Ihre Meinung zu: Amazonas-Gebiet: Höchste Zahl an Bränden seit 14 Jahren

2. Juli 2021 - 17:36 Uhr

Im brasilianischen Amazonas-Gebiet haben im Juni mehr als 2300 Waldbrände gewütet - so viele wie seit 14 Jahren nicht mehr. Umweltschützer geben Präsident Bolsonaro die Schuld an der Katastrophe.

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Kommentare

„Ob Brasilien tatsächlich seine Bemühungen gegen die Zerstörung erhöht, ist fraglich“

Dass er das NICHT tun wird ist, nicht zur fraglich, sondern darf als sicher angenommen werden.

„Präsident Jair Bolsonaro gilt als Befürworter der wirtschaftlichen Ausbeutung des Amazonas-Gebiets. Er geriet wegen verheerender Brände wiederholt heftig in die Kritik. Ihm wird vorgeworfen, die Zerstörung in Kauf zu nehmen, um neue Flächen für Landwirtschaft, Viehzucht und Bergbau zu erschließen“

Sagen wir es deutlich: Er wird, solange er sich mit deren Unterstützung an der Macht halten kann, mit seinen Gesinnungsgenossen auch weiterhin die globale „Wetterküche“ und damit einen elementaren Teil der Existenzgrundlage der Menschheit „Regenwald“ in Geld „verwandeln“ bzw. in Rauch aufgehen lassen.

Die Folgen daraus sieht man

Die Folgen daraus sieht man jetzt wieder in Kanada. WIe lange will die Welt diesem Wahnsinn noch zu schauen? Es wird allerhöchste Zeit, dass den irren Bolcenaros und ihren Cliquen endlich das Handwerk gelegt wird, die Lungen und Wasserkreisläufe der Welt zu zerstören, bevor das Weltklima noch mehr abstürzt. Aber bisher verfolgt man da lieber ein paar Dieselfahrer in Deutschland. Wie lange wollen wir dieses Idiotenspiel hier noch betreiben und wann werden unsere Dauerdemonstranten endlich wach und demonstrieren dort, wo wirklich unser Klima zerstört wird? Oder ist das ganze für die nur interessant, wenn sie hier “demonstrieren“ können?

@ Desinteresse21. 18:19

"Kann man dem Bolsonaro nicht mal richtig auf die Finger klopfen. Das Amazonasgebiet ist existenziell für unser Leben. Wenn dass und weitere Lebensräume weiter abgeholzt werden, brauchen wir auch keinen Klimaschutz mehr zu betreiben.
Der Typ soll sich darauf konzentrieren, die Corona-Krise in seinem Land zu bekämpfen. "

Bolsenaro ist ja kein Einzelkämpfer, welcher morgens aus dem Bett steigt und überlegt - was mach ich denn heute mal so.

Er vertritt die Reichen und Mächtigen im Land. Seine Wählerschaft. Großgrundbesitzer und Industrielle. Regenwald ist cash. Umweltschutz verringert cash. Brandrodung erschließt "unerwartet" neue Anbauflächen für Monokulturen. Solange er mehrheitlich gewählt ist, hilft Fingerklopfen nix. Das Volk müsste ihn abwählen...

17:57 von Nettie

«… auch weiterhin die globale „Wetterküche“ und damit einen elementaren Teil der Existenzgrundlage der Menschheit „Regenwald“ in Geld „verwandeln“ bzw. in Rauch aufgehen lassen.»

Einst war es ein schleichendes Desaster.
Nun hat es Galoppieren gelernt.

Fast resignierend trotz grundsätzlich positiver Einstellung muss man quasi froh sein, dass die Demokratische Republik Kongo ein so desolat geführtes Land ist, mit dem Regenwald im Kongobecken nicht noch das gleiche geschieht wie mit dem im Amazonasbecken.

Ich war einmal in meinem Leben in einem ganz kleinen Randteil der Amazonasregion. In dem Teil dieses Tieflands, der zu Ecuador gehört.
Eine Woche Zauber und Magie aus einer anderen Welt.

Wir sind durch Wälder gewandert, mit Kanus gefahren.
Man wird klein & leise, andächtig & ehrfürchtig.
Wenn man so etwas Faszinierendes erleben darf.
Darf … nicht kann.

Alle Regenwälder sind Geschenke der Götter.
Und es tut in der Seele weh.
Von ihnen zu hören & zu sehen, wie sehr sie leiden !

