eher unbekannt ist

... und dass er als vulgär gilt,
siehe Gerichtsurteil/Begründung bei der Fr. Künast an
das sind Richter

Wenn man sich der gesendeten

Wenn man sich der gesendeten Bilder von immer wieder vielen ermordeten, unschuldigen Bürgern erinnert, die z.B. in Mexico durch den organisierten Drogenhandel kriegsmäßig verursacht sind, kann man schon einen gewissen Verständnisgrad für Duertes vorgehen entwickeln, auch wenn der Grad seines Tuns zu weit geht. Jedenfalls tanzen dem nicht verschiedene, einschlägig bekannte Clans, wie hier bei uns, auf dem Kopf herum und diese werden zukünftig mit den Erfahrungen, dass man ihnen mit unseren demokratischen Straf- und Polizeigesetzen nicht groß weh tun kann, bestimmt ihre Aktivitäten ausbauen. Vielleicht wird man dann diesen Duarte zwar bestimmt nicht kopieren aber etwas mehr verstehen. Und vielleicht braucht man um diese Mörderhaufen erfolgreich zu bekämpfen jemanden, der so wie dieser Duerte, in deren Strukturen denkt.

Mal sehen, wer dann kommt!

Wie heißt es so treffend: Was besseres kommt nicht nach. Also glauben wir einfach an das Gute im Menschen, egal wieviele Menschenleben oder Geld von anderen das kostet. Ich schätze, da0 dutzende neuer JVA gebaut werden müssen und Legionen von Psychologen und Juristen etc.eingestellt werden müssen. Und wenn trotzdem die Drogenkriminalität nicht sinkt, was oder wer ist dann schuld? Wenn unter Dutertewenig bis keine großen Dealer erwischt wurden, dann kann es sicher an deren Beziehungen bis in die höchsten Kreise gelegen haben oder auch datan, daß sie sich schon lange nicht mehr auf den Philiooinen aufhalten

@ um 09:22 von junge Welt

„Halten Sie Todesschwadronen für ein geeignetes Mittel gegen Steuerhinterziehung?“
Selbstverständlich nicht.
Aber im Bericht wird diese Vorgehensweise Dutertes erstaunlich positiv und erfolgreich dargestellt.
Und dann fragt man sich, warum es nicht auf weitere Verbrechensbereiche angewendet wird?
Möglicherweise will Duterte mit seiner Vorgehensweise gegen kleine Verbrecher auch von anderen Missständen ablenken, damit die großen Verbrecher ungestört weitermachen können.
Das wäre ja grundsätzlich kein unbekanntes Verhalten von Politikern, wie wir Deutschen aus tausendjähriger Erfahrung wissen.
Und trotzdem gibt es auch bei uns immer noch solche Politiker, die sogar für den Bundestag kandidieren.

09:40 von Kambrium2

Vielleicht wird man dann diesen Duarte zwar bestimmt nicht kopieren
...........

warum sollte man !
aber frei nach dem Motto
"auf nen groben Klotz gehört ein grober Keil"
scheint er doch einiges zum "Positiven" in dem Land zu bewirken
aber dazu sollte man natürlich etwas mit den Menschen dort vertraut sein

@ 09:38 von Sisyphos3

Von Ihnen bin ich ja manches gewohnt: Wie Sie aber hier Dutertes buchstäblich mörderisches Regime und die rechtsfeindliche Behinderung bzw. Beseitigung oppositioneller Politiker hier verharmlosen, macht mich schier sprachlos.

die sich darauf begründete, dass man einem Mörder „freie Hand“ gelassen hat („Duterte versprach, das Land sicher zu machen. Und wurde gewählt“):

„In vielen Hütten entlang der engen Gänge in den Armenvierteln sah man Mütter, Kinder und Ehefrauen vor Särgen weinen und um Spenden betteln, weil sie die Beerdigung nicht bezahlen konnten.
(…)
heute gibt es Bürgertelefone. Das ändert zwar nichts an dem katastrophalen Behördensumpf, der Korruption, der maroden Infrastruktur, dem verrotteten Gesundheitssystem, der dysfunktionalen Justiz und vor allem - der Armut (…)
>> „Auftragsmörder sind in dem armen Land billig, gefasst werden die Täter so gut wie nie. Viele Reporter tragen eine Waffe und wechseln täglich den Arbeitsweg“

Und dass sich jetzt immer mehr Menschen gezwungen sehen, „irgendwie“ an Geld zu kommen, ist die größte Gefahr: „Die Arbeitslosigkeit stieg auf über 45%. Da es kein funktionierendes Sozialversicherungssystem gibt, heißt das für viele: Armut und Hunger. Und damit wächst (…)“

"von der Straße"

"Duterte hat das Drogenproblem nicht gelöst, aber er hat es von den Straßen gekehrt."

