Kommentare

Die Katastrophenbilder dieser Tage, die wir im Fernseher beobachten, waren sonst immer für andere Länder 'reserviert'. Weit weg von uns.

Nun trifft es uns, unsere Landsleute, Menschen aus der Nachbarschaft.

Die brauchen jetzt neben dem Mitgefühl für die Opfer, die Toten, die Verletzten und die materiell schwer geschädigten die Solidarität aller Bürger. Schnell und unbürokratisch.

Schwere Schäden durch das Hochwasser entlang der Ahr

Gestern Abend hatte ich mit einem guten Freund und Studienkollegen telefoniert, der in der Geschäftsleitung eines großen mittelständigen Unternehmens in Bad Neuenahr tätig ist.
Die komplette Unternehmensführung hatte gestern händeringend versucht, Kontakt mit den Mitarbeitern aufzunehmen, um den ihren Status zu erfragen, um gegebenenfalls Unterstützung zu leisten. 99 Prozent aller Beschäftigten konnten erreicht werden, bei einigen Wenigen war ihr Schicksal bis zum Abend ungeklärt.

Katastrophale Zustände, bei vielen Menschen liegt die Existenz am Boden und ich kann nur hoffen, dss die Bekenntnisse zur Hilfe unserer Politiker auch in die Tat umgesetzt wird.

Es ist trotz dieser grauenhaften Situation schön zu sehen, dass der Zusammenhalt und die Fürsorge füreiander vorhanden ist.

Gruß Hador

Extremwetter nimmt zu

Extremwetterlagen nehmen zu, überall auf der Welt. Aber eben auch bei uns.

Wetterkapriolen gabe es zu allen Zeiten. Aber wenn sie 'System' haben, dann müssen wir auch nach den Ursachen schauen. Der Klimawandel ist ganz klar eine davon.

Zuerst Nothilfe, aber dann auch langfristige Maßnahmen

Bevor irgendwelche Grundsatzdiskussionen losbrechen, müssen Menschen gerettet und aufgenommen werden.

In Notunterkünften, bei Verwandten, Nachbarn, Freunden und Gemeindeeinrichtungen. Zeigt die Spendenkonten auf, damit wir alle schnell zur Hilfe beitragen können.

Hilfsorganisationen, das THW und soziale Hilfseinrichtungen müssen unterstützt werden. Der Staat muss die dafür mobilisierbaren Hilfen organisieren, die technischen wie die finanziellen.

Wenn aufgeräumt und wiederhergestellt ist, muss auch überlegt werden, wie langfristig verhindert werden kann, was da an Katastrophe geschehen ist. Wetter und Wasser kann man nicht in jedem Fall bändigen. Aber man kann überlegen, wohin gebaut wird und wohin besser nicht.

Die bessere Sicherung von Talsperren gehört auf jeden Fall dazu.

08:26 von MRomTRom

"Die Katastrophenbilder dieser Tage, die wir im Fernseher beobachten, waren sonst immer für andere Länder 'reserviert'. Weit weg von uns."

Für die Menschen mit Kurzzeitgedächtnis.

https://www.ndr.de/ratgeber/klimawandel/Naturkatastrophen-im-Norden-
eine-Chronologie,extremwetter206.html

Das ist die

Das ist die Klimaerwärmung.
Flächenversiegelung, Topographie, Bodennutzung wurde ja in anderen Fäden ausgeschlossen. 1910 gab es das laut Aussage schon einmal. Was war damals die Ursache?
Und die Bundesregierung sollte jetzt schnell ein Hilfsprogramm auflegen. Wenn sowas im Ausland passiert, wird Auch immer flott geholfen. Auch mit viel Geld.

Schwere Schäden durch Hochwasser...

Ich denke mal, nun hätte ein schneller EU-Solidaritäts und Hilfsfonds für die betreffenden Gebiete in Deutschland und in den Beneluxländern auch einen Sinn...

rer Truman Welt

Trotz aller Bilder, es ist eine kaum zu erfassende Katastrophe in und für Deutschland! Den betroffenen Menschen muss dringend sowie aber auch nachhaltig geholfen werden. Ich kann das Ausmaß nicht wirklich fassen.

@landmann88

Silberiodid kann keine "Unmengen Wasser" binden, warme Luft schon. Völlig unsinnige Theorie.