@Kambrium2

Sollen sie etwa nach Brasilien zum Demonstrieren fliegen?
Ihrer Argumentation nach heißt das: Lassen wir alles wie es ist!
Die anderen sind ja sooo böse.
Ein Echtes Totschlagstatemt.
Übrigens, wo werden Dieselfahrer verfolgt?
In unserer furchtbaren Diktatur?
Und wenn sie dann gefangen sind, was dann?
Vielleicht Knast?
Warum wird denn das Amazonasgebiet zerstört?
Weil WIR Geschäfte mit Brasilien machen!
Seien wir froh, dass die Jugend unseren Lebensstil kritisch hinterfragt.
Vielleicht hilft es der Menschheit doch noch.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Dürfen wir wirklich auf andere zeigen?

Aus europäischer Sicht mag Brasilien der Buchmann sein. Aber dürfen wir Europäer anderen Kontinenten verwehren, was wir schon hinter uns haben und worauf sich unser Wohlstand gründet. Europa ist einmal genauso bewaldet gewesen wie Südamerika. Wir haben es abgeholzt und daraus Städte und Schiffe gebaut. Wir nennen unsere Landschaft nun beschönigend Kulturlandschaft. In Wirklichkeit haben wir es Mal genauso gemacht, wie jetzt die Brasilianer. Nur eben lange her. Das macht das ganze nicht besser. Aber so ganz mit der Moralkeule sollten wir nicht argumentieren. Es sei den wir forsten wieder auf und fahren Landwirtschaft und Städtebau zurück. Das ist wohl kaum realistisch.

18:10 von Kambrium2

WIe lange will die Welt diesem Wahnsinn noch zu schauen? Es wird allerhöchste Zeit, dass den irren Bolcenaros und ihren Cliquen endlich das Handwerk gelegt wird, die Lungen und Wasserkreisläufe der Welt zu zerstören, bevor das Weltklima noch mehr abstürzt. Aber bisher verfolgt man da lieber ein paar Dieselfahrer in Deutschland. Wie lange wollen wir dieses Idiotenspiel hier noch betreiben und wann werden unsere Dauerdemonstranten endlich wach und demonstrieren dort, wo wirklich unser Klima zerstört wird? Oder ist das ganze für die nur interessant, wenn sie hier “demonstrieren“ können?"

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Ich kann in Ihrem ganzen Beitrag keine einzige Idee erkennen, die Sie haben, wie man das stoppen soll.

Stattdessen unterstellen Sie anderen irgendetwas Bösartiges.

Machen Sie mal einen Vorschlag, wie man
Bolzanora "das Handwerk legen" kann.

Wenn Sie behaupten, dass die ganze Welt zuschaut, dann sind Sie selber ein Teil dieser Welt.

Dass sie die anderen anklagen, ist billige Masche. SIE sind dran.

@ Kambium

Aber bisher verfolgt man da lieber ein paar Dieselfahrer in Deutschland.

Versteh ich nicht. Womit verfolgt man die?

@ Kambium

Warum wollen Sie anderen Menschen vorschreiben, wo sie demonstrieren sollen?

18:59 von haggis63

@Kambrium2

"Warum wird denn das Amazonasgebiet zerstört?
Weil WIR Geschäfte mit Brasilien machen!
Seien wir froh, dass die Jugend unseren Lebensstil kritisch hinterfragt.
Vielleicht hilft es der Menschheit doch noch.
Die Hoffnung stirbt zuletzt."

.-.-.

Heilsame Worte. Danke.

19:13, passdscho

>>Dürfen wir wirklich auf andere zeigen?
Aus europäischer Sicht mag Brasilien der Buchmann sein. Aber dürfen wir Europäer anderen Kontinenten verwehren, was wir schon hinter uns haben und worauf sich unser Wohlstand gründet. Europa ist einmal genauso bewaldet gewesen wie Südamerika. Wir haben es abgeholzt und daraus Städte und Schiffe gebaut. Wir nennen unsere Landschaft nun beschönigend Kulturlandschaft. In Wirklichkeit haben wir es Mal genauso gemacht, wie jetzt die Brasilianer. Nur eben lange her. Das macht das ganze nicht besser. Aber so ganz mit der Moralkeule sollten wir nicht argumentieren. Es sei den wir forsten wieder auf und fahren Landwirtschaft und Städtebau zurück. Das ist wohl kaum realistisch.<<

Sie mißverstehen da etwas.

Nicht „wir“ sind hier gefragt, sondern die Weltgemeinschaft. Denn die Zerstörung des Regenwaldes hat schwerste globale Auswirkungen.

Wir sind eine einzige Menschheit auf einem einzigen Planeten. „Wir“ und „die anderen“ bringt uns nicht weiter.

19:13 von passdscho

"Aus europäischer Sicht mag Brasilien der Buchmann sein. Aber dürfen wir Europäer anderen Kontinenten verwehren, was wir schon hinter uns haben"

,.,.,

Wer ist denn jetzt "wir"?