*

Das hätte mir auch schon gereicht.
Wer will schon nicht, dass seine Kinder wenigstens auf die Straße gehen können, ohne ständig Drogendealern zu begegnen?

Besser ist es solche Zustände gar nicht erst aufkommen zu lassen.

*

Sind wir denn im Kampf gegen die "großen Fische" erfolgreich?
Haben wir die Drogenkriminalität hier im Griff?

Am 08. August 2021 um 09:38 von Sisyphos3

Ich bin erstaunt, ich selber wusste nichts über das Land, weil ich dort nie hinkomme, habe ich mich auch noch nie damit beschäftigt.
Danke für Infos.
Schönen Sonntag, heute soll es ja mal nicht Regnen.

Dutertes Tochter ist OB von Davao und Präsid.Kandidatin.

@09:17 von Björn H.
Duterte wurde nicht ohne Grund von einer großen Mehrheit gewählt.
Philippinos berichten mir, dass er in Vielem ihre Erwartungen erfüllte.

– Arme Rentner bekommen zum ersten Mal in ihrem Leben eine - wenn auch sehr kleine - Rente.
– Er hat im Gegensatz zu seinen Vorgängern tatsächlich in die Infrastruktur auf dem Land investiert
– Die umstrittene Antidrogenkampagne hat die Sicherheit wesentlich erhöht. Philippinos berichteten mir, dass zumindest in der Anfangszeit, die Philippinen jetzt so sicher seien wie Europa. Das relativieren sie jetzt allerdings auch wieder.
Eine seiner auch international agierenden Gegnerinnen im Senat gilt in den Philippinen als Drogenpatin. Sie sitzt zur Zeit im Gefängnis.

PS.: Als die nicht wirklich gewählte Gloria Arroyo über 800 linke Regimegegner ermorden ließ, darunter vor allem Gewerkschafter, die Industrieprojekte behinderten, ermittelte zwar die UNO (Philipp Alston), aber der Westen reagierte äußerst "zurückhaltend".

@ 09:40 von Kambrium2

Wer die Gesetzlosigkeit und Brutalität von Drogenkartellen durch staatliche Rechtlosigkeit und Willkür, Todesschwadronen und die Tötung Unschuldiger zu bekämpfen meint, zerstört mehr als er rettet und stürzt letztlich das Land in Chaos und Anarchie.

08:50 von nie wieder spd

waren sie auch nur einmal auf den Philippinen
haben gar Verwandte dort ?
Kennen die Zustände dort
vor Duterte und seit seiner Präsidentenzeit
zugegeben mein Fall ist er nicht (ordinär und ungehobelt)
aber das Leben des "einfachen" Menschen erfuhr eine Verbesserung
und dann "Menschen willkürlich" erschiessen
ob das wirklich so ist wie sie das jetzt populistisch schildern
Wenn ein "kleiner" Drogendealer zur Polizei geht "sich entschuldigt" passiert dem erst mal gar nichts
dann wird er ermahnt und man hat im gehörig Angst eingejagt
was ja wohl sinn der Übung ist

auch wenn man mir das Relativieren wieder vorwirft
einfach mal die Zustände in Brasilien heranziehen
und nicht die welche in Mitteleuropa herrschen

10:09 von SinnUndVerstand

verharmlosen ?
sie verleumden doch Zitat " Beseitigung oppositioneller Politiker "
und woher beziehen sie ihre Informationen zu diesem Land
also ich nicht aus der Zeitung !

@09:25 von wenigfahrer

"Na dann haben die Bürger
ja nächstes Jahr die Chance das zu ändern, und können sich eine ordentliche Spitze aussuchen.
Klingt ziemlich heftig was der dort im Land macht, mal sehen wer der Nachfolger ist."

Klingt auch ziemlich heftig, wie es bereits vor dem Präsidenten dort zuging. Erinnert an die bekannten failed states. Dort ist wiederum nicht unüblich gleich mal mit dem Militär rein zu gehen.

10:14 von SinnUndVerstand

und stürzt letztlich das Land in Chaos und Anarchie.
......

sicherlich

ich schrieb ja
seit der dran ist kommt man auch ohne Geld ins Krankenhaus
kriegt ne kleine Rente
als senior citizen gibts Rabatt beim Busfahren/Einkaufen selbst bei Jollybee
klar hetzen über Dinge die man nicht kennt ist leicht
und unhaltbare Behauptungen aufstellen ohnehin

@ Sysiphos 3. 10:06

..... scheint er doch einiges zum "Positiven" in dem Land zu bewirken
aber dazu sollte man natürlich etwas mit den Menschen dort vertraut sein"

Bin da ganz bei Ihnen und habe es ja schon oft geschrieben: diese Länder sind für die meisten Menschen sehr weit weg. Bleibt nur, sich aus den in den Medien zur Verfügung gestellten Berichten eine Meinung zu bilden. Ganz anders sieht es dann aus, wenn man diese Länder bereist hat (nicht als Pauschaltourist), sich mit den Leuten dort unterhält und sich unvoreingenommen informiert.