Zitat: "Wenn aufgeräumt und

Zitat:
"Wenn aufgeräumt und wiederhergestellt ist, muss auch überlegt werden, wie langfristig verhindert werden kann, was da an Katastrophe geschehen ist. Wetter und Wasser kann man nicht in jedem Fall bändigen. Aber man kann überlegen, wohin gebaut wird und wohin besser nicht. "

Der im Text beschrieben Ort ist eben keiner der "typischen" Hochrisiko-Gebiete - wie vor einigen Jahren z.B. die Niederung bei Degendorf (am Inn??) - die man eventuell niemals hätte zur Behauung freigegeben

wie hätte man in diesem Ort denn Vorbeugen sollen?
Einen Flutkorridor frei machen durch die Ortsmitte - sprich 50-100 links und rechts vom Flussufer?

Die betroffene Frau sprach ja davon dass ein ähniches Hochwasser 120 Jahre her ist - ergo gibt es auch keinerlei Risiko-Einschätzungen wie man es z.B. in Lawinengebieten der Alpen kennt.

Aber man kann wohl auch nicht jetzt vielleicht 30% der besiedelten Gebeite in Mittelgebirgen pauschal dazu erklären und was dann machen?
Die Leute umsiedeln? Wohin denn?

Extremwetter?

Ich weiß nicht wie das im Inland war, aber zumindest an der Nordseeküste wird seit mindestens 10 Jahren gewarnt und es wird ein besserer Küstenschutz gefordert. Die bislang ergriffenen Maßnahmen seien unzureichend. Jeder Tourist auf einer Hafenrundfahrt darf sich das anhören.

Von daher habe ich ein mulmiges Gefühl, ob die Katastrophe wirklich nicht zu verhindern gewesen wäre.
Warum nimmt man da nicht ordentlich Geld in die Hand und bereitet sich auf Extremwetter vor? Bei Corona ging es. Bei Auslandseinsätzen ging es. Für CO2-Vermeidung geht es auch.
Aber beim Küstenschutz (ob Meer oder Fluss oder so Sonstiges) geht es nicht?

Solche Nachrichten bekommt man doch sonst nur aus der 3. Welt.

08:46 von Bender

08:46 von Bender Rodriguez

Zum einen : es wird von den Fachleuten als
" Folge des Klimawandels " betrachtet.
Warum müssen Sie ( und andere ) das jetzt wieder relativieren ?
Und die Hilfsprogramme sind - im Inland genau wie im benachbarten Ausland - längst angelaufen.
Das Mitgefühl sollte sich nicht nur auf die deutschen Hochwassergeschädigten beziehen, sondern eben auch auf die in Luxemburg, Belgien und den Niederlanden - da ist es nicht besser !

Bitte jetzt nicht instrumentalisieren

Ich hoffe, dass diese Katastrophe nicht im Wahlkampfzeiten instrumentalisiert wird, um hier Wahlvolk zu motivieren, oder um von anderen Problemen im Lande abzulenken. Schon in der aktuellen Berichterstattung im Morgenmagazon wurde immer mal wieder von "Klimakrise" gesprochen. Eine Steigerung, verbal, d.h. es reicht ein schlimmes Hochwasser um von "Wandel" zur "Krise" zu gelangen? Denn von was reden wir hier?von einem glücklicherweise selten auftretenden Wetterphänomen! Vergleichbares gab es 2002 mit dem Oder Hochwasser auch leider schon mal. Aber es bleibt selten. Es mag, so sagen Experten, nun öfter passieren, ok. Aber das wurde 2002 auch schon gesagt. Statt zu philosophieren müssten Maßnahmen kommen: endlich aufhören, durch "Nachverdichten" Landschaft zu versiegeln, Flächen renaturieren, Häuslebauer verpflichten, Rückstau-Ventile einzubauen, Flüsse nicht wie Badewannen begradigen. Man kann auch praktisch viel tun. Geredet ist genug. An den Taten wird man gemessen.

08:50 von Meinung zu

08:50 von Meinung zu unse...

Schließe mich an.
Das betrifft aber nicht nur das Wetter und die Folgen - auch mancher User hier bringt mich
" zur Weißglut ".

