Kommentare

Alle sind bestürzt

Sogar Laschet ist plötzlich für Klimaschutz. Das wird genau so lange anhalten, wie er auf der nächsten Wahlveranstaltung wieder betonen wird, dass Klimaschutz die Wirtschaft nichts kosten darf.

Wie vor Jahren in Bayern. Da sollten nach dem Donauhochwasser ganz entschlossen Maßnahmen ergriffen werden und z.B. Flutpolder gebaut werden, um das Wasser im Notfall zurückzuhalten. Das hat aber unser Wirtschaftsminister Aiwanger bislang zu verhindern gewusst, weil es ja Landwirte beeinträchtigen könnte. Insbesondere die Polder im Zuständigkeitsbereich seiner Lebensgefährtin sind ihm ein besonderer Dorn im Auge.

Wenn wir jetzt alle 10 Jahre ein "Jahrhunderthochwasser" haben und dazwischen Dürrejahre, dann ist der Abstand anscheinend immer noch lange genug, um in der Politik von der Quartalsberichten der Wirtschaft geschlagen zu werden.

Die Schäden zahlen entweder Versicherungen, der Steuerzahler oder die Betroffenen bleiben eben darauf sitzen.

Hauptsache Porsche und Daimler feiern.

Hilfe für die Betroffenen und Regionen...

sollte schnell und unbürokratisch abgewickelt werden.

Zukünftig werden wir mit solchen extremen Bedingungen leben müssen. Regierungen, Wirtschaft und all diejengen, die die Warnungen der Klimaforscher belächelt bzw. nicht ernst genommen haben, merken nun vielleicht, dass es Zeit ist zu handeln. Die Extreme nehmen von Jahr zu Jahr zu und es wird so weitergemacht wie bisher...oh Entschuldigung...stimmt nicht ganz. Verbrennerautos sollen bis 2035 gegen E-Autos getauscht werden. Welch ein toller Schachzug der Lobbypolitiker!
Weiterhin wird der Flugverkehr zunehmen, Transportschiffe 60.000 Liter Schweröl pro Tag verbrennen, das Internet und die dazugehörigen Rechenzentren Unmengen CO² zur Kühlung produzieren und vieles mehr, damit mehr und mehr Profit gemacht wird.
Regional kaufen, produzieren und nachhaltig leben, wäre nun die logische Konsequenz. Ein Auto pro Haushalt anstatt eines pro erwachsener Person, wäre schon ein Anfang.

Flussbegradigungen, dichte

Flussbegradigungen, dichte Bebauung in Hochwassergebieten, Oberflächenversiegelung in Städten, Bebauung von Freiflächen; hierdurch kann Wasser nicht zurückgehalten werden.

Hochwasserschutz wurde von der Politik vernachlässigt.

Die Gier des Menschen stoppt seine Intelligenz an Orten/Stellen zu bauen, die ungeeignet sind. Unter anderem......

Mit dem Hinweis auf die Ursache Klimawandel, versuchen Politiker zu relativieren und vom eigenen Versagen abzulenken!

Noch am Rande: Es war mir vollkommen klar, dass bestimmte Parteien auf den Zug des Klimawandels aufspringen ,um politisches Kapital daraus zu schlagen.

PS. Der Mensch will den Klimawandel stoppen?

Unsinn....

Dauerregen

Dauerregen in Sommer.
Das läuft schon seit mehreren Wochen. Vor 2 Wochen waren bei uns die Keller unter Wasser und die Versicherungen haben sich sogar telefonisch gemeldet und gefragt ob wir Probleme haben.
Von Dürren kann wohl nicht mehr die Rede sein.

@Pluraritaet um 09:13 (Vorgängerbericht)

Sie schreiben u. a. „Meine Enttäuschung und Wut über verpasste Klimapolitik seit 20 Jahren sind insbesondere bei unserer Kanzlerin: Sie war mal Umweltministerin als man schon von CO2 und Kilmawandel gesprochen hat - aber wie die meisten hat sie das ignoriert - zum Wohle der Wirtschaft…“.
Da bringen Sie diese Wetterkatastrophe in einen Zusammenhang mit der Bundeskanzlerin, so als ob Frau Merkel mit schuld daran sei - verstehe ich Sie hier richtig? Wenn ich Sie richtig verstehen sollte: egal, was D (alleine) in den 20 Jahren gemacht hätte, wäre das heutige Wetter - glaube ich - nicht beeinflussbar gewesen. Die jetzige Regierung, und sicherlich auch die künftigen Regierungen (es geht ja über Jahrzehnte), werden vieles daran setzen, den Klimawandel zu bekämpfen, und hoffentlich auch alle anderen großen Wirtschaftsmächte, die den allermeisten CO2 Ausstoß verursachen.
Vielleicht wäre es in D besser gewesen, die Kohlekraftwerke früher abzuschalten und die AKWs länger laufen zu lassen?

Entsetzlich, traurig

so viele Menschen gestorben.

So viele haben ihr Hab und Gut verloren.

Ich bete für die Menschen die noch vermisst werden und ihre Angehörigen, ich bete für die Verzweifelten.

Ich danke allen Helfern

Wollte....

....meine Antwort eigentlich unter den vorigen Artikel schreiben, leider war ich eine Minute zu spät als er geschlossen wurde. Von daher hier nochmal, zu folgendem Kommentar:

> Am 16. Juli 2021 um 09:17 von Dany39
"Mein Beileid an die Betroffenen. Nur statt jetzt direkt über die Klimaerwärmung zu diskutieren, wäre es erstmal wichtiger vor Ort zu helfen, auch (oder gerade) wenn das Wasser abgeflossen ist.
Und die Politik sollte beim Thema Klimaschutz offen für verschiedene Möglichkeiten sein und nicht nur einen starren Weg vorgeben. Stichwort E-Autos. Die wären in den betroffenen Orten jetzt die schlechteste Alternative"

Sehe ich genauso. Jetzt braucht es jetzt wirklich keine Aktivisten, die in den sozialen Medien publikumswirksam mit dem Finger auf Politiker zeigen, sondern welche die anpacken.
Und was E-Autos angeht, so habe ich mir auch schon vorgestellt wie man denn im Katastrophengebiet bei Stromausfall ein E-Feuerwehrauto aufladen würde. Beim Verbrenner reicht ein Kanister.

Mein Anteilnahme an alle

Mein Anteilnahme an alle Betroffenen verbunden mit dem Wunsch nach schneller und unbürokratischer Hilfe. Ich hoffe aber auch das man jetzt endlich merkt das wir was verändern müssen. Aufhalten können wir den Klimawandel nicht aber wir können anfangen uns darauf einzustellen. Dazu gehört aber mehr als nur die Steuer für CO2 einzuführen, die eh nur der Verbraucher zahlt. Ein komplettes Umdenken ist nötig in allen Bereichen und vor allem müssen alle an den Kosten beteiligt werden, denn sonnst machen die Menschen nicht mit. Wir alle müssen endlich anfangen. wenn ich bei mir durchs Wohngebiet laufe muss ich mit entsetzen feststellen das inzwischen jeder 2. Vorgarten Versiegelt ist und kaum noch Grün enthält. Die Autos werden immer größer und der Trend geht zum 3. Wagen. Leider steht zu befürchten das es diesmal genauso läuft wie nach dem Elbehochwasser oder dem Donauhochwasser in 4 Wochen redet keiner mehr drüber und alle machen so weiter wie bisher.

Irgendwie grotesk, …

… wenn Foristen angesichts dieser Bilder nichts anderes einfällt, als der Hinweis auf die Bundestagswahl.

Wenn immer man glaubt, dass bei einem Thema dieser Unfug endlich mal außen vor bleibt … nein, man kann sich darauf verlassen, dass der Spruch kommt.

Und nach den ausführlichen Erläuterungen der klima- und wettertechnischen Zusammenhänge auf allen Sendern gestern Abend sollten die Klimawandelverharmloser eigentlich Bescheid wissen.

Wassermassen

Ich lebe in einem der betroffenen Gebiete und als ich dann einkaufen ging, sah ich die Auswirkungen. So hat sich ein ansonsten kleiner Bach auf die Straße verlagert. Ein eigentlich dünner Strom von Wasser suchte seinen Weg, aber als ich meine Hand hineinhielt, erinnerte das wirklich an Wasserdruck. Da kriegt man eine klare Vorstellung, was das Gewicht von Wasser und der Wasserdruck bedeuten kann. Würde es nicht so viele Opfer geben, könnte man von einem Naturschauspiel sprechen.

Meine Gedanken gehen an die Betroffenen.

Viele Tote und unabsehbare Schäden durch Unwetter...

Und auch weiter uneinsichtige Politiker. Die weiter an der Räumung von Ortschaft für den Kohleabbau (CO2 und Klimawandel) festhalten (Manheim, Lützerath,Westrich). Und die auch jetzt und in der Zukunft an der Versiegelung von Flächen festhalten (Düsseldorf-Himmelgeist). So wirkt Hochwasser dann noch heftiger.

Instrumentalisierung durch Rechts & Fossil-Lobby

Die Instrumentalisierung der Energiepolitik durch die Fossil-/Atomlobby, der Versuch eine Debatte über die Klimakrise abzuwürgen war & ist seit langem Fakt. Seit 2013 kommt mit der AfD noch die Hetz-/Diffamierungsvariante hinzu. Der Vorwurf aus diesem Lager jetzt dürfte man aber ja nicht 'instrumentaliseruen' ist daher verlogen.

Anteilnahme für die Opfer, Nothilfe vor Ort UND gleichzeitige Debatte wie langfristig solche Folgen der menschengemachten Klimakrise gemildert werden können, schließen sich nicht aus!

Nur Komplexität-nicht-begreifende Rechtsaußenleute begreifen das nicht.

Der Versuch eine Debatte über Zusammenhänge abzuwürgen ist das geheuchelte "Thoughts&Prayers" der US-Waffenlobby &US Republik. nach jedem Schulmassaker.

Über die unmittelbar notwendige Nothilfe hinauszublicken ist Grundlage für verantwortungsvolle Politik.

Wer jetzt krakeelt, hier würde die Situation politisiert, verschließt die Augen vor der Realität.

Oder täuscht bewusst. Und DAS kann die AfD gut

"Unabsehbar" ist hier auf jeden Fall das richtige Wort:

"Viele Tote und unabsehbare Schäden durch Unwetter"

Und zu "Schon jetzt wurden deutlich mehr Tote gezählt als beim "Jahrhunderthochwasser" 2002":

Eigentlich logisch: Nicht die Zahl, sondern vor allem die Heftigkeit der Auswirkungen der dem Klimawandel geschuldeten Naturkatastrophen (also speziell die) nimmt (bzw. nehmen) analog mit dessen Fortschreiten zu.

Und noch was: Unabsehbares lässt sich nicht "kalkulieren".

Keine Vorbereitung auf die Folgen des Klimawandels

Überall in den Medien finden sich Berichte dazu, dass der Klimawandel unterschätzt wurde und es keinerlei Vorkehrungen gibt, dass die Strom-, Wasser- und Krankenversorgung auch bei Extremwetter erhalten bleibt. Frühwarnsysteme fehlen.
Seit 30 Jahren haben Wissenschaftler das Phänomen Klimawandel schon beobachtet.
(Quelle: u. a. web.de).
D. h. die Politik hätte sehr viel Zeit gehabt, MEHR zu tun.
Aber wenn erst das Bundesverfassungsgericht feststellen muss, dass die bisherigen Gesetze unzureichend sind, stimmt etwas nicht im Staate Deutschland.

Wer jetzt also ein "Weiter so" für richtig hält, der ist m. E. unbelehrbar.

10:04, Wolf1905 Vorgängerthread

>>Vielleicht wäre es in D besser gewesen, die Kohlekraftwerke früher abzuschalten und die AKWs länger laufen zu lassen?<<

Eine Scheinalternative. Den Teufel mit Beelzebub austreiben.

Aber wenn wir schon eine „was wäre, wenn...“ Diskussion führen wollen:

Vielleicht wäre es besser gewesen, Subventionssummen in die Entwicklung erneuerbarer Energiequellen zu stecken, die mit den Subventionen für Kernenergie und Kohlebergbau der Vergangenheit vergleichbar sind? Wir wären jetzt ganz gewiss entschieden weiter und könnten vielleicht sogar eine weltweite technologische Führungsrolle einnehmen. Die Führungsrolle, die vor ein paar Jahren, was die Solartechnologie angeht, an China verschenkt wurde. Wo man sich darüber natürlich freut. Im Gegensatz zu den Mitarbeitern der Solarfirmen in Deutschland...

09:20 von Leipzigerin59 / aus: "Schwere Schäden … Ahr"

«PS: 2002
Dresden, Sachsen,
hatte mich geirrt ...
falls Beitrag kommt.

Ich wäre damals auf der B173 zwischen Dresden und Freiberg auch mit dem Auto fast in den Fluten "hängen" geblieben.»

An der Elbe 2002 war es ein großer Fluss, der letztlich als Abfluss für die Wassermassen der kleineren Nebenflüsse u.a. Dresden überschwemmte.

Nun sind es in NRW und RPF die ganzen kleinen Flüsse, an denen die Verwüstungen stattfanden. Erft, Swist, Ahr, Kyll … wie sie alle heißen.
Die Erft hat den Braunkohletagebau "Ville" geflutet.

Die Oderflut von 2002 war mies mit vielen Schäden. Verglichen zu die letzten Tage hier im Westen aber ein weit mehr lokal begrenztes Ereignis entlang eines großen Flusses. Nun ist es überall, auch so einige Brücken sind eingestürzt.

Vermutlich kennen Sie die Eifel und die Gegend an der Ahr persönlich nicht so sehr gut. Schöne Täler, steile Berge, enge Flüsse, tolle Reviere zum Paddeln.

Alles zusammen … ein weit mehr verheerendes Desaster als an der Elbe 2002.

Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

um Ihre Kommentare zum Thema „Unwetter“ besser bündeln zu können, haben wir uns entschieden, die Kommentarfunktion in diesem Artikel zu schließen. Gern können Sie das Thema hier weiter diskutieren:

https://meta.tagesschau.de/id/149427/flutkatastrophe-im-westen-
steigende-opferzahlen-befuerchtet

Viele Grüße
Die Moderation

Darstellung: