China: USA kritisieren Umgang mit ausländischen Journalisten

30. Juli 2021 - 14:51 Uhr

Nach der Flutkatastrophe in China mehren sich die Berichte ausländischer Journalisten, dass sie in ihrer Arbeit behindert worden seien. Die USA zeigen sich besorgt über "die zunehmend scharfe Überwachung, Belästigung und Einschüchterung".

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Kommentare

"Kritik" hilft hier nicht weiter

"Nach der Flutkatastrophe in China mehren sich die Berichte ausländischer Journalisten, dass sie in ihrer Arbeit behindert worden seien. Die USA zeigen sich besorgt über "die zunehmend scharfe Überwachung, Belästigung und Einschüchterung"."

Diese überall auf der Welt zu beobachtende und angesichts der geopolitischen Bedeutung bzw. der "Wirtschaftsmacht" Chinas nicht nur für die dortige Bevölkerung bedrohliche, sondern gemeingefährliche "Entwicklung" ist eigentlich ebenso absehbar wie logisch. Der Grad der Einschränkung bzw. „Eliminierung“ der Presse- und Meinungsfreiheit steigt analog mit der - in der Tat nicht nur „gefühlten“ - Bedrohung der "Ansprüche" auf die alleinige Problemlösungskompetenz bzw. der Macht der Machthaber durch „zu viel“ Transparenz. Deshalb wird die Forderung von Bürgern nach wahrheitsgemäßen und vollständigen Informationen, also Informations- bzw. Meinungs- und Pressefreiheit (die für den gesamtgesellschaftlichen Fortschritt elementar ist) als illegal deklariert.

Wie gehabt

In der Rangliste von Reportern ohne Grenzen war China im Bezug auf Pressefreiheit schon immer weit unten.
Bisher habe Sie ausländische Reporter meistens noch ins Land gelassen. Das war es aber auch.

was gedreht?

>>Auch ein Reporter der Deutschen Welle hatte von Anfeindungen gegen ihn und sein Team berichtet. Bei einem Schaltgespräch mitten in der Provinzhauptstadt Zhengzhou sei er von Passanten mit dem Handy gefilmt worden. Später hätten ihn einige angesprochen und meinten, er dürfe gar nicht drehen.<<

Keineswegs möchte ich Behinderungen journalistischer Arbeit schön reden. Im Gegenteil, eine freie Berichterstattung ist essentieller Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft und selbstverständlich unverzichtbar.

Allerdings werden Journalisten es auch aushalten müssen, wenn sie bei ihrer Arbeit gefilmt werden, wo sie sich selber doch auch ungefragt herausnehmen, die Menschen in ihrer Not aufs Bild zu bannen. Was hat der DW-Reporter dort überhaupt gedreht, was ihm die Menschen später vorwerfen das er nicht hätte tun dürfen?

Die Deutsche Welle ist ein mit Steuergeldern finanzierter Radiosender, der den kulturellen Austausch fördern soll. War er mit diesem Auftrag unterwegs?

@15:47 von Carlos12

"In der Rangliste von Reportern ohne Grenzen war China im Bezug auf Pressefreiheit schon immer weit unten.
Bisher habe Sie ausländische Reporter meistens noch ins Land gelassen. Das war es aber auch."

Neu ist das tatsächlich nicht. Wenn sich nun die US-Regierung um das Thema kümmert und nicht Reporter ohne Grenzen oder ähnliche Verbände werte ich das mal eher als Teil der geopolitischen Auseinandersetzung und zweifle daran, das tatsächlich eine wahrnehmbare Verschärfung der sowieso schon äusserst restriktiven Bedingungen für Journalisten stattgefunden hat.
Das bzgl. China bei diversen Themen niemals irgendeine Besserung vermeldet wird aber es in die andere Richtung scheinbar keine Grenze gibt hat ja Prinzip.

Der zunehmende übersteigerte

Der zunehmende übersteigerte Nationalismus der Chinesischen Regierung wird zum vorgeschriebenen Programm erhoben.

Man darf davon ausgehen das ausländische Journalisten dort unerwünscht sind, wenn sie offen Wahrheiten veröffentlichen.

Vielleicht können die Rettungskräfte

auf die Behinderung durch sensationsgeile Journalisten verzichten. Wären es keine Journalisten, würde man wohl von Gaffern sprechen.

Kritik

ist auch in Deutschland schwer unterzubringen, wenn man mit Kündigung, sozialer Ächtung, Anfeindungen etc. zu rechnen hat.

Umgang mit Reportern sollte fair sein

Was China macht, ist natürlich nicht in Ordnung. Pressefreiheit ist einzuhalten und mit Reportern sollte fair umgegangen werden.

Reporter wurden offenbar bedrängt und beschimpft

Bei der Berichterstattung über verheerende Überschwemmungen mit mindestens 99 Toten in der zentralchinesischen Provinz Henan waren Journalisten mehrerer ausländischer Medien online und persönlich von wütenden Menschen bedrängt worden. Auch Reporter der Nachrichtenagentur AFP wurden von Umstehenden gezwungen, Aufnahmen zu löschen, als sie über eine überflutete U-Bahn in der Stadt Zhengzhou berichteten.

Die BBC hatte beklagt, ihre Reporter seien in Online-Netzwerken beschimpft worden. Der Jugendverband der Kommunistischen Partei Chinas in Henan hatte im Internet seine 1,6 Millionen Anhänger aufgefordert, die Bewegungen von BBC-Reportern zu verfolgen. Einige von ihnen erhielten daraufhin Morddrohungen von nationalistischen Internet-Nutzern.

um 16:04 von proehi

,,...Allerdings werden Journalisten es auch aushalten müssen, wenn sie bei ihrer Arbeit gefilmt werden, wo sie sich selber doch auch ungefragt herausnehmen, die Menschen in ihrer Not aufs Bild zu bannen. Was hat der DW-Reporter dort überhaupt gedreht, was ihm die Menschen später vorwerfen das er nicht hätte tun dürfen?"

Aushalten müssen sie, daß sie nicht einzugreifen haben und mitzuretten in der Situation, in die sie zu berichten gesandt werden und normalerweise sowas wie das Objektiv der Welt sein sollen und gerade bei Naturkatastrophen - sonst nichts. Oder was glauben Sie, was ein angesehener Broadcaster wie der DLF dort sonst tut?

Was dieser Jugendverband macht ist nicht in Ordnung

Außerdem ist es nicht in Ordnung, was dieser Jugendverband gemacht hat, genauso wenig wie diese Morddrohungen gegen BBC-Reporter:

Der Jugendverband der Kommunistischen Partei Chinas in Henan hatte im Internet seine 1,6 Millionen Anhänger aufgefordert, die Bewegungen von BBC-Reportern zu verfolgen. Einige von ihnen erhielten daraufhin Morddrohungen von nationalistischen Internet-Nutzern.

Solche Morddrohungen müssen eigentlich hart geahndet werden. Das ist nicht erlaubt. Sowas ist hoffentlich auch in China eine Straftat.

Falsch

Ausgerechnet eine Katastrophe dieser Art als Aufhänger für an anderer Stelle (ich meine nicht die Uiguren) sehr berechtigte Kritik an der chinesischen Informationspolitik zu verwenden, halte ich für Interessen-Polemik.

