Ihre Meinung zu: Türkische Dorfbewohner kämpfen gegen Steinbruch-Projekt

23. Mai 2021 - 8:31 Uhr

Ein landschaftliches Idyll im Norden der Türkei wird aus wirtschaftlichen Interessen zerstört. Doch die Menschen in den Dörfern wollen sich das nicht gefallen lassen - und kämpfen. Von Michael Schramm.

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Kommentare

zwecks Durchsetzung von Machtansprüchen.

„Noch bis vor wenigen Wochen war das eine heile Welt der Vögel, Schafe und Schäfer. Zwischen üppigem Grün wurden hier (...). Wälder spendeten Schatten. Doch nun schlagen schwere Maschinen Schneisen für Straßen. Böden werden planiert. Anwohner und Umweltschützer laufen dagegen Sturm“/
„Jetzt soll hier ein großer Steinbruch entstehen (...). 17 Landparzellen wurden dafür bereits >> per Dekret im Handstreich enteignet - mit persönlicher Unterschrift des Präsidenten“/
„Anwohner, Bauern, Hirten oder Imker fürchten nun um ihre Lebensqualität, sehen ihr Trinkwasser in Gefahr. Die Angst vor Dreck, Staub und Trockenheit geht um“/
„(...) schaffen schwere Maschinen weiter Fakten. Das bedrohte Naturparadies bei Ikizdere ist zu einem Politikum geworden. Ein ganzes Land blickt hierher.
>> Delikat: Offizieller Bauherr ist eine "Cengiz-Holding", und die soll Erdogan nahestehen“

"Das hier ist unser Leben, wir wollen es behalten"

Sie sollten es behalten dürfen.

Achselzuck....

Wenn ein Land auf die Steigerung des Wohlstandes durch Handel, bau und Industrie aus ist, geht das niemals ohne Kolateralschäden ab.

Und wäre es nicht an diesem Ort, wäre es ein anderer.

Der vermutlich ebenso idyllisch ist.

Aber seid drum.

Das, worum es hier eigentlich geht, ist im Text in Wort und Bild dargestellt :
Erdogan

Weltweit steigt die

Weltweit steigt die Sensibilität für ökologische Fragen und die Bereitschaft, sich dafür zu engagieren und gegen Umweltzerstörung zu demonstrieren. Das ist ermutigend!
Frohe Pfingsten!

Türkische Dorfbewohner kämpfen gegen Steinbruch-Projekt...

Das ist nicht nur gegen die Umwelt: Wälder abgeholzt, der Grundwasserspiegel sinkt. Dörfer und ihre Bewohner verdrängt, Infrastruktur, Straßen belastet (CO 2-Ausstoß). Und die Lebensqualität verschlechtert.

Aber der Widerstand der Bewohner ist nicht perpektivlos: In einer anderen Region, in Menemen im Cediz-Delta, musste TCDD ein Steinbruchprojekt aufgeben.

Ich wünsche

den Landbewohnern diese schönen Flecken Natur das der Vernichtung durch staatliche Willkür droht viel Erfolg zum Erhalt dieses Naturgebiet.

09:01, Autochon

>>Achselzuck....
Wenn ein Land auf die Steigerung des Wohlstandes durch Handel, bau und Industrie aus ist, geht das niemals ohne Kolateralschäden ab.

Und wäre es nicht an diesem Ort, wäre es ein anderer.

Der vermutlich ebenso idyllisch ist.

Aber seid drum.<<

Ja sicher. Komm ich heut nicht, komm ich morgen, und irgendwen trifft es immer...

>>Das, worum es hier eigentlich geht, ist im Text in Wort und Bild dargestellt :
Erdogan<<

In der Türkei geht es immer um Erdogan. Das haben autokratische Herrscher so an sich.

re 09:01 Autochon: Achselzuck....?

>>Das, worum es hier eigentlich geht, ist im Text in Wort und Bild dargestellt :
Erdogan<<

Logisch geht es hier um „Erdogan“! Genauso wie es bei jeder politischen Entscheidung in Russland um „Putin“ geht usw. usw.

Das liegt aber weder an den „Linken“ noch den „Medien“ - das liegt am Allmachtsanspruch genau dieser „Alleinherrscher“. Für die jeder „Erfolg“ als ein Sieg über den „Wertewesten“, d.h. die pluralistische Demokratie ausgeschlachtet wird. Und jeder „Misserfolg“ dunklen Machenschaften entweder „Terroristen“ oder „ausländischen Agenten“ zugeschrieben wird.

Dadurch wird in Autokratien nun mal jede - wirklich jede - politische Diskussion zu einer Systemdiskussion. Mit allen Folgen für die „Dissidenten“!

Das ist nur ein Beispiel von Vielen.

Überall wo wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen wird die Natur der Verlierer sein.
Das ist bei uns nicht anders.
Klimaschutz, Nachhaltigkeit - alles nur Parolen. Die systemimmanente Gier nach Rohstoffen ist größer als der Selbsterhaltungstrieb. Leider.

Solche Projekte

laufen ja auch in Deutschland, gegen Steinbrüche gibt es einige Schilder, wenn man durch das Land fährt. Für Autobahn oder Brücken, oder Schienen, haben auch bei uns viele etwas verloren, ich hatte auch mal einen Garten.
Das Problem ist also nicht nur in dem Land, ich kann den Unmut gut verstehen, bin selber mal betroffen gewesen.

09:51, teachers voice

>>das liegt am Allmachtsanspruch genau dieser „Alleinherrscher“. Für die jeder „Erfolg“ als ein Sieg über den „Wertewesten“, d.h. die pluralistische Demokratie ausgeschlachtet wird. Und jeder „Misserfolg“ dunklen Machenschaften entweder „Terroristen“ oder „ausländischen Agenten“ zugeschrieben wird.<<

Ja, so ist es.

