Kommentare

Es gibt leider immer weiniger

Es gibt leider immer weiniger Betroffene, die noch mahnen können.
Und den jüngeren Mahnern - die das nicht miterlebt haben - wird noch weniger geglaubt.
Abteilung " Fliegenschiss " u.a. !

RIP - Ein Verlust für die Menschheit

Das Mitgefühl für diesen menschlichen Verlust gilt den Angehörigen und Freunden von Esther Bejarano.

Die gesamte Menscheit hat einen Verlust erlitten. Eine Zeitzeugin für die monströse Unmenschlichkeit des Nazi-Regimes ist gegangen. Ihr Lebenswerk wird bleiben.

Möge sie ruhen in Frieden. Für ihren unermüdlichen Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus gebührt ihr der Dank und die Anerkennung der zivilisierten Weltgemeinschaft.

Wie schlimm

Wie Schlimm muss es für Frau Bejarano gewesen sein, mitzuerleben wie sich Antisemitismus und Judenfeindlichkeit in Deutschland wieder breit macht.
Frau Bejarano, ruhen sie in Frieden.

Das Wegsterben der Zeitzeugen macht das Gedenken an diesen menscheitsgeschichtlichen Sonderfall der Nazi-Verbrechen im Holocaust umso wichtiger.

Massenmorde, Genozide und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gab es in der Geschichte der Menschheit schon einige. Aber die industriell organisierte Vernichtung von Menschen aus rassistischen Gründen ist einmalig.

Hier geht es nicht nur um Gedenken alleine, sondern darum, die Wiederholung solcher Verbrechen in der Zukunft zu verhindern. Die beginnen mit Verharmlosung und Relativierung und enden im Horror.

Bewundernswerter Einsatz - aktuell so notwendig wie früher

'Bejarano engagierte sich Jahrzehnte lang gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, wofür sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Zusammen mit ihrem Sohn Joram und ihrer Tochter Edna sang sie jüdische und antifaschistische Lieder, zuletzt tourten sie mit der Kölner Hip-Hop-Band Microphone Mafia durch Deutschland. '

Ein bewundernswerter Einsatz der alten Dame. Umso mehr, wenn man sich mal direkt vorstellt, was sie persönlich an Todesängsten, an Misshandlung, an Demütigung und an Verlusten von Angehörigen und Freunden in der höllischen Vernichtungsmaschinerie der Nazis erduldet haben musste.

Der menschenverachtende Rassenwahn und seine rechtsextremen Trägergruppen in allen Schattierungen sind nie ganz verschwunden, sondern haben sich getarnt, sind untergetaucht, verharmlosen sich selbst - aber sie bleiben eine Bedrohung für die humane Gesellschaft.

Umso wichtiger ist, dass es Menschen gibt, die in den Fußstapfen von Esther Bejarano ihre Arbeit fortsetzen.

11:27 von MRomTRom Da haben

11:27 von MRomTRom

Da haben Sie leider recht !
Darum mein Hinweis auf den " Fliegenschiss".

Ich bin durch meine Großeltern mit Informationen versorgt worden, ich habe meine Kinder und meine Enkeltochter mit den Informationen versorgt - aber wie soll das gehen, wenn diese Möglichkeit nicht da ist ?
Die Schulen können - mit Reisen zu den KZ etwas beitragen, aber wenn dann zu Hause oder im Freundeskreis dagegen " gewettert " wird, hat sich das schnell erledigt.

Man hat den Eindruck, dass gerade in der ganz jungen Generation die Ereignisse vor 1945 wenig bekannt sind.
Umso wichtiger ist es, wenn die Holocaust-Überlebenden über ihre Erlebnisse berichten bzw. berichtet haben - denn etliche davon sind auch aufgezeichnet worden.

Es ist schade, dass Fr. Bejarano nun auch gestorben ist und so die Zahl der Überlebenden wieder gesunken ist.

11:25, hesta15

>>Wie Schlimm muss es für Frau Bejarano gewesen sein, mitzuerleben wie sich Antisemitismus und Judenfeindlichkeit in Deutschland wieder breit macht.<<

Frau Bejarano hat immer gesagt, daß Antisemitismus/Judenfeindlichkeit in Deutschland immer da und nie verschwunden waren, sich also auch nicht wieder breitmachen können.

Ich habe noch nie eine deutsche Synagoge ohne Polizeischutz gesehen, und ich bin 65 Jahre alt.

