Kommentare

Da sieht man mal wieder, wozu die Vielfalt der EU gut ist:

„Die EU-Agrarminister haben sich darauf geeinigt, bis 2030 mindestens 25 Prozent der EU-Agrarflächen für biologischen Landbau zu nutzen. >> Weil die Beschlüsse über nationale Ziele hinausgehen, muss die Bundesregierung nun nachbessern“

Je mehr ihre Interessen geltend machen können, desto besser letztlich für alle.

100% Bio

Ich finde, wir sollten so rasch es geht 100% Bio anstreben. Vor allem beim Fleisch sollte es so bald wie möglich nur noch Biofleisch geben.

"Die EU-Agrarminister haben

"Die EU-Agrarminister haben sich darauf geeinigt, bis 2030 mindestens 25 Prozent der EU-Agrarflächen für biologischen Landbau zu nutzen."

Leider macht der Artikel keine Aussage darüber, ob und wie das realisiert werden kann. Denn meines Wissens nach ist der Ertrag der Biolandwirtschaft geringer als der der konventionellen Landwirtschaft. Außerdem ist hier auch der Verbraucher gefragt, seine Essgewohnheiten zu überdenken, da für Fleischkonsum viel Nahrung und Wasser verbraucht wird.

Biologischer Landbau- super,

produzieren wir also Bio-Mais auch für die von den Grünen geforderte nachhaltige Energiewende, um die dafür erforderliche Energie aus Biogasanlagen zu produzieren, die durch Gülle das Grundwasser verseuchen.
Getreide und Gemüse nachhaltig in ausreichender Menge zu produzieren, setzt voraus, das der Verbraucher diese Lebensmittel auch trotz des höheren Preises auch kaufen kann und dies nicht nur einer Klientel von besser Verdienenden vorbehalten bleibt.
Weniger ist mehr, macht nicht satt.
Ein Mindestlohn von 12,50 ist dem Ganzen nicht förderlich.

wer denkt sich so was eigentlich aus

wenn ich mir Estland anschaue 97 % der Eier kommen aus Legebatterien
wäre es nicht mal besser bestehende Gesetze in die Realität umzusetzen ?
Statt neue Vorschriften zu erlassen für die es wieder jahrzehntelang Ausnahmen gibt.

Übrigens bei der Gülle könnte man anfangen warum leert man das auf die Felder
warum behalten die Holländer es nicht ?
oder warum müssen wir für den chinesischen Markt Schweine züchten und unsere Felder zusätzlich belasten

Es gibt so viele Dinge da muß man keine Projekte Ankündigung die ohnehin nicht klappen

100%

"Ich finde, wir sollten so rasch es geht 100% Bio anstreben. Vor allem beim Fleisch sollte es so bald wie möglich nur noch Biofleisch geben."

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Unbedingt. Damit sichergestellt ist, dass sich nur noch Besserverdiener diese Produkte leisten können.

Vielleicht haben Sie es noch nicht mitbekommen: Wir kriegen die Weltbevölkerung mit Bioanbau nicht satt. Fakt!

Warum nur 25%? Wenn wir dazu

Warum nur 25%? Wenn wir dazu übergehen mit den Milliarden an Subventionen für die Landwirtschaft nur noch Betriebe zu fördern die Ökologischen Landbau betreien sind wir echt schnell bei über 50%. Denke aber da werden Firmen wie Bayer ihr Veto einlegen. In der gesammten Kette der Lebensmittel Produktion muss endlich ein umdenken stattfinden. Wer sich mal wirklich mit den in Deutschland angebotenen Lebensmitteln befasst dem stehen die Haare zu Berge bei dem .was einem da teilweise verkauft wird

Die Böden aus konventioneller Landwirtschaft

beherbergen kaum noch Bodenlebewesen, benötigen Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel und sind mehr oder weniger jetzt schon tot und durch falsche Bewirtschaftung zunehmend der Erosion ausgesetzt.

Mag sein, dass Bio uns nicht alle ernähren kann, aber konventionell kann in Zukunft niemanden mehr ernähren. Boden weg und tot. Tschüss Artenvielfalt, tschüss Landwirtschaft, tschüss Menschheit.

Insofern: ein Schritt in die richtige Richtung, dank der EU, trotz permanenter Blockade von Frau Klöckner auf nationaler Ebene.

@Zille

"Vielleicht haben Sie es noch nicht mitbekommen: Wir kriegen die Weltbevölkerung mit Bioanbau nicht satt. Fakt!"

Fakt ist, dass "wir" das jetzt aber auch nicht schaffen. Oder?

Am 19. Juli 2021 um 20:55 von Ken Jepson 100% Bio Ich finde, wir

Ein Irrsin, daß wir heute immer noch Gift und Müll auf die Äcker kippen. Wir machen auch so schon genug Müll.
Verbot von konventioneller Landwirtschaft wäre toll. Dann müßte Bio auch nicht extra verpackt und gekennzeichnet werden.
Kein Fleisch essen und wir können alle Bio Lebensmittel essen!
Wir sind zu viele Menschen!!!
(fast) Ohne Fleischkonsum, ohne Autos, ohne Wegwerfkonsum, Kohle, Öl, Gas, ... können mehr Menschen (und andere Lebewesen) auf unserem Planeten leben.
Warum bis 2030 warten? Warum nur 25%?
2030 werden wir längst dafür büßen, daß wir heute(!) nicht mehr gemacht haben. (Klimawandel, Artensterben, Planet ausbeuten und vermüllen)
Ein sehr zögerlicher, vermutlich zu später Schritt in die richtige Richtung.

@21:08 von Zille1976

Vielleicht haben Sie es noch nicht mitbekommen: wenn die konventionelle Landwirtschaft stärker von der Fleischproduktion weg gehen würde, könnte der Anteil der Biolandwirtschaft problemlos weiter steigen, und 'wir' bekämen die Menschheit auch satt.

21:24 von Dubemulo

Ich lebe hier am Rande der Magdeburger Börde. Hier gibt es den Besten Boden der Welt. Er gilt als Referenzboden mit dem Wert 100. Und auf diesen Böden baut man immer noch Häuser, Windkrafträder und sonst was. Und solange dem kein Riegel vorgeschoben wird, wird auch die Ernsthaftigkeit aller EU- Pläne in Frage gestellt.

@Zille1976:

Ist nicht Fakt - Industrielandwirtschaftsböden sind tot, und aus toten Böden kommt mit allem Zusatzdünger nur noch Energieschwaches; wer das ißt, ist lebensenergetisch unterversorgt und krankheitsanfällig. - Diese toten landwirtschaftlichen Böden zu verlebendigen, geht auch nicht von heute auf morgen und braucht Plan und Geduld. Es gibt genügend Verbände, die einen Landwirt in der Umstellung begleiten, wenn er es denn will. - Viel schlimmer finde ich noch, daß man offensichtlich in "Kitas, Schulen Krankenhäusern" bisher schwach lebensenergetisches Essen anbietet; wie soll dabei ein Mensch gesund werden resp. gesund und widerstandsfähig aufwachsen? - Immer wird nur der Preis der Ware angeführt; fragt einer danach, welche Lebensenergie in Pflanze oder Fleisch steckt? - Fragt einer danach, ob nicht besser die Kriege unterlassen werden, um Landwirtschaft zu betreiben und die Ernten einzubringen? -

Den Irssin in seinem Lauf ...

Nachdem Energie rationiert und unbezahlbar werden wird (Energiewende) folgt nun als der Angriff auf die Nahrungsmittelversorgung. (Agrarwende)

Mehr Hunger wagen, lautet wohl die Devise.

"Bio Landwirtschaft" bedeutet 50% Verlust, geringere Erträge und Gesundheitsgefahren. So viel Luxus muss man sich leisten können.

Selbst der "CO2-Fußabdruck" (für den, der dran glaubt) der "Bio-" ist schlechter als der der konventionellen Landwirtschaft. (12/2018 Chalmers Universität Göteborg)

2016 schon belegte die Uni Cambridge, dass die Paris-Ziele der Landwirtschaft durch Konzentration und nicht Verschwendung von Fläche zu erreichen sind.

Wären alle auf dem Bio-Trip, so wären maximal 28% der Weltbevölkerung zu ernähren.

Aber was soll's. Es passt in die Hall of Shame des üblichen EU-Irrsinns.

Wissenschaft und Zivilisation war gestern. Glaube und Haltung ist heute.

The way to hell is paved with good intentions!

Der

Artikel erwähnt Potential für Bioprodukte in Kitas.
Als mein Kind in der Kita war, gab es einmal eine Diskussion, ob man beim Essen für die Kinder nicht auf Bioprodukte umsteigen könne. Schlussendlich scheiterte der Vorschlag daran, dass das ca. 10 Euro pro Kind und Monat mehr gekostet hätte (die Eltern stammten zum Großteil aus der Mittel-, manche aus der Oberschicht).
Bio ja, zusätzlich kosten darfs aber nix, scheint bei vielen immer noch die Einstellung zu sein. Das Geld wird schließlich anderweitig gebraucht…Urlaub, Ausgehen, Karre, Klamotten, elektronische Geräte…

Wunsch nach mehr Aufklärung

Ich bin von ökologischer Landwirtschaft überzeugt, aber leider seit kurzem nicht mehr von dem, was die EU als ökologisch definiert.

Ich studiere Kulturpflanzenwissenschaften und habe aus Interesse mehrere Module zu ökologischer Landwirtschaft zusätzlich zu einem normalen Pensum belegt. Leider wurde ich sehr enttäuscht von dem, was ich als wissenschaftlich fundierte, nachhaltige Landwirtschaft angesehen habe. Nach meinem Studium kann ich sagen, dass Öko-LWS eher eine Ideologie ist, als eine Wissenschaft. Viele Regeln sind nicht oder nur minderwertig wissenschaftlich begründet, andere Methoden gelten als toll ohne Grundlage (weil "natürlich"). Primär geht es dabei um die Ideologie des "natürlichen" und nicht darum was wissenschaftlich gesehen nachhaltig, sicher und zukunftsfähig ist.

Das weiß der Verbraucher aber nicht. Ich wünsche mir, einen Diskurs, nicht darüber OB Öko-Landwirtschaft, sondern WIE. In der jetztigen Form sehe ich Öko sogar als schädlich für die Gesellschaft an.

@ erstaunte Bürger

Weniger ist mehr, macht nicht satt.
Ein Mindestlohn von 12,50 ist dem Ganzen nicht förderlich.

Ich kann Futterneid nicht ausstehen.

Fakt ist, dass "wir" das

Fakt ist, dass "wir" das jetzt aber auch nicht schaffen. Oder?"

Fakt ist,dass das auch überhaupt nie von mutter natur vorgesehen war.

@ Emil000

Nach meinem Studium kann ich sagen, dass Öko-LWS eher eine Ideologie ist, als eine Wissenschaft.

Sorry,das glaube ich Ihnen nicht.

Schöne Idee - fatale Folgen

„Bio“ hat eine deutlich geringere Flächenproduktivitöt, vulgo mehr Ackerland für geringere Erträge.
Für Deutschland kein Problem, werden halt mehr Nahrungsmittel importiert. Global bedeutet das aber: mehr Rodungen, mehr Konversion von Brachland in Ackerflächen.
Also mit Sicherheit der falsche Weg.

21:24 von Dubemulo

beherbergen kaum noch Bodenlebewesen, benötigen Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel und sind mehr oder weniger jetzt schon tot und durch falsche Bewirtschaftung zunehmend der Erosion ausgesetzt.
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sie unterrichten in Hohenheim Agrarwissenschaften,
haben gar nen Lehrstuhl dort ?

Am 19. Juli 2021 um 21:57 von Emil000

Danke für Ihren Kommentar der mich sehr nachdenklich gemacht hat.Wir kaufen auch sehr bewusst ein und achten darauf ob die Produkte den Anforderungen gerecht werden.Nur wo Bio draufsteht muss nicht immer auch Bio drin sein haben wir festgestellt.Deshalb muss hier noch viel mehr aufgeklärt werden.

@ Zille1976

Vielleicht haben Sie es noch nicht mitbekommen: Wir kriegen die Weltbevölkerung mit Bioanbau nicht satt. Fakt!

Schaffen wir es denn ohne Bioanbau? Wie lange macht das die Erde noch mit?

EU-Länder wollen 25 Prozent Bio-Anbau

Klimawandel, Biosterben, gesellschaftliches aus ein an der fallen der Bevölkerung. Arme werden ärmer und Reiche immer Reicher. Der gesellschaftliche Zündstoff wird immer größer. Der kleinste Funke könnte das Pulverfass im warsten Sinne des Wortes zur Explosion bringen. Könnte es sein das das alles mit dem Kapitalismus, so wie wir ihn kennen, als Wirtschaftssystem nicht zu lösen ist? Könnte es sein, dass wir nach Alternativen dazu suchen müssen, um die Probleme der Welt zu lösen?

@21:57 von Emil000

//… Viele Regeln sind nicht oder nur minderwertig wissenschaftlich begründet, andere Methoden gelten als toll ohne Grundlage (weil "natürlich"). Primär geht es dabei um die Ideologie des "natürlichen" und nicht darum was wissenschaftlich gesehen nachhaltig, sicher und zukunftsfähig ist.
Das weiß der Verbraucher aber nicht. Ich wünsche mir, einen Diskurs, nicht darüber OB Öko-Landwirtschaft, sondern WIE. In der jetztigen Form sehe ich Öko sogar als schädlich für die Gesellschaft an.//

Da Sie studiert haben, sollte es Ihnen nicht schwer fallen, den letzten Satz mit einer kurzen Zusammenfassung zu begründen. Sie beklagen, dass viele Regeln nur minderwertig wissenschaftlich begründet seien, behaupten sogar, dass Öko in der jetzigen Form schädlich für die Gesellschaft sei und glauben, diese Aussage gar nicht begründen zu müssen?

@22:23 von laurisch._karsten

//...Könnte es sein das das alles mit dem Kapitalismus, so wie wir ihn kennen, als Wirtschaftssystem nicht zu lösen ist? Könnte es sein, dass wir nach Alternativen dazu suchen müssen, um die Probleme der Welt zu lösen?//

Ich halte das für hochwahrscheinlich. Ich denke da auch immer an Georg Schramm, der nie müde wurde, dieses Thema anzusprechen. "Es ist Krieg. Der Krieg zwischen Arm und Reich. Meine Klasse, die Klasse der Reichen hat diesen Krieg begonnen und wir werden ihn gewinnen." So zitierte er sinngemäß Warren Buffet.
Was man jetzt im Hinblick auf all die vielen Probleme zu tun gedenkt, ist m.E. nur Augenwischerei und viel zu spät.
Geld ist Macht und so steigt stetig auch die Macht der Reichen. Sie sind teilweise schon jetzt mächtiger als die, die wir wählen. Aber irgendwie scheint das nur wenige aufzuregen.

Aber im Durchschnitt sind zumindest wir Deutsche ja alle reich. Und im Durchschnitt haben die Hungernden sicher auch etwas zu essen....

@Anna-Elisabeth

Warum Öko oder Bio "für die Gesellschaft" in der "jetzigen Form" "schädlich" sein soll, das frage ich mich nach dem Beitrag von Emil000 allerdings auch.

Im Prinzip

keine schlechte Idee, etwas weniger Chemie in die Lebensmittel zu bringen.
Die Menschen werden aber mehr, und die Lebensmittel weniger und doppelt teurer, ist als auch eine Kostenfrage für viele.
Und EU Bio ist auch anders wie richtiges Bio, es gibt verschiedene Stufen, wenn ich das richtig im Kopf habe.
Schrumpel Äpfel würde keiner kaufen, nur als Beispiel, Streuobstwiese wo keiner was macht, außer das Schafe das Gras weg fressen, ist was anderes als Pink Lady.
Und die Artenvielfalt ist lange weg, also zu spät auf den Gedanken gekommen, und so lange wir Lebensmittel Flächen für Biogas verwenden, brauchen wir darüber nicht zu reden.
Also Idee gut, aber mit Abstrichen, jeder sollte sich mal schlau machen, was EU Bio bedeutet, und was erlaubt ist.
Die Vorstellungen bei Bio sind sehr unterschiedlich, siehe Schweine, und so weiter.

23:40 von Anna-Elisabeth @21:57 von Emil000

Ich wünsche mir, einen Diskurs, nicht darüber OB Öko-Landwirtschaft, sondern WIE. In der jetztigen Form sehe ich Öko sogar als schädlich für die Gesellschaft an.

Da Sie studiert haben, sollte es Ihnen nicht schwer fallen, den letzten Satz mit einer kurzen Zusammenfassung zu begründen. Sie beklagen, dass viele Regeln nur minderwertig wissenschaftlich begründet seien, behaupten sogar, dass Öko in der jetzigen Form schädlich für die Gesellschaft sei und glauben, diese Aussage gar nicht begründen zu müssen?

Möchte mich Ihrer Fragestellung anschließen. Mir scheint da ein wenig viel heiße Luft und kein konkreter Inhalt in dem Post des Users zu stecken.

Wir sind schon immer BIO ?

War diese Woche bei verschieden Bio Betrieben die in diesem nassen und feuchten Jahr mit Kartoffelkrankheiten wenig Ernte oder keine Ernte einbringen werden, geschweig denn gesundes Pflanzgut für nächstes Jahr.
Wir sollten den Segen der modernen Landwirtschaft nicht leichtfertig und ohne Grund für eine Grüne Ideologie über Board schmeißen und so ein Unsicher Versorgung im Land riskieren.

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