Ihre Meinung zu: Schulen kehren weitgehend in den Regelbetrieb zurück

31. Mai 2021 - 8:04 Uhr

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht weiter zurück. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 35,1. In vielen Bundesländern starten die Schulen den Präsenzunterricht wieder mit voller Klassenstärke.

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Kommentare

Förderalismus und Pandemie sind nicht kompatibel

"Jedes Bundesland macht was es will", beklagt sich der Bundeselternverband. Er fordert bei den Schulöffnungen eine bundesweit einheitliche Linie. Man kann dem Verband nur Recht geben. Der Förderalismus mit 16 unterschiedlichen Befindlichkeiten sollte in einer todbringenden Pandemie eigentlich Pause haben. Eine einheitliche und rechtsverbindliche Vorgabe aus Berlin für alle 16 Bundesländer wäre zwingend erforderlich, nicht nur für den Bildungsbereich.

@ Louis2013, um 09:13

Sie fordern etwas, ohne die Gerichte zu fragen, was die im Hinblick auf die Grundrechte davon halten.
Insofern werden Sie aus Berlin keine "einheitliche und rechtsverbindliche Vorgabe", auch noch über den Bildungsbereich hinaus, erwarten können.

Das wird vor allem Entspannung für die Eltern bedeuten

Da hoffen wir mal, dass es keine Rückschläge gibt und dass die Masken/Testpflicht konsequent eingehalten wird, bis jeder, der möchte, geimpft wurde. Die Verweigerer müssen sich dann selbst schützen oder es lassen, wenn sie es für entbehrlich halten.

Sollten sich von dort ausgehend doch wieder Infektionsgeschehen abbilden, sollte man sich die Impfung vielleicht doch überlegen. auch wenn Kinder selten schwer erkranken, so können sie doch die Infektionen niederschwellig am Köcheln halten, die dann bei sich bietender Gelegenheit wieder aufflammen werden.

Es wäre schön, ...

wenn die Schulen den Betrieben gleichgestellt werden würden. Denn während es in Betrieben selbst bei Inzidenzen jenseits von 300 oder mehr keine Schließungen gibt (also diesen Inzidenzwerten im Landkreis, nicht im Betrieb selbst), so machten viele Landkreise bei einem Wert von 100 die Schulen dicht (obwohl selbst die Bundesnotbremse einen Wert von 165 für diese Maßnahme definiert). Wir sind bei Schülern, welche keine Lobby haben, so viel strenger, was die Regeln angeht und so viel geiziger, was Hilfsmaßnahmen und technische Ausstattung angeht, das ist erschreckend.

Hygienekonzepte, Kohortenbildung und regelmäßige Tests sollten einen dauerhaft offenen Schulbetrieb so lange ermöglichen, bis die Infektionszahlen an der Schule selbst hochgehen und nicht von einem abstrakten landkreisweiten Wert bestimmt werden, der durch einen einzelnen, weit entfernten und eng eingrenzbaren hotspot hochgetrieben werden kann. Wie bei Betrieben eben...

Berlin ist wohl das einzige

Berlin ist wohl das einzige Bundesland, das vor den Sommerferien keine vollständige Öffnung plant. Allerdings beginnen hier die Ferien bereits in gut 3 Wochen. Aber das ursprüngliche Argument, aus organisatorischen Gründen beim Wechselunterricht zu bleiben, ist wohl etwas dürftig. Nun wurde die hohe Inzidenz in der Altersgruppe 5 - 14 als Grund genannt. Auch das ist fragwürdig, denn die Schulkinder werden ja viel mehr getestet als andere, so dass die Dunkelziffer sehr gering ist. Außerdem nimmt ein großer Teil der Grundschüler an einer Notbetreuung teil, so dass die Zahl der Kontakte nur unwesentlich steigen dürfte.

Die Grundschulen (Berlin bis Klasse 6) sollten meiner Ansicht nach umgehend normalen Unterricht anbieten. Bei den weiterführenden Schulen, die nicht täglich ein bisschen Unterricht für alle , sondern einen wöchentlichen Wechsel anbieten, ist das Homeschooling eher zu akzeptieren.

Am 31. Mai 2021 um 09:26 von harry_up

@ Louis2013, um 09:13

Sie fordern etwas, ohne die Gerichte zu fragen, was die im Hinblick auf die Grundrechte davon halten.
Insofern werden Sie aus Berlin keine "einheitliche und rechtsverbindliche Vorgabe", auch noch über den Bildungsbereich hinaus, erwarten können.
__
Sie haben natürlich recht, was den gesetzlichen Rahmen betrifft. Solange ich denken kann, wird allerdings von fast allen, ausser natürlich vonseiten der KMK, die um ihre Pfründe fürchten, dieser Umstand, dass Bildung "Ländersache" ist, beklagt. Wenn Bildung aber eine sooo wichtige Sache ist, was auch stimmt, dann sollte sie eben NICHT Ländersache sein. Mir ist es z.B. unverständlich, wieso Niveau u. Leistungsanforderung nicht in allen BL einheitlich sind. Auch im intern. Vergleich u. bei der Anerkennung/Voraussetzung im Ausland müsste doch ein Abi Bremen gleich zu setzen sein, mit einem Abi aus Bayern z.B. Warum das nicht so ist, habe ich noch nie verstanden.

Schulöffnung ist Ländersache

Ich denke schon, dass es richtig ist, den Bundesländern die Regelungen für die Schulen zu überlassen.

Ein wichtiger Faktor ist ja auch der unterschiedliche Beginn der Sommerferien. Es ist schon zu überlegen, ob man für wenige Schultage einen Anstieg der Infektionen riskiert.

Mit dem Impffortschritt verliert die allgemeine Inzidenz auch an argumentativem Gewicht. Eine niedrige Inzidenz in der Gesamtbevölkerung sagt wenig über das Infektionsrisiko für Ungeimpfte. Kinder werden in den nächsten Wochen kaum geimpft werden. Vielleicht sollte man das Augenmerk eher auf die Inzidenz in den entsprechenden Altersgruppen richten. Bis das bundeseinheitlich geregelt werden könnte, sind wir schon längst in der nächsten Welle ... oder die Pandemie ist vorbei.

Am 31. Mai 2021 um 09:29 von RenamedUser

Hygienekonzepte, Kohortenbildung und regelmäßige Tests sollten einen dauerhaft offenen Schulbetrieb so lange ermöglichen, bis die Infektionszahlen an der Schule selbst hochgehen und nicht von einem abstrakten landkreisweiten Wert bestimmt werden, der durch einen einzelnen, weit entfernten und eng eingrenzbaren hotspot hochgetrieben werden kann.
__
Das betrifft aber doch nicht nur die Schulen !
Egal, ob hotspot oder allg. Ansteigen der Inzidenzen hat weitreichende Folgen. Nicht nur für die Schulen. Zumindest war das bis jetzt so. Das waren/sind ja aber nur wenige Fälle, wo man das Infektionsgeschehen einem einzigen Infektionsherd zuordnen kann.

Was...???

In Bayern ist danach (ab 7.6.) bei stabilen Inzidenzen unter 50 überall Präsenzunterricht ohne Abstand geplant.

... ohne Abstand??

Unverantwortlich. Was ist denn mit AHAL? Gilt das plötzlich nicht mehr?

Es kann einem ja "Angst und Bange" werden...

Gute Miene zum bösen Spiel?

Merkt eh keiner. Weil man die Miene nicht sieht.
Mit Maske sind Schulen vom "Regelbetrieb" so weit entfernt wie ein Sportler mit einem Gipsbein.

09:28 von weingasi1

Naja so schnell wirkt es nicht wenn sich Verweigerer dann doch für eine Impfung entscheiden. Nach dem Ersttermin sind es dann 6 Wochen, plus circa 10 Tage, bis der Immunschutz so ausgeprägt ist wie er sein kann. Sind fast zwei Monate zwischen Erkennung, Maßnahme und Wirkung.

Berlin

mcg, ich kann Ihre Sicht durchaus verstehen. Aus organisatorischen Gründen halte ich den Wechselunterricht für die reichlichen 3 Wochen aber tatsächlich für angebracht. Damit umgeht man die Gefahr einer Quarantäne zu Beginn der Ferien (die für alle dringend notwendig sind). Allerdings sollte die Zeit dann auch genutzt werden, um das kommende Schuljahr gut vorzubereiten.

Mein Kind besucht derzeit die 1. Klasse in Berlin und da denke ich, dass er in der Gruppe von 7 Kindern aktuell ganz gut aufgehoben ist. Sicherlich kommt es hier aber auch wieder sehr auf die Schule an.

Wenn man sich nur …

… einige wenige der ersten Forumsbeiträge anschaut, die da lauten
@weingasi1 „Sollten sich von dort ausgehend doch …, sollte man sich …
@RenamedUser „Es wäre schön … und regelmäßige Tests sollten …“
@mcg „sollten meiner Ansicht nach …“
usf., dann wird deutlich, wo das Problem liegt: Jeder hat ganz „tolle“ Ideen, auf die hunderte wirklich hochqualifizierter Wissenschaftler selbstverständlich noch gar nicht gekommen sind (dass das niemand der Vorschlagenden hinterfragt, lässt allein schon tief blicken). Und jeder fordert, dass alles Mögliche natürlich getan werden „sollte“, wünschenswert „wäre“ und dringend „müsste“. Und das findet nicht nur hier im Kleinen statt, sondern auch im Großen, und so entsteht letztlich das auch hier beklagte Chaos. Ist wirklich witzig zu beobachten …

@Louis2013

""Jedes Bundesland macht was es will", beklagt sich der Bundeselternverband. Er fordert bei den Schulöffnungen eine bundesweit einheitliche Linie." Am 31. Mai 2021 um 09:13 von Louis2013

*

Das dürfen sie nicht auf die goldene Waage legen.

Aus mitlerweile fast 9 Jahren Elternarbeit (seit dem Kindergarten) weiß ich, dass unter den Eltern die Meinungen sgenauso vielfältig sind, wie in der Gesellschaft. Und Elternverbände liegen dann daneben, wenn sie keine repräsentative Umfragen vorher machen (was durchaus vorkommt).

Es gab repräsentative Umfragen und die meisten Eltern wünschten sich normale Schule für ihre Kinder.

Hier in Niedersachsen besuchten 87% der Kinder die Schule als es möglich war ohne Angabe von gründen das Kind vom Präsenzunterricht zu befreien.

Nebenbei lief überall fast durchgehend zusätzlich die Notbetreuung, d.h. neben den halben Klassen hatten die Leherer noch die Notgruppen zu betreuuen.

Ps. Jede Schule hat andere Probleme, jede Schule braucht andere Lösungen.

@ weingasi, um 09:37

So verständlich es ist, eine bundeseinheitliche Bildung zu fordern, so illusorisch ist das.
Ich war beruflich eben dort tätig und habe über viele Jahre das Klammern an die “geistige Besitzstandswahrung“ hautnah kennengelernt.
Damals sträubte sich der für mich zustehende Dezernent mit Händen und Füßen gegen ein Zentralabitur - was 2 Jahrzehnte nach seinem Ausscheiden dann doch in Angriff genommen wurde. Immerhin...

Kurz vor...

... Den Sommerferien und kurz vor der Sommerpause2021 soll nun der Regelbetrieb in den Schulen stattfinden.

Den Auszubildenden, Schüler/innen, Studenten/innen, hat die Bundesregierung, die MPs und die sonstigen Verantwortlichen mit deren Grotten schlechten Corona - Politik , den Abschluss und die Ausbildung für das Jahr2020/2021 in die Tonne gekloppt.

Wenigstens in Sachen Bildung hätten die Verantwortlichen mehr zu Stande bringen müssen.

Was sind vor 2019 nicht alles für Lobgesänge auf die Bildung von der Groko verkündet worden.
Bildung... Bildung... Bildung... hat es geheißen.

Und was draus geworden?

Lehrer sind die Pandemietreiber

'Nach Einschätzung der Forscher spielen Lehrkräfte "eine vielleicht wichtigere Rolle" beim Infektionsgeschehen als Schüler.'
So steht es im Epidemiologischen Bulletin des RKI vom 1.April.2021.
Wann hört endlich das Schüler Bashing auf. Warum nicht IMPFPFLICHT für die Lehrer damit diese Pandemietreiber nicht mehr den Präsenzunterricht stören? Warum wird über Nebensächlichkeiten wie unterschiedlicher Beginn der Sommerferien diskuiert und nicht über die Hauptsache: wer ist Pandemietreiber in der Schule?

09:30 von mcg

Die Grundschulen (Berlin bis Klasse 6) sollten meiner Ansicht nach umgehend normalen Unterricht anbieten. Bei den weiterführenden Schulen, die nicht täglich ein bisschen Unterricht für alle , sondern einen wöchentlichen Wechsel anbieten, ist das Homeschooling eher zu akzeptieren.

In NS fand an den Grundschulen seit den Weihnachtsferien Wechselunterricht statt. NS gehörte trotzdem zu den BL mit den niedrigsten Inzidenzen. Den Wunsch nach bundesweiter Einheitlichkeit kann ich nachvollziehen, gleichzeitig finde ich richtig, dass NS diesen Weg gegangen ist und sehe den Föderalismus in diesem Punkt als vorteilhaft.

Ein Regelbetrieb mit Maske und Abstand...

...ist kein Regelbetrieb.

Föderalismus als heilige Kuh der MPs...

... Hätte es bei den Schulen niemals geben dürfen.

Hier hätte der politische Slogan vor 2019 greifen müssen :
Bildung... Bildung... Bildung...

Leider haben sich die MPs darauf verständigt, den Schulunterricht gem der Corona-Wissenschaft/Wissenschftler/innen zu gestalten.

In jedem Bundesland waren dann andere Wissenschaftler/innen beratend tätig.

Dabei wäre der reine gesunde Menschverstand der bessere Berater gewesen.
Wie bekannt, infizieren sich Kinder/Jugendliche mit Corona, aber ohne Symptome oder nur mit sehr schwachen Symptomen.
Das stellte sich schon im Frühjahr2020 so dar.
Insofern hätte eine Schnell-Test-Strategie (so wie in Asien zu diesem Zeitpunkt sehr erfolgreich praktiziert) völlig ausgereicht.

Leider war das Bundesgesundheitsministerium zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage diese - zuverlässigen - Schnell-Tests zu beschaffen.
Das Unvermögen wird auch an diesem Punkt deutlich.

Die "bösen" Lehrer

"Warum nicht IMPFPFLICHT für die Lehrer damit diese Pandemietreiber nicht mehr den Präsenzunterricht stören?" @Paul Falke
.
"Schuld und Schule: Schiebt nicht immer alles auf die Lehrer ..." @www.faz.net
.
Wie wär´s denn mit Präsenzunterricht ohne Lehrer? Das wird bestimmt ne Mordsgaudi, und gesund ist es auch noch?

Am 31. Mai 2021 um 09:48 von Eu-Schreck

Naja so schnell wirkt es nicht wenn sich Verweigerer dann doch für eine Impfung entscheiden
__
Das haben Sie missverstanden. Die (noch)Verweigerer interessieren mich eigentlich nicht. Ich meinte das in Bezug auf Maske u. Test. Und auf die Möglichkeit, dass sollten nun Infektionsherde, die auf den Schulbetrieb zurück zu führen sind, den Willen zur Impfung von Kindern erhöhen könnten.
Aber auch da habe ich keinesfalls von "verweigern" gesprochen.

Am 31. Mai 2021 um 09:56 von Ju-Ca

Damit umgeht man die Gefahr einer Quarantäne zu Beginn der Ferien (die für alle dringend notwendig sind). Allerdings sollte die Zeit dann auch genutzt werden, um das kommende Schuljahr gut vorzubereiten.
___
Ich dachte, die Kinder hätten sich so wahnsinnig gelangweilt. Ich denke mal, es würde hauptsächlich der Urlaubsplanung womöglich entgegenstehen, wenn da plötzlich eine Quarantänesituation entstünde.
Insofern kann ich kaum glauben, dass die Kinder sooo dringend Ferien brauchen, insbesondere solche aus den ersten Schuljahren, die doch am wenigsten von den Einschränkungen betroffen waren.

wer ist Pandemietreiber in der Schule?

Naja, das RKI stellt fest, dass in der Vergangenheit (also vor den Schnelltests) Lehrer viel häufiger als Schüler nachgewiesene Infektionen hatten. Vermutlich erkranken Lehrer wie alle anderen Erwachsenen auch häufiger als Kinder schwer. Infektiöse Kinder werden vermutlich eher übersehen als infektiöse Lehrer.
Na und? Das hat mit Bashing von Kindern oder Lehrern erst einmal nichts zu tun.
Wenn 32 ungeimpfte Schüler und ein vielleicht geimpfter Lehrer in einem Raum viele Stunden zusammen sitzen und miteinander reden, ist das ein Infektionsrisiko für alle Beteiligten. Ob die Lehrkraft nun geimpft ist oder nicht, spielt da keine große Rolle.

@ weingasi1

Also, ich finde schon, dass Ferien dringend notwendig sind. Natürlich ist das erste Schuljahr anstrengend und man legt Grundlagen für alle weiteren Jahre. Hier davon zu sprechen, dass es kaum Einschränkungen gibt... gerade für die Kinder (und ggf. auch die Eltern) war es echt anstrengend. Von daher ist eine Auszeit wichtig und das kommende Schuljahr sollte echt gut vorbereitet sein. Aber die nächsten 3 Wochen jetzt noch auf Regelunterricht zu setzen, kann man sich wirklich sparen.

Regelbetrieb ?

Bedeutet jetzt das wieder viel infiziert werden.

Die zahlen werden in eienigen Tagen das beweisen.
Wir hatten bis jetzt mehr asl 87.000 zusätzliche Tote durch Corona. Und es werden wohl immer noch mehr.

Schade.

Entspannung für die Eltern bedeuten

von weingasi1 @
Aber für die vielen Ärtzte und Pflegekräfte wird es jetzt wohl bald wieder sehr schlimm werden.

Also, die Schulen schmeißen

Also, die Schulen schmeißen den Riemen auf die Orgel und es geht wieder mit Volldampf los. Bis zur nächsten Welle im Herbst dann, wenn das Virus, wohl durch klimatisch bedingte Vorteile wieder zurückkehrt, vielleicht dann in neuer weil modifizierter Form? Bei all dem jetzigen gut zu verstehendem, freudigen Erwachen aus der lähmenden Alptraumzeit der Lock downs, habe ich das Gefühl, dass wir alle zu leichtsinnig werden und das ganze sommer- bzw, wintersaisonale Verhalten des Virus‘ vergessen haben, denn die Impfung werden ein verstärktes Wiederkehren des Problems nicht ganz lösen, zu dem man damit rechnen muss, dass eventuell mutierte Virusformen auftreten könnten, welche die Impfseren nicht mehr abdecken. Also werde ich leider weiterhin vermeiden müssen, mich, wie früher, locker in dichten Publikum meinen Einkauf, die Restaurantbesuche u.ä. zu erleben. Aber ich tröste mich damit, dass ich die vom Einzelhandel und Kneipen nun losgehenden Preisexplosionen mir eh nicht leisten will.

@ 0_Panik, um 11:04

Nur am Rande:
Der Bildungsföderalismus der Länder ist so alt wie die Bundesrepublik, er wurde nicht erst zu Beginn der Pandemie erfunden.
Vielleicht habe ich Sie da auch verkehrt verstanden.

Aber es ist schon so, dass ein einheitliches deutsches Bildungssystem absolut gerechtigkeitsfördernd wäre, selbst wenn "länderbedingt", also kulturell, historisch usw. immer noch genügend Unterschiede blieben.

Schulen und Impfen

Besorgt bin ich im Hinblick auf die Zeit nach den Sommerferien. Die Erwachsenen werden dann weitgehend geimpft sein. Aber die Kinder? Bereits Anfang August werden die ersten Kinder wieder zur Schule gehen. Geimpft ist dann kaum ein Kind. Spahn sprach gestern im TV von Impfangeboten für Jugendliche im August, für Grundschüler ist die Impfung noch weiter entfernt.

Auf der anderen Seite sind die Inzidenzen dann vermutlich noch niedrig. Sind wir dann noch bereit, die Schutzmaßnahmen wie Masken in Bussen und Bahnen einzuhalten? Beschränken wir weiterhin Kontakte und testen viel, nur um die ungeimpften Kinder zu schützen? Ich bezweifele das.

Und ich befürchte, dass sich dann die Infektionen in den Schulen massiv ausbreiten könnten. Kann man dies in Kauf nehmen, alldieweil Kinder ja selten schwer erkranken?

wie in Entwicklungsländern...

Wir lassen die Kinder auf immer im Wechselunterricht, damit Sie wieder wie vorher, "locker, in dichtem Publikum" Ihren Einkauf, die Restaurantbesuche u.ä. erleben dürfen?
Bildung ist ein Grundrecht, ein entspannter Einkauf oder ein Restaurantbesuch nicht.
Die Schulen müssen dringend (!) aufbleiben, die hier entstandenen Schäden sind extrem hoch - und sie belasten die Gesellschaft als Ganzes dauerhaft, denn die heutigen Kinder sind die Erwachsenen von morgen - die Steuerzahler, aber auch die Ärzte, die Politiker, die Polizisten, die Altenpfleger...von morgen - ich persönlich wünsche mir wenn ich alt bin gut ausgebildete Erwachsene! - Eineinhalb Jahre sind genug, wenn wir die Schulen jetzt nicht aufmachen - wann dann? Vorallem wenn das Virus nie ganz verschwinden wird?
In Bayern waren die Schulen so wenig offen wie nirgendwo sonst in Europa - da stehen wir auf einer Stufe mit "Entwicklungsländern" - wollen wir die Bildung der nächsten Generation wirklich so vernachlässigen?!

@10:48 von Kaneel

In NS fand an den Grundschulen seit den Weihnachtsferien Wechselunterricht statt. NS gehörte trotzdem zu den BL mit den niedrigsten Inzidenzen. Den Wunsch nach bundesweiter Einheitlichkeit kann ich nachvollziehen, gleichzeitig finde ich richtig, dass NS diesen Weg gegangen ist und sehe den Föderalismus in diesem Punkt als vorteilhaft.
Das Beispiel Niedersachsen zeigt meines Erachtens auch, dass die Bundesnotbremse sinnvoll war, die auf die Inzidenzen der Landkreise schaute. Es gab nämlich in NS Landkreise mit sehr hohen Inzidenzen (Cloppenburg und zeitweise Vechta), wo die Schulschließung sinnvoll war. Auf der anderen Seite lag die Inzidenz in Ostfriesland den ganzen Winter über so niedrig, dass man dort durchgehend Wechselunterricht hätte machen können.

was ist die Alternative?

mir wird Angst und Bange, wenn ich daran denke, dass allen Schülern nun schon eineinhalb Jahre Schule und soziales Miteinander fehlen. Auf der Straße und im öffentlichen Leben sieht man kaum noch Kinder...das finde ich beängstigend!

Wie lange wollen Sie die Schulen noch zulassen/ begrenzt öffnen?

Alle Schulen haben selbstverständlich ein Hygienekonzept, Tests und Masken gibt es weiterhin, getrennte Pausen, Kohortenbildung - die Schulen sind da besser organisiert und vor allem überwacht als die allermeisten Betriebe - die nie schließen mussten! - Glauben Sie im Ernst, in den Firmen werden dauerhaft die Abstände eingehalten?

auch Ärzte wünschen sich offene Schulen

glauben Sie mir: Ärzte und Pflegekräfte sind auch Eltern und wünschen sich von Herzen geöffnete Schulen und KiTas!
Die Bildung ihrer Kinder ist ihnen nämlich auch wichtig!

Am 31. Mai 2021 um 11:52 von

Am 31. Mai 2021 um 11:52 von werner1955
Entspannung für die Eltern bedeuten
von weingasi1 @
Aber für die vielen Ärtzte und Pflegekräfte wird es jetzt wohl bald wieder sehr schlimm werden
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Bei uns in der Pflege sind alle fix und fertig, das Kind ist schon in den Brunnen gefallen. Ich war es auch. Habe mir 5(!) Corontage in 15 Monaten gegönnt , weil es nicht mehr ging und wurde als unkollegial dargestellt. Jahrelang alles gegeben. Anschließend in Homeschooling auf Mallorca. Jetzt Stunden reduziert, wegen Urlaubszeit aber erst im September möglich. Bei vielen beobachte ich Burnout Tendenzen. Ich habe die Reissleine gezogen, sonst wäre ich krank geworden. Die Pandemie wird sich mir nicht anpassen, ich passe mich ihr an. Naja, es wird wie überall sein, der eine geht, der andere kommt...

10:13 von 0_Panik

Eine Frage: Wer hat in unserem förderalen System laut Artikel 30 GG die Kulturhoheit (Zuständigkeit) inklusive Bildung?

Antwort: die Bundesländer.

Also nix mit der Bund, der kann höchstens finanziell unterstützen und selbst das nur begrenzt.

Erst informieren, dann meckern.

11:52 von werner1955

Aber für die vielen Ärtzte und Pflegekräfte wird es jetzt wohl bald wieder sehr schlimm werden.

Das glaube ich nicht. Die Pandemie scheint offensichtlich in Wellen zu verlaufen und derzeit sieht es glücklicherweise ganz gut aus. Das Infektionsgeschehen wird weiterhin beobachtet, und sicherlich werden Maßnahmen schnell ergriffen, wenn die Zahlen das hergeben. Ich frage mich, ob es hilfreich ist, immer vom Schlimmsten auszugehen. Sehr viele sind mittlerweile einmal geimpft, an Schulen und überall, wo kein Abstand eingehalten werden kann, sollten regelmäßige Tests m.E. weiterhin durchgeführt werden.

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