11:27, MRomTRom

>>Massenmorde, Genozide und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gab es in der Geschichte der Menschheit schon einige. Aber die industriell organisierte Vernichtung von Menschen aus rassistischen Gründen ist einmalig.<<

Das ist die zentrale Aussage, wenn es um die Einordnung der Judenvernichtung in den historischen Kontext geht.

11:10 von ich1961

«Es gibt leider immer weiniger Betroffene, die noch mahnen können.»

Mir ist kein anderer noch lebender männlicher oder weiblicher Zeitzeuge des Holocaust vor Augen, wer eine so außergwöhnliche Lebensgeschichte verbinden konnte mit einer so freundlich-lebendigen Art zu erzählen wie Esther Bejarano.

Es gibt nur ganz wenige Menschen, die einen Raum erhellen nur dadurch alleine, dass sie in ihn eintreten. Esther Bejarano gehörte zu diesen ganz wenigen, und wenn sie redete, füllte sich der Raum mit Magie. Eine so kleine Frau mit einer so überwältigend großen Ausstrahlung.

Sie wollte wohl nie eine Heldin sein.
War doch ohne es zu wollen eine der allergrößten.
Sie hatte ja viel Kontakt zu Jugendlichen und Jungen Erwachsenen.
Den sie auch ganz zielgerichtet suchte.

Unbegründet scheint mir die Hoffnung nicht, Esther Bejarano habe eine Art von Vermächtnis übergeben, das nicht so schnell verblasst, auch wenn sie selbst nun nicht mehr lebt.

76 Jahre nach Ende von WK2 ist eine lange Zeit …

Vergeben haben wir längst, vergessen werden wir niemals.

Zitat aus dem Artikel: "Bundesaußenminister Heiko Maas würdigte Bejarano auf Twitter als "wichtige Stimme im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus". In seinem Post schrieb er weiter: "Die wundervolle Ester Bejarano überzeugte mit ihrer Lebenskraft und unglaublichen Geschichte. Ihre Stimme wird uns fehlen."

Hab gerade einen Kloß im Hals. Aber 96 Jahre muß man erst mal werden. Besonders unter solchen Umständen. Beinahe wäre ja nichts daraus geworden.

Ja, ihre Stimme wird mir ganz besonders fehlen. Ich fand vor allem ihre Auftritte im "bewegten Bild" sehr berührend. Es gibt nicht viele Menschen, die sich wie Sie für Versöhnung und gegen das Vergessen eingesetzt haben. Mir fällt da spontan noch einer ein, den ich hier zitieren möchte, den 86jährigen Ivar Buterfas-Frankenthal:

"Vergeben haben wir längst, vergessen werden wir niemals."

Nein, Esther Bejarano, ich werde Sie niemals vergessen. Danke für alles.

Diese großartige Frau wird fehlen

Ich bin Frau Bejarano unglaublich dankbar für das, was sie in den letzten Jahrzehnten geleistet hat. Sie wurde nicht müde, all den Menschen die wie ich erst nach dem Krieg geboren wurden, nahezubringen, wie unfassbar grausam Menschen andere Menschen während des Nazi-Regimes behandelt haben. Natürlich gab es auch davor unzählige Grausamkeiten und gibt es leider auch immer noch. Aber was hier zwischen 33 und 45 mit einer perfiden Gründlichkeit passierte war nicht weit weg, es war hier, es waren oftmals unsere eigenen Vorfahren oder Leute, die unsere Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern kannten. Ihr Einsatz gegen das Vergessen mit dem Ziel, das sich so etwas auf unserem Boden (oder sonst wo) nie wiederholen darf, sollte und wird nie vergessen werden. Ihrer Familie möchte ich hiermit mein Beileid aussprechen. Vielleicht tröstet es sie ein wenig, dass hoffentlich sehr viele ihre Botschaft weitertragen werden.

11:52 von ich1961

"Ich bin durch meine Großeltern mit Informationen versorgt worden, ich habe meine Kinder und meine Enkeltochter mit den Informationen versorgt - aber wie soll das gehen, wenn diese Möglichkeit nicht da ist ?"

.-.-.

Wir haben die Videos!
youtube ist voll davon.

Wenn eine Person bei ihrer Aussage gefilmt wurde, kann man auf den ersten Blick ohnehin nicht erkennen, WANN die Aussage gemacht wurde.

