Ihre Meinung zu: Einzelhandel: Arbeitgebervorstoß sorgt für Ärger

6. Juli 2021 - 22:27 Uhr

Die "Corona-Helden" in den Supermärkten sollen schnell mehr Geld bekommen, das Personal in lange geschlossenen Modeläden vorerst nicht. Das hat der Handelsverband empfohlen. Die Gewerkschaft ver.di reagiert empört.

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Kommentare

sorgt für Ärger ?

Ich finde das eine sehr gute Aktion.

Das Läden die oft schon vor Corona fast Pleite waren und vom Steuerzahler alimentiert wurden das nicht machen ist doch wohl klar.

Das Sie das erst machen wenn die Coronahilfen zurückgezahlt wurden ist doch wohl selbstverständlich.

hätten in der Pandemie erheblich an Einkommen verloren.

vermute mal deren Chefs auch
wenn man mal vom Lebensmitteleinzelhandel absieht

Empörend: Freiwillige Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter

"Der Tarifstreit im Einzelhandel spitzt sich weiter zu. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat Einzelhändlern, die die Corona-Krise gut bewältigt haben, empfohlen, die Löhne und Gehälter ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch vor einem Tarifabschluss freiwillig um zwei Prozent zu erhöhen. Zusätzlich bestehe die Option einer Einmalzahlung, die bei Vollzeitkräften bei 300 Euro liegen könne. Bei der Gewerkschaft ver.di sorgte dieser Vorstoß für Empörung."
Tariferhöhung, freiwillig! Und das, ohne dass der große Kollege Vorsitzender Werneke sich vorher mit kämpferischen Forderungen profilieren konnte. Das ist wirklich eine Unverschämtheit sondergleichen.

Wirtschaftssystems

„Während ein Teil der Handelsunternehmen gut durch die Pandemie gekommen sei, habe ein anderer Teil massiv unter monatelangem Lockdown und Geschäftsbeschränkungen gelitten, erklärte der HDE-Geschäftsführer. Erstere könnten eine kurzfristig umsetzbare Tariferhöhung tragen, letztere müssten vor Kostenbelastungen geschützt werden. Vor allem der nicht systemrelevante Nonfood-Handel leide bis heute stark unter der Corona-Krise“

Nach der Logik eines rein geldgesteuerten Wirtschaftssystems ist „logisch“, dass die, die während (und wegen) der Pandemie glänzend verdienen konnten jetzt auch eher in der Lage sind, einen Teil der „Mehreinnahmen“ an ihre Beschäftigten weiterzugeben als diejenigen, denen deswegen ein Großteil ihrer Einnahmen weggebrochen ist. Das heißt aber noch lange nicht, dass deren Beschäftigte, nur weil sie weniger „zu tun“ hatten als ihre Kollegen im systemrelevanten Lebensmitteleinzelhandel weniger unter der Pandemie zu leiden gehabt hätten. Im Gegenteil.

Lohnerhöhung ist

immer gut, nur die Inflation ist wohl höher, da sind 2 Prozent viel zu wenig. Bei der Einmalzahlung sind das übers Jahr gerade mal 25 Euro pro Monat, wäre auch ein sehr schlechtes Geschäft für die Beschäftigten.
Da alle Preise weiter steigen werden, muss es schon andere Erhöhungen geben, um das auszugleichen.

Freiwillig hieß oft: Wir versuchen´s zu vermeiden.

@22:57 von draufguckerin
Die Erhöhung wird (soll?) wohl unter der zu erwartenden Inflationsmarke bleiben.
Die Schwierigkeit von Verdi ist doch auch, dass eine Reihe von Einzelhandelsgeschäften vor der Aufgabe stehen.
Man lese dazu auch Dragis aufschlussreiches Papier mit Empfehlungen, wer zu unterstützen sei.

@23:21 von Nettie

„Nach der Logik eines rein geldgesteuerten Wirtschaftssystems ist „logisch“, dass die, die während (und wegen) der Pandemie glänzend verdienen konnten jetzt auch eher in der Lage sind, einen Teil der „Mehreinnahmen“ an ihre Beschäftigten weiterzugeben als diejenigen, denen deswegen ein Großteil ihrer Einnahmen weggebrochen ist.“

Das ist keine Speziallogik „eines rein geldgesteuerten Wirtschaftssystems“, sondern das ist Logik schlechthin:
Wer viel Geld hat, kann viel zahlen.
Wer wenig oder gar kein Geld hat kann nur wenig oder gar nichts zahlen.
Ist das für Sie nicht einleuchtend?
Für mich schon.

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