Ihre Meinung zu: Spendenaufruf für Impfstoffprogramm Covax übertrifft Erwartungen

3. Juni 2021 - 16:04 Uhr

Bei einer Geberkonferenz für das internationale Impfprogramm Covax sind zusätzliche 2,4 Milliarden Dollar zusammengekommen. Damit stehen nun 9,6 Milliarden für Impfkampagnen in armen Ländern bereit - mehr als erhofft.

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Kommentare

Spenden für Impfstoffprogramm Covax übertrifft Erwartungen...

Leider steht nicht in dem Artikel wie viele Impfdosen nun die ärmeren Länder bekommen. Richtig ist, daß man die Pandemie nur global bekämpfen kann. Wenn überwiegen nur die Bevölkerung im globalen Norden geimpft wird, läuft die Pandemie weiter.
Die meisten dritte Welt Länder, voran Indien und Südafrika fordern deshalb die Aussetzung von Pharmapatenten während der Pandemie. Unterstützt werden sie da von medico international
und Misereor.

Kabarettistisch wirkt aber Jens Spahn mit seiner Aussage, die G7 strebten nicht nach politischen Einfluss, um anderen daß im gleichen Atemzug vorzuwerfen. Hilfe, die Chinesen helfen ?

@ Bernd Kevesligeti

Wenn überwiegen nur die Bevölkerung im globalen Norden geimpft wird, läuft die Pandemie weiter.

Dummerweise können Politiker im freien Westen nicht so richtig freigiebig sein. Weil es mit dem Impfstoff nicht unendlich schnell ging, hat es ja einen hinlänglichen Schittstorm von rechts gegeben. Denn in einer Demokratie muss man sich irgendwann einer Wahl stellen und nur die Menschen im Inland dürfen Kreuzchen machen.

Aber trösten Sie sich, autoritäre Regime sind vermutlich noch mehr auf die eigene PR angewiesen. Siehe Putin.

Covax hilft

Die Geberkonferenz hat jetzt ausreichend Mittel, um die Impfkampagnen vor allem in den armen Ländern Afrikas und Asiens in Gang zu setzen. Damit wird der politischen Propaganda mit den russischen und chinesischen Impfstoffen endlich Einhalt geboten. Daß die hochwirksamen Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna nach mehr als einem halben Jahr trotz Antragstellung noch immer nicht von diesen beiden Ländern zugelassen wurden, zeigt doch, wie Impfstoffe für politische Ziele mißbraucht werden. Die Frage muß erlaubt sein, wieviel Russland und China im Verhältnis zu Deutschland in den Covax-Topf eingezahlt haben.

@ Bernd Kevesligeti

Die meisten dritte Welt Länder, voran Indien und Südafrika fordern deshalb die Aussetzung von Pharmapatenten während der Pandemie.

Um vom Patent aus das fertige Produkt herzustellen, braucht man in Indien oder Südafrika mindestens zwei Jahre und kann dann auch anfangs nur wenig produzieren. Besser wäre es, den armen Ländern hier produzierten Impfstoff zum Selbstkostenpreis abzugeben.

Damit arme Länder eben keine armen Länder mehr sind,

wäre es sinnvoller, dutzende versch. Pharmafirmen mit hunderttausenden Fachkräften und hunderten Standorten dort schnellstmöglich hochzuziehen und die Produktion von Millionen Impfdosen dort vor Ort durchzuführen, ebenso wie eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
Es darf doch nicht sein, dass alte Industrieländer, die eh noch nie etwas besser konnten, als ausbeuten, unterdrücken und egoistisch sein, immer noch den Ton weltweit angeben!

@ Bernd Kevesligeti

... die G7 strebten nicht nach politischen Einfluss, um anderen daß im gleichen Atemzug vorzuwerfen.

Also ich find's gut, wenn unsere Seite sich Einfluss sichert und nicht China. Außerdem ist der westliche Impfstoff wesentlich besser als der chinesische, der in der EU vermutlich keine Zulassung bekäme.

von Forengedöns 17:54

Jedenfalls ist die Patentaussetzung eine Forderung der Dritten Welt, von UN-Generalsekretär Guiteres und entwicklungspolitischer Organisationen. Trifft aber bei den (freien) G7 nicht auf Empathie.

@17:15 von Bernd Kevesligeti

//Die meisten dritte Welt Länder, voran Indien und Südafrika fordern deshalb die Aussetzung von Pharmapatenten während der Pandemie. Unterstützt werden sie da von medico international
und Misereor.//

Noch vor kurzem war ich selbst für so eine Maßnahme. Inzwischen habe ich jedoch große Zweifel, dass es sinnvoll , wenn Länder ohne das nötige Knowhow diese Impfstoffe selbst herstellen. Denn:

***Allein die Fertigung des in den USA hergestellten Bionteck/Pfizer-Impfstoffs benötigt 280 Komponenten, die von 86 Zulieferern aus 19 Ländern stammen. Nur wenn alle Zutaten zur rechten Zeit am rechten Ort in der erforderlichen Qualität verfügbar sind, kann aus einer Chemikaliensuppe rettender Impfstoff werden. Ein einziger Fehler im Prozess - und die ganze Charge ist hinüber.***

@ landart

Daß die hochwirksamen Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna nach mehr als einem halben Jahr trotz Antragstellung noch immer nicht von diesen beiden Ländern zugelassen wurden

Ich bin dagegen, von Russland Sputnik zu kaufen, wenn dort Biontech nicht zugelassen ist. Außerdem hätte ich ein schlechtes Gewissen, weil die russische Politelite den Impfstoff lieber PR-wirksam verkauft, als die eigene Bevölkerung zu impfen.

Am 03. Juni 2021 um 17:54 von WM-Kasparov-Fan

Zitat: Damit arme Länder eben keine armen Länder mehr sind, wäre es sinnvoller, dutzende versch. Pharmafirmen mit hunderttausenden Fachkräften und hunderten Standorten dort schnellstmöglich hochzuziehen und die Produktion von Millionen Impfdosen dort vor Ort durchzuführen, ebenso wie eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Es darf doch nicht sein, dass alte Industrieländer, die eh noch nie etwas besser konnten, als ausbeuten, unterdrücken und egoistisch sein, immer noch den Ton weltweit angeben!

Ich habe gelesen, dass Deutschland Südafrika beim Aufbau einer eigenen Corona-Impfstoffproduktion auch für den ganzen Kontinent finanziell unterstützen will. Die Bundesregierung sei bereit, bis zu 50 Millionen Euro bereitzustellen, habe Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Veranstaltung in der Hauptstadt Pretoria angekündigt.

Immerhinque.

politischer Einfluss?

"Bei der globalen Verteilung von Impfstoffen kritisierte der CDU-Politiker [Spahn] Russland und China. Deren Strategie sei einzig darauf angelegt, an politischem Einfluss zu gewinnen. [...] Den G7 gehe es dagegen nicht um politischen Einfluss."

Und worum geht es den G7?

Meine Vermutung: Sie möchten, dass ihre eigenen Konzerne das dicke Geschäft machen und nicht die Konkurrenz aus Russland oder China. Biontech wird sich bestimmt mit einer Parteispende oder irgendwelchen Vermittlungsprovisionen erkenntlich zeigen.

von Forengedöns 18:03

Da widersprechen Sie aber Jens Spahn.
Der hatte ja lustigerweise gesagt, daß die G7 nicht nach politischem Einfluss streben würden....

@ Bernd Kevesligeti

Trifft aber bei den (freien) G7 nicht auf Empathie.

Weil es nicht sinnvoll wäre. Es würde den armen Ländern nichts nutzen und nur in den Kopierlabors der chinesischen Pharmariesen landen, deren eigener Impfstoff bislang deutlich schlechter ist.

Am 03. Juni 2021 um 18:05 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Jedenfalls ist die Patentaussetzung eine Forderung der Dritten Welt, von UN-Generalsekretär Guiteres und entwicklungspolitischer Organisationen. Trifft aber bei den (freien) G7 nicht auf Empathie.

Die Frage, ob die Patente aufgehoben werden oder nicht, scheint mir eher sekundär zu sein.

Fraglich ist, ob es in Afrika genügend Herstellungskapazitäten gibt.

Was nutzt der Zugriff auf ein Patent, wenn man damit nichts anfangen kann?

17:54 von WM-Kasparov-Fan Ich

17:54 von WM-Kasparov-Fan

Ich bin durchaus dafür, Produktionsstätten in Afrika, Asien und Südamerika aufzubauen.
Aber so, wie Sie sich das vorstellen, geht das mMn nicht.
Erinnern Sie sich an BioNTech und Marburg ?
Das ging nur " so schnell", weil bereits eine Produktionsstätte da war, die " nur " umgebaut werden musste.
Außerdem gibt es nicht automatisch mehr geeignete Arbeitnehmer, Rohstoffe usw. - nur weil mehr Produktionsstätten gebaut werden.

