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Drittel ?

"... Mehr als zwei Drittel der Arbeitenden im Rentenalter lebt hauptsächlich von dieser Erwerbsarbeit. Für knapp zwei Drittel stellt der Job lediglich einen Zuverdienst zur Rente dar. ..."

Ich komme mit den Dritteln nicht ganz klar.

„Immer mehr Menschen arbeiten im Alter“

Wenn sie es gerne bzw. freiwillig tun: Umso besser. Wenn gezwungenermaßen bzw. aus finanziellen Gründen, nicht.

>>Besonders Selbstständige

>>Besonders Selbstständige bleiben überdurchschnittlich oft im Job.<<

Die haben alle viel Spaß an ihrer Arbeit.

>>Eine Erhöhung der Beitragssätze auf Seiten der Arbeitnehmer erwartet die Deutsche Rentenversicherung erst für das Jahr 2023. Dann könnte eine Anhebung des Beitragssatzes auf 18,7 Prozent erforderlich werden, so die Vorsitzende der Deutschen Rentenversicherung<<

Dann wird eine weitere Gruppe im Alter mehr Spaß an der Arbeit haben!

so kann man sich die Welt auch schönreden

Es wird korrekt sein, dass gerade Hochqualifizierte mit Tätigkeiten ohne große körperliche Belastung weit über das Renteneintrittsalter hinaus arbeiten. Es ist ebenfalls richtig, dass viele Selbständige ihre Unternehmen auch im höheren Alter weiterführen.
Was allerdings komplett "vergessen" worden ist aufzuführen - dass sind die Menschen, die aus Geldnot arbeiten müssten, bis sie sterben.
Und dieser Prozentsatz wird immer größter, selbst das Öffentlich-Rechtliche hat dazu sehr gute Dokus.
Wenn 70-jährige als Zeitungszusteller, als Hilfskräfte in der Industrie arbeiten müssen, um z.B. ihre Wohnung halten zu können, um im Winter heizen zu können, dann ist das ein Armutszeugnis für dieses Land.
Doch darüber wird leider nichts berichtet, heile heile Welt in Deutschland. Es passt ja auch nichts ins Bild der Kanzlerschaft Merkel, wo alles so sehr toll und erfolgreich war und Deutschland ein Land geworden ist, in dem alle gut und gern leben - nur leider nicht die Armen und Alten.

Arbeiten kann ...

... auch im Alter Spaß machen. Ich gehe auf die 70 zu und könnte mir nicht vorstellen nur zuhause rum zu sitzen und Forenkommentare zu verzapfen, die sich über die Regierung und die Rente beschweren.

Statistisches Bundesamt: Immer mehr Menschen arbeiten im Alter..

Hier wirken die Rentenreformen (Rürup, Raffelhüschen). Nach der Bundesagentur für Arbeit waren es 2019 1,29 Millionen Menschen, die über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiteten. Im Durchschnitt bekamen Rentner 2019 1,186, 74 Euro im Monat. Rentnerinnen nur 764,27 Euro.
Neurentner (erstmalige Rentenbezieher) bekamen im Jahre 2020 im Durchschnitt 989 Euro im Monat. Daher der wirtschaftliche Zwang auch im Alter zu arbeiten. Auch ein Ergebnis der Fragmentierung der Arbeitswelt. Mancher kommt aus Teilzeit, Leiharbeit oder dem Niedriglohnsektor in die Rente.

@Moderation

Im Artikel: «Mehr als zwei Drittel der Arbeitenden im Rentenalter lebt hauptsächlich von dieser Erwerbsarbeit. Für knapp zwei Drittel stellt der Job lediglich einen Zuverdienst zur Rente dar.»

Eines dieser beiden 2/3 kann eigentlich nicht zutreffend sein.

Die Elite?

„Ein möglicher Grund dafür: Viele von ihnen haben in ihrem Erwerbsleben nur eine unzureichende private Altersvorsorge angelegt.“
Hochqualifiziert, aber zu dumm sich anständig zu versichern?
Und zum sparen hat es auch nicht gereicht?
Auch in solchen Fällen könnte eine auskömmliche Mindestrente, ca 1500€ netto, für jeden hilfreich sein. Unabhängig von der Menge des eingezahlten Geldes.
Das muß ein Service für jeden Bürger sein.
Am anderen Ende muß dann natürlich auch eine Höchstrente von ca 2500€ netto stehen.
Wem das nicht reicht, kann sich privat zusatzversichern. Wer gut verdient, dürfte damit kein Problem haben.
Wichtig ist, dass die Beiträge für die Sozialversicherungen, nicht von Beitragsbemessungsgrenzen limitiert werden.
Im Gegenteil sollten die Beiträge ab einer bestimmten Gehaltshöhe ansteigen.
Es geht ja schließlich um Solidarität.

Am 24. Juni 2021 um 15:42 von morgentau19

>>Besonders Selbstständige bleiben überdurchschnittlich oft im Job.<<

Zitat: Die haben alle viel Spaß an ihrer Arbeit.

oder sie haben keine ausgiebige Altersversorgung.

Bei mir ist es eine Mischung aus beidem.

das wird noch schlimmer werden

Sollte sich mal jemand die Mühe machen, die Lebenssituation der heutigen Menschen unter 40 mit denen der die vor 30 Jahren unter 40 waren zu vergleichen... der wird düstere Ergebnisse erhalten.

Bezüglich Einkommen im vergleich zu den Lebenshaltungskosten.
Wie viele Jahresgehälter im Schnitt für eine Immobilie ausgegeben werden muss.
Wie viel Kinderbetreuung kostet.
Wie viel überhaupt noch in die Bildung investiert wird.

Alles sehr Düster

@Leipzigerin59 15:36, schabernack 15:58

Vielen Dank für Ihre Hinweise! Wir haben den Fehler korrigiert.

rer Truman Welt

Die zukünftige Inflationsrate wird ein signifikanter Accelerator beim zukünftigen Kaufkraftverlust der Renten sein. Die Löhne steigen mit Verzug und die Rente nochmals mit Verzug zu den Löhnen. Beide werden die Steigerungsraten der Inflation jedoch dann auch nicht annähernd schaffen zu kompensieren, so daß der reale Kaufkraftverlust addiert bis 2025 deutlich zweistellig sein wird. Erhebliche Teile derer, die ausschließlich von der gesetzlichen Rente leben und dann noch in Miete wohnen werden in die Armut driften, wenn sie nicht noch zusätzlich verdienen können. Das ist so absehbar wie der nächste Hitze-Sommer. Politiker, die anderes erzählen haben entweder keine Ahnung wovon sie wieder schwadronieren - was sehr oft der Fall ist - oder lügen ganz einfach.

Am 24. Juni 2021 um 15:56 von alte männer forum

Arbeiten kann ...