Ich bestimmt nicht, ich hab da noch nicht gelebt.
Und Sie mit Sicherheit auch nicht.

Insofern darf ich - als Mensch, als Individuum - mit dafür sorgen, dass Sünden der Vergangenheit sich nicht wiederholen.

Streifen Sie bitte Ihr nationalistisches Denken ab; es spielt keine Rolle, wo ein Mensch geboren ist.

Jedes Individuum dieser Welt ist mit verantwortlich für diese Welt.

19:13 von passdscho

«Aus europäischer Sicht mag Brasilien der Buchmann sein …
Aber so ganz mit der Moralkeule sollten wir nicht argumentieren. Es sei den wir forsten wieder auf und fahren Landwirtschaft und Städtebau zurück.»

Es gibt die zwei großen Regenwälder dieser Erde.
Der größte im Amazonasbecken, der zweitgrößte im Kongobecken.

Die Tropischen Regenwälder sind einzigartig.
Mit einzigartger Bedeutug für das Klimageschehen auf der Erde.
Ist der Primärwald der Tropen erst mal weg.
Dann kommt er niemals wieder. Never ever.
Das sind keine Wälder wie irgendein Wald.

Auch in Brasilien ist keinewegs einheitliche Zustimmung zu dem, was am Amazonas geschieht. Das hört sich dann immer so an, wenn mal wieder wer schreibt, "Brasilien" solle nicht "der Buhmann" sein.

Wer denkt hier nationalistisch? Sie verlangen von einer anderen Nation auf etwas zu verzichten, um selbst gut leben zu können. Genauso gut, wie wir (die Industrienationen) verlangen, dass Brasilien seine Wälder stehen lässt könnte die Welt von Europa verlangen Bäume anzupflanzen. Auch die Wälder Europas waren mal einzigartig, ebenso die trockengelegte Sumpflandschaften (z.B. in Brandenburg). Ich sage ja nicht das die Forderungen unberechtigt sind aber die Forderungen bedürfen eines Interessenausgleichs und nicht einer scheinbaren moralischen Überlegenheit.

 um 19:13 von passdscho

Das Problem ist, das der Regenwald nicht ohne Grund als Lunge der Erde bezeichnet wird und wenn der erstmal komplett zerstört ist, können wir hier soviel Klimaschutz betreiben wie wir wollen, aber das ohne Erfolg. Außerdem wird mit der Abholzung der Lebensraum vieler indigener Völker zerstört.
Anstatt nur Klimaschutz zu predigen und zweifelhafte Maßnahmen umzusetzen, sollten die Politiker (nicht nur die Deutschen) dem Bolsonaro lieber mal auf die "Finger hauen" und z.B. wirtschaftliche Sanktionen verhängen, wenn er den Regenwald weiter so zerstören lässt. Wäre auch eine Maßnahme gegen den Klimawandel.

@schabernack, 18:49

„Einst war es ein schleichendes Desaster.
Nun hat es Galoppieren gelernt“

Treffende Formulierung. Auch ich liebe dieses wunderschöne Land und seine Menschen (habe dort den größten Teil meiner Kindheit verbracht, meine jüngere Schwester ist dort geboren) und kann die täglichen Nachrichten über die mutwillige Zerstörung seiner Natur und der Existenzgrundlage und der Basis der Lebensfreude seiner meist hart arbeitenden „ganz normalen Bürger“ kaum noch ertragen. Und erst recht hätte ich mir niemals vorstellen können, dass ausgerechnet dieses Land einmal von einem Faschisten regiert wird, der in Pandemiezeiten das Leben großer Teile der Bevölkerung seines Landes (nicht zuletzt auch das seiner Ureinwohner, den Índios, die für „wirtschaftliche Nutzung erschlossenen“ Gebieten leben und der Übermacht von Regierungsvertretern wie eingeschleppten Krankheitserregern mangels medizinischer Infrastruktur regelrecht ausgeliefert sind) „Wirtschaftsinteressen“ opfert. Der Kapitalismus macht‘s möglich.

20:41, morgentau19

>>Zurzeit sind viele auf dem Klimarettungstrip und setzen auf E-Autos, Windräder, Solarenergie etc. Aber sie erkennen noch nicht, dass all diese Maßnahmen - hier werden seltene Metalle und Minerale benötigt, die wir den Böden abringen- , mit gesundheitlichen Folgen für Mensch, aber auch den Planeten genauso belasten- wenn nicht sogar noch mehr.<<

All das, was Sie aufzählen, trägt nicht zur Erhöhung, sondern zur Verminderung des CO2-Ausstoßes bei. Und der ist das Hauptproblem für unseren Planeten.

