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Verzicht auf alle Erfahrungswerte

"Mir wurde beispielsweise schon gesagt: "Rücken Sie die Drogen doch gleich raus." Was der deutsch-kongolesische Menschenrechtsanwalt beschreibt, nennt sich Racial Profiling.“ Dazu ein Beispiel: Ein betagtes grauhaariges Paar sitzt auf einer Parkbank im Görlitzer Park in Berlin. Nicht weit davon entfernt stehen drei dunkelhäutige Männer und flüstern miteinander. Sollte also die Polizei, nur um dem Verdacht des "Racial Profiling" zu entgehen, auf all ihre Erfahrungswerte verzichten und lieber das ältere Ehepaar nach Drogen durchsuchen - und die drei Männer nicht behelligen?

Studien und Profiling

Habe selbst den Fall im jungen Kollegenkreis erlebt. Der junge Mann ging nächtens von einem Besuch nach Hause. Schwarze Haare, unauffällige Klamotten. Vielleicht noch ein Haarschnitt, der einem türkischen Mann zugeordnet wird. In der Zeit war bisschen Vandalismus im Ort. Polizei fuhr auf Streife. Und hielt den Mann an. Der hatte nichts getan- empfand es aber als ungewöhnlich, hier so mir nichts dir nichts angehalten zu werden. Kann man nun von Rassismus oder Racial Profiling reden, was man will. Was in unserer Gesellschaft fehlt, ist die offene Auseinandersetzung damit. Ob eine Polizei mit dieser Methode arbeitet und ermittelt oder ein diktatorisch, rassistischer Staat, ist für mich das Entscheidende. Auch der freundliche Nachbar nebenan, der allen gern hilft, kann ein verkappter Rassist sein. Wir arbeiten doch auf allen gesellschaftlichen Ebenen mit gewissen Vorurteilen- deshalb kann man aber nicht allen pauschal Rassismus vorwerfen. Da fehlen in der Debatte die Feinheiten.

09:26, Louis2013

>>Verzicht auf alle Erfahrungswerte
"Mir wurde beispielsweise schon gesagt: "Rücken Sie die Drogen doch gleich raus." Was der deutsch-kongolesische Menschenrechtsanwalt beschreibt, nennt sich Racial Profiling.“ Dazu ein Beispiel: Ein betagtes grauhaariges Paar sitzt auf einer Parkbank im Görlitzer Park in Berlin. Nicht weit davon entfernt stehen drei dunkelhäutige Männer und flüstern miteinander. Sollte also die Polizei, nur um dem Verdacht des "Racial Profiling" zu entgehen, auf all ihre Erfahrungswerte verzichten und lieber das ältere Ehepaar nach Drogen durchsuchen - und die drei Männer nicht behelligen?<<

Ich kenne einige betagte, grauhaarige Drogenfreunde.

@Louis2013, 09:26

"Dazu ein Beispiel: Ein betagtes grauhaariges Paar sitzt auf einer Parkbank im Görlitzer Park in Berlin. Nicht weit davon entfernt stehen drei dunkelhäutige Männer und flüstern miteinander. Sollte also die Polizei, nur um dem Verdacht des "Racial Profiling" zu entgehen, auf all ihre Erfahrungswerte verzichten und lieber das ältere Ehepaar nach Drogen durchsuchen - und die drei Männer nicht behelligen?" -

Vielleicht sollte die Polizei, solange sie keinen konkreten Verdacht oder Anlass hat, weder das ältere Ehepaar noch die drei dunkelhäutigen Männer behelligen? Wäre das nicht vielleicht auch eine Möglichkeit?

Überprüfung auf Gesinnung

Mal ehrlich: wer bei der Polizei oder beim Bund ist, bildet die Gesellschaft ab. Hier wie dort wie da leben Leute mit teils sehr diffusen, klischeebahafteten Vorstellungen von allem, was nicht ihrem kulturellen Leitbild entspricht. So ein geistiger Überflieger ist niemand, dass er ohne jeden Vorbehalt arbeitet und Leuten begegnet, die abseits seiner eigenen Komfortzone sind. Polizisten zeichnet aus, dass sie durch Schulung und Menschenbilder eine gewisse Schablone erhalten, gepaart mit Menschenkenntnis und langen Berufserfahrungen, die einen Tätertyp oder ein Täterprofil ausmachen. Wer gerade auf Tatverdächtige mit Schnurrbart und weiß-grünen Haarsträhnen angesetzt ist, wird wohl kaum als Rassist durchgehen- nur weil er gerade zu solchen Typen ermittelt. Wie soll Polizei sonst arbeiten? Gedankenlesen oder graue Mäuse jagen, gehört nicht zum Handwerkszeug. Ich finde, sensibilisieren für rassistisches Gedankengut und Profiling sind zwei Paar Schuh. Hysterie ist hier fehl platziert.

@Louis2013 um 20.26

Zu Ihrem Beispiel "Ein betagtes grauhaariges Paar sitzt auf einer Parkbank im Görlitzer Park in Berlin. Nicht weit davon entfernt stehen drei dunkelhäutige Männer und flüstern miteinander. Sollte also die Polizei, nur um dem Verdacht des "Racial Profiling" zu entgehen, auf all ihre Erfahrungswerte verzichten und lieber das ältere Ehepaar nach Drogen durchsuchen - und die drei Männer nicht behelligen?":
Muss denn die Polizei jedesmal, wenn dunkelhäutige Männer miteinander flüstern, diese auf Drogen untersuchen?
"Ein betagtes grauhaariges Paar", das auf einer Parkbank im Görlitzer Park in Berlin sitzt (gerade dort in Berlin), würde ich als Polizist AUF JEDEN FALL auf Drogen untersuchen ... :-))

Keine Belege für eine "strukturellen Rassismus" bei der Polizei

Dass die Polizei in den USA robuster zu Werke geht, das ist bekannt.

Polizeiwillkür und Rassismus lässt sich aus den Zahlen nicht herauslesen:

1. die Polizei führten 2019 357 Mio. Kontrollen durch

2. 2019 wurden 1.004 Personen in Auseinandersetzungen mit der Polizei erschossen, 235 davon, also ca. 25 %, waren Schwarze.