@MRomTRom um 08:26

„Solidarität mit den Betroffenen, nicht nur Worte sondern Taten: Die Katastrophenbilder dieser Tage, die wir im Fernseher beobachten, waren sonst immer für andere Länder 'reserviert'. Weit weg von uns.“

Da haben Sie natürlich recht, dass jetzt neben dem Mitgefühl für die Opfer (die Toten, die Verletzten) und die materiell schwer Geschädigten die Solidarität des Staates erforderlich ist. Gerade jedoch beim Finanziellen und in der Abwicklung mit den Versicherungen kommt es aber auch darauf an, wie gut z. B. die Hauseigentümer ihre Immobilien versichert haben. Wer an der Police gespart hat und meinte, dass z. B. die Versicherung gegen Elementarschäden nicht erforderlich sei, kann m. E. dies jetzt nicht vom Staat einfordern.

Noch eine Anmerkung: denken Sie nur an die Hochwasserkatastrophen in 2002 oder 2013, um die bekanntesten in D in diesem Jahrhundert zu nennen - also auch in D immer wieder mal.

Der Kampf gegen den Klimawandel muss weltweit laufen! Das Wetter stoppt nicht an Grenzen.

08:36 von landmann88

"Vielleicht sind die großen Regnenmassen auch auf den Einsatz von Silberjodid zurückzuführen. Interessant wäre da schon, ob in den vergangenen Tagen sogenante Hagelflieger eingesetzt wurden und größere Mengen an Sielberjodid versprüht haben,"
*
Um die durch Menschen verursachten lebensbedrohlichen Klimaverschlechterungen, zu leugnen, sind Sie sich leider nicht zu schade ein geschwurbeltes Verschwörungsmärchen à la AfD zum Besten zu geben!

@Locker werden 8:44

Für solche mir Langzeitgedächtnis:

Heinrichsflut 1965

Verantwortung der Politik

Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind mit allen, die von diesen Fluten betroffen sind.

Meine Enttäuschung und Wut über verpasste Klimapolitik seit 20 Jahren sind insbesondere bei unserer Kanzlerin: Sie war mal Umweltministerin als man schon von CO2 und Kilmawandel gesprochen hat - aber wie die meisten hat sie das ignoriert - zum Wohle der Wirtschaft. Wie auch Chinas Menschenrechtsverletzungen - wird auch konstant ignoriert.

Am besten wäre es dieses Mal nicht wieder alles nur bei Worten zu belassen, sondern endlich geplant vorzugehen. Und auch nicht an Elektroautos kleben zu bleiben. Wasserstoff oder andere Energien sind die Lösung, nicht Elektroautos, solange Batterien noch größere Umweltschäden hervorrufen, Strom noch auch Braunkohle oder zugekauftem französischem Atomstrom kommt.

Ich habe die Bilder ...

Sachsen, Dresden, August 2013 noch im Kopf.

Den Angehörigen dee Todesopfer mein tiefstes Beileid,
allen Betroffenen Kraft, Mut, Gesundheit,
den Helfern Dankeschön.

08:56 von Miauzi | Die Natur kann man nicht wegsperren

Sie wird immer wieder Wege finden, um sich buchstäblich zum 'Durchbruch' zu verhelfen.

Sie haben recht, man kann gewachsene Dörfer und Städte nicht von heute auf Morgen flutsicher machen. Mir geht es mehr darum, dass man die Risikobereiche besser sichert.

Talsperren, die zu brechen drohen, muss man durch bauliche Sicherungsmaßnahmen verstärken, lange bevor der Ernstfall eintritt.

Schwere Schäden durch das Hochwasser entlang der Ahr...

Die Problematik ist neben dem Klimawandel und den damit verbundenen Wetterereignissen auch die Flächenversiegelung. Wo vor Jahrzehnten noch Hochwasser abfließen konnte, da sind jetzt Straßen und Häuser. Zum Teil herangebaut bis nahe an Ufer......
In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung extra ein Gesetz geändert um genau diese Bautätigkeit zu ermöglichen....

Mein Beileid an die

Mein Beileid an die Betroffenen. Nur statt jetzt direkt über die Klimaerwärmung zu diskutieren, wäre es erstmal wichtiger vor Ort zu helfen, auch (oder gerade) wenn das Wasser abgeflossen ist.
Und die Politik sollte beim Thema Klimaschutz offen für verschiedene Möglichkeiten sein und nicht nur einen starren Weg vorgeben. Stichwort E-Autos. Die wären in den betroffenen Orten jetzt die schlechteste Alternative und wenn sowas in Zukunft häufiger vorkommen sollte, braucht es auch Fahrzeuge, mit denen man möglichst gefahrlos durch höheres Wasser fahren kann. Ich meine auch Feuerwehrautos etc.

PS: 2002

Dresden, Sachsen,
hatte mich geirrt ...
falls Beitrag kommt.

Ich wäre damals auf der B173 zwischen Dresden und Freiberg auch mit dem Auto fast in den Fluten "hängen" geblieben.

08:46, Bender Rodriguez

>>1910 gab es das laut Aussage schon einmal. Was war damals die Ursache?<<

Regen.

Engagierte Politiker

Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft. Nun muss schnell und effektiv geholfen werden. Die Spendenbereitschaft der Bürger ist hoch. Der BVB plant bspw. ein Benefizspiel. Es sollte viele ähnliche Aktionen geben. A. Laschet hat offenbar auf einen Urlaub verzichtet und war schnell vor Ort. Auch der Vizekanzler Scholz engagierte sich unmittelbar. Die Kanzlerkandidatin der Grünen sollte auf Umweltkatastrophen eingestellt und in Notzeiten jederzeit abrufbereit sein. Wo ist sie? Hoffentlich engagiert auch sie sich unmittelbar konkret für Benefizaktionen!

Was tun jetzt?

„Eine Nacht stellte das Leben vieler Menschen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auf den Kopf. Auch entlang der Ahr sorgte das Hochwasser für Verwüstung - und für Verzweiflung. „Alles kaputt, alles weg, es ist eine Katastrophe“, sagt [eine direkt Betroffene] und kämpft mit den Tränen“

Was hoffentlich jeder verstehen kann. Das Leben muss trotzdem weitergehen, auch für sie. Nur wie?

@ 09:00 von Klartexxter, von wg. instrumentalisieren

"Über die Klimakatastrophe zu reden ist Panikmache wenn nichts passiert und Pietätlos wenn etwas passiert.

Dies ist ein erfreulicher kleiner Leitfaden zum ignorieren lebensnotwendiger Schritte."
Zitat: Marina Weisband

09:00, Klartexxter

>>Denn von was reden wir hier?von einem glücklicherweise selten auftretenden Wetterphänomen! Vergleichbares gab es 2002 mit dem Oder Hochwasser auch leider schon mal. Aber es bleibt selten. Es mag, so sagen Experten, nun öfter passieren, ok. Aber das wurde 2002 auch schon gesagt.<<

Ja, und zwanzig Jahre später dann das nächste Jahrhunderthochwasser. Ich empfehle das gestrige Tagesschau-Wetterthema.

>>Statt zu philosophieren müssten Maßnahmen kommen: endlich aufhören, durch "Nachverdichten" Landschaft zu versiegeln, Flächen renaturieren, Häuslebauer verpflichten, Rückstau-Ventile einzubauen, Flüsse nicht wie Badewannen begradigen. Man kann auch praktisch viel tun. Geredet ist genug. An den Taten wird man gemessen.<<

Die Ahr ist ein Mittelgebirgsfluss, der sich durch ein Tal mit steilen, bewaldeten Hängen windet. Großenteils Naturschutzgebiet. Begradigt ist da gar nichts, und versiegelt auch nur sehr wenig. Rückstauventile hätten an der Katastrophe nichts geändert.

09:16, Bernd Kevesligeti

>>Schwere Schäden durch das Hochwasser entlang der Ahr...
Die Problematik ist neben dem Klimawandel und den damit verbundenen Wetterereignissen auch die Flächenversiegelung. Wo vor Jahrzehnten noch Hochwasser abfließen konnte, da sind jetzt Straßen und Häuser. Zum Teil herangebaut bis nahe an Ufer......
In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung extra ein Gesetz geändert um genau diese Bautätigkeit zu ermöglichen....<<

An der Ahr ist die Flächenversiegelung zu vernachlässigen.

09:07 von spax-plywood

" Für solche mir Langzeitgedächtnis:
Heinrichsflut 1965"

Da war ich noch nicht auf der Welt.

Wenn wir weiter zurückgehen ist da noch das Magdalenenhochwasser von 1342 wohl die schlimmste Flutkatastrophe der Geschichte in Europa über die es Aufzeichnungen gibt.

Schreckliche Ereignisse und sie werden zunehmen!

Es ist furchtbar, was dieses Unwetter bereits angerichtet hat - schon so viele Tote und sicher enorm viele Verletzte.
Mein Mitgefühl den Angehörigen u. den Verletzten. Ich wünsche so etwas niemandem.
Trotzdem ich an den menschengemachten Klimawandel glaube und solche Unwetter vorhergesagt wurden, hätte ich es nie für möglich gehalten, dass wir bereits in 2021 so stark davon betroffen sein werden.

Ich getraue mich schon fast nicht mehr zu sagen, dass wir endlich handeln müssen. Natürlich nicht allein wir, sondern es muss überall gehandelt werden.
Deutschland ist aber in der Lage, damit anzufangen.

Es sind auch viele Einzelmaßnahmen nötig, die jedes Land ohne die anderen bereits beschließen kann:
Viel weniger Fleischkonsum, kleinere Autos, Tempolimit, sofortige Stilllegung der Kohlekraftwerke u. vieles, vieles mehr.
Deutschland kann ein Vorreiter sein im Kampf gegen den Klimawandel.
Allerdings nicht mit der "weiter so-Politik", die sogar vom Bundesverfassungsgericht kritisiert wurde.

Gott sei Dank

Gott sei Dank ist bald Bundestagswahl.
Da können alle Politiker zeigen, zu was sie tatsächlich in der Lage sind.
Mal sehen, wie sehr sie den vielen Hochwasseropfern helfen werden.
Hoffentlich wird diese Hilfe von unseren Medien täglich kontrolliert, begleitet und genauestens dokumentiert.

09:00 von Klartexxter: Das Unwetter kommt vom Klimawandel

Gestern erklärte der Wetterexperte der ARD es sehr gut und genau, weshalb dies kein "normales" Unwetter ist, sondern dieses Unwetter seine Ursachen im Klimawandel hat.

Man muss daher auch, und gerade vor Wahlen, dies thematisieren.
Denn solche Meinungen, wie die Ihre, gibt es ab und an schon noch in der Bevölkerung.

Wieso sollte es nicht sinnvoll und "erlaubt" sein, die Bürger gerade vor den Wahlen darüber aufzuklären? Das Mitspracherecht bei uns beschränkt sich auf das Kreuz bei den Wahlen im 4-Jahres-Rhythmus.

Und ein Tipp an diejenigen, die nun sagen, gute Klimapolitik wird von jeder Partei gemacht:
Nein, siehe Urteil des BVerfG vom 29. 4. 21.
Und ich wähle lieber das "Original" als eine Kopie.

RE: MRomTRom um 09:15

***Talsperren, die zu brechen drohen, muss man durch bauliche Sicherungsmaßnahmen verstärken, lange bevor der Ernstfall eintritt.***

Sie geben sich der irrigen Vorstellung hin, die deutschen Talsperren seien unsicher.
Dies ist nicht der Fall !!!

Vielmehr drohten diverse Talsprerren überzulaufen, was zur Unterspülung der Dämme führen kann, die dann brechen können, mit den daraus resultierenden Folgen.

Wir hatten dieses Jahr einen vergleichsweise "feuchten" Sommer. Die Talsperren waren also wohlgefüllt, auch aus Gründen der Trockenheit der letzten Jahre, hat man die Talsperren volllaufen lassen. Nun drohte, durch den extremen Starkregen ausgelöst, das Szenario wie oben von mir beschrieben. Also haben die Betreiben die "Schotten" geöffnet, was die Situation flussabwärts nochmals deutlich verschärft hat.

Gruß Hador

Oben raus! @09:29 von fathaland slim

>>>... Rückstauventile hätten an der Katastrophe nichts geändert. >>>

Kann ich bestätigen! Uns ist "nur" der Keller auf 1,50 abgeworfen!
Den Dorfbewohnern mit Rückstauklappe lief das Dreckswasser aus den Wasserhähnen, Waschbecken, Duschen ect in die Wohnung!