>>Europa, Amerika (Nord/Süd), Asiens - besonders China- haben einen unglaublich hoher Energiehunger.<<

Selbstverständlich. Und auch der Rest der Welt wird immer energiehungriger. Umso mehr Grund, auf nichtfossile Energie zu setzen. Man muss keine Kohle, kein Gas und kein Öl verbrennen, um den Energiebedarf der Menschheit zu decken. Autos, Flugzeuge, Industrie, Rechenzentren, alles lässt sich mit erneuerbarer Energie betreiben und niemand muss sich einschränken. Es muss aber angepackt werden

20:17, passdscho

>>Ich sage ja nicht das die Forderungen unberechtigt sind aber die Forderungen bedürfen eines Interessenausgleichs und nicht einer scheinbaren moralischen Überlegenheit.<<

Außer Ihnen redet niemand von moralischer Überlegenheit Brasilien gegenüber.

Was nichts daran ändert, daß ich Herrn Bolsonaro für einen Menschen mit höchst flexibler Moral halte. Aber ich setze ihn nicht mit der Nation, deren Chef er momentan und hoffentlich nicht mehr lange ist, gleich. Solche wie ihn gibts überall.

20:17, passdscho

>>19:29 von Sausevind, @19:26 von fathaland slim, @20:07 von schab
Wer denkt hier nationalistisch? Sie verlangen von einer anderen Nation auf etwas zu verzichten, um selbst gut leben zu können.<<

Nein, das tun „wir“ nicht. Ich schreibe es noch einmal: Die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes hat weltweite Auswirkungen. „Wir“, also die Europäer, sind davon weniger betroffen als viele andere Länder dieser Erde. Und niemand verlangt von der Nation Brasilien, auf etwas zu verzichten. Die Nation Brasilien zerstört den Regenwald nicht, sondern ein gewisser Herr Bolsonaro und die eng umrissene Interessengruppe, die er vertritt, also Großindustrie und Großagrarier, tun dies. Und entziehen damit unter anderem auch den brasilianischen Ureinwohnern, die im und vom Regenwald leben, die Lebensgrundlage.

Meinen Sie wirklich, daß jemand wie ich da den Mund zu halten hat, weil ja in meinem Land vor Jahrhunderten entfernt ähnliches passiert ist?

20:17 von passdscho / u.a. @20:07 von schabernack

«Wer denkt hier nationalistisch?»

Ich ganz sicherlich doppelt & dreifach nicht.

«Sie verlangen von einer anderen Nation auf etwas zu verzichten,
um selbst gut leben zu können.»

Von der Nation BRA verlange ich gar nichts. Von den Nationen führenden Politikern verlange ich immer was anderes als rein nationalistisches Gedankengut wie bei Senhor Bolsonaro.

Selbst wenn man meinem international gedachten Ansatz folgen würde, BRA als Staat Kompensation in Finanzmitteln, Technologie, anderer Art von Unterstützung anzubieten. Damit man sorgsam + vorsichtig mit dem Schatz der Menschheit Amazonas umgeht. Das weist er zurück als "Einmischung + Bevormundung". Was er bereits mehrmals tat alleine bei dem Versuch dazu. Das ist nationalistisch.

Amazonas liegt in BRA. Dort hat den Amazonas niemand hingezaubert.
Der ist einfach nun mal so da … und nicht woanders.

That's it all said. Die Verantwortung liegt in 1. Linie bei Staatspräsident + Regierung in BRA. Dem kann man sich nicht entziehen

Passdscho hat da schon einen

Passdscho hat da schon einen valid Point angesprochen. Gab es nicht einmal sogar eine Vereinbarung, dass für das Stehenlassen tropischen Regenwalds ein finanzieller Ausgleich gezahlt wurde ?

Am 02. Juli 2021 um 18:45 von Opa Klaus

" Solange er mehrheitlich gewählt ist, hilft Fingerklopfen nix. Das Volk müsste ihn abwählen... "

Bleibt dann noch die Frage, ob der nächste es dann besser macht, das weiß man nämlich nicht, das ist auch ein Problem.

Es ist ganz einfach so

Entweder wir schaffen es gemeinsam diese Probleme zu lösen.
Oder wir gehen gemeinsam unter.

Zugegeben

Ich war noch nie in Brasilien,oder sonst wo im Regenwald.
Trotzdem tuen mir die Bilder mit den brennenden Wäldern wirklich weh.
Nebenbei,auch in Kanada,also in Nordamerika ist es im Moment außergewöhnlich heiß und brennen die Wälder.

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