Mit dem höhnischen Propagandabegriff „Wertewesten“ werden demokratische Gedanken und Ziele diffamiert. Und zwar, indem man sich auf den Verrat demokratischer Regierungen an den Werten der Demokratie, der Menschenrechte, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit kapriziert.

Ein Verrat, der immer wieder stattfindet und dann gern „Realpolitik“ genannt wird. Jeder Demokrat sollte sich dagegen positionieren.

Aber es ist natürlich sehr praktisch, sich gar nicht erst auf diese Werte zu berufen. Denn dann kann man sie auch nicht verraten.

Wer mit dem Begriff „Wertewesten“ operiert, ergreift Partei für Diktatoren und macht damit deutlich, daß ihm o.g. Werte nichts bedeuten.

Nicht nur in der Türkei...

Hambacher Forst, Forst Kasten und andere Orte sind Beispiele, wie auch bei uns gegen private Rendite und für die Erhaltung von Natur als Allgemeingut gekämpft wird.

Systemdiskussionen...

>>Dadurch wird in Autokratien nun mal jede - wirklich jede - politische Diskussion zu einer Systemdiskussion. Mit allen Folgen für die „Dissidenten“!<<

Aber eben auch nicht „nur“ für die Dissidenten, denen folgerichtig „Staatswiderstand“ bzw. die ganze alte - auch hier nach wie vor existente - „Litanei“ vorgeworfen wird.

Die inhaltliche Diskussion verändert sich für „Alle“ dramatisch, weil es dann „plötzlich“ nirgendwo mehr um die Sache geht. Sondern nur noch um ein „Gegen mich“ oder „Für mich“. Und das geht sooo schnell, wie nicht zuletzt ein Blick in die jüngste USA zeigt.

Konkret: Was wird den „Bauern“ vorgeworfen? Das sie gegen den „Steinbruch“ wären oder das sie gegen die staatliche „Ordnung“ wären?

Und ja, dieses Muster gibt es „hier auch“. Nur das man hier vor unabhängigen Gerichten sogar die „staatliche Ordnung“ verklagen kann. Während sie „dort“ von regierungsbestimmten „Staatsanwälten“ verklagt werden.

Mängel gibt es überall - Unterschiede aber auch

09:54, HSchmidt

>>Das ist nur ein Beispiel von Vielen.
Überall wo wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen wird die Natur der Verlierer sein.
Das ist bei uns nicht anders.
Klimaschutz, Nachhaltigkeit - alles nur Parolen. Die systemimmanente Gier nach Rohstoffen ist größer als der Selbsterhaltungstrieb. Leider.<<

Oh nein, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind nicht nur Parolen, sondern drängende Aufgaben für die Zukunft. Aber die Macht liegt, wie Sie richtig schreiben, natürlich da, wo sich das Geld befindet. Die Aufgabe eines mündigen Staatsbürgers besteht meiner Überzeugung nach darin, dieser Macht die Stirn zu bieten.

Weswegen Autokraten wie, im vorliegenden Falle, Erdogan, die immer mit dem Geld („Oligarchen“) verbandelt sind, keine mündigen Bürger mögen und deshalb die Entmündigung der Menschen betreiben. Was anti-aufklärerisch ist.

re 09:54 HSchmidt: Interessenkonflikte

>>Überall wo wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen wird die Natur der Verlierer sein.
Das ist bei uns nicht anders.<<

Komisch, das sehen hier aber viele ganz anders! Diese wähnen sich schon in einer „grünen Diktatur“, wo der „gesunde Menschenverstand“ keine Chance mehr hätte.

Zitat: "Wenn ein Land auf die

Zitat:
"Wenn ein Land auf die Steigerung des Wohlstandes durch Handel, bau und Industrie aus ist, geht das niemals ohne Kolateralschäden ab"
einzigste Antwort darauf:
"wann werden die Menschen merken das sie Geld nicht essen können?"
ausserdem geht es um den Wohlstand ganz ganz weniger - für die Mehrheit führt dies letztlich zu immer mehr Verarmung
selbst dann wenn man diesen ausschliesslich nur an rein monetären Sachen misst

09:54, wenigfahrer

>>Solche Projekte
laufen ja auch in Deutschland, gegen Steinbrüche gibt es einige Schilder, wenn man durch das Land fährt. Für Autobahn oder Brücken, oder Schienen, haben auch bei uns viele etwas verloren, ich hatte auch mal einen Garten.
Das Problem ist also nicht nur in dem Land, ich kann den Unmut gut verstehen, bin selber mal betroffen gewesen.<<

Sie haben Enteignung am eigenen Leibe erlebt?

Gewiss eine bittere Erfahrung.

Sie wurden nicht mit einem „neuen“ Garten entschädigt?

Das darf und geht eigentlich nicht.

Türkei bzw Erdogan und auch vor der eigenen Haustür

Eine Naturschändung die bei uns (Deutschland) ebenfalls ständig passiert oder passieren soll. Jüngstes Beispiel:
Kies-Abbau im Fürstenrieder Naturpark: "Stadt München lässt nun doch 9,5 Hektar Wald roden - Stadträte haben keine Wahl". Stichwort hier: Privat geht vor Allgemeinheit.
Da wäre eine Recherche und auch Vergleiche fällig: eben gute journalistische Handarbeit. Hier wie dort gilt, daß mit tatkräftiger Unterstützung von politischen Verantwortlichen private, kapitalistische Interessen Vorrang haben.
Den Mutigen überall und vor allem in der Türkei (sie riskieren einfach mehr) alles Gute und viel Erfolg.

Längst pleite

Würde E. Nicht ständig staatliche Programme auflegen, die Wirtschaft läge längst am Boden. Allerdings frage ich mich, woher die Kredite kommen? Das Land blutet mehr und mehr aus, aber die E-Günstlinge verdienen sich weiter eine goldene Nase? E braucht diesen Steinbruch für sein Schneeball-System. Und bei den nä Wahlen werden sie ihn wieder nicht weg bekommen. Der Protest ist aus seiner Sicht nur ein Vogelschiss.

10:18 von Sparpaket

Ich weiß nicht wie es bei Ihnen ist, aber meine Lebensgrundlage kommt aus der Wirtschaft. Und in Wirtschaftssystemen, bei denen die Rendite nicht im Vordergrund steht, ist die Umweltzerstörung bekanntermaßen noch größer (siehe DDR).

@Bernd Kevesligeti

Gesetzt den Fall anstelle von Straßen würde die Eisenbahn ausgebaut.... irgendwo müsste der Schotter für die Trassen auch herkommen. Neben Recyclingmaterial. Zum Artikel: wie groß ist die Fläche der Steinbrüche plus Anbindung im Vergleich zur Gesamtfläche des Naturschutzgebiets?

10:18 von Sparpaket

Geld kann man nicht essen
klar !
aber nur von sauberer Luft leben ....
wobei es ja durchaus nen Mittelweg gibt

um 09:01 von Autochon

,,Achselzuck....
Wenn ein Land auf die Steigerung des Wohlstandes durch Handel, bau und Industrie aus ist, geht das niemals ohne Kolateralschäden ab.

Und wäre es nicht an diesem Ort, wäre es ein anderer."

Der vermutlich ebenso idyllisch ist..."

Ich finde eigentlich nichts schlimmes an idyllischem das scheußlich genug ist, um vernichtet zu werden, um Menschen zu strafen, die bescheiden sind und auskömmlich leben mit ihren Ressourcen.

,,Wenn ein Land..."
Ein Land kann garnicht auf irgendwas aus sein, genau so wenig wie ein Land auf glühenden Kohlen laufen will. Sie würden staunen, wieviele Menschen sofort den ,,freien Markt" aus der Halle jagen würden, wenn ihnen bewußt wäre, daß auch sie früher oder später seine Sklaven werden und die kecken Geldvermehrer ihr letztes Idyll zerstören, bis es keins mehr gibt auf der Welt.

Es hat noch nie ,,ein Land" Krieg gewollt, Wohlstand auf Kosten Dritter, Urlaub für' n Appel und' n Ei oder einen Niedriglohnsektor. Es sind immer Einzelnteressen.

@fathaland slim, 10:11

Wer mit dem Begriff „Wertewesten“ operiert, ergreift Partei für Diktatoren und macht damit deutlich, daß ihm o.g. Werte nichts bedeuten.

Diese Pauschalisierung sollten Sie bitte noch mal überdenken. Die Verwendung des Begriffs "Wertewesten" ist für mich zunächst mal ein Indiz, dass jemand zutiefst enttäuscht davon ist, dass bestimmte Werte in bestimmten Systemen vorgeschoben sind, um alles andere als Humanität, moralsiche Integrität und Menschlichkeit zu verfolgen. Dass das immer wieder geschieht, ist ja wohl ein Fakt.
Mit dieser Ausdrucksweise stellt sich jemand noch lange nicht auf die Seite von Diktatoren, und man kann ihm auch nicht automatisch unterstellen, die Werte würden ihm nichts bedeuten.
Mir ist schon klar, was Sie meinen. Man schließt sich damit Narrativen an, die von interessierter Seite gepflegt werden. Aber Sie schütten das Kind mit dem Bade aus.

Bei den "Steinen für die vielen Baustellen... "

handelt es sich um Pozzolan-Abbau, der als Zuschlag für die Zementherstellung genutzt werden soll.

Angesichts dieses Artikels

Angesichts dieses Artikels keimt in mir ein gewisses Ohnmachtsgefühl auf, da häufig die wirtschaftlichen bzw. infrastrukturellen Interessen im Vordergrund stehen und solche Projekte mit einem massiven Raubbau an der Natur einhergehen und die in dieser Region lebenden Menschen mit den Folgeschäden wie verunreinigtes Trinkwasser zurückbleiben - dabei ist verfügbares sauberes Trinkwasser ein immer kostbarer werdendes Gut.

Gleichzeitig sind Baustoffe weltweit knapp – frage mich allerdings, ob tatsächlich alle Möglichkeiten des Recyclings von Baustoffen aus abgerissenen Gebäuden etc. entsprechend genutzt werden.

Schön, dass heute der Forist @Bernd Kevesligeti einen kleinen Mutmacher postet und drücke der Bevölkerung bei Ikizdere die Daumen, dass auch ihr Protest erfolgreich ist.

10:11 von fathaland slim 09:51, teachers voice

Stimmt zu 100%

@ fathaland slim, um 10:51

re 09:54, wenigfahrer

Selbst eine großzügige Entschädigung macht dieses ohnmächtige Gefühl nicht wett, das mit einer Enteignung einhergeht und die Betroffenen Menschen über viele Jahre, manchmal auch zeitlebens nicht mehr loslässt; vor allem, wenn Menschen sich auf ihren Lebensabend in ihrem alten Heim eingerichtet haben.

Ich habe solche Menschen/Familien selbst kennengelernt.

Deutschland ist da ein sehr schlechtes Vorbild.