Und Nein, ein Fließgewässer hat unser Ort zum Glück in 20km Umkreis nicht!

Wie wurden die Menschen gewarnt?

Gab es oder gibt es aktuell Unwetterwarnungen? Wurde ein Krisenstab gegründet und wannn hat er die Arbeit aufgenommen um was zu tun? Wurde regional oder national ein Notstand ausgerufen? Der Notstand ermöglicht unbürokratische und schnelle Hilfe durch die Regierung?

Worte im Ohr ...

Ich habe noch die Worte von Dreyer im Ohr, dass viele Ortschaften schon 2018 von Überschwemmungen betroffen war.

Irgendwann muss man halt mal eine Konsequenz ziehen, entweder ich erkläre das Gebiet für unbewohnbar und siedle um oder ich erstelle Schutzmaßnahmen.

Aber ein "weiter so" und Leben in Gefahr bringen, kann definitiv nicht die Lösung sein.

RE: Klartexxter um 09:00

***Eine Steigerung, verbal, d.h. es reicht ein schlimmes Hochwasser um von "Wandel" zur "Krise" zu gelangen? Denn von was reden wir hier?von einem glücklicherweise selten auftretenden Wetterphänomen!***

Jahrhundertdürre hier, Jahunderthochwasser da. Was in den letzten Jahren allein in der Schweiz, Italien, Frankreich und bei uns in Deutschland los war, ignorieren Sie völlig.

Wenn "ein?" Jahrhundertereignis mit dieser Häufigkeit auftritt, dann werden solche Naturkatastrophen zum Normalfall.

Gruß Hador

@Pluralitaet um 09:13

Sie schreiben u. a. „Meine Enttäuschung und Wut über verpasste Klimapolitik seit 20 Jahren sind insbesondere bei unserer Kanzlerin: Sie war mal Umweltministerin als man schon von CO2 und Kilmawandel gesprochen hat - aber wie die meisten hat sie das ignoriert - zum Wohle der Wirtschaft…“.
Da bringen Sie diese Wetterkatastrophe in einen Zusammenhang mit der Bundeskanzlerin, so als ob Frau Merkel mit schuld daran sei - verstehe ich Sie hier richtig? Wenn ich Sie richtig verstehen sollte: egal, was D (alleine) in den 20 Jahren gemacht hätte, wäre das heutige Wetter - glaube ich - nicht beeinflussbar gewesen. Die jetzige Regierung, und sicherlich auch die künftigen Regierungen (es geht ja über Jahrzehnte), werden vieles daran setzen, den Klimawandel zu bekämpfen, und hoffentlich auch alle anderen großen Wirtschaftsmächte, die den allermeisten CO2 Ausstoß verursachen.

Vielleicht wäre es in D besser gewesen, die Kohlekraftwerke früher abzuschalten und die AKWs länger laufen zu lassen?

Mutter Natur...

… wehrt sich immer öfter und heftiger!
Mein Beileid an alle Betroffenen, mögen sie schnelle und unbürokratische Hilfe erhalten.
Was der industrialisierte Mensch auf der Erde angerichtet hat, wird er nun folgend ausbaden müssen. Das sich das "Wetter" geändert hat, lässt sich nicht mehr wegdiskutieren. Darauf sollten wir uns als Gesellschaft schnellstens vorbereiten. Und damit meine ich nicht nur den Ausbau unserer Rettungskräfte, sondern auch die Einstellung unserer Gesellschaft untereinander, mehr Solidarität füreinander anstatt Spaltung und Ausgrenzung. Der Klimawandel nimmt keine Rücksicht auf Grenzen, Religionen und politischen Ausrichtungen.

Schnelle unbürokratische Hilfe, jetzt.

Allen Betroffenen Kraft und schnelle unbürokratische Hilfe. Mögen insbesondere die, die Familie oder Verwandten verloren haben schnelle Hilfe und tatkräftige Unterstützung erhalten. Ich kenne die Ahr, habe in Ahrweiler gewohnt, es sieht schrecklich aus. Ich hoffe es wird mit gemeinsamer Unterstützung schnell wieder ein wunderschönes Stück Deutschland.