Ein Video verewigt.

mein Vater war der einzige

aus einer siebenköpfigen Familie, der nicht von den Nazis ermordet wurde. Diesem Umstand verdanke ich, dass ich auf der Welt bin.
Die anderen kamen zwar in keinem Vernichtungslager um. Sie waren Arier. Aber sie waren auch Gewerkschafter, Kommunisten und Sozialisten. Das genügte, um ihr Leben zu beenden. Die Familie meiner Mutter hingegen bestand aus aktiven Nazis, die auch mit dieser Haltung weiterlebten. Für sie war der einzige Vorwurf, den man Hitler machen konnte, dass er den Krieg verloren hatte.
Man kann sich denken, dass ich die Verbrechen der Nazis aus einem besonderen Blickwinkel sehe.
Einer der wenigen Anträge der AfD-Fraktion in BaWü nach ihrem Einzug in den Landtag war die Streichung der Landesmittel für KZ-Gedenkstätten. Inzwischen wagen sie sich selbst dorthin und bezweifeln offen den Holocaust. Als der Leiter sie daraufhin hinauswerfen ließ, empörten sie sich öffentlich.
So weit ist es gekommen.

11:57 von Margitt.

"Man hat den Eindruck, dass gerade in der ganz jungen Generation die Ereignisse vor 1945 wenig bekannt sind.!

.-.-.

Durch WAS haben Sie den Eindruck?
Ich habe den gegenteiligen.

Junge Leute, die im Geschichtsunterricht die Nazizeit durchgenommen haben, dann oft anschließend ein ehemaliges Konzentrationslager besucht haben, habe ich schon tief erschüttert gesehen und sogar neu politisiert erlebt.

In den 60er Jahren, wo die Schüler damit überfüttert wurden, hat man eher dicht gemacht.

Wunderbar jungendlich ...

Diese Stimme klingt so jugendlich. Ich habe sie gerade im Radio gehört.
Ihr Spirit kommt in Ihrer Stimme zur Geltung.
Wunderbar.

Eine kluge Mahnerin

... gegen Antisemitismus und Verschwörungsmythen.

Sie

war eine Zeugin des dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte. Sie mahnte immer das sich sowas nie aber niemals wiederholen darf. Jetzt liegt es an uns dieses was diese Frau erzählt hat weiterzugeben Ferner bin ich in Gedanken und Gebeten bei den Angehörigen und Hinterbliebenen.

@Sausevind (12:32)

Wenn einem Youtube als Lehrmaterial reicht und man den Sinn eines Gesprächs mit einer Zeitzeugin nicht versteht, erklärt das, warum einem soziale Folgen nicht zu verdeutlichen sind.

@frosthorn

"Am 10. Juli 2021 um 12:37 von frosthorn
mein Vater war der einzige

aus einer siebenköpfigen Familie, der nicht von den Nazis ermordet wurde. Diesem Umstand verdanke ich, dass ich auf der Welt bin.
Die anderen kamen zwar in keinem Vernichtungslager um. Sie waren Arier. Aber sie waren auch Gewerkschafter, Kommunisten und Sozialisten. [...]"

Danke für den sehr berührenden Einblick in Ihre Biographie.

Meine Motivation gegen Nazis und andere Rassisten etwas zu tun, bezog ich aus der Schule, die ich besucht habe. "Geschwister-Scholl-Realschule". Die Schulleitung nahm den Namen sehr ernst, was sich im Lehrplan ausdrückte.

Damals habe ich mir schon geschworen, daß ich alles tun werde, was in meiner Macht steht, daß so etwas nie wieder passiert. Daran habe ich mich bis heute gehalten und tue es weiterhin. Ich hätte aber nicht geglaubt, daß das heutzutage notwendiger wird wie noch nie.

Alt- und Neunazis und Rassisten trauen sich wieder was. Das ist erschreckend und brandgefährlich.

um 11:58 von fathaland slim

11:25, hesta15
>>Wie Schlimm muss es für Frau Bejarano gewesen sein, mitzuerleben wie sich Antisemitismus und Judenfeindlichkeit in Deutschland wieder breit macht.<<

Frau Bejarano hat immer gesagt, daß Antisemitismus/Judenfeindlichkeit in Deutschland immer da und nie verschwunden waren, sich also auch nicht wieder breitmachen können.

Ich habe noch nie eine deutsche Synagoge ohne Polizeischutz gesehen, und ich bin 65 Jahre alt.
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Ja da haben sie Recht, Antisemitismus hat es in der Bundesrepublik immer gegeben. Aber die Zunahme der Gewalt, bis hin zum Mord in den letzten Jahren ist schon sehr bedenklich.

12:39 von Sausevind: Junge Generation und Geschichte

<<< Durch WAS haben Sie den Eindruck?
Ich habe den gegenteiligen. >>>
Mein Wissen beziehe ich insoweit über die Medien. Hier war es ein Bericht im Fernsehen, der irgendwann dieses Problem angesprochen hat.
Ob in jeder Schulform (also nicht nur im Gymnasium, sondern auch in den Hauptschulen oder "Sonderschulen" die Nazizeit durchgenommen wird, ist die Frage.
Ich war, lange ist es her, im Gymnasium und damals hat man die Nazizeit ausgespart - wohl weil man dachte, dass die Ereignisse von damals auch so bekannt sein sollten (und weil vielleicht auch der Lehrer mit dem Unterrichtsstoff nicht durchgekommen ist vor Schuljahresende).
Aber, wer sich informieren will, wird sich fündig.
Im Fernsehen werden regelmäßig Reportagen aus der Zeit nach 1933 gezeigt, die zur Information dienen können.

Nichts erklärt

Nichts erklärt verbrecherische Systeme so gut wie berichtetes persönliches Leid. Deshalb müssen wir jedem dankbar sein, der diesen gewaltigen Schritt ging und noch geht, denn es ist gewiß nicht leicht, über erlebte grausame Erniedrigungen, Schmerzen, Leid und Ermordungen zu berichten. Es kostet enorm viel Kraft, die nur wenige aufbringen konnten.
Fassungslos, voller Entsetzen blicken die Menschen heute zurück und fragen sich: "Wie konnte es dazu kommen?"
"Wie können Menschen ihren Mitmenschen derart unvorstellbares Leid zufügen?"
Nein, es darf nicht dazu kommen, dies als "unverständliches Ereignis der Geschichte" abzutun. Es ergibt sich vielmehr die Verpflichtung des Einzelnen, über seinen Umgang mit seinen Mitmenschen gründlich nachzudenken, Demokratie und Freiheitsrechte zu verteidigen.
Maas: "Ihre Stimme wird uns fehlen."

12:37 von frosthorn: AfD und Holocaust

<<< Einer der wenigen Anträge der AfD-Fraktion in BaWü nach ihrem Einzug in den Landtag war die Streichung der Landesmittel für KZ-Gedenkstätten. Inzwischen wagen sie sich selbst dorthin und bezweifeln offen den Holocaust. Als der Leiter sie daraufhin hinauswerfen ließ, empörten sie sich öffentlich.
So weit ist es gekommen. >>>
--------
Sie sagen da viel Wahres.
Allein die Leugnung des Holocausts durch die AfD zeigt auf, dass diese Partei nicht auf dem Boden des Grundgesetzes steht und daher in einer Demokratie nicht erlaubt sein sollte.

@ Margitt

Man hat den Eindruck, dass gerade in der ganz jungen Generation die Ereignisse vor 1945 wenig bekannt sind.!

Wie kommt man denn zu einem solchen "Eindruck"? Kennen Sie viele Menschen der "jungen Generation"?

um 12:39 von Sausevind

Durch WAS haben Sie den Eindruck?
Ich habe den gegenteiligen.

Junge Leute, die im Geschichtsunterricht die Nazizeit durchgenommen haben, dann oft anschließend ein ehemaliges Konzentrationslager besucht haben, habe ich schon tief erschüttert gesehen und sogar neu politisiert erlebt.

In den 60er Jahren, wo die Schüler damit überfüttert wurden, hat man eher dicht gemacht
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Dann will ich ihren Eindrücken mal Fakten gegenüberstellen.
https://www.stern.de/neon/wilde-welt/gesellschaft/erinnerungskultur--vie...

12:54 von Tinkotis

<< @Sausevind (12:32)
Wenn einem Youtube als Lehrmaterial reicht und man den Sinn eines Gesprächs mit einer Zeitzeugin nicht versteht, erklärt das, warum einem soziale Folgen nicht zu verdeutlichen sind. <<

Nein, youtube "reicht" nicht, wenn man als Ersatz lebendige Zeugen hat.

Aber ich habe das so verstanden, dass eine der letzten Zeugen VERSTORBEN ist.

Sie werden das doch wohl kaum anders verstanden haben.

Begreife null, was Sie mir überhaupt vermitteln wollen.