Naturlandschaften gibt es in Deutschland nicht mehr. Selbst in Nationalparks unterliegen die Wälder wirtschaftlicher Nutzung. Das was wir Natur nennen ist das Ergebnis dessen, wie sich Arten mit der sogenannten Kulturlandschaft arrangieren. Und selbst die wird gerne weggebaggert, wenn etwas dreckige Braunkohle drunterliegt.

Man lese den Artikel

"Pozzolanic Properties of Ground Obsidian, Fly Ash and Blast Furnace Slag Incorporated Cements" (Erdogan Universität, Rize) auf dem 10. Betonkongress in Bursa, Mai 2019.

Pozzolane kommen in der Gegend von Rize vor und ein zementfressender Bauboom ist ebenfalls gegeben. Dann hat man den Hintergrund zu dem Konflikt.

@Manguste, 11:11

Und in Wirtschaftssystemen, bei denen die Rendite nicht im Vordergrund steht, ist die Umweltzerstörung bekanntermaßen noch größer (siehe DDR).

Die Parole "geht doch rüber" ist seit über dreißig Jahren obsolet. Wäre ja möglich, dass Sie noch gar nicht so alt sind, und das deshalb für ein neues, besonders pfiffiges Argument halten. Aber das lässt sich ja ändern.

von spax-plywood 11:12

In dem Artikel steht, daß bis jetzt 17 Hektar Land für den Steinbruch vom Staat enteignet worden sind. Einiges mehr zu den Steinbruchprojekten steht auf den Seiten des NABU (Rettet die Pinienwälder). Die Menschen dort sind jedenfalls, auch sicher durch Erfahrungen in anderen Regionen nicht begeistert.

Zum Begriff Wertewesten

Kritik kann auch vorgebracht werden,ohne solche harabwürdig verächtlichen Begriffe.
Dies ist genau der Stil,den ich zumindest überhaupt nicht mag.
Mir aber schon bewusst ist,dass dieser Stil nicht mehr ganz weg zu bringen ist.
Sonst dürfte ich in keinem Forum mehr mitlesen oder gar schreiben.
Allerdings muß man sich deswegen ja nicht auf die gleiche Stufe herab begeben.

Zitat: "Die Verwendung des

Zitat:
"Die Verwendung des Begriffs "Wertewesten" ist für mich zunächst mal ein Indiz, dass jemand zutiefst enttäuscht davon ist, dass bestimmte Werte in bestimmten Systemen vorgeschoben sind, um alles andere als Humanität, moralsiche Integrität und Menschlichkeit zu verfolgen. Dass das immer wieder geschieht, ist ja wohl ein Fakt.
Mit dieser Ausdrucksweise stellt sich jemand noch lange nicht auf die Seite von Diktatoren, und man kann ihm auch nicht automatisch unterstellen, die Werte würden ihm nichts bedeuten."

so ein Mensch bin z.B. ich
denn ich bin zu tiefst enttäuscht bzw. entsetzt was letztlich aus dem "gemeinsamen" Deutschland geworden ist.
Ich habe weder auf der Strasse noch am Runden Tisch für ein gemeinsames D-Land gekämpft.
Gekämpft hatte ich für ein demokratisches Land - was sich aber von dem heutigen "um Längen" unterscheidet!
Für diesen "Westen" hätte ich mich 89/90 NICHT angagiert - meine berufliche Karriere aufgegeben - mich von der Stasi verfolgen lassen usw. usf.

So ist es mit Nachahmern: Recep Tayyip Erdogan

nahm sich einen rücksichtslosen Diktator und Allleinherrscher zum Vorbild und hat sich mit Zuckerbrot an Besondere in oberste Macht gebracht. Hier herrscht er, losgelöst von jedem Recht nach eigener Gutsherrenart. Wenn er seinem Vorbild weiterhin folgt, wird er die Türkei in Schutt und Asche hinterlassen. - Ich wünsche den Betroffenen den Erfolg, wie ihn @Bernd Kevesligesti im Kommentar vom 23.05.21 um 9.15 Uhr für die Menschen in Menemen im Cediz-Delta beschreibt. - Aber ich hoffe für die Bevölkerung in der Türkei, daß sie es in einer Wahl und mit Protest noch schafft, sich diese Herrscherclique vom Hals zu schaffen. -

re frosthorn: „Wertewesten“

Am 23. Mai 2021 um 11:47 von frosthorn
@fathaland slim, 10:11
>>“[fathaland slim]Wer mit dem Begriff „Wertewesten“ operiert, ergreift Partei für Diktatoren und macht damit deutlich, daß ihm o.g. Werte nichts bedeuten.““

Diese Pauschalisierung sollten Sie bitte noch mal überdenken. Die Verwendung des Begriffs "Wertewesten" ist für mich zunächst mal ein Indiz, dass jemand zutiefst enttäuscht davon ist, dass bestimmte Werte in bestimmten Systemen vorgeschoben sind, um alles andere als Humanität, moralsiche Integrität und Menschlichkeit zu verfolgen. Dass das immer wieder geschieht, ist ja wohl ein Fakt.<<

Genau dieser „Fakt“ ist es ja, weshalb diese „Pauschalisierung“ so gefährlich ist: Demokratische Werte sind universelle Werte und gelten deshalb eben auch im „Osten“. Und genau dies ist es, wogegen sich das Narrativ „Wertewesten“ richtet. Gegen einen universalen Werteanspruch, der sich nicht mit einem autokratischen Allmachtsanspruch verträgt. Und das gilt im Westen, im Osten, im Süden

Dorfbewohner kämpfen gegen Steinbruch Projekt

Offizieller Bauherr ist eine "Cengiz-Holding", und die soll Präsident Recep Tayyip Erdogan nahestehen - dem nicht nur politisch so mächtigen Mann im Lande.

