Ihre Meinung zu: Tote und viele Verletzte nach Tornado in Tschechien

25. Juni 2021 - 8:38 Uhr

Es sind Bilder, wie man sie sonst eher aus Nordamerika kennt: Ein schweres Unwetter hat in Tschechien eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens drei Menschen starben, mehr als 200 wurden verletzt.

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Kommentare

Tendenz erschreckend

So selten sind Tornados in Europa nicht, wie man meinen könnte.
Stärke und Häufigkeit nehmen jedoch zu. Keine schöne Entwicklung.

Klimawandel schickt Grüße

Solche Ereignisse werden zunehmen und wenn nicht endlich mit voller Kraft gegengesteuert wird, war es das auf diesem Planeten.

Früher gab es mal eine kleine Windhose, heute kommt ein ausgewachsener Tornado auf uns zu. Wann zieht der erste Hurricane kommend von Spanien die Nordsee hoch?

Daran werden wir uns gewöhnen

Daran werden wir uns gewöhnen müssen, das ist die Kehrseite der schönen heißen Sommer. Ich habe einmal einen Hurrikan in der Karibik miterlebt, obwohl ich in Norddeutschland lebe und immer dachte ich bin Sturmfest, muss ich gestehen sowas habe ich noch nie erlebt. Spontan sind mir da die Worte derer eingefallen wenn wieder mal von verehrenden Stürmen in der Karibik oder den USA berichtet wurde, "solln sie sich doch festere Häuser bauen". Glaubt mir solch einen Sturm würden auch in Deutschland die wenigsten Häuser heil überstehen.

Tornado in Tschechien

Solange man Bolsonaro in Brasilien nicht aufhält, die grüne Lunge unseres Planeten weiter zu zerstören, solange China (30% des CO2-Ausstoßes), USA (17%), Russland, Indien usw. MINDESTENS ähnlich einschneidende Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen, sind Deutschlands Bemühungen, wegen unserer 2% klimaneutral zu werden LÄCHERLICH.
Wir werden uns leider überall in Europa auf extreme Wetterlagen einstellen müssen.

Meine Mutter hat bereits von Windhosen ...

.. und kleinen Tornados im Hochsommer berichtet ... so um 1940 +/- ... In Westpreußen.
Ganze Felder mit Getreide sollen denen zum Opfer gefallen sein, die hätten wie gepflügt ausgesehen. Auch Baumkronen hätten "wie gerupft" dagestanden.
Das scheint also nicht unbedingt soo neu in europäischen Breiten zu sein, wie manch anderes Wetterphänomen auch.
Das wir dann flächendeckend Kenntnis davon erhalten, ist den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu verdanken.
Ebenso konnte mein Großvater von WK 1 von lange anhaltenden Regenfällen zw. 1914 und 17 berichten. Diese hätten über Wochen die Schützgräben knietief und höher unter Wasser gesetzt. Man wäre mit dem Schöpfen nicht hinterher gekommen und habe entsprechend ständig im Wasser gestanden. Bei vielen wären Gliedmaßen angefangen zu faulen.
In wie weit da schon Umwelteinflüsse zum Tragen kamen, kann ich nicht beurteilen; vieles scheint aber garnicht soo neu zu sein. Wir haben demgegenüber vielleicht eine andere Wahrnehmung entwickelt.

„Tornado wütet in Tschechien“

Tornados kommen öfter vor. Wenn auch bislang eher selten in Europa (siehe „Es sind Bilder, wie man sie sonst eher aus Nordamerika kennt“). Sie sind trotzdem jedesmal (und überall) für die Betroffenen - und natürlich besonders für die Angehörigen der Opfer, die jetzt hoffentlich auf den Beistand und die Unterstützung ihrer Mitmenschen zählen können - ein traumatisches Erlebnis.

@V.Scho um 09:59

Ihre Betreffzeile „Klimawandel schickt Grüße“ ist angesichts dessen, was da passiert ist, nur noch als zynisch zu bewerten; sprechen Sie lieber Ihr Beileid an die Hinterbliebenen der Opfer aus.

Dass solche Ereignisse zunehmen werden, kann schon sein. Ob nun gerade dieser Tornado dem Klimawandel geschuldet ist, glaube ich nicht. Auch hier in Bayern gab es Unwetter, und die gab es auch schon vor Jahrzehnten - immer halt dann, wenn die Wetterlage dies ermöglicht.
Meine Schwester wohnt in den USA, auch mal in Oklahoma, und da sind Tornados fast „an der Tagesordnung“ - da spricht niemand vom Klimawandel als Ursache dieser Windhosen.
Dass mit voller Kraft dem Klimawandel gegengesteuert werden muss, ist auch meine Meinung; nur wie das zu machen ist, da gehen die Meinungen doch weit auseinander; da muss m. E. auch auf die (finanzielle) Belastbarkeit der Menschen Rücksicht genommen werden!

Auf Kommentar antworten

Am 25. Juni 2021 um 09:59 von V.Scho

Klimawandel schickt Grüße...

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Schon mach den lesen des Berichts war mir schon klar das in den folgenden Kommentaren das Wort Klimawandel als Grund auftauchen wird... Aber das es schon gleich der zweite Kommentar war, zeigt ja, inwieweit dieses Thema von der Bevölkerung ernstgenommen wird. Aber sind Sie auch zum gegensteuern bereit ? Mit allen Konsequenzen ?

14:26, Wolf1905

>> Ob nun gerade dieser Tornado dem Klimawandel geschuldet ist, glaube ich nicht. Auch hier in Bayern gab es Unwetter, und die gab es auch schon vor Jahrzehnten - immer halt dann, wenn die Wetterlage dies ermöglicht.
Meine Schwester wohnt in den USA, auch mal in Oklahoma, und da sind Tornados fast „an der Tagesordnung“ - da spricht niemand vom Klimawandel als Ursache dieser Windhosen.<<

Ja, da führt niemand die Tornados auf den Klimawandel zurück. Weil es die da, im Gegensatz zu Bayern, schon immer gab. Warum, das ist gut erforscht.

In Bayern gab es immer schon Unwetter, da haben Sie natürlich Recht.

Hier geht es aber um Tornados.

@Wolf1905 - 14:26

"Dass mit voller Kraft dem Klimawandel gegengesteuert werden muss, ist auch meine Meinung; nur wie das zu machen ist, da gehen die Meinungen doch weit auseinander; da muss m. E. auch auf die (finanzielle) Belastbarkeit der Menschen Rücksicht genommen werden!"

Dann machen Sie mal Vorschläge, wie die Wetterextreme im Klimawandel billig bleiben können.

Weil Sie die Tornados in den USA zur "Tagesordnung" erklären weiß ich nur, dass deren Häufigkeit zugenommen hat und die Versicherungen dort ständig höhere Beiträge verlangen. Wer das nicht zahlen kann, für den wird's bestimmt nicht billig.

Möglicherweise...

.. ist der Klimawandel und die damit verbundene kontinentale Verschiebung der Klimazonen für solche Erscheinungen mit ausschlaggebend. Auszuschließen ist es nicht. Solche gewaltigen Veränderungen passieren aber nicht von heute auf morgen. Veränderungen des Klimas wurden demnach bereits vor mehreren Jahrzehnten angestoßen. Kann auch an der zunehmenden Industrialisierung gerade in asiatischen Ländern mit exorbitant gestiegenem Energieverbrauch liegen.

Fakt ist jedoch, dass es hierfür keine Reset-Taste gibt, welche diese Entwicklung stoppen könnte. Abmilderung wäre möglich, jedoch nur, wenn es auf Internationaler Ebene einen absoluten Konsens gibt. Dieser ist für mich nicht zu erkennen. Wir sollten lernen damit zu leben, dass die Natur uns zeigt, wer der Stärkere ist und uns auf extreme Wetterphänome einstellen.

Auf Kommentar antworten...

Am 25. Juni 2021 um 14:40 von fathaland slim

14:26, Wolf1905

In Bayern gab es immer schon Unwetter, da haben Sie natürlich Recht.

Hier geht es aber um Tornados.

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Auch in Europa gab es schon immer Tornados. Sie treten hier allerdings nicht sehr häufig und heftig auf wie im mittleren Westen der USA. Das liegt aber an den geologischen Gegebenheiten dort.
Kalte Polarluft aus den Norden trifft in Bodennähe auf warme Golfwärme.
Zum Glück haben wir in Europa die Alpen, die verhindern das beide Luftströhme Aufeinandertreffen...
Ab und zu kommt es allerdings auch hier zu solchen Wetterkapriolen...

@Wanderfalke um 15:05

Sie schreiben mir „Dann machen Sie mal Vorschläge, wie die Wetterextreme im Klimawandel billig bleiben können.“
Die Wetterextreme bzw. deren verheerende Auswirkungen sind nie „billig“ gewesen und werden insgesamt teurer werden. Dass diejenigen, die solche Versicherungen benötigen, immer höhere Policen zu bezahlen haben, ist auch klar - die Versicherungen werden ebenfalls mehr zu bezahlen haben und holen sich das Geld über höhere Policen wieder rein.
Mein Post war vielleicht missverständlich ausgedrückt: ich meine, dass gegen den Klimawandel vorgegangen werden muss, aber man muss auch die finanzielle Machbarkeit bzw. die finanziellen Belastungen für die Menschen berücksichtigen. Aber klar, letzten Endes werden die zu ergreifenden Maßnahmen alle Menschen finanziell belasten.
Ich hoffe, so kommt meine Meinung klarer rüber.

10:01 von pemiku

einschneidende Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen, sind Deutschlands Bemühungen, wegen unserer 2% klimaneutral zu werden LÄCHERLICH.
.
Lächerlich ?

es ist lächerlich dass wir glauben was zu tun zu können
nicht wegen unserer 2 % sondern gegen den Trend
dass das CO2 seit 1990 um 60 % zugenommen hat
in Zahlen das 16 fache zugenommen hat was wir überhaupt verbrauchen

14:26 von Wolf1905

«Dass solche Ereignisse zunehmen werden, kann schon sein. Ob nun gerade dieser Tornado dem Klimawandel geschuldet ist, glaube ich nicht … Meine Schwester wohnt in den USA, auch mal in Oklahoma, und da sind Tornados fast „an der Tagesordnung“ - da spricht niemand vom Klimawandel als Ursache dieser Windhosen.»

Der Mittlere Westen der USA Great Plains ist weltweit auch die Region, deren geographisch-topograpgischen Gegebenheiten die Entstehung von Tornados mehr begünstigt als irgendwo sonst.

Golf von Mexiko - warmes Wasser.
The Plains - weite Ebenen.
Keine Gebirgszüge in Ost-West-Richtung.
Winde mit viel Luftfeuchtigkeit können vom Golf ohne Hindernis nach Norden vordringen.

Hohe Luftfeuchtigkeit plus deutliche Temperaturunterschiede von Luftmassen erzeugen immer physikalisch mächtige Phänomene im Bestreben von Ausgleich der Gegensätze als physikalisches Grundprinzip.

Mehr Gegensätze in der Atmosphäre begünstigen alle gewalttätigen Wetterereignisse wie Tornado, Hurricane, Taifun.

Die stärksten Tornados, die es in Deutschland gab

waren der Tornado in Hainichen im Jahr 1800 und der Tornado 1764 in Woldegk.

@Wolf1905 - 15:26

"Mein Post war vielleicht missverständlich ausgedrückt: ich meine, dass gegen den Klimawandel vorgegangen werden muss, aber man muss auch die finanzielle Machbarkeit bzw. die finanziellen Belastungen für die Menschen berücksichtigen."

Klar, das verstehe ich auch. Eine gerechte Kostenverteilung der Maßnahmen wird letztlich deren Akzeptanz fördern.

Wir sollten uns nur darüber im Klaren sein, dass dort, wo wir uns heute bei den Klimabelastungen knauserig und leichtsinnig zeigen, die Generationen nach uns die Zeche doppelt und dreifach zahlen werden.
Und dass denen das bewusst ist, macht die gegenwärtige Konfliktlinie ziemlich deutlich.

@Sisyphos3

"Es ist lächerlich dass wir glauben was zu tun zu können
nicht wegen unserer 2 % sondern gegen den Trend
dass das CO2 seit 1990 um 60 % zugenommen hat
in Zahlen das 16 fache zugenommen hat was wir überhaupt verbrauchen"

Nein, es ist nicht lächerlich.
Kennen Sie vielleicht das Beispiel, wonach die Erde in 50 Regionen aufgeteilt ist, in denen jeweils 2% der Treibhausgasausstöße anfallen? Das sollte man wirklich mal veröffentlichen, dann wäre nämlich deutlich ersichtlich, wo der meiste Dreck produziert wird.
Zurück zum Beispiel: alle würden sagen, wir sind ja nur für 2% verantwortlich, wenn wir etwas tun, bringt es eh nichts. Also tut keiner etwas und es ändert sich erst recht nichts...
Dass endlich nach mehr als 50 Jahren ernsthaft etwas unternommen werden muss, sollte jedem klar sein, erst recht nach dem vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Vorbericht des Weltklimarats.

Und nochmal, zum wiederholten Male: niemand glaubt, dass D alleine "das Klima retten" kann.

Tornadohäufigkeit

Die Region mit der höchsten Tornadodichte in Relation zu seiner Größe ist -wer hätts gedacht- Großbritannien. Von dort über die Norddeutsche Tiefebene bis weit hinein nach Polen ist natürliches Tornadogebiet. Durch unser zu groß geratenes Bauernkaff alleine sind in den letzten 10 Jahren zwei Tornados durchgefegt. Durch 2 Nachbargemeinden in 25 km Umkreis ebenfalls. Also garnicht mal so selten. In den USA begünstigt die Geologie, wie manche schon schrieben, die Entstehung von riesigen Superzellen, gerade an der Kante der Great Plains, wo die feuchtwarme Luft nach oben auf die Hochebene "gezwungen" wird und dort die trockene kalte Luftschicht wie mit Anlauf durchstößt und auf Scherwinde trifft. Alle Zutaten für die Mesozyklone sind im Topf und es kann angerührt werden. Ist bei uns so ähnlich nur das die feuchtwarme Luft über den Golfstrom kommt und dann auf Polarluft aus Nordosten trifft, allerdings ohne den Beschleuniger einer Kontinentalerhöhung. Gruß, KongoMüller

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