Ihre Meinung zu: Massaker von Tulsa: Politik überschattet Gedenken

1. Juni 2021 - 15:29 Uhr

Vor 100 Jahren tötete ein Mob weißer Männer in der US-Stadt Tulsa Hunderte Schwarze. Zur heutigen Gedenkfeier wird Präsident Biden erwartet - ein anderer Politiker ist hingegen nicht willkommen. Von Katrin Brand.

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Kommentare

fragwürdige politische entscheidung?

Die Begründung das Massaker nur noch eingeschränkt an Schulen zu lehren, mit der Begründung: Den Kindern die "ererbte Täterrolle" ersparen zu wollen...

das finde ich höchst bedenklich, den nach der nächsten Entscheidung wird es ganz verschwiegen, bei der dritten wird es wieder erwähnt, aber mit den Tätern als Helden und die letztendliche Revision stellt die eigentlichen Opfer als die Täter da...

Ich finde es generell furchtbar, wenn die Geschichte nicht neutral berichtet wird, sondern auf Basis von Befindlichkeiten manipuliert wird... und mag der Prozess noch so klein oder schleichend sein.

Der Gouverneur sollte sich schämen.

>>Es besagt, dass wir

>>Es besagt, dass wir Erstklässlern nicht mehr beibringen, dass sie wegen ihrer Hautfarbe Unterdrücker sind oder für etwas verantwortlich sind, was vor 100 Jahren geschehen ist<<

Nein, so sollte man ihnen das in der Tat nicht beibringen, weil es einfach unwahr ist: die Erstklässler sind zunächst einmal weder Unterdrücker und schon gar nicht dafür verantwortlich, was auch immer vor 100 Jahren passiert ist.
Natürlich weiß ich, wie es gemeint ist, aber das ist für Erstklässler wirklich noch nicht zu verstehen.

Das Massaker von Tulsa

Davon hatte ich noch nie was gehört, aber auf der ganzen Erde gab es schon viele Massaker, sicherlich auch in den letzten hundert Jahren, von denen ich nichts gehört habe. Okay, ist vielleicht mein Versäumnis, wenn ich da in Unkenntnis bin. Nichtsdestotrotz ist es gut, wenn man wie hier im Artikel entsprechend aufgeklärt wird.

Bzgl. dem Gesetz, wie es im Artikel u. a. beschrieben wird: „…Es soll Diskriminierung im Geschichtsunterricht verbieten. "Es besagt, dass wir Erstklässlern nicht mehr beibringen, dass sie wegen ihrer Hautfarbe Unterdrücker sind oder für etwas verantwortlich sind, was vor 100 Jahren geschehen ist", sagt Stitt.“
Das ist für mich nachvollziehbar! Die heutigen Jugendlichen sind tatsächlich nicht für das verantwortlich zu machen, was vor hundert Jahren schreckliches passiert ist (sehe ich übrigens hier für die Vergehen in der Nazizeit genauso - meine Kinder und ich sind dafür nicht verantwortlich zu machen).
Ja: daran erinnern und mahnen ist sicherlich richtig!

bleibt dieser Schatten über der US-Gesellschaft.

„Das Massaker von Greenwood ist ein Ereignis, für das niemand bestraft und niemand entschädigt wurde - und von dem viele Amerikaner bis heute nichts wissen“

Und wenn es nach dem Willen Einiger geht auch nichts wissen sollen: „Und die weiße Mehrheit im Land findet, dass Rassismus hier gar kein Thema ist. "Wir glauben, dass alle Menschen vor Gott gleich geschaffen sind", sagt Gouverneur Stitt, "und dass jeder, unabhängig von der Hautfarbe (...)" Jeder, der hart arbeitet, bekommt in Oklahoma seine Chance.
>> Das klingt zynisch in den Ohren vieler Schwarzer. In Greenwood hatten hart arbeitende Afroamerikaner großen Wohlstand geschaffen, der von dem Mob geplündert und zerstört wurde“

„Solche Ereignisse nicht zu untersuchen, das bringe Zwietracht, nicht umgekehrt"

Solange die Wahrheit unterdrückt wird, ist ein offener, von Argwohn und Misstrauen unbelasteter Umgang miteinander nicht möglich. Und somit für alle auch kein echter Fortschritt.

Eine von vielen Schandtaten gegen "Andersartige"

Die weiße Bevölkerung möchte ungerne an ihre eigenen Schandtaten erinnert werden, obwohl sie sie selbst noch nicht einmal ordentlich aufgearbeitet hat. Wissen alle in den USA was in Tulsa passiert ist? Wissen alle in den USA über COINTELPRO Bescheid? Die Liste ist lang und in guten Teilen gar nicht so alt. Nein. Lieber macht man es vergessen und überhöht sich an Daten wie Position, die für andersartige gar nicht zu erreichen sind, oder Reichtum, den man eigentlich nur durch solche legitimierten Raubmorde so weit ausbauen konnte.
Das gilt auch für die Nazizeit. Wir wären mehr als Pleite wenn wir alle unsere Schäden bezahlt hätten und andere Länder nicht großzügig auf Wiedergutmachung verzichtet hätten.
Nein. Lieber definiert sich der Nachkomme des Täters zum Opfer und die Nachkommen der Opfer zu Tätern. Die anderen sollen sich doch bitte erarbeiten was man selbst so mühselig vor Jahrzehnten geraubt hat.

Mein Beileid an die Opfer von Tulsa und deren Nachkommen.

@Nettie um 16:36

Was gibt es an dem Satz des Gouverneurs Stitt ("Wir glauben, dass alle Menschen vor Gott gleich geschaffen sind", sagt Gouverneur Stitt, "und dass jeder, unabhängig von der Hautfarbe (...)" Jeder, der hart arbeitet, bekommt in Oklahoma seine Chance.“ auszusetzen?
Er spricht im Heute und nicht im Jahr 1921. Mag sein, dass es in den Ohren vieler Schwarzer zynisch klingt, aber man kann nicht 2021 mit 1921 vergleichen. Dass es in den USA für viele Farbige viel schwieriger ist als für Weiße, möchte ich gar nicht bestreiten - da haben die Amerikaner noch einen langen Weg vor sich, um richtige Chancengleichheit zu gewährleisten. Aber deshalb ist diese grundsätzliche Aussage des Gouverneurs nicht falsch.

...ttestEineMeinung @Erinnerungskultur

Seit wann haben Erstklässler Geschichtsunterricht?
Wieso sollten sie sich als Täter fühlen?
Dieses Argument ist so platt, dass einem die Gesichtszüge entgleisen.

Ich habe im Geschichtsunterricht ein wenig darüber gelernt - und dieses Wissen ausserhalb der Schule vertieft - dass sehr viele der Generation meiner Großeltern im Kleinen oder im Großen Täter waren.
Auch mein Opa übrigens

Schuldgefühle habe ich deswegen nicht entwickelt.

Für mich bedeutet das nur, dass leicht ist, zum Täter zu werden und ich mein Denken und Verhalten soweit reflektieren sollte, dass es mir nicht passiert.

Bei diesem Gesetz geht es nicht darum die Kinder zu schützen, sondern zu verhindern, dass sie irgendwann unangenehme Fragen stellen.

Geschichtsklitterung wird wieder salonfähig - in Russland wenns um Stalin geht oder in Polen, wo die Nennung polnischer Kollaboration verboten wurde.

Und auch hier waren die "Nestbeschmutzer" seltsamerweise nie die Urheber des Dungs, sondern jene, die ihn publik machten.

Das gehört

zwar in den Geschichte Unterricht,aber nicht schon für Erstklässler.

Nicht für Klasse 1 @15:53 von Egleichhmalf

>>>Natürlich weiß ich, wie es gemeint ist, aber das ist für Erstklässler wirklich noch nicht zu verstehen>>>

Ich finde das Argument fadenscheinig!
(Nein, ich meine nicht Sie!) Weil bei uns bringt man Erstklässlern auch noch nichts über den Holocaust bei! Sind die Kinder natürlich noch viel zu jung für!
Ab Klasse 7 oder 8, sind die Jugendlichen auf jeden Fall auch in den USA verständig genug um über das Massaker in Tulsa in Geschichte unterrichtet zu werden!

Aber Totschweigen ist natürlich einfacher und überhaupt lehrt man an manchen US Schulen lieber gleich den Kreationismus.... welch "Bildung"!

...ttestEineMeinung # "The Talk"

Unser Gehirn ist im Grunde rassistisch.
Wenn uns etwas fremd ist wird das Angstzentrum aktiviert.
Angst die wir nicht intellektuell einordnen und so entschärfen können, wird zu Aggression.

Je mehr wir uns Zeit nehmen das Fremde anzuschauen und darüber nachzudenken, desto besser können wir es einordnen und die Angst verschwindet.

Diesen Mechanismus zu kennen ist wichtig, ebenso wichtig wie zu erfahren, wozu er führen kann, wenn man sich ihm kollektiv hingibt.

Die, die nicht darüber nachdenken werden zu Rassisten.
Auch weil sie keine sein wollen und es weit von sich weisen.

Die Opfer müssen sich erinnern - farbige Eltern in den USA führen mit ihren Kindern relativ früh "das Gespräch".

Wie verhält man sich als anders Aussehender in allen möglichen Situationen, besonders der Polizei gegenüber?
Um nicht noch mehr aufzufallen, nicht erschossen zu werden.

Wenn "the talk" nicht mehr nötig ist, können wir darüber nachdenken, ob in der Schule noch über Rassismus geredet werden muss-.

@Wolf1905, 17:00

"Was gibt es an dem Satz des Gouverneurs Stitt ("Wir glauben, dass alle Menschen vor Gott gleich geschaffen sind", sagt Gouverneur Stitt, "und dass jeder, unabhängig von der Hautfarbe (...)" Jeder, der hart arbeitet, bekommt in Oklahoma seine Chance.“ auszusetzen?"

Dass er vor dem Hintergrund der heutigen(!) Politik der Republikaner ganz offensichtlich verlogen ist.

Wer prangert an?

Das ist für dieses demokratische Land USA beschämend, doch die übrige Welt nimmt davon keine große Notiz. Rassendiskriminierung und Antisemitismus wird weltweit angeprangert. Maul laut, mal leise. Geht es um die USA wird es besonders leise.
Die USA eine Weltmacht wirtschaftlich wie militärisch und nimmt durch diese Stärke Einfluss auf die Weltpolitik. Kein Aufschrei in Europa, oft nur ein beschämendes Schweigen.

Offizielle Geschichtsschreibung

Wir haben in meiner ehemaligen Heimat Russland leider auch viele Dinge, aus der Zarenzeit oder aus der Stalinzeit zum Beispiel, viele Dinge, über die nicht offen gesprochen werden darf und die in der Schule verschwiegen werden. Das gibt es vielleicht in jedem Volk.

Relativieren @17:32 von Nettie

>>>Dass er vor dem Hintergrund der heutigen(!) Politik der Republikaner ganz offensichtlich verlogen ist.>>>

Relativieren und ausweichen.... ist halt "leiser" als direkter Rassismus!
Die Motivation darunter bleibt rassistisch.

@ BILD.DirEin...

Unser Gehirn ist im Grunde rassistisch.
Wenn uns etwas fremd ist wird das Angstzentrum aktiviert.

Bei mir nicht. Wozu auch? Bei mir aktiviert sich das Gastfreundschaftszentrum.

"Wer sich nicht seiner

"Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen." (George Santayana)

Seltsame Argumente

Spätestens in der Schule lernt man doch das man ausser man selber auch Teil von etwas anderem sein kann, der eigenen Familie, der Klasse, einer Kirchengemeinde, aber eben auch einer Stadt, eines Landes, oder einer speziellen Gruppe innerhalb desselben, und das man als Teil dieser Gruppe eben auch Teilhaftig der Geschichte und Gegenwart dieser ist.
Es besteht doch gar kein Widerspruch zwischen der Persönlichen Unschuld und der Schuld der Gruppe, zu der man gehört, die man teilt wenn man als Repräsentant dieser Gruppe definiert ist.

Zu tun als wäre dieses Abstraktionsvermögen nicht vorhanden ist doch nicht "Eigentlich grundsätzlich richtig"

Soll man für etwas vor der

Soll man für etwas vor der Geburt verantwortlich sein können?

das ist technisch unmöglich, außer mit Sippenhaft.

Geschichte verabeiten geht. Aber verantwortung ist einfach das falsche Wort.

16:21, Wolf1905

>>Das Massaker von Tulsa
Davon hatte ich noch nie was gehört, aber auf der ganzen Erde gab es schon viele Massaker, sicherlich auch in den letzten hundert Jahren, von denen ich nichts gehört habe. Okay, ist vielleicht mein Versäumnis, wenn ich da in Unkenntnis bin. Nichtsdestotrotz ist es gut, wenn man wie hier im Artikel entsprechend aufgeklärt wird<<

Ich kannte einen Überlebenden dieses Massakers. Er war damals ein Säugling und ist letztes Jahr im Alter von 101 Jahren gestorben. Er hieß Hal Singer und spielte Saxophon.

Bis zu seinem Tode hat er mit diesem Teil seiner persönlichen Geschichte gehadert.

Zitat: "Wissen alle in den

Zitat:
"Wissen alle in den USA was in Tulsa passiert ist? "

wer in der USA die HBO-Serie "The Watchmen" gesehen hat - der weiss Bescheid

@alles nur Gedöns 17:40

"Wir haben in meiner ehemaligen Heimat Russland leider auch viele Dinge, aus der Zarenzeit oder aus der Stalinzeit zum Beispiel, viele Dinge, über die nicht offen gesprochen werden darf und die in der Schule verschwiegen werden. Das gibt es vielleicht in jedem Volk."

Hm, wenn ich so darüber nachdenke, könnte ich mir vorstellen, dass in dieser Hinsicht Deutschland ein gutes Land sein könnte.
Mit der bevorstehenden Entschädigung und offiziellen Entschuldigung an die Herero und Nama sollte es auch kein Problem mehr sein (wenn es das überhaupt noch gewesen ist), in der Schule oder wo auch immer über alle Schlechtigkeiten, die wir Deutschen uns in der Vergangenheit erlaubt haben, ganz offen zu reden.

Verantwortung schon @18:00 von Bender Rodriguez

>>>Soll man für etwas vor der Geburt verantwortlich sein können?>>>

Nein

>>>Geschichte verabeiten geht. Aber verantwortung ist einfach das falsche Wort.>>>

Richtiges Wort, die Nachkommen haben die Verantwortung durch Erfahren u Verarbeitung von Geschichte, die "Sünden der Väter" nicht zu wiederholen.

18:00, Bender Rodriguez

>>Soll man für etwas vor der Geburt verantwortlich sein können?<<

Nein, natürlich nicht.

>>Geschichte verabeiten geht. Aber verantwortung ist einfach das falsche Wort.<<

Sie haben noch nie etwas von Verantwortung vor der Geschichte gehört?

Dann lesen Sie doch bitte mal hier:

„https://www.dw.com/de/es-geht-nicht-um-schuld-sondern-um-verantwortung/a-47216492“

Ich finde es sehr gedankenlos, die Segnungen unserer Geschichte, die uns qua Geburt zuteil werden, als selbstverständlich anzunehmen, die dunklen Seiten dieser Geschichte aber mit den Worten „Dafür kann ich nichts!“ wegzuwischen zu versuchen.

Sicherlich können wir nichts dafür.

Genausowenig, wie wir etwas dafür können, in ein Land mit einem der höchsten Lebensstandards dieser Erde hineingeboren worden zu sein.

Ein wenig Demut halte ich für angebracht.

@16:21 von Wolf1905

>> Ja: daran erinnern und mahnen ist
>> sicherlich richtig!

Ähh, Sie haben den Artikel aber schon gelesen und demnach mitbekommen, daß gerade dieses "erinnern und mahnen" aus dem Schulunterricht entfernt werden soll? oO

@saschamaus um 18:35

Ich habe das anders verstanden. Ich bezog mich auf die Aussage „Es besagt, dass wir Erstklässlern nicht mehr beibringen, dass sie wegen ihrer Hautfarbe Unterdrücker sind oder für etwas verantwortlich sind, was vor 100 Jahren geschehen ist", sagt Stitt.“
Also Erstklässler sind sicherlich nicht verantwortlich für die Gräueltat (und anderen in den USA), die von Weißen an Farbige verübt wurden.

@Nettie um 17:32

Man kann nicht eine grundsätzlich richtige Aussage eines Politikers, nur weil er bei den Republikanern ist, als „offensichtlich verlogen“ bezeichnen. Es gibt sicherlich auch bei den Republikanern vernünftige Politiker, so wie es bei den Demokraten unvernünftige Politiker gibt. Das ist nicht großartig anders als hier in D.

Fathi

"Sie haben noch nie etwas von Verantwortung vor der Geschichte gehört?"

Ich habe es eben Carina f erklärt. Geschichte und tat sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Ich bin für nichts verantwortlich, was ich nicht wirklich selber gemacht habe.
Ich bin verantwortlich für mein Handeln. Das schließt fehlervermeidung mit ein. Also nicht den mist von früher wiederholen.

@16:55 von IckeDette

//Wissen alle in den USA was in Tulsa passiert ist?//

Es gab gerade gestern einen ausführlichen Bericht darüber auf CNN. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies der erste Bericht war. Allerdings scheinen viele (selbstverständlich nicht alle) US-Amerikaner bildungsmäßig nicht nur innerhalb der eigenen geographischen Grenzen zu verweilen, sondern auch zeitlich nur im Hier und Jetzt zu leben.

@17:10 von schiebaer45

>> Das gehört zwar in den Geschichte
>> Unterricht,aber nicht schon für
>> Erstklässler.

Richtig, und deshalb ist es ja auch Schulstoff ab 5-6. Klasse.

ABER als populistischer, republikanischer Gouverneur runden Sie diesen Sachverhalt naturgemäß(!!!) auf den Begriff "Erstklässler" ab. -.-

P.S.: Erstes Anzeichen einer jeden Autokratie:
Wenn jeder Schüler jeden Tag vor der ersten Unterrichtsstunde den Fahneneid aufsagen muß! oO

@fathaland slim um 18:20

Das glaube ich Ihnen natürlich! Alle, die solch ein schreckliches Erlebnis hatten (ob Tulsa oder andere uns bekannte Gräueltaten überall auf dieser Erde), werden das ihr Leben lang nicht vergessen können - man kann nur hoffen, dass es irgendwie verarbeitet werden kann, ohne jede Nacht mit einem Horrortraum aufzuwachen.
Vielleicht hat Hal Singer mit dem Saxophonspielen etwas Ruhe (oder auch Ablenkung) gefunden? Wäre ihm zu wünschen.

18:52, Wolf1905

>>@saschamaus um 18:35
Ich habe das anders verstanden. Ich bezog mich auf die Aussage „Es besagt, dass wir Erstklässlern nicht mehr beibringen, dass sie wegen ihrer Hautfarbe Unterdrücker sind oder für etwas verantwortlich sind, was vor 100 Jahren geschehen ist", sagt Stitt.“
Also Erstklässler sind sicherlich nicht verantwortlich für die Gräueltat (und anderen in den USA), die von Weißen an Farbige verübt wurden.<<

Niemand bringt in den USA einem Erstklässler so etwas bei.

Schon allein daran können Sie die Unaufrichtigkeit der Aussage dieses Gouverneurs erkennen.

@18:52 von Wolf1905

>> Ich habe das anders verstanden

Ähh, was kann man an der Formulierung "wegen ihrer Hautfarbe Unterdrücker" falsch verstehen? oO

Das ist Revisionismus pur. -.-

18:59, Bender Rodriguez

>>Fathi
"Sie haben noch nie etwas von Verantwortung vor der Geschichte gehört?"

Ich habe es eben Carina f erklärt. Geschichte und tat sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Ich bin für nichts verantwortlich, was ich nicht wirklich selber gemacht habe.
Ich bin verantwortlich für mein Handeln. Das schließt fehlervermeidung mit ein. Also nicht den mist von früher wiederholen.<<

Noch einmal:

Lesen Sie bitte den Artikel, den ich verlinkt habe. Geschrieben von einem Mittzwanziger.

@18:59 von Bender Rodriguez

>> Ich bin für nichts verantwortlich, was ich
>> nicht wirklich selber gemacht habe

ABER Sie sind verantwortlich dafür, was Sie Ihren Kindern beibringen! -.-

@Bender Rodriguez, 18:59

„[@]Fathi

"Sie haben noch nie etwas von Verantwortung vor der Geschichte gehört?"

Ich habe es eben Carina f erklärt. Geschichte und tat sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Ich bin für nichts verantwortlich, was ich nicht wirklich selber gemacht habe.
Ich bin verantwortlich für mein Handeln. Das schließt fehlervermeidung mit ein. Also nicht den mist von früher wiederholen.“

Wie stehen Sie denn zu der These, dass dieses Massaker eins von vielen, vielen Einzelereignissen ist, die sich in die Benachteiligung und Ausbeutung Schwarzer in den USA einreihen, und auch die Weißen von heute davon noch profitieren könnten, weil deren Wohlstand in Teilen darauf aufbauen? Vielleicht nicht für jede einzelne Person, aber doch für manche Firmen oder Bevölkerungsteile in bestimmten Staaten der USA?

Erwächst daraus nicht auch eine Art Verantwortung, nicht für die Taten an sich, aber gegenüber den immer nach benachteiligten Nachfahren der Ausgebeuteten der Vergangenheit?

19:11, Wolf1905

>>Vielleicht hat Hal Singer mit dem Saxophonspielen etwas Ruhe (oder auch Ablenkung) gefunden? Wäre ihm zu wünschen.<<

Dann hören Sie sich mal seinen Hit „Cornbread“, Ende der 40er Jahre, an. Finden Sie im Netz.

Wenn Sie die persönliche Geschichte Hal Singers kennen, dann erschließt sich Ihnen eine andere Ebene dieser Musik.

...ttestEineMeinung @01. Juni 2021 um 18:58 von Wolf1905

Nein, man kann nicht verallgemeinern.

Aber man kann - und Nettie sagt das völlig zu Recht - diese Aussage dieses Politikers als offensichtlich verlogen bezeichnen.

Daran ist nichts "grundsätzlich richtig".

Die an den Haaren herbeigezogene Argumentation mit Erstklässlern z.B.
Oder dass die Opfer zu Tätern umerklärt werden.

Und ja, das ist nicht großartig anders als es manche hier in D versuchen.

Massaker von Tulsa ist landesweit ein Thema

Deshalb bringt es nichts wenn dies in einem Schuldistrikt evtl nicht im Unterricht behandelt wird. Denn inzwischen steht es fast überall in den Schulbüchern.

Was ich am frappierendsten finde, dass keiner der Schuldigen an diesem „Pogrom“ jemals bestraft wurde. Alle Berichte aus der Zeitung wurden entfernt, alle Fotos beschlagnahmt und das Massaker über 50 Jahre komplett totgeschwiegen.

In den USA ist es vor dem 2. Weltkrieg immer wieder vorgekommen das Streikende Arbeiter zusammenkartätscht worden sind.

Das eigentlich bemerkenswerte daran ist, dass diese garnicht mal so demokratischen Ereignisse in Deutschland völlig unbekannt sind und das USA-Bild durch das erfolgreiche US-Selfmarketing bestimmt ist.

Vielleicht kommt auch mal die Zeit in der die Kriegsverbrechen der USA im 2. Weltkrieg aufgearbeitet werden. War eben doch nicht nur ein Heldenepos ...

Sachamaus

"ABER Sie sind verantwortlich dafür, was Sie Ihren Kindern beibringen! -.-"

Ja habe ich je was anderes behauptet?
Für die Taten vorher kann man nix. Es geht jetzt darum, Wiederholung zu vermeiden. Das geht allerdings alle an.
Immer wieder wird aber dieses kleine Detail vergessen.

@saschamaus75 um 19:23

Jetzt werden Sie bitte nicht beleidigend! Man kann Formulierungen unterschiedlich deuten, wie es hier im Forum auch schon geschrieben wurde. Mit solcher Begrifflichkeit wie „Revisionismus pur“ halten Sie sich bitte zurück!

@18:25 von DrBeyer @alles nur Gedöns 17:40

//"Wir haben in meiner ehemaligen Heimat Russland leider auch viele Dinge, aus der Zarenzeit oder aus der Stalinzeit zum Beispiel, viele Dinge, über die nicht offen gesprochen werden darf und die in der Schule verschwiegen werden. Das gibt es vielleicht in jedem Volk."
---
Hm, wenn ich so darüber nachdenke, könnte ich mir vorstellen, dass in dieser Hinsicht Deutschland ein gutes Land sein könnte.//

Hamed Abdel-Samad sieht das jedenfalls so.

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