... auch im Alter Spaß machen. Ich gehe auf die 70 zu und könnte mir nicht vorstellen nur zuhause rum zu sitzen und Forenkommentare zu verzapfen, die sich über die Regierung und die Rente beschweren.
__
Da haben Sie vollkommen recht.
Hinzu kommt, dass die heutigen "Alten" selten mit den "Alten" von früher, also unseren Eltern/Grosseltern zu vergleichen sind. Die waren aufgrund ihrer Vita z.T. schon mit 60 J. gefühlt und äusserlich uralt, während die heute 60jährigen (Ausnahmen wg. Krankheit o.ä. ) meist mitten im Leben stehen und auch noch mehr als TV und Sofa machen wollen. Wir haben Bekannte in Rente, die sind so eingespannt, in Hobbies, Reisen, Ehrenamt, dass sie häufig sogar den Enkeldienst ablehnen, was ich durchaus nachvollziehen kann.

Ich habe seid meinem 16

Ich habe seid meinem 16 Lebensjahr ununterbrochen gearbeitet, in 3 Jahren gehe ich in Rente. Nach 50 Jahren Arbeit und Beitragszahlungen bleiben mir nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungen noch ca 1400 € Rente. Das reicht zwar zum überleben aber nicht zum leben. Deshalb werde ich als Rentner das tun was inzwischen viele tun, Deutschland verlassen.

Am 24. Juni 2021 um 16:03 von nie wieder spd

Wichtig ist, dass die Beiträge für die Sozialversicherungen, nicht von Beitragsbemessungsgrenzen limitiert werden.
Im Gegenteil sollten die Beiträge ab einer bestimmten Gehaltshöhe ansteigen.
Es geht ja schließlich um Solidarität.
__
Und wie wollen Sie das mit Ihrer Rentenidee für die Beamten machen ? Speziell für die, die schon viele Jahre im Beamtenstatus sind ?
Das ist nämlich die Crux.

Erwerbsarbeit ab 65. Lebensjahr

Ich kenne einen anderen Grund:
wenn Bürger viele Jahrzehnte bis zum Rentenalter keiner eigenen Erwerbstätigkeit nachgehen können, weil sie Mutter oder Vater bis zum Tod zu Hause pflegen. Denn selbst ausländische Pflegekräfte sind zu teuer - ab dem Urteil jetzt erst recht!
Von wegen die Pflegekräfte in den Heimen sind überlastet, die Familienangehörigen, die noch Ehre im Leib und Herz in der Brust besitzen, und auf Einkommen viele Jahre freiwillig verzichten - die sind überlastet!

15:37 von Nettie

«„Immer mehr Menschen arbeiten im Alter“.

«Wenn sie es gerne bzw. freiwillig tun: Umso besser. Wenn gezwungenermaßen bzw. aus finanziellen Gründen, nicht.»

Selbständige, die sich nicht zur Ruhe setzen, oder den Betrieb an Nacholger übergeben können, weil sie nur eine unzureichende Altersvorsorge haben, haben gar kein gutes Los gezogen. Das sind leider nicht wenige, da Selbsständige in DEU ja nicht in die Gesetzliche Renenkasse einzahlen müssen. Was zu viele dann auch nicht tun.

Ein weiteres gutes Argument dafür, solche Beitragszahungen auch für Selbständige verpflichtend zu machen. Ich kenne auch einige One-Person-Selfs aus den Bereichen Werbung / Messebau / TV-Kulissenbau, die kaum für das Alter vorgesorgt haben. Alle in etwa mein Alter Mitte 50. Früher machten sie sich wenige Gedanken darum.

Nun seit mit Corona wurde allen klar, im Alter wird es nicht anders sein mit Nicht-Arbeiten. Was die Erbauer schon seit längerem kaum noch können, da es kaum bis keine Jobs mehr gibt.

15:44, Kritikunerwünscht

>>Wenn 70-jährige als Zeitungszusteller, als Hilfskräfte in der Industrie arbeiten müssen, um z.B. ihre Wohnung halten zu können, um im Winter heizen zu können, dann ist das ein Armutszeugnis für dieses Land.<<

Ich habe eine Freundin in Berlin. Wir wurden beide aus demselben Haus zwangsgeräumt. Sie hat die siebzig lange überschritten, geht auf die achtzig zu, und arbeitet nach wie vor als Putzfrau.

Der Hauswirt, in der Szene früher als Millionenheinz bekannt, ist eine ehemalige Randfigur der linken Szene.

Der Fall ging durch die Presse, wofür wir „Mitmieter“ gesorgt haben:

„https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-neukoelln-raeumungsklage-wegen-einer-dunstabzugshaube/20803306.html“

Ich bin alles andere als ein rachsüchtiger Mensch, aber irgend etwas wird mir hier noch einfallen.

Wenigstens hat das Bezirksamt Neukölln den beiden eine neue Wohnung besorgt. In Marzahn, weit ab vom gewohnten sozialen Umfeld. Die Frau wurde im Haus geboren, schon die Großeltern lebten dort.

Auch den jetzigen Rentnern

Auch den jetzigen Rentnern wurde ein untaugliches Schneeballsystem angepriesen. Die werden arbeiten müssen, wie wir demnächst auch.
Aber wenn wir dann bis 70 malochen müssen, muss die Rente ja nur noch 2 Jahre reichen. Dann biste eh platt.

"Besonders häufig sind

"Besonders häufig sind Selbstständige über das Renteneintrittsalter hinaus berufstätig. 37 Prozent von ihnen führen ihr Geschäft noch nach dem 65. Geburtstag weiter. Ein möglicher Grund dafür: Viele von ihnen haben in ihrem Erwerbsleben nur eine unzureichende private Altersvorsorge angelegt."

Aber warum haben viele nur eine unzureichende private Altersvorsorge angelegt? - Weil sie es sich einfach nicht leisten konnten!!!
Ein weiterer Grund: Viele müssen noch Kredite abzahlen, die Aufgenommen wurden, als das "Geschäft noch lief"!.

Es kommt

darauf an, ob man muss, oder will.
Die meisten müssen, betrifft oft Selbständige die Jahre nicht gesteuert haben, kenne ich einige.
Oder die Gruppe die wenig verdient hat, und wo es keine Betriebsrenten gibt, das ist in bestimmten Bundesländern besonders ausgeprägt.
Einige wird es auch geben, denen ist einfach langweilig zu Hause, und haben kein Hobby, oder wollen das finanzieren.
Ich bin ja selber alt, und treffe mich ja deswegen meist mit alten, es gibt alle Gruppen, die größte braucht einfach das Geld, weil nur die Staatliche Rente vorhanden ist.

@ heribix

Ich habe seid meinem 16 Lebensjahr ununterbrochen gearbeitet, in 3 Jahren gehe ich in Rente. Nach 50 Jahren Arbeit und Beitragszahlungen bleiben mir nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungen noch ca 1400 € Rente.

Dann kann ich Ihnen im Vertrauen sagen, dass Sie unter der Steuergrenze liegen werden. Und welche Sozialversicherungen kennen Sie, die von Rentnern aufzubringen sind?

hat sich binnen zehn Jahren verdoppelt.

Das ist doch mal eine gute Nachricht der Politik die Schröder und Fischer mit der Besteuerung der Rentner eingeführt hat.

>>>Für knapp zwei Drittel stellt der Job lediglich einen Zuverdienst zur Rente dar.

Daran erkennt man vieviel Menschen die arbeit doch noch sehr viel Spass macht.

15:57, Bernd Kevesligeti

>>Hier wirken die Rentenreformen (Rürup, Raffelhüschen).<<

Und nicht zu vergessen der aus einem sozialdemokratischen Elternhaus stammende Hans-Werner Sinn, der marktradikale Vordenker der 90er Jahre. Der damals das unsägliche Ziel der „wünschenswerten Spreizung der Einkommen“, also die Absenkung der niedrigen und die Anhebung der höheren Löhne, in die Welt gesetzt hatte und dafür vom „Spiegel“ und dem Wirtschaftsredakteur der „Zeit“ und später der Süddeutschen, Nikolaus Piper, der ursprünglich vom „Vorwärts“ kam, heftig beklatscht wurde.

Ich habe seitdem nie wieder SPD gewählt und viele Jahre den Spiegel nicht mehr gelesen.

@ Meinung zu unse...

Die zukünftige Inflationsrate wird ein signifikanter Accelerator beim zukünftigen Kaufkraftverlust der Renten sein.

Signifikant bedeutet aussagekräftig, bedeutsam. Ihre Zukunftsprognose ist aber eine pessimistische Erwartung, die bestenfalls auf Hörensagen beruht, ohne jegliche Begründung oder Beleg.

Nur zur Erinnerung, 2002 wurde das Euro-Bargeld einführt. Die Inflationsängste von damals haben sich bis heute nicht bewahrheitet, die Inflation lag im gesamten Zeitraum bisher durchschnittlich etwas unter 2 Prozent.

Aha ...

wird gleich mal so nebenbei bemerkt, dass es für Rentner eine Nullrunde gibt.

"Für knapp zwei Drittel stellt der Job lediglich einen Zuverdienst zur Rente dar."

Für viele sicherlich ein notwendiges Zubrot (was der Regierung kein gutes Zeugnis ausstellt).

Ansonsten bin ich der Meinung, wem es Spaß macht soll arbeiten so lange er möchte. Nur leider ist nicht genügend Arbeit für alle da. Wer es finanziell nicht notwendig hat, sollte also Platz für andere machen, die noch Rente einzahlen müssen.

@ heribix

Ich beneide Sie um Ihre Rente. Sie werden soviel Rente bekommen, wie ich momentan pro Monat durch Arbeit erlöse.
Meine Rente wird dann allerdings nur bei einem Drittel dessen liegen, was Sie bekommen.

von fathaland slim 16:27

Und was macht der Vermieter heute ? Trägt er schon eine goldene Nase ? Wer wohnt denn jetzt in dem zwangsgeräumten und doch wahrscheinlich luxussanierten Haus ?

Ein Phänomen ist es aber auch, daß Menschen, die auch im Alter jede Arbeit machen müssen (ökonomischer Zwang), auch noch in der Mehrheit die Politik wählen, die dafür verantwortlich ist....

So geht es nicht weiter.

Es wird allerhöchste Zeit für eine auskömmliche Grundrente für alle. Steuerfinanziert. Einen Sockel, auf den dann gern das bisherige System obendrauf gesetzt werden kann. Im einzelnen ist dann noch zu regeln, inwiefern da was und in welcher Höhe angerechnet wird.

Es ist ein ungeheurer Skandal, daß in einem reichen Land wie unserem Menschen ihr Leben lang arbeiten und dann im Alter Flaschen sammeln und ähnliches.

Ich habe das große Glück, auf dieses kranke System nicht angewiesen zu sein und mich, wenn ich wollte, stressfrei zur Ruhe setzen könnte, mit meinen 65 Jahren. Ich will aber nicht, ich möchte weiterarbeiten. Und gerade heute kamen wieder drei Jobs rein, von denen ich zwei ablehnen musste, weil ich an diesen Terminen schon gebucht bin.

Eine ungeheure Gnade, so alt werden zu dürfen wie ich.

Eine Gnade, kein Verdienst. Sie erfüllt mich mit großer Demut.

16:04 von falsa demonstratio

«>>Besonders Selbstständige bleiben überdurchschnittlich oft im Job.<<
Zitat: Die haben alle viel Spaß an ihrer Arbeit.»

«oder sie haben keine ausgiebige Altersversorgung.
Bei mir ist es eine Mischung aus beidem.»

Ihr Beruf als Rechtsanwalt ist ja auch eher einer, der nicht durch hohe physische Belastung Arbeit in höherem Lebensalter sehr belastend macht. Ob die Zulassug vor Gericht bis max. Lebensalter (x) Jahre gültig ist, und dann automatisch erlischt, weiß ich gar nicht. Ich vermute aber nein.

Solange es Freude bereitet, und nicht nur die finanzielle Notwendigkeit bestimmt, ist Arbeit auch nichts Negatives.

In Japan arbeiten viele ältere Menschen noch, die gar nicht müssten wg. Geld. So recht verstehen sie das mit den Europäern nicht. Aber sie haben für alles Sinnsprüche:

亭主元気で・留守がいい。
Teishu genkide・rusu ga ii。

Kiosk Hausherr gesund seiend・Rubel Babysitter der gut。
Ist der Ehemann gesund und außer Haus、ist das für die ganze Familie gut.

Er soll arbeiten gehen …!

@Kritikunerwünscht, 15:44 - Differenzierte Betrachtung

Altersarmut ist leider in allen Ländern der Welt verbreitet, auch in den reichen Wirtschaftsnationen. Ursache sind private Schicksalsschläge, Krankheit, Scheidung oder Brüche in der Erwerbsbiographie. 16% der Rentner in Deutschland sind armutsgefährdet. Vergleichsweise wenig und dennoch zuviel. Allerdings ist das soziale Netz in D sehr viel engmaschiger als in anderen Ländern. Der Bundeshaushalt für Arbeit und Soziales ist mit 165 Mrd. EUR. der größte Einzeltitel, davon fließen 107 Mrd. EUR allein für die Rente. Den meisten Rentnern geht es wirtschaftlich gut. In den vergangenen Jahren gab es deutliche Rentenerhöhungen, dies wird sich nach der Corona-Krise fortsetzen. Viele haben über betriebliche Altersversorgung und Sparanlagen vorgesorgt oder berufliche Risiken z.B. über BUV abgesichert. Ja, es gibt Armut -auch bei uns. Hier ist der Sozialstaat gefordert. Den meisten die vorgesorgt haben/vorsorgen konnten, geht es gut, oft sogar sehr gut.

17:02 von fathaland slim

"So geht es nicht weiter.
Es wird allerhöchste Zeit für eine auskömmliche Grundrente für alle. Steuerfinanziert. Einen Sockel, auf den dann gern das bisherige System obendrauf gesetzt werden kann. Im einzelnen ist dann noch zu regeln, inwiefern da was und in welcher Höhe angerechnet wird.

Es ist ein ungeheurer Skandal, daß in einem reichen Land wie unserem Menschen ihr Leben lang arbeiten und dann im Alter Flaschen sammeln und ähnliches."

Selten, aber trotzdem schön, dass wir mal einer Meinung sind!

@heribex, 16:21 Uhr

Es wäre interessant zu erfahren, in welches Land sie nach Ihrem renteneintritt übersiedeln. Es mag Länder geben, in denen Sie geringere Lebenshaltungskosten vorfinden, dafür mangelt es dann meist an einer vernünftigen Gresundheitsvorsorge. Das Paradies auf Erden gibt es nicht und leider kommen wir alle nicht umhin, während unseres Arbeitslebens
eine private Altersvorsorge aufzubauen. Selbst moderate, aber regelmäßigen Einzahlungen in einen ETF-Fonds (MSCI) bilden ein stabiles Gerüst für die Zeit nach dem Arbeitsleben.

16:56, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 16:27
Und was macht der Vermieter heute ? Trägt er schon eine goldene Nase ? Wer wohnt denn jetzt in dem zwangsgeräumten und doch wahrscheinlich luxussanierten Haus ?<<

Die goldene Nase trägt er, seit er als ausgehender Teenager plötzlich und unverhofft zu einer immensen Erbschaft kam. Seitdem wurde er immer seltsamer. Mittlerweile ist er mitte siebzig und ein ausgemacht bösartiger Mensch, der sich seine eigene Opferlegende zurechtgestrickt hat und sich am Rest der Welt rächt. Übrigens gleichzeitig ein hochintelligenter Mann. Man könnte ein Buch über ihn schreiben.

Die Wohnungen stehen nach wie vor leer, wohl weil das Bezirksamt die Sanierungspläne nicht genehmigt hat. Es handelt sich um ein so genanntes Milieuschutzgebiet. Die Architektin hat er schon gefeuert, und die Baufirma auch.

Sie sehen, ich bin gut vernetzt und halte mich auf dem laufenden.

Der „Tatort“ zum Thema: „Die dritte Haut“. Sehr nah an der Realität und noch in der Mediathek abrufbar.

16:56, Bernd Kevesligeti

>>Ein Phänomen ist es aber auch, daß Menschen, die auch im Alter jede Arbeit machen müssen (ökonomischer Zwang), auch noch in der Mehrheit die Politik wählen, die dafür verantwortlich ist....<<

Ich habe das noch nie wirklich verstanden, obwohl ich viele solche Menschen kenne.

17:02 von fathaland slim

«… und mich, wenn ich wollte, stressfrei zur Ruhe setzen könnte, mit meinen 65 Jahren. Ich will aber nicht, ich möchte weiterarbeiten. Und gerade heute kamen wieder drei Jobs rein, von denen ich zwei ablehnen musste, weil ich an diesen Terminen schon gebucht bin.

Eine ungeheure Gnade, so alt werden zu dürfen wie ich.
Eine Gnade, kein Verdienst. Sie erfüllt mich mit großer Demut.»

Und Sie haben den schönen Vorteil, als Musiker einen Beruf ausüben zu dürfen, der Berufung statt Beruf ist. Hat in der eher monotonen Arbeitswelt an vielen Arbeitsplätzen in der Inustrie kaum wer.

"Bei mir inne Firma" sind alle aus der Produktion immer froh, wenn sie in Rente gehen können. Sind aber auch fast alles Arbeitsplätze mit langer Tarifbindung an die IG Metall. Sehr-Gering-Rente hat von denen niemand. Ich war mal eine Wahlperiode lang im Betriebsrat, als es um Neueingruppierung ging. Für über Mindestrente reicht es bei allen.

Immer schön, wenn Arbeit auch Freude macht.
As the Blues does …

@Giselbert, 16:48 Uhr

Die Renten werden in den kommenden Jahren deutlich steigen, da Corona-bedingt die dafür maßgebenden Löhne gesunken sind, während die Renten gleichgeblieben waren. Mit der sich nun abzeichnenden wirtschaftlichen Erholung und steigenden Löhnen werden dann auch die Renten angepasst. Man kann darüber streiten, ob diese Dynamik im Sinne der Generationengerechtigkeit ist - auf alle Fälle werden die Rentner profitieren.

@ um 16:23 von weingasi1

Wahrscheinlich mit einer längeren Übergangszeit.
Ob das Geld für die Beamtenpensionen aus dem Steuertopf kommt oder aus der Rentenversicherung, ist ja einerlei. Die Beträge werden in die Rentenversicherung eingezahlt, und daraus werden die genannten Summen als Rente an alle Rentner und Pensionäre ausgezahlt.
Ohne Betragsbemessumgsgrenze kommt auch schon mehr Geld in die Sozialversicherungen.
Was noch fehlt, wird von den alsbaldig einzutreibenden Steuerhinterziehungsgeldern
dazugegeben.
Geld ist nicht wirklich das Problem, wenn sich die zuständigen Politiker nur darum kümmern würden.
Und fest steht auf jeden Fall, dass es nicht sein darf, dass Rentner aus Geldmangel arbeiten müssen.
Soviel Menschenrecht auf ein würdiges Leben muss auch in Deutschland möglich sein.
Und natürlich nicht nur für Rentner.

@nie wieder spd, 16.03h

Solidarität ist keine Einbahnstraße.
Zur Solidarität gehört auch, dass sich diejenigen, deren Leistungswille noch hinter dem Andromeda-Nebel liegt, ebenfalls mal anstrengen.

@Deeskalator, 16.04h

Treffender wird ein Vergleich, wenn man berücksichtigt, wann man für eine Leistung wie lange arbeiten musste.
Da sieht die Bilanz dann schon wieder anders aus.

Immer mehr Menschen arbeiten im Alter

ich auch !
früher mal ehrenhalber bei der Tafel
jetzt bei nem Freund (da ist die Wertschätzung höher)

irgendwie ist mir langweilig ohne was zu tun

@fathaland slim 17:21

"Der „Tatort“ zum Thema: „Die dritte Haut“. Sehr nah an der Realität und noch in der Mediathek abrufbar."

Bei dem Tatort musste ich in der Tat an Sie denken.

Er hat bei mir ein sehr starkes Gefühl von ohnmächtiger Wut hinterlassen.
Ein Gefühl, das ich überhaupt nicht ausstehen kann ...

15:37 von Nettie

gezwungenermaßen

.wer das in der Jugend versäumte
zumindest nicht dass es fürs Alter reicht ...
der muß es eben dann im Alter nachholen

@schabernack, 17:03

„In Japan arbeiten viele ältere Menschen noch, die gar nicht müssten wg. Geld“

Zum Beispiel die älteren Japaner in diesem Beitrag vom 25.04.21 (07:00 Min.):

daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/japan-mit-siebzig-faengt-das-leben-neu-an-video-100.html

17:33, DerVaihinger

>>Solidarität ist keine Einbahnstraße.
Zur Solidarität gehört auch, dass sich diejenigen, deren Leistungswille noch hinter dem Andromeda-Nebel liegt, ebenfalls mal anstrengen.<<

Ebenfalls zur Soldarität gehört, denjenigen, die vom hohen Ross der Selbstgerechtigkeit herabsteigen wollen, ein Treppchen hinzustellen, damit sie sich bei dieser edlen Aufgabe nicht die Knochen brechen.

alte männer forum

Ich habe auch bis 70 im Außendienst gearbeitet, weil ich es gerne gemacht habe. Der einzige Nachteil war, das meine Rente, die schon 178 mal versteuert war, auf mein Gehalt oben drauf kam, und Einkommensteuer fällig war, und das nicht zu knapp. So wird mit Leuten umgegangen, die ein bisschen länger arbeiten möchten. Für mich eine Frechheit sondergleichen.

Beste Grüße

17:25 von fathaland slim 16:56, Bernd Kevesligeti

>>Ein Phänomen ist es aber auch, daß Menschen, die auch im Alter jede Arbeit machen müssen (ökonomischer Zwang), auch noch in der Mehrheit die Politik wählen, die dafür verantwortlich ist....<<

Ich habe das noch nie wirklich verstanden, obwohl ich viele solche Menschen kenne.

---
Zitat "ökonomischer Zwang"

wer soll denn weniger geschätzte Arbeiten verrichten ?
das mit den "Sklaven" ist ja unpopulär geworden
Migranten zum Beispiel ?? die man deshalb ins Land holt

@16:28 von Bender Rodriguez

//Aber wenn wir dann bis 70 malochen müssen, muss die Rente ja nur noch 2 Jahre reichen. Dann biste eh platt.//

So ist das ja auch gedacht.

Eine ehemalige Kollegin von mir hat 45 Jahre als Krankenschwester gearbeitet. Bis zur Wende in der DDR. (Dunkeldeutschland - wie sie die DDR immer noch nennt.) Ihre Rente ist knapp 500 Euro geringer als meine. Nur ein kleiner Teil davon hängt damit zusammen, dass ich in einer höheren Gehaltsgruppe war. Sie sieht sich gezwungen, auf 450 Euro-Basis weiterzuarbeiten weil sie andernfalls ihre zwei Katzen nicht behalten könnte. Die Tierarztkosten wären zu hoch. Und die hier so oft erwähnten Geschenke an die Rentner machen die Katzen leider auch nicht satt.

Für

Selbständige war es früher wohl üblich, lange bis ins offizielle Rentenalter hinein zu arbeiten. Zwei Onkel von mir, Schneidermeister bzw. Schreinermeister, hatten bis zu ihren 80. bzw. 75. Lebensjahr in ihren jeweiligen Berufen gearbeitet. Ersterer hatte sieben Kinder, zweiterer vier. Da war nicht viel Geld für die Einzahlung in eine Rentenversicherung übriggeblieben, zumal man in diesen Berufen finanziell eh nicht auf Rosen gebettet war.
Geklagt hat deshalb aber keiner von beiden.

17:40, DrBeyer

>>@fathaland slim 17:21
"Der „Tatort“ zum Thema: „Die dritte Haut“. Sehr nah an der Realität und noch in der Mediathek abrufbar."

Bei dem Tatort musste ich in der Tat an Sie denken.

Er hat bei mir ein sehr starkes Gefühl von ohnmächtiger Wut hinterlassen.
Ein Gefühl, das ich überhaupt nicht ausstehen kann ...<<

Die ohnmächtige Wut ist mein täglicher Begleiter. Ich habe mich an ihn gewöhnt und lasse es nicht zu, daß er mich, wie es das Ziel dieses Begleiters ist, hart und bitter macht. Wenn man diesen Begleiter näher kennengelernt hat, dann erkennt man, daß er, bei Lichte besehen, gar nicht so mächtig und man selbst nicht so ohnmächtig ist, wie man denken könnte.

Am Schluss einer jeden freimaurerischen rituellen Zusammenkunft gibt es eine Handlungsaufforderung: “Geht hinaus in die Welt, meine Brüder, und bewährt euch als Freimaurer. Kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken, seid achtsam auf euch selbst.”

Danach versuche ich zu leben.

von fathaland slim 17:21

Dann ist der Gierige zumindest mit der Sache vorerst gescheitert. Ein SUV weniger. Vielleicht wird das dann neuer Stoff für seine Opferlegende....

@16:36 von alte männer forum

//Und welche Sozialversicherungen kennen Sie, die von Rentnern aufzubringen sind?//

Siehe z.B. Stiftung Warentest:

***Auch Rentner müssen mit Abzügen für Steuern und Sozial­abgaben rechnen. Bei der Planung der Renten­einkünfte sollten diese Abgaben unbe­dingt berück­sichtigt werden, damit es später nicht zu bösen Über­raschungen kommt. Die verwirrende Abgaben­politik in Deutsch­land erschwert allerdings den Über­blick. Wir zeigen, welche Abgaben bei welchen Renten­arten fällig werden.***

 16:36 @ alte männer forum

"... Dann kann ich Ihnen im Vertrauen sagen, dass Sie unter der Steuergrenze liegen werden. Und welche Sozialversicherungen kennen Sie, die von Rentnern aufzubringen sind? "

Ganz im Vertrauen,
dafür, dass Sie nach eigenen Aussagen auf die 70 zugehen, haben Sie erstaunlich wenig Ahnung von Rente und Abzügen.

Kranken- und Pflegeversicherung.

Forist
@heribix
wird das sicher richtig berechnet haben,
es gibt genug Rentenrechner im Netz.

@DrBeyer, 17:40 Uhr

Dieser Tatort ("Die dritte Haut") sollte niemanden unberührt lassen und es ist gut, dass Sie darauf hinweisen. Auch ich empfinde bei diesem Film ein Gefühl ohnmächtiger Wut. Sich trotz eines langen Arbeitslebens keine Wohnung in der (Groß)Stadt leisten zu können, muss wütend machen und macht wütend. Spekulation auf dem Immobilienmarkt ist eine Form modernen Raubrittertums. Keine Frage - es gibt noch genügend Baustellen, aber der Staat kann nur begrenzt in Eigentumsrechte einwirken, auch wenn Eigentum nach dem GG verpflichtet. Leider gilt noch immer im Leben die alte Erkenntnis: "Homo hominis lupus est".

@17:29 von schabernack 17:02 von fathaland slim

//Immer schön, wenn Arbeit auch Freude macht.//

Ohne Zweifel. Es gibt aber auch Jobs, die machen zwar Freude, dennoch sagt der Körper oder das Nervenkostüm oft schon vorm Erreichen des offiziellen Rentenalters: Es reicht.

@alte männer forum "Dann kann

@alte männer forum "Dann kann ich Ihnen im Vertrauen sagen, dass Sie unter der Steuergrenze liegen werden. Und welche Sozialversicherungen kennen Sie, die von Rentnern aufzubringen sind?" Dann kann ich Ihnen im Vertrauen sagen das der momentane Steuerfreibetrag im Moment bei 9744€ im Jahr liegt der Rest muss versteuert werden. Ja Rentner zahlen auch noch Krankenkasse und zwar komplett und sogar Pflegeversicherung. Bei Ihrem Wissen über die Gesetzliche Rente sind Sie entweder noch sehr jung oder schlecht Informiert.

"Quo vadis"..?

Daß Selbständige, solo oder mit Firma, gerne bis weit über die gesetzliche Altersgrenze hinaus noch beruflich aktiv sind, ist leicht verständlich, sofern die Betreffenden es im Alter "ruhiger" angehen lassen können ohne gravierende existenzielle Einbußen. Genau das aber ist das Problem bei den meisten abhängig beschäftigten Arbeitnehmern, die wohl zumeist nicht aus Idealismus oder Langeweile über die Altersgrenze hinaus weiterarbeiten...(müssen!)...
_
Mich macht das nicht nur traurig, sondern auch wütend... und zwar vor dem Hintergrund der Frage, wohin eigentlich unsere angeblich soziale Zivilgesellschaft sich gesellschaftspolitisch entwickelt hat, wenn viele Bürger die Nötigung von Mitbürgern zur Alters-Erwerbsarbeit für normal halten... als gäbe es keine anderen gesellschaftspolitischen Möglichkeiten..!

@fathaland slim, 17:52 Uhr

Die abschlagsfreie Rente für besonders
langjährig Versicherte war eigentlich dafür gedacht, Menschen mit hohen körperlichen Verschleißerscheinungen, also Bauarbeiter, Dachdecker u.a.) einen frühzeitigen Renteneintritt zu ermöglichen. Leider wurde dann auch dem Bankdirektor ein vorzeitiges und sorgenfreies Rentendasein ermöglicht, obwohl dieser durchaus noch bis zur Regelrente hätte arbeiten können. Natürlich waren die Kosten für diese Rentenreform weitaus höher als geschätzt. Diese Gelder hätten sehr viel effizienter für die tatsächlich Betroffenen eingesetzt werden können. Ich schätze Ihre Denkweise sehr. Bewahren Sie sich Ihre Sensibilität für Not und Elend, aber auch die Kraft, von diesen Empfindungen nicht erdrückt zu werden.

von Sisyphos2 17:46

In der Situation heute brauchen die, die "wenig geschätzte Arbeiten" anbieten, sich keine Sorgen machen, genug Leute dafür zu finden. Sie brauchen nichts zu verbessern, weder die Bezahlung, noch die Bedingungen. Es gibt eben ältere Menschen, die finanziell dazu gezwungen sind oder auch Arbeitsemigranten....

17:40 von Nettie

«In Japan arbeiten viele ältere Menschen noch, die gar nicht müssten wg. Geld.»

«Zum Beispiel die älteren Japaner in diesem Beitrag vom 25.04.21 (07:00 Min.): …»

Diesen Beitrag kannte ich nicht, aber er passt wie das Sushi zu dem, wie die Japaner ihre noch viel stärker alternde Gesellschaft als in Deutschland zu organisieren versuchen.

"Das Silberzentrum", in das man in die Lehre für eine andere Tätigkeit geht, ist man Renter/in geworden. Alles staatlich institutionalisiert + gefördert. Auch steuerlich sehr attraktiv. Man kommt dann zeitlich unbefristet in das: "Blue System" wie Ausländer in den ersten 365 Tagen. Keine Sozialabgaben, 10% minus auf die EkSt. Krankenversichert ist man über die Rentenkasse, Rente bekommt man eh schon.

Japaner sind irgendwie anders drauf mit Arbeit im Alter. Unternehmen tun viel, um das Wissen der Gegangenen in Teilzeit im Unnternehmen zu erhalten als Silver Teachers.

Altersarmut gibt es auch in JAP.
Aber mehr Möglichkeiten, dem zu entgehen.

@17:11 von Adeo60

//In den vergangenen Jahren gab es deutliche Rentenerhöhungen, dies wird sich nach der Corona-Krise fortsetzen.//

Ein maßlose Übertreibung, die immer wieder zu dieser bizarren Äußerung "Rentnergeschenke" führt.

Übrigens nennt sich das nicht Rentenerhöhung, sondern Rentenanpassung. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Und die Anpassung nutzt auch herzlich wenig, wenn sie komplett von einer Mieterhöhung 'gefressen' wird. Persönliche Erfahrung!

@Adeo60 "Altersarmut ist

@Adeo60 "Altersarmut ist leider in allen Ländern der Welt verbreitet, auch in den reichen Wirtschaftsnationen. Ursache sind private Schicksalsschläge" Macht es allerdings nicht besser. In Ihren Aufzählungen fehlen aber einige Sachen, wie prekäre Arbeitsverhältnisse, der größte Niedriglohnsektor in Europa oder auch Lohndumping durch Tarifvertragsflucht. Alles Sachen denen die Regierung in den letzten 16 Jahren hätte entgegen wirken können.

In Kürze werde ..

..ich 78 , bin noch leidlich fit und sehr froh darüber, daß ich noch arbeiten k a n n - denn große Reichtümer konnte ich im Erwerbsleben nicht zusammenkratzen. Die Rente reicht für den Grundbedarf - und wenn mir irgendwann die Puste ausgeht, werden meine Frau und ich nicht verhungern. Meine Tätigkeit ist wirklich interessant und abwechselungsreich und ich habe das gute Gefühl noch für etwas nützlich zu sein. So kann ich vielen "Ruheständlern" nur raten ebenfalls aktiv zu bleiben. Es hält geistig fit, statt Glotze und Vereinsamung - wirkliche Sozialkontakte. Dazu großer Nutzen für die Volkswirtschaft, denn Erfahrung im Leben und Beruf können die ganz jungen Menschen noch nicht haben. Überfordern muß man sich aber nicht.

Zitat: "Selbständige war es

Zitat:
"Selbständige war es früher wohl üblich, lange bis ins offizielle Rentenalter hinein zu arbeiten. Zwei Onkel von mir, Schneidermeister bzw. Schreinermeister, hatten bis zu ihren 80. bzw. 75. Lebensjahr in ihren jeweiligen Berufen gearbeitet."

und waren damit insgesamt absolute Ausnahmen
ich stelle mir dies gerade im Steinkohle-Bergwerk oder in der Eisenhütte vor
absolut undenkbar

aber pflegen Sie weiter ihre Legenden
-
übrigens - meine eigene Grossmutter war ebenso Schneiderin (Meisterin ihres Faches) - ja die hat auch noch bis zum 75 Lebensjahr an der Nähmaschine gesessen - aber für sich selbst und ihre Kinder/Enkel

1 + 1 = 2

1.a Die Renten fallen immer geringer aus.
1.b Folglich müssen sich Alte was zuverdienen.
2. Ergo wird bald das Renteneintrittsalter erhöht werden.
q.e.d.
.
Man hat gerade für diese Legislaturperiode eine Erhöhung des Renteneintrittsalters abgelehnt (auf Eis gelegt). Wenn CDU und FDP nach der Wahl regieren, dann kommt selbstverständlich eine Erhöhung des Renteneintrittsalters, denn der Weg ist psychologisch schon bereitet.
.
Keinesfalls DARF man höhere Einkommen stärker belasten! Was bleibt da noch anderes übrig?

@fathaland slim 17:52

Chapeau.

@ Anna-Elisabeth

Es war aber die Rede von "Sozialversicherung". Die Rente ist nicht sozialversicherungspflichtig.
Und bei der Steuer gibt es einen Grundfreibetrag. Kleine Renten zahlen keine Steuern, große Renten schon, die Bezieher wurden aber während der Rentenversicherungspflicht steuerlich entlastet. Das wird leider gern vergessen, man sieht nur die Belastung.

17:53, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 17:21
Dann ist der Gierige zumindest mit der Sache vorerst gescheitert. Ein SUV weniger. Vielleicht wird das dann neuer Stoff für seine Opferlegende....<<

Das irre ist, daß Geld und Statussymbole für ihn überhaupt keine Bedeutung haben. Nach übereinstimmenden Schätzungen ehemaliger Freunde, von denen ich viele kenne, ist er etwa dreißig Millionen schwer. Aber wenn Sie ihn auf der Straße treffen, dann macht er den Eindruck, als wäre er gerade auf dem Weg zur U-Bahn, um dort seinen Spruch aufzusagen und den Fahrgästen den Pappbecher entgegenzuhalten.

Nur bedingt!

Machen zwar viele. Doch ist das wirklich die Lösung?
Auswandern nach Thailand? Nein danke!

Nach Spanien? Ja bedingt.
Auf Malle ist es doch im Winter auch trist und öde.

Und bei Krankheit? Nach Deutschland fliegen?
Ich denke, man braucht eigentlich zumindest noch auch kleine Wohnung in DEU für alle Fälle. Und dann stellt sich die Frage, ob man sich das auch noch leisten kann.

Die möglichen Sprachprobleme sollten die Auswanderer aber vorher lösen!

Nein Auswandern käme für mich nie infrage!

@16:48 von Giselbert

Ansonsten bin ich der Meinung, wem es Spaß macht soll arbeiten so lange er möchte. Nur leider ist nicht genügend Arbeit für alle da. Wer es finanziell nicht notwendig hat, sollte also Platz für andere machen, die noch Rente einzahlen müssen.

M.E. gibt es mehr als genug Arbeit – die Frage ist eher, ob die Gesellschaft diese auch bezahlen möchte. Zudem herrscht in diversen Berufsfeldern Mangel an Arbeitskräften (z.B. Pflege, Lehramt, Kita, Logistik, Handwerk...). Allerdings sind dies eher die Tätigkeiten, die Menschen nicht open end ausüben können.

Wenn Menschen über das Renteneintrittsalter hinaus arbeiten können und wollen, weil diese Freude an der Arbeit empfinden, ist das eine schöne Sache. Wenn man allerdings weiter arbeiten muss um überhaupt über die Runden zu kommen liegt etwas im Argen, in einer so wohlhabenden Gesellschaft wie der unseren.

@ DeHahn

Die Renten fallen immer geringer aus.

Dieses gängige Narrativ hält einem Faktencheck aber nicht stand. Ich denke, das wissen Sie auch.

18:22 von DeHahn

Keinesfalls DARF man höhere Einkommen stärker belasten!
Was bleibt da noch anderes übrig?
----
kann man geringe Einkommen besteuern ?
was bleibt dann noch übrig
bzw. greif mal nem Nackten in die Tasche ....
irgendwoher muß doch das Geld für die Ausgaben des Staates kommen

Also was gibt es für Optionen
Leuten die sich ihren Verpflichtungen entziehen in den "Hintern tappen"
äußerst unpopulär
also bleibt nur das Geld von denen nehmen die es erarbeiten/erarbeitet haben

Am 24. Juni 2021 um 17:48 von

Am 24. Juni 2021 um 17:48 von Sparer : "Selbständige war es früher wohl üblich, lange bis ins offizielle Rentenalter hinein zu arbeiten. Zwei Onkel von mir, Schneidermeister bzw. Schreinermeister, hatten bis zu ihren 80. bzw. 75. Lebensjahr in ihren jeweiligen Berufen gearbeitet."

Zitat: und waren damit insgesamt absolute Ausnahmen ..... ich stelle mir dies gerade im Steinkohle-Bergwerk oder in der Eisenhütte vor....absolut undenkbar.... aber pflegen Sie weiter ihre Legenden

Ich stelle mir gerade vor, welche Selbstständigen es in Bergwerken und Eisenhütten gab.

"Quo vadis"...? ... Nachtrag

Die im Artikel genannte Erklärung, Ü-65-Jährige arbeiten deshalb oft länger über die Altersgrenze hinaus, weil deren hohe Qualifikation "nachgefragt" werde, ist im Grunde eine mindestens doppelte Gesellschaftspanne... Einerseits wegen der Frage, warum es nicht insgesamt rechtzeitig genügend qualifizierte Fachkräfte gibt... Andererseits wegen des unbestreitbaren Factums für viele "Ü-65er", sich mit einer "politisch gekürzten Systemrente" abfinden zu müssen. Schaut man dann noch etwas genauer hin wird deutlich, daß die meisten, angeblich so gefragten "Ü-65er" nur unattraktive Billigstjobs angeboten bekommen... und wegen galoppierender Lebenshaltungskosten oft annehmen müssen..!
_
Hätte mir in den 1970ern, als ich studierte und später das Familienunternehmen übernahm, gesagt, daß es in DE ab den 2000ern ganz üblich Armutsrentner, Flaschensammler und Tafelläden geben wird, hätte ich den lauthals verlacht...
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"o tempora o mores!"

16:21 von heribix

ich habe seid meinem 16 Lebensjahr ununterbrochen gearbeitet, in 3 Jahren gehe ich in Rente. Nach 50 Jahren Arbeit und Beitragszahlungen bleiben mir nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungen noch ca 1400 € Rente
.
jeder hat eben so seine Historie ...
ich begann mit 14 und arbeitete bis 56 (paar Jahre Studium weg)
klar ist meine Rente nicht üppig, wenn man Renten Abschläge kassierte
aber mir reicht es (Betriebsrente/Ersparnisse) trotzdem ganz gut
und wenn ich jetzt mal "arbeiten" gehe, dann mache ich das aus langeweile

@ heribix

Deshalb werde ich als Rentner das tun was inzwischen viele tun, Deutschland verlassen.

Und da lassen Sie sich die Rente hin zahlen? Seltsame Vorstellung. Aber wie ist da die Gesundheitsversorgung? Oder kommen Sie dann wieder zürück, falls Sie krank werden?
Ich hab mal gelesen, dass irgend ein Land (vielleicht Russland, ich weiß es aber nicht mehr so genau) die Rente nicht ins Ausland überweist.

@ heribix

"Altersarmut ist leider in allen Ländern der Welt verbreitet, auch in den reichen Wirtschaftsnationen. Ursache sind private Schicksalsschläge"

Mag ja sein. Aber wie könnte die Regierung Schicksalsschläge verhindern? Ist die Gemeinschaft in der Pflicht, dann einzuspringen?

@18:19 von heribix @Adeo60

//"Altersarmut ist leider in allen Ländern der Welt verbreitet, auch in den reichen Wirtschaftsnationen. Ursache sind private Schicksalsschläge"
---
Macht es allerdings nicht besser. In Ihren Aufzählungen fehlen aber einige Sachen, wie prekäre Arbeitsverhältnisse, der größte Niedriglohnsektor in Europa oder auch Lohndumping durch Tarifvertragsflucht. Alles Sachen denen die Regierung in den letzten 16 Jahren hätte entgegen wirken können.//

Danke, dass Sie mir die Mühe abgenommen haben, auf den Kommentar des durchaus geschätzten Users "Adeo60" zu antworten. Mich machen diese ungerechtfertigten Loblieder langsam fertig.

//der größte Niedriglohnsektor in Europa//

Bevor hier wieder jemand protestiert, darf ich korrigieren?

...der größte Niedriglohnsektor in West-Europa. (Ich habe das auch schon falsch geschrieben.)

18:37 von Hansi2012

«Nur bedingt!
Machen zwar viele. Doch ist das wirklich die Lösung?
Auswandern nach Thailand? Nein danke!
Nach Spanien? Ja bedingt.
Auf Malle ist es doch im Winter auch trist und öde.»

Auswandern verringert oder behebt nicht die Probleme im Alter, die man mit einer zu geringen Rente in Deutschland haben kann.

Wandert man in jungen Jahren aus, kann man im Auswanderungsland Rentenansprüche erwerben. Oder bei Ländern, mit denen Deutschland Sozialversicherungs- und Doppelbesteuerugsabkommen hat, kann man wählen, wo man es lieber hätte.

Ich kenne persönlich niemand, der mit einer Rentenzahlung der Deutschen GRV nach Thailand oder Malle oder woanders hin auswanderte. Aber es gibt gar nicht so wenige, die das taten oder tun. Manchmal kann man sich gerade in Südostasien ein Leben als Rentner mit mehr Lebensqualität leisten, das man so mit einer eher geringen Rente in Deutschland nicht hätte.

Wetter Strand Wohnen gut und günstig.
Was ist im Krankheitsfall ist die ganz andere Frage.

@fathaland slim

Dankeschön für so viele sehr treffende, versierte Beiträge heute und generell, für Ihre Haltung und alles Gute nachträglich!

@18:26 von alles nur Gedöns @ Anna-Elisabeth

//Die Rente ist nicht sozialversicherungspflichtig.//

Das ist falsch! Lesen Sie doch bitte auch die anderen Kommentare hier. Z.B. von 18:01 von Leipzigerin59

@18:50 von Zwicke

//Die im Artikel genannte Erklärung, Ü-65-Jährige arbeiten deshalb oft länger über die Altersgrenze hinaus, weil deren hohe Qualifikation "nachgefragt" werde, ist im Grunde eine mindestens doppelte Gesellschaftspanne... Einerseits wegen der Frage, warum es nicht insgesamt rechtzeitig genügend qualifizierte Fachkräfte gibt... Andererseits wegen des unbestreitbaren Factums für viele "Ü-65er", sich mit einer "politisch gekürzten Systemrente" abfinden zu müssen. Schaut man dann noch etwas genauer hin wird deutlich, daß die meisten, angeblich so gefragten "Ü-65er" nur unattraktive Billigstjobs angeboten bekommen... und wegen galoppierender Lebenshaltungskosten oft annehmen müssen..!//
Danke für diese Ausführungen. Bei der Suche nach Fachkräften werden heute auch die Älteren regelmäßig aussortiert . Heute gilt: bestens ausgebildet (aber nicht in der eigenen Firma, dynamisch, mit viel Erfahrung. Und das am besten im Alter von 20. Und bitte männlich, da Schwangerschaft ausgeschlossen ist.

Faktenresistenz

Am 24. Juni 2021 um 18:43 von alles nur Gedöns
""@ DeHahn: "Die Renten fallen immer geringer aus.""
.
"Dieses gängige Narrativ hält einem Faktencheck aber nicht stand. Ich denke, das wissen Sie auch."
.
Dann schauen Sie doch mal hier, und bedenken Sie dazu, dass immer höhere Anteile der Rente ZUSÄTZLICH versteuert werden!:
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politik...

Ich arbeite auch noch

obwohl ich schon 76 Jahre alt bin,aber freiwillig hier in der Wohnanlage wo man mich einmal als Hausmeister von den Mieter gewählt hat. Nebenbei ist es ein kleines Zubrot mit dem ich mir mein Hobby Motorrad auch finanzieren kann.

19:05, Kaneel

>>@fathaland slim
Dankeschön für so viele sehr treffende, versierte Beiträge heute und generell, für Ihre Haltung und alles Gute nachträglich!<<

Danke:=}

@von alles nur Gedöns Machen

@von alles nur Gedöns Machen Sie sich mal keine Sorgen Deutschland überweist die Rente auch weiterhin aufs Konto so das man sie in fast jedem Land der Welt abholen kann. So überragend ist unser Gesundheitssystem den anderen Ländern gegenüber nun auch nicht das ich dafür nach Deutschland zurück kommen müsste. Natürlich muss ich mich dann in dem Land wo ich lebe Krankenversichern. Übrigens das mit der Altersarmut und den Schicksalsschlägen stammt nicht von mir sondern von Adeo60 , so das ich ihnen Ihre Frage nicht beantworten kann.

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