13:09 von hesta15

<< um 12:39 von Sausevind

Dann will ich ihren Eindrücken mal Fakten gegenüberstellen.
https://www.stern.de/neon/wilde-welt/gesellschaft/erinnerungskultur--vie... >>

,.,.

Ich habe keine Eindrücke geschildert, sondern Selbsterlebtes (also Fakten).

Danke für den Link, ich werde das im Laufe des Tages lesen.

Re : Margitt !

Etliche, oder vielleicht sogar der größte Teil der AFD- Protagonisten leugnen den Holocaust, und dies ist für eine Gesellschaft, die dies ertragen musste, schlimm.
Aber wenn wir es als Gesellschaft nicht hinkriegen, sich offen der Diskussion mit diesen Personen zu stellen, dafür werben, eine offene und freie Demokratie zu leben und dafür ein zu stehen, haben diese Personen gewonnen, und werden stärker, als wir ertragen können. Grundsätzlich muss aber deine Demokratie auch solche Personen aushalten können, auch wenn sie nicht unsere Freunde sind.
Leider haben zu viele zu lange die Problematik, vielleicht sogar bewusst, verschlafen, oder verdrängt. Ich denke aber, wenn man sich die teils unmöglichen Kommentare zu den Flüchtlingen liest, da ist nicht alles von einer AFD- Person, sondern von normalen Bürgern, die sich nicht auf eine andere Kultur einlassen wollen, oder Angst davor haben, was zu verlieren. Und zu viele sind schlecht informiert und stecken sich an, an Hetzern !

Esther Bejarano hat mich

Esther Bejarano hat mich immer wieder beeindruckt mit ihren Worten, mit ihrem Lebenszeugnis, mit ihrer Art, auch in unserer Zeit gegen Antisemitismus und Rassismus aufzustehen.
Möge sie in Frieden ruhen.

P.S. manchmal frage ich mich, was es bedeuten könnte, dass etliche Vielschreiber zu dieser Meldung schweigen...

12:37 von frosthorn | Persönliche Betroffenheit formt

Was Sie bezogen auf Ihre Biographie schreiben, macht Ihre persönliche Betroffenheit deutlich. Sowohl was die Verbrechen der Nazi-Zeit angeht als auch wie Sie auf die Verharmloser und Relativierer von NPD, AfD, Neo-Nazis und sonstigen Sympathisanten der Hakenkreuz- und Reichskriegsflaggenträger reagieren.

Das Geschehene lässt sich leider nicht mehr zurückdrehen, aber nach vorne gerichtet kann jeder Demokrat etwas tun, um den Rechtsextremisten, Rassisten und Selbstverharmlosern zu zeigen, wo ihr Platz ist. Nicht in einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft.

RIP Esther Bejarano

Eine starke, unermüdliche und wunderbare Frau ist - mein ganz tiefer Respekt für Ihre so wertvolle Arbeit, die sie ja fast bis zu Ihrem Lebensende getan hat. Trotz des unfassbaren Leids, dass sie erfahren hat, blieb sie ihr Leben lang eine Kämpferin für Menschlichkeit - vielleicht nicht "trotz" sondern "wegen".
Ich verneige mich vor ihr und wünsche ihrer Familie und den vielen, vielen Menschen, die sie schmerzlich vermissen werden, viel Kraft.

@Blitzgescheit (12:39)

Junge Leute, die eine qualifizierte Meinung zu dem Thema haben, sind nach meinen Erfahrungen die Ausnahme. Weitaus öfter erlebe ich entweder erschreckende Wissens-Lücken oder klare Ansagen, dass man sich nicht damit beschäftigen müsse, weil man nichts damit zu tun hat.

@Sausevind (13:19)

Zitat: "Begreife null, was Sie mir überhaupt vermitteln wollen."

Das passiert ja öfter. Vielleicht einfach mal die eigenen Kommentare der Vergangenheit checken bzw. besser im Team koordinieren.

Und nicht immer als absolute Grundeinstellung auf der eigenen Unfehlbarkeit beharren, sondern die eigenen Beiträge mal genauso kritisch betrachten wie die der anderen Leute.

Die Nachkriegsgenerationen …

… sind nicht verantwortlich für die Nazi-Verbrechen.

Aber sie sind dafür verantwortlich, dass so etwas nie wieder passiert.

13:38, Tinkotis

>>@Sausevind (13:19)
Zitat: "Begreife null, was Sie mir überhaupt vermitteln wollen."

Das passiert ja öfter. Vielleicht einfach mal die eigenen Kommentare der Vergangenheit checken bzw. besser im Team koordinieren.

Und nicht immer als absolute Grundeinstellung auf der eigenen Unfehlbarkeit beharren, sondern die eigenen Beiträge mal genauso kritisch betrachten wie die der anderen Leute.<<

Was unterstellen Sie der Userin hier eigentlich?

Daß sie sich für unfehlbar hält?

Gar daß sie eigentlich ein Team sei?

Ich bin fassungslos.

@Traumfahrer

"Aber wenn wir es als Gesellschaft nicht hinkriegen, sich offen der Diskussion mit diesen Personen zu stellen, dafür werben, eine offene und freie Demokratie zu leben und dafür ein zu stehen, haben diese Personen gewonnen, und werden stärker, als wir ertragen können. Grundsätzlich muss aber deine Demokratie auch solche Personen aushalten können, auch wenn sie nicht unsere Freunde sind.[...]"

Nein, das muß eine Demokratie nicht aushalten. Rassisten muß man bekämpfen, mit allen legalen Mitteln. Artikel 1 GG: Die Menschenwürde ist unantastbar.

Mit denen zu diskutieren hieße, rassistische Verunglimpfungen gleichberechtigt als seriöses Argument gelten zu lassen. Ein klassischer Fall von false balance.

Denen muß man deutlich sagen, was man von ihren rassistischen Äußerungen hält. So wie Esther Berajano es getan hat. Aber diskutieren? Auf keinen Fall.

13:38 von Tinkotis

@Sausevind (13:19)

"Und nicht immer als absolute Grundeinstellung auf der eigenen Unfehlbarkeit beharren"

,.,.,

Ich nehme an, dass Sie mich verwechseln.

Feiertag 8.Mai

Warum diese Frau nicht wahrhaftig ehren und Ihren Wunsch aufnehmen und den 8.Mai zum Feiertag machen. Mir fallen auf Anhieb genügend unnötigere ein, die man getrost dafür streichen könnte. Das wäre einmal ein Zeichen, mit dem Kirchen und Politik gleichermaßen ihre Ernsthaftigkeit zu diesem Thema zum Ausdruck bringen könnten.

@Traumfahrer

"Am 10. Juli 2021 um 13:55 von Anderes1961
@Traumfahrer

"Aber wenn wir es als Gesellschaft nicht hinkriegen, sich offen der Diskussion mit diesen Personen zu stellen, dafür werben, eine offene und freie Demokratie zu leben und dafür ein zu stehen, haben diese Personen gewonnen, und werden stärker, als wir ertragen können. Grundsätzlich muss aber deine Demokratie auch solche Personen aushalten können, auch wenn sie nicht unsere Freunde sind.[...]"

Noch ein Nachtrag zu meiner Antwort. Was passiert, wenn wir versuchen mit Rassisten zu diskutieren, kann man doch deutlich sehen. Da sitzt wieder eine Partei im Bundestag, die durch und durch völkisch-rassistisch denkt, auch wenn die gerne mal was anderes behauptet.

Das wurde nur möglich, weil die Mauer nach rechts nicht gehalten hat und wir als demokratische Gesellschaft zugelassen haben, daß sich eine solche Partei mit rassistischer "Argumentation" wieder breit machen konnte. Klare Kante gegen Rechts. Das ist das einzige, was hilft.

Re : Anderes1961

Irgend wie haben sie mich missverstanden. Natürlich ist für mich klar, dass irgend welche rassistische oder andere Verunglimpfungen toleriert werden dürfen, und natürlich muss diesen Menschen, die solche Dinge aussprechen, klare Grenzen aufgezeigt werden. Dies ist möglich mit den Gesetzen, die bestehen, und mit einer klaren Haltung von den anderen. Nur mit einem "Kampf" wird man diese Menschen nicht erreichen.
Ich bringe ein Beispiel, bei Beleidigungen einer dunkelhäutigen Person, darauf deutlich hinweisen, dass diese Person genauso ein Mensch ist, die gleichen Rechte und Pflichten hat, die gleiche Würde, und den gleichen Respekt erwartet, wie der oder die, die sich daneben benommen haben. Und auch klar mal den Unmöglichen benennen, dass Weiße kein Stück besser sind, als andere, egal woher, oder welcher Religion. Dafür muss ich aber nicht kämpfen, sondern mit deutlichen Argumenten agieren. Aber auch aufzeigen, was Weiße schon alles Schlechte angerichtet haben !

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