Ihre Meinung zu: Nach bundesweiten Razzien: Seehofer verbietet "Bandidos"-Gruppe

12. Juli 2021 - 8:18 Uhr

Das Bundesinnenministerium hat die Rockergruppe "Bandidos MC Federation West Central" verboten und aufgelöst. Bei Razzien in fünf Bundesländern waren unter anderem Waffen und Drogen sichergestellt worden.

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Kommentare

Nach bundesweiten Razzien ... ja und nun?

Müssen sich die armen Stiernacken nun neu organisieren??
Der Schritt ist lange überfällig, jedoch hätte man auch den anderen Schritt gehen können und nur die kriminellen Elemente aus der Organisation herausziehen und die leere Hülle weiter existieren lassen können, wäre auch nicht schlimm gewesen.
Die "Konkurrenz" schläft ja nicht, es gibt "mafiöse" Gruppen ohne Namen, die man ja auch schlecht verbieten kann, deren Kern man aber trotz dem ziehen muss - so lange, bis nur ein Glas eingelegte, kernloser Oliven übrig bleibt.

Stubentiger zeigt Krallen

Erst durch Selbstschwächung dieser "Rockergruppen" und Streitigkeiten mit den zahllosen Konkurrenzgruppen konnte das BMI die Rechtstaatlichkeit durchsetzen.

Eine gute Sache und ein wichtiger Schritt. Aber wirklich effektiv ist es auch nicht, leider.

Das ist eine Hydra. Und da

Das ist eine Hydra. Und da eine Gruppe ( kopf) weg ist, gibts demnächst 2 neue.
Rockerclubs zum gemeinsamen ausfahren? Was vlöderes hätten die sich nicht ausdenken können?
Mir kann ja nichts passiert. Fahre weder Motorrad, noch suche ich leichte Mädchen auf, noch konsumiere ich verbotene Drogen.

Aber Rockerparties waren immer klasse.
Es gibt tatsächlich auch andere Clubs.

Ah ja ...

Ist doch wie mit dem "Flügel": Theoretisch aufgelöst, praktisch weiter existent. Die Hierarchien existieren in einer anderen Organisation. "Das Vermögen wird eingezogen ..." ? Wieviel ist es denn noch - mit Sicherheit ist der Großteil bereits umgeshiftet.
---
Wird auch untersucht, ob der Laden von einem Maulwurf vorgewarnt wurde?

Egal wer sich da kriminell verhält.
Wer hat denn da in der Vergangenheit immer mehr bei der Exekutive eingespart?

Kriminalität und Don Quichotte

Kampf gegen Windmühlenflügel ist Polizei vs. Kriminalität. Aber Verbrecherjagd und Polizei gehören zur Gesellschaft, bestehen und existieren immer schon in einem Wechselspiel. Ob Bandidos, kriminelle Clans, organisiertes Verbrechen von Drogenkartell bis Mafia, egal aus welchem Herkunftsland- jeder Schlag gegen solche weit verzweigten Banden ist für Bürgers Auge ein richtiger und guter Treffer. Ein Illusionist, wer glaubt alles auszumärzen können. Ein schlechter Kabarettist, wer die Polizei als hemdsärmeligen Club von Naivlingen sieht, und ein Irrender, wer meint, nur die Banden sind unser Problem. Geldwäsche und Bestechlichkeit sind auch Problem anderer Individuen, Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit ebenso. Was wir brauchen, sind gut aufgestellte Polizeiordnung, genug Personal, geschulte Kräfte und eine Rückkehr in die Kernaufgaben des Polizeiwesens. Fußballspiele und Pillepalle-Bewachung können gut andere Dienstleister übernehmen. Polizei hat Strafverfolgung und Hilfe zu leisten.

Weiterhin Verachtung

Nun also hat das BMI die Rockergruppe "Bandidos MC Federal West Central" verboten. Was ist dadurch gewonnen? Ich fürchte, nicht viel. Die seitherigen Gang-Mitglieder werden nicht etwa zu den Zeugen Jehovas oder zur Bahnhofsmission überlaufen – um dort Gutes für die Mitmenschen zu tun. Sie werden weiterhin praktizieren, was sie bisher praktiziert haben: Verachtung für den Rechtsstaat und seine Gesetze. Verachtung für die Polizei und Verachtung für eine geregelte, reguläre Arbeit.

Drei erste Kommentare - und

Drei erste Kommentare - und in allen Dreien jeweils eine merkwürdige Relativierung.

Für verübte Straftaten wie schwere Körperverletzung und versuchte und vollendete Tötungsdelikte gab es eigene Aufnäher auf der Kluft: Keine niedlichen Geschichten.

@ 09:14 von Louis2013

Sie meinen, wegen einer von Ihnen vermuteten Uneinsichtigkeit von Mitgliedern dieser jetzt verbotenen Gang hätte man sich die Aktion sparen können?
Merkwürdiges Rechtsverständnis.

@SinnundVerstand 09:17 Seltsame Sichtweise

Also möchten Sie gerne, dass die Aufnäher auf der "Kluft" verboten werden? Dann ist die Kriminalität ja schnell besiegt...

Wirklich gefährlich sind die nicht sichtbaren kriminellen Strukturen.

Zeit wird´s! ...

dass der Rechtsstaat endlich mal wieder ein Zeichen setzt und wenigstens versucht solche kriminellen Parallelgesellschaften trocken zu legen. Danke, Herr Seehofer. Nur, warum dauert das so lange? Dass DIE sich nicht nur zum gemeinsamen Motorradfahren treffen und auch keine Schmetterlinge sammeln, ist doch seit Jahren bekannt.

...ttestEineMeinung #Romantische Verklärung ist fehl am Platze

Diese Banden umgeben sich gerne mit dem Mythos des freiheitsliebenden Outlaws, der Kameradschaft und Treue.

Feste Regeln für diejenigen, die mit den Möglichkeiten einer freien Welt nicht klarkommen, Ausschweifungen mit dem Reiz des Verbotenen für diejenigen, in deren Leben das Abenteuer fehlt.
Was für "echte Männer" halt...

Der kriminelle Kern, der sich mit diesen Mythen schützt und nährt sieht anders aus.

Da geht es knallhart um Profit - nicht mit tollen Rockerfeten, sondern durch Schutzgelderpressung, Drogenhandel und Zwangsprostitution.

Die Mittel sind egal - schliesslich sieht man sich über jedem Gesetz, selbst die eigenen, achso unverbrüchlichen Regeln und Treueschwüre sind dann schnell vergessen.

Exzessive Gewalt gegen jeden der als Gegner wahrgenommen wird, bis hin zum Mord werden mit Ehrenabzeichen glorifiziert.

Ich empfehle jedem dazu die Dokureihe des ZDF.
Erste Folge:
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/rockerkrieg-aufstieg-der-h...

09:14 von Louis2013

«Nun also hat das BMI die Rockergruppe "Bandidos MC Federal West Central" verboten. Was ist dadurch gewonnen? Ich fürchte, nicht viel. Die seitherigen Gang-Mitglieder werden nicht etwa zu den Zeugen Jehovas oder zur Bahnhofsmission überlaufen …»

Ganz sicher werden sie das nicht. So ein Vereinsverbot zerschlägt aber bestehende Strukturen, und entzieht den Kuttenträgern erst mal das vorhandenen Geld. Neugründungen sind nicht ausgeschlossen, aber nicht mehr als "Bandidos".

Auf dieses Namensgedöne sind sie immer mächtig stolz als Teil der eigenen Identität. Die Kutte ist der Heiland, und wehe, wer sagt dagegen was. Nun sinn'se keine Bandidos mehr, sondern nur noch Arme Würstchen Namenlos. Mehr sinnbildlich ins Geehrte Gesäß treten als durch Wegnahme der Kutte kann man den Aufgeblasenen Wichtigtuern gar nicht.

T. de Mazière hat als Innenminister einst die "Satudarah" bundesweit verboten. Sind wenigstens diese aus den NL kommenden Kuttentrottel wieder aus NRW verschwunden. Immer NRW.

verbietet "Bandidos"-Gruppe

Danke.

Das ist lange überfällig.
Gut so, mehr davon.

Sinn ohne Verstand 9:17

Wo habe ich relativiert?

wer wie ich,

als damaliger geschäftsführer einer diskothek, das "vergnügen" hatte, bei einer übernahme der security und schutzgeldforderung durch ein chapter dieser herren, in den lauf einer gezückten waffe zu schauen, der kann diesen schritt nur begrüßen...

Seit ich etliche Berichte

Seit ich etliche Berichte über das Thema Rockergruppen, natürlich sehr spät abends oder in tiefer Nacht, in ARD und ZDF verfolgen konnte, weiß ich, dass dieser Staat längst die Herrschaft abgegeben hat. Was diese Typen sich hier herausnehmen, oft ohne einer entsprechenden Strafe ausgesetzt zu sein, ist unglaublich und enttarnt diesen angeblich souveränen Staat als Lachnummer. Da tadelt und macht und tut die halbe Nation gegen Rechts und Gewalt, sieht aber bei diesem Rockerthema total weg. Unglaublich! Die anti- rechts-Demo-Leute sind seither für mich seither total unglaubwürdig geworden! Wahrscheinlich wollen die nichts sehen, weil sie diese Rocker für die ein oder andere ihrer Aktionen brauchen können, z.B. wenn sie wieder als Antifa eine Angstmach-Verstärkung brauchen, um die kleinen Bürger zu erschrecken wenn sie wieder zerstörend durch die Straßen ziehen und die Autos anstecken?

Das scheint eine

Das scheint eine paramilitärische Formation zu sein. Warum erst jetzt ein Verbot? Will Seehofer zeigen, dass er "Rechtsstaatsaktikvist" ist?

Seehofer verbietet Bandidos

Wie lange gibt es diese und ähnliche Formationen schon in Deutschland ? Da können wir froh sein , dass jetzt , v i e l zu spät, eine Reaktion der Politik gekommen ist !
Ist das nun ein Zeichen für uns auf Besserung?
Na hoffentlich.

@Bender Rodriguez - 09:01

"Mir kann ja nichts passiert. Fahre weder Motorrad, noch suche ich leichte Mädchen auf, noch konsumiere ich verbotene Drogen.

Aber Rockerparties waren immer klasse."

Und Sie meinen, darum geht es in dem Artikel?

Was war denn so klasse auf Rocker-Partys, wenn Sie sich - laut Ihrer Bekundungen im Vorspann - davon distanziert haben?

09:01 von Bender Rodriguez

«Rockerclubs zum gemeinsamen ausfahren?
Was vlöderes hätten die sich nicht ausdenken können?»

Das ist nun keine neue Idee mit den Motorrädern, und so blöde ist die Idee auch nicht. Es gibt auch Motorradclubs, bei denen es tatsächlich nur um die Bikes und gemeinsames Cruisen geht.

Nach den Hells Angels sind die Bandidos die Gründungsväter von Biker Clubs in den USA aus den 1960-er Jahren. Einen Verein gründen als dann Tarnmäntelchen für Kriminelles ist aus deren Sicht erst mal eine gute Idee.

