Kommentare - Fehlender Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern

09. Juni 2021 - 05:13 Uhr

Wie sicher fühlen sich Radfahrer und wo werden sie im Straßenverkehr benachteiligt? Eine Auswertung von Verkehrsexperten der Hochschule Karlsruhe zeigt, dass viele Autofahrer beim Überholen zu wenig Abstand halten. Von Thomas Reutter.

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Beide Seiten

Ich bin leidenschaftlicher Radfahrer und muß zur Arbeit in eine andere Stadt mit dem Auto-kenne also beide Seiten.
Wenn es also nicht anders geht-bitte den Radfahrer vorlassen oder in Schrittgeschw. überhohlen.
Oder sollen jetzt alle Straßen verbreitert werden?

Genau aus diesem Grund fahre

Genau aus diesem Grund fahre ich nur noch auf Radwegen, die in unserer Stadt glücklicherweise vorhanden sind. Straßen sind bei uns nach meinem Geschmack für Radfahrer lebensgefährlich, sehe nur noch sehr selten einen Radfahrer auf der Straße, Kinder schon garnicht. Wir haben das Problem, dass die Radfahrer die Fußgänger auf „schneiden“, da Geh- und Radweg oft nicht voneinander getrennt sind.

"Aber weil die Autofahrer

"Aber weil die Autofahrer nicht hinter den Radlern auf der Bremse stehen wollen"

*

Ich fahre sowohl Auto als auch Rad (und das nicht nur am Wochenende).

Von nicht wollen kann nicht die Rede sein.
Wenn man da nicht überholt, dann staut sich der ganze Verkehr hinter einem. Manche Radfahrer fahren im Schritttempo.
Da wären anständige Fahrradwege die Lösung. Oft werden Fußwege für Fahrräder freigegeben, wo nicht so viele Fußgänger unterwegs sind.

Wenn der Verkehr langsam fließt, dann überholen einen die Radfahrer auch ohne Abstand zu halten, denn dafür ist kein Platz. Das sind sehr viele Tote Winkeln, die sie passieren und die Autos können jederzeit schneller werden.

An den Ampeln fahre ich selbst an den Autos vorbei bis nach vorne. Denn auf dem Rad stören mich nicht so sehr die Abstände wie die Abgase. Man riecht das und ich mag nicht am Auspuff stehen und schnüffeln.

Aber wie bereits im Text erwähnt sind eher die Kreuzungen das Problem. Ich schätze wegen dem Toten Winkel.

rer Truman Welt

Das ist sicherlich richtig und auch sehr oft zu beobachten, wie dicht Autofahrer Radfahrer überholen, aber wie verhält es sich mit diesem vorgeschriebenen Abstand im umgekehrten Fall. Wieviel Abstand müssen Radfahrer einhalten wenn diese Autos und Fußgänger überholen?
Auf Waldwegen und gemeinsamen Fussgänger-/Radwegen fühle ich mich als Fußgänger ebenso von vorbeirasenden Radfahrern höchst gefährdet und es
passiert dabei ja auch viel. Als Autofahrer überhole ich möglichst vorschriftsmässig und in der Stadt fahren die dann später auf wenige Zentimeter an einer Ampel stehend wieder vorbei, um dann bei Grün erneut vor mir herzufahren. Das kann dann quer durch die Stadt gleich einige Male passieren. Ich behaupte, dass sich ebenso viele Fahrradfahrer unvorschriftsmässig verhalten vor allem gegenüber Fußgängern wie Autofahrer gegenüber Radfahrern. BEIDES ist nicht in Ordnung, daß versteht sich von selbst. Aber ohne das Zweite Auge auf die Radfahrer zu richten sieht wird das nicht gesehen!

Radfahrer haben sich auch an Verkehrsregeln zu halten

Ich stelle oft fest, dass Radfahrer außerhalb oft nebeneinanderfahren. Selbst wenn man sie dann im Gegenverkehr hat, kann man keinen Mindestabstand einhalten.
Es scheint mir absolut notwendig, auch bei Radfahrern auf Einhaltung von Verkehrsregeln zu achten, dies ach zu sanktionieren.
Wenn Radfahrer Ü70 mit einem E-Bike mit 25km auf eine Hauptstraße einbiegen und erst 5m vor der Kreuzung mit Bremsen beginnen - dann ist das einfach zu wenig. Hier darauf zu setzen, dass der vorfahrtsberechtigte LKW auch Bremsen hat geht eben oft schief. Traurig nur, wenn der LKW-Fahrer dann mit dem erlebten umgehen muss!
Schön wäre eine Analyse, wie viele Fahrradunfälle von Radfahrern verursacht werden!

Planungsfehler

Nicht nur Autofahrer müssen 1,5 m Abstand einhalten. Auch RadfahrerInnen sollen bzw müssen regelkonform 1,5 m Abstand von rechts am Fahrbahnrand parkenden Kfz einhalten, um "Dooring" zu vermeiden. Das wurde/wird leider sogar von den Verkehrswegeplanern nur knapp eingehalten, sie planen die Radstreifen zu schmal. Dadurch wird man an den Randzone zwischen Kfz- Spur und Rad-Spur gedrängt.
Zudem signalisiert die Trennlinie zwischen den Fahrspuren, dass man als Kfz-FahrerIn bis an die Linie fahren darf, was aber nicht der Fall ist, wenn Radler parallel unterwegs sind.
Fast überall gibt es zu schmale Radspuren, auf denen man rechtsseitig von unachtsam geöffneten Kfz-Türen bedroht ist. Auf der linken Seite der fließende Verkehr bis an die Trennlinie ... der/die RadlerIn dazwischen - total gefährlich!
Hinzu kommen rasende E-Biker und Rennradler, die in der Überzeugung, zu " den Guten" zu gehören, viel zu schnell und unangepasst unterwegs sind. Da muss was passieren.

Motorrad - Fahrrad, was ist gefährlicher?

Nach 45 Jahren habe ich mein aktives Motorradleben beendet und bin vor 5 Jahren auf das Fahrrad umgestiegen. Allerdings wirklich sicher habe ich mich nur auf dem Motorrad gefühlt. Fahrrad fahren ist dagegen sehr gefährlich. Dazu tragen nicht nur fehlende Infrastruktur bei, sondern auch die Sicherheitsabstände zwischen KFZ und Fahrrad als auch die riskanten Überholvorgänge der Fahrradfahrer untereinander. Diese schmalen Fahrradwege kommen mir vor wie ein Relikt aus vergangener Zeit.

Und was ist mit...

...den ganzen Radfahrern die auf Landstraßen meinen in Rudeln fahren zu müssen??? Dabei teilweise die ganze Fahrbahn blockieren so dass man noch nicht mal mit dem Motorrad überholen kann ohne auf die Gegenfahrbahn zu müssen? Und das vorzugsweise auf Bergaufpassagen wo die Geschwindigkeitsunterschiede noch extremer sind? Oder was ist mit den Kollegen die glauben saufen zu können weil sie ja „nur“ mit dem Fahrrad fahren? Oder trotz Verbot gegen Einbahnstraßen fahren weil die Verkehrsregeln ja nur für alle anderen gelten?