Wer hier...

... gegen Duterte´s Anti-Drogenpolitik auf den Philippinen wettert, sollte bitte bessere Ideen anbieten. Zumal das Konglomerat aus Drogen = Gewaltkriminalität beileibe nicht nur die Philippinen betrifft, sondern bspw. über Kolumbien und Mexiko auch die USA betrifft, und über Rotterdam bzw. über die Türkei und den Balkan auch Westeuropa... und wie bei allen bewusstseinsbeeinflussenden, aber verbotenen Substanzen zu gesellschaftlich negativen Auswirkungen führt. Übrigens glaube ich nicht an die These von besserer Sozialpolitik = weniger Drogenkonsum. Demzufolge nämlich müssten deutsche Amüsierlokalitäten drogenfrei sein...

um 10:06 von Sisyphos3 09:40 von Kambrium2

[,,Vielleicht wird man dann diesen Duarte zwar bestimmt nicht kopieren"]
...........

,,warum sollte man !
aber frei nach dem Motto
"auf nen groben Klotz gehört ein grober Keil"
scheint er doch einiges zum "Positiven" in dem Land zu bewirken
aber dazu sollte man natürlich etwas mit den Menschen dort vertraut sein"

Warum ,,zum Positiven" in Anführungszeichen? Sind Sie nicht so begeistert von den Volkserziehungsmaßnahmen, wie Sie es in Ihrem 1. Beitrag ausführlich unter breiter Andeutung großer Kennerschaft als versierter Urlaubsethnologe taten?
Schön, wenn man aus der Entfernung die Shotguns rauchen sehen kann und warum sollte das hier bei uns nicht auch gehen? ,,So wie Hitler die Juden wolle er die Millionen an Drogensüchtigen abschlachten..." Ach, ich vergaß, die ticken da eben so. Aber wem's gefällt...

Duterte wird sich sicher freuen, daß er auch im fernen Germany Fans hat.

10:43 von melancholeriker

Die Drogenbosse dort werden sich freuen das es im fernen Germany viele Menschen wie sie gibt die sich für deren Rechte stark macht.

10:36 von Opa Klaus

Gebe ihnen vollkommen recht.

headline

"Wo Angst Duterte nicht mehr hilft"

Versuche mir gerade einen Reim darauf zu machen. Soll dies bedeuten, dass er das Kriminalitäts-Problem gelöst hat und sich damit selbst um seinen Job bringt?

10:06 von Sisyphos3

«aber frei nach dem Motto
"auf nen groben Klotz gehört ein grober Keil"
scheint er doch einiges zum "Positiven" in dem Land zu bewirken
aber dazu sollte man natürlich etwas mit den Menschen dort vertraut sein.»

Was ist das Positive, was fast nur aus Angst und Einschüchterung besteht? Von den Dealern sind viele von den Straßen verschwunden, die Kinder können sich eher weniger belästigt auf den Straßen bewegen. Tausende wurden "mal eben so" erschossen wie einst im Western vom Revolverheld vor dem Saloon im Namen des selbst gemachten Gesetzes.

Korruption und Günstlingswirtschaft im Staatswesen sind nicht geringer geworden. Zu Corona fällt dem Sheriff Duterte auch nichts anderes ein als Drangsalieren und Gewaltandrohung. Was anderes kann der Typ sowieso nicht, und in seiner Heimatstadt Davao hat Family Duterte das Sagen als Sheriff-Family im Günstlingsclan.

Ihr Wissen um Philippinen ist mehr als Touri-Kenntnis, Sie sind mit einer Philippina verheiratet. Plausibel ist Duterte nicht.

Duterte hat schon ...

faschistische Züge, wenn er die Drogensüchtigen ausrotten will wie einst Hitler die Juden.

Drogensüchtige sind Kranke, solche wollte H. auch vernichten, was mit den Euthanasie-Verbrechen erfolgte.

Das Drogengeschäft muss weltweit bekämpft werden, die Abhängigen therapiert werden.

Jetzt bloß nicht, das hätte keinen Zweck, Sinn, Erfolg...
Man muss es mit jedem Willigen versuchen. Wem es gelingt, clean zu werden, muss andere aufklären, anspornen.

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