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Dieses Label ist eh nur zur

Dieses Label ist eh nur zur Gewissensberuhigung.
Macht Fleisch doch einfach teurer, in dem Subventionieren wegfallen. Und bei Export muss das ganze Vieh samt der angefallenen
Exkremente verkauft werden.
Dann gibts bei uns weniger Nitrat im Boden, die Afrikaner könnten wieder selber produzieren, die Tiere hätten mehr Platz im Stall, wir bräuchten weniger agrarfläche und könnten mehr Sozialwohnungen bauen.
Also? Woran hakt es?

Tierwohllabel vor dem Aus

Warum sich um das Tierwohl kümmern?

Sollen die Tiere weiterhin auf engstem Raum ihr kurzes Dasein fristen, bevor sie beim Verbraucher auf dem Teller landen.

Wenn die Damen und Herren im Bundestag beschließen würden, Tierhaltung zu verbessern, wird das Fleisch für die Verbraucher viel teurer oder Betriebe wandern in andere EU-Länder aus und machen dort wie bisher weiter und importieren ihre Waren nach Deutschland.

Eigentlich sollten wir den Vertretern der Politik dankbar sein, dass sie so weitsichtig denken.

Oder kümmern sich unsere Politiker hauptsächlich um das Wohl von Tönnies und Co.!?

PS. Dieser Beitrag enthält ca.65% Ironie, aber keine chemischen Inhaltsstoffe, die eine Gefahr für Gesundheit und Leben bedeuten.

Wir haben genug "Label"; was

Wir haben genug "Label"; was gebraucht wird, sind strengere Vorschriften zur Tierhaltung, die auch durchgesetzt werden.

Frau Klöckner setzt seit Jahren auf Freiwilligkeit sowohl der Erzeuger wie der Verbraucher, wohlwissend dass dann wenig passiert, auch weil Nutztierhalter dem Druck der Großvertreiber von Lebensmitteln ausgesetzt sind, so billig wie möglich zu "produzieren".

Und wir werden akzeptieren müssen, dass Fleisch teurer wird; dann essen die meisten von uns es seltener; das ist gesund.
Und noch gesünder für alle ist, wenn sich dieses sommerliche Grillen von Platten von Billigfleisch mit Tropenholz-Kohle stark reduziert.

Tierwohllabel

Es trifft immer die , die sich nicht wehren können und außerdem völlig unschuldig sind!
Außerdem bin ich überzeugt , wenn jedes Stück Fleisch um 4 Euro teurer würde , bleibt nichts für die Tiere über. Weil es überall versickert. Tolle Politik !

Ja, so geht Politik!

Ob Kindeswohl, Tierwohl etc., vor der Wahl gibt´s hehre Absichtserklärungen, doch leider, leider lassen die sich innerhalb einer Legislaturperiode nicht realisieren. Und dann hat man für die nächste Wahl wieder ein paar anrührende Versprechungen.

Die Sache hat mit "Tierwohl" ja auch nur ...

.. sehr beschränkt etwas zu tun.
Ein Beispiel: Wie sieht es mit dem Fleisch aus dass für den Weltmarkt produziert wird? Im Jahr 2020 waren das immerhin rd. 2.400.000 Mio. Tonnen (!) plus 1.200.000 Tonnen Geflügelfleisch. Gibt es dann Tiere erster und zweiter Klasse oder wird die Abgabe auf die gesamte Produktion belegt?
Dann dürfte es den Deutschen Bauern schwer fallen, dieses Fleisch auf dem Weltmarkt zu verkaufen ... da geht es um Cent/kg.
Das ganze wird als simple Steuer für den Deutschen Markt enden die mit Tierwohl nichts zu tun haben wird ... eine Beruhigungspille für "tierliebe" Konsumenten.
Leider wieder etwas, wo der Deutsche zahlen soll ... des zahlen-, nicht des Sinnes wegen.

09:13 von Bender Rodriguez

"Dieses Label ist eh nur zur Gewissensberuhigung."

So sieht es aus, leider schlucken viele gutgläubige Menschen so Label, damit wäre das Ziel schon erreicht. So tun als ob man was tut.

"Also? Woran hakt es?"

Es ist ein Geschäftsmodell das über Jahre darauf hin getrimmt wurde möglichst effizient zu sein.
Das wird man nicht Kampflos aufgeben, nur weil ein paar (Milliarden) Tiere leiden müssen.
Die Kapitalisierung der Nahrungsmittel Industrie inklusive Zulieferer (z.B: Bauern) , hat extreme Schatten Seiten.

Die Bundeslandwirtschaftsministerin. .

... Hat die Politik in ihrem Resort verwaltet. So weit die gesamte Erfolgsmeldung.

Ihr höchstes Anliegen, das Tierwohl (ua auf den Wegen zu den Schlachthöfen) findet in der Groko keine Mehrheit. Die im Bereich Landwirtschaft Einfluß reichen Verbände und Lobbyisten /innen haben ganze Arbeit geleistet.

Da die Groko (CDU /CSU) nicht in der Lage ist etwas wirkungsvolles für das Tierwohl in die Reihe zu bringen, würde es Sinn machen, wenn die Tieschutzpartei Deutschland mit mindestens 5% der abgebenen Stimmen nach der Bundestagswahl in den Bundestag einzieht.

um 09:52 von Peter Kock

Tierwohllabel
Es trifft immer die , die sich nicht wehren können und außerdem völlig unschuldig sind!
Außerdem bin ich überzeugt , wenn jedes Stück Fleisch um 4 Euro teurer würde , bleibt nichts für die Tiere über. Weil es überall versickert. Tolle Politik !
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Genau so ist es. Seit es Corona bei Tönnies gab, sind Fleisch und Wurstwaren erheblich teurer geworden. Nur an der Tierhaltung hat sich nichts geändert.

So ist es

unser ach so christliches Land sieht zu, wie Tiere wie Dreck behandelt werden, wie alle 10 Sekunden ein Kind auf dieser Welt verhungert, über 200 Millionen Kinder zur Arbeit gezwungen werden und ca. 80 Millionen Menschen auf der Flucht sind.
Und vor der Bundestagswahl werden alle Parteien schwören, dass sie diese Missstände bekämpfen werden.
Und nach der Wahl sind dieses Versprechungen nichts mehr wert - die Pöstchen aber schnell vergeben.

@ Am 10. Juni 2021 um 10:17 von 0_Panik

>>Die Bundeslandwirtschaftsministerin. .

... Hat die Politik in ihrem Resort verwaltet. So weit die gesamte Erfolgsmeldung.

Ihr höchstes Anliegen, das Tierwohl (ua auf den Wegen zu den Schlachthöfen) findet in der Groko keine Mehrheit. Die im Bereich Landwirtschaft Einfluß reichen Verbände und Lobbyisten /innen haben ganze Arbeit geleistet.

Da die Groko (CDU /CSU) nicht in der Lage ist etwas wirkungsvolles für das Tierwohl in die Reihe zu bringen, würde es Sinn machen, wenn die Tieschutzpartei Deutschland mit mindestens 5% der abgebenen Stimmen nach der Bundestagswahl in den Bundestag einzieht.<<

So gut gemeint ihre Hoffnung für die Tierschutzpartei ist, so bitter wird Sie es nicht schaffen, leider.
Ich würde Sie mit Kusshand nehmen, wenn dafür die blaubraunen von der AfD einen guten Teil ihrer Prozente einbüßt oder gar komplett rausfliegt.
Aber generell finde ich das so eine Partei (Tierschutzpartei), längerfristig gesehen, stärker in den Vordergrund treten müsste.

vor dem Aus

nicht mehr vor der Wahl, also besseres Tierwohl wohl nicht, nur verschwendetet Zeit. Ihre Vorlage war ohnehin schlecht.
Ich hoffe sie bekommt keine Aemter, besser noch die CSU keine Moeglichkeit dieses oder anderes Amt zu besetzen (Verkehr). Hier hilft nur Abwahl.
Es ist schon sonderbar das egal welcher Minister dieses Amt innehatte irgenwie haben sie nicht wesentliche erreicht. Hat Fr. Kloeckner irgend etwas positive in ihren 4 Jahre erreicht? Der letzte hat immerhin dafuer gesorgt das das Unkrautgift nicht gestoppt wurde - und fuer die Firma Bayer nicht vollends zum Dessaster wurde. Dafuer das Insektensterben beschleunigt hat.