###

Ob es so klug ist sich mit Erdogan und seinen Schergen anzulegen, sei einmal dahingestellt...

Willkommen in der EU!

Willkommen in der EU liebe türkische Mitbürger. Wir hier auf dem Lande in Bayern kämpfen auch vergeblich gegen den "Landraub" und die Umweltzerstörung der Natur (Falken leben und brüten hier ungestört!) durch den Bau von sogenannten "benötigten" Straßen als Umgehungsstraßen und haben mit Einsprüchen keine Chancen.
Also nochmals liebe türkische DORFBEWOHNER: Herzlich willkommen in der EU!

um 09:51 von teachers

um 09:51 von teachers voice:
"
Logisch geht es hier um „Erdogan“!

Das liegt aber weder an den „Linken“ noch den „Medien“ - das liegt am Allmachtsanspruch genau dieser „Alleinherrscher“. Für die jeder „Erfolg“ als ein Sieg über den „Wertewesten“, d.h. die pluralistische Demokratie ausgeschlachtet wird.
"

->
Es geht um:
Zerstörung der Natur aus wirtschaftlichen Motiven
und wie jemand dafür seine politische Position nutzt.

Also um ganz normale Vorgänge im „Wertewesten“ - ob USA/DE oder Türkei.

& NATO-Staaten leben und schützen doch per Definition
die Demokratie, die Freiheit der Person und die Herrschaft des Rechts.

Völlig egal wie die Realität aussieht.
-> siehe Nordatlantikvertrag

Bauboom

Viele Foristen hier nehmen Bezug zur Naturzerstörung bei uns, zu Recht.
Gleichzeitig soll aber auch bei uns gebaut werden, was das Zeug hält bzw. die noch vorhandenen unbebauten Flächen hergibt.
Alles um die Immobilienpreise und Mieten zu senken.
Wir stecken in einem Riesendilemma.

Bitte mir folgenden Querverweis zu entschuldigen:
Ich würde sagen, dass wir an manchen Stellen höher bauen müssen.
Ich las mal, dass Frischluft dort am besten zirkuliert wo es unterschiedlich hohe Bebauung gibt.
Und wirklich das stimmt: dort wo ein Hochhaus neben normal hohen Häusern steht, stürmt es oft so sehr, dass ich Mühe auf dem Fahrrad habe.

Wichtiger Bericht!

Danke an meta.tagesschau. Dieser Bericht war sehr wichtig und aufschlussreich.

11:47, frosthorn @fathaland slim, 10:11

>>„Wer mit dem Begriff „Wertewesten“ operiert, ergreift Partei für Diktatoren und macht damit deutlich, daß ihm o.g. Werte nichts bedeuten.“

Diese Pauschalisierung sollten Sie bitte noch mal überdenken. Die Verwendung des Begriffs "Wertewesten" ist für mich zunächst mal ein Indiz, dass jemand zutiefst enttäuscht davon ist, dass bestimmte Werte in bestimmten Systemen vorgeschoben sind, um alles andere als Humanität, moralsiche Integrität und Menschlichkeit zu verfolgen. Dass das immer wieder geschieht, ist ja wohl ein Fakt.<<

Ich widerspreche entschieden. Die Tatsache, daß Werte vergewaltigt werden, bedeutet noch lange nicht, daß sie lediglich vorgeschoben wären.

Ich bin der festen Überzeugung, daß wir als Bürger eines Landes, welches sich in seiner Verfassung auf Werte beruft, die Aufgabe haben, diese Werteorientierung von unseren gewählten Entscheidern immer wieder einzufordern. Mit höhnischen Schlagworten erreicht man das gewiss nicht.

Deswegen stehe ich zu meiner Zuspitzung.

11:45, melancholeriker

>>Es hat noch nie ,,ein Land" Krieg gewollt, Wohlstand auf Kosten Dritter, Urlaub für' n Appel und' n Ei oder einen Niedriglohnsektor. Es sind immer Einzelnteressen.<<

Ja, so ist es. Sie haben die Sache auf den Punkt gebracht. Danke dafür.

Autokraten

teachers voice, da gebe ich Ihnen vollständig Recht.

Re : Autochon !

Ja, der macht schon seit Jahren, was er will und wonach ihm gerade ist. Meistens sind es unsinnige Prestige- Projekte, damit er zeigen kann, was er für großer Mann ist, der viel für sein Land tut, auch wenn dadurch viel Schaden entsteht.
Das ist bei Autokraten so, die tun angeblich immer alles für ihr Land (Geldbeutel ) !!!
Nicht nur in der Türkei so, sondern auch in anderen Ländern so, dabei geht es doch nur um den Machterhalt !!!

@frosthorn 11:47, re fathaland slim

"Diese Pauschalisierung sollten Sie bitte noch mal überdenken."

Nein, muss er nicht. Ich bin mir auch sicher, dass er das bereits längst getan hat.

"Mit dieser Ausdrucksweise stellt sich jemand noch lange nicht auf die Seite von Diktatoren"

Doch.
Dieser Begriff wird immer nur extrem abwertend und diffamierend genutzt. IMMER auf eine Art, die sich auf die Seite der Diktatoren stellt.

"und man kann ihm auch nicht automatisch unterstellen, die Werte würden ihm nichts bedeuten."

Dem, der sich auf die Seite von Diktatoren stellt, unterstellt man keinesfalls zu unrecht, dass ihm die Werte nichts bedeuten.