16:25 von Charlys Vater

Der zunehmende übersteigerte Nationalismus der Chinesischen Regierung wird zum vorgeschriebenen Programm erhoben.
---------

wobei bei den Themen Patriotismus / Nationalismus haben wir ein besonderes Verhältnis
möglicherweise ein gestörtes Verhältnis

16:09 von Olivia59

>>Neu ist das tatsächlich nicht. Wenn sich nun die US-Regierung um das Thema kümmert und nicht Reporter ohne Grenzen oder ähnliche Verbände werte ich das mal eher als Teil der geopolitischen Auseinandersetzung und zweifle daran, das tatsächlich eine wahrnehmbare Verschärfung der sowieso schon äusserst restriktiven Bedingungen für Journalisten stattgefunden hat.<<

Genau diesen Eindruck teile ich.

... und deshalb legt die doch eher belanglose Beschwerde des DW-Reporters zu diesem Zeitpunkt für mich die Vermutung nahe, dass seine Ausführungen in diesem Zusammenhang auch einer politischen Agenda geschuldet sein könnten.

Welche Falschinformation hat BBC denn verbreitet??

Zusätzlich frage ich mal, welche Falschinformationen die BBC verbreitet haben soll??

China wirft BBC Verbreitung von Falschinformationen vor

Ein Sprecher des Außenamtes in Peking warf dem britischen Sender anschließend vor, Falschinformationen verbreitet zu haben. Die BBC habe "China angegriffen und verleumdet und ist erheblich von journalistischen Standards abgewichen", erklärte Zhao Lijian. Die BBC verdiene es, "in der chinesischen Öffentlichkeit unbeliebt zu sein". Es gebe "keinen Hass ohne Grund".

Dazu hätte ich von China gerne mal konkrete Belege gesehen. Denn ich sehe es so, dass die chinesischen Medien im Ausland genauso verdienen, in der westlichen Öffentlichkeit ungeliebt zu sein. Denn die Verbreiten ebenfalls sehr viel Unwahrheiten.

Warum durfte dieser Reporter nicht drehen??

Weiterhin frage ich auch zu dem hier, warum diese Reporter von der Deutschen Welle bitte nicht drehen durften??

Reporter der Deutschen Welle angefeindet

Auch ein Reporter der Deutschen Welle hatte von Anfeindungen gegen ihn und sein Team berichtet. Bei einem Schaltgespräch mitten in der Provinzhauptstadt Zhengzhou sei er von Passanten mit dem Handy gefilmt worden. Später hätten ihn einige angesprochen und meinten, er dürfe gar nicht drehen.

Denn ich glaube, dass die Passanten da mal falsch liegen. Warum bitte soll über solche verheerenden Überflutungen nicht berichtet werden?? Bei uns wird auch darüber berichtet und das ist gut so. Nur so wird gezeigt, was das Klima bereits anrichtet. Dieser Wahrheit - also was das Klima auch bereits in China anrichtet - sollte China sich stellen.

nicht jeder liebt Gaffer

und ob man so weit nach China gehen muß
da reicht es hier in den Überschwemmungsgebieten
wenn Reporter den Helfern im Weg stehen und Interviews machen
natürlich außergewöhnliche, sensationsvolles für das einfache interessiert sich ja keiner außerhalb

So ungewöhnlich ist das Ganze ausdrücklich nicht!

Bei allen Katastrophen weltweit regen sich die Leute darüber auf, das Reporter als bessere Schaulustige das Leid und das Elend der Menschen vor Ort zwar filmen, aber selbst persönlich ausdrücklich nicht helfen wollen!

Die werden letztlich von sehr vielen Betroffenen eher als bessere Gaffer angesehen!

Das ist aber nichts besonders chinatypisches

16:39 von melancholeriker

>>Oder was glauben Sie, was ein angesehener Broadcaster wie der DLF dort sonst tut?<<

Die Deutsche Welle ist ein anderer Sender als der DLF. Beide haben unterschiedliche Aufgaben und werden auch aus verschiedenen Töpfen finanziert. Bitte Nachschauen.

... und natürlich bezweifle ich nicht die Richtigkeit der von Ihnen geschilderten Aufgabenstellung des DLF und anderer ör Sender.

16:46 von Demokratieschue...

Denn ich glaube, dass die Passanten da mal falsch liegen.
Warum bitte soll über solche verheerenden Überflutungen nicht berichtet werden??
-----------------

oder anders gefragt
woraus leitet man das Recht ab, das Elend von Menschen zu filmen
überhaupt jemanden zu filmen
nur weil einige das "locker" sehen, viele nen Verkehrsunfall mit dem Handy dokumentieren,
muß das ja nicht weltweit gelten
möchten sie das man ein Bild von ihnen macht
also das schränkt in unserer Gesellschaft doch auch das Persönlichkeitsrecht ein !

Zitat :
"Bei uns wird auch darüber berichtet und das ist gut so."
natürlich ist es gut weil wir es machen !
))polemik aus((

Aber auch die USA blockieren ausländische Medien

Aber bei dem hier

Die US-Regierung hat die Behandlung ausländischer Journalisten in China bei der Berichterstattung über die jüngsten verheerenden Überschwemmungen scharf kritisiert. "Die Vereinigten Staaten sind zutiefst besorgt über die zunehmend scharfe Überwachung, Belästigung und Einschüchterung US-amerikanischer und anderer ausländischer Journalisten", erklärte ein Sprecher des Außenministeriums.

sind auch die USA nicht gerade Vorbild. Auch die USA lassen kaum ausländische Medien rein. Und etliche ausländische Sender werden in den USA blockiert (z.B. iranische Sender, chinesische Sender und andere)

Beispiel:

https://tinyurl.com/2hssfxuw
rp-online: USA blockieren 33 staatliche iranische Medien-Websites 23. Juni 2021 um 08:40 Uhr

oder dann zu chinesischen Sendern

https://tinyurl.com/4zw9r6f9
zeit.de: US-Regierung will Chinas Staatsmedien stärker kontrollieren 19. Februar 2020, 7:30 Uhr Aktualisiert am 19. Februar 2020, 11:13 Uhr

Ganz dünnes Eis, USA!

USA sind besorgt

'China ist die aufstrebende Weltmacht, die die USA von Platz Eins verdrängen wird.'

Diese Überschrift sollte man im Kopf haben, wenn die USA mal wieder über die Entwicklung in China besorgt sind, zumal wenn britische Medien mit im Spiel sind. Im Kampf gegen China sind beide Zwillinge. Wer will denn die Finger dafür ins Feuer legen, dass alle ständig nur negativen Berichte den Tatsachen entsprechen, zumal die regierungskonforme Presse im Westen, den von den USA begonnenen Kampf der Systeme tatkräftig unterstützt, was auch in der deutschen Medienlandschaft sichtbar ist.

re 16:09 Olivia59: Paradoxon

>>Neu ist das tatsächlich nicht. Wenn sich nun die US-Regierung um das Thema kümmert und nicht Reporter ohne Grenzen oder ähnliche Verbände werte ich das mal eher als Teil der geopolitischen Auseinandersetzung und zweifle daran, das tatsächlich eine wahrnehmbare Verschärfung der sowieso schon äusserst restriktiven Bedingungen für Journalisten stattgefunden hat<<

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie deshalb an einer zunehmenden Repression in China zweifeln, WEIL die US-Regierung dies festgestellt hat?

Mir persönlich reicht allein schon das Vorgehen Chinas gegen nur halbwegs kritische Journalisten in Hongkong, um mich über die internationale Zurückhaltung auf diesem für die Weltöffentlichkeit so fundamental wichtigen Gebiet zu schämen.

Und mich über die Kehrtwende der USA unter Biden und Blinken nach der trumpschen Verbrüderung mit Xi zu freuen. Weil es eben notwendiger Teil der „geopolitischen Auseinandersetzung“ ist.

Was denn sonst?

16:41 von Sisyphos3 16:25 von Charlys Vater

>>wobei bei den Themen Patriotismus / Nationalismus haben wir ein besonderes Verhältnis
möglicherweise ein gestörtes Verhältnis<<

Falls Sie damit auf die Anhänger des politischen rechten Randes anspielen, bin ich ganz bei Ihnen.
Die meinen es ist Patriotismus, Deutschland schlecht zu reden.

Re : Demokratieschue..... !

Ich denke, die politische Führung freut sich über dieser Jugendverband getan hat, weil es eine Folge ist, was die kommunistische Partei seit vielen Jahren betreibt, so viele Jugendliche wie möglich auf ihre Linie zu bringen. Je mehr dies sind, um so sicherer ist die KP und so schwerer würde es werden, da wirklich was zu ändern.
Das zeigt auch das Urteil in Hongkong, schlimmer es geht es fast nicht mehr.
Leider hat der Westen viel zu lange die Chinesen gefördert, und leider zählt für viele Firmen das große Verdienen mehr als Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit. Ja selbst VW lässt in China niemand auf das Werksgelände, weil da sicher auch nicht alles in Ordnung ist.

re 16:51 Frank von Bröckel: Unverständnis

>>So ungewöhnlich ist das Ganze ausdrücklich nicht!
Bei allen Katastrophen weltweit regen sich die Leute darüber auf, das Reporter als bessere Schaulustige das Leid und das Elend der Menschen vor Ort zwar filmen, aber selbst persönlich ausdrücklich nicht helfen wollen!

Die werden letztlich von sehr vielen Betroffenen eher als bessere Gaffer angesehen!

Das ist aber nichts besonders chinatypisches<<

Da haben Sie wohl Recht, es gibt auch bei „uns“ Leute, die von den Aufgaben einer freien Presse keinen blassen Schimmer haben.

Erschreckend

Es ist erschreckend wie viele Foristen die Unterdrückung von Pressefreiheit relativieren bzw. akzeptieren.

Ganz dünnes Eis, USA

Die Benennung "ausländische Medien" in Zusammenhang mit Organen von Terrorregimen wie dem Iran oder der VR China ist nicht nur denkbar ungeeignet; sie fördert zumindest indirekt die Anerkennung solcherartiger Diktaturen als "gleichberechtigt"...das nenne ich "eingebrochen im Eis"...

Die kapitalistische Diktatur

Die kapitalistische Diktatur in China hält ihre Bevölkerung so gut in ihrer Propagandablase, dass manche Bürger glauben, Pressefreiheit bekämpfen zu müssen. Chinas Bevölkerung sollte viel stärker aus dem Ausland mit wahren Nachrichten versorgt werden.

Übersteigerter Nationalismus

Seit wann sind Berichterstatter in Terrorregimen wie dem der VR China erwünmscht oder auch nur am Rande geduldet ?

17:05 von der.andere

>>...Wer will denn die Finger dafür ins Feuer legen, dass alle ständig nur negativen Berichte den Tatsachen entsprechen, zumal die regierungskonforme Presse im Westen, den von den USA begonnenen Kampf der Systeme tatkräftig unterstützt, was auch in der deutschen Medienlandschaft sichtbar ist.<<

Ich würde sogar die Hand dafür ins Feuer legen, daß die öffentlich rechtlichen Medien keinesfalls nur regierungskonforme Berichte - wäre ja nur CDU/CSU- und SPD-gleich - bringen. Allerdings gehören diese Medien zu den Leitmedien und haben damit einen besonderen Einfluss auf die allgemeine Berichterstattung, Themenbehandlung und Meinungsbildung auch in anderen Medien. Sie wirken maßgeblich daran mit, welche Themen in der Öffentlichkeit breiteres Interesse finden. Allerdings würden sie auch ein tatsächlich weit verbreitetes öffentliches Anliegen nicht dauerhaft unbeschadet ignorieren können.

Sie haben die Freiheit, für Ihre Anliegen ein breites Interesse herzustellen, daran hapert es nämlich.

Das war es aber auch?

Carlos12 @
Logisch, weil ab da gelten die Gesetzte und Reglen des Gastlandes, eigentlich selbstverständlich für "Gäste".

Jeder sollte das wissen, und wenn Er sich falsch verhält ist das seine persönliche freie Entscheidung, genau so wie die Einreise.

Ich kennen keinen Reporter der gezwungen wurde in diese Länder zu reisen. Und auch die Reporter machen das zuerst um Ihren persönlichen lebensunterhalt zu verdienen. .

17:35 von Werner40

Chinas Bevölkerung sollte viel stärker aus dem Ausland mit wahren Nachrichten versorgt werden.
----

wie sieht das in den USA aus ?

glauben sie ein Bauer im Mittelwesten interessiert sich groß
was in Europa vor sich geht ?

Am 30. Juli 2021 um 16:39 von melancholeriker

Aushalten müssen sie, daß sie nicht einzugreifen haben und mitzuretten in der Situation, in die sie zu berichten gesandt werden und normalerweise sowas wie das Objektiv der Welt sein sollen und gerade bei Naturkatastrophen - sonst nichts.
__
Was Sie sagen ist sicher richtig, wenn es z.B. um Kriegsberichterstattung geht. Bei zivilen Katastrophen sieht das m.M. etwas anders aus. Da soll Ihrer Meinung ein Reporter vorort sein und berichten und filmen, wie Menschen z.B. ertrinken ?
Presse muss unanhängig und objektiv sein. Gleichwohl hat es mich "angefasst", als bei dem Hochwasser hier in DE kaum dass das Unglück geschehen war, Reporter aus allen Winkeln der Republik anreisten um die Katastrophe so hautnah, wie möglich zu filmen und vor allem schon meinten, die Schuldigen anprangern zu müssen, ohne genaue Kenntnisse und bevor die Toten wenigstens geborgen waren. Wenn das dort auch so gelaufen ist, kann ich mir den Unmut gut vorstellen.

bitte nicht drehen durften??

von Demokratieschue...
Weil ich glaube das jedes Volk ein recht auf seine eigen Regeln hat und niemand Ihnen das Vorschreiben darf.
Auch bei uns gibts viele stellen von nicht gefilmt werden darf.

Auch sind sie Gäste in einem Land und sollten sich auch so verhalten wie der Gastgeber es erwartet.

So ist das bei mir zuhause auch, und dafür hat der Schreiner ein loch gelassen.

ein angesehener Broadcaster .....sonst tut?

von melancholeriker @
Da fallen mir aber spontan der WDR und der Umgang mit Ihrer Moderatorin oder das verhalten einer RTL Reporterin ein.

@17:09 von teachers voice

"Verstehe ich Sie richtig, dass Sie deshalb an einer zunehmenden Repression in China zweifeln, WEIL die US-Regierung dies festgestellt hat?!"

Wenn etwas seit 30 Jahren ohne "Besserungsmeldungen" zunimmt müsste es demzufolge schlimmer als zu Zeiten Tian'anmen´s sein. Die Repression ist da, Methoden ändern sich, aber was die Intensität angeht bin ich skeptisch. Damals konnten Journalisten kaum rein und Dissidenten die uns alle Übelkeiten direkt in Europa berichten fast nie raus.

/// Am 30. Juli 2021 um 17:42

///
Am 30. Juli 2021 um 17:42 von Sisyphos3
17:35 von Werner40

Chinas Bevölkerung sollte viel stärker aus dem Ausland mit wahren Nachrichten versorgt werden.
----

wie sieht das in den USA aus ?

glauben sie ein Bauer im Mittelwesten interessiert sich groß
was in Europa vor sich geht ?///
.
schon wieder whataboutism ?
Chinas Diktaturregime betreibt z.B. auch viel Auslandspropaganda ( RCI, CCTV, Verdeckte,.....)

von Pressefreiheit relativieren

von Tremiro @
Weil wir hier in einigen Punkten nicht viel besser sind, und weil unsere GEZ finanzierten Medien nicht für alle die Richtschnur Ihres handeln sein muss.

Geben Sie doch mal "ADR/ZDF" Entschuldigen sich ein...

/// Am 30. Juli 2021 um 17:48

///
Am 30. Juli 2021 um 17:48 von werner1955
bitte nicht drehen durften??

von Demokratieschue...
Weil ich glaube das jedes Volk ein recht auf seine eigen Regeln hat und niemand Ihnen das Vorschreiben darf.
Auch bei uns gibts viele stellen von nicht gefilmt werden darf.

Auch sind sie Gäste in einem Land und sollten sich auch so verhalten wie der Gastgeber es erwartet.

So ist das bei mir zuhause auch, und dafür hat der Schreiner ein loch gelassen.///
.
Und in das Loch fällt in China die Meinungs-und Pressefreiheit. Und das finden Sie ok ?

Am 30. Juli 2021 um 17:38 von Wolkenstein

Seit wann sind Berichterstatter in Terrorregimen wie dem der VR China erwünmscht oder auch nur am Rande geduldet ?
__
Ich kenne mich mit den innenpolitischen Gegebenheiten in China zu wenig aus, um mir da ein Urteil erlauben zu können aber sind Sie sicher, dass die Chinesen selbst ihre Staatsführung als "Terrorregime" betrachten ?
Da wäre ich mir jetzt, was die Allgemeinheit anbelangt, garnicht so sicher und soooo abgeschottet, wie das bis vor einigen Jahren noch war, ist das Land bzw. seine Einwohner auch nicht mehr. Ist es nicht so, dass wir uns oft berufen fühlen, unsere Einstellung zu allen möglichen Aspekten meinen, allen anderen aufoktroyieren zu wollen ?
Damit meine ich nicht, dass man Unterdrückung GUTHEISSEN soll, wie am Beispiel der Uiguren.

Und das finden Sie ok ?

Werner40 @
Ja.

Also ich finde das die selbstbestimmung dieser Länder höher zu werten ist als das Filmen von einem Reporter.

Auch bei uns gibts immer wieder Verbote zu Filmen.

17:57 von werner1955 re Tremiro

>>Weil wir hier in einigen Punkten nicht viel besser sind, ...<<

Jetzt trägt es Sie völlig aus der Kurve. Die öffentlich rechtlichen Medien in Deutschland "nicht viel besser sind". auweia

um 17:41 von proehi

Sie haben Grüne und FDP vergessen, die regieren auch mit, und nicht die Frage gestellt woher eine Meldung kommt die durch die angesprochenen Medien verbreitet wird. In den meisten Fällen sind keine eigenen Korrespondenten vor Ort und man bedient sich der Agenturen, vorzugsweise amerikanische oder britische, sodass sie von Aussage und Inhalt identisch sind. Als Beispiel der besprochene Beitrag über die "Besorgnis der USA über China", inhaltlich gleich werden Sie den in allen deutschen Leitmedien finden.

Am 30. Juli 2021 um 16:04 von proehi

Allerdings werden Journalisten es auch aushalten müssen, wenn sie bei ihrer Arbeit gefilmt werden, wo sie sich selber doch auch ungefragt herausnehmen, die Menschen in ihrer Not aufs Bild zu bannen. Was hat der DW-Reporter dort überhaupt gedreht, was ihm die Menschen später vorwerfen das er nicht hätte tun dürfen?
___
Dem stimme ich zu.
Ich bin mal gespannt, ob sich der user @Baumgart zu diesem Thema äussert. Der lebt ja schon viele Jahre in China und könnte bestimmt hier etwas sinnvolles beitragen. Insbesondere zu der Frage, wie Chinesen selbst dazu stehen. Das fände ich viel interessanter aber vllt meldet er sich noch.

/// Am 30. Juli 2021 um 18:03

///
Am 30. Juli 2021 um 18:03 von werner1955
Und das finden Sie ok ?

Werner40 @
Ja.

Also ich finde das die selbstbestimmung dieser Länder höher zu werten ist als das Filmen von einem Reporter.

Auch bei uns gibts immer wieder Verbote zu Filmen.///
.
In China gibt es aber keine Selbstbestimmung des Volkes wie in einer Demokratie. Hier bestimmen ein paar Leute in der Diktaturführung.

Wie berichten denn chinesische Medien?

Aus gegebenem Anlass fände ich es schön, wenn mal Berichte chinesischer Medien zu der Flutkatastrophe in China hier übersetzt und veröffentlicht und mit den Berichten ausländischer Medien verglichen würden.
Dann könnte ja jeder sehen, hören oder lesen, ob es Unterschiede in der Art der Berichterstattung gibt und bei der Berufsauffassung der verschiedenen Journalisten und ihrer Medien.

17:35 von Werner40

>>Chinas Bevölkerung sollte viel stärker aus dem Ausland mit wahren Nachrichten versorgt werden.<<

Das - nicht nur für China - ist die originäre Aufgabe der Deutschen Welle. Dem durch unsere Steuergelder, nicht durch unseren Rundfunkbeitrag finanzierten Arbeitgeber des Reporters, der im Artikel an uns daheim Gebliebenen darüber berichtet, dass er bei seiner Arbeit gefilmt worden wäre und ihm gegenüber anschließend Passanten behaupteten, er hätte gar nicht filmen dürfen. Was will er uns damit sagen?

... zumindest sind wir dadurch von unseren eigenen Reportern aus dem Ausland mit wahren Nachrichten versorgt worden.

Hatten Sie auch Zugang zu einer chinesischen Informationsquelle? Sie müsste ja nicht zuverlässig sein, man hört da so manches und Skepsis wäre unbedingt angebracht, aber grundsätzlich, hatten Sie?

/// Am 30. Juli 2021 um 18:14

///
Am 30. Juli 2021 um 18:14 von nie wieder spd
Wie berichten denn chinesische Medien?

Aus gegebenem Anlass fände ich es schön, wenn mal Berichte chinesischer Medien zu der Flutkatastrophe in China hier übersetzt und veröffentlicht und mit den Berichten ausländischer Medien verglichen würden.
Dann könnte ja jeder sehen, hören oder lesen, ob es Unterschiede in der Art der Berichterstattung gibt und bei der Berufsauffassung der verschiedenen Journalisten und ihrer Medien.///
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Hören Sie sich RCI ( Radio China International auch in deutscher Sprache ) an oder schauen Sie CCTV. 90% ist Lobhudelei für Herrn Xi. Kritische Berichterstattung findet nicht statt.

//Die BBC habe "China

//Die BBC habe "China angegriffen und verleumdet und ist erheblich von journalistischen Standards abgewichen", erklärte Zhao Lijian. Die BBC verdiene es, "in der chinesischen Öffentlichkeit unbeliebt zu sein". Es gebe "keinen Hass ohne Grund".//

Hört sich ziemlich kindisch an, wenn man sich von Hass leiten lässt. Wovor haben die solche Angst? Darf man kein Mitleid mit chinesischen Flutopfern haben?

@18:13 von Werner40

//In China gibt es aber keine Selbstbestimmung des Volkes wie in einer Demokratie. Hier bestimmen ein paar Leute in der Diktaturführung.//

Ich fürchte, so einfach ist das nicht. Ein politisches System kann nur funktionieren, wenn ein erheblicher Teil der Bevölkerung das unterstützt oder wenigstens hinnimmt. Sei es aus Angst, oder weil man sich Vorteile davon verspricht.
Hinzu kommt, dass wir uns wohl wenig bis gar nicht in die chinesische Mentalität hineindenken können.

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