Aber es ist ja immer so leicht einfach alles auf „die bösen Autofahrer“ und alle anderen zu schieben...

Ein jahrzehntelanges Dilemma

Die Vorschrift, beim Überholen von Radfahrern auch unter günstigsten Umständen wenigstens 1,5 m Abstand zu halten, sonst ist Überholen schlichtweg verboten, wenn der Abstand nicht eingehalten werden könnte, ist Jahrzehnte alt. Bis letztes Jahr war sie allerdings "nur" Richterrecht. Sich konsequent dran halten tun nur die Wenigsten. Statistische Aussagen, dass es ein Drittel Verstöße gibt, sind problematisch, da es zu zu geringen Abständen meist nur in engen Straßen kommt, man dürfte nur dort zählen. Straßen werden aber oft auch absichtlich eng gebaut, um den Verkehr zu erschweren. Ich erlebe selten, dass Autofahrer hunderte Meter hinter einem Fahradfahrer herfahren, wenn der Platz noch knapp zum Überholen reichen würde ohne Mindestabstand. Aber die Verkehrsdisziplin in Deutschland ist ohnehin längst einer Ellbogenmentalität gewichen. Blinken, für die anderen Autofahrer und Radfahrer gleich, wichtig, findet kaum noch statt (ich weiß doch, wohin ich fahren will, was geht das andere an?).

Wo fühlen sich Radfahrer benachteiligt?

Einfach einmal aus Autofahrer oder Fußgänger das Verhalten der Radfahrer betrachten, in Fußgängerzonen, an Zebrastreifen, auf Landstraßen! Da radeln Radfahrer ohne Rücksicht durch Fußgängerzonen, fahren über Zebrastreifen ohne auf den Verkehr zu achten oder abzusteigen, was vorgeschrieben ist, da radeln Radfahrer auf 4,50 Meter breiten Landstraßen nebeneinander im Abstand von 2 Metern, und der Autofahrer ist gezwungen, kilometerweit mit Tempo 10 hinterher zu fahren.

Ohne Einschränkungen wird es nicht gehen

" ... dass viele Autofahrer beim Überholen zu wenig Abstand halten."( zit. TS).
Es mag sein, dass manche Autofahrer in den Bewusstsein, stärker zu sein, zu wenig Rücksicht nehmen. Das trifft leider auch für viele gut trainierte RaflerInnen, E-BikerInnen und LastenradlenkerInnen zu. Für "normale" RadlerInnen ist kaum noch Platz. Rücksichtnahme - nein danke.
Da hilft es nicht, schmale Radstreifen zwischen fließendem Verkehr und parkenden Kfz auf dem Randstreifen zu führen. Die Sicherheit der Radstreifen ist trügerisch. Notwendig wäre generell Tempo 30 innerorts, selektiv Fahrverbote für Kfz bzw für Räder auf bestimmten Straßen. Eine große Aufgabe für RaumplanerInnen.

Ein Beispiel auf der Praxis....

.....ein Radfahrer und ich haben offensichtlich ungefähr zur selben Zeit Feierabend und nutzen die selbe Straße für den Nachhauseweg. Jedenfalls "treffen" wir uns mehrmals die Woche. Dieser Radfahrer ist wohlgemerkt nicht "der schnellste seiner Truppe" um es mal so auszudrücken und die Straße stark befahren. Würde nun jeder Autofahrer, der diesen Radfahrer überholt, dies nur tun wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann, so würde die Schlange hinter dem Radfahrer aufgrund des dichten Gegenverkehrs sowie baulicher Einschränkungen (Mittelinseln) ins Unendliche wachsen!

Radfahrer überwiegend als Opfer dargestellt

Ich finde es erstaunlich, dass Radfahrer (wie auch hier) überwiegend als Opfer dargestellt werden.

Ich pendele seit 20 Jahren als Fußgänger täglich zwischen einem Großstadtbahnhof und meinem Arbeitsplatz. Wenn ich sehe, wie riskant viele Radfahrer, ohne auf Ampeln zu achten, Kreuzungen überqueren, wundert es mich nicht wenn es dort am häufigsten zu Unfällen kommt.
Aber auch die geringe Rücksichtnahme gegenüber Fußgängern beim Radfahren auf reinen Fußwegen oder auf Zebrastreifen macht mich häufig fassungslos.

Insofern wäre es schön, wenn die Gruppe der Radfahrer die Rücksicht gegenüber Fußgängern zeigt, die sie von Autofahrern für sich einfordert.

Nur weil sich die

Nur weil sich die "Fahrradposer" eine bunte Wurstpelle überziehen und sich benehmen, als wären sie die Ausreißergruppe der TdF, ist die StVO nicht außer Kraft gesetzt!
Merke: Wenn Du da wo Du radeln musst, nicht radeln willst, und Du da, wo radeln willst, nicht radeln darfst, musst Du absteigen und schieben. Es ist so einfach, ein rechtstreuer Bürger zu sein!
Das faktische Verbot , Radfahrer, die innerorts auf der Fahrbahn unterwegs sind, zu überholen, ist mal wieder "gut gemeint" - und damit das Gegenteil von "gut gemacht"!

Mal eben - Pop-Up-Sicherheit

Selbstverständlich halte ich zu Fahrradfahrern und Fußgängern einen Mindestabstand. Motorradfahrer? Klar halte ich Abstand. Sind ja etwas weniger geschützt auf dem Gefährt. Auch drossel ich das Tempo soweit erforderlich. Schon mal außerorts oder innerorts mit 50km/h bis 70/km/h an einem Rollator vorbeigeflogen? Das geht gar nicht. Aber man schaue sich die Bilder an. Wer meint er könne Barrierefreiheit und Radverkehr ohne Umbauten erzwingen oder (ich sehe es noch kritischer) in den benötigten Verkehr reinpressen, der muss die Auswirkungen doch wenigstens sehen wollen.
Fahrradfahrer verhalten sich doch nicht anders als andere Verkehrsteilnehmer. Mal eben rausziehen und dann noch beschimpfen. Wer seinen Verkehrsteilnehmern Vorrechte einräumen möchte sollte Ihnen auch ein Nummernschild aufkleben. Nicht wenige Verkehrsteilnhemer auf dem Fahrrad verhalten sich tatsächlich so, als könne man Ihnen gar nichts. Was auch stimmt.
Für alle gilt: Vieles muss nicht. Was ist los? Jagd uns der Teufel?

Ich bin schon von Bussen

Ich bin schon von Bussen gestreift worden. Von PKW weggedrängt. Da hilft nur aktive Sicherheit. Ich fahre nicht mehr am Rand. Ich bin Verkehrsteilnehmer, der wie PKW Fahrer, nichts für die Strasse zahlt. Also gleichberechtigt. Wer sich an mir vorbeipressen will, muss durch den Gegenverkehr.
Wen das zu langsam ist, sollte such um sein Zeitmanagement kümmern und früher losfahren.

Um kosten zu sparen werden

Um kosten zu sparen werden Radwege neuerdings einfach aus die Straße gemalt, was die Fahrspuren so einengt das es in den seltensten Fällen möglich ist den Sicherheitsabstand zu wahren. Dazu dann die Unvernunft der Verkehrsteilnehmer wo jeder auf sein Recht pocht anstatt mal Rücksicht zu nehmen. Hier in Bremen kann man sehen was dabei rauskommt wenn Planer die Kosten reduzieren müssen. Es gibt Strecken auf denen der Radweg alle 20 Meter vom Fußweg auf die Fahrbahn wechselt und zurück. Dazu kommt dann noch die Straßenbahn und Busspuren, dann ist das unübersichtliche Chaos perfekt.

Da braucht es neben der

Da braucht es neben der Entschärfung gefährlicher Stellen und einer Bewusstseinsbildung bei den Autofahrern auch das ein oder andere Schild, wohl auch ein neues Verkehrszeichen, dass ein Überholverbot von Radfahrern anzeigt.

Das ist leider so,

dass manche Autofahrer zu dicht heranführen, wenn sie überholen.
Aber die Palette der chronischen Verkehrswidrigkeiten ist hier in SZ umfangreicher.
Zu schnell in Zone 30,
Fußgänger, die permanent den Radweg benutzen, besonders auf Kreuzungen, und Fahrradfahrer, die mit ihrem Elektroantrieb versuchen, Geschwindigkeitsrekorde zu brechen, gerne auch in der Fußgängerzone.
Neuerdings: ultraschnelle Ekektromobile, die um die Ecke flitzen.
Solch ein Senioren-scooter hätte mich vorgestern beinahe erwischt.

Nicht nur ein Problem der Autofahrer

Neben dem Verhalten der Autofahrer ist auch das Verhalten vieler Radfahrer ein Problem. Sie verhalten sich, als wären sie ein Verkehrshindernis, drängen sich an den Bordstein und fordern so geradezu dazu auf, sie zu überholen. Ich achte als Autofahrer ganz bewusst auf den Sicherheitsabstand und fahre deshalb öfter (mit Abstand) langsam hinter Radfahrern her. Dabei beobachte ich regelmäßig, dass dies die Radfahrer völlig verunsichert. Sie blicken sich um, fahren noch mehr am Rand obwohl der Platz trotzdem nicht zum überholen reicht. Solange sich die Mehrheit der Radfahrer selbst nicht als vollwertige Verkehrsteilnehmer empfindet, wird sich die Einstellung der Autofahrer (was ja wie geschrieben oft eine Personalunion ist) nicht ändern. Ich fahre als Radfahrer wenn es zu eng ist mittig auf der Spur. Ich lasse mich lieber anhupen als knapp überholen.

Fehlender Abstand beim Überholen von Radfahrern

Das ist nicht einfach so , dass der Autofahrer nicht den richtigen Abstand einhält sondern manche Fahrspuren sind so angelegt - siehe in Moers - dass eine Radspur etwa 70 cm breit ist und rechts und links davon Fahrzeuge fahren.
Sicherlich auch eine Ausnahmesituation aber eben von Beamten erdacht !

Harmonisierung des Verkehrs notwendig

Richtig - diese Woche wurde berichtet, ein Kind, das mit seinem Fahrrad wegen einer Tasche am Lenker um kippte, wurde von einem Lastwagen erfasst. Hätte dieser Lastwagen die vorgeschriebene 1,50 m oder 2 m außerhalb eingehalten, hätte das Kind um kippen können, ohne vom Lastwagen erfasst zu werden!
Es ist eine Harmonisierung notwendig. Da unsere Regierung auch übergroße LKW auf Landstraßen mit 80 km/h zu lässt, ist nicht nur das Überholen, sondern jegliche Begegnung gefährlich, der Winddruck von diesen Ungetümen bringt jeden Radfahrer oder Fußgänger zum straucheln.

Helfen tut da nur eine Harmonisierung der Geschwindigkeiten. Weg von Tempo 100 auf zweispurigen Straßen, LKW oder Transporter abhängig von der Größe runter auf 40 oder 50 km/h, LKW mit Hänger oder Auflieger runter auf 30 bis 20 km/h, beim Überholen und, ganz wichtig, auch bei Begegnungen (Gegenverkehr) mit Fußgängern oder Radfahrern.

Wer die Regel beherzigt,

dass bei Gegenverkehr Radfahrende nicht überholt werden, hat schon viel richtig gemacht.

Das ist bei vielen Autofahrenden noch nicht automatisiert und muss als Erstes in die Köpfe für einen sicheren Abstand beim Überholen.

Es wird komplexer

"Zum anderen liegt es daran, dass viele Straßen zu eng sind, um ausreichend Abstand zu halten"

Ich fahre, wie wahrscheinlich viele, mal Fahrrad, mal Auto. Und die Regel mit den 1,5m Abstand heißt, dass man ein Rad so überholen muss, wie ein anderes Auto, man muss nämlich in die Spur des Gegenverkehrs fahren. Auf Straßen mit wenig Verkehr und nur einzelnen Rädern mag das ja angehen. Bei viel Verkehr und zahlreichen Rädern führte das faktisch dazu, dass man nicht mehr überholen kann und alle mit Fahrradgeschwindigkeit unterwegs sind.

An Kreuzungen und Einmündungen hilft nur noch mehr aufpassen. Wenn ich mit dem Auto aus einer Einmündung auf die Straße fahre, dann stehen da oft so viele parkende Autos bis dicht an die Einmündung, dass ich mich sehr weit in die Straße tasten muss, bis ich mal was sehe. Wenn dann gerade ein rasantes Bike kommt, ist das ein Problem.

Es hilft nur Vorsicht von beiden Seiten, also z.B. mit dem Rad nicht rechts an Autos (LKW) an der Ampel nach vorn fahren

Falscher Ansatz

Es geht auf einer Fahrradstraße eben nicht darum, dass Autos genug Platz zum überholen haben. Statt dessen ist es eine Straße auf der Radfahrer fahren können und sollen (z.B. auch nebeneinander!) und auf der Autos auch fahren dürfen. Sie müssen dann aber ihre Geschwindigkeit entsprechend anpassen. Das kann u.U. auch dazu führen, dass man mal Schritt fahren muss.

Wir brauchen

ein Tempolimit von 8km innerorts und 15km/h ausserorts fuer Radfahrer... dann ist alles sicherer.

Gegenfahrbahn

Sie beschreiben das Problem sehr schön. Es ist eben bei den bestehenden Straßenbreiten in aller Regel nötig, sich zum Überholen auf die Gegenfahrbahn zu begeben.

Am 09. Juni 2021 um 07:56 von Bender Rodriguez

"Ich fahre nicht mehr am Rand. Ich bin Verkehrsteilnehmer, der wie PKW Fahrer, nichts für die Strasse zahlt. Also gleichberechtigt. Wer sich an mir vorbeipressen will, muss durch den Gegenverkehr.
Wen das zu langsam ist, sollte such um sein Zeitmanagement kümmern und früher losfahren."

Interessante Sicht, die von völliger Ignoranz und Unkenntnis sowie Rücksichtslosigkeit zeugt. Ich freue mich auch jedes Mal über Fahrradfahrer, die auf einer vielbefahrenen Straße fahren, während in 3 Meter Abstand zur Fahrbahn ein gut ausgebauter Radweg verläuft.

Gegen Rücksichtslosigkeit

hilft weder der Wechsel vom KFZ auf's Rad und umgekehrt. Der Schwächere muss nachgeben, sonst ist er der Dumme.
Gegen Dummheit hilft ja auch keine künstliche Intelligenz.

Radweg vorhanden / Radfahrer mitten auf Bundesstraße usw.

Radfahrer, die im Berufsverkehr auf der B9 neben (!) einem Radweg herfahren.... Radfahrer, die mitten auf der Fahrspur fahren, so dass große Abstände kaum einzuhalten sind...

Schon vor der Regelung für größere Abstände habe ich gerne viel Abstand beim Überholen gehalten. Auch, weil manche Radfahrer plötzlich Schlenker machen, als hätten sie Gleichgewichtsstörungen. Aber gerade diese fahren dann mitten auf der Fahrspur, wahrscheinlich auch, weil sie wissen, dass sie nicht zuverlässig geradeaus fahren können.

In Konstanz hat mich in einer Fußgängerzone ein Radfahrer von hinten mit ordentlichem Tempo angefahren. Fahrerflucht folgte Sekunden später. Ist ja kein Problem, so ganz ohne Nummernschild. In einer Fußgängerunterführung in Boppard beinahe einer von vorne... Kann fortgesetzt werden.

Ich bin für Kennzeichenpflicht für Fahrräder, damit Fehlverhalten auch bei diesem Klientel geahndet werden kann.

... und daraus schließen Sie,

... und daraus schließen Sie, dass man ihn dann eben überholen muss obwohl das verboten ist?

06:35 von Tada

"Von nicht wollen kann nicht die Rede sein.
Wenn man da nicht überholt, dann staut sich der ganze Verkehr hinter einem. Manche Radfahrer fahren im Schritttempo."

Dazu faellt mir das in allen Belangen des Lebens ungehoerte Lebenskonzept der Entschleunigung ein, stattdessen ein latenter Zwang zur Ruecksichtslosigkeit und dem Druck schneller als der Andere sein zu muessen, der Erste... subtile Unterdrueckungspower eines grossen Teils unseres gesellschatlichen Systems, politisch und wirtschaftlich. Wenn man technisch schneller sein kann - warum sollte man auch schneller sein wollen? Wo ist der Fehler? Auf jeden Fall ist das der Konflikte Anfang. Das wird aber akzpetiert und dann wird rumgebastelt um es halbwegs funkionierend zu erhalten. Fazit: Es ist ein tief verzwicktes Problem und behinhalte damit den latenten Hass zwischen manschen Auto- und Radfahren. Fazit zwei: Hausgemachtes Problem einer kranken Gesellschaft unter aktiver Teilnahme der Autoindustrie.

Gegenseitig Vorwürfe...

...helfen nicht. Der Verkehr nimmt zu und die Straßen werden nicht breiter. Und weder Auto-, noch Radfahrer halten sich durchgehend an alle Verkehrsregeln (auch Fußgänger nicht). Damit muss man immer rechnen. Es gibt Unaufmerksame und Rowdies in allen Gruppen.

Da ich davon ausgehe, dass viele Menschen zu unterschiedlichen Zeiten verschieden Rollen im Verkehr einnehmen wundere ich mich manchmal über das fehlende Verständnis füreinander. Dass ein Radfahrer Angst hat, wenn man knapp an ihm vorbei fährt müsste jedem klar sein. Dass ein Paketfahrer das Rad nicht sehen kann, wenn man sich an der Ampel rechts neben ihn quetscht, allerdings auch.

Diese "Radwege", wie auf dem Bild, die ein Verkehrsplaner einfach auf eine Straße pinseln lässt, um Pläne zu erfüllen, sind allerdings für alle eine Zumutung.

Radfahrer nicht allein auf der Welt

Nun ist es aber so, dass beispielsweise Pendler auf dem Land - ja das gibt es - manchmal mehr als 30km zur Arbeit fahren müssen. Dafür wegen Radfahrern täglich 2 Stunden zu fahren ist inakzeptabel. Das Rad zu nutzen geht meist auch nicht (manchmal regnet es hierzulande). ÖPNV dauert auch mehr als 1,5 Stunden. Der Tag hat aber nur 24 Stunden, da muss auch gearbeitet und geschlafen werden. Ach so, Homeoffice geht nicht in allen Berufen - klingt komisch - ist aber so.
Ohne Einschränkungen bei Radfahrern wird es nicht gehen, auch die werden sich an Regeln halten müssen, sonst funktioniert das nicht.
Alternativ können wir das mit dem Arbeiten auch lassen, einen Kreis bilden und gemeinsam singen! Ach so - wer bringt dann das Essen? Ja, das gibts ja im Supermarkt! Wie auch die Milch von den lila Kühen.....

Regeln auch für Radfahrer

@ SinnUndVerstand
"Da braucht es neben der Entschärfung gefährlicher Stellen und einer Bewusstseinsbildung bei den Autofahrern auch das ein oder andere Schild, wohl auch ein neues Verkehrszeichen, dass ein Überholverbot von Radfahrern anzeigt."
Da braucht es vielleicht auch ein Schild: Für Radfahrer gesperrt! Beispielsweise dann, wenn 100m nebenan ein Radweg parallel verläuft. Oder "Absteigen" an gefährlichen, abschüssigen Kreuzungen.
Wenn ich sehe wie manche mit schnellen E-Bikes fahren, befürchte ich allerdings, dass ebendies Gruppe vorher aussterben wird...

Auch für Radfahrer gilt die

Auch für Radfahrer gilt die StVO und Rücksichtnahme gilt für beide Seiten, und Autos sind nun mal die größeren

Ich fahre seit 70 Jahren Fahrrad.

Und natürlich hat sich in dieser langen Zeit das Fahrradfahren sehr verändert - der zunehmenden Zahl der Fahrzeuge geschuldet.
Da ich das Glück habe, eher ländlich zu wohnen, ist das Radfahren hier rel. stressfrei. Zumal ich deutlich gemerkt habe, dass sich die allermeisten Autofahrer Mühe geben, den vorgeschriebenen Abstand beim Überholen einzuhalten, und bei Gegenverkehr meist mit dem Überholen hinter mir warten.

Ich "revanchiere" mich, indem ich möglichst weit rechts fahre und damit helfe, den Abstand beim Überholen für beide sicherer zu gestalten.
Das honorieren viele Autofahrer.
Bin ja auch selber einer.

In der Stadt möchte ich überhaupt nicht gern mit dem Rad unterwegs sein, da ist mir die Rücksichts- und Gedankenlosigkeit der Leute, egal ob Fußgänger, Rad- oder Autofahrer, eindeutig zu 'gefährlich'.

Da hilft auch Gelassenheit nicht immer.

Radfahren im Autoland

das ist eben nicht so einfach umzusetzen. Ich bin passionierte Radfahrer. Schon immer. Und nirgends ist es für Radfahrer schlimmer, als in deutschen Städten. Das liegt an zwei Dingen: zum einen wurden fast alle deutschen Städte nach dem 2. WK auto-freundlich neu aufgebaut. Man wollte modern und schnell sein. Irgendwann in den 1980ern erkannte man halbherzig, das der Autoverkehr für das Mensch-sein auch seine Nachteile hat. Es sprießten die Fußgängerzonen überall wie Pilze aus dem Boden. Große Aufregung. Nun wechselt der Fokus auf den Radverkehr. Aber die Straßen sind nun mal so, wie sie sind. Kaum möglich, die Radfahrer sicher durch den Großstadtdschungel zu schleusen.
.
Und zur ganzen Wahrheit gehört auch: Radfahrer sind die schlimmsten Verkehrsteilnehmer. Rote Ampeln, Einbahnstraßen, Bürgersteige, Rechts-vor-Links, absolut keine Rücksichtnahme... All das findet sich unter Radfahrern leider exorbitant häufiger, als unter Autofahrern. Und das sage ich als Radfahrer! Kennzeichen fehlen

@Shooter (7:32)

Aus Ihrem Kommentar wir das ganze Problem des Strassenverkehrs deutlich: Ich, ich, ICH! Alle anderen machen es falsch, nur ich nicht. Dabei sollte das wichtigste Prinzip sein, dass derjenige, der weniger gefährdet ist, sich zugunsten des Schwächeren zurückhält.
Wenn ein LKW und ein PKW zusammenstoßen, hat der Mensch im PKW meistens den größeren Schaden. Wenn ein Auto einen Radfahrer umfährt, hat das Auto ein paar Kratzer und der Radfahrer einen Knochenbruch.

Rücksichtsnahme

Unbestritten, eine Rücksichtsnahme auf andere Verkehrsteilnehmer ist richtig und wichtig und dazu gehören speziell die Fahrradfahrer weil sie unmittelbar im Verkehrsgeschehen sind.
Gegenanzeige sind Fahrradfahrer die in der örtlichen Umgebung auf der Mitte einer Fahrspur fahren und andere Verkehrsteilnehmer zwingen auf die Gegenspur auszuweichen, was nicht immer möglich ist. Ein Überholen mit einem Abstand von etwas über 1m wird trotzdem angezeigt. Da ist er wieder, der alte Krieg gegen die Fahrradfahrer.

Radfahrer wollen breitere

Radfahrer wollen breitere Fahrradstraßen und breitere Verkehrswege auf den normalen Straßen. Bei uns gibt es neben den meisten Landstraßen s.g. geteerte Landwirtschaftswege und wo fahren die Radfahrer auf der Bundesstraße. Wenn die Radfahrer eigene Straßen möchten sollen Sie auch eine Steuer entrichten wie die Autofahrer für Ihr Fahrzeug. Die KFZ-Steuer wurde ursprünglich eingeführt, um die Straßen i. O. zu halten und um neue zu bauen. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als die KFZ-Steuer in den normalen Haushalt überführt wurde. Das kam daher weil unsere Politiker nicht mit Ihren Einnahmen im Haushalt auskamen.

06:29 von Nelke785

Genau aus diesem Grund fahre ich nur noch auf Radwegen, die in unserer Stadt glücklicherweise vorhanden sind. Straßen sind bei uns nach meinem Geschmack für Radfahrer lebensgefährlich, sehe nur noch sehr selten einen Radfahrer auf der Straße, Kinder schon garnicht. Wir haben das Problem, dass die Radfahrer die Fußgänger auf „schneiden“, da Geh- und Radweg oft nicht voneinander getrennt sind.

Das Problem ist, dass Radfahrende sich entweder die Straße mit den Autos teilen müssen, oder den Bürgersteig mit den Fußgängern. Sie haben i.d.R. in Deutschland keine "eigenen" Wege. Dadurch sind häufig Gefahrensituationen und Konflikte vorprogrammiert. Es ist häufig einfach zu wenig Platz.

07:56 von Bender Rodriguez

>>Wer sich an mir vorbeipressen will, muss durch den Gegenverkehr.<<

Womit die Aversion einiger Autofahrer gegen die Radler hinreichend erklärt ist.
Aber Hauptsache sie fühlen sich gut dabei ihre Macht zu zeigen und den §1 der Straßenverkehrsordnung außer Kraft zu setzen.

Diese farblich abgetrennten Fahrrad-Hilfswege

...machen das Radfahren über nicht notwendigerweise sicherer, oft ist eher das Gegenteil der Fall:

Der Autofahrer sieht den Radler auf dessen Streifen und fühlt sich irgendwie berechtigt, diesen auch bei Gegenverkehr zu Überholen.
Wäre der Radstreifen nicht da, wäre die Straße ja nicht breiter oder enger - aber viele Autofahrer hätten deutlich größere Hemmung, denselben Radfahrer bei Gegenverkehr zu Überholen.

Ich habe den Unterschied deutlich kennengelernt, nachdem nach jahrelanger Bauzeit eine Straße einen solchen Radstreifen erhielt.
Jetzt werde ich bei Gegenverkehr grundsätzlich überholt, wo früher die Autos hinter mir blieben. Der Abstand beträgt oft nicht mal eine Armlänge.

"Dooring"

Einige Autofahrer fühlen sich geärgert, wenn Radfahrende ihrer Meinung nach zu viel Abstand vom Fahrbahnrand halten. Wenn diese selbst als Radfahrende einmal von einer sich plötzlich öffnenden Tür eines stehenden/parkenden Autos zum Sturz gebracht worden wären, hätten Sie vllt mehr Verständnis.
Mir ist nichts passiert, die Freundin einer ehemaligen Kollegin sitzt allerdings seitdem im Rollstuhl.

„Dooring“ bezeichnet Unfälle, die Fahrrad- und zunehmend auch E-Tretrollerfahrer in zugeparkten Innenstädten betreffen. Der vom englischen Wort „door“ für Tür abgeleitete Begriff weist auf die Unfallursache hin: Der Insasse eines Autos öffnet die Tür, ohne auf den nachfolgenden Verkehr zu achten – ein Horrorszenario für jeden Radfahrer, denn der prallt im schlimmsten und leider nicht seltenen Fall „nahezu ungebremst“ auf die Tür und stürzt.

https://www.unfallzeitung.de/news/1512-dooring-die-angst-der-radfahrer-…

Als ehemaliger Amateursportler

kenne ich die Situation. Der tägliche Kampf Auto gegen Radfahrer.

Die Radwege sind oft ungeeignet für Sportliches Fahren und rechtlich gilt eine Gruppe Radfahrer zudem als ein „Fahrobjekt“. Was viele Autofahrer auch nicht wissen.

Nicht wenige Sports Kameraden sind schon von Autos schwer verletzt worden und waren teils wochenlang im Krankenhaus.

In Innenstädten sollte es allerdings separate Radwege geben. Da hat Sportliches Fahren auch nichts zu suchen. Weder bei Autos, noch bei Radfahrern.

Man betrachte

nur diese "Radstreifen" auf dem Titelfoto.
Knapp so breit wie ein Lenker.

Da ist kein Sicherheitsabstand eingerechnet.

@ Am 09. Juni 2021 um 07:56 von Bender Rodriguez

> Ich bin Verkehrsteilnehmer, der wie PKW Fahrer, nichts für die Strasse zahlt.

Direkt im Sinne von Maut vielleicht nicht. Aber da gibt es die Kfz-Steuer, Mineralölsteuer etc..... Fahrradfahrer bezahlen höchstens die Mehrwertsteuer bei der Anschaffung.

1000e von Toten durch Autos.

@07:09 von Denkerist
Ich bin selbst in der Klinik aufgewacht. Fahrradweg,, Auto biegt einfach ab, Polizei glücklicherweise in der Nähe, Notarzt schnell da etc.
Wenn ein Radfahrer denselben "Fehler" begeht, wacht nicht der Autofahrer in der Klinik auf. Da braucht man keine große Analyse mehr.
PS. Ich werde jeden Tag noch daran erinnert durch leichte Einschränkungen (oft genug auch durch die Abgase schlecht eingestellter Fahrzeuge, gelegentlich Sportwagen mit kaputtem Auspuff etc.).

Bayerndödel8:38

Interessante Sicht, die von völliger Ignoranz und Unkenntnis sowie Rücksichtslosigkeit zeugt. Ich freue mich auch jedes Mal über Fahrradfahrer, die auf einer vielbefahrenen Straße fahren, während in 3 Meter Abstand zur Fahrbahn ein gut ausgebauter Radweg verläuft"
Da hast Du recht. Die Autofahrer sind dermaßen Rücksuchtslos, dass sie die komplette Straße für sich haben wollen. Da helfen nur Ellenbogen. Man muss sich selbst zu seinem Recht verhelfen. Schade eigentlich.
Radfahrer auf der befahrenen Strasse, wenn es einen Radweg gibt? Ist übrigens verboten.
Wie such auf dem Rad/Fussweg parken, um die Autos nicht zu behindern. Auf der Fahrspur wäre es erlaubt.
Diese Automobile Rücksichtslosigkeit könnte man mit Stadtmaut stoppen. 90% der Fahretn sind dich komplett überflüssig oder einfacher mit Rad oder zu Fuß.

Mal was anderes:

Bei meinen Radtouren, oft mit einem Freund gemeinsam, haben wir das Glück, zwei ehemalige zu Radwegen umgebaute Bahntrassen befahren zu können.

Uns amüsieren oft die verbissen dreinschauenden Gesichter der Jungs auf den Rennrädern.
Die können nur geradeaus schauen, kein Gruß, kein "danke", wenn man für sie ins Grün ausweicht, kein Klingeln, wenn sie unbemerkt von hinten ranrauschen und fast mit Tuchfühlung überholen.

Aber wie gesagt: die Gesichter der Entgegenkommenden - als hätten sie Zitronensaft in der Trinkflasche... :-)

Wenn ich das hier so lese...

...bin ich entsetzt, wieviel kaum verhohlener Hass von Autofahrern gegenüber Fahrradfahrern da durchschlägt.
Ich bin selber nur zu Fuß unterwegs und deshalb kein großer Fan des Fahrrads, weil ich regelmäßig auf dem Fußweg mit Radlern zu tun habe, die sich falsch verhalten. Gleichzeitig sehe ich aber auch, wie direkt nebenan die Autofahrer die Radspur ignorieren und dann weiß ich wieder, wo die Kette der Regelverstöße im Strassenverkehr meistens beginnt.

07:06 von Meinung zu unse... rer Truman Welt

Ich beobachte hier immer wieder das Phänomen, dass, wenn es um mehr Sicherheit für Radfahrende geht, die Autofahrenden den Spieß umdrehen und sagen, dass diese sich nicht ändern müssten, weil die Radfahrenden ja auch keine Heiligen wären. Kommen wir so weiter?

Verkehrsregeln für Radfahrer?

Sicherheitsabstand und Rücksicht auf Fahrradfahrer - für mich als Autofahrer selbstverständlich. Doch als Fußgänger fühle ich mich zu oft gefährdet (ich wurde bereits zweimal auf dem Fußweg von Radfahrern angefahren worden) von rücksichtslosen Pedalrittern und Kettenfahrzeugamazonen. Sicherheitsabstand, den Radfahrer einzuhalten haben - kennen die nicht. Verkehrsregeln - für Radfahrer offenbar nicht existent. Weder rote Ampeln, noch Schrittgeschwindigkeit auf gemeinsamen Fuß-/Radwegen, dazu Kurvenschneiden beim Abbiegen etc.
Liebe Mitverkehrsteilnehmer auf zwei Rädern, Sicherheit ist ein wechselseitig zu gebendes Gut! Fragt doch mal, in wievielen Fällen rücksichtslos mit Höchstgeschwindigkeit stramplenden Radlern zumindest mitbeteiligt an Unfällen sind. §§ 1 bis 3 der StVO gilt auch und besonders für Kettenfahrzeuge mit zwei Rädern.
Deswegen plädiere ich für einen Radfahrer-Führerschein und Kennzeichenpflicht für Fahrräder!

Taeler 8:59

"Wenn die Radfahrer eigene Straßen möchten sollen Sie auch eine Steuer entrichten wie die Autofahrer für Ihr Fahrzeug"
Du hast es richtig erkannt. Die KFZ Steuer ist für das FAHRZEUG. Wie das zu breiteren Strassen führt? Weis ich nicht. Jedenfalls hat selbst die EU festgestellt, dass deutsche Fahrer nichts für strassen bezahlen. Dss machen die Steuerzahler.

Staßennutzung trotz Radweg

Ich selber fahre kein Auto, aber ich erlebe es nur all zu oft, dass Fahrradfahrer lieber die Straße benutzen, als den Radweg am Rand.

Und dies bei dichtem Verkehr.

Und ich finde die Überholregeln mit Abstand einseitig, sollte für beide gelten.

Und mache Radfahrer nutzen die Fahrbahn, mit Tempo, und bei Rot weichen sie dann auf den Radweg aus, und ignorieren die Ampel.

Ich finde Radfahrer sind recht uneinsichtig.

Miteinander

Es gibt überall Deppen. Das ist unabhängig vom benutzen Verkehrmittel.
Es sollte doch darum gehen es für alle sicher und entspannt zu machen. Dazu braucht man entsprechende Rad- und Fusswege und Strassen.
Das Kfz Verkehr nimmt einfach im Verhältnis noch zu viel Raum ein. Dazu gehören ja auch die Parkplätze. Das die oft kostenlos sind erschliesst sich mir ehrlich gesagt nicht. Jemand hat ne Wohnung für die er in der Stadt locker 10 Euro/qm zahlt, aber der 6 qm Parkplatz kostet nix? Das ist ja alles Verkehrsraum.

Ich habe mir inzwischen angewöhnt bewusst möglichst immer zu lächeln wenn ich mit dem Rad unterwegs bin und ich habe das Gefühl man geht dann schon besser miteinander um.
Ich bedanke mich, wenn ich durchgelassen werde, auch wenn ich Vorfahrt habe und lasse auch anderen den Vortritt.

Wäre schön wenn mehr Leute weniger Aggro und auf eigenen Vorteil bedacht unterwegs wären. Lasst euch mehr Zeit. Auf die Minute kommt es doch nicht an.

@ 08:56 von Eislöwe

Sie haben die Fußgängerzonen vergessen, da sehe ich so gut wie nie einen Radfahrer sein Rad schieben. Fußgänger werden im Slalom umkurvt und beschimpft, wenn sie mal einen Schritt zur Seite machen und der Radfahrer zum Bremsen gezwungen wird.

Am 09. Juni 2021 um 08:21 von kurtimwald

"Helfen tut da nur eine Harmonisierung der Geschwindigkeiten. Weg von Tempo 100 auf zweispurigen Straßen, LKW oder Transporter abhängig von der Größe runter auf 40 oder 50 km/h, LKW mit Hänger oder Auflieger runter auf 30 bis 20 km/h, beim Überholen und, ganz wichtig, auch bei Begegnungen (Gegenverkehr) mit Fußgängern oder Radfahrern."

Wie stellen Sie sich dies vor? Wie lange wird die Schlange auf den Straßen sein, wenn die Geschäfte beliefert werden? Wie lange wollen Sie auf ein Paket warten? Nach Ihrer Vorstellung gehören die Straßen allein den Radfahrern.

@05:59 von skydiver-sr

"Wenn es also nicht anders geht-bitte den Radfahrer vorlassen oder in Schrittgeschw. überhohlen" - wie wollen Sie einen Radfahrer mit Schrittgeschwindigkeit überholen, der seinerseits 10 bis 30 km/h schnell ist ???

Kenne beide Seiten

Kenne beide Seiten jahrzehntelang, zumal ich vor ein paar Jahren altershalber das Autofahren aufgegeben habe (das Übliche: Augen, sich nicht auf mehrere Dinge wie Navigation und Verkehr gleichzeitig konzentrieren können, gefährlicher Starrsinn), aber mit Zweirädern nach wie vor unterwegs bin.
Ich begegne auf hiesigen, schmalen und unübersichtlichen Straßen schon mal rücksichtslosen Autofahrern, die nach dem Motto: "Wenn Gegenverkehr kommt, kann ich immer noch den Radfahrer von der Straße wischen und mein Leben retten" knapp überholen.
Andererseits müssten sich bei hier starkem Pendler- und Lastwagenverkehr die Autos kilometerlang hinter einem Fahrrad stauen. Wie soll das gehen? Was hat sich der Gesetzgeber dabei gedacht? Es sollen erst Radwege gebaut werden und dann die zwei Meter Abstand vorgeschrieben werden, und vorrangig die Rücksichtslosen aus dem Verkehr gezogen werden.
Bis dahin nütze ich jede Gelegenheit (Bushaltestellen usw.), um Lkw und Schlangen vorbeizuwinken.

Am 09. Juni 2021 um 09:15 von Bender Rodriguez

"Da hast Du recht. Die Autofahrer sind dermaßen Rücksuchtslos, dass sie die komplette Straße für sich haben wollen. Da helfen nur Ellenbogen. Man muss sich selbst zu seinem Recht verhelfen. Schade eigentlich.
Radfahrer auf der befahrenen Strasse, wenn es einen Radweg gibt? Ist übrigens verboten."

Ich wusste nicht, dass ich Ihnen das "Du" angeboten hatte.
Sicher ist es Fahrradfahrern verboten, die Straße bei vorhandenem Radweg zu benutzen, es ist auch verboten, einfach die Straße am Zebrastreifen mit dem Rad fahrend zu überqueren, bei Rot über Kreuzungen zu fahren, ..... nur halten sich viele Radfahrer an keine Regeln.

....'bin viel mit

....dem Rad unterwegs.
in der Stadt, auch auf dem Lande.
Gibt es keinen Radweg, so muss ich die Strasse benutzen.
und habe häufig festgestellt, auch bei genügend grossem Platzangebot für KFZ, dass einige trotzdem knapp an mir vorbeifahren - sodass ich mir angewöhnt habe, "unsicher" zu fahren.
Leichte Schlangenlinien erhöhen die Aufmerksamkeit der PKW Lenker und sorgt für mehr Abstand.

Radfahrer dürfen trotz Radweg auf der Straße fahren.

@09:15 von Bender Rodriguez
Außer es ist ein extra Radwegschild am Anfang.
Die Erlaubnis gibt es oft, wenn der Radweg sehr schlecht, sehr schmal etc. ist.

Und: Den Radweg komplett zuparkende Autos treffe ich jeden Tag.

@ Bender Rodriguez, um 09:15

"Radfahrer auf der befahrenen Straße, wenn es einen Radweg gibt? Ist übrigens verboten."

Nein, ist es nicht.

@covid-strategie, 9.07 Uhr - Sportliches Fahren auf Fahrradwegen

"Die Radwege sind oft ungeeignet für Sportliches Fahren..."

Oh, die Diskussion hatte ich schon mit zwei Kollegen, die auch Amateurradfahrer sind. Ich sage mal, die Aussage ist halb richtig: Sportlich fahren kann man auf fast allen Radwegen eigentlich schon, allerdings nicht mit Rennrädern, das stimmt. Nur: Wenn das Rad für 3000 Euro zu schlecht für den Weg ist, sollte man es vielleicht mit einem guten für 300 Euro probieren ;-)

Spaß beiseite: Warum muss es ein Rennrad sein, wenn der Trainingseffekt auch mit einem einfachen Rad oder einem Mountain-Bike erzielt werden kann?

Wenn schon Radwege für viel Geld gebaut werden, zur Erhöhung der Sicherheit der Radfahrer und zur Verbesserung des allgemeinen Verkehrsflusses, dann sollten die auch benutzt werden, meine ich.

@Bender Rodriguez um 09:15

>Radfahrer auf der befahrenen Strasse, wenn es einen Radweg gibt? Ist übrigens verboten.<

Nein ist es nicht.

@ 07:32 von Shooter

Wo ist das Problem, wenn Sie beim Überholen von Fahrradfahrern auf die Gegenfahrbahn ausweichen müssen? Das müssen Sie beim Überholen jedes Autos und Traktors auch. Und wenn die Gegenfahrbahn nicht frei ist, muss man warten. So what?

Fahrradfahrer sind legitime Verkehrsteilnehmer und kein störendes Beiwerk.

Fehlender Mindestabstand

"Sie zeugen von der Bereitschaft der Radfahrenden, konstruktiv an der Verbesserung der Verhältnisse für den Radverkehr mitzuwirken."

Diese Aussage gilt wohl vor allem für die Radfahrer, die die Gefahren des Straßenverkehrs richtig einschätzen können.
Viele der anderen aber scheinen Verkehrsregeln nicht zu kennen oder ignorieren sie einfach:

- Befahren des Radwegs auf der falschen Straßenseite mit hoher Unfallgefahr an Ausfahrten mit schlechter Sicht nach rechts.

- An- und Überfahren von Kreuzungen mit hoher Geschwindigkeit und auch wenn die Ampel vor Kurzem auf "Rot" geschaltet hat.

- z.T. relativ schnelles Fahren in Fußgängerzonen.

- vor allem mit Rennrädern und E-Bikes wird auf Staats- und Bundesstraßen nahezu in der Fahrbahnmitte gefahren usw.

Leider haben Radfahrer ja kein Kennzeichen, so dass man die Rücksichtslosen unter ihnen nicht einmal anzeigen kann.
Gott sei Dank aber hatte ich - bei weit einer Million gefahrener Kilometer noch nie einen Unfall mit einem Biker.

08:09 von Sparpaket

"Fahrradfahrer, die mit ihrem Elektroantrieb versuchen, Geschwindigkeitsrekorde zu brechen"
Das schreiben unkundige Redakteure seit Jahren voneinander ab. Als "Fahrrad" gilt juristisch ein Pedelec, und die sind auf Mit-Treten sowie maximal 25km/h beschränkt (halb so schnell, wie hierzulande mein Fahrrad bergab bei abgestelltem Motor fahren kann). Die anderen Elektro-Fahrradklassen (Mittreten, bis 45km/h erlaubt aber technisch nicht möglich; oder 45km/h schnell wie ein Moped, jedoch Elektroantrieb) werden ab 3...4000 Euro in minimalen Stückzahlen verkauft, zumal sie in der Reichweite, entgegen der Werbung, auf wenige Kilometer begrenzt sind, wenn man nicht mit tritt.
Was soll ich mit einem 4000 Euro teuren E-Bike, das mit Selbertreten dann auf ca. 32km/h kommt.

@ Sebastian15 um 09:11

>Aber da gibt es die Kfz-Steuer, Mineralölsteuer etc..... <

Ah ja, Mineralölsteuer, Kfz.....reicht leider nicht für die Gesundheitlichen Folgen der Abgase, oder die Folgen durch Personenschäden.
Vom Verrußen der Fassaden die Sanierungen erzwingen, dem Sauren Regen, der Zerstörung von Baudenkmälern (Säurefraß an Kalk und Sandstein), dem Klima wollen wir garnicht anfangen; für all das was der Spritverbrauch uns alle eigentlich kostet reicht es nicht. Auf allen diesen Gebieten Subventionieren wir alle die Autofahrenden.
Wenn wir das umlegen wollte kämen wir mit den Preissteigerungen die die Grünen in ihren frühen Jahren mal anregten nicht hin.

08:56 von harry_up

Da ich das Glück habe, eher ländlich zu wohnen, ist das Radfahren hier rel. stressfrei.

Dass es auf dem Land generell ungefährlicher ist Rad zu fahren, würde ich nicht unterstreichen. Da, wo ich herkomme, gibt es auch innerorts 70er Zonen und Radwege sind Mangelware.

In der Stadt möchte ich überhaupt nicht gern mit dem Rad unterwegs sein, da ist mir die Rücksichts- und Gedankenlosigkeit der Leute, egal ob Fußgänger, Rad- oder Autofahrer, eindeutig zu 'gefährlich'.

Je nachdem, wo man in meiner Stadt wohnt und hin möchte, gibt es sehr gefährliche, aber auch nahezu ungefährliche, stressfreie Fahrmöglichkeiten. Dass der Punkt Stress im Artikel erwähnt wird, finde ich wichtig. Würden alle(!) im Straßenverkehr die anderen Verkehrsteilnehmer stärker in den Blick und Rücksicht aufeinander nehmen, der "Stärkere" jeweils auf den "Schächeren" wäre viel gewonnen. Und unser Cortisolspiegel (Stresshormon) würde sinken.

08:40 von M. Höffling

"Schon vor der Regelung für größere Abstände habe ich gerne viel Abstand beim Überholen gehalten. Auch, weil manche Radfahrer plötzlich Schlenker machen, als hätten sie Gleichgewichtsstörungen".

Und, was sollen Radfahrer machen, wenn z.B. ein Schlagloch voraus in Sicht ist, welches tiefer ist, als der Querschnitt seines Reifens? Autos haben um zwanzig Zentimeter Federweg, Radfahrer null, was leicht einen Sturz bedeuten kann - ebenso wie eine Längsrille, die dem Autofahrer gar nicht auffällt.
Ferner halten sich Radfahrer mittels der Lenkung aufrecht. Eine Windbö heisst, dass sie gegenlenken müssen, bis sie wieder ihr Gleichgewicht (schräg gegen den Wind) haben.
Ach ... und was Gleichgewichtsstörungen betrifft, so warte ich schmunzelnd, bis Sie mal in ein Alter kommen, wo nicht mehr alles so perfekt funktioniert. Mehr als Sie derlei Radfahrer fürchten, fürchte ich die Altchen von 80 und mehr, die halbblind und verwirrt fahrend ihren dicken Mercedes nicht aufgeben wollen.

@07:56 von Bender Rodriguez

"Ich fahre nicht mehr am Rand. Wer sich an mir vorbeipressen will, muss durch den Gegenverkehr" - ein sehr "schönes" Beispiel für den Geist auf den Straßen. Als Radfahrer (und Motorrad-, PKW- und LKW-Fahrer) bemühe ich mich darum, andere Verkehrsteilnehmer erkennen zu lassen, was ich vor habe und wenn möglich, daß ich sie bemerkt habe. Ich breche mir auch keinen Zacken aus der Krone, wenn ich durch eine Geste anzeige, daß ich ein Fahrzeug wahrgenommen habe; das erleichtert die Sache. Z.B. eng am weißen Randstreifen flott pedalierend bin ich einschätzbar, wackelig einen halben Meter vom Rand dagegen nicht.
Als Rad- und Motorradfahrer (seit 67 Jahren) überlege ich mir "kann der PKW- oder LKW-Fahrer mich sehen ?". Lautet die Antwort "nein", dann muß ich etwas tun. Daß ich der Schwächere bin, daran ändert kein Gesetzgeber etwas.

@kurtimwald, 08:21

"...Da unsere Regierung auch übergroße LKW auf Landstraßen mit 80 km/h zu lässt..."

Lässt sie nicht.

Auf "Landstraßen" gilt Höchstgeschwindigkeit von 60 ( sechzig ! ) km/h für LkW.

Nur auf Autobahnen bzw. Kraftfahrstraßen gilt 80 km/h ;)

Und das schon seit Jahrzehnten !

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