Ihre Meinung zu: Kreis Ahrweiler: Angst vor der Zukunft, Sorge vor Corona

20. Juli 2021 - 20:48 Uhr

Polizisten suchen weiter nach Opfern, ein Arzt berichtet von Anwohnern, die keinen Schlaf mehr finden - und dann ist da noch die Angst vor Corona. Auch Tage nach dem Hochwasser ist an Normalität in Rheinland-Pfalz nicht zu denken. Von Sandra Biegger.

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Versagen pur

Am 10.07. haben die Meterologen schon gewarnt. Feuerwehr anrufen, damit sie die Leute alarmieren! Sie fährt dann mit Lautsprecher durch die Ortschaften und hilft bei der Evakuierung. Statt > 160 Tote NULL Tote.

Auch Tage nach dem Hochwasser

ist an Normalität in Rheinland-Pfalz nicht zu denken.
-----

wer, der bei Verstand ist, rechnet damit ?
das wird noch Monate dauern
aber dann ist, wenn man von den Opfern absieht,
wieder alles im Grünen Bereich
An die Flut im Oderbruch oder die Katastrophe in Hamburg denkt keiner mehr
auch vor 30 Jahren hat an letztere keiner mehr gedacht

20:54 von Orfee

Statt > 160 Tote NULL Tote.
-------------

das glauben sie ?

Am 20. Juli 2021 um 21:03 von Sisyphos3

20:54 von Orfee

Statt > 160 Tote NULL Tote.
-------------

Zitat: das glauben sie ?

Orfee will es glauben.

@ Sisyphos3

"das glauben sie ?"
Was glauben Sie denn? Die Feuerwehr fährt mit Lautsprecher durch die Ortschaften und alarmiert die Leute. Das hört jeder Mensch und spricht sich auch schnell um. Per handys hätten sie sich auch gegenseitig gewarnt. Wenn das die Feuerwehr macht, dann wird es auch ernst genommen. Sie hilft auch bei der Evakuierung und die Menschen hätten auch die Möglichkeit bekommen ihre wertvollsten Sachen mitzunehmen. Stattdessen kamen sie mit einer Plastiktüte aus den Trümmern raus.
Wenn man die Feuerwehr alarmiert hätte, dann hätte es mit Sicherheit keine Tote gegeben.

@ Sysiphos 3. 21:03

"Statt > 160 Tote NULL Tote.
-------------

das glauben sie ?"

Nana, Sie wissen doch auch, dass es Foristen*Innen gibt, welche alles besser gemacht hätten, das alles eh vorausgesagt haben und für alles die perfekte Lösung schon 6 Monate im voraus hatten. Ich kann diese Menschen nur bewundern.. (ironie aus)

wieso haben wir rund 160 Tote?

Der Wetterbericht und ein breites Feld von Daten waren vorhanden. Ja, in 2021 gibt es sowas vs. 60er Jahre Hamburger Flutkatastrophe. Trotzdem wurden die Menschen quasi im Schlaf überrascht oder sogar noch auf der Flucht von der Strömung mitgerissen. Hat man in den entsprechenden Gemeinden gehofft das alles nicht so schlimm kommt oder wer hat hier was nicht ernst genommen. Irgendwer, ein bestimmter Personenkreis in dieser Kette von Verantwortlichkeiten trägt hier eine nicht unerhebliche Mitschuld an dem Tod so vieler Menschen. Wieso also gibt es so viele Opfer trotz einer so umfangreichen Vorabinformationen? Das will ich wissen, penetrant genau. #ÖffentlichRechtlicherJournalismus #FrischAnsWerk

20:54

Wenn’s so einfach wäre….

Am 20. Juli 2021 um 20:54 von Orfee

Zitat: Am 10.07. haben die Meterologen schon gewarnt.

Wovor wurde denn gewarnt?
Starkregen in der Eifel?
Überschwemmung in Schuld, Hauptsraße 17?
Um xx:xx Uhr kommen plötzlich Wassermassen?

@20:54 von Orfee

Nachher ist man immer schlauer. Ob wirklich gravierende Fehler gemacht wurden, werden sicherlich die nächsten Wochen zeigen. Neben dem angekündigten Regen kamen ja auch noch weitere Umstände hinzu, die die Katastrophe begünstigt haben. Und alles ist sehr schnell passiert. Außerdem gab es einen vergleichbaren Fall in Deutschland noch nicht und vielleicht sind daher auch kaum Gemeinden darauf vorbereitet.

Nach anderen Berichten...

... würd dort neben Insulin auch Impfdosen gegen Tetanus dringend benötigt. Ich hoffe die Kreisverwaltung denkt auch an die.

*

Ich hoffe vom Herzen, es wird keine weitere Toten geben. Woanders ist eine Kuh 100 km weit fortgetrieben und lebend gerettet worden. Das gibt Hoffnung.
Die Kommunikation funktioniert noch nicht richtig. Ich drücke die Daumen dass nur deshalb die noch Vermissten noch nicht gefunden wurden.

@Opa Klaus

Die Meteorologen haben es am 10.07. der Regierung mitgeteilt, dass es zu einem Hochwasser kommen wird und auch genau an welchen Orten.
Diese Information hätte die Regierung einfach an die Feuerwehr weiter geben müssen mit der Bitte die Menschen dort zu evakuieren. Das reicht. Dafür ist die Feuerwehr auch da.
Diese Menschen sind stattdessen gestorben und haben alles verloren. Sie hatten nicht mal die Möglichkeit ihre wichtigsten und wertvollsten Sachen mitzunehmen.
Statt über 160 Tote hätte es NULL Tote gegeben.

Als Einer

der die Sturmflut 62 in Hamburg miterlebt hat kann ich nur sagen es werden einige Jahre dauern bis alles wieder aufgebaut ist. Und man wird " deichen müssen " auch wenn es sich "nur " um kleine Flüsse handelt die aber bei Starkregen zu reißenden Monsterflüssen werden können.

2

@mispel

"vielleicht sind daher auch kaum Gemeinden darauf vorbereitet."

Was für Gemeinde? Feuerwehr anrufen und die Information weiter geben digital mit videos oder Fotos gegebenfalls. Die Feuerwehr übernimmt die Evakuierung. Gemeinden können dabei auch informiert werden.
Zumindest hätte dann die Regierung sagen können - Wir haben die Menschen aber doch gewarnt und Belege zeigen können, dass sie es getan haben.

Sie haben aber nichts getan !!!

RE: falsa demonstratio um 21:18

***Wovor wurde denn gewarnt?
Starkregen in der Eifel?
...
Um xx:xx Uhr kommen plötzlich Wassermassen?***

Auszug aus Der Tagesspiegel:
"Deutschland wurde präzise gewarnt – die Bürger aber nicht"

"Die ersten Zeichen der Hochwasserkatastrophe in Deutschland wurden bereits neun Tage zuvor von Satelliten erfasst. Vier Tage vor den Fluten warnte das Europäische Hochwasser-Warnsystem (Efas) die Regierungen der Bundesrepublik und Belgiens vor Hochwasser an Rhein und Meuse. 24 Stunden vorher wurde den deutschen Stellen nahezu präzise vorhergesagt, welche Distrikte von Hochwasser betroffen sein würden, darunter Gebiete an der Ahr, wo später mehr als 93 Menschen starben."

EFAS gab auch ziemlich genau die Menge an Niederschlag an, die im Einzugsgebiet der Ahr herunterkamen.

Trotzdem denke ich, dass die Warnung ins Leere gelaufen wäre. Niemand hätte sich eine solche Sintflut mit solcher Zerstörungskraft auch nur ansatzweise vorstellen können und wär zuhaus geblieben.

Gruß Hador

@Normalja

"20:54
Wenn’s so einfach wäre…."

Ich könnte ja dieses Kommentar verstehen, wenn ganz NRW oder Rheinlandpfalz unter Wasser wäre. Da wäre es nicht einfach gewesen und hätte wohl auch nichts machen können. Es waren aber nur einige Ortschaften gefährdet. Nicht unzählig viele und die hätte man wohl ganz einfach warnen können.
Vom 10.07. bis 18.07 hatte man auch eine Woche Zeit dafür.
Es war noch viel einfacher als Sie es sich vorstellen können.

RE: Orfee um 20:54

***Versagen pur

Am 10.07. haben die Meterologen schon gewarnt. Feuerwehr anrufen, damit sie die Leute alarmieren! Sie fährt dann mit Lautsprecher durch die Ortschaften und hilft bei der Evakuierung. Statt > 160 Tote NULL Tote.***

Stimmt, EFAS hat die deutschen Behörden gewarnt.
Aber ich denke Sie geben sich Wunschdenken hin, wenn Sie annehmen, die Anwohner hätten bei einer entsprechenden Warnung das Weite gesucht. Aber eine solche Sintflut sprengt die Vorstellungskraft eines jeden Menschen, der so etwas noch nicht mitgemacht hat. Die meisten hätten doch gedacht:" Na, dann ist morgen früh der Keller feucht, dann schaun wir weiter!", und hätten sich dann, direkt nach der Warnung wieder ins warme Bett gelegt.

In Zukunft werden Verantwortliche und Anwohner sensibler auf solche Warnungen reagieren. In diesem Zusammenhang wäre es wichtig zu erfahren, mit welcher Erfolgsquote die EFAS mit ihren Warnungen so richtig liegt.

Gruß Hador

„Die Polizei glaubt, dass sie in den kommenden Tagen vor allem Leichen in ausgepumpten Kellern im Hochwassergebiet finden wird. Bei der Suche in den Dörfern gehen die Beamten systematisch die Häuser ab. "Nicht, dass Nachbarn ihre Nachbarn finden" (…). Die Situation sei für die Menschen schon belastend genug“

Allerdings. Die wären jetzt nicht nur wegen der Coronaängste in Hotels und bei Mitbürgern besser aufgehoben als in Notunterkünften.

„Er [ein Hausarzt] habe im Laufe seines Lebens schon viel gesehen und gehört. Nichts sei mit der Unwetterkatastrophe vergleichbar gewesen: "Gegen das, was hier bei uns passiert ist, ist Corona ein Kindergeburtstag!" (…) außerdem seien viele Menschen traumatisiert, könnten teilweise seit Tagen nicht mehr schlafen. Und dann, berichtet er, gebe es doch tatsächlich auch Arbeitgeber, die selbst in dieser Katastrophe darauf bestehen würden, dass ihre Angestellten, die alles verloren hätten, eine Krankmeldung bringen“

Das muss man wirklich nicht verstehen.

RE: Orfee um 21:34; @mispel

***"vielleicht sind daher auch kaum Gemeinden darauf vorbereitet."

Was für Gemeinde? Feuerwehr anrufen und die Information weiter geben digital mit videos oder Fotos gegebenfalls. Die Feuerwehr übernimmt die Evakuierung. Gemeinden können dabei auch informiert werden.***

Im Kreis Ahrweiler leben mehr als 130.000 Menschen. Die wollen Sie alle evakuieren ? ... innerhalb von 24 Stunden ???

Das ist nämlich der zeitliche Horizont, der durch die präzise Vorhersage zur Verfügung stand.

Völlig ausgeschlossen, eine solche Menge Menschen aus der Region zu bekommen !

Gruß Hador

RE: Orfee um 21:40; @Normalja

***Ich könnte ja dieses Kommentar verstehen, wenn ganz NRW oder Rheinlandpfalz unter Wasser wäre. Da wäre es nicht einfach gewesen und hätte wohl auch nichts machen können. Es waren aber nur einige Ortschaften gefährdet. Nicht unzählig viele und die hätte man wohl ganz einfach warnen können.
Vom 10.07. bis 18.07 hatte man auch eine Woche Zeit dafür.
Es war noch viel einfacher als Sie es sich vorstellen können.***

Auch hier liegen Sie falsch.
Eine Woche vorher gab es nur eine allgemeine Hochwasserwarnung. Erst 24 Stunden vorher hat die EFAS erst genaue Informationen geliefert, bzgl. Ort und Wassermenge.
Zudem hat es so manchen Mitbürger, als sie im Keller nach dem Rechten sehen wollten, per Stromschlag erwischt, oder sie saßen wie Maus in Falle. Und die hatten ihr Haus nicht zwangsläufig in der Hauptgefahrenzone.

Gruß Hador

@Hador Goldscheitel 21:38

"24 Stunden vorher wurde den deutschen Stellen nahezu präzise vorhergesagt, welche Distrikte von Hochwasser betroffen sein würden, darunter Gebiete an der Ahr, wo später mehr als 93 Menschen starben."

Insbesondere diesen Satz finde ich sehr interessant, da er der erste und bisher für mich einzige ist, der mal eine Aussage über die Genauigkeit der Warnungen macht.

Meine NINA-App ist nur für den Niederrhein eingerichtet, deswegen kann ich zur Ahr-Region nichts sagen, aber die Warnmeldungen, die ich bekommen habe, hätten mich jetzt nicht besonders beunruhigt.
Das waren alles nur Warnmeldungen mit dem Hinweis auf extremen Starkregen.

Weiß denn jemand, ob NINA für die Ahrregion konkrete Warnmeldungen für konkrete Bäche und Flüsse in konkreten Kreisen herausgegeben hat?

@21:14 von Opa Klaus @ Sysiphos 3. 21:03

//Nana, Sie wissen doch auch, dass es Foristen*Innen gibt, welche alles besser gemacht hätten, das alles eh vorausgesagt haben und für alles die perfekte Lösung schon 6 Monate im voraus hatten. Ich kann diese Menschen nur bewundern.. (ironie aus)//

Mit „NULL Tote“ wäre ich auch vorsichtig, aber nach „Hador Goldscheitels“ Kommentar, habe ich selbst noch einiges dazu nachgelesen. Man bleibt doch recht fassungslos zurück.
Und es erinnert mich auch ein wenig an die Sturmflut in Hamburg. Man hatte viel zu lange mit der Warnung der Stadt gezögert.
Was den künftigen Hochwasserschutz betrifft, sollten wir vielleicht bei den Niederländern in die Schule gehen.

@Hador Goldscheitel 21:38

"24 Stunden vorher wurde den deutschen Stellen nahezu präzise vorhergesagt, welche Distrikte von Hochwasser betroffen sein würden, darunter Gebiete an der Ahr, wo später mehr als 93 Menschen starben."

Und nochmal zu diesem Satz, aber aus einem anderen Blickwinkel.

Welche Kreise hat denn EFAS nun eigentlich gewarnt?
Dieser Satz aus dem Tagesspiegel lässt nämlich theoretisch auch die Möglichkeit zu, dass in ganz NRW und Rheinland-Pfalz mit katastrophalem Hochwasser zu rechnen wäre, worunter ja auch die Kreise an der Ahr gewesen wären.
Eine solche sehr globale Warnung hätte aber natürlich keinerlei Aussagekraft.

Deshalb gerade meine Frage nach der Präszision der Warnungen.

Wertschöpfungskette vs Meldekette

Seit mindestens 30 Jahren wird der soziale Staat an allen Ecken und Enden zusammengestrichen und zusammengespart.
Die Fürsorgepflicht des Staates für seine Bürger wurde und wird zu einem Kostenfaktor, den es gilt einzusparen. Und siehe da, auf einmal wird es gehörig teurer, als das Geld, dass durch unsinnige und asoziale Massnahmen eingespart wurde, und kostet Menschenleben.
Und natürlich haben die verantwortlichen Politiker damit nichts zu tun und sprechen sich im Zweifel auch gegenseitig die Absolution aus.
Das Problem ist, dass der Politik die Wertschöpfungskette wichtiger ist, als die Meldekette, egal wieviele Menschen dafür geopfert werden müssen.
Aber immerhin kommt die Wertschöpfung in den betroffenen Gebieten für kurze Zeit in Fahrt.
Denn leider werden die Dörfer und Städte wieder instandgesetzt.
Mit Verlegung und grundsätzlichem Neubau ganzer Dörfer an weniger gefährdeten Orten wird die Politik nicht dienen wollen.
Sie haben die Wertschöpfung längst anderweitig verplant.

@23:27 von Nettie

//...Und dann, berichtet er, gebe es doch tatsächlich auch Arbeitgeber, die selbst in dieser Katastrophe darauf bestehen würden, dass ihre Angestellten, die alles verloren hätten, eine Krankmeldung bringen“

Das muss man wirklich nicht verstehen.//

Verstehen kann und muss man das nicht, aber wundern tut es mich nicht im geringsten.

@Anna-Elisabeth 23:37

"Was den künftigen Hochwasserschutz betrifft, sollten wir vielleicht bei den Niederländern in die Schule gehen."

Hätte im aktuellen Fall aber nichts gebracht.
Die Niederlande haben keine Eifel. Und vom deutschen Rhein sind mir keine schlimmeren Geschichten zu Ohren gekommen.

RE: Anna-Elisabeth um 23:37

***Was den künftigen Hochwasserschutz betrifft, sollten wir vielleicht bei den Niederländern in die Schule gehen.***

Ja, die Niederländer, wie aber auch die Schweizer, sind im Hochwasserschutz ganz weit vorn mit dabei, gerade auch im Gebirge, wo das Wasser zu Tal stürzt.

Gruß Hador

@23:28 von Hador Goldscheitel

//Im Kreis Ahrweiler leben mehr als 130.000 Menschen. Die wollen Sie alle evakuieren ? ... innerhalb von 24 Stunden ???//

Da muss ich gerade an die Evakuierung vor ein paar Tagen hier in Hamburg denken:

>>Insgesamt mussten rund 5.500 betroffene Anwohnerinnen und Anwohner informiert werden. Die Evakuierung mitten in dem dicht besiedelten Wohngebiet hat sich dabei etwas verzögert, denn auch mehrere bettlägerige Menschen mussten in die Notunterkunft in den Messehallen gebracht werden.<<

(Bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe gefunden worden.)

@23:45 von DrBeyer @Anna-Elisabeth 23:37

//Hätte im aktuellen Fall aber nichts gebracht.
Die Niederlande haben keine Eifel. Und vom deutschen Rhein sind mir keine schlimmeren Geschichten zu Ohren gekommen.//

Es ist natürlich nicht direkt vergleichbar, aber brauchbare Ideen haben die sicher auch für andere Verhältnisse. Natürlich ist der Vorschlag des geschätzten "Hador", sich bei den Schweizern umzuschauen, besser.

RE: DrBeyer um 23:42; @Hador Goldscheitel 21:38

Lt. Artikel: "24 Stunden vorher wurde den deutschen Stellen nahezu präzise vorhergesagt, welche Distrikte von Hochwasser betroffen sein würden, darunter Gebiete an der Ahr, ..."

Vermutlich wurden die Warnungen auf Kreis-, womöglich auf Stadt-/Gemeindeebene heruntergebrochen.

Genaueres weiß ich leider auch nicht.

Gruß Hador

@nie wieder spd 23:44

"Das Problem ist, dass der Politik die Wertschöpfungskette wichtiger ist, als die Meldekette, egal wieviele Menschen dafür geopfert werden müssen."

Nu ma bissl halblang, würde ich vorschlagen.

Sie sind hier also einer derjenigen, die genau wissen, wer wann wo und wie gewarnt wurde? Sie Schlaumeier, Sie ...

Warten Sie doch erstmal ab, was die Anamnese ergibt, bevor Sie mit der Sezierung beginnen!

Bisher weiß noch niemand, was alles schiefgegangen ist. Außer der britischen EFAS-Frau weiß auch noch niemand so genau, OB überhaupt etwas schiefgegangen ist.

Und demzufolge kann auch noch niemand genau wissen, WARUM etwas schiefgegangen ist.
Außer Ihnen natürlich ...

Keiner konnte mit dieser Zerstörungskraft rechnen

um 21:38/23:27 von Hador Goldscheitel
"... Niemand hätte sich eine solche Sintflut mit solcher Zerstörungskraft auch nur ansatzweise vorstellen können und wär zuhaus geblieben.... Wunschdenken... , wenn Sie annehmen, die Anwohner hätten bei einer entsprechenden Warnung das Weite gesucht."
.
Ich sehe das nur zum Teil genauso. Eine einfache Hochwasser- oder Überschwemmungswarnung durch die Feuerwehr hätte hier nicht ausgereicht um die Menschen aus ihren Häusern zu bewegen. Jeder hätte versucht, Türen und Fenster zu sichern und Wertgegenstände ggf. umzulagern.
Eine Evakuierungswarnung aufgrund extremer Überschwemmungen hingegen hätte jedoch einige Leben gerettet. Die Betonung liegt aber ganz klar auf "Evakuierung".
Wenn ich mir die Zusammenfassung bei Wikipedia ansehe unter der Überschrift "Hochwasser in West- und Mitteleuropa 2021", dann wurden m. E. die EFAS-Warnungen einfach nicht korrekt verarbeitet.
Ausserdem glaube ich nicht, dass dieses Schadensausmaß vorhersehbar war.

RE: DrBeyer um 23:45; @Anna-Elisabeth 23:37

***"Was den künftigen Hochwasserschutz betrifft, sollten wir vielleicht bei den Niederländern in die Schule gehen."

Hätte im aktuellen Fall aber nichts gebracht.
Die Niederlande haben keine Eifel. Und vom deutschen Rhein sind mir keine schlimmeren Geschichten zu Ohren gekommen.***

Aber die Niederländer sind gut in der Entwässerung und im Deich- und Dammbau.
An der Rur war ja ein Damm gebrochen. Leider hinken wir Deutschen in der Instandsetzung und im Ausbau der Dämme an Flüssen hinterher.

Gruß Hador

@Anna-Elisabeth 23:58

"Natürlich ist der Vorschlag des geschätzten "Hador", sich bei den Schweizern umzuschauen, besser."

Ach, wissen Sie, die Idee, mit den Holländern über dieses Thema zu sprechen, ist sicherlich auch nicht schlecht (wenn ich z.B. daran denke, dass die einfach die Schotten dicht gemacht haben und dadurch für Überflutungen in Deutschland gesorgt haben).
Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass es für den aktuellen Fall nichts gebracht hätte.

Grundsätzlich bin ich immer ein Anhänger der Vorgehensweise, bei den jeweils besten nachzufragen, wie sie es denn machen.

Also nicht entweder Schweizer oder Niederländer fragen, sondern beide in ihrer jeweiligen Spitzendisziplin.

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