Ihre Meinung zu: Vonovia lässt nicht locker: Dritte Offerte für Deutsche Wohnen

2. August 2021 - 12:42 Uhr

Nur eine Woche nach der gescheiterten Übernahmeofferte startet Vonovia einen dritten Versuch, den Konkurrenten Deutsche Wohnen zu übernehmen. Die Chancen auf einen Erfolg stehen diesmal besser.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.6
Durchschnitt: 2.6 (5 votes)
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Vonovia

Gut so.

Dann können die Mieter doch noch durch den Zusammenschluss dann durch ein großes leistungsfähiges Unternehmen profitieren.

Oder Ihnen wir jetzt klar und Sie erkennen jetzt das man nicht nur bei Autokauf, Urlaub und Lebensplanung Eingenverantwortung hat sondern auch bei der Wohnung diese übernehmen muss.

Kein gutes Timing

Jetzt, so kurz vor der Bundestagswahl, ist die Gefahr, dass der Zusammenschluss politisch instrumentalisiert wird groß.

Dabei geht es nach dem Zusammenschluss um 9,5 % Anteil aller Mietwohnungen in Berlin. Aber gut, da kann die Regierung in Berlin wieder für viel Geld die Mietwohnungen von Vonovia abkaufen, anstatt selbst Wohnungen zu bauen. Oder noch besser: Enteignen und noch höhere Entschädigung zahlen. Hauptsache dem "Großkapital" wurde es mal so richtig gezeigt.

Monopoly

Als Spiel ja vielleicht noch ganz nett. In der Realität aber grausam. Wenn die Gewinne wegen der Versprechen an die Politik nicht direkt durch die Mieten abgeschöpft werden können, dann geht das eben über die Nebenkosten wie Hausmeisterdienstleistungen oder Treppenhausreinigung. Die Mieter sind in jedem Fall die Dummen. Das passiert völlig unbemerkt von großer Politik und öffentlichen Diskussion.

„Vonovia lässt bei Deutsche Wohnen nicht locker“

Und zwar bei seinem Versuch, eine marktbeherrschende Position zu erlangen und somit die Regeln für alle Marktteilnehmer diktieren zu können. Zwangsläufig zulasten der schwächsten bzw. finanziell am schlechtesten „ausgestatteten“ darunter.

Die gesetzlichen Regularien spielen ihm dabei in die Hände: „Das kurzfristige neue Angebot ist juristisch möglich, weil der kleinere Wettbewerber Deutsche Wohnen das Vorhaben weiterhin unterstützt“. Und wenn die „Mächtigen“ am Markt sich zusammentun, um ihre Interessen gegen die der „Normalverbraucher“ zu verteidigen, sieht es für die in aller Regel übel aus: „Das kurzfristige neue Angebot ist juristisch möglich, weil der kleinere Wettbewerber Deutsche Wohnen das Vorhaben weiterhin unterstützt“.

Nicht nur, wenn es um die Abdeckung elementarer menschlicher Grundbedürfnisse, (also nicht nur hierzulande) wie Wohnen geht. Nur ein Beispiel unter vielen: Die Meldung tagesschau.de/ausland/amerika/usa-wasser-101.html

Wie lange soll das noch so weitergehen?

@um 13:01 von werner1955

"....Eingenverantwortung hat sondern auch bei der Wohnung diese übernehmen muss."

Ich weiß nicht, was Sie meinen. Aber anscheinend, meinen Sie daß Mieter sich wohl eher Eigenheime suchen sollten.

Daß das vielen Mietern aufgrund ihrer Arbeits- und/oder Finanzverhältnisse gar nicht möglich ist, scheinen Sie auszuklammern.

Vonovia lässt nicht locker: Dritte Offerte für Deutsche Wohnen..

Was macht das denn für einen Eindruck ? Da will unbedingt jemand die Deutsche Wohnen übernehmen. Schon letzten Monat stockte Vonovia seinen Aktienanteil bei der Deutsche Wohnen von 22 Prozent auf knapp 30 Prozent auf (nach einer Stimmrechtsermittlung).
Die Vorgänge aber zeigen: Monopolbildung ist in der Wohnungswirtschaft angesagt. Aber ob das zum Nutzen der Mieter ist ?

Wenn Gewinn lockt

wird man alles versuchen, um den auch zu bekommen, für die Mieter sieht das natürlich weniger gut aus, die werden noch mehr zahlen müssen.
Die meisten Menschen wohnen ja zur Miete, weil zum eigenen nicht reicht, und heute bei den Preisen, können sich das nur noch 2 wirkliche Gut Verdiener leisten.
Alle anderen sind raus aus dem Traum.
Wundert mich, das das Kartellamt, das erlaubt, für was sind die eigentlich da.

um 13:01 von werner1955

,,Vonovia
Gut so.

Dann können die Mieter doch noch durch den Zusammenschluss dann durch ein großes leistungsfähiges Unternehmen profitieren.

Oder Ihnen wir jetzt klar und Sie erkennen jetzt das man nicht nur bei Autokauf, Urlaub und Lebensplanung Eingenverantwortung hat sondern auch bei der Wohnung diese übernehmen muss."

Ja klar, Monopolisierung führt immer zur Stärkung der Verbraucher...

Aber Eins müssen Sie mir unbedingt verraten. Wen sprechen Sie da eigentlich an in Ihrer Ermahnung unbekannter Verantwortungflüchtiger? Ich finde nirgendwo einen Hinweis, auf was Sie sich beziehen außer daß jeder selbst Schuld ist, wenn er Pech hat. Wenn Sie evtl. die Verantwortung für das störende Hinterlassen von Textbausteinen ohne Sinn und Relevanz übernehmen könnten oder Aufklärung leisten zur ersten Sache, wäre das prima.

Ein altes Lied ...

Wie ging der Text nochmal?
Von diesem Lied.
Von Klaus Lage.
Damals.
In den 80ern.

Jetzt hab ich es!

"Wir sind nur die Randfiguren
In einem schlechten Spiel.
...
Und die Herrn der Schloßallee
Verlangen viel zu viel."

Das Lied ist aus dem Jahr 1985. Damals gab es in Vereinigten Königreich den Thatcherismus.
Eigentlich vorbei diese Zeit?
Glaub ich nicht.

Wenn die Hedgefonds sich einig sind, die BaFin den Deal abnickt und die Politik sich wegduckt, dann komme ich zu dem Urteil: Maggy Thatcher ist nicht tot. Sie lebt jetzt in Berlin und heißt Angela Merkel.

irgendwie eine Frechheit

@werner 1955
sie erwarten tatsächlich das jeder Mieter über
genügend Geld verfügt um dieses Gehoppe mit Wohnungen zu bezahlen.
Jedesmal erhielten wir ein Mieterhöhungsverlangen des neuen Besitzers.
Gewechselt wurde alle 2-3 Jahre.
Sie sind warscheinlich gut positionierter Renter haben ihre Schäfchen im trockenen und kümmern sich nen .... um die nächste Generation.
Zu meinen Urteil komme ich weil Sie sich stetz
konservativ verhalten und für alles Strafen verlangen.

omg

Ist das nicht ein klassischer Fall für das Bundeskartellamt? oO

Wohnraum darf kein Spekulationsobjekt sein

Ähnlich wie die Gesundheitsbranche sollten existentiell elementare Dinge wie das Recht auf eine Wohnung nicht einer Marktwirtschaft preisgegeben werden, die mit all ihren Verzerrungen durch staatliche Subventionierungen ohnehin schon lange keine echte Marktwirtschaft mit Chancengleichheit mehr ist und daher die meisten Wohnungsmieter in Deutschland die kostenaufgedunsenen Wohnungsmieten gar nicht mehr problemlos aufbringen können und somit von Wohnungszwangsräumung, Existenzvernichtung und Obdachlosigkeit bedroht sind. Staatliche Subventionierungen und somit Verzerrungen der Marktwirtschaft haben somit zur Folge, daß auch immer mehr Mieter ihre Wohnungsmieten mit Sozialleistungen finanzieren müssen. Dieser Sozialleistungssumpf ist jedoch derart verklausuliert und bürokratisiert, daß viele Antragsteller durch das soziale Netz fallen und in der Dauerobdachlosigkeit landen.

14:10 von Sparpaket

>>Maggy Thatcher ist nicht tot. Sie lebt jetzt in Berlin und heißt Angela Merkel.<<

So viel Unsinn in nur 14 Worten unterzubringen ist schon eine Leistung.
Was genau hat denn Angela Merkel mit der Vonovia zu tun?

Das ist mir, als

Das ist mir, als Eigenheimbesitzer ohne
Aktien der beiden völlig egal.
Und wieso ist so ein Monopol erlaubt?
Demnächst wird man an vonovia nicht vorbeikommen, wenn man was/sucht. Die werden als erstes mal alle rausschmeißen, die der enormen Mieterhöhung nicht zustimmen.
Warum wird da seitens der Politik nicht dazwischengegangen?

@saschamaus75 14:19

Aber sicher prüfte das Bundeskartellamt... und gibt grünes Licht.

Warum auch nicht? Bei einem Anteil am deutschen Wohnungsmarkt von 2% nach der Verschmelzung. Selbst in Berlin sind es dann ca. 9,5% Anteil an den Mietwohnungen.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

@14:20 von Björn H.

"""Ähnlich wie die Gesundheitsbranche sollten existentiell elementare Dinge wie das Recht auf eine Wohnung nicht einer Marktwirtschaft preisgegeben werden"""

Im Gegenteil.
Was ist elementarer als Lebensmittel? Und da beschert uns die Marktwirtschaft top Qualität zum günstigen Preis. Wo der Staat das sagen hat, herrscht dagegen Ineffizienz und Mangel.

@ 14.21 von Tremiro

Sie fragen, was Angela Merkel mit Vonovia zu tun hat?
Schauen Sie bei Wikipedia unter "Thatcherimus" nach.
Es ist die Parallelität zwischen damals und heute, insbesondere bei der rechtlichen Gewichtung von Investoreninteressen und Verbraucherschutz.
Meinen Sie, dass bei diesem Deal Grunderwerbssteuer bezahlt wird?
Und da stellen Sie die Frage, was die Chefin der Bundesregierung mit dem Ganzen zu tun hat?

@ Bernd Kevesligeti

Die Vorgänge aber zeigen: Monopolbildung ist in der Wohnungswirtschaft angesagt. Aber ob das zum Nutzen der Mieter ist ?

Am Ende wäre ein fairer Interessenausgleich zwischen Mietern und Investoren vernünftig.

@ wenigfahrer

Wenn Gewinn lockt wird man alles versuchen, um den auch zu bekommen, für die Mieter sieht das natürlich weniger gut aus, die werden noch mehr zahlen müssen.

Irgendwo wird der Vermieter ja immer auf ein gesundes Gleichgewicht bedacht sein. Sonst wären die Mieten ja schon längst durch die Decke geschossen.

14:19 von saschamaus75

"Ist das nicht ein klassischer Fall für das Bundeskartellamt? oO"

Das Bundeskartellamt hat den im Mai 2021 von beiden Unternehmen angekündigten Zusammenschluss geprüft und diesen im Juni 2021 genehmigt. Nach einem Zusammenschluss läge der Marktanteil in Deutschland unter 2%. Der Marktanteil auf Städte- und Gemeindeebene soll ebenfalls wettbewerbsrechtlich unproblematisch sein.
Die Entscheidung bleibt den Aktionären.

13:50 von Bernd Kevesligeti

«Die Vorgänge aber zeigen: Monopolbildung ist in der Wohnungswirtschaft angesagt. Aber ob das zum Nutzen der Mieter ist ?»