08:50 von Meinung zu unserer Truman Welt

Ich kann das Ausmaß nicht wirklich fassen.

Dem schließe ich mich an. Dass ein Bach oder kleiner Flusses innerhalb kürzester Zeit auf das 100fache ansteigt und ganze Häuser und Straßen von den Wassermassen weggerissen wurden und viele Menschen ihr Leben lassen mussten, erschüttert mich sehr. Mein Mitgefühl gilt den Betroffenen.

@Tada um 08:59

>Von daher habe ich ein mulmiges Gefühl, ob die Katastrophe wirklich nicht zu verhindern gewesen wäre.<

Zu verhindern in dem Sinne nicht, aber die Wahrscheinlichkeit nicht erhöhen wäre durch Ausbau erneuerbarer Energie und Reduktion des CO2 Ausstoßes möglich gewesen. All das was jetzt für den Sankt Nimmerleinstag "geplant" wird wird ja seit 50 jähren gefordert.

>Warum nimmt man da nicht ordentlich Geld in die Hand und bereitet sich auf Extremwetter vor?<

Das was wir hier sehen ist bei weitem nicht das "Ende der Fahnenstange". Da geht noch mehr - viel mehr. Nur war, vor der Klimaerwärmung, die Wahrscheinlichkeit sehr Gering...während die Kosten exorbitant wären - und die Leute zucken ja schon bei den Kosten für Elektroautos.

08:38 von MRomTRom

"Wetter und Wasser kann man nicht in jedem Fall bändigen. Aber man kann überlegen, wohin gebaut wird und wohin besser nicht.

Die bessere Sicherung von Talsperren gehört auf jeden Fall dazu."

.-.-.

Was mich auch bewegt hat gestern:
ein Journalist sagte, dass wir zu viele Straßen zubetoniert haben:

da kann das Wasser nicht versickern.

Wir müssen also den Betonbelag wieder einreißen.

@Leipzigerin59 Zitat: "Ich

@Leipzigerin59
Zitat:
"Ich habe die Bilder ...
Sachsen, Dresden, August 2013 noch im Kopf."

meine reichen bis zum Oderbruch und dem "Deichgrafen" Mathias Platzeck zurück
und
die "üblichen" Frühjahrs-Schnee-Schmelzen-Fluten an Rhein und Mosel

nur was seit 30 Jahren komplett anders als früher ist -> häufige Extrem-Regen mitten im Sommer
und
damit ist nicht ein grosses einzelnes Gewitter gemeint - sondern das sich grosse Wetterfronten über zig Tage hinweg im gleichen Gebiet sturzflutartig abregnen

genau das was Klimatologen und Meterologen übereinstiommend schon Mitte/Ende der 80er Jahre prognostizert hatten
und
es tritt zunehmend ein

@Dany39, 09:17

"Stichwort E-Autos. Die wären in den betroffenen Orten jetzt die schlechteste Alternative..." -

Unglaublich. Ich habe ja wirklich viel erwartet in diesem Thread (und viele von meinen Erwartungen - positive und negative - sind auch schon erfüllt worden). Aber das jemand wirklich mit dem Argument kommt, man sollte doch jetzt met E-Autos stoppen weil die ja nicht gegen Wasser können, das übertrifft selbst meine kühnsten Erwartungen. Ich bin sprachlos.

@Klartexxter um 09:00

> es reicht ein schlimmes Hochwasser um von "Wandel" zur "Krise" zu gelangen?<

Seit die Temperatursteigerung Weltweit für eine Zunahme von Katastrophen sorgt wird überall von der Klimakrise die wir erleben geredet.
Diese basiert auf dem längst eingetretenen Menschengemachten Klimawandel.

>Man kann auch praktisch viel tun. Geredet ist genug. An den Taten wird man gemessen.<

Konnte man schon lange, daher sollte auch an den Taten, oder eher den Unterlassung gemessen werden.

@Klartexxter

"
Am 16. Juli 2021 um 09:00 von Klartexxter
Bitte jetzt nicht instrumentalisieren

Ich hoffe, dass diese Katastrophe nicht im Wahlkampfzeiten instrumentalisiert wird, um hier Wahlvolk zu motivieren, oder um von anderen Problemen im Lande abzulenken. Schon in der aktuellen Berichterstattung im Morgenmagazon wurde immer mal wieder von "Klimakrise" gesprochen. Eine Steigerung, verbal, d.h. es reicht ein schlimmes Hochwasser um von "Wandel" zur "Krise" zu gelangen? [...]"

Es ist längst eine Klimakrise. Sie haben es nur noch nicht gemerkt.

Wenn der Anlass nicht so traurig wäre, wäre es beinahe schon lustig, wie die Leugner des anthropogenen Klimawandels plötzlich Flächenversiegelung für sich entdecken. Was mußte schon alles herhalten, nur um sich nicht einzugestehen, daß wir an solchen Katastrophen selbst schuld sind:

Die Sonne, sich vermehrende Afrikaner, und überhaupt, zu viele Menschen, die CO2 ausatmen. Keine Erklärung war und ist absurd genug, um nicht doch herangezogen zu werden.

09:02 von ich1961

<< auch mancher User hier bringt mich
" zur Weißglut ". <<

.-.-.

Das ist ja auch deren Absicht.

Deren Selbstgefühl scheint darauf zu basieren, dass sie die anderen ärgern.

Inhaltlich ist ganz bedeutungslos, was sie schreiben.
Hauptsache, die anderen gehen an die Decke.

Man kann mit ihnen auch Mitleid haben. ;-)

@fathaland slim Zitat: "Die

@fathaland slim
Zitat:
"Die Ahr ist ein Mittelgebirgsfluss, der sich durch ein Tal mit steilen, bewaldeten Hängen windet. Großenteils Naturschutzgebiet. Begradigt ist da gar nichts, und versiegelt auch nur sehr wenig. Rückstauventile hätten an der Katastrophe nichts geändert."

All das was der User dem Sie geantwortet haben beschreibt trifft auf diesen einzelnen Fall NICHT zu - das haben Sie durchaus dankenswerter Weise richtig gestellt

Was der User beschreibt wie "Bodenversieglung" usw. verschlimmerte in der Vergangenheit in vielen anderen Fällen die Situation vor Ort nach Stark-Regen - brachte sie erst auf Katastrophen-Niveau.

Nur eben hier haben wir als einzigste Ursache eine Extrem-Wetterlage die in dieser Intensität auf den vom Menschen gemachten bzw. verschlimmerten Klimawandel zurück zu führen ist.

Bauliche Maßnahmen vor Ort dagegen?
Gibt es schlicht weg nicht!

RE: fathaland slim um 09:29; 09:00, Klartexxter

***>>... Landschaft zu versiegeln, ...Rückstau-Ventile einzubauen, Flüsse nicht wie Badewannen begradigen. ...<<

Die Ahr ist ein Mittelgebirgsfluss, der sich durch ein Tal mit steilen, bewaldeten Hängen windet. Großenteils Naturschutzgebiet. Begradigt ist da gar nichts, und versiegelt auch nur sehr wenig. Rückstauventile hätten an der Katastrophe nichts geändert.***

Da haben Sie vollkommen recht. Beim lesen Ihres Kommentares kam mir ein kaum beachtetes Hochwasserereignis aus dem Jahre 2006 in Mittelhessen in den Sinn. Dort war im mittelhessischen Scheldetal, sehr langgezogen mit bewaldeten Hängen und grünen Wiesen, ein Starkregenereignis niedergegangen, welchen die betroffenen Ortsteile der Stadt Dillenburg so noch nicht erlebt hatte. Freunden von mir lief der Keller voll und mit tiefliegender Garage soff das Kfz direkt mit ab.
Die Stadt initierte einen verkaufoffenen "Spendensonntag", bei dem die Gewinne der Geschäftinhaber den am stärksten Betroffenen zu Gute kam.

Gruß Hador

09:17 von Dany39

"Nur statt jetzt direkt über die Klimaerwärmung zu diskutieren, wäre es erstmal wichtiger vor Ort zu helfen, auch (oder gerade) wenn das Wasser abgeflossen ist."

,.,.,

Ich glaube kaum, dass unsere Diskussion hier über den Klimaschutz die Hilfe vor Ort blockiert.

Zumal Sie ja komischerweise selber in Ihrem Beitrag Vorschläge über den Klimaschutz machen und andere Vorschläge benörgeln.

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