3. dieser Anteil ist geringer als die Kriminalitätsraten von Schwarzen: Schwarze (Bev.Anteil: 13 %) verüben 53% aller Morde und 60% aller Raubüberfälle in den USA.

4. in "nur" 35 Fällen kamen hierbei "unbewaffnete" Personen zu Tode: 9 Schwarze; 19 Weiße

Die Anzahl der durch die Polizei getöteten Menschen ist eine Funktion der Anzahl der gewalttätigen Auseinandersetzungen und stark abhängig vom individuellen Verhalten eines Verdächtigen, nicht seiner Hautfarbe.

Entscheidend ist der Anteil der Schwarzen an Gewaltdelikten, nicht an der US-Bevölkerung alleine.

Quelle: The Myth of Systemic Police Racism,
By Heather Mac Donald
June 2, 2020
Wall Street Journal

Das Beispiel mit dem Goerli

Das Beispiel mit dem Goerli ist perfekt , um die Absurditaet von Kontrollen am Bahnhof aufzuzeigen. In Ihrem Beispiel waere naemlich ein Zusammenhang der Kontrolle gegeben, Umgebung (im Goerli wird ueberwiegend von Afrikanern gedealt) und evtl. konspiratives Verhalten, also ein berechtigter Verdacht, dass eine Straftat folgen koennte). Natuerlich darf die Polizei in dem Zusammenhang kontrollieren, allerdings hoeflich und neutral. Aber nicht einfach dunkelhaeutige Personen am Bahnhof oder Flughafen herausfischen, die einfach nur Reisende sind, wie alle anderen auch...Genau diese Zusammenhangslosigkeit fuehrt zu Racial Profiling. Wie wuerden Sie sich fuehlen, wenn es umgekehrt waere? Bei fast jeder Reise, die Sie machen, werden Sie von Beamten angehalten und vor den Augen aller kontrolliert, nur weil Ihre Hautfarbe auffaellig ist. Ich persoenlich faende das nicht so klasse und versuche mich in die Situation von Leuten, denen das hier und heute staendig passiert, es ist traurig.

Innenminister Beuth (Hessen) bewertet die Lage anders

Innenminister Beuth hat im Landtag Details zum Polizei-Skandal bekannt gegeben.

Weniger von einem Skandal, sondern eher von einem "Skandal" kann noch die Rede sein, wenn man sich die nüchternen Zahlen anschaut:

"Aus den fortschreitenden und weiterhin laufenden Ermittlungen hat das LKA den Eindruck gewonnen, dass die Chats nicht vornehmlich radikal geprägt waren", sagte Beuth. "Schuldhaftes Verhalten der einzelnen Chatteilnehmer ist daher jeweils individuell zu bewerten."

So seien in einem Gruppenchat, der rund 10.000 Beiträge umfasste, drei Beiträge als strafrechtlich relevant bewertet worden.

Für mich ist "Rassismus bei der Polizei"-Bruah eindeutig eine politisch motivierte Hexenjagd, um von eigentlichen und echten Problemen abzulenken.

Q:

"https://www.hessenschau.de/politik/beuth-nur-bruchteil-von-polizeichat-beitraegen-strafrechtlich-relevant,polizei-chats-innenausschuss-100.html"

09:38 von fathaland slim

Sie kennen aber auch ganz genau die Situation in Görli und Hasenheide - Sie wohnen nach eigenen Angaben, ebenso wie ich, quasi um die Ecke - also was soll das Ablenkungsmanöver?

Was sagt denn die AfD dazu?

Zitat: "Seehofer weicht aus, Irene Mihalic im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Sie ist selbst Polizistin und sitzt für die Grünen im Bundestag. "Horst Seehofer duckt sich vor diesem Thema einfach total weg.""

Es ist ja schön, dass alle Parteien reihum ihre Meinung zu dem "Rassismus"-Skandal bei der Polizei abgeben können.

Warum wird nicht einmal die AfD dazu befragt. Mit Martin Hess (27 Jahre Polizei-Beamter und -ausbilder) oder Dr. Curio (innenpolitischer Sprecher) hätte man da hervorragende Experten, die sicherlich eine fundierte Position zu diesem Thema darlegen können.

Am 19. Juli 2021 um 09:38 von fathaland slim

" Ich kenne einige betagte, grauhaarige Drogenfreunde. "

Das kann schon sein, das es so etwas gibt, ich kenne zum Beispiel niemand, oder ich weiß es eben nicht.
Ich selber hab noch nie welche versucht, auch in der Jugend nicht, kommt auch sehr auf Ort und Umfeld an.
Und ich bin auch noch nie in all den Jahren von der Polizei kontrolliert worden, und wer im Görlitzer Park verkauft, ist ja sogar im TV dokumentiert, das alte Paar ist es nicht.
Bärlin hat ein Problem, und nicht nur an dieser Stelle.
Ist leider in allen Großstädten so, zum austrocknen der Stellen, das muss man eben auch wollen, und die Gesetze auch mal durchsetzen.

Nicht pauschal verurteilen

Niemand anders als die Polizisten sind so hautnah dran an den potentiellen Strafttätern. Ein gesundes "Augenmaß" ist bei Verhütung und Ermittlung von Straftaten sicher notwendig. Willkürmaßnahmen hingegen sind eindeutig verboten.

Zu den Maßnahmen gehört auch (!) "Racial Profiling". Das ist nicht zwingend Diskriminierung sondern Notwendigkeit.
Die aktuellen Zahlen in unseren Strafanstalten zeigen, dass ein bestimmtes Klientel überproportiona l vertreten ist.
Man schaue nur in bestimmte Stadtviertel (z.B. in Duisburg), in bestimmte Park (Berlin) oder auf die Sylvesternacht in Köln.

@fathaland slim

"Ich kenne einige betagte, grauhaarige Drogenfreunde."

Ja , aber die stehen bestimmt nicht tagtäglich in einem Park und verkaufen dort Drogen an Jugendliche und Heranwachsende .

Kleiner Unterschied .

@Sir Taki, 09:32 Uhr

Rassismus beginnt im Kopf, setzt sich in sprachlicher Verallgemeinerung bzw. Verrohung fort und endet schließlich in Gewalt. Die AFD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel hatte dafür im Deutschen Bundestag vor einiger Zeit den Grundstein gelegt, indem sie herablassend von „Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierten Messermännern und sonstigen Taugenichtsen (...)" schwadronierte. Das Klima des Hasses, das Weidel und andere immer wieder befeuern, führt zwangsläufig zur Stigmatisierung und Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen. Die Polizei als ein Teil unserer Gesellschaft bleibt davon nicht unberührt. Umso wichtiger ist es, denjenigen politischen Kräften Einhalt zu gebieten, die Hass und Hetze in die Gesellschaft tragen. Andererseits erwarten die Bürger natürlich zu Recht, dass die Polizei über ausreichend Sicherheitsstandards zum Schutz der Bürger verfügt.

Am 19. Juli 2021 um 09:56 von Blitzgescheit

Abgesehen davon, dass ihre Zahlen zur Widerlegung rassisteischen Verhaltens untauglich sind, geht es im Artikel um die deutsche Polizei. Von daher wäre es schön, wenn Sie beimThema bleiben könnten, anstatt uns immer wieder die gleiche Litanei zu präsentieren.

@Louis2013 9:26

Es ist einfach Extrembeispiele gegeneinander zu stellen.
Um kein racial profiling anzuwenden, sollte die Polizei im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung ebensoviele "weiße" junge Menschen kontrollieren wie "dunkelhäutige". Ich kenne aber keinen einzigen "weißen" der anlasslos von der Polizei kontrolliert wurde (vom Verkehr mal abgesehen) und jeder meiner "dunkelhäutigen" Bekannten kann von solchen Kontrollen im Dutzend erzählen.
Wir haben in Deutschland ein massives strukturelles Problem mit Alltagsrassismus. Und wo dieser auf eine Machtposition trifft wird daraus eine echte Benachteiligung. Sei es racial profiling, Wohnungssuche, Jobsuche oder einfach nur das finden eines Sitzplatzes im Zug. Wenn da jemand steht, der anders aussieht als man selbst, braucht das Gepäck plötzlich ganz viel Platz.
Das muss dringend aufgearbeitet werden!

@Blitzgescheit 9:56

Das Problem an solchen Aufstellungen ist, dass die Datenbasis bereits seit Jahrzehnten durch racial profiling beeinflusst ist.
Es werden mehr "schwarze" als "weiße" kontrolliert => Anteil der "schwarzen" Straftäter steigt => Meinung verstärkt sich, dass man vor allem "schwarze" kontrollieren sollte, die sind ja so unfassbar kriminell => Teufelskreis
Es ist wesentlich zielführender die soziale Schicht als Referenzgröße heranzuziehen => "schwarze" sind in der Regel ärmer, Armut führt zu Verzweiflung und Verzweiflung zu Kriminalität

Racial Profiling (RP)

Wird durch den Vorwurf des RP nicht zu schnell die Rassismuskeule gezogen. Hier sollten wir uns auf die Erfahrung der Polizei verlassen, bei wem sie Kontrollen durchführt. Ist bei der Kontrolle alles i.O., dann hat ja keiner etwas zu befürchten.

Und für eine Kontrolle sollte jeder unbescholtene Bürger (egal welcher Hautfarbe) Verständnis haben, da es der allgemeinen Sicherheit dient.

Es darf nicht sein, dass ein Polizist eine notwendige Kontrolle bei einem Dunkelhäutigen, aus Angst vor RP-Vorwürfen, nicht durchführt.

Auch ich finde es

Auch ich finde es unangemessen, junge Leute aufgrund ihrer Hautfarbe des Drogenhandels zu verdächtigen. Aber es ist eben leider so, dass der Handel in einigen Großstädten Deutschlands von Schwarzafrikanern gemanagt wird. Ich sehe das täglich und ich muss sagen, ich bin nicht nur wütend auf die jungen Männer, die diesen Job machen, sie tun mir auch leid. Ich vermute, dass sie Teil, das kleinste Rädchen, des organisierten Drogenhandels sind. Sie werden eingeschleust, vielleicht auch unter Druck gesetzt, und müssen das machen. Ich weiß nicht, welche Druckmittel angewandt werden - vielleicht die Unversehrtheit ihrer Familie zu Hause ... ich weiß es nicht. Jedenfalls ist offensichtlich, dass sie nicht auf eigene Rechnung "arbeiten".
Es ist richtig, die Straßenverkäufer " hochzunehmen", noch wichtiger wäre es, die Drahtzieher zu enttarnen - aber das ist eben unheimlich schwierig. Ich wünsche der Polizei weiterhin viel Erfolg.

um 09:56 von Blitzgescheit

,,Dass die Polizei in den USA robuster zu Werke geht, das ist bekannt.

Polizeiwillkür und Rassismus lässt sich aus den Zahlen nicht herauslesen..."

Ich wusste nicht daß der Herr Heimatminister wg. mangelnder Auslastung noch das US Innenressort übernommen hat. Heather McDonald Poster hängen sicher in manchem Spind der taffen Aktivisten der White Supemacy Welpen.

@09:38 von fathaland slim

"Ich kenne einige betagte, grauhaarige Drogenfreunde."

Und die dealen auch? Abgesehen davon ändert das doch nichts an der Tatsache, dass im Görlitzer Park überwiegend von Afrikanern gedealt wird. Und wenn ich nun auf Drogen kontrollieren will, dann gehe ich logischerweise vermehrt zu solchen Leuten. Und das hat mit der Hautfarbe überhaupt nichts zu tun, sondern schlicht mit dem gegebenen Umstand.

@ 9:51 von SirTaki

>>Mal ehrlich: wer bei der Polizei oder beim Bund ist, bildet die Gesellschaft ab. <<

Nein, die Polizei bildet genauso wenig die Gesellschaft ab, wie es Sozialarbeiter oder Investmentbanker tun. Zumindest nicht proportional. Es gibt eine höhere Affinität für Menschen mit einem konservativen oder autoritären Weltbild.

@ 10:06 von Blitzgescheit

"Warum wird nicht einmal die AfD dazu befragt. Mit Martin Hess (27 Jahre Polizei-Beamter und -ausbilder) oder Dr. Curio (innenpolitischer Sprecher) hätte man da hervorragende Experten, die sicherlich eine fundierte Position zu diesem Thema darlegen können."

Stimmt, schade, dass man hier solche kompetente Meinungen außen vor lässt, sicherlich hätten die einige fundierte Argumente beitragen können.

Was ich nie verstanden habe ist, ...

.. warum ein Mensch zum Beispiel nachdem er in eine Polizei- oder Feuerwehruniform geschlüpft, ist ein besserer Mensch als der Durchschnitt der Bevölkerung sein soll.
Auch unter der Polizei, Feuerwehr und anderen öffentlichen Personen finden wir logischer Weise alle Strömungen einer Gesellschaft. Von ganz rechts oder links zu braun usw. ... alles da.
Es gibt unter ihnen ebenso Raser, Gewalttäter, Drogentäter, Diebe, Mörder oder Pädophile.
Die Frage muss sein, warum nur so wenig ernsthafte Verfehlungen aus diesen Gruppen an die Öffentlichkeit kommen ... oder nur die spektakulären.
Jede Bevölkerungsgruppierung spiegelt den Durchschnitt der Gesellschaft wieder aus der sie sich rekrutiert.

...

der Rassismus Vorwurf, ist Unsinn, wenn eine Personenbeschreibung vorliegt und die Polizei mit dieser ermittelt...

@Blitzgeschei, 09:59 Uhr

Weder Sie noch ich kennen die Schwere der Rassismus-Beschuldigungen im Einzelnen. Richtig ist aber, dass es gesellschaftliche, ja sogar politische Gruppierungen gibt, die Hass- und Hetzbotschaften gegen ausländische Mitbürger streuen (Stichwort" "Kopftuchmädchen"). Vor diesem Hintergrund kann und darf man die Tendenz zu rassistischen Äußerungen nicht schönreden, insbesondere wenn dies die Sicherheitsbehörden betrifft. Das Vertrauen in die Polizei und deren rechtsstaatliches Verhalten, aber auch die Sicherheit der Bürger durch präventiv-polizeiliche Massnahmen muss gewährleistet sein. Zustände wie in den USA bei der Kontrolle und Festnahme von Afroamerikanischen Bürgern z.T. zu beobachten, sind ein Schandfleck mit fataler Außenwirkung.

@Blitzgescheit - 10:06

"Es ist ja schön, dass alle Parteien reihum ihre Meinung zu dem "Rassismus"-Skandal bei der Polizei abgeben können.

Warum wird nicht einmal die AfD dazu befragt."

Klar, wenn eine Partei zum Thema Rassismus die erforderlichen Kompetenzen aufweist, dann ist das die AfD.

Wer möchte heute noch Polizist werden,

wenn schon viele unter Verdacht stehen Rassisten zu sein , wenn sie Ihrer Arbeit nachgehen.
Ich finde das heute vieles sofort in den sozialen Netzwerken gemeldet wird , ob es immer der Wahrheit entspricht , stelle ich echt in Frage.
Es gibt einfach zu viele Handyfotografen , ob bei Polizeieinsätzen oder bei Naturkatastrophen.

09:56, Blitzgescheit

Es geht im hier diskutierten Artikel nicht um die USA. Heather MacDonald ist hier noch irrelevanter als sie es ohnehin ist.

@ 09:59 von Blitzgescheit

"So seien in einem Gruppenchat, der rund 10.000 Beiträge umfasste, drei Beiträge als strafrechtlich relevant bewertet worden."

Hier sollten die Verantwortlichen unterscheiden, dass sie nicht die politische Freiheit derer einschränken, die sich nur im Rahmen legitimer rechts konservative Politik/Einstellung bewegen.

Body Cams

Die Polizei ist im Einsatz sehr oft Gefahren, Beleidigungen und Angriffen ausgesetzt. Auf der anderen Seite wird der Polizei immer wieder von einzelnen Gruppen pauschal eine rassistische Grundhaltung unterstellt. Hier wäre der Einsatz von Body Cams sicher hilfreich, um viele Situationen zu entschärfen und/oder nachvollziehen zu können. Rassismus darf es in Behörden nicht geben. Beamte mit so einer Einstellung dürfen nicht im Staatsdienst arbeiten. Es darf aber auch nicht dazu kommen, dass bei jeder Kontrolle von bestimmten Personen gleich von Rassismus die Rede ist und letztlich dann rechtsfreie Räume entstehen. Die Polizei muss handlungsfähig bleiben.

10:06 vom Forenvielnamigen

"Wieso AfD nicht befragen"

Weil von dort sehr oft inhaltlich zum Thema keine sachdienlichen Aussagen zu erwarten sind. AfD-Parlamentarier haben nach Untersuchungen zur deren Mitarbeit in der alltäglichen Parlamentsarbeit, in den Fachausschüssen vor allem, oft nichts beizutragen, sitzen herum, stammeln Copy&paste-Sprüche hervor.

Als mal zeitgleich ein Buffet in der Hamburger Bürgerschaft angerichtet war (nicht für AfD-exklusiv wohlgemerkt), raten Sie mal wer dort während der Ausschussarbeit vorrangig anzutreffen war.

Egal ob Rassismus bei Polizei & Militär oder Verstrickung von AfD-Helfern im Rechtsterrorismus (Stefan E. als AfD-Plakataufsteller, Mitdemonstrant u. AfD-Spender), vor dort gibt's in solchen Situationen null Inhalt.

Redaktionelle Unabhängigkeit bei der Bewertung u. Einordnung polit. Aussagen ist Bestandteil der Pressefreiheit. Dass das rechtsextremen Verfassungsfeinden nicht geläufig ist, verwundert nicht.

10:04, Phonomatic

>>09:38 von fathaland slim
Sie kennen aber auch ganz genau die Situation in Görli und Hasenheide - Sie wohnen nach eigenen Angaben, ebenso wie ich, quasi um die Ecke - also was soll das Ablenkungsmanöver?<<

Ich wohnte um die Ecke, beziehungsweise auf halber Strecke zwischen den beiden von Ihnen genannten Parks. Jetzt bin ich nicht mehr in Berlin.

Trotzdem kenne ich die Szene in den beiden Parks gut. Die Polizei wird sie noch besser kennen als ich und dort ganz gewiss Leute nicht wegen ihrer Hautfarbe filzen.

Die Polizei in Kreuzberg weiß nämlich, daß die meisten dort lebenden Menschen schwarzer Hautfarbe keine Drogenhändler sind. Ich erkenne „Park-Drogenhändler“, egal welcher Hautfarbe, sofort. Ich halte die Polizei nicht für dümmer als mich selbst.

Re : wenigfahrer !

Ich denke, das Problem mit den Drogen, egal welcher Art beginnt bei den Menschen, die damit beginnen, solche zu nehmen, warum auch immer.
Da sollte grundsätzlich angesetzt werden, denn wenn Menschen eben keine Drogen mehr nehmen, bricht der Markt zusammen. Leider aber ist dies ein Problem der ganzen Gesellschaft, von ziemlich weit oben, bis ganz unten, von Alt bis ganz Jung, und es finden sich immer Gründe, Drogen, oder auch Alkohol zu sich zu nehmen und sich ins Verderben zu stürzen.
Natürlich ist dieses Problem mit bestimmten Orten in Großstädten deutlich größer, als auf dem Land, aber auch hier wissen die Polizisten in der Regel, wo verkauft wird, weil es leider zu viele Kunden gibt !

@Am 19. Juli 2021 um 10:26 von Bischdariel

Zitat: "Es werden mehr "schwarze" als "weiße" kontrolliert => Anteil der "schwarzen" Straftäter steigt => Meinung verstärkt sich, dass man vor allem "schwarze" kontrollieren sollte, die sind ja so unfassbar kriminell => Teufelskreis"

Was für eine abenteuerliche Ursachenkette Sie sich dazu zusammenspinnen. Allerhand.

Zitat: "Es ist wesentlich zielführender die soziale Schicht als Referenzgröße heranzuziehen => "schwarze" sind in der Regel ärmer, Armut führt zu Verzweiflung und Verzweiflung zu Kriminalität"

Was denn?

Gerade eben haben Sie doch noch behauptet, dass Schwarze nur deswegen häufig kriminell werden bzw. von der Polizei geschnappt werden, weil sie angeblich häufiger kontrolliert werden.

Ja, was denn nun?

@Blitzgescheit, 09:59

"Für mich ist "Rassismus bei der Polizei"-Bruah eindeutig eine politisch motivierte Hexenjagd, um von eigentlichen und echten Problemen abzulenken"

Ja, für Sie. Was auch niemanden, der Ihre Kommentare hier kennt (unter diversen Namen, aber zu den immer gleichen Themen) mehr verwundern dürfte.

@10:06 von Blitzgescheit: hervorragende Experten

"Warum wird nicht einmal die AfD dazu befragt. Mit Martin Hess (27 Jahre Polizei-Beamter und -ausbilder) oder Dr. Curio (innenpolitischer Sprecher) hätte man da hervorragende Experten, die sicherlich eine fundierte Position zu diesem Thema darlegen können."

Das wäre tatsächlich mal eine Sensation. Das erste Mal seit 2013 würde die AfD eine fundierte Expertise zu einem Thema darlegen.

Man kann eigentlich....

nur jeden bedauern, der als Nichtakademiker zur Polizei geht. Es werden von diesen oft bedauernswerten Personen übermenschliche Eigenschaften erwartet und verlangt, über die seltsamerweise die fordernde Seite selbst nicht verfügt. Dazu gehört besonders die oft durch jahrzehnte gewonnen Erfahrungen. Die werden zwar nicht immer zu 100% stimmen, aber weit über 50 % bestätigt werden. Das gilt nicht nur bei der Hautfarbe, sondern auch für das soziale Umfeld. Die Bereitschaft Vorurteile anzunehmen und das Verhalten beeinflussen zu lassen dürfte auch von unseren restlichen tierischen Instinkten gesteuert werden.

...ttestEineMeinung @19. Juli 2021 um 09:26 von Louis2013

Zu ihrem Beispiel:

Racial Profiling ist falsche Interpretation von Mustern bei Straftätern.
Kriminelle erkennt man nämlich nicht am Aussehen, sondern an (tatbezogenen) Verhaltensmustern.

Das gilt auch und gerade für ERFAHRENE PolizistInnen.

Die Frage wäre also ob es einen konkreten Anlass gibt für die Durchsuchung - z.B. das Weitergeben von Päckchen, "Kundenverkehr" etc., also typische Verhaltensmuster von Dealern.

Würden PolizistInnen auf solches Verhalten beim älteren Ehepaar gar nicht achten, sondern nur auf das Aussehen, dann wäre "älteres Ehepaar" am Ende die perfekte Tarnung für Drogendeals.

"Racial Profiling"

Zitat: "Wenn Blaise Francis El Mourabit durch einen Bahnhof läuft, heißt es regelmäßig: Polizeikontrolle! "Mir wurde beispielsweise schon gesagt: Rücken Sie die Drogen doch gleich raus." Was der deutsch-kongolesische Menschenrechtsanwalt beschreibt, nennt sich Racial Profiling."

"Racial Profiling" ... oder wie man es auch sonst nennt: die Polizei macht ihr Arbeit und das auf Basis von statistischen Erfahrungswerten, die sie tagtäglich selber sammelt.

...ttestEineMeinung @19. Juli um 09:56 von Blitzbot/Ungescheit

@afd-Presseabteilung:

Ein neues, schönes Beispiel für Lügen mit (echten?) Zahlen.

Mal ganz abgesehen davon, dass sich die genannten Zahlen mal auf Schwarze (von der Polizei erschossene) beziehen, andererseits scheinbar auf die Zahlen für Schwarze UND Latinos (Kriminalstatistik) beziehen, also schon in dieser Kombination falsch sind.

Das gleiche versuchen Sie und andere auch immer wieder mit den Statistiken für Deutschland.

Die richtigen Kategorien für derartige Vergleiche sind allerdings nicht Herkunft oder Aussehen, sondern Schulbildung, Einkommen und sozialer Status, wie z.B. einer der führenden Kriminologen Prof. Dr. Christian Pfeiffer immer wieder nachgewiesen hat.

Will heißen, ärmere Menschen mit geringerer Bildung und Ansehen begehen mehr Verbrechen.

Wenn man anhand dieser Kategorien vergleicht sind Flüchtlinge hierzulande z.B. deutlich weniger oft kriminell als Deutsche.

On Top kommt noch, dass bei bestimmten Delikten Weisse seltener angezeigt werden.

...ttestEineMeinung @19. Juli um 09:59 von Blitzbot/Ungescheit

@19. Juli 2021 um 09:59 von Blitzgescheit:

Sie versuchen ständig, hier eine "politisch motivierte Hexenjagd" gegen die gesamte Polizei zu postulieren.

Für mich ist das nur der Versuch die grosse Mehrheit der PolizistInnen, die zu unserer Demokratie und ihren Werten stehen, als Schutzschild für ein paar Rechtsextreme zu instrumentalisieren.

Diese Rechsextremen sind das Problem - nicht die Polizei an sich.

12:06 von BILD.DirEinDuHä...

Wenn man anhand dieser Kategorien vergleicht sind Flüchtlinge hierzulande z.B. deutlich weniger oft kriminell als Deutsche.

Ach? Würden Sie das bitte mal belegen?

Ich verweise mal meinerseits auf den Faktenfinder von tagesschau:
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/fluechtlinge-kriminalitaet-105.html

11:35, BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

>Racial Profiling ist falsche Interpretation von Mustern bei Straftätern.
Kriminelle erkennt man nämlich nicht am Aussehen, sondern an (tatbezogenen) Verhaltensmustern.

Das gilt auch und gerade für ERFAHRENE PolizistInnen.

Die Frage wäre also ob es einen konkreten Anlass gibt für die Durchsuchung - z.B. das Weitergeben von Päckchen, "Kundenverkehr" etc., also typische Verhaltensmuster von Dealern.

Würden PolizistInnen auf solches Verhalten beim älteren Ehepaar gar nicht achten, sondern nur auf das Aussehen, dann wäre "älteres Ehepaar" am Ende die perfekte Tarnung für Drogendeals.<<

Ganz oft ist solches Profiling Ergebnis der persönlichen Vorurteile des Beamten.

Früher, als es noch Grenzen in Europa gab, wurde ich regelmäßig gefilzt. Ich war langhaarig und bärtig und fuhr ein altes Auto. Typ Bürgerschreck eben. Wäre ich Drogenhändler gewesen, ich wäre ausschließlich sorgsam gescheitelt und beanzugt im neueren Mittelklasseauto über die Grenze gefahren. Niemand hätte mich gefilzt.

Ich bin mir sicher, dass eine

Ich bin mir sicher, dass eine Rassismus Studie das feststellen wird, was festzustellen sein soll: Rassismus bei der Polizei.

In Berlin wurde festgestellt, dass Rassismus/Racial Profiling bei der Polizei im Promille- Bereich liegt, im Gegensatz zu den Anschuldigungen.

Die Polizei setzt lediglich ihre Erfahrungswerte im Dienst um. (Die wissen es bestimmt besser als Politiker)

Sie wissen, dass im Görlitzer Park/Hasenheide die Wahrscheinlichkeit einen dunkelhäutigen Dealer zu erwischen größer ist als Grauhaarige.

Rassismus wird man in allen Berufsgruppen festellten, wenn es eine Studie darüber geben würde - sogar in der Politik.

PS. Meines Erachtens haben Befürworter der Studie ein Problem mit Polizei als mit Kriminellen!

09:59 von Blitzgescheit

>>Für mich ist "Rassismus bei der Polizei"-Bruah eindeutig eine politisch motivierte Hexenjagd, um von eigentlichen und echten Problemen abzulenken.<<

Eventuell soll damit von den Problemen der AfD mit demVerfassungsschutz abgelenkt werden.

Studien.....

halte ich für wenig zielführend. Es ist wie schon angedeutet wurde immer tendenziell unfair gegenüber denen, die sich nichts vorwerfen lassen müssen. Gilt übrigens nicht nur für die Polizei sondern auch für die Bevölkerung.

Man sollte vielmehr öffentlichkeitswirksam beiderseits durchgreifen und die Grundlage für Vorurteile entziehen.

Also wenn Polizisten einen kongolesischen Anwalt des Drogenhandels bezichtigen, damit offen umgehen und ggf. arbeitsrechtliche Konsequenzen ziehen.

Und wenn am Kölner HBF oder der Stuttgarter Innenstadt Migranten die Polizei missachten und angreifen, ebenso.

Würde sicher in beide Richtungen zur Erhellung beitragen. Die Grundlage für alle Probleme sind Unkenntnis über und Fehlverhalten von beiden Seiten, also die Polizei und das unter Generalverdacht stehende Klientel.

Die Polizei muss sich übrigens zum geltenden Recht bekennen. Müssen das Migranten auch? Weil das ist die Grundlage für Verständnis der Rechtgepflogenheiten und Durchgriff bei Missachtung

Wenn das Teilen von Bildern die Hitler in Uniform, Hakenkreuzarmbinden und den Hitlergruß zeigen, für Sie zur rechts-konservativen Politik/Einstellung gehören, dann wurden die Polizisten selbstverstädnlich zu Unrecht angeklagt.

10:16, John Koenig

>>@fathaland slim
"Ich kenne einige betagte, grauhaarige Drogenfreunde."

Ja , aber die stehen bestimmt nicht tagtäglich in einem Park und verkaufen dort Drogen an Jugendliche und Heranwachsende .

Kleiner Unterschied .<<

Nein, sie kaufen sie dort.

Die Zielgruppe der Händler im Park ist nicht unbedingt die, die Sie annehmen.

11:12 von fathaland slim

Da Sie die Szene so gut kennen, wissen Sie wohl auch, dass das Revier aufgeteilt und dort für andere "Park-Drogenhändler" kein Platz ist.

Das kriminalistische Problem, dass daraus erwächst, geht auch weit über den Verkauf von Drogen hinaus. Die Streifenpolizei dort kann auch nur die Sympotome bekämpfen, damit das nicht völlig ausser Rand und Band gerät. Dazu ist der Druck auf die Dealer zielführend. Die Ursachen zu beheben wäre - denke ich - eine Sache der Kriminalpolizei.

Die "Szene" trägt übrigens selbst ganz erheblich zu ggf. rassistischen Einstellungen bei.

10:52 von Giselbert

>>Stimmt, schade, dass man hier solche kompetente Meinungen außen vor lässt, sicherlich hätten die einige fundierte Argumente beitragen können.<<

Sie sollten Satire als Satire kennzeichnen. Sonst könnte man irrtümlich schlussfolgern, dies wäre wirklich Ihre Meinung.

@10:28 von Giselbert

>> Wird durch den Vorwurf des RP nicht zu
>> schnell die Rassismuskeule

Nope! Rassismus war, ist und bleibt nunmal Rassismus. -.-

Rassismus bei der Polizei

Zunächst einmal würde ich der Polizei nicht gleich Rassismus unterstellen, weil sie Menschen mit fremdländischen Aussehen kontrolliert. Die kontrollieren anhand ihrer Erfahrungen Menschen, die ihnen verdächtig scheinen. Wenn Fahrzeugkontrollen wegen illegaler Autorennen gemacht werden, dann kontrollieren sie auch nur bestimmte Fahrzeuge.

Andererseits ist die Erfahrung dunkelhäutiger Menschen, öfters mal kontrolliert zu werden, während das weißen Kollegen oder Klassenkameraden in Jahren nie passiert natürlich ärgerlich und auf die Dauer demütigend. Aber wie könnte ich der Polizei erklären, wie sie ihren Job besser machen könnte?

Eine andere Hausnummer sind natürlich Chatgruppen mit NS-Inhalten oder klar rassistischen Äußerungen. Deren Teilnehmer muss man ermitteln. Und da das wahrscheinlich eine Minderheit der Polizei ist, sollte sich diese auch nicht gegen die Aufklärung sträuben. Das schützt schließlich die Mehrheit vor dem Verdacht.

@melancholeriker, 10:42 re @blitzgescheit 9:56

Ich wusste nicht daß der Herr Heimatminister wg. mangelnder Auslastung noch das US Innenressort übernommen hat.

Das hat er auch nicht. Es ist einfach so, dass dieser Beitrag von @blitzgescheit bereits mehrere Monate alt ist, ursprünglich zum Thema Rassismus in den USA geschrieben wurde und seinen Weg in diesen Thread erst per copy&paste gefunden hat.
Ein keineswegs neues Vorgehen dieses Foristen. Ebenso bekannt, wie die Tatsache, dass Rassismus für ihn "Dingsbums" ist, wie er bereits zum damaligen Thema mehrfach schrieb.

Möglicherweise

Gibt es nicht nur in der Polizei ein zunehmendes "Rassismusproblem"....
Es ist, so meine Meinung, eher ein gesellschaftliches Phänomen.
Nicht nur in Deutschland.
Viele Sorten von Medien, das schon seit Jahrzehnten, machen viele Menschen immer "dümmer", ungebildeter....
Und damit anfällig für einfache Botschaften.
Schwarz Weiss Denken breitet sich immer mehr aus.
Dazu weltweite Krisen, Hiobsboschaften, etc.etc.
Da braucht es ein Ventil, den Druck abzulassen.

Das ist ein sehr

heikles Thema. Rassismus bei der Polizei und nicht nur dort hat hier nichts zusuchen. Leider gibt es immer noch große Vorbehalte in der Gesellschaft über das aussehen eines Menschen wie er gekleidet ist und auch frisiert. Das sagt aber nichts über den Charakter und der Bildung aus.

13:42, morgentau19

>>Die Polizei setzt lediglich ihre Erfahrungswerte im Dienst um. (Die wissen es bestimmt besser als Politiker)

Sie wissen, dass im Görlitzer Park/Hasenheide die Wahrscheinlichkeit einen dunkelhäutigen Dealer zu erwischen größer ist als Grauhaarige.<<

Ein guter Polizist schaut nicht auf die Hautfarbe, sondern auf Verhaltensweisen.

Ich erkenne sofort, wer dealt, und ich bin nicht mal Polizist.

Eigentlich erwarte ich von einem Polizisten, daß er besser als ich ist, wenn es um seinen Beruf geht.

Außerdem ist die Dealerszene in den genannten Parks derart offensichtlich, daß es mich schon sehr wundern täte, wenn die Polizei dort ihre Pappenheimer nicht genauestens kennen würde.

Mit dem Vorwurf des Rassismus

möchte man Überforderung, Unfähigkeit und übergriffige Handlungen auch an hilfesuchenden Bürgern verharmlosen.
Einen Ansprechpartner / Institution für Misstände gibt es nicht.
Der Bock ist gleichzeitig auch der Gärtner.
Die Polizei hat ein generelles Problem, das sich in vielen Facetten zeigt.

13:49, Phonomatic @11:12 von fathaland slim

>>11:12 von fathaland slim
Da Sie die Szene so gut kennen, wissen Sie wohl auch, dass das Revier aufgeteilt und dort für andere "Park-Drogenhändler" kein Platz ist.

Das kriminalistische Problem, dass daraus erwächst, geht auch weit über den Verkauf von Drogen hinaus. Die Streifenpolizei dort kann auch nur die Sympotome bekämpfen, damit das nicht völlig ausser Rand und Band gerät. Dazu ist der Druck auf die Dealer zielführend. Die Ursachen zu beheben wäre - denke ich - eine Sache der Kriminalpolizei.<<

Ich gehe mal davon aus, daß die Kripo dort vor Ort ist, auch mit V-Leuten.

Denn es hat ja keinen Sinn, einzelne Kleindealer hochzunehmen. Die werden sofort ersetzt. An die Drahtzieher kommt man nur durch intensive, unauffällige Beobachtung heran.

Ich bin sicher, daß das passiert.

das schöne am Zirkelschluss ist ja

dass derjenige, der ihn zieht, niemals Gefahr läuft, ihn in Frage stellen zu müssen.
Wenn sich die Polizei die Regel gibt, bei Brandstiftungen nur noch gegen Rothaarige zu ermtteln, dann wird man zwangsläufig auch nur rothaarige Täter finden. Und dann kann man natürlich sagen: "alle bisher überführten Brandstifter waren rothaarig. Also ist es genau das richtige Vorgehen, bei diesem Delikt gegen diese Personengruppe zu ermitteln".

Das hat dann mit Diskriminierung natürlich nichts mehr zu tun, denn dann handelt es sich, wie hier viele gerne schreiben: Um "Erfahrungswerte".

Ich kann Seehofer verstehen

Er geht wahrscheinlich von einem so hohen Anteil von Problematischem Personal aus das diese los zu werden erhebliche Schwierigkeiten für die Erledigung der Aufgaben bedeutete.
Dazu Seilschaften mit erheblicher Krimineller Energie die, wenn sie nicht nur mal eben die Datenbank der Polizei für NSU2.0 Drohbriefe nutzen sondern systematisch vorgingen ein erhebliches gefährdungspotential darstellten.
So etwas kann man nicht offen in einer Studie ermitteln. Wenn man hier handeln will muss man das unbemerkt tun bis zu dem Zeitpunkt wo man Tiefgreifend restlos ausmistet...und dann muss man den Ersatz zur Hand haben, und neue Strukturen aufbauen um eine Ausnutzung internen Wissens durch dann nicht mehr Interne zu vermeiden.

Am 19. Juli 2021 um 13:42 von morgentau19

Zitat: Rassismus wird man in allen Berufsgruppen festellten, wenn es eine Studie darüber geben würde - sogar in der Politik.

Mit Blick auf besztimmte Parteien würde ich sagen"vor allem in der Politik.

@dr.bashir, 13:52

"(...) Andererseits ist die Erfahrung dunkelhäutiger Menschen, öfters mal kontrolliert zu werden, während das weißen Kollegen oder Klassenkameraden in Jahren nie passiert natürlich ärgerlich und auf die Dauer demütigend (...)
> Eine andere Hausnummer sind natürlich Chatgruppen mit NS-Inhalten oder klar rassistischen Äußerungen. Deren Teilnehmer muss man ermitteln.
>> Und da das wahrscheinlich eine Minderheit der Polizei ist, sollte sich diese auch nicht gegen die Aufklärung sträuben. Das schützt schließlich die Mehrheit vor dem Verdacht"

Exakt. Politiker, die hier mit dem Begriff bzw. Totschlagargument "Generalverdacht" operieren, statt Untersuchungen von tatsächlich unabhängiger Stelle (oder vielmehr: unabhängigen Stellen) - also Transparenz zuzulassen, machen zumindest klar, dass sie an den Interessen der (aller) Bürger bzw. an demokratischen Prinzipien kein Interesse haben. Wahrscheinlich deshalb, weil sie sich der Vertretung partikularer Interessen verpflichtet haben (oder sehen).

@Louis2013 um 09:26

> Ein betagtes grauhaariges Paar sitzt auf einer Parkbank im Görlitzer Park in Berlin. Nicht weit davon entfernt stehen drei dunkelhäutige Männer und flüstern miteinander. Sollte also die Polizei, nur um dem Verdacht des "Racial Profiling" zu entgehen, auf all ihre Erfahrungswerte verzichten und lieber das ältere Ehepaar nach Drogen durchsuchen - und die drei Männer nicht behelligen?<

Das witzige ist das das kein unwahrscheinliches Szenario ist.
Zumindest wenn das Grauhaarige Paar dort ansässig ist und auch so aussieht.

Im Vorfeld politischer Veranstaltungen dort könnte die Polizei nach genau solchen Leuten Ausschau halten, und sogar Einzelhandel von Substanzen unterhalb der Verfolgungsschwelle ignorieren wenn er vor ihren Augen abläuft.

Da griffe dann ein anderes "Cultural" Profiling.

13:55 von schiebaer45

"Leider gibt es immer noch große Vorbehalte in der Gesellschaft über das aussehen eines Menschen wie er gekleidet ist und auch frisiert. Das sagt aber nichts über den Charakter und der Bildung aus."

Dass tolle an Ihrer Aussage ist, dass sie auf Polizeibeamte ebenfalls zutrifft. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass Menschen in Uniform für die Spaßgesellschaft der Prellbock sind. Respekt und ein Mindestmaß an guten Verhalten gegenüber Polizeibeamten kann man vergessen. "Ganz Berlin hasst die Polizei""ACAB" zu rufen wenn man eine Streife sieht ist für manche inzwischen ganz normal. Traurig

Als hier letztes Jahr über

Als hier letztes Jahr über Rassismus bei der Polizei und dann das Nachgeben von Herrn Seehofer diese Studie - eine Motivationsstudie - diskutiert wurde, waren schon die Kommentare den heutigen sehr ähnlich; ähnlich sind auch die Kommentare auf der Seite des BR24, wo dieser Artikel des Autors vor 9 Tagen erschien und dort von vielen Zuschauern/Lesern kommentiert wurde. Auch in dieser Hinsicht tut sich kaum was. In drei Jahren sollen die ersten Ergebnisse der Studie veröffentlicht werden? Warum braucht es so lang? Wundert mich etwas, die Sozialforschung kann es oft schneller. Über die Fragestellung, was ist daraus geworden, habe ich nun auch nicht so richtig was erfahren. Journalisten sollten ruhig versuchen, zwischendurch mehr von den Sozialwissenschaftlern - wie legen sie die Befragungen an, welche Probleme tauchen auf, gibt es schon mal Überraschungen u.a.m. - Man sollte ruhig konkreter über den Fortgang ihrer Arbeit berichten. Hätte vielleicht Auswirkungen auf die Kommentare hier.

14:08 von frosthorn

Das schöne an Ihrem Zirkelschluss ist wiederum, dass Sie gar nicht darüber nachdenken müssen, was bandenmäßige Kriminalität in aller Öffentlichkeit durch gewisse Bevölkerungsgruppen eigentlich zu gewissen Vorurteilen beiträgt.

Rassismusbekämpfung

Rassismus zu bekämpfen ist gut und wichtig. Auch, wenn ich es weiterfassen würde und jede Art der hochmütigen Herabwürdigung gleich ansehen. Sei's drum.

Was aber vielfach zu beobachten ist, ist eine gewisse Instrumentalisierung der Begriffe "Rassismus" oder "Diskriminierung", um eine andere Gruppe, die man dessen bezichtigt, zu schwächen.

Dazwischen haben nun die Politiker abzuwägen, den richtigen Weg zu finden, damit die (rassistische, sexistische usw.) Diskriminierung stark reduziert wird aber die Diskriminierungsbezichtigung nicht zur Universallkeule wird oder die Redefreiheit zunehmend zerstört wird, weil einem jedes Wort im Munde rumgedreht werden kann.

Und leider kann man das nicht mit einer Gleichung nachrechnen, was der Optimalpunkt ist.

So werden wir damit leben müssen, daß die Politiker hier sich herantasten, ausprobieren, Dinge wieder ändern... das ist eben ein Optimierungsprozess.

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