Wenn das Wort "Wertewesten" wenigstens hin und wieder mal in sachlicher Weise benutzt würde, mögen Sie ja recht haben.
Da das Wort aber zu 100% von Leuten einer bestimmten Ecke und Denkrichtung und NIEMALS sachlich gebraucht wird, haben Sie leider nicht recht.

@fathaland slim, 13:10

Die Tatsache, daß Werte vergewaltigt werden, bedeutet noch lange nicht, daß sie lediglich vorgeschoben wären.

Da gebe ich Ihnen recht. Aber dass jemand, der der Vergewltigung dieser Werte hilflos und frustriert zusieht, demjenigen erst mal nicht mehr über den Weg traut, der sie benutzt, ist für mich nachvollziehbar. Die Motivation muss aber noch längst nicht sein, dass er sich mit Diktatoren gemein macht.
Und deshalb werden wir ihn mit dem Vorwurf, ihm selbser bedeuteten diese Werte nichts, gewiss nicht zurückgewinnen.
Darum ging es mir.

Am 23. Mai 2021 um 10:51 von fathaland slim

" Das darf und geht eigentlich nicht. "

Das geht laut Gesetz schon, gibt es auch in Deutschland, für bestimmte Projekte wird enteignet, können Sie nachlesen.
Natürlich bekommt man ein paar Mark dafür, ersetzt aber 50 Jahre Garten nicht, und neu anfangen, bei einem gewissen Alter, macht keinen Sinn.
Es ist noch mehr was man enteignen kann, und auch viele Beispiele, solche Dokus findet man bei Phönix, ich will das jetzt nicht näher erörtern, was in den letzten 30 Jahren alles möglich wahr.

Deshalb kann die Türken gut verstehen.

re miauzi: Enttäuschte Erwartungen

>>...so ein Mensch bin z.B. ich
denn ich bin zu tiefst enttäuscht bzw. entsetzt was letztlich aus dem "gemeinsamen" Deutschland geworden ist.
Ich habe weder auf der Strasse noch am Runden Tisch für ein gemeinsames D-Land gekämpft.
Gekämpft hatte ich für ein demokratisches Land - was sich aber von dem heutigen "um Längen" unterscheidet!
Für diesen "Westen" hätte ich mich 89/90 NICHT angagiert - meine berufliche Karriere aufgegeben - mich von der Stasi verfolgen lassen usw. usf.<<

Glauben Sie mir, ich kann Ihre Enttäuschung verstehen. Ich glaube, es gibt Keinen, der sich nicht erst in das „System Demokratie“ hineinleben muss. Was glauben Sie, was im „Westen“ in den 60ern und 70ern los war? Enttäuschte Erwartungen auf allen Seiten!

Demokratie ist aber nicht da, wo man die aktuelle Politik gut findet. Sie ist ein ständiger Wettkampf zwischen unterschiedlichen Interessen. Und niemals ein System der allgemeinen Glückseligkeit, wie es einem die Werbung ständig vorgaukelt.

12:45, Miauzi

>>denn ich bin zu tiefst enttäuscht bzw. entsetzt was letztlich aus dem "gemeinsamen" Deutschland geworden ist.
Ich habe weder auf der Strasse noch am Runden Tisch für ein gemeinsames D-Land gekämpft.
Gekämpft hatte ich für ein demokratisches Land - was sich aber von dem heutigen "um Längen" unterscheidet!
Für diesen "Westen" hätte ich mich 89/90 NICHT angagiert - meine berufliche Karriere aufgegeben - mich von der Stasi verfolgen lassen usw. usf.<<

Kurz und knapp:

Demokratie ist kein Zustand, den man irgendwann nach getanem Kampf erreicht, sondern ein immerwährender Prozess mit vielen Rückschlägen. Man darf nie aufgeben und sich geschlagen geben.

@frosthorn 13:43

"Aber dass jemand, der der Vergewltigung dieser Werte hilflos und frustriert zusieht, demjenigen erst mal nicht mehr über den Weg traut, der sie benutzt, ist für mich nachvollziehbar."

Das schon.
Aber nicht die völlig sinnlose, dafür aber diffamierende Undifferenziertheit des diskutierten Wortes.

"Die Motivation muss aber noch längst nicht sein, dass er sich mit Diktatoren gemein macht."

Doch. Wer dieses Wort benutzt, tut das, um sich mit Diktatoren gemein zu machen.

"Und deshalb werden wir ihn mit dem Vorwurf, ihm selbser bedeuteten diese Werte nichts, gewiss nicht zurückgewinnen."

Menschen, die dieses Wort benutzen, werden wir überhaupt nicht zurückgewinnen. Menschen, die dieses Wort benutzen, zeigen damit an, dass sie an einer Diskussion gar nicht interessiert sind.
Wir können nur erreichen, anderen Menschen zu zeigen, dass Menschen, die dieses Wort benutzen, in der Minderheit sind.

Lesen Sie den "Beitrag" von derkleineBürger 13:04, und Sie wissen, was ich meine.

12:59, KeinedemokratieBRD

>>Willkommen in der EU liebe türkische Mitbürger. Wir hier auf dem Lande in Bayern kämpfen auch vergeblich gegen den "Landraub" und die Umweltzerstörung der Natur (Falken leben und brüten hier ungestört!) durch den Bau von sogenannten "benötigten" Straßen als Umgehungsstraßen und haben mit Einsprüchen keine Chancen.<<

Die Bewohner der Orte, durch die der Durchgangsverkehr mangels Ortsumgehung fließt, sind da eventuell etwas anderer Meinung. Interessenausgleich ist oft nicht einfach und führt auch oft nicht zu befriedigenden Ergebnissen.

>>Also nochmals liebe türkische DORFBEWOHNER: Herzlich willkommen in der EU!<<

Die Türkei ist nicht in der EU und wird auch auf absehbare Zeit nicht beitreten.

Außerdem frage ich mich, was das von Ihnen beschriebene Problem mit der EU zu tun hat. Meinen Sie, ohne die EU würden in Bayern keine Ortsumgehungen gebaut?

@frosthorn 13:43, Ergänzung zu

"Aber dass jemand, der der Vergewltigung dieser Werte hilflos und frustriert zusieht, demjenigen erst mal nicht mehr über den Weg traut, der sie benutzt, ist für mich nachvollziehbar."

Es gibt bei uns gewisse Regeln, an die sich alle zu halten haben. Jedem Bürger steht der Rechtsweg offen. (Nebenbei: Armen Leuten steht bei uns aufgrund der Prozesskostenhife der Rechtsweg sogar offener als "normalen" Leuten wie bspw. mir, die sich einen Prozess kaum leisten können.)

Der von Ihnen angesprochene Frust rechtfertigt aber in KEINER Weise, die (historisch gesehen) sensationellen Errungenschaften unseres Grundgesetzes und unseres Staates durch Verunglimpfung niederzumachen.

Egal, wie schlecht auch bei uns viele Dinge laufen und wie viel auch bei uns noch dringend verbessert werden muss: Wir leben in einem der besten, freiesten und wertebewusstesten Länder der Welt!

13:44, wenigfahrer

>>Das geht laut Gesetz schon, gibt es auch in Deutschland, für bestimmte Projekte wird enteignet, können Sie nachlesen.<<

Ja, das weiß ich.

>>Natürlich bekommt man ein paar Mark dafür, ersetzt aber 50 Jahre Garten nicht, und neu anfangen, bei einem gewissen Alter, macht keinen Sinn.<<

Eine große Grausamkeit. Ich weiß nicht, ob und wie ich damit klar käme.

Ich musste zwar auch schon einige Gärten aufgeben, bin aber jetzt, mit Mitte 60, wieder in dem Garten gelandet, den ich schon als Kind kannte. Ein großes Glück für mich. Sie merken, Garten ist für mich sehr wichtig. Umso mehr erschreckt mich Ihre Erfahrung. Ich möchte Ihnen mein Mitgefühl versichern, auch wenn Ihnen das den Garten nicht zurückbringen wird.

Am 23. Mai 2021 um 12:45 von Miauzi

Gekämpft hatte ich für ein demokratisches Land - was sich aber von dem heutigen "um Längen" unterscheidet!
Für diesen "Westen" hätte ich mich 89/90 NICHT angagiert - meine berufliche Karriere aufgegeben - mich von der Stasi verfolgen lassen usw. usf.
__
Da frage ich mich, was Sie (realistischerweise) erwarten konnten ? Waren Sie der Meinung, dass hier ein Schlaraffenland ist, in dem Milch und Honig fliessen, in dem es weder Hasse, noch Neid, noch Ungleichgewichte gibt ? Wo bitte, gibt es denn ÜBERHAUPT weltweit ein Land, das Ihren Ansprüchen gerecht wird und wo die Bürger gut und auskömmlich leben ?
Kritik kann ja durchaus berechtigt sein. Ich mag nur diese allumfassenden Kritik nicht, wenn man nicht gleichzeitig Positivbeispiele benennt, sonst sind das nämlich nur Tagträume oder Luftschlösser.

Zitat: "Kurz und

Zitat:
"Kurz und knapp:
Demokratie ist kein Zustand, den man irgendwann nach getanem Kampf erreicht, sondern ein immerwährender Prozess mit vielen Rückschlägen. Man darf nie aufgeben und sich geschlagen geben."

Wenn ich in einem politischen System als Volk gar nicht die Möglichkeit habe zu bestimmen "wohin der Zug fährt" sondern lediglich die Wahl habe wer "als Zugpersonal die Fahrkarten abknipst" - dann ist die keine Demokratie so wie ICH sie verstehe.
offensichtlich verstehen Sie etwas anderes als ich

so werden wir auch in Zukunft immer aneinander vorbei reden/schreiben

14:22, Miauzi

>>Wenn ich in einem politischen System als Volk gar nicht die Möglichkeit habe zu bestimmen "wohin der Zug fährt" sondern lediglich die Wahl habe wer "als Zugpersonal die Fahrkarten abknipst" - dann ist die keine Demokratie so wie ICH sie verstehe.
offensichtlich verstehen Sie etwas anderes als ich<<

Ich sehe unser Land nicht so wie Sie.

Ich engagiere mich seit frühester Jugend auf unterschiedlichste Art und Weise. Mein größtes Hemmnis dabei ist meine eigene Trägheit.

Nein, ich betrachte unser Land nicht als Diktatur, in der man als Bürger nichts machen kann.

14:22 von Miauzi

«Wenn ich in einem politischen System als Volk gar nicht die Möglichkeit habe zu bestimmen "wohin der Zug fährt" sondern lediglich die Wahl habe wer "als Zugpersonal die Fahrkarten abknipst" - dann ist die keine Demokratie so wie ICH sie verstehe.»

Sie sind ja auch nicht "das Volk", und niemand Einzelnes bestimmt im Politischen System für alle anderen mit.

Sie würden sehr lange suchen müssen, bis Sie woanders auf der Welt ein anderes Land finden, in dem es vergleichbar freiheitlich zugeht wie in Deutschland. Falls Sie überhaupt eins finden.

Perfekt isses nirgendwo, auch nicht in der "Volksdemokratie" der Eidgenossen in der Schweiz. Schon mit Bürgerinitiativen und dem Rechtsweg in Deutschland gibt es viele Möglichkeiten, sich hierzulande als viel mehr als nur Politischer Passagier zu fühlen, dem irgendwer Anonymes im Zug die Fahrkarten abknipst.

Eine unrealistische Anspruchshaltung führt nie zu mehr als zu immerwährender Unzufriedenheit. Der Lichtstrahl zeigt den Weg aus Dunkel.

@Miauzi 14:22

"Wenn ich in einem politischen System als Volk gar nicht die Möglichkeit habe zu bestimmen "wohin der Zug fährt" sondern lediglich die Wahl habe wer "als Zugpersonal die Fahrkarten abknipst" - dann ist die keine Demokratie so wie ICH sie verstehe.
offensichtlich verstehen Sie etwas anderes als ich"

Ich verstehe nur, dass Sie ein großes Problem damit haben, dass eine Mehrheit der Deutschen eine andere Meinung hat als Sie.

Denn Sie täuschen sich: Wir können nicht nur den Schaffner wählen, sondern den Fahrplangestalter und den Chefökonomen und den Zugführer.

Das Problem ist nur, dass in den letzten Jahrzehnten (von sieben Jahren abgesehen) der Mehrheit der Deutschen die Richtung, wohin der Zug fuhr, sehr gut passte.

Mir nicht. Aber dafür ist nicht "das System" verantwortlich, sondern das Volk, das 16 Jahre Kohl und 16 Jahre Merkel gewählt hat.
Falls Sie damit ein Problem haben, müssen Sie sich leider ein anderes Volk suchen.

@fathaland slim 14:30

"Ich engagiere mich seit frühester Jugend auf unterschiedlichste Art und Weise. Mein größtes Hemmnis dabei ist meine eigene Trägheit."

Bei mir ist es etwas anders: Ich habe mich (leider) bisher so gut wie nie engagiert.
Das EINZIGE Hemmnis dabei ist meine Trägheit.

"Nein, ich betrachte unser Land nicht als Diktatur, in der man als Bürger nichts machen kann."

Ich auch nicht. Und bin dafür unendlich dankbar.
Ich bin mir sicher, dass man in unserem Land sehr viel verändern kann. Jeder einzelne kann nicht das System umkrempeln, aber es verändern "auf eine millionenfach unbemerkte Art und Weise", wie es mal in einer US-Krimiserie hieß und was ich sehr schön und treffend finde.

Und das ist der große Unterschied zu autokratischen Systemen wie in der Türkei oder auch der DDR: Dort kann man nur das System umwälzen. Veränderungen auf eine "millionenfach unbemerkte Art" sind dort nämlich unerwünscht und werden unterdrückt.

Viel Erfolg beim Kampf um den Erhalt des landschaftlichen Idylls

Wünsche ich den Bewohnern in dieser Gegend:
1. Um der Menschen Willen
2. zugunsten der Natur
3. als Beitrag zum Klima- und Umweltschutz

Am 23. Mai 2021 um 14:19 von fathaland slim

" Eine große Grausamkeit. Ich weiß nicht, ob und wie ich damit klar käme. "

Das mag so sein, andere hat es schlimmer getroffen, Haus, Hof und Garage oder was noch so gibt verloren.
Die Liste der betroffenen ist lang, auch wenn das natürlich nicht jedem bekannt ist, wie eine hier schon schrieb, die Entschädigung ist sehr klein, und kann das neben den ideellen Schaden nicht ersetzen.
Andere hat es noch schlimmer getroffen, muss man froh sein das man noch ein Dach über dem Kopf hat.

Türkische Dorfbewohner kämpfen gegen ein Steinbruch-Projekt...

Und das ist mutig. Und in diesem Fall handelt es sich wohl auch um eine AKP-nahe Firma, die da zu Gange ist.
Nichts zu tun hat das mit dem Westen oder dem "Wertewesten", wie hier einige schreiben. Der wiederum hat allerdings nichts gegen solche Projekte.

@Bernd Kevesligeti

Und selbst wenn es 170 oder 1000 ha sind statt bisher 17 ist das doch ein vergleichsweise bescheidenes Areal. Ich verstehe die Aufregung nicht. Dann müssen wir eben keinen Zement mehr aus TR importieren und hier einen Lehrstuhl drauf ansetzen ob man den Drachenfels abhacken und in den Zementofen befördern kann?!

@Miauzi 14:22

Nun haben Sie mittlerweile 8 Beiträge erhalzten, die auf Ihren post hinsichtlich Ihrem Demokratieverständnis Bezug nehmen.
Dass Sie sich dazu nicht einmal äussern, finde ich schon etwas ignorant. Scheinbar ist für Sie nur Ihre subjektive Meinung relevant.
Im übrigen warte ich immer noch gespannt auf die Beispiele, wo es Ihrer Meinung nach so läuft, wie es sollte.
Aber wahrscheinlich suchen Sie noch nach Beispielen und finden keine. Es gibt vermutlich kein Land, wo man summa summarum besser, auskömmlicher und demokratischer lebt als in DE.

14:55, Bernd Kevesligeti

>>Nichts zu tun hat das mit dem Westen oder dem "Wertewesten", wie hier einige schreiben. Der wiederum hat allerdings nichts gegen solche Projekte.<<

Die Summe seiner Bürger vielleicht nicht. Ein nicht unerheblicher Teil davon aber schon.

von fathaland slim 15:12

Natürlich-Umweltorganisationen, wie auch der oben genannte NABU. Oder auch Greenpeace, wären hier zu nennen.
Aber kaum die Staaten und Regierungen....

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