@ Bernd Kevesligeti

Es gibt derzeit keine Produktionsstätte in einem Entwicklung-oder Schwellenland, das den Anforderungen von Biontech auch nur entfernt genügen würde.
Die Patentschrift alleine wäre für Produzenten in Südafrika oder Indien wertlos. Das klappt am Ende nie und nimmer.

Impfstoffproduktion

@18:05 von Bernd Kevesligeti
Natürlich kann man die Impfstoffpatente freigeben, aber was kann ein Land damit anfangen, wenn es weder über hochqualifizierte Fachkräfte noch über die Produktionstechnologien verfügt. Solche Forderungen von Politikern sind nur was für die Galerie. Jeder sieht doch wieviel Gesamt-know how beim Spitzenhersteller Biontech/Pfizer notwendig ist, um Mrd. Impfstoffdosen herzustellen und logistisch zu verteilen. Mit Empathie hat das leider wenig zu tun...

18:09 von Forengedöns Ich

18:09 von Forengedöns

Ich gehe mal davon aus, das die russische Elite nicht am Verkauf Ihrer Vakzine interessiert sind, sonst würden Sie ja die Unterlagen komplett einreichen, was aber bisher nicht passiert ist.

Quelle:
"https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov"

Am 03. Juni 2021 um 18:09 von Forengedöns

Zitat: Ich bin dagegen, von Russland Sputnik zu kaufen, wenn dort Biontech nicht zugelassen ist.

Ich halte nichts davon, das zu verquicken.

Wenn die Russen es endlich schaffen, alle Unterlagen beizubringen, damit Sputnik in der EU zugelassen werden kann und wenn wir Sputnik dann noch brauchen, sollten wir es kaufen.

Ob Russland Biontech zulässt oder nicht, ist dessen Sache. Wenn die Russen es nicht zulassen, haben sie es halt nicht, falls sie es brauchen. Pech gehabt.

Am 03. Juni 2021 um 18:14 von Bernd Kevesligeti

von Forengedöns 18:03

Zitat: Da widersprechen Sie aber Jens Spahn. Der hatte ja lustigerweise gesagt, daß die G7 nicht nach politischem Einfluss streben würden....

Es soll vorkommen, dass Foristen anderer Meinung sind als der Bundesgesundheitsminister.

von Forengedöns 18:20

Überlassen Sie das doch den Ländern. Warum sollen die nichts können ? Indien und Südafrika haben Pharmaunternehmen....

@17:15 von Bernd Kevesligeti

//Die meisten dritte Welt Länder, voran Indien und Südafrika fordern deshalb die Aussetzung von Pharmapatenten während der Pandemie. Unterstützt werden sie da von medico international
und Misereor.//

Ich setze immer noch auf CureVac, denn:

***Die Herstellung von mRNA wird künftig nicht mehr durch die Großanlagenproduktion eingeschränkt sein. Wir entwickeln eine tragbare mRNA-Fertigung – The RNA Printer® genannt. Dadurch kann schnell auf Krankheitsausbrüche reagiert werden. Außerdem kann The RNA Printer® in Krankenhäusern stationiert werden, um vor Ort personalisierte Medizin zu fertigen und anzubieten.
---
Eine Produktionsanlage kann für verschiedene mRNA-Produkte mit unterschiedlichen Sequenzen genutzt werden und dient als Matrize für weitere Anlagen.
---
Schnelle Umstellung auf die Herstellung neuer Produkte möglich.***

Quelle: curevac.com

@landart - Mit Geld kann man nicht impfen.

17:51 von landart:
"[...] Damit wird der politischen Propaganda mit den russischen und chinesischen Impfstoffen endlich Einhalt geboten."
> Ich muss Sie enttäuschen: Keine noch so gelungene Gegenpropaganda wird Russland und China davon abhalten, ihre Impfstoffe zu exportieren.

"Daß die hochwirksamen Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna nach mehr als einem halben Jahr trotz Antragstellung noch immer nicht von diesen beiden Ländern zugelassen wurden, zeigt doch, wie Impfstoffe für politische Ziele mißbraucht werden."
> Wenn Zulassungsverfahren von hochwirksamen Impfstoffen nicht vorwärtskommen, liegt das an unvollständig eingereichten Unterlagen.

"Die Frage muß erlaubt sein, wieviel Russland und China im Verhältnis zu Deutschland in den Covax-Topf eingezahlt haben."
> Die relevante Frage lautet, welchen Beitrag die Länder im Kampf gegen die Pandemie leisten. Für Impfkampagnen braucht es vor allem Impfstoff.

von falso demonstratio 18:18

Sie trauen der Dritten Welt aber nicht viel zu oder sollen die nichts können ?

...das Schlechte vermuten

@18:13 von Nachfragerin
Sie vermuten, wissen aber nichts...sie vermuten sogar Schlechtes...hätten die russischen und chinesischen Hersteller die internationalen Testkriterien für Impfstoffe nach den Regeln der WHO eingehalten - statt mit Notzulassungen ihre Vakzine auf den Markt zu bringen - wäre Konkurrenz sinnvoll und gut für die Durchimpfung...aber Sputnik V läuft selbst in Russland nicht gut und Sinopharm wurde erst vor drei Wochen von der WHO zugelassen. Das sind also noch keine echten Konkurrenten für den Goldstandard-Impfstoff von Biontech.

Am 03. Juni 2021 um 18:27 von Bernd Kevesligeti

von Forengedöns 18:20

Zitat: Überlassen Sie das doch den Ländern. Warum sollen die nichts können ? Indien und Südafrika haben Pharmaunternehmen....

Der Entzug von Patenten ist immerhin eine Art Enteignung. Bevor man zu diesem scharfen Schwert greift, sollte man schon beurteilen, ob das überhaupt Sinn ergibt.

Mehr Geld als erhofft für Impfprogramm

das ist doch nur die halbe Miete
gibt es auch Produktionskapazitäten
welche in absehbarer Zeit den Stoff liefern können ?

"Nebenwirkungen" einer Patentfreigabe

Prof. Dr. med. Ugur Sahin, CEO:

"Als wir 2008 BioNTech gründeten, haben wir uns eine grundlegende Frage gestellt: Wenn der Tumor jedes Patienten einzigartig ist, warum behandeln wir dann alle Patienten gleich? Wir haben ein immenses Potenzial darin gesehen, uns das einzigartige Profil eines Tumors zu Nutze zu machen. Ziel war es, das Immunsystem des Patienten in die Lage zu versetzen, die spezifischen Krebszellen zu lokalisieren, sie zu adressieren und den Tumor anzugreifen. Wir haben BioNTech gegründet, weil wir Schlüsseltechnologien weiterentwickeln, die richtigen Leute zusammenbringen und unsere Vision für die Zukunft der Krebsmedizin verwirklichen wollen."

Bei einer Patentfreigabe ginge es also nicht nur um Impfstoffe sondern auch um eine Schlüsseltechnolgie, an der BioNTeck seit über 20 Jahren forscht.

Am 03. Juni 2021 um 18:33 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Sie trauen der Dritten Welt aber nicht viel zu oder sollen die nichts können ?

Mit der von mir gebrauchte Floskel "Fraglich ist" (ob es in Afrika genügend Herstellungskapazitäten gibt ) können Sie nicht wirklich viel anfangen.

Gibt es für Sie immer nur schwarz (bzw. rot) und weiß?

18:33 von Bernd Kevesligeti von falso demonstratio 18:18

Sie trauen der Dritten Welt aber nicht viel zu oder sollen die nichts können ?
.
warum wurde der / die Impfstoffe nicht in der 3. Welt entwickelt
Wenn sie mir das beantworten können,
können wir uns auch über die Produktionsmöglichkeiten in Papua Neuguinea unterhalten

Thailand produziert ab Juni...

.. den Impfstoff von Astra Zeneca selbst. Ab Juni erfolgen Lieferungen der Grundstoffe durch Astra für Siam Bioncence. Die Produktion dient nicht nur Thailand, sondern ist auch für benachbarte südostasiatische Länder gedacht. Geht doch...

18:22 von landart

Natürlich kann man die Impfstoffpatente freigeben,
.
sicherlich
bestenfalls ein mal
dann würde ich mir als Investor überlegen so einen Impfstoff noch einmal zu entwickeln
(auch wenn er durch Subventionen teilweise bezahlt wurde)
weil man möchte ja die Entwicklungskosten zurückbekommen und möglichst noch nen fetten Gewinn
und wie sie schon über Empathie schreiben .... Sonntagsreden eben

17:54 von WM-Kasparov-Fan

Es darf doch nicht sein, dass alte Industrieländer, die eh noch nie etwas besser konnten, als ausbeuten, unterdrücken und egoistisch sein, immer noch den Ton weltweit angeben!
.
was wollen sie denn ändern ?
Wirtschaft funktioniert überall gleich
was knapp ist ist teuer,
Impfstoff ebenso wie Kartoffeln und Tomaten
in New York wie auch auf einem Indio Markt in Bolivien

@landart - wirtschaftliche Interessen

18:22 von landart:
"Natürlich kann man die Impfstoffpatente freigeben, aber was kann ein Land damit anfangen, wenn es weder über hochqualifizierte Fachkräfte noch über die Produktionstechnologien verfügt."

Die meisten Medikamente werden in Indien hergestellt. Es wäre problemlos möglich, dort eine leistungsfähige Impfstoffproduktion aufzubauen.

Aber wenn Indien die ganze Welt mit Impfstoff versorgte, hätten Biontech & Co das Nachsehen. Und weil Konzerne und Politiker oft einer Meinung sind, sprechen sich die westlichen Regierungen gegen die Freigabe der Patente aus. Die Gesundheit wird auch hier den wirtschaftlichen Interessen untergeordnet.

von Sisyphos3 18:46

Auf den Seiten von medico international steht "Patente töten".

Und zu den Produktionsmöglichkeiten ist zu sagen, daß in etlichen Dritte Welt Ländern schon Impfstoff hergestellt wird, meistens Sputnik oder Sinovac.

von falsa demonstratio 18:38

Patente laufen auf zwanzig Jahre. Eine Verlängerung um weitere zwanzig Jahre ist dann möglich, wenn man eine minimale Veränderung vornimmt. Auch beruhen Patente in der Pandemie auch darauf, daß mit öffentlichen Mitteln die Forschung gefördert wurde.

19:01 von Bernd Kevesligeti

was in Indien ja auch schon geht ....

Herrn Spahn schätze ich an sich sehr, ...

... zumal er unter den gegebenen Umständen einen richtig gut Job macht! Aber was er hier vom Stapel laufen lässt, ist an Lächerlichkeit - Naivität - Wahrheitswidrigkeit nicht zu überbieten: Wenn jemand all sein Denken - Reden - Handeln einzig allein darauf ausrichtet, global an Einfluss zu gewinnen und schier unentrinnbare Abhängigkeiten herzustellen, dann sind es die G 7 und ihre immer unerträglicher werdende Ideologisiertheit... Der einzige größere Staat, der sowohl in der Pandemie als auch grundsätzlich bei der von ihm gewährten Entwicklungshilfe, annähernd selbstlos verfährt, ist hingegen China – Russland zwar nicht ganz so sehr, aber diesem Staat kann und sollte Deutschland ebenfalls noch immer deutlich mehr vertrauen als seinen falschen westlichen Freunden.......

Wie werden eigentlich "arme

Wie werden eigentlich "arme Länder" definiert? Gehören welche dazu, die auf Ölseen sitzen oder weltweit die größten Lagerstätten wichtiger Mineralien besitzen? Welche mit mehreren Ernten im Jahr? Welche, die Milliarden an Entwicklungshilfe beziehen? Länder, in denen Freiwillige als direkte Entwicklungshelfer arbeiten, Berufsschulen und Projekte versucht haben, aufzubauen? Länder, deren Regierungschef unvorstellbar reich ist? Länder, die höhere Waffenausgaben haben als viele Staaten der Ersten Welt?

Am 03. Juni 2021 um 19:01 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Und zu den Produktionsmöglichkeiten ist zu sagen, daß in etlichen Dritte Welt Ländern schon Impfstoff hergestellt wird, meistens Sputnik oder Sinovac.

Hat Russland sein Patent aufgegeben oder wird in Lizenz produziert?

19:08 von jautaealis

bei der von ihm gewährten Entwicklungshilfe, annähernd selbstlos verfährt, ist hingegen China
.
wenn ich den Begriff "Selbstlos" vernehme
sträuben sich bei mir die Nackenhaare

@18:53 von Sisyphos3 18:22 von landart

//...dann würde ich mir als Investor überlegen so einen Impfstoff noch einmal zu entwickeln
(auch wenn er durch Subventionen teilweise bezahlt wurde)//

Da kann man doch schön sehen, wie sinnvoll Subventionen sein können. Forschung sollte man m.E. grundsätzlich mehr finanziell unterstützen - egal ob Chemie, Medizin, Technik, Materialwissenschaften etc.. Nur mit ganz neuen Ideen können wir die immensen Herausforderungen, die uns der Klimawandel abverlangt, fertig werden. Wenn wir stattdessen vormachen, wie der Lebensstandard für große Teile der Bevölkerung sinkt, wird das keine Nachahmer auf den Plan rufen. (Von anderen "Nebenwirkungen" einer entsprechenden Politik will ich gar nicht erst anfangen.)

Am 03. Juni 2021 um 19:07 von Bernd Kevesligeti

von falsa demonstratio 18:38

Zitat: Patente laufen auf zwanzig Jahre. Eine Verlängerung um weitere zwanzig Jahre ist dann möglich, wenn man eine minimale Veränderung vornimmt.

Ich unterstelle, dass Sie Recht haben, kann aber den Bezug zu meinem Posting nicht erkennen.

Zitat: Auch beruhen Patente in der Pandemie auch darauf, daß mit öffentlichen Mitteln die Forschung gefördert wurde.

Es geht also auch noch um Steuergelder (was mir persönlich nichts ausmachen würde, wenn die Patentfreigabe nützlich wäre).

@19:07 von Bernd Kevesligeti von falsa demonstratio 18:38

//Auch beruhen Patente in der Pandemie auch darauf, daß mit öffentlichen Mitteln die Forschung gefördert wurde.//

Zu unser aller Vorteil. Sollte man dabei nicht ganz vergessen.

Geld ist genügend da...

... Und wo ist der Impfstoff?

Und wenn Impfstoff jetzt schnell nach Afrika geht, dann darf davon ausgegangen werden, daß der Impfstoff auch in der EU (D) für das Corona-Impfen fehlen wird.

Der Panikmacher Hr. Karl Prof. Lauterbach hat heute schon mal die 4.Welle für D angekündigt. Die Mutanten sind unterwegs.

von falsa demonstratio 19:14

Laut Mediennotizen wird in 66 Länder geliefert oder in Lizenz produziert. Wahrscheinlich zu geringem Preisen....

18:33 von Bernd Kevesligeti

«Sie trauen der Dritten Welt aber nicht viel zu oder sollen die nichts können ?»

Gar nichts hat das zu tun mit nichts zutrauen.
Oder sogar nichts können sollen.

Aus den G7-Staaten gibt es in den USA, GB und DEU Produktionsstandorte. In Italien, Frankreich, Kanada und Japan gibt es keine. Das auch nicht, weil diese 4 der G7 zu bräsig wären, um was zu können.

Selbst Produktionsstätten haben hätte wohl jeder der 4 sehr gerne. Aktuell wohl am schnellsten und am liebsten Japan. Geld haben die, prinzipiell hohes Medizin-Know-How auch. Außerdem wollen sie bald Olympia in Tokyo machen. Erst ± 2,5% der Japaner sind 2x geimpft. Mit Biontech, und nur damit.

Verhandlungen mit Biontech über Liznzproduktion in Japan gibt es seit Monaten. Gar nicht ablehnend von Seiten von Biontech. Aber definitiv nicht vor Anfang 2022 bekommt es Japan auf die Reihe, so einen Produktionsstandort auch in JAP aufzubauen.

Weil es schwierig ist, und weil es was länger dauert.
Als eine Tasse Grünen Tee zu brühen.

Spahn.

Den G7 gehe es dagegen nicht um politischen Einfluss. Es gehe darum, "diese Welt aus der Pandemie zu führen".

Was ist denn heute hier los?

Mein Tageshumorbedarf war durch die Behauptung des Österreichers, seine Landsmänner blickten angeblich "neidisch" auf eine angeblich vorhandene deutsche "Rücktrittskultur", eigentlich schon zur Gänze gedeckt.

Und nun kommt kurz vor Feierabend Herr Spahn mit diesem Kalauer um die Ecke.

Bitte mal etwas Gnade, ich habe auch nur ein Zwerchfell.

@19:01 von Bernd Kevesligeti von Sisyphos3 18:46

//Und zu den Produktionsmöglichkeiten ist zu sagen, daß in etlichen Dritte Welt Ländern schon Impfstoff hergestellt wird, meistens Sputnik oder Sinovac.//

Es handelt sich bei beiden Impfstoffen um bereits bekannte Verfahren zur Herstellung von Impfstoff. Daher ist es nicht verwunderlich, dass hier die Herstellung auch in Drittländern leichter fällt.

@Forengedöns, 17:54 (re @ Bernd Kevesligeti)

„Um vom Patent aus das fertige Produkt herzustellen, braucht man in Indien oder Südafrika mindestens zwei Jahre und kann dann auch anfangs nur wenig produzieren.
>> Besser wäre es, den armen Ländern hier produzierten Impfstoff zum Selbstkostenpreis abzugeben“

Im Moment schon. Aber dabei nicht zu vergessen, dass diese zwei Jahre schnell rumgehen. Aber für alle sehr lang werden können, wenn es mit dem Virus so weitergeht:
(aus dem Liveblog)
„18:59 Uhr
Afrika steigen die Infektionszahlen rasant, die WHO warnt vor einer dritten Pandemiewelle
18:58 Uhr
Delta-Mutante dominiert nun in Großbritannien - Die Delta-Mutante, die zuerst in Indien festgestellt wurde, dominiert nun in Großbritannien
12:38 Uhr
Corona-Zahlen in Afghanistan steigen stark an
08:54 Uhr
Der jüngste Coronavirus-Ausbruch im Süden Chinas ist möglicherweise auf eine Virus-Variante zurückzuführen. Die Betroffenen hätten eine höhere Viruslast als bei vorherigen Varianten in China, wodurch der Erreger schneller übertragen wurde“

@ Anna-Elisabeth 19:23

"Da kann man doch schön sehen, wie sinnvoll Subventionen sein können. Forschung sollte man m.E. grundsätzlich mehr finanziell unterstützen - egal ob Chemie, Medizin, Technik, Materialwissenschaften etc.. Nur mit ganz neuen Ideen können wir die immensen Herausforderungen, die uns der Klimawandel abverlangt, fertig werden. Wenn wir stattdessen vormachen, wie der Lebensstandard für große Teile der Bevölkerung sinkt, wird das keine Nachahmer auf den Plan rufen. (Von anderen "Nebenwirkungen" einer entsprechenden Politik will ich gar nicht erst anfangen.)"

Da bin ich aber sowas von bei Ihnen. Und Patente, egal jedweder Art müssen auch geschützt werden. Letztlich kann man Produktionen in Form von Lizenzen ermöglichen. Ermöglicht eine Teilhabe Aller an neuen Technologien und verhilft dem Entwickler zu finanziellen Gewinnen, welche er im neue Entwickungen investieren kann. Eigentlich alles simpel und logisch.

" arme Länder "

man kann wohl nicht davon ausgehen, dass
all` die armen Länder das Geld für ihre Rüstungskäufe nun für die Gesundheit ihrer Bevölkerung ausgeben,, sondern, wie sollte es anders sein, auch weiterhin Milliardenbeträge für die grauenvolle Bekämpfung der Menschen in diesen Ländern ausgibt.

Am 03. Juni 2021 um 19:28 von Bernd Kevesligeti

von falsa demonstratio 19:14: Hat Russland sein Patent aufgegeben oder wird in Lizenz produziert?

Zitat: Laut Mediennotizen wird in 66 Länder geliefert

d.h. verkauft

Zitat: oder in Lizenz produziert.

d.h. auch Russland hat seine Patente nicht aufgegeben

Zitat: Wahrscheinlich zu geringem Preisen....

vielleicht --- vielleicht auch nicht ---- hoffentlich.

19:35 von Nettie

Corona-Zahlen in Afghanistan steigen stark an
Afrika steigen die Infektionszahlen rasant, die WHO warnt vor einer dritten Pandemiewelle
-
wenn man sich die Verläufe bei unter 20 jährigen so betrachtet ... hierzulande
20 versterben von 88.000 dazu noch mit Vorerkrankungen

also in Afghanistan ist das Durchschnittsalter bei 16 und 55 % % sind unter 20
und im Niger ist das Durchschnittsalter bei 15 und 62 % % sind unter 20
von daher ist dass Problem sicherlich anders gelagert als im überalterten Europa

@17:54 von Forengedöns

>> braucht man in Indien oder Südafrika
>> mindestens zwei Jahre

Bei Südafrika gehen Sie lieber von einem halben, besser viertel Jahr aus. Die scharren doch schon seit Monaten mit den Hufen, das es endlich losgeht. -.-

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