Monopol ist es nicht, selbst wenn die Übernahme zustande käme.
Und zum Nutzen der Mieter ist es in keinem Fall.

von si vis pacem pa.... 15:53

Natürlich, nur deshalb wird ja auch die Übernahme der Deutschen Wohnen angestrebt: Damit es den Mietern besser geht.

Wie naiv muss man......

@14:40 von Sigrun_1954

>> Selbst in Berlin sind es dann
>> ca. 9,5% Anteil an den Mietwohnungen.

Und das finden Sie nicht(???) bedenklich? oO

15:53 von si vis pacem pa...

"Am Ende wäre ein fairer Interessenausgleich zwischen Mietern und Investoren vernünftig."

Wie sähe dieser aus? Die finanziellen Interessen beider Seiten sind nun mal gegensätzlich: Ausgaben hier sind die Einnahmen da; mehr Ausgaben hier, noch mehr Einnahmen da.

Eher Investmentgesellschaften

Es wäre sicherlich manchem lieber, wenn hier ausländische Firmen einsteigen würden oder Investmentgesellschaften wie Blackrock, wenn dann irgendwo die Rendite nicht hoch genug wäre, könnten die dann Wohnraum in Parkhäuser umwandeln. Ganz im Ernst: Da scheint mir eine brancheninterne Übernahme doch noch das kleinere Übel zu sein!

@15:57 von Eduart de Machina

>> Der Marktanteil auf Städte- und
>> Gemeindeebene soll ebenfalls
>> wettbewerbsrechtlich unproblematisch
>> sein.

Ähh, ich wohne in Rostock. Ich weiß, wie es ist, wenn es nur einen(!) marktbeherrschenden Vermieter (WIRO) gibt.

@ si vis pacem pa...

"Am Ende wäre ein fairer Interessenausgleich zwischen Mietern und Investoren vernünftig"

O ja, Fairness ist das Interesse von Investoren -
so nach "si vis pacem pa..."?

rer Truman Welt

Das Vonovia Management blamiert sich damit bis auf die Knochen!
Entweder es hat die Situation mehrmals komplett falsch eingeschätzt - einmal nachlegen geht ja noch, aber zweimal ist dilettantisch! Oder
sie versuchen scheibchenweise den Verkaufsprozess nach dem Ansatz "billigst wie möglich" zu gestalten, was zeigen würde, was sie mit dem Deal nur wollen -> Profitmaximierung!
Das wäre schäbig und entzieht jeder vertrauensbildenden Maßnahme den Boden. Zusagen von solchen Geschäftsleuten sind soviel Wert wie der Wetterbericht für Weihnachten 2022.
Ich kann nur aus Erfahrung einen geschäftlichen Rat geben: sollte auf Renommee von Verkäuferseite Wert gelegt werden, Hände weg von solchen Geschäftspartnern. Dieser Schmutz bliebe im Geschäftsleben auf der Weste, deshalb ein NoNo!

@ schabernack

Monopol ist es nicht, selbst wenn die Übernahme zustande käme.
Und zum Nutzen der Mieter ist es in keinem Fall.

Das ist ja auch nicht der Zweck. Es ist auf der anderen Seite aber auch nicht gegen die Interessen der Mieter.

14:14 von Meister Lampe

sie erwarten tatsächlich das jeder Mieter über
genügend Geld verfügt um dieses Gehoppe mit Wohnungen zu bezahlen.
Jedesmal erhielten wir ein Mieterhöhungsverlangen des neuen Besitzers.
-----

immer wird gejammert Vermieter würden sich ne goldene Nase verdienen
warum drehen die Mieter nicht endlich den Spieß um
kaufen sich so ne Wohnung,

bei unter 1 % Zins (einem Bruchteil der Miete) dürfte das ja kein Problem sein
und stecken den Gewinn in die eigene Tasche
bei nem guten Leumund macht jede Bank mit

So ist das eben, wenn man Wohnraum verscherbelt

Im Jahr 2004 verkaufte das Land Berlin, regiert von einer rot-roten Koalition (Senat Wowereit II), die den landeseigenen GSW-Bestand von rund 65.000 Wohnungen für 405 Millionen Euro an ein Konsortium bestehend aus den Investmentgesellschaften Whitehall Investments Ltd. und Tochtergesellschaften von Cerberus Capital Management. Mitübernommen wurden Schulden in Höhe von 1,56 Milliarden Euro. Seitdem firmierte das Unternehmen als GSW Immobilien GmbH. Auch einige Bundestagsabgeordnete haben damals günstige Wohnungen erworben.
Ab 2010 hieß das Unternehmen GSW Immobilien AG und wurde an der Frankfurter Börse gehandelt. Im Oktober 2013 nahmen die Aktionäre der GSW Immobilien AG mehrheitlich ein Übernahmeangebot der Deutsche Wohnen AG an.
Nach dem ganzen Mietendeckeltheater des Berliner Senats verkauft die Deutsche Wohnen jetzt an Vonnovia. Würde ich auch machen. Vermieter in Berlin zu sein bringt nichts als Ärger.
Jetzt dreht sich das Karussell weiter, das SPD-Wowereit in Gang gesetzt hat

13:12 von BitteHirnEinschalten

oder Treppenhausreinigung
---------

im Schwabenland gibt´s die große Kehrwoche
und die kleine Kehrwoche
damit spart man sich schon die Kosten der Treppenhausreinigung

nur mal so als Tipp zum Geldsparen

@ Wohlergehen

Ich habe schon in Miete gewohnt (als Student) und bin heute selbst Vermieter. Was ist schlecht daran, einen Interessenausgleich zwischen Mietern und Vermietern vernünftig zu finden?

re 16:15 von saschamaus75

"Ähh, ich wohne in Rostock. Ich weiß, wie es ist, wenn es nur einen(!) marktbeherrschenden Vermieter (WIRO) gibt."

Was haben Sie gegen ein kommunales Unternehmen? Immerhin sitzen im Aufsichtsrat Vertreter gesellschaftlicher Gruppen, auch die Linke und die AfD sind dort vertreten, Mieter ebenfalls.
Dagegen sind Vonovia und Deutsche Wohnen private, gewinnorientierte Aktiengesellschaften.
Was konkret macht die WIRO in Rostock für Sie unsympathisch? Wie schreibt der Vorstand zum Unternehmensleitbild: "Die WIRO ist das beste Wohnungsunternehmen in Rostock."

@ saschamaus75

Ähh, ich wohne in Rostock. Ich weiß, wie es ist, wenn es nur einen(!) marktbeherrschenden Vermieter (WIRO) gibt.

Marktbeherrschend? Das klingt nach mehr als es ist. WIRO dürfte um die 40.000 Wohnungen haben. Wäre das besser für die Mieter, wenn es 10 kleine Unternehmen mit je 4.000 Wohnungen gäbe? Wäre die Miete dann nur um einen Cent günstiger?

16:10 von baumgart67

>>... Ganz im Ernst: Da scheint mir eine brancheninterne Übernahme doch noch das kleinere Übel zu sein!<<

Ja sicherlich, wenn es einem ernsthaft lieber ist, Krokodile statt Haie zu füttern.

Am 02. August 2021 um 16:26 von Sisyphos3

immer wird gejammert Vermieter würden sich ne goldene Nase verdienen
warum drehen die Mieter nicht endlich den Spieß um
kaufen sich so ne Wohnung,

bei unter 1 % Zins (einem Bruchteil der Miete) dürfte das ja kein Problem sein
und stecken den Gewinn in die eigene Tasche
bei nem guten Leumund macht jede Bank mit
__
Im europäischen Vergleich hinkt DE schon seit langer Zeit im Verhältnis Eigentums-/ Mietwohnungen hinterher. In Spanien oder Italien werden schon sehr früh Anstrengungen auch oder gerade von jungen Leuten unternommen Wohneigentum zu erwerben, das man in erster Linie zum Eigenbedarf nutzt bzw. vllt später, wenn man Familie gründen möchte, als Grundlage für den Kauf einer grösseren Wohnung/Haus hernimmt. Sage mir keiner, dass man dort finanziell besser gestellt ist, oder die Immo-Preise günstiger sind. Das ist dort genauso abhängig wie hier von der Lage.

@ Eduart de Machina

Dagegen sind Vonovia und Deutsche Wohnen private, gewinnorientierte Aktiengesellschaften.

Ähhh.
Und welches Problem haben Sie jetzt damit?

Am 02. August 2021 um 13:12 von BitteHirnEinschalten

Wenn die Gewinne wegen der Versprechen an die Politik nicht direkt durch die Mieten abgeschöpft werden können, dann geht das eben über die Nebenkosten wie Hausmeisterdienstleistungen oder Treppenhausreinigung. Die Mieter sind in jedem Fall die Dummen.
__
Ich habe in der Wohnungsverwaltung gearbeitet. An Nebenkosten kann und darf der Vermieter keinen müden Euro verdienen. Das muss auf Punkt und Komma belegt werden und wird auch regelmäßigst kontrolliert. Was konkret unter die Nebenkosten fällt, ist vom Gesetzgeber festgelegt. Posten, wie Hausmeister und Treppenhausreinigung fallen darunter und müssen angemessen sein. Der Eigentümer muss sogar nachweisen, dass er versch. Angebote eingeholt hat. Wenn Sie das nicht wissen, unterlassen Sie bitte derartige verunsichernde Beiträge. Das ist unlauter !

Kein Wunder, dass die Deutsche Wohnen keine Lust mehr hat

2004 verkaufte das Land Berlin, regiert von der rot-roten Koalition (Wowereit II), den landeseigenen total maroden GSW-Bestand von rund 65.000 Wohnungen für 405 Millionen Euro (an die Gesellschaft Whitehall Investments Ltd. und Tochtergesellschaften von Cerberus Capital Management). Mitübernommen wurden Schulden in Höhe von 1,56 Milliarden Euro. Auch Bundestagsabgeordnete haben damals günstige Wohnungen gekauft.
Erst hieß das Unternehmen GSW Immobilien GmbH, später wurde daraus die GSW Immobilien AG, deren Aktionäre 2013 ein Übernahmeangebot der Deutsche Wohnen AG annahmen.
Die Nachfolgefirmen der landeseigenen Berliner GSW haben 2004 eine total marode Substanz übernommen, teils mit Klo auf halber Treppe, Strom 1000mal geflickt und auf Putz, absturzgefährdeten Balkonen, EG-Hinterhofwohnungen ohne Tageslicht ...
Nachdem die Deutsche Wohnen den alten Bestand saniert hat, forderten Berliner Abgeordnete die Enteignung der DW. Dann eben Vonnovia, die zahlen kaum Steuern.
Das kommt davon

Am 02. August 2021 um 14:10 von Sparpaket

Wenn die Hedgefonds sich einig sind, die BaFin den Deal abnickt und die Politik sich wegduckt, dann komme ich zu dem Urteil: Maggy Thatcher ist nicht tot. Sie lebt jetzt in Berlin und heißt Angela Merkel.
__
Sie schreiben einfach nur Unfug.
Was hat denn die BR mit der Wohnungssituation in Berlin zu tun ?
Dort regiert m.W. der rot/rot/grüne Senat.
Aber Politik-bashing ist einfach zu schön, nicht wahr, wen interessiert, ob man die Richtigen kritisiert.

16:50 von si vis pacem pa...

"Und welches Problem haben Sie jetzt damit?"

Ich persönlich keine; es macht mir sogar Spaß, gelegentlich mit deren Aktien und dem zugehörigen Index (Dax) zu spekulieren. Ich habe übrigens von Ihnen noch keine Antwort auf meine Frage an Sie, von 16:10 Uhr, erhalten. Haben Sie da Probleme mit?

Sozialstaat

Ein Sozialstaat ist nach meiner Auffassung verpflichtet, jedem/r Menschen/Familie eine angemessene finanzierbare Mietwohnung in Aussicht zu stellen. Dies sollte in erster Linie durch Bau von Sozialwohnungen geschehen, wobei kein Gewinnstreben im Vordergrund steht.

Im privaten Wohnungsbau sieht dies anders aus: Hier müsste der Staat insofern handeln, dass er Gewinne oder Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung nach der Höhe der Einkünfte gesondert gestaffelt besteuert, wobei ab sehr hohen Mieteinnahmen mehr als 42 % Einkommensteuer erhoben wird; von mir aus können es bei Gewinne von 100 Mio. Euro ruhig 75 % ESt. sein, dann bleiben immer noch 25 Mio Euro übrig und mehr als essen und trinken kann der Mensch nicht. Bei den Einkünften aus Kapitalvermögen gibt es ja auch einen gesonderten Spitzensteuersatz von 25 % (Kapitalertragsteuer, früher Zinzabschlag genannt).

@ weingasi1 um 16.47 Uhr, Förderung von Wohneigentum

" In Spanien oder Italien werden schon sehr früh Anstrengungen auch oder gerade von jungen Leuten unternommen Wohneigentum zu erwerben,... Sage mir keiner, dass man dort finanziell besser gestellt ist, oder die Immo-Preise günstiger sind. Das ist dort genauso abhängig wie hier von der Lage."
Seit einigen Jahren gibt es zaghafte Versuche, Wohngenossenschaften zu gründen. Auch ich wollte mich einmal an so einem Projekt beteiligen: Der Bauträger hatte den Baugrund von der Stadt bekommen mit der Auflage, einen Teil des Projektes für eine BG zu erstellen. Dazu hatte die Stadt so dilettantische Verträge formuliert, dass der Bauträger durch fortgesetzte Bauverzögerung und Fristverlängerungen letztlich nicht mehr gebunden war. Sehr viele junge Leute haben dabei viel Geld und Hoffnung verloren. Ich habe den Braten rechtzeitig gerochen und ausgestiegen.

Die Förderung gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens als Eigentümergemeinschaft oder Baugenossenschaft müsste viel mehr unterstützt werden.

Einige sollten sich

jeder mal die Firma ansehen, wer meint das Black Rock nicht dabei ist, irrt, hat nämlich 8,9 Prozent.

So sieht die Gesellschaft aus:
https://investoren.vonovia.de/informationen-zur-aktie/aktionarsstruktur/

Noch irgendwelche Fragen, rein Gewinn orientiert, Mieter sind nicht primär das wichtigste, sondern nur Gewinn zählt.
Wichtigste Staaten:
USA rund 30 Prozent
GB rund 24 Prozent
Europa rund 31 Prozent
Deutschland 8,6 Prozent
Übrige Welt 6,2 Prozent

Dort geht auch der Gewinn hin.

Ich würde als Staat so etwas unterbinden, damit wäre ich natürlich sehr weit Links angesiedelt.

13:01 von werner1955

Gut so.
Dann können die Mieter doch noch durch den Zusammenschluss dann durch ein großes leistungsfähiges Unternehmen profitieren. Oder Ihnen wir jetzt klar und Sie erkennen jetzt das man nicht nur bei Autokauf, Urlaub und Lebensplanung Eingenverantwortung hat sondern auch bei der Wohnung diese übernehmen muss.

Welche Eigenverantwortung meinen Sie? Sich als Mieter gerichtlich gegen Vonovia zu wehren, die Betriebskosten abrechnet ohne entsprechende Leistungen zu erbringen? Oder als Mieter zu klagen, weil die Nebenkosten einfach mal so aufgrund der Größe einer Wohnung geschätzt werden, ohne den tatsächlichen Verbrauch zu messen?

Ob das nach dem Zusammenschluss besser würde? Ich habe da so meine Zweifel.

@ weingasi1 16.53 h

Ob Sie in der Wohnungsverwaltung gearbeitet haben oder nicht, ändert nichts daran, dass
jede*r Mieter*in wissen sollte, dass die meisten Betriebskostenabrechnungen falsch sind - und zwar zu ungunsten der / des Mieter*in. Diejenigen, die die Abrechnungen über den Mieterbund prüfen lassen, haben jedenfalls meistens große Freude!
Wenn Sie (obwohl Sie bei einer Wohnungsverwaltung gearbeitet haben!) das nicht wissen, unterlassen Sie bitte derartige Fehlinformationen. Das ist unlauter!

Vollkasko-Mentalität

@ rareri:
Sozialstaat
Ein Sozialstaat ist nach meiner Auffassung verpflichtet, jedem/r Menschen/Familie eine angemessene finanzierbare Mietwohnung in Aussicht zu stellen.

Ein Vollkasko-Staat vielleicht.
Ich finde, dafür kann mal jeder schön selbst Sorge tragen.

16:53 von weingasi1

Um eine korrekte und nachvollziehbare Betriebskostenabrechnung zu erreichen, hat Dietmar Leuthold die Vonovia vor Gericht verklagt. Der Großvermieter wurde dazu verurteilt, dem Mieter Belegeinsicht zu gewähren.

Dabei hätten die Anwälte von Vonovia erklärt, dass weitere Unterlagen nicht herausgegeben werden könnten, weil "die nicht existieren", sagt Dietmar Leuthold. "Jetzt ist die Frage, wenn die nicht existieren, wie berechnen die denn das, was uns umgelegt wird?"

„https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/mieter-von-vonovia-beklagen-zu-hohe-abrechnungen-100.html“

@ wenigfahrer

Noch irgendwelche Fragen, rein Gewinn orientiert, Mieter sind nicht primär das wichtigste, sondern nur Gewinn zählt.

Der Gewinn zählt, so weit so gut.
Aber genau deshalb stehen die Mieter und ihr Wohlergehen im Mittelpunkt. Ohne das könnte kein Wohnungsunternehmen langfristig erfolgreich sein. Und alles was mit Immobilien zu tun hat, ist sehr langfristig ausgerichtet.

@ si vis pacem pa.... 16.55 h

Ein "Interessenausgleich" zwischen Mieter*innen und Vermieter*innen ist denkbar und auch möglich, aber ganz gewiss nicht zwischen den hier genannten. Ich bin sehr sicher, dass Sie das wissen.

@ Kaneel

Welche Eigenverantwortung meinen Sie? Sich als Mieter gerichtlich gegen Vonovia zu wehren, die Betriebskosten abrechnet ohne entsprechende Leistungen zu erbringen?

Wenn das der Fall sein sollte, dann wäre eine gerichtliche Klärung vernünftig. Ob der Vernmieter drei Wohnungen oder 300.000 Wohnungen besitzt, ist dann völlig egal.

16:53 von weingasi1

Ich habe in der Wohnungsverwaltung gearbeitet. An Nebenkosten kann und darf der Vermieter keinen müden Euro verdienen. Das muss auf Punkt und Komma belegt werden und wird auch regelmäßigst kontrolliert. .... USW

Das was Sie vorbringen, gilt in der Regel nur für vermietete Häuser, die als gesamtes einem Eigentümer gehören, welche natürlich auch von einem Hausverwalter verwaltet werden können, aber nicht müssen.

Sobald es sich um eine Wohnungseigentümergemeinschaft handelt, gilt des Wohnungseigentumsgesetz und hierfür muss ein Hausverwalter bestellt werden. In der Regel schaut es so aus, dass die einzelnen Wohnungeigentümer alles schlucken, was ihnen der Hausverwalter vorsagt, weil sich der einzelne Wohnungseigentümer sich im Miet- oder WEG-Recht nicht einschlägig auskennt. Ich war jahrzehntelang Verwaltungsbeiratsvorsitzender einer Wohnungseigentümergemeinschaft und zudem auch Kassenprüfer. Ich habe dabei so manches aufgedeckt, ein Mal wurde der Hausverwalter sofort gekündigt.

@ Eduart de Machina

Wie sähe dieser aus? Die finanziellen Interessen beider Seiten sind nun mal gegensätzlich

Viele Interessen in einer pluralistischen Gesellschaft sind gegensätzlich. Dennoch ist ein fairer Interessenausgleich zwischen Mietern und Investoren in einem modernen demokratischen Gemeinwesen das Ziel.

Schnell noch

Schnell noch einen rausgehauen, bevor hier schon wieder zu ist.
Vielleicht hat das ja schon jemand erwähnt, aber ...
Ich finde es ernüchternd, dass immer davon berichtet wird, dass die Grunderwerbssteuer von Firmen so einfach umgangen werden kann, obwohl die Ausnahmen nicht dafür gedacht waren.
Und in diesem Fall ist es offensichtlich, dass Vonovia Wohnungen kauft und nicht die Deutsche Wohnen.
Die 20.000 Wohnungen, die Vonovia großzügig dem Berliner Senat als Kompensation zum Kauf angeboten hat, hätte sie eigentlich als Grunderwerbssteuer abgeben müssen.
Perfide, insbesondere, dass darüber niemand spricht, aber faktisch ist die Übernahme nichts anderes als der Kauf von Wohnungen ohne Grunderwerbssteuer zu entrichten.

@ wenigfahrer

Dort geht auch der Gewinn hin.
Ich würde als Staat so etwas unterbinden, damit wäre ich natürlich sehr weit Links angesiedelt.

Das hat mit links gar nichts zu tun, es wäre einfach nur willkürlich, ungerecht und irgendwie rechtsnationalistisch.
Wenn ein ausländischer Investor in deutschen Wohnraum investiert, warum soll er dann nicht auch seinen gerechten Anteil vom Gewinn bekommen?

17:15 von wenigfahrer

Ich würde als Staat so etwas unterbinden, damit wäre ich natürlich sehr weit Links angesiedelt.

Gebe Ihnen vollkommen recht. Habe es 17.12 Uhr entsprechend gepostet. Einen Gewinn kann man Wohnungseigentümer durchaus zugestehen, wenn dieser sich in einem angemessenen Rahmen bewegt. Aber keine Millionengewinne und hierfür ist der Staat gefordert, angemessene Sozialpolitik zu betreiben, die Mietern und Vermietern gerecht wird. Millionengewinne auf Kosten von Mietern müssen nicht sein, auch dann nicht, wenn der Staat durch die Gewinne mehr Steuereinnahmen hat. Denn andererseits hätten bei niedrigeren Mieten die Menschen mehr Geld zur Verfügung, was sich insbesondere bei einem erhöhten Konsum bei der Umsatzsteuer, Mineralölsteuer und anderen Verbrauchssteuern auswirkt.

@ 17:12 von rareri

"Ein Sozialstaat ist nach meiner Auffassung verpflichtet, jedem/r Menschen/Familie eine angemessene finanzierbare Mietwohnung in Aussicht zu stellen. Dies sollte in erster Linie durch Bau von Sozialwohnungen geschehen, wobei kein Gewinnstreben im Vordergrund steht."

Genau! Hat ja unsere Nochregierung über viele Jahre sträflich versäumt.

Der Mangel an Immobilien insgesamt lässt die Mieten explodieren und viele müssen einen unerträglich hohen Anteil nur fürs Wohnen aufbringen.

Außerdem wird die Schaffung von Eigentum zu wenig gefördert. Oftmals zahlen Mieter höhere Beträge, als wenn sie ein Eigenheim finanzieren. Die Banken verlangen oftmals absurde Sicherheiten u. Eigenkapital, hier sollte unterstützt werden.

@ 16:53 von weingasi1

„ An Nebenkosten kann und darf der Vermieter keinen müden Euro verdienen. “
Das ist völlig richtig und die große Mehrheit der Hausverwaltungen arbeitet seriös und macht das auch absolut korrekt. Hier reden wir aber über einen großen Konzern, der im Konzernverbund auch Hausmeisterserviceunternehmen und Hausteinigungsunternehmen hat. Die Hausverwaltung wird dabei völlig Gesetzeskonform nicht einmal einen Cent verdienen.
Wenn mein Kommentar so klang, wie wenn ich pauschal alle Hausverwaltungen verdächtigt hätte, dann bitte ich um Entschuldigung. Es geht bei meiner Kritik nur um solche komplexen Organisationen wie Vonovia. Deren Organisation wunderbar geeignet ist solche Vorgänge zu verschleiern und dennoch im Gesamtkonzern den Profit zu maximieren.

Thema verfehlt

@ rareri:
Ich war jahrzehntelang Verwaltungsbeiratsvorsitzender einer Wohnungseigentümergemeinschaft und zudem auch Kassenprüfer. Ich habe dabei so manches aufgedeckt, ein Mal wurde der Hausverwalter sofort gekündigt.

Mag sein. Mit dem Thema haben diese Ausführungen aber gar nichts zu tun. Es geht hier ja um Mietwohnungen.

Am 02. August 2021 um 16:47 von weingasi1

Ja wenn man jung ist und einen unbefristeten gut bezahlten Job hat. Damals habe ich es nicht gemacht, weil ich wusste, das ich mindestens 2 mal umziehen werde. Das letzte Mal vor 2 Jahren, dabei bleibt es nun auch. Nun bin ich Rentner, und mit 56 kann ich nicht mehr abbezahlen bis 85 oder so. Macht die Bank nicht mit. Gruß nach Italien :-)

@Sisyphos3 um 16.26 Uhr

„Warum drehen die Mieter nicht endlich den Spieß um kaufen sich so ne Wohnung.“

Erstens würden sie dann den Spieß nicht umdrehen, oder würden die Mieter dann der Gesellschaft ihre Wohnung vermieten?
Und zweitens fehlt den Mietern das Eigenkapital. Ohne Eigenkapital bekommen sie auch keine Kredite, nur im Hinterzimmer ihres Vertrauens, allerdings stimmen da wohl nicht die Zinsen.

17:28 von si vis pacem pa... @ Kaneel

Welche Eigenverantwortung meinen Sie? Sich als Mieter gerichtlich gegen Vonovia zu wehren, die Betriebskosten abrechnet ohne entsprechende Leistungen zu erbringen?

Wenn das der Fall sein sollte, dann wäre eine gerichtliche Klärung vernünftig. Ob der Vernmieter drei Wohnungen oder 300.000 Wohnungen besitzt, ist dann völlig egal.

Wenn ein Vermieter wie Vonovia das offensichtlich in größerem Stil macht, und der Eindruck drängt sich mir auf, dann finde ich das relativ schwerwiegend und alles andere als egal. Habe mich in meiner Stadt mit Betroffenen unterhalten, die sich wehren. Viele Mieter werden das vermutlich aber hinnehmen und keine Zeit und Energie für Rechtsstreitigkeiten aufwenden.

Bis jetzt

wurde alles was ich als Hausmeister bei der Wohnungsverwaltung an Kosten eingereicht habe auch bezahlt.Mag sein das unser Hausbesitzer auch möchte das sein Gebäude auch nicht verfällt.

17:19 von si vis pacem pa...

Ein Vollkasko-Staat vielleicht.

Ein Vollkasko-Staat vielleicht für die Vermieter!

Übrigens: Habe selbst eine Neubauwohnung vermietet und meine Mieten waren stets im unteren 1/3 der gewöhnlichen örtlichen Mietspanne. Komme aus einer Arbeiterfamilie, haben in einer Sozialwohnung gewohnt und weiß den Geldbeutel anderer zu schätzen. Ich möchte nicht als Blutsauger dastehen.

Ich finde, dafür kann mal jeder schön selbst Sorge tragen.

Das sagen Sie einmal den Flutopfern.

16:47 von weingasi1

Im europäischen Vergleich hinkt DE schon seit langer Zeit im Verhältnis Eigentums-/ Mietwohnungen hinterher
Spanien oder Italien werden schon sehr früh Anstrengungen auch oder gerade von jungen Leuten unternommen Wohneigentum zu erwerben, ... wenn man Familie gründen möchte,
---------

da braucht man nicht nach Spanien zu schauen
da genügt der Blick ins eigenen Land
warum sind im Saarland viele Eigentümer 65 % in Berlin so wenig 17 %
das liegt nicht nur daran Stadt / Land
das ist auch eine Mentalitätsfrage
ebenso wie die Einstellung ihr Zitat "Familie gründen"
für mich ist es ne Selbstverständlichkeit, dass man, bevor man ne Familie gründet,
erst mal die Voraussetzungen dazu schafft
und da ist eben ein Dach überm Kopf und ein gesichertes Einkommen nicht ganz unwichtig

17:39 von si vis pacem pa...

Mag sein. Mit dem Thema haben diese Ausführungen aber gar nichts zu tun. Es geht hier ja um Mietwohnungen.

Auch bei vermieteten einzelnen ETW`s kann der Eigentümer nicht selbst handeln und eigene Angebote von Dienstleistungsbetrieben (z. B. Hausmeister) einholen, denn das macht die Eigentümergemeinschaft im Rahmen einer ETW-Versammlung, wobei der Hausverwalter im Rahmen des Wirtschaftlichkeitsgebotes derartige Betriebe für einen bestimmten Zeitraum über mehrere Jahre vorschlägt und Verträge macht. Und viele Hausverwalter betreiben neben ihrer Verwaltungstätigkeit auch noch Dienstleistungsbetriebe.

@draufguckerin um 16.57 Uhr

Sie können davon ausgehen, dass die Deutsche Wohnen auch bei der Übernahme der maroden Wohnungen noch ihren Gewinn gemacht hat, sonst hätte sie sie nicht übernommen.
Ich habe bei einer privaten Gesellschaft gearbeitet, die solch marode Wohnungen einer Stadt übernommen hat. Es waren auch ein paar innerstädtische Immobilien dabei, die ohne Sanierung, einzeln (was die Stadt nicht durfte) mit gutem Gewinn veräußert werden konnten.
Also eine win-win-Situation für beide.
Die restlichen maroden Wohnungen wurden saniert und blieben günstiger Wohnraum und der private Investor hat dennoch keine Verluste gemacht.
Ich tippe, das war in Berlin auch der Fall.

17:39 von Giselbert

Genau! Hat ja unsere Nochregierung über viele Jahre sträflich versäumt.

Da wird sich auch bei einer neuen Regierung nichts ändern, auch dann nicht, wenn die Linken oder die Grünen an der Regierung wären. Die Grünen waren mit Schröder 8 Jahre in der Regierung und haben auch nichts bewirkt.

Mein Kommentar ist daher mehr ein Ausdruck eines Wunschdenkens als eine durchsetzbare Forderung. Und dann kommen noch die Gerichte; s. Berlin (Mietpreisdeckelung).

Habe selbst vermietet, meine soziale Ader ist aber geblieben. Hohe Mieten hätten sich nicht mit meinem Gewissen vereinbart.

re 17:31 von si vis pacem pa...

"Viele Interessen in einer pluralistischen Gesellschaft sind gegensätzlich. Dennoch ist ein fairer Interessenausgleich zwischen Mietern und Investoren in einem modernen demokratischen Gemeinwesen das Ziel."

Beziehen Sie sich hierbei auf ein bestimmtes Dokument, das Mieter und Investoren oder Vermieter gemeinsam erarbeitet, abgestimmt und verabschiedet haben? Ich nehme Ihre Antwort gerne vorweg: Nein, weil es dieses nicht gibt. Ihr Reden von "Interessensausgleich" vernebelt nur die tatsächlichen Verhältnissen auf den Immobilienmärkten. Es gibt viele Fälle, wo ältere Menschen mit langen Mietverträgen von ihren Vermietern gnadenlos auf die Straße gesetzt werden, um - ob nach Sanierung oder ohne - durch Neuvermietung oder Verkauf sich wegen der gegenwärtigen Verhältnisse eine goldene Nase zu verdienen. So etwas wie Kundenbindung interessiert Vermieter nur, wenn die Nachfrage das Angebot bei weitem überwiegt. Deshalb sind Vermieter und ihre Verbände stets um enge Märkte bemüht.

17:40 von Vaddern

Ohne Eigenkapital bekommen sie auch keine Kredite
...........

das halte ich jetzt für ein Gerücht !

Wenn jemand einen Arbeitsplatz hat - und es gibt nicht nur Menschen in Leih und Zeit Arbeit
bekommt man auch ohne großes Eigenkapital Geld
klar, wer natürlich sein Konto permanent überzieht, ist ein "schlechter Kandidat"
und nach 5 Jahren Berufstätigkeit kein Geld auf dem Konto, gar seine Urlaubsreisen/Auto auf Pump kaufte
Aber ein klein wenig Willen sollte man von einem verantwortungsvollen Menschen erwarten dürfen

Aber ne schwierige Diskussion
wenn der Wille schon mal fehlt
für ne kurze Zeit mal auf was zu verzichten
sei es Motorrad oder ne Urlaubsreise
oder einfach mal etwas kürzer treten
aber wie gesagt wohl zu viel verlangt
lieber neidvoll auf andere schauen

Am 02. August 2021 um 14:10 von Sparpaket

„Maggy Thatcher ist nicht tot. Sie lebt jetzt
in Berlin und heißt Angela Merkel.“

Das kann so nicht sein, denn

Maggy Thatcher ist English,
Angela Merkel ist Deutsch und

Castrop-Rauxel ist Latein und bedeutet eigentlich nur
Wanne-Eickel.

Ansonsten,

"Gemeinsam können die beiden Unternehmen die erforderlichen Investitionen in Klimaschutz, bedarfsgerechtes Wohnen und bezahlbaren Wohnraum besser schultern:

Alle reden vom Klimaschutz,

was soll daran schlecht sein?

17:54 von rareri

Habe selbst vermietet, meine soziale Ader ist aber geblieben.
Hohe Mieten hätten sich nicht mit meinem Gewissen vereinbart.
-----------

ist doch schon mal positiv

dem aktuellen Mieter in meinem Haus
habe ich in den 20 Jahren 1 mal die Miete erhöht
nachdem er ein komplett neues Bad und ne neue Einbauküche bekam
klar spielt Gewissen auch mit ... vor allem wenn er im Haus wohnt
und ich im täglich in die Augen schauen muß, ist das anders als in einer fremden Stadt
wo ich den nie sehe ....
Andererseits
man wird etwas "abgebrühter" wenn man gelegentlich mal schlechte Erfahrungen sammeln durfte
und aktuell sieht es "gut" für den Vermieter aus
aber wie ist es wenn die Zeiten mal "lausiger" werden
Überangebot und ich kriege die Wohnung nicht vermietet
dann kann man auf nen "fairen" Mieter hoffen

wobei Zitat : "Gewissen vereinbaren"
keiner kann aus seiner Haut raus

...ttestEineMeinung @02. August 2021 um 14:20 von Björn H.

@afd-Presseabteilung:

Ich fasse ihren Quatsch mal zusammen:

Sie sagen, die meisten Mieter in Deutschland können sich ihre Wohnung nicht mehr leisten und das liegt an der "Subventionierungspolitik" des Staates, also daran, dass der Staat günstigen Wohnraum fördert?

Ausserdem führ das Wohngeld des Staates die Antragssteller in die Obdachlosigkeit?

Und das "existentiell elementare...Recht auf eine Wohnung" sollte nicht einer "verzerrten" sozialen Marktwirtschaft überlassen werden, sondern einer "echten Marktwirtschaft mit Chancengleichheit", in der jeder Euro die gleichen Rechte besitzt - egal wer ihn besitzt, wenn man ihn denn besitzt?

Du meine Güte - wenn man bloss in Wien davon wüsste.
Ohne die vielen Sozialwohnungen der Stadt hätten die bestimmt keine Obdachlosen mehr, sondern nur kapital...e Mieter die sich den freien Markt leisten können.

Darstellung: