Kommentare - Deutsch-namibische Einigung: Nicht alle sind zufrieden

28. Mai 2021 - 19:33 Uhr

Das Versöhnungsangebot Deutschlands an Namibia steht in der Kritik: Zwar will Berlin die Taten der kaiserlichen Truppen als Genozid anerkennen und einen Milliardenbetrag zahlen. Doch vielen reicht das nicht. Von Jana Genth.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Gilt die Verantwortung

zur Zahlung fuer alle Passdeutschen, oder nur fuer die Biodeutschen. Im ersten Fall bin ich raus.

So laecherlich sich dieser Satz anhoehrt, so laecherlich wirken die Forderungen aus einer Zeit, die eine andere war.

Man soll die Verantwortung fuer Genozid nicht vergessen, aber daran denken, dass keiner sich seinen Geburtsort ausgesucht hat.

„(...) ließ der deutsche Befehlshaber einen Großteil der Herero-Bevölkerung einkesseln und töten. Zudem ließ er die wasserlose Omaheke-Wüste abriegeln, in die Tausende Herero geflohen waren. Die Flüchtlinge verdursteten. Später gab Trotha den Vernichtungsbefehl: "Innerhalb der deutschen Grenzen wird jeder Herero (...) erschossen."
(...) erhoben sich auch die Nama gegen die Kolonialherren. Die deutschen Truppen gingen erneut rücksichtslos vor und töteten (...)“

Man kann nur ehrlich um Entschuldigung bitten. Und sicherstellen, dass die Nachkommen derer, die sie begangen haben nicht länger davon profitieren:
Eine Herero: „(...) wir leben in Armut, wegen dem, was sie uns damals angetan haben. Jetzt wollen wir, dass sie uns unsere Würde zurückgeben, (...) und wir wollen unser Land zurück“

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, anzuerkennen, dass es immer noch deren Land ist. Und entsprechend zu handeln: Auf jegliche auf dessen illegitimer „Aneignung“ erwachsenen Ansprüche verzichten.

Ich würde gerne darüber lesen

Ich würde gerne darüber lesen dass die Amerikaner die Indianer um Verzeihung bitten und Zahlungen leisten.
Ich finde es nicht gerecht, daß wir für Geschehnisse zahlen sollen, die über 100 Jahre her sind und für die wir nichts können.
Wenn auch andere Völker ihre Vergangenheit bewältigen, könnte ich mich viel eher für diese Sache begeistern.

Kolonialmächte

Ich bin mal gespannt, wie die anderen ehemaligen Kolonialmächte aus Europa sich verhalten.
Belgien, Frankreich und das glorreiche EX Empire, auf der Insel!

Und irgendwie habe ich das Gefühl, das unsere Politiker sich für alles und jeden entschuldigen müssen.
Es ist bedauerlich was unsere Urgroßväter im Namen eines Kaisers oder Kaiserreichs getan haben, aber wo fängt und hört die Verantwortung für seine Ahnen an und auf!?

Ich gehe davon aus, dass dieser Kommentar nicht zur Veröffentlichung kommt, da meine Frage nicht in das Weltbild der Verantwortlichen der öffentlich rechtlichen Anstalten passt!

Wenn die Hereo und Nama unzufrieden sind,...

...dann hätten sie sich besser auf die Verhandlungen vorbereiten sollen oder den Präsidenten ihres Landes entsprechend unter Druck setzen müssen. Von den Deutschen können sie ihr Land nicht zurückerhalten, weil die Deutschen es längst nicht mehr besitzen, nämlich seit dem Ende des 1. Weltkriegs 1918 nicht mehr.
Und was die 1,1 Mrd. Euro angeht, ist das für ein Verbrechen von vor 120 Jahren eine sehr faire Summe, wenn man es hochrechnet.
Wie viel haben eigentlich die anderen europäischen Kolonialmächte ihren früheren Kolonien an Entschädigungen gezahlt, z. B. Belgien an die Menschen im Kongo als Sühne für die sogen. Kongo-Gräuel, die Ermordung von Patrice Lumumba und die gnadenlose Ausplünderung des Landes und seiner Menschen über fast ein Jahrhundert?
Deutschland hat sich zu seiner Schuld bekannt und ist bereit, durchaus großzügig zu helfen. Das sollen andere erst einmal nachmachen.

Endlich!

Dieses Abkommen kann nur ein erster Schritt sein, das düstere Kapitel deutscher Kolonialpolitik des 19. und 20. Jahrhunderts aufzuarbeiten. So wichtig dies auf außenpolitischer Ebene nötig ist, so notwendig ist auch die innenpolitische Aufarbeitung dieser Epoche deutscher Politik. Von der Rückgabe geraubter und illegal beschaffter Kulturgüter, dem Eingeständnis wirtschaftlicher Ausbeutung bis hin zum menschenverachtenden Auftreten der deutschen Herrenmenschen in den Kolonialgebieten.

20:04 von Nettie

Später gab Trotha den Vernichtungsbefehl:
-
man kann die Sache sehen wie man will
dieser von Trotha wurde auf Grund dessen abberufen
und erhielt nie wieder ein Kommando

Verzeihung

@ th711:
Ich würde gerne darüber lesen dass die Amerikaner die Indianer um Verzeihung bitten und Zahlungen leisten.

Wenn Sie gerne lesen. Das um Verzeihung Bitten ist schon auf sehr vielfältige Art geschehen, sogar in sehr ansprechender literarischer Weise.

@th711 & @IBELIN

th711:
Ich würde gerne darüber lesen dass die Amerikaner die Indianer um Verzeihung bitten und Zahlungen leisten.

Und wenn ja? Dann fänden Sie es in Ordnung, dass auch wir um Verzeihung bitten und Zahlungen leisten? Das nehme ich Ihnen nicht ab.

IBELIN:
So laecherlich sich dieser Satz anhoehrt, so laecherlich wirken die Forderungen aus einer Zeit, die eine andere war.

Recht so. Aus einer Zeit, wo ein Herr noch ein Herr war und ein Knecht noch ein Knecht, nicht wahr?
Wir leben noch heutigentags nicht schlecht von dem, was wir diesem Menschen angetan haben und antun. Das ist Allgemeinwissen.

1,1Mrd. sind wirklich nur ein

1,1Mrd. sind wirklich nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Das sind friedliche Menschen, deren Zukunft durch das handeln unserer Vorfahren zerstört wurde. Wieviel Mrd. gehen nach Mali, wo das von uns ausgebildete Militär jetzt schon zum 2en mal putscht, wieviel nach Afghanistan, wo nach zig Jahren deutscher Beteiligung die Regierung immer noch mit den Terroristen/Islamisten verhandelt. Dort in Namibia könnte man etwas bewirken, vor Ort mit NRO's oder der Hilfe deutscher Auswanderer. Lehren, Ausbilden, Aufbauen- dauerhaft und zum Wohl der verarmten Nachkommen. Das dort mit der Regierung und nicht mit den betroffenen Volksgruppen verhandelt wird, ist ein Schlag ins Gesicht.

@Sisyphos3, 20:22 re @Nettie

Später gab Trotha den Vernichtungsbefehl:
-
man kann die Sache sehen wie man will
dieser von Trotha wurde auf Grund dessen abberufen
und erhielt nie wieder ein Kommando

Na, mehr kann man ja nun wirklich nicht tun, oder? Wenn mein Sohn die Schule anzündet, dann nehme ich ihm die Streichhölzer weg, und damit ist die Sache doch wohl erledigt ...

Es ist richtig, die Geschehnisse von damals

als Völkermord anzuerkennen. Auch die Zahlungen sind in Ordnung, obwohl diese das Leid von damals nicht aufwiegen können. Wenn andere Völker nicht dazu in der Lage sind ihre, teils ebenso heftigen Straftaten anzuerkennen ist es deren Problem.

@ Netti

Eine Herero: „(...) wir leben in Armut, wegen dem, was sie uns damals angetan haben. Jetzt wollen wir, dass sie uns unsere Würde zurückgeben, (...) und wir wollen unser Land zurück“

Aber das Land haben wir nun ja definitiv auch nicht.

20:29 von frosthorn

unterlassen sie bitte ihre billige Polemik

von diesem Jan Pieterszoon Coen stehen immer noch Denkmäler
ebenso wenn sie nach Südamerika fahren die ganzen Reiterstandbilder von General San Martin bis Bolivar
und wie wird Oberst Custer in den USA verehrt

Trotha wurde damals schon unehrenhaftes Verhalten vorgeworfen
für die damalige Zeit außergewöhnlich

Das Versöhnungsangebot ist beachtenswert

Das Versöhnungsangebot an Namibia ist in vielfacher Hinsicht beachtenswert. Zum einen das es überhaupt dazu gekommen ist. Es gibt kaum eine frühere Kolonialmacht die außer vielleicht eine oberflächliche Entschuldigung zu einer wirkliche nennenswerte Entschädigung gekommen ist, zu mehr die nach heutigen Maßstäben gar nicht mehr zahlbar wäre. Was müsste das Britische reich an Indien zahlen oder Frankreich an Algerien oder Spanien an Südamerika oder Portugal an Brasilien oder die Niederlande an Indonesien.
Zum andern die Kolonialzeit Deutschlands war sehr kurz, nicht hunderte von Jahren.
So gesehen ist die Entschädigungssumme Deutschland gemessen an der heutigen wirtschaftliche Bedeutung Namibias beachtlich.
Gestattet sei auch die Frage in welchem Zeitrahmen ist hierzu rechnen. Beispiel Südost Europa war bis circa 1890 eine Türkische Kolonie.

Am 28. Mai 2021 um 20:29 von frosthorn

Zitat:
"...Na, mehr kann man ja nun wirklich nicht tun, oder? Wenn mein Sohn die Schule anzündet, dann nehme ich ihm die Streichhölzer weg, und damit ist die Sache doch wohl erledigt ..."

Aber wer kommt für den moralischen und materiellen Schaden auf?

@von Kritt

Stimmt, entschuldigt haben sie sich. Und zahlen tun sie auch. Nur das Land bekommen die ursprünglichen Besitzer nicht wieder. Auch keine Gewinne aus der auf diesem Land instalierte Billionen-Wirtschaft. Es wird auch nicht über die ganzen dubiosen "Act's" gesprochen, mit denen die jungen USA, in ihrer von den Indianern überhaupt nicht anerkannten Rechtsprechung, ihre Genozide und Landdiebstahl gerechtfertigt haben. Warum verteidigen sie die USA? Geld ist nicht alles und man kann auch die Würde und Geschichte von Menschen nicht mit Geld heilen. Wiedergutmachung hat etwas mit ungeschehen machen zu tun. Und wenn schon nicht die schlimme Tat bei den Opfern, so doch bitte die bitteren Folgen bei deren Nachkommen.

Am 28. Mai 2021 um 20:15 von Gjallarhorn

Zitat: Ich gehe davon aus, dass dieser Kommentar nicht zur Veröffentlichung kommt, da meine Frage nicht in das Weltbild der Verantwortlichen der öffentlich rechtlichen Anstalten passt!

Ich hoffe, dass Ihr Weltbild jetzt nicht ins Wanken gerät, weil Ihr Kommentar entgegen Ihrer Befürchtung doch veröffentlicht wurde.

Am 28. Mai 2021 um 20:10 von th711

Ich würde gerne darüber lesen dass die Amerikaner die Indianer um Verzeihung bitten und Zahlungen leisten.
__
Ich wollte soeben einen ähnlichen Beitrag schreiben und noch die Kolonialsünden der Spanier u. Portugiesen in Süd- u. Mittelamerika, die Australier vs. Aboriginees, Türken vs. Armenier und und und. Leisten die auch alle Wiedergutmachung in Form von Demut UND Geld ? Und ist da unser "gutes Beispiel" wieder gefordert. Es sind viele ganz entsetzliche Dinge in der Vergangenheit geschehen. Die kann man nicht rückgängig machen allerdings bin ich der Meinung, dass es irgendwann mal gut sein muss. Von den damaligen Tätern lebt kaum noch jemand. Von den direkten Leidtragenden auch nicht. Die meisten Bürger waren z.Zt. der (Un-)taten noch garnicht geboren. Ich fühle mich absolut schuldlos. Irgendwann muss Schluss sein mit der "Generationenschuld". Sorry.

20:28 von WasWeissIch1

Das sind friedliche Menschen, deren Zukunft durch das handeln unserer Vorfahren zerstört wurde
.
nach 120 Jahren ?
wie lange will man sich auf das Unrecht noch berufen

meine Eltern/Groß/Urgoßeltern kamen 48 mit dem was sie auf dem Körper trugen hier an
eine Entschädigung von den Verursachern kriegten sie bis heute nicht
also ob dadurch meine Zukunft versaut wurde ?

... und überhaupt Zitat : " unserer Vorfahren"
meine deutschen Vorfahren lebten noch nie im deutschen Reich

@ Netti

Später gab Trotha den Vernichtungsbefehl: man kann die Sache sehen wie man will
dieser von Trotha wurde auf Grund dessen abberufen und erhielt nie wieder ein Kommando

Der Arme. Aber bestraft wurde er nicht für den Massenmord.

@ Am 28. Mai 2021 um 20:24

@ Am 28. Mai 2021 um 20:24 von kritt.
Verzeihung
@ th711:
„Ich würde gerne darüber lesen dass die Amerikaner die Indianer um Verzeihung bitten und Zahlungen leisten.

Wenn Sie gerne lesen. Das um Verzeihung Bitten ist schon auf sehr vielfältige Art geschehen, sogar in sehr ansprechender literarischer Weise.“

Das glauben Sie doch selber nicht. Ich kenne jedenfalls keinen Indianerstamm, dem als Ausgleich für die Vergangenheit ein Stadtteil einer Großstadt überschrieben wurde.
Allen Indianern geht es schlecht. Die meisten trinken und/oder nehmen Drogen.
Irgendeine litterarische Weise hat keinem dort geholfen.

20:10 von th711

«Ich würde gerne darüber lesen dass die Amerikaner die Indianer um Verzeihung bitten und Zahlungen leisten.»

Wer braucht denn als Erwachsener Staat immer immer wen anders, der ihm das Händchen hält, bevor er selbst entscheidet, ob er sich ein Eis kaufen soll. So kriegt er nie ein Eis, bis er dann ohne Eis verstirbt.

«Ich finde es nicht gerecht, daß wir für Geschehnisse zahlen sollen, die über 100 Jahre her sind und für die wir nichts können.»

Staaten werden nicht aus ihrer Verantwortung entlassen.
Wenn die Generation der Väter auf die Söhne auf die Enkel übergeht.

«Wenn auch andere Völker ihre Vergangenheit bewältigen, könnte ich mich viel eher für diese Sache begeistern.»

Damit nie wer was mache, und niemand den 1. Schritt gehe.
Alles bleibe still und verborgen ohne Begeisterung.
Kann DEU das mit Verantwortung + Reparationen aus WW2 auch bleiben lassen. Die in Asien kriegen das wegen Sprachlosigkeit + Unwillen aller Beteiligter aus WW2 gar nicht auf die Reihe.

@th711-"Wenn auch andere Völker ihre Vergangenheit bewältigen,"

Es entschuldigt das Handeln des Deutschen Reiches nicht, wenn jeder darauf wartet, dass "die anderen" auch was tun.

Dennoch ist die Forderung nach Vergangenheitsbewältigung anderer Nationen und Staaten in unserer Zeit die Voraussetzung, dass Frieden überhaupt möglich ist und uns z. B. Wiedervereinigung und EU nicht vollends um die Ohren fliegen: ja, auch Ostdeutschland muss sich öffentlich mit der gesamtdeutschen Nazivergangenheit auseinandersetzen und mit seiner Vergangenheit als sozialistische Diktatur.
Dasselbe gilt für andere ehemalige Staaten des kommunistischen Osteuropa.

Die ehemaligen Kolonialmächte sowie die USA als Täterstaat gegenüber den First Nations und als Sklavenhalterstaat haben ebenfalls immer noch Aufarbeitungspflicht.
Ebenso sind die profitierenden Schichten der ex-Kolonialländer zur Ehrlichkeit aufgerufen. DIe Schäden von Jahrhunderten können wir nicht wieder gut machen, aber wir können ein neues Kapitel beginnen das heißt: Keine Gier - sie ruiniert uns alle!

es ist gut Gerechtigkeit einzufordern

auch noch nach 100 Jahren
aber irgendwie frage ich mich schon
warum man immer nur eine Nation hört bei der man fordert ?
Trat man mit Forderungen seitens der Menschen aus dem Kongo an Belgien heran ?
Wie war das mit Forderungen an Holland wegen Jan Pieterszoon Coen
Wie war das mit den Armeniern und den Türken
dem Völkermord in Nord und Südamerika
in Australien und Neuseeland
.... dem ältesten dokumentierten Völkermord der Geschichte
an den Amalekitern !

... und ne ganz andere Sache
warum muß eigentlich immer Geld fließen
reicht nicht eine ehrliche Entschuldigung auch aus

Auf Kommentar antworten...

Am 28. Mai 2021 um 20:15 von Gjallarhorn
Kolonialmächte...
Ich gehe davon aus, dass dieser Kommentar nicht zur Veröffentlichung kommt, da meine Frage nicht in das Weltbild der Verantwortlichen der öffentlich rechtlichen Anstalten passt!

###

O doch... Das ist eine gute und auch berechtigte Frage !

Also ich finde es richtig,

dass Deutschland als "Wiedergutmachung" zahlt. Egal was andere Länder mit ihrer Vergangenheit tun.
Wir geben so viel Geld für unnützes aus, da sollte dieses Geld gut investiert sein. Und ich würde diesen Betrag auf 2,1 Milliarden erhöhen.
1,1 ist doch nur so um über die "Eins" zu kommen.
Geld nachhaltig für gutes investieren, das ist der richtige Weg.

Ein Fanal

das zeigt wie stark unsere Europäische Geschichte von Völkermorden geprägt ist.
Machen wir uns nichts vor, wenn die westliche Welt allen Schaden den sie in Afrika, Asien, Australien und Amerika angerichtet hat wieder Gut machen will dann muss auch endlich "fairer Handel" und wirkliche sozial-ökologische Entwicklung für diese Länder geschaffen werden.
Beileidsbekundungen und "Abfindungen" lösen die Probleme die noch heute durch die Zeit des Imperialismus geschaffen wurden nicht.

Am 28. Mai 2021 um 20:40 von Postquestioner

Am 28. Mai 2021 um 20:29 von frosthorn: Zitat:
"...Na, mehr kann man ja nun wirklich nicht tun, oder? Wenn mein Sohn die Schule anzündet, dann nehme ich ihm die Streichhölzer weg, und damit ist die Sache doch wohl erledigt ..."

Zitat: Aber wer kommt für den moralischen und materiellen Schaden auf?

Wenn man "frosthorns" Beispiel weiter spinnt, hätte seinen Familie ja über ein Jahrthundert Zeit.

Am 28. Mai 2021 um 20:28 von WasWeissIch1

Dort in Namibia könnte man etwas bewirken, vor Ort mit NRO's oder der Hilfe deutscher Auswanderer. Lehren, Ausbilden, Aufbauen- dauerhaft und zum Wohl der verarmten Nachkommen. Das dort mit der Regierung und nicht mit den betroffenen Volksgruppen verhandelt wird, ist ein Schlag ins Gesicht
__
Mich würde wirklich brennend interessieren, wie das die anderen Kolonialmächte z.B. in Africa handhaben. Da könnte man sich ja vielleicht dran orientieren, oder haben diese in ihren Kolonien nur "Gutes" getan ? Im Vergleich war DE ja nun wirklich eine eher kleine Kolonialmacht.

@Gjallarhorn um 20:15 Uhr

"aber wo fängt und hört die Verantwortung für seine Ahnen an und auf!?"

Da ist was dran, wer weit genug zurück rechnet, sieht, dass Opfer(völker) und Täter(völker) die selben Vorfahren hatten und miteinander verwandt sind.

Irgendwie sehr billig

Mal ganz ehrlich: ich fühle mich sehr schlecht als deutscher Abkömmling meiner Ur-Großeltern Generation, wenn die Bundesregierung den Nachkommen der Genozidopfern auf 30 Jahre gestreckt eine Entschädigung von lediglich 1 Milliarde anbietet. Hier wäre mindestens eine 0 anzuhängen, um das Leid auszugleichen, was die Ur-Generation der Hereros und Namas durch unsere Vorfahren erlitten hat.

@ um 20:22 von Sisyphos3

Von Trotha wurde nicht abberufen. Er hat um seine Abberufung gebeten.
Später fiel er beim Kaiser in Ungnade, weil der Krieg gegen die Hereros zu „schleppend“ verlaufen ist.
Dem deutschen Kaiser ist das Abschlachten der Hereros zu langsam gewesen.
Eigentlich müssten die Hereros den heutigen Gegenwert von damaligen 1 Milliarde Mark in Euro bekommen.
Und das wäre noch zu wenig.

Am 28. Mai 2021 um 20:47 von Sisyphos3

Zitat: warum muß eigentlich immer Geld fließen.....reicht nicht eine ehrliche Entschuldigung auch aus

So ein bisschen Schadensersatz kann nie schaden.

Begnügen sie sich nach einem Verkehrsunfall auch mit einer ehrlichen Entschuldigung Ihres Unfallgegners?

20:47 von Sisyphos3

warum man immer nur eine Nation hört bei der man fordert ?

Das kann ich ihnen kurz und bündig erklären. Weil für andere Nationen diese Summe erheblich viel Geld ist. Es liegen ja noch andere Länder mit Forderungen auf der Lauer. Ich habe da so meine Befürchtungen.

@ Am 28. Mai 2021 um 20:15

@ Am 28. Mai 2021 um 20:15 von Gjallarhorn
Kolonialmächte
Ich bin mal gespannt, wie die anderen…
Volle Zustimmung meinerseits.
Und an alle die meinen Vergangenheitsbewältigung wäre hier als Credo angesagt:
Was soll das? Natürlich waren unsere Taten ungerecht. Aber freikaufen kann man sich eh nicht. Um Verzeihung bitten ist ok und richtig.

Einem Toten kann man kein Leben mehr einhauchen - das könnte nur Gott.
Die Vergangenheit können wir nicht ändern. Bestenfalls unser Verhalten in der Gegenwart.

@Nettie um 20:04

>Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, anzuerkennen, dass es immer noch deren Land ist. Und entsprechend zu handeln: Auf jegliche auf dessen illegitimer „Aneignung“ erwachsenen Ansprüche verzichten.<

Das ist nicht so einfach. Die Frage "wessen" ist im Falle vormodernen Gemeineigentums eben nicht so einfach zu beantworten.
Namibia ist ein moderner Staat und keine Stammesgesellschaft. Die reste derselbigen sind natürlich zählebig wie hier und traditionelle Vertretungen der Völker fordern natürlich an den Modernen Strukturen vorbei gesonderte Beachtung ein.
So was ähnliches kennen wir hier auch, ich glaube da wollen auch einige Traditionelle Vertreter dies und das zurück, ein Schlößchen in Potsdam z.b.

@ Gjallarhorn

Und irgendwie habe ich das Gefühl, das unsere Politiker sich für alles und jeden entschuldigen müssen.

Sie haben den Kern des Themas nicht verstanden. Es geht hier nicht um "alles und jeden" und um das hinlänglich breitgetretene Politiker Bashing.
Es geht hier um Völkermord und diese Bitte um Verzeihung ist mehr als berechtigt.

Wären...

...auch Verbrechen der Staaten so gut dokumentiert und noch „greifbar“ wenn sie auch 200 oder 300 Jahre zurücklägen, die Nationen würden sich auch deshalb noch drum streiten und Reparationen verlangen! Napoleon, Wallenstein, Cortez, Cäsar...wann wurde auf der Welt kein Unrecht begangen? Aber erst das Völkerrecht hat auch Entschädigungsrecht unter den Staaten möglich gemacht! Also streiten wir uns, solange die Erinnerung noch in Geld messbar ist!
Wohlgemerkt bei allem Unrecht dieser Welt: gefühlt werden nur Staaten belangt, bei denen es sich auch zu lohnen scheint!

@Südstaatlerin 20:56 Uhr..

Bitte bedenken Sie, dass das alles Steuergelder sind, die dafür aufgewendet werden...
Wie das Geld verteilt wird, unterliegt den dortigen Machthabern, da sollten wir aufpassen, uns aber nicht einmischen..

meint der Enkel eines deutschen Kolonialbeamten..

Sucht Seinesgleichen

Ich finde es gut, dass wir mit gutem Beispiel voran gehen!
Es ist schwierig, nach so langer Zeit eine angemessene Entschädigung zu ermitteln. Auch weil es noch keine andere ehemalige Kolinialmacht getan hat. Immerhin sind es ca. 10% des BIPs von Namibia.
So England, Frankreich, Spanien, Portugal, Nierlande, Belgien ... und USA: Jetzt seid ihr dran.

Es ist gut

dass D den Völkermord anerkennt. Es würde mich einmal interessieren wann die USA bereit ist den Völkermord an den Indianern zuzugeben, oder die Spanier den Völkermord der durch die kulturelle Bereicherung von Mittel und Süd-Amerika verursacht wurde. Deutschland hat seine Schuld zugegeben ,jetzt schon zum 2ten mal. Andere Nationen die genauso viel Schuld auf sich geladen haben würden auch einmal gefordert sein.

@ Sisyphos3

warum man immer nur eine Nation hört bei der man fordert ?

Was soll das? Diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen.

@ WasWeissIch1 um 20:28

> Das dort mit der Regierung und nicht mit den betroffenen Volksgruppen verhandelt wird, ist ein Schlag ins Gesicht.<

Nein, es ist Historisch korrekt, denn Namibia ist nicht das Namibia von damals, auch nicht das der Nachfolgenden Britischen und dann südafrikanischen Kolonialzeit.
Es ist ein Land das sich formte im gemeinsamen Widerstand gegen die Kolonialherren und sie in einem langen und blutigen krieg vertrieben hat. Gemeinsam. Und das sich selber eine moderne gemeinsame Demokratie erarbeitete, jenseits von "Volksgruppen" ist es ihre Gemeinsame Geschichte um die es hier geht.

um 20:47 von Sisyphos

> es ist gut Gerechtigkeit einzufordern... aber irgendwie frage ich mich schon...<
- Ihre Fragen sind berechtigt. Aber das Eingestehen der Schuld und die Übernahme der Verantwortung können sich auszahlen: Namibia zählt weltweit zu den führenden Bergbauregionen in Bezug auf Diamanten, Uran, Zink und Flussspat. Zudem werden Gold, Kupfer, Blei und Salz abgebaut. Sich daran beteiligen bringt Gewinne. Aber vielleicht liege ich falsch mit meiner Sicht.

@20:47 von Sisyphos3

"Begnügen sie sich nach einem Verkehrsunfall auch mit einer ehrlichen Entschuldigung Ihres Unfallgegners?"

Nur das es kein "Unfall" war es war Staatsdoktrin, die Aufarbeitung des Imperialismus geht noch immer schleppend voran. Niemand will an seine Schuld die bis heute wirkt erinnert werden.
Der "Wohlstand" denn wir heute genießen ist genau auf diesem Fundament geschaffen worden, und wenn sich die Menschen dann heute auf den Weg in die "Mutterländer" machen wird ihnen die Tür zugeschlagen.
Auch die Folgen des Imperialismus sind die Fluchtursachen von heute....

@Hallluja, 21:15

Was geht mich der ganze Schuldkult an?
Genau,gar nichts.
Das wir jetzt noch für das Kaiserreich zahlen sollen ist doch ein Witz.

Dann lachen Sie doch. Ich persönlich bin hoch erfreut, dass auch Sie sich nicht um die Verantwortung drücken können, indem Sie einfach sagen "geht mich nichts an". Zahlen werden Sie genau wie ich. Was ich gerecht finde.

Es gibt nur ein Land auf de

Es gibt nur ein Land auf de Welt, das so kompromisslos seine Geschichte aufarbeitet.
Das macht mich wütend.
Wenn wir das können, können alle anderen das auch. Nein. Sie müssten das auch. Und keiner macht es. Das ist für alle anderen beschämend.
Aber völlig egal, was andere machen, es ist gut, das wir es besser machen.

Falsche Ansprech- und Entschädigungspartner

Ich hätte es besser gefunden, wenn sich die deutschen Politiker mit den Nachfahren der Terroropfer an einen Tisch gesetzt hätten. So aber wandert das Geld wieder einmal über politisch verschlungene Wege ins Nichts. Und manch einer klopft sich jetzt schon freudestrahlend auf die Schenkel!

Ich denke

es ist ein faires Angebot unserer Regierung.
#
Ngamane Karuaihe-Upi ist Herero und ebenfalls unzufrieden: "1,1 Milliarden Euro über 30 Jahre verteilt, das ist ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man bedenkt, was den Nama und den Herero zusteht", sagt er. "Nur zum
#
Wie kann denn ermessen werden " Was einen zusteht". Leid und Unrecht kann man mit Geld nicht ungeschehen machen,aber es muss das Geld ja auch erst einmal vorhanden sein. Nur weil Einige immer sagen wir sind ein reiches Land,so sind auf der Haben Seite auch die Schulden Seite zu betrachten und Schulden hat D. reichlich.Das Alles muss erst einmal erwirtschaftet werden um es dann auszugeben.

@Sisyphos3

Man kann sich seine Nationalität bei der Geburt natürlich nicht aussuchen. Das Land, in das man immigriert dagegen schon. Und man geht ja nach allgemeinem Verständniss ja bei erhalt einer Staatsbürgerschaft ja nicht nur ein Zweckbündnis ein. Nein, man wird Teil einer Nation, identifiziert sich mit dessen Kultur und Geschichte. Profitiert und trägt die Verantwortung mit. Auch für die Untaten unserer Grossväter. Hätten ihre Vorfahren das nicht gewollt, hätten sie über Umwege auch nach Österreich oder die Schweiz immigrieren können. Da sie das nicht getan haben, müssen sie sich als deutscher Staatsbürger wohl oder übel mit der schweren Bürde unserer Vergangenheit abfinden. Und entschädigt werden Opfer, nicht Täter.

@ Hallelujah

Was geht mich der ganze Schuldkult an?

Keine Ahnung. Das Wort sagt mir nichts.

Deutsch-namibische Einigung: Nicht alle sind zufrieden...

Demonstranten in Windhoek sprachen
von einer PR-Aktion. Die 1,1 Milliarden Euro auf 30 Jahre gestreckt. 1 Milliarde Euro gibt Namibia im Jahr für Bildung aus.
Im übrigen waren die Nama und Herero
nicht in die sechsjährigen Verhandlungen einbezogen worden, wie Deodat Dirkse, Generalsekretär der Nama Traditional Leaders Assocation sagte.
Deshalb haben sie sogar vor einem US-Gericht eine Klage eingereicht. Berlin aber weigerte sich sogar, überhaupt ein Vorladungsschreiben anzunehmen.

Bedauerlich, aber 'verjährt'

Es ist unfraglich grausam, was im Kolonialzeitaler von Europa aus in Afrika oder Amerika passiert ist.
Das hat aber rein gar nichts mit meinem Dasein in der BRD zu tun! Es gibt also auch keine Notwendigkeit meine Steuergelder für 'Wiedergutmachungen' in Afrika, Israel oder Griechenland auszugeben!
Italien zahlt auch nicht für die Eroberungszüge der römischen Kaiser und Frankreich entschuldigt sich auch nicht mehr pekuniär für Napoleon im Ausland!
Also, lernen wir aus der Geschichte für zukünftige Generationen! Das hat aber nichts mit Geld zu tun!

@Der Lenz, 21:04

„Das ist nicht so einfach. Die Frage "wessen" ist im Falle vormodernen Gemeineigentums eben nicht so einfach zu beantworten.
Namibia ist ein moderner Staat und keine Stammesgesellschaft. Die reste derselbigen sind natürlich zählebig wie hier und traditionelle Vertretungen der Völker fordern natürlich an den Modernen Strukturen vorbei gesonderte Beachtung ein.
>> So was ähnliches kennen wir hier auch, ich glaube da wollen auch einige Traditionelle Vertreter dies und das zurück, ein Schlößchen in Potsdam z.b.“

Halten Sie das allen Ernstes für einen passenden Vergleich?

Und dennoch sind die Gewinner in diversen Straßen benannt

Wenn ich es richtig gelesen habe, so gibt es von den damaligen Gewinnern der Kolonialzeit immer noch Nachfolgende Firmen, die sich sogar mit der Erfahrung der Vorfirmen brüsten. Zu allem Überfluss sind sogar die, die das ganze Übel eigentlich verursacht haben, in diversen Straßennamen verewigt. Wenn schon Aufarbeitung, dann aber richtig.
https://katapult-magazin.de/de/artikel/wie-geschaeftsleute-den-kolonial…

Davon ab, geht mir die ewige Selbskasteiung der Deutschen auf den .... Im Ausland wird es eh nur noch mit Kopfschütteln wahrgenommen. Ich war nicht dabei und Punkt. Weder bei Hitler, noch bei diesem Thema. Hat Frankreich sich für Bonaparte entschuldigt? Die Mongolen, die Römer? Irgendwann ist doch mal gut.

@ Werneranerin

Dass Sie hinter einer aufrichtigen Bitte um Verzeihung nur wieder die angebliche "westliche" Gier nach Bodenschätzen wittern, ist ja wieder mal typisch. Recht machen kann der freie Westen definitiv nichts.

Verantwortung der Täter: Adel und Oberschicht.

@19:42 von IBELIN
Mich stört dieses nationalistische Denken.
Die damals Herrschenden haben auch die "kleinen Leute" der eigenen Nation ihrem Wohlergehen und Profit geopfert.
Nicht immer so deutlich wie jene hessische Landesfürst, der wenn ich das noch richtig aus dem Unterricht in Erinnerung habe, um die Kasse aufzubessern, die Kinder der Armen als "Söldner" für die inneren Kriege in die USA verkaufte.
Und Anfang des 1. WKs haben Offiziere einfache Soldaten für den eigenen persönlichen Vorteil geopfert.

@Margareta K.

Wenn sie sich die Beziehung zwischen Deutschland und Griechenland anschaun. Die gegenseitige Migration, kultureller Austausch und auch wie beide Länder inzwischen füreinander einstehen, z.B. als Mitglieder der EU, bei der Hilfe während der Finanzkrise und, und, und. Denken sie, man kann das mit Namibia gleichsetzen? Ausserdem wurden schon "Entschädigungen" gezahlt. Das fing erst nach der Finanzkrise an, und in etwa genau in der Höhe, die den Griechenland geleisteten Krediten entspricht. Die Verbrechen des 2WK wurden dafür nur wieder hervorgeholt. Zumal es zwar verbrechen der Nazis gab, aber nichts was an einen Völkermord nur annähernd ranreicht. Ist keine Verharmlosung vorgesehen. Nur passt das hier m.M. nicht hin.

@ Opapa

Davon ab, geht mir die ewige Selbskasteiung der Deutschen auf den ....

Was hat es mit Selbskasteiung zu tun, wenn man zu einem historisch erwiesenen Verbrechen auch steht.

@Nettie um 21:38

>Halten Sie das allen Ernstes für einen passenden Vergleich?<
Den Vergleich, nein, die Gleichsetzung unseres vormodernen Adels und deren?
Ja.
Beide hatten ihre große Zeit als sie die Menschen nach vermeintlichen Subpopulationen (Volksgruppen) schön getrennt halten und gegeneinander ausspielen können und beide haben heute zum Glück ihren politischen Einfluss weitestgehend eingebüsst, was beide nur bedingt unterstützenswert finden.

21:27 von Bender Rodriguez

«Es gibt nur ein Land auf de Welt, das so kompromisslos seine Geschichte aufarbeitet. Das macht mich wütend.»

Man kann andere Länder ja nicht zwingen.

«Wenn wir das können, können alle anderen das auch. Nein. Sie müssten das auch. Und keiner macht es. Das ist für alle anderen beschämend.»

Nicht niemand macht was. Aber aus vielen verschiedenen Gründen ist es nicht gerade einfach, als Staat eigenes Handeln aus der Vergangenheit als Unrecht einzugestehen. Nicht selten ist anhaltende Sprachlosigkeit auf beiden Seiten von Tätern und Opfern der Grund. Unangenehme Erinnerugen in Rückschau und Aufarbeitung sind auch auch für Opfer ein emotionaler Kraftakt. Auch in der ganz persönlichen Betroffenheit.

«Aber völlig egal, was andere machen, es ist gut, das wir es besser machen.»

Das ist es allerdings, und trotz aller Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten dabei weiß ich kein anderes Land, dass sich seiner Vergangenheit offener stellt als Deutschland. Auch das schafft Ansehen.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Gefährliches Beschluss.

Rein moralisch und ethisch geshen, war dies eine richtige Tat.
Aber wie soll Israel, das erst nach dem 2.Weltkrieg gegruendet wurde - auf einer Schenkung der Briten beruhend - so etwas regeln?
Die können ihren Staat vergessen.

Man hätte die zeitliche Grenze für solche Handlungen ab Gründung der UN mit dem verbindlichen Einführen des Völkerrechts legen sollen.
Vorher galten andere Regeln, gab es andre Werte- insbesondere moralisch, ethisch.

20:25 von frosthorn

"........
Wir leben noch heutigentags nicht schlecht von dem, was wir diesem Menschen angetan haben und antun. Das ist Allgemeinwissen."

Warum glauben Sie, dass ich von der Kolonialzeit lebe. Kann ich nicht nachvollziehen. Ich lebe auch nicht in Deutschland.

Es

wird Zeit, dass Deutschland Reparationsforderungen an Schweden stellt, für die durch dieses Land verursachten Zerstörungen im 30-jährigen Krieg.
Ich rechne jetzt einfach mal laienhaft hoch, der Betrag könnte inkl. Zins und Zinseszins und Inflation bei 500+ Mrd EURO liegen.

Ich glaube dass Sippenhaft

kein geeigneter Ansatz ist mit der kolonialen Unrechtszeit umzugehen.

Wann wuerde diese Sippenhaft verjaehren?

Macht einfach keinen Sinn.

Das aendert nicht meine Betroffenheit ueber das Unrecht was angehen wurde und die Verantwortung so was nie wieder geschehen zu lassen.

Schlußstrich,

Schuldkult, die Vergangenheit ruhen lassen, die anderen auch, nicht nur die Deutschen, was hab ich mit den Taten meiner Vorfahren zu tun, die USA und die Indianer undsoweiter undsoweiter.

Ein erschütternder Thread.

Natürlich war das Töten das

Natürlich war das Töten das schlimmste was man sich ausmalen kann. Das Ausbeuten war auch schlimm.
Inzwischen bin ich aber gegen finanzielle Wiedergutmachung.
Die Sachen sind verjährt und unsere gegenwärtige Generationen können nichts für die Geschehnisse.
Entschuldigung ist korrekt und tut Not, aber keine finanziellen Leistungen.
Keiner erwartet von Nachkommen der Römer, also Italiener, Griechen oder Türken so etwas.
Entschuldigung ja, also Anerkennung, aber keine Reparationen.

um 21:42 von ach du scheiße

@Werneranerin
Eigentlich wollte ich hier niemandem auf den Schlips treten. "Westliche Gier"? Wen meinen Sie? Wie viele aus dem Westen haben ihre Schuld für Kolonialismus, Kriege, Umstürze eingestanden und Wiedergutmachung angeboten? Nicht mal die USA gegenüber Japan für die monströsen Atombombenabwürfe - keine Bitte um Verzeihung und Vergeben.
Ansonsten, seien wir ehrlich: Aussenpolitik hat rein gar nichts mit der Ethik zu tun. Im Fall Deutschland - Namibia gibt es begrüssungswerte Züge.

@ Bernd Kevesligeti

Die 1,1 Milliarden Euro auf 30 Jahre gestreckt. 1 Milliarde Euro gibt Namibia im Jahr für Bildung aus.

Und? Das eine hat mit dem anderen ja nun sachlich nichts zu tun.


Im übrigen waren die Nama und Herero
nicht in die sechsjährigen Verhandlungen einbezogen worden,

Das ist aber nach meinen Informationen nicht richtig.


Deshalb haben sie sogar vor einem US-Gericht eine Klage eingereicht.

Das jetzt aber wirklich in keiner Hinsicht zuständig ist. Eine deutsche Regierung ist an eine amerikanische Gerichtsentscheidung rechtlich nicht gebunden.

Dann muss Entschuldigen reichen

Nach 100 Jahren gibt es keine Hinterbliebenen mehr, also nichts zu entschädigen. Wenn das den Leuten nicht reicht, dann sollten wir unser lästiges Geld einfach behalten. Man muss sein Geld auch nicht aufdrängen.

22:46 von fathaland slim

Wie weit in der Zeit wollen sie zurückgehen? 100, 200, 1000 oder 2000Jahre? Damit wird es mit dem friedlichen Zusammenleben nichts mehr.

Darstellung: