Ihre Meinung zu: Inflationsrate in Deutschland steigt auf fast 4 Prozent

29. Juli 2021 - 15:02 Uhr

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli sprunghaft angestiegen. Die Inflationsrate nähert sich der Marke von vier Prozent. Grund ist der Mehrwertsteuereffekt. Eine Reaktion der Notenbank ist wohl nicht zu erwarten.

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Kommentare

CO2-Besteuerung

"...Grund ist der Mehrwertsteuereffekt..."

Korrekt.

Und was in allen Berichten über die anziehende Inflation immer wieder nur am Rande, nebenbei oder in Halbsätzen erwähnt wird:

Die saftige CO2-Besteuerung seit Anfang des Jahres hat eine ordentliche Portion hausgemachte Inflation gebracht. Kann man wollen, muss man aber nicht.

Haarig wird's, wenn wie geplant Jahr für Jahr mehr von dieser hausgemachten Inflation draufgesattelt wird und das ganze eine Preis-Lohn-Spirale wie in den 70ern anstößt: Dann kommen die Arbeitskämpfe, weitere Preiserhöhungen wegen der höheren Löhne, dann wieder Arbeitskämpfe... Kann man wollen, muss man aber nicht.

Inflationsrate in Deutschland steigt auf fast 4 Prozent...

Dann ist die zurückhaltende Tarifpolitik wohl kaum noch zu halten. In der laufenden Tarifrunde bot der Handelsverband Bayern den Beschäftigten für 2021 1 Prozent mehr Lohn an. Für 2022 1,4 Prozent und nach 24 Monaten dann 2 Prozent mehr, bei einer Laufzeit von 36 Monaten. Das bedeutet etwas über 0,6 Prozent pro Jahr.
Die Bahngewerkschaft EVG schloss kürzlich über 1,5 Prozent ab, bei zwei Jahren Laufzeit (0,75 Prozent pro Jahr), geht gar nicht.

das wundert mich nicht!

Bei den ganzen finanzpolitischen Aktionen (nicht nur die letzten Monate) wundert es mich eher, warum die Inflation nicht noch höher ausfällt. Ich glaube nicht an eine Entspannung und finde von daher die Ignoranz der EZB falsch:

"Eine Reaktion seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) ist wohl nicht zu erwarten. ...., bereit Schwankungen nach oben und nach unten für eine längere Zeit zu tolerieren."

Ist ja alles im Sinne der Regierung, Geld zum Nullzins, der Verbraucher kann schauen wo er bleibt.

Inflationsrate von 4 %

Aus der EU kommt eine starke Arbeit..... sie drucken Geld was das Zeug hält ! Alle EU-Länder sind bereits höchstverschuldet und verschulden sich immer noch mehr ! So auch Deutschland und alle denken nur an den Nullzins und argumentieren : Geld kostet doch nichts ! Nur, unser realer Staatsschuldenberg
ist bereits mehr als 6,4 Billionen und so sind die kommenden, noch nicht geborenen 50 Generationen, bereits verschuldet ! Tolle Politik und so weitsichtig ......und wenn man sie so reden hört , dass sie das unseren Enkeln nicht antun können ,dann sprechen sie leichtfertig n u r von einer Generation dabei
fehlen dann noch 49 Generationen.

Teilweise nachvollziehbar

ist die Inflatonshöhe zwar, weil man die aktuellen Preise mit denen bei der reduzierten MwSt vergleicht. Dass einige Dienstleister, wie Gastro usw. ihre Preise erhöht haben, kann ich nach den Einbussen, die sie hatten, nachvollziehen.
Ein Preisanstieg bei Benzin und Öl scheint ja durchaus dem Wunsch einiger zu entsprechen. Das führt aber dazu, dass eben auch die Preise bei Dingen, an die man garnicht sofort denkt, ansteigen, durch z.B. Transportkosten.
Leider habe ich zuwenig Ahnung von VWL um die diesbezüglich Erklärung der EZB nachvollziehen zu können. Ich dachte immer, Inflation sei schlecht. Lt. EZB ist sie aber wünschenswert. Vllt sollte ich mich da mal 'reinlesen, fürchte nur, dass ich es dennoch nicht verstehen werde.
Davon abgesehen, hatte die TS heute wohl keine Lust zum Rezensieren, oder was war los ?

Oha....

und das obwohl Masken keine 9.9Euro mehr kosten.....

rer Truman Welt

Wo sind denn jetzt die schlauen Ökonomen, die letztes Jahr keine großen Gefahren hinsichtlich einer für jeden anderen Wirtschaftsinteressierten klare Inflationsentwicklung gesehen haben? Wo?
Das Gequatsche von einer nur vorübergehenden Inflationsrate ist genau so ein Blödsinn, der heute wieder erneut ins Volk geblasen wird. Auf welchen Fakten und welcher Erkenntnis soll sich dieser Quatsch herleiten lassen? Das beschreibt keiner derer, die das behaupten. Weshalb nicht? Sie würden sich lächerlich machen. So labern sie über mystische Entwicklungen, die sich jeder Erfahrung, Theorie und damit unserer Realität entziehen. Wir dürfen uns glücklich schätzen, wenn die offiziell gemessene InflaInflationsrate die nächsten 2 - 3 Jahre einstellig bleiben sollte, was ich jedoch befürchte, bei den weiter Hunderten Milliarden Euro, die in dieser Zeit noch in den Markt gepumpt werden sollen, auch nicht mehr möglich sein wird.
Hier läuft ein völlig anderes "Spiel" als beschrieben wird!

Anstieg vorhersehbar und keineswegs dramatisch

Der Anstieg der Inflation kommt nicht überraschend. Nicht nur der Mehrwertsteuereffekt, auch die höheren Energiepreise haben dazu beigetragen. Die Märkte reagieren indes gelassen. Im Fokus stehen die guten Daten vom deutschen Arbeitsmarkt und auch die Unternehmenszahlen stimmen ebenfalls optimistisch.

Preise nach oben...

Aus dem Artikel:
"... Die Bundesregierung hatte die Sätze im zweiten Halbjahr 2020 gesenkt, um Wirtschaft und Verbraucher in der Corona-Krise zu entlasten und den Konsum anzukurbeln. Jetzt werden die Preise mit den damals gesenkten verglichen, was sie zusätzlich nach oben treibt. ..."

Der Mehrwertsteuereffekt allein treibt die Preise nicht nach oben, sondern die Differenz zwischen den Bruttopreisen dieses Jahres zu denen des vorigen Jahres - absolut wie in Prozentpunkten.

Wenn die Nettopreise zusätzlich gestiegen sind, dann ist natürlich die Differenz noch höher. Das ist jedoch kein alleiniger Mehrwertsteuereffekt.

Die gestiegene und weiter hoch bleibende bzw. weiter steigende Inflationsrate wird füe die Haushalte mit niedrigem Einkommen schmerzlich werden,
bei den Hartz-IV-, ALG-, Kurzarbeitergeldempfängern.

Sicher kommt da wieder ein
"Na und?"
weil die Empathie für diese Empfänger fehlt.

Is doch super. Die EZB hat

Is doch super. Die EZB hat doch ewig gejammert, dass die Inflation ausbleibt.
Jetzt muss halt nur ein wenig an der Lohnspirale gedreht werden, sonst haben wir bald nur noch exportwirtschsft und die Binnennachfrage bricht völlig zusammen.
Hohe Preise lassen sich mit hohen löhnen leicht bezahlen. Sieht man gut in der Schweiz.

Schuldenabbau

Wenn die Inflation von 2% auf 4% steigt, verdoppelt sich die Abbaugeschwindigkeit bei den öffentlichen Schulden. Allein durch die Geldentwertung hat man nach 5 Jahren schon fast 1/4 der Schulden "abgetragen", ohne auch nur einen Cent gezahlt zu haben. Pfiffig!

Der Ausgleich kommt demnächst

Sollte die CO2-Steuer nicht wieder irgendwie zurückfließen an die BürgerInnen? Mir war da so, dass es für Wenigverursachende sogar ein Gewinn werden sollte. Oder hab ich da was verwechselt? Dann ist die Inflation doch in Wirklichkeit geringer. Das Geld kommt nur etwas später zurück zu uns.

15:28 von Adeo60

auch den fm wirds freuen. kann er noch mehr geld aus dem fenster werfen.

@Peter Kock, 15.20 Uhr - Staatsschulden werden nie zurückgezahlt

"So auch Deutschland und alle denken nur an den Nullzins und argumentieren : Geld kostet doch nichts ! Nur, unser realer Staatsschuldenberg ist bereits mehr als 6,4 Billionen und so sind die kommenden, noch nicht geborenen 50 Generationen, bereits verschuldet!"

Das Spiel läuft so: Der Staat verschuldet sich, idealerweise wie jetzt zu Nullzins oder Negativzins und das idealerweise mit lang laufenden Papieren. Dann kommt die Inflation, damit nominell höhere Steuereinnahmen. Mit denen zahlt man aber nicht zurück, wozu auch? Wenn ein paar Jahre später die Papiere auslaufen und der Staat den Betrag zurücküberweist, macht er das mit frisch geliehenem Geld. Das bekommt er problemlos, weil das Sümmchen dank Inflation dann auch nicht mehr so grausig hoch aussieht.

Beispiel: Einhundert Autobahnkilometer waren in den 70ern mit gut 100 Mio. D-Mark sauteuer. Die dafür aufgenommenen Schulden wurden seitdem immer nur umgeschuldet. Und oh Wunder: 50 Mio € sind heute ein Kleckerbetrag für den Staat.

Surprise, surprise ...

Zitat: "Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli sprunghaft angestiegen und nähern sich der Marke von vier Prozent. "

Surprise, surprise ... zuerst druckt die EZB - gegen bestehende Verträge, um marode Staaten, Banken und Unternehmen im Süden des Euroraums weiter künstlich am Leben zu halten - Geld aus dem Nichts als gäbe es kein morgen - die Geldmenge M3 ist alleine seit 2015 alleine um mehr als 40 % angestiegen, und dann wundert man sich über einen entsprechenden Preisanstieg??

Diejenigen, die sich immer so sehr über eine Mietpreisexplosion beschweren, sollten dort einmal die Ursache suchen, anstatt in sinnloser Weise die Lage mit sozialistischem Unfug wie "Mietpreisbremsen" noch einmal zu verschlimmbessern.

Q:

"https://de.statista.com/statistik/daten/studie/241829/umfrage/entwicklung-der-geldmenge-m3-in-der-euro-zone/"

Inflation war zu erwarten

Die Symptome der Inflation sind vielfältig. Das haben Volks- und Wirtschaftswissenschaft längst angeführt. Arbeitsmodelle, Digitalisierung, Weggbrechen ganzer Konzerne durch Billigländer und Pandemie haben auch gezeigt, wie anfällig unser vermeintlich starkes System ist. Niedrige Löhne, Arbeitslosigkeit, Umsatzprobleme oder nur einfach Rationalisierung und Umbruch in klassischen Branchen lassen erkennen, dass nichts mehr rund läuft. Höhere Löhne und gerechte Einkommen weltweit schrauben die Kosten auch in die Höhe. Sind aber auch gewollt und gefordert. Außerdem ist die Geldschwemme umstritten und die EZB hat hier wohl nicht den klügsten Weg gewählt.

Am 29. Juli 2021 um 15:28 von Adeo60

Der Anstieg der Inflation kommt nicht überraschend. Nicht nur der Mehrwertsteuereffekt, auch die höheren Energiepreise haben dazu beigetragen. Die Märkte reagieren indes gelassen. Im Fokus stehen die guten Daten vom deutschen Arbeitsmarkt und auch die Unternehmenszahlen stimmen ebenfalls optimistisch.
__
Das wird diejenigen, die die Preise aufgrund ihres Einkommens im Blick haben müssen, nicht sonderlich trösten. Vllt hat so mancher nicht bedacht, was u.a. die CO2-Bepreisung für Effekte in vielen Bereichen hat. Also jetzt bitte nicht darüber jammern !

Enteignung?

"Hohe Preise lassen sich mit hohen löhnen leicht bezahlen. Sieht man gut in der Schweiz"
Richtig - nur leider sind wir in Deutschland mit sinkendem Lohnniveau. Oder glaubt jemand an Tarifabschlüsse/Rentensteigerung +4%? Damit wird ein anderer, gern verschwiegener, Effekt verstärkt: Die schleichende Enteignung kleiner und mittlerer Vermögen und der weitere Wertverlust von Lebensversicherungen. Das mag angesichts der staatlichen Rekordverschuldung gewollt sein - hat nur nichts mehr mit sozialer Marktwirtschaft zu tun. Ob die nächste Regierung den Mut hat, hier gegenzusteuern? Die alte bestimmt nicht ...

Blackrock-Chef Larry Fink hat

Blackrock-Chef Larry Fink hat seinen Mitarbeitern eine Gehaltserhöhung um acht Prozent ab September in Aussicht gestellt. Den Aufschlag erhalten alle Festangestellten bis hin zu allen Führungsebenen. Dies geht aus einer E-Mail von Konzernchef Larry Fink und Unternehmenspräsident Rob Kapito an die Mitarbeiter hervor.

Das hat mit der Mehrwertsteuererhöhung nichts zu tun

Denn es ist ein internationales Phänomen.

Experten hatten vor zwei Monaten noch behauptet, es handele sich um temporäre Effekte.

Inzwischen ist auch der IWF sich nicht mehr so sicher ...

In Deutschland beobachte ich einen enormen Corona-bedingten Preisauftrieb bei allen Dienstleistern, dazu gehört die Gastronomie und Hotellerie, aber auch das Handwerk, der Handel und selbst kommunale Dienstleister.

Dazu kommt die Verteuerung von Energie, Mieten und Lebensmitteln.

Bei den Mieten ist das auch ein Corona Effekt (ähnlich dem der die Immobilien- und Börsenhausse erzeugt hat).

Hinzu kommt die massiv gestiegene Nachfrage nach Rohstoffen und Halbfertigerzeugnissen der boomenden chinesischen Wirtschaft.

Das sind nicht nur Mikrochips für die Automobilindustrie - übrigens ein Problem das D nicht in der Lage war zu lösen, trotz großer Anstrengungen - es geht auch um Baustoffe (Sand, Holz) und um Stahl und Buntmetalle.

Ich sehe die Inflationsrate in D in 2022 inzwischen bei 7 Prozent

Grund ist der Mehrwertsteuereffekt?

Zitat: "Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli sprunghaft angestiegen und nähern sich der Marke von vier Prozent. Grund ist der Mehrwertsteuereffekt. "

Die temporäre Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 % im zweiten Halbjahr 2020 soll die Ursache für die horrende Inflationsrate von fast vier Prozent sein?

Und die Tatsache, dass die EZB die Geldmenge M3 um fast 1,5 Billionen 2020 erhöht hat, während pandemiebedingt in vielen Branchen Wertschöpfungsketten zusammengebrochen und das Güterangebot damit zurückgegangen war, hat damit wohl gaaaanz nichts zu tun, wie?

Die Mehrwertsteuersenkung war sowieso eine ineffektive Maßnahme, da die Änderungskosten meist die Preissenkungen wieder wettgemacht hatten.

Q:

"https://de.statista.com/statistik/daten/studie/241829/umfrage/entwicklung-der-geldmenge-m3-in-der-euro-zone/"

...nicht erst seit Juli

Bei mir steigt alles schon seit langem sprunghaft .......

..... Miete + 19,9 % (2016) und + 15 % (2020), Fernwärme + 10% (2021), Müll und Sperrmüll + 25% (2021), Strom (stetig, kontinuierlich, ungenierlich) , Wasser, Abwasser, Krankenkasse.......

Warum die Bürger nicht mehr konsumieren?

Wovon, bitteschön?

Jo, passt

zumindest für alle, die Vermögenswerte haben... ihr Vermögen steigt nominell weiter, die Einkommen verharren gemäß aktueller Tarifabschlüsse mehr oder weniger auf der Stelle und die Einkommensbezieher erleiden deutliche Kaufkraftverluste.

Denjenigen ohne vorhandenes Vermögen wird es somit noch schwieriger gemacht, Vermögen zu bilden, und es geht wieder mehr in Richtung Hand in Mund...

Die Geringverdiener können sich dann unterdessen schonmal Gedanken machen, ob Sie im Winter essen oder heizen wollen.

Die Politiker insbesondere von CDU und CSU sowie FDP können sich bestimmt wieder über ihre diskreten Erfüllungsboni freuen, die die Profiteure Ihnen großzügig zukommen lassen.

Ich hoffe nur dass die 0,1 % dieses Landes / Europas daran denken, dass einem all das ganze angeräuberte Vermögen gar nichts mehr nützt, wenn die ganze Welt ein sozialer Brennpunkt ist. Es sei denn natürlich man hat kein Problem damit, von Gated Community zu Gated Community zu hoppen... vermutlich ist es so.

Am 29. Juli 2021 um 15:39 von Nordbraut

Sollte die CO2-Steuer nicht wieder irgendwie zurückfließen an die BürgerInnen? Mir war da so, dass es für Wenigverursachende sogar ein Gewinn werden sollte. Oder hab ich da was verwechselt? Dann ist die Inflation doch in Wirklichkeit geringer. Das Geld kommt nur etwas später zurück zu uns.
__
Sie glauben wohl auch an den Osterhasen.
Ich bin da eher skeptisch. Den Aufpreis wird zunächst mal jeder Bürger berappen müssen. Ob, wenn ja in welcher Höhe und für wen und mit welchem Aufwand dann vllt der ein- oder andere etwas zurück erhält, das wird noch abzuwarten sein.
Jetzt bloss nicht jammern. Es haben sich doch viele über die CO2 Bepreisung gefreut.
Dann jetzt bitte weiterfreuen !

Rechnen sollte man schon können ....

... wenn man bei Wirtschaftsfragen mitreden will. Aber anscheinend können das hier die Wenigsten. Manche fangen in ihrer Argumentation ja auch richtig an, um dann ganz schnell abzudrehen und sich im Unsinn aufzulösen.
Voriges Jahr hatten wir ab Juli die Senkung der Mehrwertsteuer um 3%. Dies hatte zur Folge, daß die Preissteigerung manchen Monat sogar ins Minus lief, die Waren also billiger wurden. Jetzt fällt dieser Effekt weg, weil die MwSt wieder in der regulären Höhe erhoben wird. Das sind also schon 3 von 3,8%. Und wieviel bleibt dann über? Mal ganz scharf nachdenken bitte!
Besonders toll finde ich die Feststellung, daß es sich bei den Angaben um Bruttopreise handelt. War das jemals anders? Und was unterscheidet bei Waren den Brutto- vom Nettopreis? Auch hier mal ganz scharf nachdenken bitte!

Dankbarkeit

Ich bin so unendlich dankbar, dass wir so großartige Politiker haben, die solche Sachen lenken. Kalte Enteignung. Dankbarkeit pur. Und die Medien, so wundervoll kritisch. Erkennen, dass dieses alles einem größeren Ziel unterliegt und halten sich zurück. Danke. Danke. Danke.

Es gibt ein anderes Problem

„4 Prozent Inflation bei Nullzinsen“ mögen dramatisch klingen.

Das eigentliche Problem Deutschlands hat der IWF erst jetzt definiert:

Unter allen OECD Ländern hat Deutschland das zweitniedrigste Wachstum!

Und selbst das sähe noch viel düsterer aus, wenn nicht die vor Kraft strotzende chinesische Wirtschaft die deutschen Firmen von Adidas bis VW mitziehen würde ...

Davon hat der deutsche Mittelstand aber nichts. Ein Großteil der Gewinne in China werden von der deutschen Industrie vor Ort reinvestiert. Das BSP steigt dennoch ..,

Hier zeichnet sich am Horizont bereits eine massive Strukturkrise und Soziale Frage ab.

Na dann wird

es Zeit, Löhne und Renten kräftig anzuheben.
Es ist aber nicht nur der Mehrwertsteuer Effekt, ich war beim Frisör, die haben den Coronaaufschlag einfach behalten, und nicht zurückgenommen.
Urlaub in Deutschland plane ich immer ein Jahr im Voraus, gleicher Platz, gleiche Zeit, 100 Euro die Woche mehr.
Um nur mal 2 Beispiele zu nennen, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind.
Der CO2 Preis wird uns noch mächtig zu schaffen machen, das ist erst der Anfang das er auf die Preise durch schlägt.
Augen auf bei der Wahl, kann ich nur sagen.

Weshalb nichts konkretes

Wenn gesagt wird, die Inflation sei größtenteils auf die geringere Mehrwertsteuer im vergangenen Jahr zurückzuführen - dann sollte es doch möglich sein, dies bei der Statistik zu berücksichtigen und entsprechend zu veröffentlichen, z.B. Inflation ist 4%, bereinigt um die Mehrwertsteuersenkung 2020 entspricht dies z.B. 3,8% oder 2,5% - so einfach könnte man es machen, wenn man den Menschen die Wahrheit sagen will. Aber jetzt wird nebulös von Steigerung durch Mehrwertsteuereffekt gesprochen. Das ist unseriös und läßt die Schlussfolgerung zu, dass die Inflation vielleicht doch nicht so stark gestiegen ist durch den Mehrwertsteuereffekt.
Wäre es nicht auch wünschenswert, unterschiedliche Inflationsraten zu nehmen, eine für Rentner, eine für Berufstätige.
Es gibt EU-Länder, die dies bereits so machen und da ist die Inflationsrate für Renter immer fast 1% höher als die für die Berufstätigen, denn ein Rentner verbraucht das meiste Geld für Wohnung und Lebensmittel, Haushaltschemie.

Die „kleinen“ Leute sind wichtig

Das gehört zur „DNA“ vieler Länder, auch der USA, oder Süd- und Osteuropas.

Deutschland hat leider eine auf Großunternehmen fokussierte Wirtschaftspolitik.

Zwar machen diese in China ein gutes Geschäft, nur kann das die lahmende Binnenkonjunktur nicht ausgleichen.

Viele Gewerbetreibende hierzulande versuchen die auch mittelbaren Pandemiekosten wieder über steigende Margen hereinzuholen.

Bekannt wurde dies zB von Autovermietern.

Sobald die Nachfrage damit nicht mehr Schritt halten kann, droht eine massive Rezession getrieben durch einen Dominoeffekt von Insolvenzen.

Und das verrückte daran: die großzügigen Staatshilfen in der Pandemie wirken letztlich als Verstärker des Abschwungs.

Jahrelang hat die EZB jeden

Jahrelang hat die EZB jeden Monat 60 und später 80 Milliarden Euro auf in die Finanzmärkte gepumpt, damit die Inflation steigt. Zuletzt hat Frau Lagarde noch angekündigt, damit weitermachen zu wollen.
Wenn dann nun die Inflation gestiegen ist, könnte die EZB ja weiter Geld zur Verfügung stellen, um die Geringverdiener und Arbeitslosen und Europa damit zu beglücken.
Gerade bei diesen Menschen wird das Geld dringend benötigt und sie geben es auch zu 100% wieder aus und damit in den Wirtschaftskreislauf zurück.

"Ob die nächste Regierung den

"Ob die nächste Regierung den Mut hat, hier gegenzusteuern? Die alte bestimmt nicht ..."

Die neue Regierung wird wie die alte sein, also nichts unternehmen. Die Zentralbanken werden erst von der Niedrig- bzw. Kein-Zins-politik ablassen wenn sämtliche privaten Kleinvermögen mangels anderer Anlagemöglichkeiten auch noch im Börsen- und Aktienzockerparadies verschwunden sind. Das ist das wahre Ziel, das bisher einigermaßen erfolgreich durch die Inflationslüge verschleiert wurde. Die fliegt jetzt auf, aber wen kümmert's? Müssen die BWL- und VWL- Scharlatane eben neue Märchen erfinden.

@Adeo60

Korrekt. Hatte kurz Sorge in mein Portfolio zu schauen nach der Nachricht, aber scheinbar ist das „Inflations-Gespenst“ endlich zur Halloween-Attraktion gefallen.

@weingasi1

An den Osterhasen glaube ich schon seit einiger Zeit nicht mehr. Ich stimme Ihrer Einschätzung ja auch zu. Ich wollte nur mal darauf hinweisen, dass da irgendwas in der Richtung gesagt wurde, als die Bepreisung eingeführt und von einigen sogar für sinnvoll erachtet wurde. Leider kann ich mich aber nicht mehr genau erinnern. Wahrscheinlich geht es vielen so.

Inflation, Kurzarbeit usw.

Na ja unsere Politiker reden darüber intelligent, aber Ahnung haben die davon keine.
Hat man ja schon vom Vizekanzler vernommen, wie meinte der noch als er zu den momentanen Preisen befragt wurde "er habe ein anständiges Einkommen da achtet man nicht so auf die Preise" oder so ähnlich.

Inflation ist etwas was den Kleinverdienern und Ärmeren sorgen bereitet und wo die Vielverdiener so wie Wohlhabenden drüber diskutieren (lamentieren)!

Tarifverhandlung jetzt?

Ist den das nun der richtige Zeitpunkt für Tarifverhandlungen?
Zum Inflationsausgleich könnten nun ohne Widerrede 4% Lohnerhöhung durchgesetzt werden und dann natürlich auch noch ein paar Prozent mehr, als tatsächliche Lohnerhöhung.
10% mehr müßten doch nun in jedem Gewerk möglich sein. Mal sehen, ob Verdi weiterpennt?

@weingasi1 15:54

"Den Aufpreis wird zunächst mal jeder Bürger berappen müssen. Ob, wenn ja in welcher Höhe und für wen und mit welchem Aufwand dann vllt der ein- oder andere etwas zurück erhält, das wird noch abzuwarten sein."

Ich hätte da ja einen Vorschlag, welche Partei man wählen sollte, damit es zu einer solchen Rückzahlung kommt.
Kleiner Tipp: CD/SU, FDP und AfD sind es auf keinen Fall ...

Konkrete Zahlen...

Meine Lebensgefährtin hat sich vor einem halben Jahr eine relativ schlichte Neubau-Eigentumswohnung in einer Stadt mit ca. 15000 Einwohnern (etwa 90qm) für stolze 540000,-Euro gekauft. In einem neuen Projekt der gleichen Firma kostet eine nahezu identische Wohnung nun fast 600000,-. Ich finde, solche Zahlen zeigen deutlicher als Prozentangaben, dass das mit der Inflation gar nicht so schlimm ist und sie nur von einigen benutzt wird, um die EZB in den Schmutz zu ziehen.

@wenigfahrer 16:08

"Der CO2 Preis wird uns noch mächtig zu schaffen machen, das ist erst der Anfang das er auf die Preise durch schlägt.
Augen auf bei der Wahl, kann ich nur sagen."

Ja, kann ich auch nur sagen.
Wählen Sie die Partei, die vom CO2-Preis einen großen Teil zurückzahlen möchte.

Keinesfalls darf man Parteien wählen, die gar keinen CO2-Preis fordern, weil das zum einen mittel- und langfristig viel teurer und außerdem weltfremd wäre.

Der CO2-Preis, in welcher Form auch immer, wird definitiv kommen. Daran führt kein Weg vorbei.
Und dann kann man ja auch gleich die wählen, die ihn sozialverträglich ausgestalten wollen.

15:22 von weingasi1

wer ist chef der ezb? richtig , eine treue erfüllungsgehilfin vom franzosen macron. sie tut alles für ihn, wie vorher schon für sarkosy

Nun,

ich bin kein Experte, was mehr treibt, eins weiß ich aber : Wenn ich meine persönliche Inflation berechne, komme ich wegen stark gestiegener Lebensmittelpreise auf eine Inflation von gut 7 %. Da wir bei Neuanschaffungen wie Fernseher, Waschmaschine oder Kühlschrank auf Qualität achten, kommen solche Käufe vielleicht einmal in 10 Jahren vor, Lebensmittel brauche ich aber für meine 4 Köpfige Familie täglich, und das kostet eben. Selbst Benzin ist bei uns nicht ein So großer Preistreiber, da unser einzigstes Auto auf Flüssiggas umgerüstet ist, und wir soviel wie möglich mit dem Fahrrad erledigen, von daher wird das Auto 2-4 mal die Woche bewegt. Was die kommenden Tarifverhandlungen angeht : Die Gewerkschaften sollten ruhig etwas auf Konfrontation gehen, die Lohnzurückhaltungen der letzten Jahre sind in diesen Zeiten absolut Kontraproduktiv.

wer hätte das gedacht

alles wieder fit. bei einer preissteigerung der einfuhr/grosshandelspreise von ca 10% haben hier die sog. experten sicherlich sehr niedrig gerechnet. und natürlich erhöht madame die zinsen nicht, weil sonst einen tag später ihr france und italien pleite wärenr. Aber warum darrf man das hier in der ARD nicht offen sagen? verstehe ich nicht!

Was tut man dagegen ?

Mehrwertsteuererhöhung zurücknehmen ! :-)

Natürlich würde das nichts bringen.

Man könnte aber tatsächlich etwas tun, was Millionen Sparer entlasten würde:

Nämlich die Nullzinspolitik beenden und den Zinssatz sukzessive anheben. Hierdurch ließen sich die zu erwartenden wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen durch die Fortsetzung des aktuellen Kurses vermeiden.

Es gibt nur einen kleinen Haken: die Entscheider in der Politik wollen das nicht, es hätte negative Auswirkungen auf die „Märkte“ (Börsenkurse) und auf die Refinanzierung der Pandemiekosten.

Und: D verweist auf die Zuständigkeit der EZB, auf die man „keinen Einfluss“ hätte ...

Deshalb wird die Inflation weiter galoppieren.

die EZB zieht munter weiter gegen Löhne & Sparer zu Felde

damit bestimmte demokratische Politiker in der EU sich weiter Wahlsiege kaufen können, denn genau das wird durch die Geldschwemme bewirkt: Konsequenzen schlechter Politik werden überdeckt. Deutschland finanziert das praktisch. Ist das noch Demokratie? Ich denke nicht.

Wer soll das alles auf Dauer durchhalten?

Das schafft ja bald nicht mal mehr der s.g. Mittelstand.
Politiker sind sowieso vom anderen Stern und merken nichts.
Reiche Leute bezahlen halt mehr und setzten teilweise die Mehrbelastung von der Steuer ab.
Menschen, die gar keine Möglichkeiten haben ihren finanziellen Status überhaupt irgendwie positiv zu beeinflussen, bleiben panisch auf der Strecke. (Das ist wohl auch die Mehrheit).
Man kann einfach nichts mehr einsparen!
Niemand von der "Oberen Garde" (Politiker, Konzernchefs, Manager, Vorstands-Mitglieder, Banken uvm.) hat ein Interesse daran, dass es der Bevölkerung gut geht oder gehen könnte.
Es wird ganz offensichtlich gegen "den Normalbürger" agiert!
Wird ganz offensichtlich gezeigt, niemand sagt was!
Mir fehlen die Worte.

Obacht Leute

Auf der Bank gibt es keine Zinsen mehr, die Inflationsrate steigt auf 3,8 % und der Euro soll auch noch in eine Digitalwährung umgewandelt werden. Man könnte dies auch eine politisch gewollte Verarmung der Gesellschaft nennen. Und wenn der Digital-Euro kommt, dann hat der kleine Mann, wenn es Politik und die Banken wollen, auch keinen Zugriff mehr auf sein möglicherweise noch vorhandenes Ersparten. Es wird die Blütezeit der Tafeln und Suppenküchen!

Wer seine Mehrausgaben reinholen kann, der tut es

Es ist doch nun wirklich keine Überraschung:

Es gibt Hunderttausende Gewerbetreibende, Vermieter und Selbständige in Deutschland die unmittelbar oder aufgrund sinkender Nachfrage Einkommenseinbussen erleiden mussten. Und die holen sich ihr Geld jetzt einfach wieder zurück !

Die Bauern gehören übrigens auch dazu, weshalb auch die Erzeugerpreise angezogen haben.

Dazu kommen erhöhte Transport- und Speditionskosten, wozu auch die gestiegenen Benzinpreise beigetragen haben (offenbar erwünscht zur Reduzierung des CO2 Aufkommens).

All das wird zu einem weiteren Rückgang des Konsums führen. Aber nicht zu sinkenden Preisen.

Eine Lösung wäre, die Kaufkraft durch Steuerentlastungen oder Lohnerhöhungen zu vergrößern. Für Ersteres sieht die Politik aber keinen Spielraum und für Letzteres sehen die Arbeitgeber keinen Spielraum „weil die Pandemie so teuer war“.

Derweil bauen deutsche Firmen ihre Investments in China weiter aus ...

Die Politik fördert das sogar noch.

Am 29. Juli 2021 um 15:54 von Marmolada

Warum die Bürger nicht mehr konsumieren?
___
Nun war das ja in den vergangenen 18 Monaten mal garnicht so leicht mit dem Konsum. Vom Internethandel mal abgesehen und da werden bestimmt einige auf den Geschmack gekommen sein, was dem örtlichen EZH auch nicht zum Vorteil gerechen dürfte, der ohnehin viele Federn lassen musste.

re 16:14 Basil Disco: Scharlatane

>>Die Zentralbanken werden erst von der Niedrig- bzw. Kein-Zins-politik ablassen wenn sämtliche privaten Kleinvermögen mangels anderer Anlagemöglichkeiten auch noch im Börsen- und Aktienzockerparadies verschwunden sind. Das ist das wahre Ziel, das bisher einigermaßen erfolgreich durch die Inflationslüge verschleiert wurde. Die fliegt jetzt auf, aber wen kümmert's? Müssen die BWL- und VWL- Scharlatane eben neue Märchen erfinden.<<

Ihr Post scheint mir typisch für diesen thread, in dem einige ja wie befreit endlich mal wieder über „die Zentralbanken“, die „Regierung“ und die „BWL- und VWL- Scharlatane“ herziehen. Wow, muss das eine Freude sein, nach so vielen Jahren unken endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Aber gemach, gemach: Diese Preissteigerungsrate war tatsächlich längst absehbar und war auch kaum vermeidbar. Schon gar nicht durch die EZB.
Das Thema ist natürlich komplex, aber hier liegt keine „Geldschwemme“ vor sondern eine (vorübergehende) Güterknappheit.

Ist so!

Am 29. Juli 2021 um 15:54 von tayling

Die Politiker insbesondere von CDU und CSU sowie FDP können sich bestimmt wieder über ihre diskreten Erfüllungsboni freuen, die die Profiteure Ihnen großzügig zukommen lassen.
__
Ich fürchte mich viel mehr vor den weiteren Kostentreibern, die auf die Bürger zukommen, wenn die Grünen grosse Wahlerfolge verzeichnen können. Die Preissteigerungen werden dann auf jeden Fall kommen. Ob ein Ausgleich erfolgt, lasse ich mal dahin gestellt. Die werden im übrigen, wenn überhaupt höchstens im Nachhinein erfolgen Die erhöhten Kosten müssen ja aber sofort bezahlt werden.

re 16:26 Maria und Josef: Denken und Verstehen

>>wer hätte das gedacht
alles wieder fit. bei einer preissteigerung der einfuhr/grosshandelspreise von ca 10% haben hier die sog. experten sicherlich sehr niedrig gerechnet. und natürlich erhöht madame die zinsen nicht, weil sonst einen tag später ihr france und italien pleite wärenr. Aber warum darrf man das hier in der ARD nicht offen sagen? verstehe ich nicht!<<

Ich glaube, hier haben Sie einfach Recht! Sie scheinen es wirklich nicht zu verstehen.

Wenn man offen sagen kann, dass man etwas nicht offen sagen kann, dann kann man nicht sagen, dass man etwas nicht offen sagen kann. Obwohl man es offen sagen kann.

Ich gebe zu, dies ist auch nicht einfach zu verstehen.

Wenn man hier auf TS gleichzeitig liest, dass heute der jährliche "Erdüberlastungstag" ist, weil die Menschheit schon lange regelmäßig mehr Ressourcen verbraucht als auf natürliche Weise erneuert werden können („Gegenwärtig verbraucht die Menschheit 74 Prozent mehr als die Ökosysteme des Planeten regenerieren können“, siehe tagesschau.de/inland/erdueberlastungstag-ressourcen-101.html), drängt sich bei diesem „Plädoyer“:
„EZB-Direktor Panetta plädiert dafür, die Wirtschaft sogar regelrecht heiß laufen zu lassen, um die Teuerungsrate auf zwei Prozent zu hieven. Es sei eventuell erforderlich, die Wirtschaft ein wenig auf Touren zu bringen“
die Frage auf, WOMIT bzw. auf welcher Basis man die Wirtschaft „regelrecht heiß laufen lassen“ will.

@Andi13 16:23

"Selbst Benzin ist bei uns nicht ein So großer Preistreiber, da unser einzigstes Auto auf Flüssiggas umgerüstet ist,"

Ich weiß ja nicht genau, wie es bei Erdgas ist, aber bei dem von mir verheizten LPG ging es zu Jahresbeginn aufgrund gestiegener Steuersätze um mehr als 10% nach oben.

Am 29. Juli 2021 um 16:11 von Kritikunerwünscht

Wäre es nicht auch wünschenswert, unterschiedliche Inflationsraten zu nehmen, eine für Rentner, eine für Berufstätige.
Es gibt EU-Länder, die dies bereits so machen und da ist die Inflationsrate für Renter immer fast 1% höher als die für die Berufstätigen, denn ein Rentner verbraucht das meiste Geld für Wohnung und Lebensmittel, Haushaltschemie.
__
Ich weiss nicht, welche Rentner Sie kennen. Kann sich nur um sehr alte und kranke Senioren handeln. Die, die ich kenne, sind sehr agil und mobil, haben Hobbies, fahren hierhin und dorthin und gönnen sich vieles, wozu sie früher keine Zeit hatten.
Warum Senioren besonders viel "Haushaltschemikalien" brauchen, habe ich noch nie gehört.

um 16:23 von Karl Maria Jose...

Wollen wir mal sortieren ?
Der Mann heißt Sarkozy.
Der war französischer Präsident bis 2012. Lagarde ist seit 2019 EZB-Präsidentin. Vorher war sie Chefin beim IWF, aber auch nur mit kurzer zeitlicher Übereinstimmung mit Sorkozys Präsidentschaft. Was hat sie denn in der kurzen Zeit für Sarkozy geleistet ? (also genau genommen in 2012).

um 16:32 von Möbius

>>
Man könnte aber tatsächlich etwas tun, was Millionen Sparer entlasten würde:

Nämlich die Nullzinspolitik beenden und den Zinssatz sukzessive anheben. Hierdurch ließen sich die zu erwartenden wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen durch die Fortsetzung des aktuellen Kurses vermeiden.
<<

Sie meinen ernsthaft, dass man mit höheren Zinsen zu einer niedrigeren Inflation käme ? Wie heißt diese Theorie ?

@Adeo

Abgesehen von den Arbeitslose, Studenten und Rentnern aber die spielen keine Rolle..?

@ Möbius

Millionen Sparer entlasten würde: Nämlich die Nullzinspolitik beenden und den Zinssatz sukzessive anheben.

Bin ich dagegen. Für uns Bauherren wäre das ziemlich doof. Hohe Zinsen sind unsozial. Geld ausleihen ist ja noch keine Leistung.

Am 29. Juli 2021 um 16:18 von DrBeyer

Ich hätte da ja einen Vorschlag, welche Partei man wählen sollte, damit es zu einer solchen Rückzahlung kommt.
Kleiner Tipp: CD/SU, FDP und AfD sind es auf keinen Fall ...
___
Ich hätte da eine andere Idee. Ohne die Beteiligung der Grünen würden die Erhöhungen erheblich moderater ausfallen. Dann braucht man auch nichts zurückzahlen.
Über die AFD brauchen wir natürlich garnicht erst reden.

@ Peter Kock - Falschaussage

Inflationsrate von 4 % Aus der EU kommt eine starke Arbeit..... sie drucken Geld was das Zeug hält!

Das ist aber falsch. Die Bargeldmenge hat nicht zugenommen.

Am 29. Juli 2021 um 16:23 von Andi13

. Selbst Benzin ist bei uns nicht ein So großer Preistreiber, da unser einzigstes Auto auf Flüssiggas umgerüstet ist, und wir soviel wie möglich mit dem Fahrrad erledigen, von daher wird das Auto 2-4 mal die Woche bewegt.
__
Die höheren Preise für z.B. Benzin haben aber Auswirkungen auf viele Dinge nicht nur aufs Autofahren. Transporte von fast allen Gütern, Produktion von vielen Dingen usw.

@DrBeyer, 16.18h

Ja dann werde ich die Grünen wählen.-
Da bekomme ich dann, wenn es hoch kommt, 0,005 ct pro KW Strom zurück.
Das gleicht meine notwendigen Sprit- und Heizungskosten mehr als genug aus.

@Seebaer1, 16.19h

Herzlichen Dank.
Der war wirklich gut.
Im Ernst.
Mein Nachbar baut gerade um.
Baustahl hat sich im Verhältnis zum vergangenen jahr um schlappe 500 % verteuert.

16:26, Karl Maria Jose...

>>wer hätte das gedacht
alles wieder fit. bei einer preissteigerung der einfuhr/grosshandelspreise von ca 10% haben hier die sog. experten sicherlich sehr niedrig gerechnet. und natürlich erhöht madame die zinsen nicht, weil sonst einen tag später ihr france und italien pleite wärenr. Aber warum darrf man das hier in der ARD nicht offen sagen? verstehe ich nicht!<<

Können Sie mir eine Nationalbank eines Industrielandes nennen, welche die Zinsen erhöht?

@15:37 von DeHahn

>> ..., ohne auch nur einen Cent gezahlt zu
>> haben. Pfiffig!

Endlich mal jemand, der das System verstanden hat. -.-

@ gdi - Gehälter steigen

Enteignung? "Hohe Preise lassen sich mit hohen löhnen leicht bezahlen. Sieht man gut in der Schweiz"
Richtig - nur leider sind wir in Deutschland mit sinkendem Lohnniveau

Das ist allgemein nicht richtig, es hängt von der Branche ab. Mein Gehalt ist seit Sommer 2011 um etwa 25% gestiegen. Man muss sich ja nur die Gehaltsabrechnungen ansehen. Ich bin im öffentlichen Dienst.

@ AufgeklärteWelt

die EZB zieht munter weiter gegen Löhne & Sparer zu Felde

Das ist nicht die EZB. Das Phänomen ist in allen Industrienationen das gleiche. In der Schweiz sind die Zinsen beispielsweise noch niedriger.

Was ist mit dem 2% Ziel der EZB passiert?

Nun, inzwischen hat man es etwas aufgeweicht:

Jetzt heißt es „2% oder höher“ - man muss ja mit der Zeit gehen. :-)

Aus meiner bescheidenen Sicht muss die ultralockere Geldpolitik der EZB sofort beendet werden, weil sonst eine Lohn-Preis-Spirale wie in den 1970ern droht.

Nur, damals haben Sparer noch bis zu 10% Zinsen aufs Sparbuch bekommen und nicht wie heute 0,25 %.

re 16:39 AufgeklärteWelt: Demokratisch?

>>die EZB zieht munter weiter gegen Löhne & Sparer zu Felde, damit bestimmte demokratische Politiker in der EU sich weiter Wahlsiege kaufen können, denn genau das wird durch die Geldschwemme bewirkt: Konsequenzen schlechter Politik werden überdeckt. Deutschland finanziert das praktisch. Ist das noch Demokratie? Ich denke nicht.<<

Das ist nicht „noch“ Demokratie, das ist eine funktionierende Demokratie!
Offensichtlich ist ja die EZB der Lieblingsfeind aller um die „Demokratie Besorgten“.

Bei Stimmigkeit der vorgebrachten Thesen müssten wir ja längst die erwartete Hyperinflation und eine herbeigeschriebene verarmte EU-Volkswirtschaft haben.

Haben wir aber nicht! Auch hier ist die Sache wieder komplex, aber der Hauptgrund hierfür ist, dass sich die EZB als supranationale Institution genau in dieser Situation geldversorgungsbedingte Nachfrageausfälle kompensiert und die Geldentwertung sehr bedarfsgerecht und pragmatisch und vor allem unaufgeregt gesteuert hat.

Well done!

Das ist noch nicht alles.

Nur ein Mehrwertsteuer-Effekt?! Nein. Nicht erwähnt wird der massive Anstieg von Rohstoffpreisen. Teilweise sind u. a. petrochemische Produkte im Einkauf zwischen 25 und 50% gestiegen, Holz gar um gut 300%. Das trifft die Baubranche aktuell besonders hart. Die Preissteigerungen ziehen sich durch das gesamte Segment (Sande, Metalle, Pigmente, Öle/ Kraftstoffe, etc.) Sofern überhaupt verfügbar.

Es ist absurd zu glauben, dass sich die Verbraucherpreise daher wieder normalisieren oder gar sinken werden. Im Gegenteil. Wir sind mitten in einer sich nach oben bewegenden Preis gerade. Erst durch die Anpassung von Löhnen und Gehältern wird sich dieser Zustand relativieren. Und das wird lange dauern. Ich denke, dass wir erst am Anfang einer ziemlich starken Inflation stehen. Für mich ist hier ganz klar ein Versagen der Politik zu erkennen.

Und so beginnt ein teufelskreis.

@Bender Rodriguez um 15:30

> Sieht man gut in der Schweiz<
.
Denken Sie daß noch viele Schweizer nach Südschwaben zum Einkaufen fahren, wenn es hier das gleiche Preisniveau gibt?

@weingasi1 17:00

"Ich fürchte mich viel mehr vor den weiteren Kostentreibern, die auf die Bürger zukommen, wenn die Grünen grosse Wahlerfolge verzeichnen können."

Da muss ich Ihnen vehement widersprechen.

Durch die Politik, die die Grünen an der Regierung machen würden, würden sicherlich Preissteigerungen auf uns zukommen.

Die wären aber ein Witz zu dem, was mittelfristig passiert, wenn CD/SU oder gar FDP oder AfD bestimmen dürften. Die sorgen nämlich dafür, dass es ans richtig Eingemachte, nämlich an unsere Existenz, geht!

Und nein, das ist weder Panikmache noch Angstverbreiten, sondern die simple Realität!

16:39 von AufgeklärteWelt

"Deutschland finanziert das praktisch. Ist das noch Demokratie? Ich denke nicht."

Muss Deutschland denn soviel produzieren, exportieren und im Ausland verkaufen? Das ist der Grund dafür, dass D. im Ausland mit Finanzierung stützen muss. Möchten Sie, dass VW, Daimler, Bayer, Siemens (und andere dte. Unternehmen mehr), Mitarbeiter entlassen, weil sie ja sonst dort weniger verkaufen würden? Was denken Sie, wer hier wen stützt. Sagen wir es nicht so laut, aber ohne die Konsumenten und Investoren des Auslands wären wir pleite. Schicken wir denen ein fettes Dankeschön. Stichpunkt Demokratie: sie ist noch da, nächste demokrat. Wahlen sind in 2 Monaten.
Zur EZB: die zieht nicht "munter weiter gegen Löhne & Sparer" zu Felde, sonst hätte jetzt Direktoriumsmitglied Panetta nicht die Arbeitnehmervertreter quasi zwischen den Zeilen (in Interview) aufgefordert, stärkere Lohnerhöhungen zu fordern. Er möchte, dass auch die Gehälter und Löhne zum Heißlaufen der Wirtschaft beitragen mögen.

Treiber der Inflation...

... sind unter anderem die Gastronomie. Letzten Sommer war alles dicht und jetzt sind die Preise exorbitant gestiegen. Wer nicht auswärts ißt, hat keine Probleme mit der Inflation.

Stabile Preise

Die Preise für Dinge des täglichen Lebens sind kaum gestiegen und werden auch weiterhin stabil bleiben.

@weingasi1, 17:00

Ich fürchte mich viel mehr vor den weiteren Kostentreibern, die auf die Bürger zukommen, wenn die Grünen grosse Wahlerfolge verzeichnen können.

Allmählich glaube ich, dass Ihnen als Kind jemand jeden Abend vor dem Einschlafen Angst gemacht hat. Bei mir war das immer der schwarze Mann, "wenn der mal kommt, dann ist das dein Todesurteil", sagte man mir, "da wird es kein Entrinnen geben". Bei Ihnen hat wohl einer immer mit den Grünen gedroht. "Die kommen und nehmen dir dein ganzes Geld weg, und dann verbieten sie dir noch alles". Das muss eine sehr nachhaltige Gut-Nacht-Geschiche gewesen sein.

Also ich habe meine Angst vor dem schwarzen Mann irgendwann im Anschluss an die Kindheit überwunden.

Lohnerhöhungen allein...

... sind keine Lösung. Werden die Löhne erhöht, werden am nächsten Tag die Preise erhöht, darauf müssen dann wieder die Löhne erhöht werden und dann werden wieder die Preise erhöht usw. und so fort - eine menschgemachte und gewollte Endlosschleife.
Irgendwann sind wir dann bei 100 Euro Mindeststundenlohn und ein Brot kostet 50 Euro. Wäre uns übrigens mit einer D-Mark genauso ergangen.
Der Fehler liegt also eindeutig im System. Und das kann man einfach ändern, weil es keinerlei Beschränkungen gibt außer die, die wir uns selbst auferlegen bzw. von Banken, Großkonzernen und div. Politikern aufzwingen lassen..

Zusatzinfo

Eine zusätzlich Info für die Diskussion:

Inflationsrate Juli 2020 zum Vorjahresmonat: -0,1%
Inflationstate Juli 2021 zum Vorjahresmonat: +3,8%

So viel zum Thema Mehrwertsteuereffekt...

um 16:23 von Karl Maria Jose...

>>
wer ist chef der ezb? richtig , eine treue erfüllungsgehilfin vom franzosen macron. sie tut alles für ihn, wie vorher schon für sarkosy
<<

Wollen wir mal sortieren ?
Der Mann heißt Sarkozy.
Der war französischer Präsident bis 2012. Lagarde ist seit 2019 EZB-Präsidentin. Vorher war sie Chefin beim IWF, aber auch nur mit kurzer zeitlicher Übereinstimmung mit Sorkozys Präsidentschaft. Was hat sie denn in der kurzen Zeit für Sarkozy geleistet ? (also genau genommen in 2012).

@weingasi1 17:11

"Über die AFD brauchen wir natürlich garnicht erst reden."

Gerne. :)

"Ich hätte da eine andere Idee. Ohne die Beteiligung der Grünen würden die Erhöhungen erheblich moderater ausfallen."

Das stimmt nur dann, wenn man es sehr kurzfristig betrachtet. Bereits mittelfristig wird es durch die Grünen-Politik ERHEBLICH billiger.
Natürlich immer noch absurd teuer, keine Frage. Aber das, was durch CD/SU- oder gar FDP-Politik auf uns bzw. unsere Kinder zukäme, wäre nur, ..., --
Kennen Sie "Spaceballs"? Und die ganzen Steigerungen der Geschwindigkeit? Das, was über die letzte Stufe der Geschwindigkeit hinausginge, wäre die Entsprechung der Kosten, die uns die genannten Parteien bescheren würden.

17:06 von Nettie

Gibt es einen Gegensatz zwischen Wirtschaftswachstum und "Erdüberlastungstag"? Ja, klar.
Was machen wir dann? Einfach so, als wüssten wir von nix.
Was sagen die ganz Schlauen? Das kriegen wir mit Technologie schon rechtzeitig hin.
Stimmt das, kann das angehen? Bis jetzt nicht! Der Rest ist Verdrängung, sieht man an der Politik, auch heute im Zusammenhang mit der gemeldeten Inflation.
Stimmt also irgendwas nicht? Genau!

@weingassi um 15:54 / @Nordbraut um 15:39

Auch seine Sie doch nicht so pessimistisch. Vertrauen Sie den Politikern (einschl Adeo60), Sie zahlen ja schon seit jahren keinen Soli mehr.

@DerVaihinger 17:15

"Ja dann werde ich die Grünen wählen.-
Da bekomme ich dann, wenn es hoch kommt, 0,005 ct pro KW Strom zurück."

Sie können natürlich auch diejenigen wählen, die gar nichts zurückerstatten.

Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn Sie zu den Richtig-gut-Verdienenden gehören ...

@BlattimWind um 16:02

> die Preissteigerung manchen Monat sogar ins Minus lief, <
.
Ja, viele Einzelhändler blieben auf ihrer Saisonware sitzen und haben nur mit erhebliche Preisnachlässen zumindest einen Teil des eingesetzten Kapitals zu retten versucht. Also nichts mit Märchensteuer, sondern Verlustminimierung.

Fast überall

beim Einkauf von Lebensmitteln habe seit Corona steigende Preise festgestellt.

@ um 17:23 von wieder SPD

„Mein Gehalt ist seit Sommer 2011 um etwa 25% gestiegen.“
Herzlichen Glückwunsch.
Bei mir ist es ähnlich.
Wenn Sie das mit der Inflation verrechnen, kommen dabei ca 0% heraus.
So wie bei allen anderen lächerlichen Tariflohnsteigerungen in allen Bereichen auch.

Dagegen hilft nur sparen,

Dagegen hilft nur sparen, tafeln und schnorren.

@Möbius, 17:29

Nur, damals haben Sparer noch bis zu 10% Zinsen aufs Sparbuch bekommen und nicht wie heute 0,25 %.

Und wann soll diese goldene Zeit gewesen sein, wo man sein Vermögen alle sieben Jahre (!) verdoppeln konnte?

@M.Höffling

Noch etwas was Sie vielleicht nicht bedenken.
Wie entschuldet sich ein Staat ?
Nur , einzig und allein durch Währungsreform denn anders ist es nicht möglich.Und dann ?

@DrBeyer um 16:18

Träumen Sie weiter. Von den Grünen werden Sie nur höhere Zahlungen zurückbekommen.

@ Bender Rodriguez

So eine Schildbürger-Wirtschaft der Lohn/Preis-Spirale ist nicht jedermanns Sache.

@17:29 von Möbius

>>Nur, damals haben Sparer noch bis zu 10% Zinsen aufs Sparbuch bekommen und nicht wie heute 0,25 %.<<

Hier ein Tipp: Bringen Sie Ihr Geld in die Türkei. Dort erhalten Sie 14% Zinsen.

17:10 von wieder SPD / Möbius

Nämlich die Nullzinspolitik beenden und den Zinssatz sukzessive anheben.

Bin ich dagegen. Für uns Bauherren wäre das ziemlich doof. Hohe Zinsen sind unsozial. Geld ausleihen ist ja noch keine Leistung.
----

jetzt brechen sie mal nicht in Tränen aus
ich habe damals auch 7 % bezahlt (kurzzeitig noch mehr)
kam auch zu meinem Haus
und irgendwo muß sich ja auch ne Altersversorgung rechnen
also ein gewisses Mittelmaß nicht schlecht

16:23 von Andi13

Nun,
ich bin kein Experte, was mehr treibt, eins weiß ich aber : Wenn ich meine persönliche Inflation berechne, komme ich wegen stark gestiegener Lebensmittelpreise auf eine Inflation von gut 7 %.
...

die Inflationsrate wird eben über die ganze Bevölkerung gerechnet
und nicht persönlich für den Foristen @Andi13 oder Sisyphos3
der eine fährt schlechter, der andere eben noch schlechter

@weingasi1 und Dr.Beyer :

Lpg Gas ist zwar teurer geworden, aber nicht so sehr wie Benzin, die Erhöhung beträgt bei uns lediglich 3 Cent pro Liter, es macht sich angenehm bemerkbar, das wir relativ viele Autogastankstellen haben, Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.

Was nun die steigenden Preise angeht, die auf die Verbraucher umgelegt werden : Wie ich schon schrieb, sind bei uns die Lebensmittel Preistreiber Nummer 1. Da wir noch ein kleines Grundstück haben, sind wir wenigstens über den Sommer in Eigenversorgung, und größere Anschaffungen haben wir - Gott sei Dank - noch über längere Zeit nicht zu tätigen.

@ nie wieder spd. 17:23

" Das ist allgemein nicht richtig, es hängt von der Branche ab. Mein Gehalt ist seit Sommer 2011 um etwa 25% gestiegen. Man muss sich ja nur die Gehaltsabrechnungen ansehen. Ich bin im öffentlichen Dienst."

Musste jetzt bisschen schmunzeln. Ihre Angabe mit 25% Gehaltssteigerung glaube ich Ihnen sogar, derweil auch ich im Öffentlichen Dienst tätig bin. Der Fairness halber sollten Sie aber auch einräumen, dass ein Großteil unserer Gehaltssteigerungen nicht auf Tariferhöhungen basieren, sondern auf tariflich festgelegten Entgeldstufenaufstiegen. Ein Automatismus eben. Erwischt :-)

15:37 von DeHahn

Allein durch die Geldentwertung hat man nach 5 Jahren schon fast 1/4 der Schulden "abgetragen",
ohne auch nur einen Cent gezahlt zu haben. Pfiffig!
....

nicht ganz
abgetragen hat man nichts
aber die Schulden hat man um 30 % erhöht
ohne dass sie (bisher) mehr belasten

@15:22 von weingasi1

//Leider habe ich zuwenig Ahnung von VWL um die diesbezüglich Erklärung der EZB nachvollziehen zu können.//

Das haben wir gemeinsam. Im Spiegel wurde dazu einiges erklärt:
***Die Wachstumserwartungen für Deutschland wurden deutlich nach oben korrigiert...Die deutsche Wirtschaft steht tatsächlich vor einer Überhitzung. Im Boom, die Erfahrung lehrt es, ziehen die Preise an. Normalerweise erhöht dann die Notenbank die Zinsen, um Kreditvergabe, Preisauftrieb und Wachstum zu drosseln - in der Hoffnung, dass die Konjunktur hernach in ruhigeren Bahnen verläuft. Von der EZB ist nicht dergleichen zu erwarten. Das ist gut für den europäischen Zusammenhalt und mithin für die Bundesrepublik...***
Der Platz reicht hier nicht für weiteren Text. Dieser würde aber wohl auch manches deutsche Gemüt erhitzen.

17:29 von Möbius

Nur, damals haben Sparer noch bis zu 10% Zinsen aufs Sparbuch bekommen und nicht wie heute 0,25 %.
-------

sind sie froh
manche kriegen nichts bzw. müssen Minuszinsen zahlen :-)

Wortakrobat....

"Bedarfsgerechte und pragmatische Geldentwertung"

Absolut! Genau das wollte ich vorhin in dem Beitrag über die Wohnung meiner Lebensgefährtin aussagen. Ich habe nur nicht so schöne Worte wie Sie dafür gefunden.

@ Karl Maria Jose

... weil sonst einen tag später ihr france und italien pleite wärenr. Aber warum darrf man das hier in der ARD nicht offen sagen? verstehe ich nicht!

Weil's nicht stimmt.
Nur Mosern nervt irgendwann.

@17:29 von Möbius

//Was ist mit dem 2% Ziel der EZB passiert?
Nun, inzwischen hat man es etwas aufgeweicht:

Jetzt heißt es „2% oder höher“ - man muss ja mit der Zeit gehen. :-)//

Aus dem Spiegel-Artikel den ich weiter oben erwähnt hatte:

*** Im Schnitt erwarten die Volkswirte der EZB für die Eurozone in diesem Jahr eine Inflation von 1,9 Prozent. Das wäre eine Punktlandung, da die Notenbank 2 Prozent anpeilt....***

Es gilt hier zu beachten "im Schnitt" und "Eurozone" - also nicht Deutschland allein.

@ wieder SPD

Mein Gehalt ist seit Sommer 2011 um etwa 25% gestiegen. Man muss sich ja nur die Gehaltsabrechnungen ansehen.

Gute Idee. Faktencheck gegen die viele Nölerei von wegen "Lohnniveau sinkt". Mein Gehalt ist um ziemlich genau 37% gewachsen seit 2011. Metall- und Elektroindustrie. Alte Gehaltszettel ist das Zauberwort.

17:11, weingasi1 @16:18 von DrBeyer

>>Ohne die Beteiligung der Grünen würden die Erhöhungen [der CO²-Abgabe, fs] erheblich moderater ausfallen. <<

Wie kommen Sie auf diese Idee?

Sie sollten sich vielleicht ein wenig mit den Programmen der anderen Parteien, was dieses Thema betrifft, beschäftigen.

Laut Destatis betrug ...

... die Preissenkung im Vergleich des Monats Juli 2019 zum Juli 2020 1,6%.
Die Mehrwertsteuersätze fielen um Juli 2020 um 3 bzw. 2 Prozentpunkte,
das betraf (betrifft) ca. 70% der Waren eines Warenkorbes, die restlichen 30% sind mehrwertsteuerfrei.

Zum Vergleich Juli 2020 zum Juli 2021 stiegen die Verbraucherpreise um 3,8%, davon Nahrungsmittel 4,3%,
Haushaltenergie und Kraftstoffe 11,6%.
Tendenz steigend.

Auf meinem Gehaltszettel 2011 stand mehr als 2020, jetzt ALG.
Man sollte auch mal über den Tellerrand schauen und nicht nur an sich und die sch so armen Häuslebauer denken.

Wer Geld ausleiht, macht Schulden. Die sollte er zurückzahlen können, auch mit hohen Zinsen, sonst kann er eben nicht bauen.

@Andi13 18:13

"Lpg Gas ist zwar teurer geworden, aber nicht so sehr wie Benzin, die Erhöhung beträgt bei uns lediglich 3 Cent pro Liter"

Tut mir leid, aber das stimmt nicht.
Möglicherweise haben die Tankstellen in Ihrer Region aus Wettbewerbsgründen auf einen Teil ihrer Marge verzichtet, aber allein der erhöhte Steuersatz + MWSt. macht (ich will jetzt nicht lügen) irgendetwas zwischen 6 und 9 ct/l aus.
In meiner Region, in der traditionell mit die niedrigsten LPG-Preise Deutschlands verlangt werden, wurde LPG zum Jahreswechsel 10 ct teurer.

Womit Sie recht haben: Der CO2-Preis ist beim LPG etwas niedriger als beim Benzin.

 18:32 Opa Klaus @ nie wieder spd. 17:23

@Opa Klaus,

bitte nicht verwechseln,
der / die Forist/in nennt sich

@ wieder SPD,
weil er / sie so dreist war, einen Namen mit minimalen Änderungen zu kopieren -
von
@ nie wieder spd.

Ich bin gespannt, wann @tagesschau so etwas endlich verhindert.

17:29, Möbius

>>Aus meiner bescheidenen Sicht muss die ultralockere Geldpolitik der EZB sofort beendet werden, weil sonst eine Lohn-Preis-Spirale wie in den 1970ern droht.

Nur, damals haben Sparer noch bis zu 10% Zinsen aufs Sparbuch bekommen und nicht wie heute 0,25 %.<<

Die Sparbuchzinsen in den 70ern waren immer unter fünf Prozent. Die Inflation war oft darüber.

Wie hoch sind denn nun ...

... Die Gehaltssteigerungen verglichen Juli 2019, 2020, 2021?

Was interessiert denn von 2011 ab, wenn die letzte höchste Inflationstate vor 13 Jahren, also im Juli 2008 war?

Warum kann man also nicht beim Thema und den genannten Zeiträumen bleiben,
da vergleicht man Kirschen mit Äpfeln.
.

-------

@BlattImWind,

ja klären Sie uns zum Unterschied
zwischen
Netto-
und
Bruttopreisen
auf?

18:14 @ nie wieder spd

" ... Tariflohnsteigerungen ..."

Nicht alle Arbeiter und Angestellte bekommen Tariflöhne, deren Steigerungen der Löhne oder Gehälter sind meist mit einzelnen, hartnäckigen Verhandlungen mit Geschäftsführungen
verbunden - Erfolg ?

@16:26 von Karl Maria Jose

>> Aber warum darrf man das hier in der ARD
>> nicht offen sagen? verstehe ich nicht!

Ähh, weil es Erstens falsch ist und Zweitens haben Sie es doch gerade getan? oO

steigt auf fast 4 Prozent ?

Logisch.
Bei der Finazpolitik von Herrn Scholz auch kein Wundern.

Wie nur 4%? Das muss aber

Wie nur 4%? Das muss aber deutlich mehr werden, damit man uns endlich unser restliches Geld, nachdem wir mittels Zinsvernullung unserer Spareinlagen für die EU schon auf 750 Milliarden verzichten mußten, auch noch ‚rauszieht. Was sind da schon 4%, fragt da der angehende Prozentrechner. Also rückt raus die Flocken, damit wir ja schön weiter alle aushalten können! Da ist‘s doch egal, wie wir hässlichen Deutschen und unsere natürlich noch häßlicheren deutschen Alten mit den nun bestimmt ständig kommenden Teuerungen über die Runden kommen sollen. Also, was soll‘s ihr Stimm und Melkvieh, her mit der Kohle!

4%

Das war langfristig gesehen immer die Inflationsrate in Deutschland, bzw. jetzt Europa, sich schon zu DM Zeiten. Also alles wieder normal? Nein, denn die Zentralbanken sind bei Null, bzw. Negativzinsen, die jetzt auch der Normalbürger zahlen soll und die Staaten lassen weiter Geld von der angeblich unabhängigen EZB drucken. Eigentlich haben die Europäer dabei noch Glück, denn durch den bevorstehenden Dollar Crash (Zeitpunkt abzuschätzen, wenn China signifikant unter 1000 Milliarden Devisenreserven in USD kommt) hat man hier noch einige Chancen, da dann verstärkt auf Euro, Renmibi und evtl auch Rubel gesetzt werden wird. Aber letztendlich kann man auch in Europa dem Prinzip der Ausplünderung der arbeitenden Bevölkerung durch das Kapital nicht entgehen. Solange, bis das Kapital nicht mehr in der Lage ist, Polizei und Militär zur Sicherung seiner Position zu bezahlen

@DrBeyer :

Ich weiß nicht, warum das Gas bei uns so relativ billig im Vergleich zum Benzin ist, wie gesagt, wir haben genug Tankstellen, die Autogas anbieten, Konkurrenz eben..

18:15 von Björn H.

"Dagegen hilft nur sparen, tafeln und schnorren."

Was auch sehr umweltfreundlich ist. Dieser Zusammenhang wird nur selten verstanden oder beherzigt. Leider entgeht dabei einigen der Mehrwert dabei, weshalb diese meistens was dagegen haben, zumindest, wenn sie damit für sich nicht wenigstens Imagewerbung machen können.

krittkritt wird einfallslos "kritt" benützt.

@20:23 von Leipzigerin59
@18:32 Opa Klaus @ nie wieder spd. 17:23
Schließe mich dem an. Dazu kommt in meinem Fall, dass ich tatsächlich auch bei anderen ÖR "kritt" seit Jahren verwende.
Anscheinend ist das ein simpler Algorithmus, der Ähnlichkeiten nicht zur Kenntnis nimmt.

Lassen wir die EZB noch ein bisschen schwelgen

in der Hoffnung, dass die die Inflationsrate in den gewünschten Pfad einschwenken wird. Die harten Fakten werden sich noch herausbilden. Denn es gibt im Wirtschaftsgeschehen aktuell viele Sondereffekte, die man zu den vergangenen normalen?? Zeiten nicht hatte. Was meines Erachtens sich abzeichnet, der Preismarkt ist in Bewegung gekommen im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, wo die Inflation sich moderat gezeigt hat. Und wohin ein dynamisches Geschehen sich hinbewegt und ob es sich ohne Gegensteuerung wieder abschwächt, ist zunächst ein Hoffnungswert.

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