Kommentare

eine Sache die auch wir hierzulande kennen

Wenn man durch Nichtarbeit mehr kriegt als durch Arbeit
das dazu noch in einer Gesellschaft die bisher ein etwas anderes Sozialempfinden hatte wie in Festlandeuropa
Wo der Einzelne eher in die Pflicht genommen wurde

mal sehen wie das ausgehen wird

Diner-Chef Stavros

Diner-Chef Stavros Vouvoudakis kommt vor Arbeit nicht mehr nach. .....
....Das ist das einzige Land, in dem du arm sein und ganz reich werden kannst."
#
#
Stimmt.
Das liegt aber leider daran, das die Arbeitnehmer nur wenig Rechte haben. Zu Beginn der Pandemie hat wohl auch der Diner-Chef allen Mitarbeiter gekündigt. Jetzt wird gejammert das die Arbeitsknechte nicht jubelnd zurück kehren.

"schlecht bezahlte Jobs"

ist doch schön, wenn soziale Massnahmen des Staates noch Reste von Solidarität
im Kapitalismus anfachen können.

Einfach besser bezahlen, wie wär's ;-)
Zumal ja man in US auch wesentlich von den 'tips' lebt,
und die fallen in der Phase mit weniger zugelassenen 'Innenbesuchern'
natürlich auch wesentlich niedriger aus in der Summe.

ist ja lächerlich ...

Aha, mit 300 $ wöchentlich ist man verwöhnt, in einer Stadt, wo die Lebenshaltungskosten zu den höchsten gehören.

Der Staat ist daran schuld, aber nicht weil er die 300 zahlt, sondern weil solche Hungerlöhne möglich sind.
Wird Zeit, dass dieser Ausbeutung entgegengewirkt wird. Gibt es keinen Mindestlohn in den USA oder ist der dort so niedrig?

Ausbeutung

Aus dem Artikel:

"Neue Leute findet er nicht. Seit der gebürtige Grieche vor 51 Jahren in New York ankam, hat er so etwas noch nicht erlebt. "Ich war 17 und dankbar", erzählt er von damals. "Wenn Du hart arbeitest, kannst du hier was werden. Das ist das einzige Land, in dem du arm sein und ganz reich werden kannst." "

Richtig, kann man. Aber das geht nicht nur in Amerika. Allerdings nur dann, wenn man andere für sich schuften läßt und sie für Hungerlöhne, die gerade so zum Überleben reichen, ausbeutet.

Von normaler, harter Arbeit ist noch niemand reich geworden. Oder kennt jemand einen Kellner, der Millionär ist?

sorry ...

steht ja im Beitrag, Mindestlohn ist 15$

@Sisyphos3

"
Am 05. Juni 2021 um 09:46 von Sisyphos3
eine Sache die auch wir hierzulande kennen

Wenn man durch Nichtarbeit mehr kriegt als durch Arbeit
das dazu noch in einer Gesellschaft die bisher ein etwas anderes Sozialempfinden hatte wie in Festlandeuropa
Wo der Einzelne eher in die Pflicht genommen wurde

mal sehen wie das ausgehen wird"

Es wird hoffentlich so ausgehen, daß die abhängig Beschäftigten höhere Löhne durchsetzen können. Wenn man durch Nichtarbeit mehr Geld kriegt als durch Arbeit, wie Sie behaupten, dann sollte man sich nämlich die Frage stellen, ob Mitarbeiter anständig bezahlt werden. Und viele haben offensichtlich die Zeit der Nichtarbeit dafür genutzt, genau das zu tun und sich nicht mehr mit jedem Hungerlohn abspeisen zu lassen. Das ist doch mal ein Fortschritt.

...ttestEineMeinung: Wie sähe eine Arbeitswelt aus, in der...

niemand existenziell von seinem Job abhängig wäre?

Das ist ein interessantes Experiment.

Wem würde z.B. ein bedingungsloses Grundeinkommen am meisten nutzen?

Denen, die sowieso von Transferleistungen leben und für die die einzige echte Änderung wäre, dass sie sich nicht mehr ständig beim Amt rechtfertigen müssen, sondern nur noch dem Rest der Gesellschaft gegenüber?

Oder den Menschen die für wenig Geld unter schlechten Bedingungen arbeiten müssen?

Was müssten Arbeitgeber dann ändern, um Mitarbeiter zu akquirieren und zu halten?

nur zum Nachdenken bringt, sondern vor allem zu Neubewertungen führt:

"In der Gastrobranche, wo die niedrigsten Löhne gezahlt werden, gab es in den letzten drei Monaten teils Steigerungen von 60%" -
Der Mitarbeiter der Unternehmensbewertungsplattform: „Was Gewerkschaften über Jahrzehnte nicht geschafft haben, könnte nun die Pandemie besorgen. "Diese Steigerungen sind interessant, weil sie signalisieren, dass die Geschäftswelt langfristige Strategien sucht, um Mitarbeiter zu ködern"
Gabby Namm versteht das. Mit 19 begann sie in der Küche eines Taco-Lokals. Seitdem schlug sie sich als Köchin durch. "Du verdienst wenig. Du arbeitest rund um die Uhr. >> Du kommst nicht dazu, darüber nachzudenken, was Du anders machen könntest, und Du hast zu wenig Geld, um Dir was eigenes aufzubauen"
>> Es sein ein Hamsterrad, in dem man gefangen sei.
Dann kam die bezahlte Covid-Pause. Und endlich Zeit zum Nachdenken.
>> "Ich dachte: Das ist verrückt. Ich werde ausgenutzt. Ich muss jetzt mal neu bewerten“

@Sisyphos3

"Am 05. Juni 2021 um 09:46 von Sisyphos3
eine Sache die auch wir hierzulande kennen

Wenn man durch Nichtarbeit mehr kriegt als durch Arbeit
das dazu noch in einer Gesellschaft [...]
mal sehen wie das ausgehen wird"

Ach ja, noch etwas als Ergänzung. Genau Ihre Denke hat in Deutschland dazu geführt, daß Löhne fast endlos in den Keller gerauscht sind. Dank Schröder.

Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe war richtig. Aber die Agenda hatte einen gewaltigen Geburtsfehler: Daß sie nämlich dem Geschrei der Leute nachgegeben hat, die behaupteten, Sozialhilfeempfänger wären alle zu faul zum arbeiten und Menschen dazu zwang, jeden Job anzunehmen. Das erzeugte Angst bei denen, die noch einen Job hatten.

Wenn man Arbeitnehmern des einzigen Druckmittels beraubt, was sie haben, nämlich nicht jeden Hungerlohn akzeptieren zu müssen, dann ist das kein "Arbeitsmarkt" mehr, sondern Ausbeutung. Ein Markt ist gekennzeichnet durch faire Bedingungen für beide Seiten.

@Tagesschau

Zum Verständnis der Lage in NY/USA wäre es hilfreich gewesen, wenn erklärt würde, wie weit ein Mindestlohn von 15 Dollar reicht?
Ist das ein ähnlich erbärmliches und lächerliches Gehalt wie der Mindestlohn in Deutschland? Wieviel bleibt davon netto übrig?
Wie teuer ist die Lebenshaltung in den USA, in New York?
Ohne solche Details weiß ich nun nur, dass auch in den USA die naive Legende lebt, dass man durch Arbeit reich werden kann. Leider existiert nicht genug Reichtum, um alle damit zu beglücken.
Obwohl man auch dort eher reich wird, weil man besser betrügen kann.
So ähnlich wie bei uns mit Masken und Tests.

@ 10:27 von Anderes1961

"Es wird hoffentlich so ausgehen, daß die abhängig Beschäftigten höhere Löhne durchsetzen können." D.h. aber auch, dass alles teurer wird und man sich für den höheren Lohn nicht mehr kaufen kann. Und die Sozialleistungen müssen dann auch erhöht werden, weil sie nicht mehr reichen. Man kann immer nur soviel verbrauchen, wie produziert wird. Je mehr Leute nicht produzieren sondern nur verbrauchen, desto mehr gerät das System in Schieflage. Werden wir demnächst merken, wenn bei uns die Bevölkerungspyramide auf dem Kopf stehen wird. Die Hoffnung, dass der technische Fortschritt diese benötigte höhere Produktivität schaffen wird, grassiert vor allem bei denen, die den technischen Fortschritt behindern, wo sie nur können. Und vor allem denjenigen, die durch Erfindungen diesen technischen Fortschritt erst möglich machen, die Früchte ihrer hochriskanten und oft jahrelangen fruchtlosen Arbeit den dafür angemessenen Ausgleich (Aufhebung der Patente für BioNTech) verweigern wollen.

Ihre Beschreibung der Zustände ist wirklich sehr eingeschränkt.

War es in den USA nicht so, dass die Bedienung in Lokalen vom Trinkgeld lebt, weil sie kaum Lohn bekommt?

Für eine sicheren Job mit Sozialversicherung werden die Leute sicher einiges unternehmen.

Aber wenn man auf Zuruf verfügbar sein soll und sonst zusehen darf, wo man bleibt, dann ist so ein Job nur Hobby.

Zumal man dann unregelmäßig Geld verdient was zu Schwierigkeiten bei der Bürokratie beim Beantragen von staatlicher Hilfe bekommt.
Was nützt es, dass das Geld nachgezahlt wird, wenn man zwischendurch die Miete nicht zahlen kann? Wohnungsverlust ist der soziale Abstieg schlechthin und ohne Adresse kriegt man auch keine Arbeit mehr.