In der Vereinssatzung steht dann was mit Bikes drin. Aber nie was zu Schutzgelderpressung, Drogenhandel, und Kings of Prostitution Network.

Die Polizei der Spielverderber

Daß erst in jüngster Zeit massiv gegen Rockerbanden vorgegangen wird und die bis dahin fast unbehelligt ihren kriminellen Geschäften nachgehen konnten, kann man nicht alleine der Polizei in die Schuhe schieben, sondern da spielt auch der gesellschaftliche Kontext eine Rolle.

Viele warfen einen romantisierenden Blick auf die Rocker, der was mit einem Spruch zu tun hat, den jeder Hundebesitzer schon mal auf den Lippen hatte: Der tut nix. Der will nur spielen. Um dann erschreckt den zweiten Satz hinterherzurufen: Das hat er noch nie gemacht.

Viele glaubten, Rocker wären nur zahme Jungs, die nur so tun als ob sie böse wären und die Polizei ist Spielverderber.

Das ging soweit, daß das eigene Bier der Hellsangels im Handel lief wie geschnitten Brot. Und verkannten dabei, daß es in diesen Banden ganz knallhart ums kriminelle Geschäft geht; Menschenhandel, Drogenhandel, Schutzgelderpressung bis hin zum Mord.

Das wurde ausgeblendet. So konnten jahrzehnte lang kriminelle Strukturen entstehen

Gut, es mag die Bandidos nicht mehr ...

.. als gleichnamige Organisation geben, aber die ehemaligen Mitglieder sind trotzdem da.
Ab in ein neues Domizil und der "Verein zur Pflege Deutscher Motorradkultur e.V." o. ä. unter neuem, noch nicht negativ in Erscheinung getretenen Vorstand (z.B. sogenannter Prospekts) gegründet.
Dann geht der Prozess zum Verbot DIESES Vereins von vorne los. Und um das Rechtsfest zu machen, bedarf es wieder Jahre.

@ um 10:36 von Kambrium2

„Da tadelt und macht und tut die halbe Nation gegen Rechts und Gewalt, sieht aber bei diesem Rockerthema total weg. Unglaublich! Die anti- rechts-Demo-Leute sind seither total unglaubwürdig geworden!“
Rechte Organisationen, Rocker, Verbrecherclans, Religionsfanatiker, Fußballnazis: Das sind alles Menschen mit ähnlichen Vorstellungen.
Frauenfeindlich, LGBT - feindlich, Elitär, Männlichkeitswahnsinnig, Gewalttätig, Kriminell, Menschenverachtend und grundsätzlich Rechtsextrem. Und alle diese Varianten haben Überschneidungen und Kooperationen.
Die gehören allesamt verboten!

Verbot

der Banditos, kann man verstehen muss man aber nicht. Ich tue es nicht, denn wenn Verbot dann sollte man ALLE Gruppierungen verbieten. Oder hat der Staat "Angst" andere Rockergruppierungen zu verbieten?
Gegenüber den Clans, sind die Banditos ja noch Weißenknaben aber die sind wohl nicht ganz so straff strukturiert wie die Clans.
Was die Türsteher Szene und Schutzgelderpresser angeht, kommen nach dem Verbot eben andere.

Das glaubt nur der Seehofer Horst

Wer glaubt denn, daß es mit den Banditos besser wird, wenn die von Harley auf Sozialamt getrimmt werden ?

@ Sigrun_1954 um 8.35 Uhr, Was soll das

Erstens: Wieso beleidigen Sie Herrn Seehofer als "Stubentiger"? Wissen Sie überhaupt, wie gefährlich es für Beamte des Bundesinnenministeriums, auch für Innenpolitiker auf Landesebene und auch für Polizisten ist, sich mit Rockergruppen, mit Clans und mit mafiösen Gruppen anzulegen?

"Erst durch die Selbstschwächung ..." Nee. Es gibt in allen Bereichen der Kriminalität rivalisierende Gruppen, die sich gegenseitig bekämpfen oder ihre "Hoheitsgebiete " untereinander aufteilen. Von Selbstschwächung kann da keine Rede sein, da gibt es einfach Absprachen, die der Stärke keinen Abbruch tun.

@ Gassi um 9.05 Uhr, anders geht's nicht

"Ist doch wie mit dem "Flügel": Theoretisch aufgelöst, praktisch weiter existent. Die Hierarchien existieren in einer anderen Organisation. "Das Vermögen wird eingezogen ..." ? "
Ja, und das ist auch gut so! Andere legale Möglichkeiten gibt es nicht. Da hilft nur:dranbleiben, immer wieder dranbleiben!

Die Hells Angels haben sich bei uns in Bremen aufgeführt wie kleine Herrscher: Mit Krach, showfahren, Kampfkötern ... Präsenz und Macht demonstriert. Unser mutiger Innensenator hat ihnen das Haus, dass sie als "Vereinheim" hatten, unter dem Hintern abgerissen und den Verein verboten. Ich bin unserem Innensenator auf ewig dankbar dafür!
Es stimmt, die Hells Angels gibt es weiter. Aber sie halten sich in der Öffentlichkeit zurück.

Kein Horst Seehofer denkt soweit

Die Banditos mit Razzien und Verboten auf-
und durchwühlen, ist wie in ein Wespennest rein zu greifen. Die Regierung sollte sich mal besser fragen, warum überhaupt solche Vereinigungen entstehen und immer mehr Zulauf bekommen. Ganz sicher nicht, wenn hierzulande alles in Butter wäre.

@MR.Troc

"
Am 12. Juli 2021 um 11:22 von MR.Troc
Verbot

der Banditos, kann man verstehen muss man aber nicht. Ich tue es nicht, denn wenn Verbot dann sollte man ALLE Gruppierungen verbieten. Oder hat der Staat "Angst" andere Rockergruppierungen zu verbieten?
Gegenüber den Clans, sind die Banditos ja noch Weißenknaben aber die sind wohl nicht ganz so straff strukturiert wie die Clans.
Was die Türsteher Szene und Schutzgelderpresser angeht, kommen nach dem Verbot eben andere."

Reichen Menschen- und Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Mord nicht? Was müssen Banditos, Hells Angels & Co. denn noch tun, damit die in Ihren Augen keine Waisenknaben mehr sind?

Clankriminalität ist kein Spaß. Aber es war zu erwarten, daß irgendjemand das Thema dazu nutzt, um pauschal den Fremden, die man nicht mag, noch einen mitzugeben und sei es, daß man behauptet, die seien doch alle viel schlimmer als die harmlosen Rocker.

Da liegt mir eine Frage auf den Lippen: Geht's noch?

@ 10:02 von Sigrun_1954

Warum verfälschen Sie meinen Beitrag? Ich habe mich dafür ausgesprochen, die gesamte Gang zu verbieten, die Kapitalverbrechen über honorierende Aufnäher zu einem Statussymbol macht, und dadurch auch die Struktur zu zerschlagen. "Nicht sichtbare kriminelle Strukturen" bekämpft man nicht, indem man das, was man sieht, verharmlost. Was ist eigentlich Ihr Interesse, das zu verharmlosen, und Kommentierende, die die Dinge beim Namen nennen, durch bewusste Verdrehung zu desavouieren?

um 11:22 von MR.Troc

"Oder hat der Staat "Angst" andere Rockergruppierungen zu verbieten?" - Soweit ich weiß, sind u.a. Hells Angels und auch andere Organisationen in Deutschland verboten. Verstehe Ihre Kritik nicht.

@ Louis2013 um 9.14 Uhr, dadurch ist viel gewonnen

"Nun also hat das BMI die Rockergruppe "Bandidos MC Federal West Central" verboten. Was ist dadurch gewonnen? Ich fürchte, nicht viel. Die seitherigen Gang-Mitglieder werden nicht etwa zu den Zeugen Jehovas oder zur Bahnhofsmission überlaufen – um dort Gutes für die Mitmenschen zu tun."

Da haben Sie Recht. Aber für uns BürgerInnen ist es schon ein großer Vorteil, nicht ständig mit diesen Menschen konfrontiert zu sein, die menschenverachtend mit Motorradlärm, mit machohaftem Auftreten, Kampfhunden u. anderen Insignien der Macht ihr Revier markieren.
Im Untergrund werden die miesen Geschäfte wie Prostitution, Drogenhandel, Autoschieberei, Erpressung, Waffenhandel ... sicherlich weitergeführt.
Aber man muss sich wenigstens nicht noch mitangucken, wie stolz die Verbrecher darauf sind.

omg

Aus dem Artikel:
> Bundesinnenminister Horst Seehofer
> veröffentlichte die Verbotsverfügung in
> Abstimmung mit den Innenministern von
> Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen,
> Hessen und Rheinland-Pfalz

Und spätestens morgen werden die herausfinden, daß die Innenminister das garnicht verbieten können, sondern das das ein Richter(!) entscheiden muß.

Da hat sich wohl die Exekutive mit der Judikative verwechselt. -.-

11:13 von H. Hummel

"Gut, es mag die Bandidos nicht mehr ...

.. als gleichnamige Organisation geben, aber die ehemaligen Mitglieder sind trotzdem da.
Ab in ein neues Domizil und der "Verein zur Pflege Deutscher Motorradkultur e.V." o. ä. unter neuem, noch nicht negativ in Erscheinung getretenen Vorstand (z.B. sogenannter Prospekts) gegründet.
Dann geht der Prozess zum Verbot DIESES Vereins von vorne los. Und um das Rechtsfest zu machen, bedarf es wieder Jahre."

.-.-.

Mich würde jetzt sehr interessieren, welche Idee Sie hätten, das anders zu händeln.

@ MrTroc um 11.22 Uhr, Ihre Kritik greift nicht

"Verbot der Banditos, kann man verstehen muss man aber nicht. Ich tue es nicht, denn wenn Verbot dann sollte man ALLE Gruppierungen verbieten. Oder hat der Staat "Angst" andere Rockergruppierungen zu verbieten?"
Nein, aber es muss konkrete Anlässe geben. Nicht nur Vermutungen oder Taten einzelner.

In Bremen sind die Mongols und die Hells Angels verboten. Vielen, vielen Dank dafür, Herr Innensenator Mäurer!

Nur für Sie, MrTroc, zwecks Info: Die Mongols z.B. waren der Arm eines Clans. Insofern greift ihre Kritik nicht, dass gegen Clans nichts unternommen würde.

um 10:36 von Kambrium2

"Die anti- rechts-Demo-Leute sind seither für mich seither total unglaubwürdig geworden! Wahrscheinlich wollen die nichts sehen, weil sie diese Rocker für die ein oder andere ihrer Aktionen brauchen können, z.B. wenn sie wieder als Antifa eine Angstmach-Verstärkung brauchen, um die kleinen Bürger zu erschrecken wenn sie wieder zerstörend durch die Straßen ziehen und die Autos anstecken?"
.
Dieser Unsinn grenzt schon an Verleumdung.

@draufguckerin 08:35

Erstens: Wüsste ich nicht das Stubentiger eine Beleidigung ist.
Zweitens: Habe ich Seehofer nirgends erwähnt.

Drittens: Ich kann Ihnen wirklich empfehlen sich mit der Entwicklung der HellsAngels, Bandidos, Osmanen Germania etc. zu beschäftigen bzw. draufzugucken.
Die heutigen Gruppen sind nicht mehr mit den z.B. HellsAngels von vor 10 Jahren vergleichbar. Die Machtbereiche sind in winzige Gebiete konkurrierender Gruppen zerfallen.
Viertens: Natürlich ist es für die einzelnen Personen gefährlich gegen das organisierte Verbrechen vorzugehen. Doch was ist die Konsequenz? Das sich der Staat zurück zieht und den Kriminellen das Feld überlässt? Ich glaube nicht, dass sie das mit Ihrem Kommentar sagen wollten.

@sausewind

Zitat: "Mich würde jetzt sehr interessieren, welche Idee Sie hätten, das anders zu händeln."
#
Leider gar keine. Der Versuch, diese Art der Kriminalität zu unterbinden, ist wie der weltweite Rauschgifthandel ein Kampf gegen Windmühlen.
Die Justiz kann etwas "piken", ab und zu ein paar Nadelstiche setzen ... das war's.
Ansonsten wird sie von ihren eigenen Organen und Verboten bis zur Lächerlichkeit ausgebremst.
Kriminelle schöpfen ihre rechtsstaatlichen Mittel aus ... und der Staat sieht hilflos zu ...
Das Kapitel "Opfer" will ich nicht weiter ausführen.

@Stefan T

"
Am 12. Juli 2021 um 12:08 von Stefan T
um 10:36 von Kambrium2

"Die anti- rechts-Demo-Leute sind seither für mich seither total unglaubwürdig geworden! Wahrscheinlich wollen die nichts sehen, weil sie diese Rocker für die ein oder andere ihrer Aktionen brauchen können, z.B. wenn sie wieder als Antifa eine Angstmach-Verstärkung brauchen, um die kleinen Bürger zu erschrecken wenn sie wieder zerstörend durch die Straßen ziehen und die Autos anstecken?"
.
Dieser Unsinn grenzt schon an Verleumdung."

Es grenzt nicht, es ist.

Aber so ist das nun mal. Bei Themen wie hier, in denen es um Kriminalität geht, glauben die Freunde des gepflegten Rechtsextremismus besondere Kompetenz zu besitzen und einfach mal irgendwelche pauschalen, unbewiesene Behauptungen raushauen zu dürfen.

11:48 von Björn H.

"Kein Horst Seehofer denkt soweit"

Die Banditos mit Razzien und Verboten auf-
und durchwühlen, ist wie in ein Wespennest rein zu greifen. Die Regierung sollte sich mal besser fragen, warum überhaupt solche Vereinigungen entstehen und immer mehr Zulauf bekommen. Ganz sicher nicht, wenn hierzulande alles in Butter wäre."

,.,.,

Zu Ihrem letzten Satz:

Wie müsste in Ihren Augen unser Staat aussehen, damit solche kriminellen Banden schon von alleine nicht entstehen?

Mich würde das wirklich interessieren.

@ 12:00 von saschamaus75

Es gehört sogar zu den ureigensten Aufgaben des Innenministeriums, Vereine/Organisationen zu verbieten: Gemäß Artikel 9 Abs. 2 GG können sie dann verboten werden, wenn ihr Zweck oder ihre Tätigkeiten den Strafgesetzen zuwiderlaufen oder sich gegen unsere verfassungsmäßige Ordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung richten.
Dagegen kann dann ein Verein seinerseits klagen, das sieht unser Rechtsstaat vor, aus guten Gründen.

Hier verwechselt also niemand Exekutive und Judikative.

@ Anderes um 11.017 Uhr, Volle Zustimmung

Ihrem Beitrag kann ich nur voll zustimmen.
Unser ehemaliger Bundeskanzler Schröder, Herr Gabriel und andere niedersächsische Lokalgrößen (Hannover) fühlten sich gebauchpinselt, wenn sie mit Hanebuth und Konsorten feiern durften.
Es war schon immer die Taktik Krimineller, die Nähe zu einflussreichen Personen des öffentlichen Lebens zu suchen. Nicht aus Sympathie, sondern um sie sich bei Bedarf zunutze zu machen.

"Das ging soweit, daß das eigene Bier der Hellsangels im Handel lief wie geschnitten Brot. Und verkannten dabei, daß es in diesen Banden ganz knallhart ums kriminelle Geschäft geht; Menschenhandel, Drogenhandel, Schutzgelderpressung bis hin zum Mord.

Das wurde ausgeblendet. So konnten jahrzehnte lang kriminelle Strukturen entstehen "

Genau. Zur Genehmigung von Gastronomie- und Bordellbetrieben braucht man einen guten Draht zur Behörde. Und wenn sich die Gelegenheit ergibt, kann man dabei den einen oder anderen Politiker auch noch mit "Geschenken" in Abhängigkeit verwickeln

Gut so

bewaffnete Banden sind zu verbieten. Leider sehen Seehofer und Co das nicht ganz so, wenn es um rechtsradikale Organisationen geht.
Dafür aber schnell bei der Hand wenn es linkskritische Zeitungen etc gibt

12:00 von saschamaus75

«Und spätestens morgen werden die herausfinden, daß die Innenminister das garnicht verbieten können, sondern das das ein Richter(!) entscheiden muß.

Da hat sich wohl die Exekutive mit der Judikative verwechselt. -.-»

Und schon gestern wussten alle Innenminister, dass dieses Verbot (und das von anderen Rockerclubs) dem Vereinsrecht unterliegt.

Gepüft wird, ob das Tun der Vereinsmitglieder dem entspricht, was der Verein in der Vereinssatzung sagt, was es sein solle. Das ist es bei den Bandidos nicht. Und nun sinn'se verboten. Zumindest das betroffene Chapter aus NRW.

Widerspruch einlegen vor Gericht können sie schon. Mehrmals bereits haben Gerichte geurteilt, dass schon das Verbot von Tragen von Kutten mit Abzeichen verbotener Vereine rechtens ist.

...ttestEineMeinung @12. Juli 2021 um 10:36 von Kambrium2

@afd Presseabteilung:

Dass sie die "etlichen Berichte" wohl nicht wirklich gesehen haben, merkt man daran, dass sie behaupten, die Rocker wären im linken Millieu verortet.

Im Gegenteil gibt es nicht nur ideologische (Ablehnung des Staates, Hang zu Gewalt, verschwurbeltes Bild von Ehre, Kameradschaft und Identität), sondern auch personelle Übereinstimmungen mit der rechtsradikalen Szene.

Ihr Kommentar ist nichts anderes, als ein weitere Nebelkerze um von diesen Verstrickungen abzulenken und das gewalttätige und kriminelle Potential der rechten Szene zu verharmlosen.

@SinnUndVerstand 10:02

Die Struktur zerschlagen Sie nicht, wenn Sie die Kutten verbieten.
Das Ziel soll sein, das Verbrechen einzudämmen und das unabhängig von Statussymbolen.

Ihre Interpretationseifer in allen Ehren, aber Sie verrennen sich in haltlosen Vorwürfen.

12:24 von H. Hummel

<< @sausewind

Zitat: "Mich würde jetzt sehr interessieren, welche Idee Sie hätten, das anders zu händeln."
#
Leider gar keine. Der Versuch, diese Art der Kriminalität zu unterbinden, ist wie der weltweite Rauschgifthandel ein Kampf gegen Windmühlen.
Die Justiz kann etwas "piken", ab und zu ein paar Nadelstiche setzen ... das war's.
Ansonsten wird sie von ihren eigenen Organen und Verboten bis zur Lächerlichkeit ausgebremst.
Kriminelle schöpfen ihre rechtsstaatlichen Mittel aus ... und der Staat sieht hilflos zu ...
Das Kapitel "Opfer" will ich nicht weiter ausführen.<<

.-.-.-.-.

Vielleicht ist es doch nicht so hoffnungslos - zumindest in Deutschland nicht.

Lesen Sie mal, was 'schabernack' zu diesem Thema geschrieben hat. Das habe ich auch erst später entdeckt:
10:26 von schabernack

12:02 von Sausevind

«Mich würde jetzt sehr interessieren, welche Idee Sie hätten, das anders zu händeln.»

Es gibt keine praktikable plus rechtlich zulässige andere Lösung. Man kann die Bandidos ja nicht einzeln selektiv wegsperren, nur weil sie mal Vereinsmitglied mit Motorrad waren.

" Am 12. Juli 2021 um 12:39

"
Am 12. Juli 2021 um 12:39 von draufguckerin
@ Anderes um 11.017 Uhr, Volle Zustimmung

Ihrem Beitrag kann ich nur voll zustimmen.
Unser ehemaliger Bundeskanzler Schröder, Herr Gabriel und andere niedersächsische Lokalgrößen (Hannover) fühlten sich gebauchpinselt, wenn sie mit Hanebuth und Konsorten feiern durften.
[... ]"

Ich nehme mit Freuden zur Kenntnis, daß Sie die Dokumentationen, die ein User hier freundlicherweise schon verlinkt hat, auch gesehen haben. Sie wissen also, wovon Sie reden, was ich für mich auch in Anspruch nehme.

Ja, daß Frank Hanebuth in der Öffentlichkeit wie ein Popstar gefeiert wurde, und das ein "Friedensvertrag" zwischen Banditos und Hells Angels medial wie ein Staatsbesuch inszeniert wurde, und das die Hannoveraner Hells Angels sogar einen Pressesprecher hatten, das war erschreckend mit anzusehen, ebenso wie die kriminelle Energie, die hinter diesen Vereinen steckt. Und daß das in der Öffentlichkeit noch abgefeiert wird, erschreckt mich umso mehr.

...ttestEineMeinung @12. Juli 2021 um 11:48 von Björn H.

@afd-Presseabteilung:

"Die Banditos mit Razzien und Verboten auf-
und durchwühlen, ist wie in ein Wespennest rein zu greifen. Die Regierung sollte sich mal besser fragen, warum überhaupt solche Vereinigungen entstehen und immer mehr Zulauf bekommen. Ganz sicher nicht, wenn hierzulande alles in Butter wäre." [sic!]

Sie sind also der Meinung schwerste Verbrechen wie Drogenhandel, räuberische Erpressung, Körperverletzung und Mord sind die natürliche Antwort auf das, was ihnen so alles in unserem Land nicht passt?

Sieht ihr Vorbild und Namensvetter das genauso?

Ich persönlich würde ihnen dazu gerne mit einem Zitat antworten:

"...es lohnt sich in unserem Land zu leben. Da muss man für Werte eintreten, und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen, wenn er nicht einverstanden ist. Das ist die Freiheit eines jeden Deutschen!"

In Memoriam Walter Lübcke.

@10:35 von Bender Rodriguez

Darf ich Sie zitieren? "Rockerparties waren immer klasse" z.B....: Vermutlich können Sie Ihre Frage, was an Ihrem Kommentar 'relativierend' sein könnte, selbst beantworten, wenn Sie Ihren Kommentar nochmal mit Sinn und Verstand lesen.
Dazu müssten Sie dann nicht einmal meinen Usernamen verändern.

13:11 von schabernack

<< " 12:02 von Sausevind

«Mich würde jetzt sehr interessieren, welche Idee Sie hätten, das anders zu händeln.»

Es gibt keine praktikable plus rechtlich zulässige andere Lösung. Man kann die Bandidos ja nicht einzeln selektiv wegsperren, nur weil sie mal Vereinsmitglied mit Motorrad waren. <<

.-.-

Direkt über Ihren Beitrag von 13:11 steht ein Beitrag von mir, in dem ich Ihren Beitrag von 10:26 erwähnt habe.

Das, was Sie dort geschrieben haben, leuchtet mir ein, u.a., dass ein zerschlagener Verein mitsamt dessen Strukturen wirklich weg vom Fenster ist und handlungsunfähig geworden ist.

Triefendes Pathos

Diese Rockerbanden verklären sich selbst mit einem Pathos, der kaum auszuhalten ist und das es nur so trieft. Da ist die Rede von "Bruderschaft", "Einer für alle, alle für einen" und "AffA (Angel for ever, for Ever Angel), daß man schon glaubt im Roman von Alexandre Dumas zu sein. Und dieses Klischeebild wird von der Öffentlichkeit so übernommen. Die "Brüder" (Schwestern gibts keine, allenfalls Rockerbräute als Staffage) faseln dann was von "Clubehre" und eigenen "Clubgesetzen", an die sie sich lebenslang halten.

Die könnten es sich doch viel einfacher machen. Warum halten die sich nicht einfach an die Gesetze, die gelten? Dann braucht man keine eigenen Clubgesetze.

@12:37 von SinnUndVerstand

>> Es gehört sogar zu den ureigensten
>> Aufgaben des Innenministeriums

Nope, eben nicht. Die Innenministerien müssen das zwar ausarbeiten, ABER entscheiden&beurteilen(!) muß das ein Gericht. -.-

13:14 von Anderes1961

«Ja, daß Frank Hanebuth in der Öffentlichkeit wie ein Popstar gefeiert wurde, und das ein "Friedensvertrag" zwischen Banditos und Hells Angels medial wie ein Staatsbesuch inszeniert wurde … das war erschreckend mit anzusehen … . und daß das in der Öffentlichkeit noch abgefeiert wird, erschreckt mich umso mehr.»

Gerade Hells Angels und Bandidos lag / liegt immer viel daran, ein Image von Unangepasstsein und Freiheit zu zelebrieren. Wenn man so will, kann man sagen, so was wie Ungebundensein wie im Movie: "Easy Rider". Mit dem Soundtrack: "Born to be wild" von "Steppenwolf". Noch mehr Symbolik geht kaum.

Der Mythos vom American Renegade, der sich seine Regeln zu leben nicht von der Gesellschaft vorschreiben lässt. Ich weiß nicht, ob das ganz zu Anfang tatsächlich nur Idealismus mit dem Wunsch nach Freiheit war.

Frank Hanebuth in DEU ist insofern ein Sonderfall, da er als quasi einzige der Kutten nach außen hin auch wortgewandt in Zivil auftreten kann.

So entstehen dann Mythen …

@14:40 von saschamaus75

Es tut mir leid, aber da irren Sie sich, wie Sie leicht feststellen können, wenn Sie Fälle aus der Vergangenheit anschauen.

Solche Gegebenheiten zeigen

Solche Gegebenheiten zeigen mir immer wieder, dass es eben Umstände gibt, die zum Schutze von Bürgern und Staat ganz rigerose Mittel bedingen. Wer Demokratie in der uns nun in ca. 75 Jahren gewachsenen und sich entwickelten Form nicht mehr verlieren will, muss sich derer gegen solche Gefahren in aller Konsequenz bedienen. Hier ist der Staat und damit der Bürger, der Hoheitsrechte wahrnimmt und umsetzt und nicht irgendwelche Räuberbanden, die glauben mittels Faustrecht archaische Zeiten wieder einführen zu können.

@schabernack

"[...] Der Mythos vom American Renegade, der sich seine Regeln zu leben nicht von der Gesellschaft vorschreiben lässt. Ich weiß nicht, ob das ganz zu Anfang tatsächlich nur Idealismus mit dem Wunsch nach Freiheit war.

Frank Hanebuth in DEU ist insofern ein Sonderfall, da er als quasi einzige der Kutten nach außen hin auch wortgewandt in Zivil auftreten kann.

So entstehen dann Mythen …"

Ich möchte noch ergänzen: Zu den Mythen gehören auch Menschen, die gerne zuhören, wenn Mythen erzählt werden und die Mythen auch glauben wollen. Leider fanden kriminelle Vereinigungen, egal welche, immer viele Zuhörer. Das gilt nicht nur für Rockerbanden. Es ist bezeichnend, wenn Menschen, die mit der Mafia zu tun haben, bei den Mafiabossen von "ehrenwerten" Männern sprechen.

Ob Rockerbanden, Mafia oder Clans. Es handelt sich um verklärte organisierte Kriminalität. Und mir ist es egal, welchen Pass ein Krimineller hat. Ein deutscher Paß macht es nicht besser und ein ausländischer nicht schlechter.

14:56 von Anderes1961 @schabernack

Zu den Mythen gehören auch Menschen, die gerne zuhören, wenn Mythen erzählt werden und die Mythen auch glauben wollen. Leider fanden kriminelle Vereinigungen, egal welche, immer viele Zuhörer. Das gilt nicht nur für Rockerbanden. Es ist bezeichnend, wenn Menschen, die mit der Mafia zu tun haben, bei den Mafiabossen von "ehrenwerten" Männern sprechen.

Ob Rockerbanden, Mafia oder Clans. Es handelt sich um verklärte organisierte Kriminalität.

Mein Eindruck ist Filme wie „Es war einmal in Amerika“ und andere Gangsterepen werden verklärt. Mag ja sein, dass es sich um ein filmisches Meisterwerk handelt, aber ich fand ihn vor 30 Jahren, als ich ihn sah, ziemlich verstörend. Der Reiz sich solche gewaltverherrlichenden Filme anzuschauen, ist mir ein Rätsel. Wobei den Einwand diesen als Milieustudie einzuordnen, lasse ich vielleicht gelten. Trotzdem...

@ Sigrun_1954 um 12.18 Uhr, Wen meinten Sie denn?

Überschrift des Artikels: Nach bundesweiten Razzien: Seehofer verbietet "Bandidos"-Gruppe.

Ihr Kommentar: "Stubentiger zeigt Krallen"

Meine Replik: "Erstens: Wieso beleidigen Sie Herrn Seehofer als "Stubentiger"? Wissen Sie überhaupt, wie gefährlich es für Beamte ... sich mit Rockergruppen, mit Clans und mit mafiösen Gruppen anzulegen?"

Ihre Antwort: "Erstens: Wüsste ich nicht das Stubentiger eine Beleidigung ist.
Zweitens: Habe ich Seehofer nirgends erwähnt."

Ich meine, Ihren Kommentar konnte man nicht anders verstehen, als dass Sie unseren Innenminister Herrn Seehofer als Stubentiger betitelt haben.
Wenn Sie jetzt noch sagen würden, wen Sie mit "Stubentiger" gemeint haben?

Seehofer verbietet "Bandidos" ...

Solange solche Typen sich mausig machen, gilt, das wir ein Überwachungssystem nach chinesischem Muster brauchen und Aufbewahrungseinrichtungen nach Nord Koreanischem Muster. (das eine oder andere hatten wir vielleicht schon, aber jetzt fehlt es jedenfalls.)

15:34 von Kaneel

«Mein Eindruck ist Filme wie „Es war einmal in Amerika“ und andere Gangsterepen werden verklärt. Mag ja sein, dass es sich um ein filmisches Meisterwerk handelt, aber …»

Diesen Film kenne ich nur vom Namen, ich sah ihn nie.

Solche Movies mag ich eigentlich auch nicht. Aber "Der Pate" in allen Teilen in ungeschnittener Fassung ist ein Meisterwerk der Filmgeschichte. Das habe ich schon mind. dreimal ganz gesehen. Irgendwie nimmt man dann doch als Zuschauer Sympathie mit den Protagonisten von La Famiglia Corleone an.

So viele gute Filme über Organisiertes Verbrechen ohne filmische Gewaltexzesse gibt es nicht. Über die Kutten kenne ich gar keinen solchen.
Nur Dokus, aber gute.

Manchmal gibt es solche Juwelen aber doch, und sogar aus Hollywood. Ganz großartig ist "Sleepers" mit Brad Pitt, Dustin Hoffmann, Robert de Niro.
"Life in Hell's Kitchen".

Und "Ghost Dog - Der Weg des Samurai" von Jim Jarmush. Mit Forest Whitacker als Mystery-Auftragskiller. Einer meiner All Time Favorites …

@14:51 von SinnUndVerstand

>> wenn Sie Fälle aus der Vergangenheit
>> anschauen.

Jepp, und da wurden ALLE(!) Fälle von einem Richter entschieden. Oder kennen Sie ein einziges Gegenbeispiel? oO

16:04 von Duzfreund

«Solange solche Typen sich mausig machen, gilt, das wir ein Überwachungssystem nach chinesischem Muster brauchen und Aufbewahrungseinrichtungen nach Nord Koreanischem Muster.»

Ganz nach dem Alten Prinzip aus der Bibel:
"Auge um Auge … Zahn um Zahn".

Oder etwas moderner mit Internet:
"Erschießt du mich … erschieße ich dich".

@Kaneel

"Am 12. Juli 2021 um 15:34 von Kaneel
14:56 von Anderes1961 @schabernack

Zu den Mythen gehören auch Menschen, die gerne zuhören, wenn Mythen erzählt werden und die Mythen auch glauben wollen. Leider fanden [...]
Mein Eindruck ist Filme wie „Es war einmal in Amerika“ und andere Gangsterepen werden verklärt. Mag ja sein, dass es sich um ein filmisches Meisterwerk handelt, aber ich fand ihn vor 30 Jahren, als ich ihn sah, ziemlich verstörend. Der Reiz sich solche gewaltverherrlichenden Filme anzuschauen, ist mir ein Rätsel. Wobei den Einwand diesen als Milieustudie einzuordnen, lasse ich vielleicht gelten. Trotzdem..."

Mit dem Eindruck sind Sie nicht alleine. Mir geht es ganz genauso. Der "Pate" war jetzt eher nicht mein Ding, aber "The Irishmen" fand ich großartig. Und ich habe mich auch schon selbst gefragt: Warum zum Teufel, guckst du das nur gerne. Eine Antwort habe ich nicht. Aber ich kann von mir behaupten: verklärt habe organisierte Kriminalität dennoch nie.

16:37 von saschamaus75

«Jepp, und da wurden ALLE(!) Fälle von einem Richter entschieden.
Oder kennen Sie ein einziges Gegenbeispiel? oO»

Einmal ist keinmal.
Das Verbot von "Saturdarah" nannte ich schon.

Für mehr keinmal gibt es diese Auflistung:
«https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Motorcycle-Club-Verboten_in_Deutschland»

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