Einfach Lebensmittel transparent

kennzeichnen als das was sie sind und aufhören mit den Täuschungen, Gelabel und Gelaber.

@hesta15

Vielen Dank .

Am 10. Juni 2021 um 10:28 von datten

Zitat: Und nach der Wahl sind dieses Versprechungen nichts mehr wert - die Pöstchen aber schnell vergeben.

Nach der letzten Bundestagswahl hat es Monate gedauert, bis das, was sie Pöstchenvergeben nennen, abgeschlossen war.

10:15, Locker werden

>>Die Kapitalisierung der Nahrungsmittel Industrie inklusive Zulieferer (z.B: Bauern) , hat extreme Schatten Seiten.<<

Was meinen Sie im vorliegenden Zusammenhang mit Kapitalisierung?

Gemeinhin versteht man darunter ja die Versorgung eines Unternehmens mit Kapital. Im Kapitalismus ist das unerlässlich. Ein Unternehmen, das unterkapitalisiert ist, ist nicht lebensfähig.

Die GroKo hatte sich das als Punkt VI.5.

in den Koalitionsvertrag geschrieben.
In verschwurbeltem Politdeutsch steht dort:
„Die Erkennbarkeit von tierischen Lebensmitteln ... wollen wir verlässlich, einfach und verbraucherfreundlich gestalten. Dazu brauchen wir den ... Aufbau einer staatlichen Kennzeichnung anhand verbindlicher Kriterien für Fleisch aus besserer Tierhaltung (Tierwohllabel)...“

Als Frau Klöckner das Projekt 2019 vorstellte, sagte sie Sätze wie diesen:
„Und wir nehmen vor allen Dingen die Zeitspanne von der Geburt bis zur Schlachtung in den Blick“, so Frau Klöckner am 6. 12. 2019.
Quelle:
Pressekonferenz von Julia Klöckner zum "Tierwohl-Label" am 06.02.19 - YouTube

Dieser Satz ist eigentlich zu banal, als dass er gesagt werden dürfte.
Mein Fazit:
angesichts dieser sprachlichen Verrenkungen dürfte die Vermutung nahe liegen, dass das Projekt „Tierwohllabel“ von Anfang an zu schwammig, zu unklar und zu unverbindlich war. Hört sich aber gut an: „Tierwohllabel".

Bio oder Haltungsstufe 4

Es gibt schon heute Label der Industrie über die Haltungsform. Der Verbraucher hat es an der Hand. Und eine Minderheit der Verbraucher achtet darauf Bio oder Haltungsstufe 4 zu nehmen.

Bei der Mehrheit der Verbraucher ist das mit dem Tierwohl nur ein Lippenbekenntnis. Da ist der Preis ein entscheidendes Kriterium.

Außerdem gibt es da ja noch der Punkt, dass für den Weltmarkt produziert wird. Und bessere Haltungsbedingungen die Wettbewerbsfähigkeit reduzieren. Wobei ich persönlich damit leben könnte, wenn Deutschland hier an Wettbewerbsfähigkeit verliert.

Ist sowieso überflüssig

Oft zieren die Umverpackung so viele Labels, dass man das Wesentliche, also die vielen Zusatzstoffe und Chemikalien oder das wieder mal reduzierte Gewicht ("Ja, unser Preis bleibt suuupergünstig") nicht mehr wahrnimmt. Was soll nun noch ein weiteres Label? Tierwohl spielt in der neuen schönen Welt eh keine Rolle. Wenn Öko bedeutet, dass 40000 Hähnchen auf dem entgrasten" Hof" herumgeistern oder Schweine in Boxen so gut wie keine Bewegungsfreiheit, dafür aber einen bunten Ball haben, dann brauchen wir für den Verbraucherbetrug nicht noch ein buntes Label. Kein Bauer hätte früher solche Tierquälereien zugelassen, der brauchte auch keine Aufkleber. Was hier die industriellen Großproduzenten -mit Unsummen subventioniert- Tier- und Landwirtschaft nennen, wird mit oder ohne Label in sehr absehbarer Zeit zu einer nicht mehr beherrschbaren Katastrophe für Mensch, Tier und Natur führen, den "Konsumenten" wird hingegen eine heile Welt vorgelogen.

@falsa demonstratio 10:39, re: datten

"Zitat: Und nach der Wahl sind dieses Versprechungen nichts mehr wert - die Pöstchen aber schnell vergeben.

Nach der letzten Bundestagswahl hat es Monate gedauert, bis das, was sie Pöstchenvergeben nennen, abgeschlossen war."

Und hat im letzten Jahr nochmal so richtig Schwung aufgenommen.

Keine Regierung hat bisher so viele neue (zusätzliche!) Stellen geschaffen wie die aktuelle GroKo.

Ich bin schwer beeindruckt

... von Klöckners Ineffektivität. Sie toppt damit ja fast mich, was wirklich eine Menge heißen will.

Was hat diese Frau eigentlich in den letzten vier Jahren für unser Land erreicht?

10:39 von fathaland slim

"Was meinen Sie im vorliegenden Zusammenhang mit Kapitalisierung?"

Das Prinzip "Shareholder Value"

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/shareholder-value-43433

Ergänzend:
https://www.gevestor.de/details/das-sind-die-10-groessten-lebensmittelhe...

"Klöckners Tierwohllabel vor dem Aus"

Ist auch besser so. Da ging's weniger um Tierwohl als um "Wirtschaftsförderung" (Geschäfte).

@fathaland slim, 10:39 re @locker werden

Was meinen Sie im vorliegenden Zusammenhang mit Kapitalisierung?

Naja, früher trieb der Bauer eine Kuh und ein paar Schweine auf den Markt und kam mit zwei Sack Mehl, einem neuen Hut und vielleicht einem kleinen Schwips wieder zurück. Jetzt sind die Bauern Kapitalisten, aber als solche genau den gleichen "Marktgesetzen" unterworfen wie einst. Bezahlt wird eben inzwischen per Überweisung, aber ich bin sicher, der Landwirt hat auch schon vor 300 Jahren versucht, seine Produkte möglichst billig herzustellen.
Nicht selten unter Nutzung von Kinderarbeit ;-)

Die Tierschutzpartei...

... könnte leider weder mit 5 % noch mit 15% auch nur irgendetwas bewirken.

So nebenbei : Ich halte das ganze Gezeter um "Tierwohl" für verlogen.

VIele Leute wollen halt einfach Fleisch essen ( liegt in der Natur des Menschen ), es können sich aber leider ( in Bezug auf ihre finanzielle Situation ) nicht alle ( öfters ) leisten.

Man stelle sich jetzt einfach mal vor, alles was die Tierschützer so fordern, würde durchgesetzt werden :

Wie viele Arbeitslose würde das zusätzlich ergeben ? Wie viele Bauern, die pleite gingen ?

Jemand, der da nicht von leben muß, hat da immer eine andere Meinung als diejenigen, die davon leben müssen.

Eis-Industrie ? Brauche ICH nicht.
Tierwohl ? Klar, hängt MEIN Arbeitsplatz nicht dran.
Bundeswehr ? Ist nicht MEIN Arbeitsplatz ( ups, meiner schon :D )
Autohersteller ? Arbeite ICH auch nicht
Beamtentum ? Mir egal, ICH bin ja keiner

Die Liste lässt sich endlos fortsetzen...

Ein weiterer Pfusch

dieser Regierung. Frau Klöckner war eben zu sehr damit befasst, Werbeveranstaltungen für Nestle etc. zu machen. Wir sollten vielleicht auch die Straßenverkehrsordnung und das Strafrecht zu freiwilligen Leistungen umfunktionieren, dann können wir die Polizei und alle Gerichte einsparen, weil es ja keine Straftaten mehr gibt, sondern nur Entscheidungen, ob man sich an die empfohlenen, freiwilligen Regelungen halten will oder nicht.

11:26, Locker werden

>>10:39 von fathaland slim
"Was meinen Sie im vorliegenden Zusammenhang mit Kapitalisierung?"

Das Prinzip "Shareholder Value“<<

Ja, das nennt sich Kapitalismus. Schon Marx hat beschrieben, daß dessen grundlegende Prinzipien Akkumulation und Konzentration sind. Daß also immer größere Einheiten entstehen. Sowohl bei den Produzenten als auch bei den Vermarktern. Große Einheiten haben, relativ gesehen, weniger Kosten als kleine, was bewirkt, daß kleine Betriebe niederkonkurriert und geschluckt werden. Ändern ließe sich das nur mit einem Systemwechsel, aber dafür sind weit und breit keine Mehrheiten in Sicht. Trotz weitverbreitetem diffusem Unbehagen und diversen Verbalradikalismen an Stammtischen und ähnlichem. Es ist auch zu überlegen, ob eine ökologische Landwirtschaft unter den Bedingungen des Wirtschaftsliberalismus, den ja hier nur eine Minderheit infrage stellt, überhaupt möglich ist.

Ich meine nein.

11:32, Gerd Hansen

>>Man stelle sich jetzt einfach mal vor, alles was die Tierschützer so fordern, würde durchgesetzt werden :

Wie viele Arbeitslose würde das zusätzlich ergeben ? Wie viele Bauern, die pleite gingen ?<<

Es gibt doch seit Jahrzehnten immer weniger bäuerliche Landwirtschaft. Was ganz gewiss nicht an den Tierschützern liegt.

@Gerd Hansen 11:32

"Man stelle sich jetzt einfach mal vor, alles was die Tierschützer so fordern, würde durchgesetzt werden:

Wie viele Arbeitslose würde das zusätzlich ergeben? Wie viele Bauern, die pleite gingen?"

So brutal es klingt, aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass wir mit staatlicher Genehmigung brutalste Tierquälerei in industriellem Ausmaß betreiben und dadurch auch noch unsere Biosphäre so richtig vor die Wand fahren. Und da das so ist (das sind Fakten!), muss etwas dagegen unternommen werden, so schlimm das für die Betroffenen sein mag.

"es können sich aber leider (in Bezug auf ihre finanzielle Situation) nicht alle (öfters) leisten."

Fleisch ist heutzutage so billig wie niemals zuvor. Es ist sogar ohne Herausrechnen der Inflation billiger als vor 20 Jahren.

Wer es sich heute nicht leisten kann, konnte es sich vor 20 Jahren erst recht nicht leisten.

Das Problem ist, dass sich bei uns allen die Werte verschoben haben: Der Luxus, Fleisch zu essen, ist zur Gewohnheit geworden.

11:28, frosthorn

>>Naja, früher trieb der Bauer eine Kuh und ein paar Schweine auf den Markt und kam mit zwei Sack Mehl, einem neuen Hut und vielleicht einem kleinen Schwips wieder zurück. Jetzt sind die Bauern Kapitalisten, aber als solche genau den gleichen "Marktgesetzen" unterworfen wie einst. Bezahlt wird eben inzwischen per Überweisung, aber ich bin sicher, der Landwirt hat auch schon vor 300 Jahren versucht, seine Produkte möglichst billig herzustellen.
Nicht selten unter Nutzung von Kinderarbeit ;-)<<

Ich erinnere einfach nur mal an die Junker. Die idyllische bäuerliche Landwirtschaft, die Sie beschreiben, war schon vor Jahrhunderten eher die Ausnahme.

Staatliches Tierwohllabel vor dem Aus...

Ein Prestigeprojekt der Bundeslandwirtschaftsministerin, so heißt es in dem Artikel.
Über die Kriterien des Tierschutzlabels darf spekuliert werden.

Am 4. Juni meldete t-online einen Tierschutzskandal um 7000 Schweine in Merzen/Niedersachsen auf dem Hof des stellvertretenden Bürgermeisters. Tierschützer hatten die Behörden darauf aufmerksam gemacht.
Vorher schon um Rinder in Memmingen.
Mit Tierwohlkontrollen sieht es wohl eher mau aus.

Am 10. Juni 2021 um 11:28 von frosthorn

"Bezahlt wird eben inzwischen per Überweisung, aber ich bin sicher, der Landwirt hat auch schon vor 300 Jahren versucht, seine Produkte möglichst billig herzustellen.
Nicht selten unter Nutzung von Kinderarbeit ;-)"

Sorry, das hatte nichts mit billig produzieren zu tun, sondern war eine Notwendigkeit, dass jeder in der Familie mithilft. Auch jetzt ist Mithilfe noch erlaubt. Es besteht also keine Veranlassung, sich über etwas lustig zu machen, nur weil man keine Ahnung hat. Für Sie kommen die Lebensmittel wohl aus dem Laden?

Am 10. Juni 2021 um 11:44 von fathaland slim

"Es gibt doch seit Jahrzehnten immer weniger bäuerliche Landwirtschaft. Was ganz gewiss nicht an den Tierschützern liegt."

Ich stimme Ihnen zu, denn die bäuerliche Landwirtschaft hat die EU mit ihren Gesetzen ruiniert, die Tierschützer fingen erst in den letzten Jahren an, ihren Beitrag zu leisten.

Landwirtschafts- und andere Minister

Wieder ist ein Gesetz durch Lobbyarbeit extrem abgewertet worden.
Im Gegensatz zu vielen anderen wird es jetzt garnicht erst verabschiedet.
Offensichtlich ist die Koalition wirklich am Ende. Das kann ein ungewöhnlicher und interessanter Wahlkampf werden, wenn die anderen Parteien damit werben, welche Ministerinnen und Minister es bei CDU/CSU so gab. Und die Frage stellen, ob man sie wiederhaben möchte: Klöckner, Scheuer, Spahn, Altmeier,...

Am 10. Juni 2021 um 09:13 von Bender Rodriguez

"Dann gibts bei uns weniger Nitrat im Boden, die Afrikaner könnten wieder selber produzieren, die Tiere hätten mehr Platz im Stall, wir bräuchten weniger agrarfläche und könnten mehr Sozialwohnungen bauen."

Sie wissen aber schon, dass Deutschland nicht in der Lage ist, sich autark mit Lebensmitteln zu versorgen?

„Freiwillig“

Im Sinne der agroindustriell orientierten Ministerin bedeutet soviel wie „Macht weiter wie bisher, schert Euch nicht um dieses Label. Es soll nur der Beruhigung der Bevölkerung dienen.“

Bayerndödel

Nö, weiß ich nicht. Immerhin exportieren wir Nahrungsmittel.
Und wenn es so wäre, wären wir einfach zu viele Menschen hier.
Die Rentenkasse sagt aber, das wir ca 20mio mehr werden müssen.

Hat irgend jemand geglaubt,

dass die Landwirtschaftslobby still hält, wenn es um ihre Interessen geht? Schlechte Bilanz für Frau Klöckner! Aber vielleicht war das Lable nur eine Nebelkerze und von Anfang an nicht für die Einführung gedacht. Armes Deutschland...

11:57, ex_Bayerndödel @11:44 von fathaland slim

>>"Es gibt doch seit Jahrzehnten immer weniger bäuerliche Landwirtschaft. Was ganz gewiss nicht an den Tierschützern liegt."

Ich stimme Ihnen zu, denn die bäuerliche Landwirtschaft hat die EU mit ihren Gesetzen ruiniert, die Tierschützer fingen erst in den letzten Jahren an, ihren Beitrag zu leisten.<<

Meinen Sie nicht, die Konzentrierung und Industrialisierung der Landwirtschaft hätte eher mit der oben von mir beschriebenen kapitalistischen Gesetzmäßigkeit der Akkumulation und Konzentration zu tun als mit der EU? Ich bitte auch, nicht außer acht zu lassen, daß sich mit industrieller Landwirtschaft große Mengen für wenig Geld produzieren lassen. In einer Marktwirtschaft ein Wettbewerbsvorteil.

Daß die EU mit ihrer Subventionspolitik der Förderung großer Einheiten diese Gesetzmäßigkeiten nicht wirklich ausgebremst hat, steht außer Frage, geschah aber außerhalb der EU genau so.

Man sollte sich hüten, den Sack EU zu prügeln, wenn man eigentlich den Esel Kapitalismus meint.

11:42 von fathaland slim

" Trotz weitverbreitetem diffusem Unbehagen und diversen Verbalradikalismen an Stammtischen und ähnlichem. Es ist auch zu überlegen, ob eine ökologische Landwirtschaft unter den Bedingungen des Wirtschaftsliberalismus, den ja hier nur eine Minderheit infrage stellt, überhaupt möglich ist."

Natürlich ist eine ökologische Landwirtschaft und Wirtschaftsliberalismus gleichzeitig möglich!

Nur reden wir von konventioneller Landwirtschaft gerade im Bezug auf Tierwohl
https://werde-magazin.de/blog/2020/03/04/bioanbau-landwirtschaft/

Alleine eine andere Verteilung und/oder Abschaffung der Subventionen würde schon dafür Sorgen.

Bombenerfolg

"Gut sei, dass Klöckner das Tierwohlkennzeichen während der EU-Ratspräsidentschaft auf die Tagesordnung gesetzt hat, sagt Connemann."

Da ist es wieder:
Das Verlagern zur "europäische Lösung", wo man die Uhr nach stellen kann, dass dort die unliebsamen Aufgaben entweder stark verwässert oder wegen Uneinigkeit erst gar nicht zu Ergebnissen kommen.

Mich würde es ohnehin nicht wundern,
dass solche "Tierwohl-Label" in der politischen Begleitung der Massentierhaltung auch verliehen werden, indem man den Schindluder bei den Tiertransporten, Kastrationen ohne Betäubung bis Kükenschreddern dabei gezielt ausklammert.

"Tierwohl", dass nur im Stall stattfindet, kann man getrost als Mogelpackung abhaken.

09:13 von Bender Rodriguez

>>Dann gibts bei uns weniger Nitrat im Boden, die Afrikaner könnten wieder selber produzieren, die Tiere hätten mehr Platz im Stall, wir bräuchten weniger agrarfläche und könnten mehr Sozialwohnungen bauen.<<

Das ist die Lösung. Dass da noch niemand draufgekommen ist. Nur Gewinner auf allen Seiten;-)

Tierwohllabel ... das neue Wort für Tierquälerei ?

Es ist schrecklich, wie hier und anderswo mit Masttieren umgegangen wird.
Tiere, die eingesperrt werden und für die dabei dann noch so geringe Flächen im Stall beanspruchen dürfen, wie man es in dt. Ställen oft sieht bzw. wie es sogar von der zuständigen Ministerin für gut befunden wird (siehe Kastenhaltung von Schweinen), werden doch von Beginn bis zum Ende ihres Lebens nur gequält.
Von Tierwohl zu sprechen, ist ein Hohn.

Aber es hört sich besser an, als das Wort Tierquälerei.

Leider haben viele Menschen nicht so viel übrig für Masttiere und deren Qualen oder sie sehen weg - aus den Augen aus dem Sinn ...

@ Bayendödel

Es gibt nur wenige Dinge, die wir vielleicht nicht hätten, wenn es wirklich drauf ankommt sich selbst versorgen zu müssen. Z. B. gibts dann vielleicht zu Weihnachten keine frischen Erdbeeren. Oder die Kiwi und Avocado vom anderen Ende der Welt.

Wir können uns durchaus selbst ernähren. Fragen sie mal die Landwirte. Meine Eltern waren Landwirte und haben den Hof bei all den Subventionen auslaufen lassen weil sie gemerkt haben wo das ganze endet.

Das Problem ist, dass wir nicht nur in der Industrie Exportweltmeister sein wollen, sondern auch in der Landwirtschaft. Unsere Landwirtschaft exportiert massenhaft in aller Herren Länder (China etc.) und hat sogar den Mumm die schlechtesten Teile von z.B. den Hähnchen, nämlich die Flügel, sogar in Afrika billiger anzubieten als sie selbst die Afrikaner mit ihren niedrigen Löhnen herstellen können. Und dann gibts noch einige, die sich wundern, dass sich der arbeitslose Afrikaner auf den Weg nach Europa macht….
Und wir schämen uns nicht einmal

14:05 von Margitt.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Kann ich nur zustimmen, das ist auch der Grund dafür das ich Flexitarier geworden bin.

Ich will das ganze nicht mehr unterstützen.
Wenn ich aber ab und zu mal, an ein gutes Stück Fleisch komme, wo ich weiß das die Aufzucht und Tierhaltung nicht zu einen endlosen leiden geführt hat, esse ich es auch.

Ich habe da etwas Glück, ich komme vom Lande, ich kenne Züchter die genau das machen und Freunde von mir sind Jäger. Zwei Möglichkeiten ohne auf Label die nichts aussagt angewiesen zu sein.

Für die billige Massenware werde ich nie wieder Geld ausgeben.

@DrBayer 11:15

Absolut und genau auf den Punkt. Unsere Ausgaben für Lebensmittel betragen gerade mal knapp über 10%. In den 70er Jahren waren es 30%. Mittlerweile sieht man den billigen Malleflug ja schon als Gott gegebenes Recht an.
So ist es mit vielem. Alles wird auf billig getrimmt und verliert somit an Wert(Schätzung). Deshalb wird permanent konsumiert und unsere natürlichen Ressourcen werden verschwendet. Viel mehr als es eigentlich nötig wäre.
Keiner sollte was dagegen haben, dass sich vieles in den letzten 50 Jahren global auch gut entwickelt hat und viele 100 Millionen Menschen aus der Armut geholt hat. Aber wir Menschen zerstören
durch exzessiven Konsum unseren Lebensraum. Mutwillig und ohne wirklich nachzudenken und entsprechend zu handeln

09:13 von Bender Rodriguez: Folgen der Tierhaltung

Weniger Tiere, mehr Platz im Stall wäre zugunsten der Tiere ein Ansatz.
Weniger Agrarflächen als Folge von weniger Tieren, weil weniger Futter angebaut wird, sollte aber dazu führen, dass wir mehr pflanzliche Lebensmittel anbauen.
Wenn weniger Fleisch gegessen würde, müssen automatisch mehr Gemüse, Kartoffeln etc. angebaut werden.

Ob es dann noch für Sozialwohnungen, wie Sie es vorschlagen reicht, ist die Frage.
Wohnungen können auch durch Einführung von Baupflichten auf den Grundstücken, die manche seit 20 oder mehr Jahren in Wohnbaugebieten nicht bebaut haben, geschaffen werden. Auch der Abriss von uralten u. schon 10 Jahre u. mehr unbewohnten Häusern im Zentrum vieler Gemeinden könnte dafür Platz schaffen.
Letztlich kann man viele Gebäude auch aufstocken, um neue Wohnflächen zu schaffen.
Der Flächenverbrauch durchs Bauen sollte gebremst werden, weil sich die Flächen auf dieser Erde nicht vermehren + weil für die Naherholung u. das Klima auch noch Grünflächen und Wälder nötig sind

Staatliches Tierwohllabel vor dem Aus....

Ein Projekt von Frau Klöckner. Und im letzten Herbst verhinderte die Ministerin bei den Verhandlungen über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), daß Umwelt und Tierwohl in größerem Maße zu Kriterien bei der Vergabe von Geldern an die Betriebe wurden. Nur 20 Prozent der Gelder sind daran gebunden, daß EU-Parlament forderte 30 Prozent. Umweltverbände forderten in Vorfeld 50 Prozent.
Der Deutsche Bauern Verband (DBV), der vor allem Großbetriebe vertritt, zeigte sich zufrieden.

13:47, Locker werden

>>Natürlich ist eine ökologische Landwirtschaft und Wirtschaftsliberalismus gleichzeitig möglich!<<

Nein.

Denn wirtschaftsliberal bedeutet, daß dem Markt so wenig Fesseln wie nur irgend möglich angelegt werden. Was heißt, daß der günstigste Anbieter sich durchsetzt. Und das wird nicht der ökologisch arbeitende bäuerliche Landwirtschaftsbetrieb sein. Denn der hat wesentlich mehr Kosten pro produzierter Einheit als der agrarindustrielle Großbetrieb.

>>Alleine eine andere Verteilung und/oder Abschaffung der Subventionen würde schon dafür Sorgen.<<

Ohne Subventionen setzt sich die Agrarindustrie auf jeden Fall durch. Die Subventionspolitik der EU muss allerdings eine Kehrtwende hinlegen, denn bisher beschleunigte sie den Konzentrationsprozess noch anstatt ihn zu bremsen. Nach dem Motto „Der Teufel sch..t auf den größten Haufen“. Wer viel hat, dem wurde bisher viel gegeben. Unnötigerweise.

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