Dann lieber ganz das Arbeiten lassen und damit wenigstens eine Chance auf gute Arbeit behalten.

Ich finde es gut, dass Arbeitgeber die Notlage nicht ausnutzen können. Wie bei illegalen Einwanderern, die für Apel und Ei schuften.

@ nie wieder spd, 10:44

Warum soll TS das erledigen, was Sie innerhalb von 1 Minute im Internet selber raus finden können?

Z. B. “2-Zimmer-Wohnung im Stadtkern 3.000,- $, außerhalb 2.000,-.

Jetzt rechnen Sie mal.

11:21 von Autograf

ich meine ein Sozialstaat wir der unsrige setzt auch Verantwortungsbewußtsein voraus
Sich von anderen finanzieren und alimentieren zu lassen kann nicht das Ziel sein
So wie man sich vielleicht nicht vom "bösen Unternehmer" ausbeuten läßt,
so wenig könnte die Bevölkerung bereit sein sich von Leuten die nichts zum gesellschaftlichen beitragen,
(obgleich sie es könnten) ausbeuten zu lassen

@Autograf

"
Am 05. Juni 2021 um 11:21 von Autograf
@ 10:27 von Anderes1961

"Es wird hoffentlich so ausgehen, daß die abhängig Beschäftigten höhere Löhne durchsetzen können." D.h. aber auch, dass alles teurer wird und man sich für den höheren Lohn nicht mehr kaufen kann. [...]"

Sie haben einige - aus meiner Sicht - ja durchaus richtige Gedanken in Ihrem Post. Ich würde gerne auf alle eingehen, geht aber nicht, ist einfach zu viel. Deshalb greife ich mir nur einen raus.

Ja natürlich, es könnte passieren, daß alles teurer wird. Aber das sind nun mal die Gesetze des Marktes. Es muß aber nicht. Erstens käme es darauf an, ob die höheren Preise auch durchgesetzt werden könnten.

Zweitens gäbe es noch einen anderen Weg. Der Herr aus dem Artikel könnte einfach einsichtig werden, die Preise beibehalten, mit etwas weniger Gewinn zufrieden zu sein, seine Mitarbeiter trotzdem anständig bezahlen und vielleicht ein Jahr länger darauf warten, Millionär zu werden.

Und die Wahrheit ist...

Und die Wahrheit ist, der Gute und all seine Kollegen haben ihre Mitarbeiter pünktlich mit Pandemiebeginn gefeuert. Und nun heulen die rum, dass die Leute sich in der Zwischenzeit was anderes suchen mussten?

Aber das kann ja natürlich nicht die Ursache sein... die anderen MÜSSEN ja schuld sein, nie man selber.

Was ein schlechter Artikel, einfach nur maximal einseitig berichtet.

@Anderes1961, 10:43 (re @Sisyphos3, 09:46)

„Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe war richtig. Aber die Agenda hatte einen gewaltigen Geburtsfehler: Daß sie nämlich dem Geschrei der Leute nachgegeben hat, die behaupteten, Sozialhilfeempfänger wären alle zu faul zum arbeiten und Menschen dazu zwang, jeden Job anzunehmen. Das erzeugte Angst bei denen, die noch einen Job hatten.
>> Wenn man Arbeitnehmern des einzigen Druckmittels beraubt, was sie haben, nämlich nicht jeden Hungerlohn akzeptieren zu müssen, dann ist das kein "Arbeitsmarkt" mehr, sondern Ausbeutung“

„Sklavenmarkt“ ist hier zwar ein etwas zu drastischer Begriff, träfe es im Prinzip - da die Leute wegen der Abhängigkeit vom Geld kaum eine Wahl haben - auch.

„Ein Markt ist gekennzeichnet durch faire Bedingungen für beide Seiten“

Ganz genau: Für beide Seiten.

American Dream

"Wenn Du hart arbeitest, kannst du hier was werden. Das ist das einzige Land, in dem du arm sein und ganz reich werden kannst."

Dieser Glaube hält sich hartnäckig in den USA.
Fakt ist: Spätestens seit den 70er Jahren ist es in Europa leichter, sozial aufzusteigen, als in den USA. Und aus Armut zu großem Reichtum aufzusteigen, gelingt in den USA praktisch ausschließlich in der Entertainment-Branche; nirgendwo sonst.

Trotzdem sind Amerikaner bereit, auf alles Mögliche zu verzichten, was bei uns selbstverständlich ist ... weil sie einem Traum nachhängen.
_

" Stavros Vouvoudakis sieht

"
Stavros Vouvoudakis sieht die hohe Arbeitslosenhilfe als Hauptgrund dafür, dass viele Gastronomen in New York derzeit vergeblich nach Personal suchen.
"

->
Ach so soll das also sein?

Und die Abschaffung der Sklaverei ist der Hauptgrund, dass Unternehmer auf dem Arbeitsmarkt akzeptable Arbeitsbedingungen (wozu fairer Lohn gehört) anbieten müssen, anstatt sich menschliche Arbeitskraft einfach zu kaufen.

->
"Du verdienst wenig. Du arbeitest rund um die Uhr", sagt sie. "Du kommst nicht dazu, darüber nachzudenken, was Du anders machen könntest, und Du hast zu wenig Geld, um Dir was eigenes aufzubauen."
<-

So sieht es aus! Zuvor wurden Arbeitnehmer ausgebeutet & der Status Quo zementiert.
Und Unternehmer quaken jetzt rum,dass sie sich auf dem Rücken von Arbeitnehmern nicht mehr so exorbitant bereichern können.

Wenn die Kluft zwischen Unternehmer & Arbeitnehmer so groß ist, sollte es jeder wie Gabby Namm handhaben - statt Arbeitnehmer sein, die Chance nutzen & selbst 'n Laden eröffnen

@Sisyphos3

"Am 05. Juni 2021 um 11:46 von Sisyphos3
11:21 von Autograf

ich meine ein Sozialstaat wir der unsrige setzt auch Verantwortungsbewußtsein voraus
Sich von anderen finanzieren und alimentieren zu lassen kann nicht das Ziel sein
So wie man sich vielleicht nicht vom "bösen Unternehmer" ausbeuten läßt,
so wenig könnte die Bevölkerung bereit sein sich von Leuten die nichts zum gesellschaftlichen beitragen,
(obgleich sie es könnten) ausbeuten zu lassen"

Gestatten Sie mir mal eine persönliche Anmerkung (und ich hoffe, die Moderation tut es auch). Ihr ständiges rumreiten darauf, daß Menschen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, quasi nur zu faul zum arbeiten wären, zieht sich durch so gut wie jeden ihrer Posts. Das geht mir so langsam auf die Nerven.

Ja, es gibt Menschen, die sind faul, keine Frage. Mindestens 90 Prozent der Hilfeempfänger sind es nicht. Was soll das also? Was haben diese Menschen Ihnen getan, daß Sie so darauf rumreiten? Diese Fragen stellen sich mir ständig.

Am 05. Juni 2021 um 11:41 von harry_up

Warum soll TS das erledigen, was Sie innerhalb von 1 Minute im Internet selber raus finden können?

Z. B. “2-Zimmer-Wohnung im Stadtkern 3.000,- $, außerhalb 2.000,-.
#
#
Und Sie glauben Ernsthaft, das Kellner*innen diese Wohnungen anmieten können?
Die Mietpreise für die Arbeiterviertel in NY werden Sie wohl nicht finden.
Diese hohen Mieten können nur durch Ausbeutung der Arbeiter verlangt werden.

Wenn der Besitzer...

...eines Diners über Menschen sagt, dass sie verwöhnt seien und sich unfair behandelt fühlt, weil er kein Personal findet, komme ich ins Grübeln. Und zwar darüber, wie er wohl vor Corona mit seinen Beschäftigten umgegangen ist.
Zu behaupten, dass die Leute wegen der Arbeitslosenhilfe nicht arbeiten müssten, setzt dem ganzen noch die Krone auf. Ja, es gibt diejenigen, denen es reicht, ein Bett in einer feuchten Besenkammer zu haben und täglich eine Dose Ravioli zu mampfen, aber wer mehr will, kommt auf Dauer ohne einen vernünftig bezahlten Job nicht aus. Oder eben zwei oder drei miese Jobs, wie sie für weniger Qualifizierte oder Berufsanfänger gang und gäbe sind. Gerade in einer Stadt wie New York, wo man kaum mal eine Wohnung unter 2000$ findet. In der dann Platz für ein Bett, einen Kühlschrank und den Fernseher ist.

Am 05. Juni 2021 um 10:43 von Anderes1961

Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe war richtig.
#
#
Unfug.
Durch diesen Bockmist wurde jeder Arbeitslose gezwungen jede Ihm vorgeschlagene Arbeit anzunehmen.
So wurden Arbeitsplätze durch Hochqualifizierte besetzt, die vorher von weniger Qualifizierten erledigt wurden.

Keine niedrigen Löhne dank Trump

Schließlich hat er die illegalen Ströme von Menschen unterbrochen und so den Zustrom an Arbeitskräften im Billigsektor unterbrochen.

Zahlen deutsche Wirte ihren Putzkräften eigentlich 15 € die Stunde?

11:26 von Tada

Ihre Beschreibung der Zustände ist wirklich sehr eingeschränkt.
.
habe ich behauptet mein Beitrag ist allgemeingültig
ich habe den Zustand in Deutschland (wie ich in sehe) geschildert
klar haben sie mit den USA Recht
da macht das Trinkgeld den Gehalt aus

wahrscheinlich muß man da noch Geld bringen,
um arbeiten und Trinkgeld abzocken zu dürfen :-)

"Help wanted" ( Hilfe gesucht

"Help wanted" ( Hilfe gesucht )

-> die Formulierung zeigt doch schon worum es geht:

Man sucht jemanden, die/der am besten ohne Gegenleistung für einen Sachen erledigt.

& die Zahlung eines unangemessen niedrigen Lohnes ist der "saure Apfel", in den der Unternehmer beißen muss, um überhaupt jemanden zu finden.

"Offer work" ( biete Arbeit )

ist da schon eine ganz andere Formulierung mit einer völlig anderen Intention

@Sisyphos - 11:46

"So wie man sich vielleicht nicht vom "bösen Unternehmer" ausbeuten läßt,
so wenig könnte die Bevölkerung bereit sein sich von Leuten die nichts zum gesellschaftlichen beitragen, (obgleich sie es könnten) ausbeuten zu lassen"

Interessantes Thema.

Es gibt auch gute Unternehmer, die bereit sind einen Leistungskatalog namens "Tarifvertrag" für ihre Beschäftigten anzuwenden, der Befähigung und Arbeitsumfang entsprechend honoriert.

Jetzt fände ich es spannend, was Ihnen so an Maßnahmen für die Leute vorschwebt, die unsere Bevölkerung nur ausbeutet, weil sie nichts zum gesellschaftlichen Leben beitragen?

Lokale suchen händeringend Mitarbeiter

Viele der Mitarbeiter werden sich jetzt "Anständige" Berufe gesucht haben und merken wie gut und toll geregelt Arbeitszeiten, prima Arbeitsbedienungen, kein "betteln" ums Trinkgeld und Hilfreiche Kollegen sind .

Am 05. Juni 2021 um 11:21 von Autograf

Ich gebe Ihnen absolut recht. Leider sind in diesem Forum vorwiegend (gibt ein paar Ausnahmen, wie Sie u. einige andere ) entweder rechts oder sehr linkslastig. Die immer heraufbeschworene "Mitte" ist nicht wirklich gut vertreten d. h. man hat in Sachen Meinungsbildung häufig nur die Wahl zwischen "Pest" u. "Cholera". Was die rechten Meinungsvertreter angeht, sind sie mir häufig entweder zu dumm oder zu populistisch. Was die linken Meinungsvertreter angeht, sind mir diese zu unrealistisch, zu altruistisch, was nun mal nicht jeder ist und zu voreingenommen.
Ausserdem mag ich diese bashing, jedem gegenüber, der es vielleicht (auch aufgrund seiner Hände Arbeit ) zu etwas mehr gebracht hat. Sie sind auch NIE in der Lage, sich mal zu äussern, an welchem Land man sich (also wir ) mal ein Beispiel nehmen könnte, sondern nur immer Kritik. Leider nie konstruktiv. Deshalb freue ich mich immer über Beiträge, wie der Ihre

@10:15 von artist22

„Einfach besser bezahlen, wie wär's ;-)
Zumal ja man in US auch wesentlich von den 'tips' lebt …“

Ich denke, dass die Arbeitgeber damit keine prinzipiellen Probleme haben - falls die Kunden die dann fälligen höheren Preise akzeptieren.
Aber sich auf der gegenwärtig noch gezahlten „Stütze“ auszuruhen, ist nur dann attraktiv, wenn man lediglich von 12 bis Mittag denkt - denn auch die „Stütze“ fällt ja nicht vom Himmel, sondern muss letztlich erarbeitet werden.

Ein Schritt in die richtige

Ein Schritt in die richtige Richtung, ein Vollzeitjob darf nicht dermaßen unterbezahlt sein, dass man davon nicht leben kann, gerade in USA (New York dürfte davon nicht ausgenommen sein) gibt es eine wachsende Zahl von "Working Poor", die neben ihrem Hauptjob noch 1 oder gar 2 Nebenjobs haben, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Neben dem finanz. Aspekt ist aber auch die Psychologie wichtig : Wie wertlos muss man sich fühlen, wenn die eigene Arbeit nicht einmal das Existenzminimum sichert, sondern, wie in D, noch aufgestockt werden muss. Da würde ich auch reines Hartz4 bevorzugen, bevor ich meine Arbeitskraft so minderwertig anbiete. Es wird wirklich Zeit für ein BGE, damit solchen Firmen, die unter Existenzminimum bezahlen, dazu den Staat noch ausnutzen, der Stecker gezogen wird. Wer Gewinne auf Basis von staatl. Subvention der Unterbezahlung und Ausbeutung der AN berechnet, ist eigentl. wirtschaftl. nicht lebensfähig und gehört in die Insolvenz.

@10:23 von Anderes1961

„ Richtig, kann man [vermögend werden durch harte Arbeit]. Aber das geht nicht nur in Amerika. Allerdings nur dann, wenn man andere für sich schuften läßt und sie für Hungerlöhne, die gerade so zum Überleben reichen, ausbeutet.“

Die typische sozialistische Denkweise: Nur durch Ausbeutung anderer gelingt Anhäufung von Vermögen.
Die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die sich schlichtweg anstrengen - schon in der Schule - scheint völlig abwegig zu sein. Zumindest hat man so eine tolle Ausrede für das eigene Versagen.

Re : nie wieder spd !

In vielen Ländern gibt es unterschiedliche so genannte Mindestlöhne, die aber im Grunde weder zum Leben noch zum Sterben reichen.
Und sicher wird keine Person durch diesen beschissenen Mindestlohn jemals reich werden.
Dies erreichen immer nur ganz wenige, die skrupellos und rücksichtslos viele andere ausbeuten, sich goldene Klos bauen lassen, und wie die Made im Speck leben.
Die Pandemie hat nun neue Gegebenheiten geschaffen, so dass nun vielleicht einige umdenken (müssen), und so etwas mehr bei etlichen im Geldbeutel landet.
Wie dreist manche sind, hat sich nun in den Verhandlungen in der Fleischindustrie gezeigt, wo der Mindestlohn nur SEHR langsam steigen soll, damit die armen Betreiber nicht vom Fleisch fallen. Echt eine Schande, dass die Politik da nicht eingreift, und einen generellen ML von 15 Euro einführt, denn es sollte auch an die spätere Rente gedacht werden. Sonst haben wir in einigen Jahren nur noch mehr Arme, die nicht mal in ein Heim können !

Re : Sisyphos3 !

Es mag sicher in jedem Land Menschen geben, die nie gewillt sind, sich durch eigene Arbeit den Lebensunterhalt zu verdienen. Auch ich mag diese "Faulenzer" nicht. Ich denke aber, dass dies in nur wenigen Fällen wirklich so zutrifft. Viele die Sozialleistungen beziehen, sind teils durch Krankheiten oder Gebrechen eingeschränkt, teils durch Schicksalsschläge gebrochen, so dass ein normales Arbeitsleben sie überfordert. Auch sind manche alleinerziehend, und somit können sie nicht voll arbeiten und sind trotzdem schnell an der oberen Grenze.
Dann kommen dagegen dann so mancher AG, der genau solche Menschen ausnutzt und ausbeutet, durch schamlos niedrige Löhne, durch Druck und so manches mehr.
All dies spielt eine Rolle, die in der Diskussion der Gesellschaft berücksichtigt werden sollte. Nicht jeder ist ein Schmarotzer !
Dafür aber manch "Reicher", der zu wenig Beitrag zum Sozialwesen beiträgt, durch Lug und Betrug !

@ Sisy3

Quatsch wird nicht dadurch wahr, indem man ihn wiederholt.

Hartz4 Bezieher bekommen NICHT mehr Geld als Arbeitnehmer. Diese haben nämlich bei geringfügigem Einkommen auch Anspruch auf Sozialleistungen wie Aufstockung und Wohngeld.

Statt Arbeitslose als Schmarotzer darzustellen, wie es SPD und Grüne seit der Agenda 2010 tun, sollten Sie mal nachdenken, ob es Sinn macht, dass die prozentuale Belastung der Spitzenverdiener durch Steuern und Abgaben geringer ist, als die mittlerer Einkommen (Stichwort Beitragsbemessungsgrenze).

@Nettie

"[...] „Sklavenmarkt“ ist hier zwar ein etwas zu drastischer Begriff, träfe es im Prinzip - da die Leute wegen der Abhängigkeit vom Geld kaum eine Wahl haben - auch. [...]"

Ja, der ist drastisch aber nicht falsch. Ich versuche es mal zu beschreiben mit einer Gegenüberstellung.

Sklavenarbeit:

Der Sklave gehörte seinem Herrn. Er bekam keinen Lohn. Der Herr mußte aber zumindest für Unterkunft und Verpflegung sorgen. "Motiviert" wurden die Sklaven durch die Peitsche.

Marktwirtschaft:
Arbeitnehmer gehören nicht mehr Arbeitgebern, sind aber von ihm zu 100 Prozent abhängig. Manche Arbeitgeber zahlen Löhne, mit denen man gerade seine Unterkunft und Verpflegung bezahlen kann, manchmal nicht mal das. Der Unterschied zum Sklaven ist, der Arbeitnehmer ist selbst verantwortlich für Unterkunft und Verpflegung.

Motiviert werden Arbeitnehmer nicht mehr mit der Peitsche, sondern mit Psychologie, nämlich wie großartig es doch ist, sich selbst auszubeuten und alles zu geben. Für einen Hungerlohn.

@ Anderes

Nee, SPD und Grüne haben keinem Geschrei nachgegeben sondern die von der Bertelsmann Stiftung ausbaldowerte Agenda 2010 umgesetzt.

Und Schröder und Co denken heute noch, alle außer Ihnen seien "faule" Säcke (Schröder über Lehrer).

@tagesschlau2012

"
Am 05. Juni 2021 um 12:22 von tagesschlau2012
Am 05. Juni 2021 um 10:43 von Anderes1961

Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe war richtig.
#
#
Unfug.
Durch diesen Bockmist wurde jeder Arbeitslose gezwungen jede Ihm vorgeschlagene Arbeit anzunehmen.
So wurden Arbeitsplätze durch Hochqualifizierte besetzt, die vorher von weniger Qualifizierten erledigt wurden."

Immer wieder das selbe Problem. Zitate aus dem Zusammenhang reißen, und statt Beiträge vollständig und sorgfältig zu lesen, einfach drauf losschreiben. Lesen Sie meinen Beitrag noch mal und urteilen Sie dann. Richtiges zitieren will halt gelernt sein. Wenn Sie alles gelesen hätten, hätten Sie sich diesen Beitrag sparen können.

Am 05. Juni 2021 um 11:49 von Anderes1961

Zweitens gäbe es noch einen anderen Weg. Der Herr aus dem Artikel könnte einfach einsichtig werden, die Preise beibehalten, mit etwas weniger Gewinn zufrieden zu sein, seine Mitarbeiter trotzdem anständig bezahlen und vielleicht ein Jahr länger darauf warten, Millionär zu werden.
__
Ich bin seit vielen Jahren eng mit der Gastro verbandelt. Mich würde mal interessieren, wieviel GUT situierte Gasteronomen Sie kennen. Ich kenne kaum welche und ich lebe in Köln ! Fast alle kommen mal mehr, mal weniger gut über die Runden und der Gast ist ein scheues Geschöpf. Das ist insbesondere, wo auch noch Konkurrenzdruck herrscht, sehr schwierig. den wenigsten gehört die Immobilie und viele, viele werden die finanziellen Probleme der letzten Monate nicht überstehen. Gerade die Gastro, die kaum eine Lobby hat und selten in der Lage ist, Rücklagen zu bilden, leidet am meisten. Die These, etwas länger brauchen bis zum Millionär werden, ist geradezu ein HOHN !

@Egleichhmalf

"
Am 05. Juni 2021 um 13:03 von Egleichhmalf
@10:23 von Anderes1961

„ Richtig, kann man [vermögend werden durch harte Arbeit]. Aber das geht nicht nur in Amerika. Allerdings nur dann, wenn man andere für sich schuften läßt und sie für Hungerlöhne, die gerade so zum Überleben reichen, ausbeutet.“

Die typische sozialistische Denkweise: Nur durch Ausbeutung anderer gelingt Anhäufung von Vermögen.
Die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die sich schlichtweg anstrengen - schon in der Schule - scheint völlig abwegig zu sein. Zumindest hat man so eine tolle Ausrede für das eigene Versagen."

Das ist der Schwachpunkt solcher pauschalen Aussagen: Anstrengen und schwubs wird man Millionär. Sie stimmen nie. Zeigen Sie mir einen Elektriker, Elektroingenieur, Koch, gelernten Kellner, was auch immer - die sich alle in der Schule sehr angestrengt haben und als abhängig Beschäftigte Millionäre wurden. Das wird man nur, wenn man selbst Arbeitgeber wird und andere für sich schuften läßt.

um 13:22 von Traumfahrer

Es ist wirklich unerträglich, dass sie jeden, der zu Wohlstand gekommen ist, als Kriminellen abstempeln.
Die drei Onkel meiner Frau sind reich.
Wie die das geschafft haben?
Einer ist Maurer, einer Elektriker und einer Schreiner. Alle drei von einem Bauernhof.
Die haben vor 40 Jahren ein Haus gekauft, renoviert und verkauft. Und noch eins, und noch eins und noch eins...
Das machen die heute noch.
Nur hat einer auch eine Rinderzucht (irgend eine seltene Rasse) inkl. Schlachtgenehmingung auf dem Feld.
Einer hat vier Kinder adoptiert.
Der Schreiner hat zusätzlich noch einem Betrieb mit 8 Angestellten.
Und die drei - in ihren Augen - Verbrecher renovieren am Wochenende immer noch Häuser.
Nein, das ist auch nicht die Regel, aber unterlassen sie ihre Verallgemeinerung, dass man nur mit kriminellen Taten reich werden kann.
PS; das gilt auch für ein paar andere Kommentatoren hier...

Der rumquakende Unternehmer

Der rumquakende Unternehmer sollte sich nochmal mit den Grundlagen des Marktes auseinandersetzen, sich den Kapitalismus nochmal erklären lassen & daran seine eigene unternehmerische Tätigkeit messen, anstatt die Schuld für das eigene Versagen bei anderen zu suchen.

Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
Dies gilt auch für den Arbeitsmarkt.

Je schlechter das Angebot, desto weniger Nachfrage. Gilt für die eigene Arbeitskraft - aber eben auch für das Arbeitsbedingungsangebot.

Arbeitnehmern in meinem Freundeskreis rate ich auch zu regelmäßigen Marktanalysen & bei deutlich besseren Angeboten einfach zuzugreifen.

Denn nicht nur Arbeitnehmer stehen in Konkurrenz zueinander, sondern auch Arbeitgeber!

Sicher ist dieses Verhalten deutlich risikobehafteter als "ein Arbeitsleben, ein Arbeitgeber" - aber genau dies ist ja im Kapitalismus so gewollt & zahlt sich (i.d.R.) für einen Arbeitnehmer aus.
Erst recht, wenn Unternehmer das Unternehmerrisiko auf Arbeitnehmer abwälzen.

@weinbgasi1

"ch bin seit vielen Jahren eng mit der Gastro verbandelt. Mich würde mal interessieren, wieviel GUT situierte Gasteronomen Sie kennen. Ich kenne kaum welche und ich lebe in Köln ! Fast alle kommen mal mehr, mal weniger gut über die Runden und der Gast ist ein scheues Geschöpf. [...]"

Im Prinzip haben Sie Recht. Ich kenne mich besser mit der Gastronomie aus als Sie vielleicht vermuten. Mein Bruder ist gelernter Koch und war Chefkoch in einem Sternerestaurant in Frankreich. Eine Tante von mir hatte eine Kneipe. Ein Onkel war Chefkoch in einem Sternerestaurant in Deutschland.

Diese Menschen wurden damit keine Millionäre, haben ihren Beruf trotzdem mit Leidenschaft ausgeübt, bis zur Erschöpfung.

Mit dem Satz "Ein Jahr länger warten..." bezog ich mich ausschließlich auf den Herrn im Artikel, der ja offensichtlich genau das erreichen will. Kann man werden, auch in der Gastro, aber nur mit ganzen Ketten und der Ausbeutung der Mitarbeiter. Alles andere, was Sie sagen, unterschreibe ich.

Am 05. Juni 2021 um 12:27 von V.Scho

Zahlen deutsche Wirte ihren Putzkräften eigentlich 15 € die Stunde?
__
Gutes und zuverlässiges Reinigungspersonal ist rar. Die Arbeit (incl. Toiletten u. Küche) und je nach Publikum ist auch nicht immer angenehm. Es fällt schon so einiges an "Hinterlassenschaften " an, wenn es nicht gerade ein gutes Restaurant ist.
Also, ich würde sagen, € 15,-- wird man schon zahlen müssen zuzügl. Zulagen für Karneval, Gesellschaften usw. zumindest in der Stadt.

11:46 von Sisyphos3

ich meine ein Sozialstaat wir der unsrige setzt auch Verantwortungsbewußtsein voraus

So wie Sie argumentieren, scheint das Verantwortungsbewusstsein allerdings nur in eine Richtung, in die des AN zu gehen. Die Frage wäre für mich, warum man das "Arbeitssystem" nicht so an Menschen anpasst, dass diese darin bestehen können.

Manche sind in diesem gescheitert, da diese nicht das vom AG geforderte Arbeitstempo oder die entsprechende Flexibilität (ständiger Wechsel des Arbeitsbereiches) erbringen können. Wieso passt man die Arbeitsplätze diesen Menschen nicht stärker an, anstatt diese aus dem Arbeitsprozess heraus zu katapultieren?

Möglicherweise entstehen dann Mehrkosten, aber sicherlich weniger als wenn ein Mensch aus solchen Gründen Sozialleistungen bezieht.

Ich kenne Menschen, die sich ehrenamtlichen Tätigkeiten gesucht haben, die wiederum anderen zugute kommen - eigentlich doch genau das, was Sie fordern. Aber die Menschen suchen sich das, was diese ausfüllen können!

Darstellung: