Kommentare

Wenn wir schon bei

Wenn wir schon bei Schadensersatz Zahlungen sind bitte die Politiker nicht vergessen welche diesen Betrügern die Hintern gepampert haben. Wenn ich mir das so durchlese bekomm ich das Gefühl man müsse nur richtig kräftig betrügen, dann zahlen die Geschädigten auch noch die Entschädigung. Ich bin weder Jurist noch Insolvenzverwalter aber mein Gefühl sagt mir hier läuft was gewaltig schief.

Wirecardscandal

Das ist dann der „even more worst case“ für jene Aktionäre, die in den besagten Jahren Dividenden erhalten haben … tja, so kann’s gehen, wenn man vor lauter „€ Zeichen“ in riskante Firmen investiert.
Wobei in diesem Skandal die BaFin eine nicht unerhebliche Mitschuld hat, weil deren Agieren leider sehr unprofessionell war: bei den ersten Ungereimtheiten, die von der Financial Times berichtet wurden, hätte die BaFin bei Wirecard genau hinschauen müssen, was da an den Vorwürfen dran ist; aber nein, diese Firma wurde noch geschützt…
Kann man nur hoffen, dass sowohl Anleger als auch die Börsenaufsichtsbehörde daraus gelernt haben (wobei es für manche viel Kehrgeld bedeutet).

Wirecard-Aktionäre müssen womöglich noch draufzahlen...

Da könnte es sich für die Aktionäre ja nicht gelohnt haben. Aber für Ernst & Young schon, als sie Luftbuchungen nicht als solche erkennen wollten.
Im Wirecard Untersuchungsausschuss gibt sich inzwischen die Prominenz die Klinke in die Hand. Fragen stehen im Raum, warum haben sich Kanzlerin und Minister bei ausländischen Regierung für Wirecard eingesetzt ?
Nachdem im Februar 2019 von der Bafin für die Wirecard-Aktien ein Leerverkaufsverbot erlassen wurde. Durch die Maßnahme wurde der Konzern gestützt und eine kostspielige Insolvenzverschleppung ermöglicht....
Im März wurde den Ausschussmitgliedern 100 Aktenordner erst wenige Stunden vor der Zeugenvernehmung zur Verfügung gestellt.

Kein Grund zur Schadenfreude

Für viele grundsätzliche Kapitalismuskritiker liegt es jetzt nahe, die Aktionäre mit Häme oder Schadenfreude zu überziehen.
Das wäre aber falsch.
Denn hier handelt es sich oft um Kleinanleger, die gar nicht wussten, was rechtlich alles zulässig ist und welches Risiko sie eingegangen sind.
Traurig nur, dass die Bafin nicht frühzeitig klare Kante gezeigt hat.
Hier sollte ernsthaft geprüft werden, ob die Bafin durch Nichterfüllung ihrer Aufsichts- und Sorgfaltspflichten für den Schaden der Kleinaktionäre aufkommen muss.
Außerdem: wenn, wie in Deutschland oft zu hören, Otto Normalverbraucher sich stärker am Aktienmarkt tummeln sollte, wäre ein börsenspezifischer Verbraucherschutz sinnvoll.

Die Finanzskandale der Vergangenheit

scheinen nur dafür geeignet, immer stärkere Raffinessen aus immer entschiedenerer moralischer, intellektueller, ethischer Dysfunktion im Hirn mit zusätzlich menschlich zweifelhaftem Hintergrund durchzuführen; sprich: diese Menschen haben ihre Seele an den Teufel verkauft (Faust läßt grüßen). - Das schlimmste jedoch ist, daß Regierungen der Welt auch ein Interesse daran haben, auf solche Art Geld zu verdienen; da werden dann schon mal wachsweiche Formulierungen in Gesetzen gefunden - und schon sind über Beratungsgremien auch politische Vermögenssachwalter in den Fängen solcher Strippenzieher, statt Betrügereien von vornherein zu erkennen und in die Strafverfolgung zu nehmen. -

rer Truman Welt

Eine Klage gegen die BaFin, die ebenso grobfahrlässig handelte trotz vorliegender Hinweise ist aussichtsreicher. Ich kann mir vorstellen, daß der Nachfolger von Scholz dafür einige Milliarden für Schadensersatzleistungen wird einplanen müssen. Schließlich muß ein Vertrauensschutz bei DAX Unternehmen als funktionale Stütze der nationalen Wirtschaft vom Staat gewährleistet werden. Diese Funktion hat der Staat grobfahrlässig unterlassen und dadurch wird er haftbar!

Es gibt nicht

Es gibt nicht nur Gewinne am Aktienmarkt.
Ich habe in der Volksschule gelernt, je größer die Gewinne, je höher das Risiko.

Nun ja

Wollten halt welche schnell reich werden - nun gibt es die Rechnung.

@heribix, 17:57

„Ich bin weder Jurist noch Insolvenzverwalter aber mein Gefühl sagt mir hier läuft was gewaltig schief“

Ihr Gefühl täuscht Sie nicht. Beim Geld hört generell nicht nur die Freundschaft, sondern auch das Vertrauen auf. Und fängt der Streit an.

Wirecard

Ich glaube nicht, dass der Insolvenzverwalter hier Erfolg haben wird. Zwar könnten Ansprüche in Betracht kommen, wenn die Nichtigkeit der Abschlüsse 2017 und 2018 gerichtlich festgestellt werden, aber soweit die Empfänger*innen der Dividenden bei Zufluss gutgläubig waren, ist kein Raum für Rückforderungen. Vielleicht hat der Insolvenzverwalter aber auch Großaktionäre im Blick, die Bescheid wussten. Schauen wir mal.

18:02 von Sparpaket

aber wichtig und auch beruhigend ist es doch für uns normale bürger, daß unser FM und kanzlerkandidat ganz klar gesagt hat, daß er nix gewusst hat und auch nicht den hauch einer ahnung, was er oder seine ihm unterstellte bafin falsch gemacht hat. ich ziehe jetzt meine zipfenmütze wieder fest über die ohren und schlafe beruhigt weiter. bei unseren politikerinnen sind wir gut aufgehoben

@von hesta

"Es gibt nicht nur Gewinne am Aktienmarkt. Ich habe in der Volksschule gelernt, je größer die Gewinne, je höher das Risiko".
Grundsätzlich ist das ja auch richtig, aber hier wurden die Anleger*innen doch systematisch und mit hoher krimineller Energie betrogen. Von daher ist Häme hier nicht angebracht.

Eigentum verpflichtet

Richtig so. Schön dass sich jemand endlich traut das Unvorstellbare nicht nur zu denken sondern auszusprechen. Sollte nicht die letzte AG sein und schon gar nicht das letzte Schadensszenario sein, bei dem die Eigentümer sich nicht mehr hinter der Aktie verstecken können.

Die BAFin haftet mit

Die BAFin haftet mit Sicherheit nicht, unabhaengig davon, wie toll oder weniger toll man ihre Aufsichtstaetigkeit bewertet. Aber ey sollte sich warm anziehen duerfen, auch wenn das ein komplexer Prozess werden duerfte. Ich wundere mich allerdings, dass noch kein Aktionaer oder eine Akt.vereinigung gerichtliche Schritte gegen ey eingeleitet hat (oder doch schon ?). Vllt. noch zu frueh.

Verluste werden nicht sozialisiert?

Kapitalismus auf Abwegen.

... und die Prüfer?

Was genau ist eigentlich der Sinn einer Wirtschaftsprüfung wenn sich Aktionäre nicht darauf verlassen können, dass ein DAX-Unternehmen tatsächlich saubere Bilanzen vorgelegt hat?
Vielleicht wäre es an der Zeit, die Prüfer für ihre Blauäugigkeit haftbar zu machen. Sie werden für ihre Gutachten ja sicherlich auch nicht schlecht entlohnt - von dem Unternehmen das sie begutachten sollen. Wer hier keinen Interessenskonflikt sieht will keinen sehen.

Aktien-Speulationen: Eine Form der Spielsucht

Wirecard-Aktionäre wollten das schnelle Geld durchs Zocken mit den Aktien verdienen ...

Bei Lotto- und anderen Gewinnspielen gibt es stets Warnungen vor der Spielsucht. Beim Zocken mit Aktien gibt es das nicht.
Da hat vielmehr die Regierung bei der Hypo-Real-Estate-Bank, die viel Geld verzockte, noch mit Steuergeldern die Verluste ausgeglichen.
Dabei geht es beim Zocken mit Aktien immer um weitaus höhere Einsätze und Verlustrisiken als bei Glücksspielen .
Gleiches wird eben nicht immer gleich behandelt in diesem Land.

18:57 von Stern2100

Von daher ist Häme hier nicht angebracht.

Es gibt eine juristische Regel die da heißt, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wer der Meinung ist, man könne sich einfach mal so dumm und dämlich verdienen, hat sich eben geirrt,und zwar gewaltig.

Zu Stern 18.47

Auf Gutglaeubigkeit kommt es hier nicht an, jedenfalls nicht im Sinne gutglaeubigen Erwerbs. Es gilt vielmehr Bereicherungsrecht, sofern die Dividendenzahlungen zu Unrecht erfolgten. Dann kann man sich unter bestimmten Voraussetzungen auf den Wegfall der Bereicherung berufen, wenn man das Geld zwischenzeitlich anderweitig verloren hat, bspw. durch (Luxus)Ausgaben, die man ansonsten nicht getaetigt haette. Ein weites Feld fuer anwaltliche Beratung.

Wer wissentlich Vorteil errungen hat soll zahlen8520/

Nun sollen sogar die Aktionäre zur Kasse gebeten werden und die Dividende zurückzahlen. Ich denke hier sollte versucht werden genau zu trennen zwischen Kleinaktionäre und solche die bereits lange wussten das Wirecard nicht `sauber` war.
Und wer hier wirklich zur Kasse gebeten werden sollte sind die sogenannte Berater, die zum Teil auch wussten was Sache war und trotzdem sehr, sehr dicke Vergütungen akzeptierten.
Ebenso sollte das Management die außerordentliche Vergütungen erhalten haben diese zurückbezahlen, sie wussten was Sache war. In welchem Umfang welche Behörden zur Ermittlungsverzögerung beigetragen haben und auch entsprechende Schäden verursacht haben ist zu prüfen.
+

Altes China

Dort wurden, heißt es, nicht unbedingt die Taten, sondern die Grundeigenschaften bestraft. Dummheit wäre nach Helmut Schmitt sel. wohl nur eine negative Sekundärtugend. Hier aber wohl die ausschlaggebende - wenn man sich nur vor Augen führt, von welcher Art Typen die Karte
gelobbyt wurde. Und, dt. Sprak schwer:
Unsinnig zu sagen, die "Täuschung" sei "offenbar nicht gesehen" worden. Richtig:
die doch eigentlich glasklare Offensichtlichkeit
wollte & sollte nicht beachtet werden. Wenn eine "Kontroll"behörde anfängt, Journalisten zu belangen, sollte der Verzweiflungszustand wie auch die angewandte Dümmlichkeit der Handelnden doch in ausreichender Weise offenliegen.
Nicht unpassend wäre es, wenn die Erinnerung bis September 2021 anhielte.
Das ist völlig neidfrei gönnerhaft gemeint

18:19 von hesta15

Es gibt nicht nur Gewinne am Aktienmarkt.
.
sind wir mal ehrlich
das Geld ist ja nicht weg
es hat eben nur jetzt ein anderer

19:13 von Margitt.

Wirecard-Aktionäre wollten das schnelle Geld durchs Zocken mit den Aktien verdienen ...

Und das wissen Sie genau? Kennen Sie solche Leute persönlich?

Anleger als auch die Börsenaufsichtsbehörde daraus gelernt?

von Wolf1905 @
Das hatte man nach "Lehmann" auch gedacht. Aber "Geldgier" ist wie Unkraut das wächst nach dem zupfen nur noch schnell, weil wir die wurzel nicht entfernen.

Und die wurzel ist das persönlich Arbeit hoch besteuert wird und Dividenden nur ganz selten.

Am 20. Mai 2021 um 19:16 von Barbarossa 2

Zitat: Es gibt eine juristische Regel die da heißt, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Eine solche juristische Regel gibt es nicht

Finte ?

Könnte natürlich auch eine „Kriegslist“ des Insolvenzverwalters sein: um sich gegen Regressforderungen der Aktionäre zu schützen wird eine Dividendenrückforderung angedroht mit der Einschränkung, dass die Adressen ja nicht bekannt wären. Jeder der seinerseitz Schadensersatz verlangt muss ja Klage einreichen und sich damit bekannt machen mit dem scheinbaren Risiko belangt zu werden. Pfiffig, lohnt sich auf alle Fälle, da die bloße Ankündigung nichts kostet und sicher manche verunsichert….

18:29 von Sternenkind

"Wollten halt welche schnell reich werden".
Unsinn, soweit es sich auf die Anleger (Aktionäre) bezieht. Nicht erst seit Manfred Krug ist in den Medien, aber auch von der Politik die Aktienanlage massiv propagiert worden, kurz vor jedem Börsencrash noch mit der Aufforderung in allen einschlägigen Blättern, dass ein kluger Mensch bei zusammenbrechenden Kursen seine Aktien behält, bis sie nichts mehr wert sind (also sie haben's etwas anders formuliert).
Hier ist es allerdings krasser. Dividendenpapiere galten immer als Sachwerte und gute Altersversorgung und jetzt werden die Erträge zurückgefordert. Ein Skandal, dass das BaFin und irrwitzig hoch bezahlte Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in einem klaren Fall keinen Finger gerührt haben.

Bewundernswert

Unsere Bundestrainer, Virologen und Nahost-Experten hier haben ganz schnell eine weitere Spezialisierung entdeckt und sind jetzt Finanzmarkt-Fachleute.

Was natürlich mit sich bringt, dass man alles vorher wusste und von ganz oben herabschaut auf die Leute, die Geld verloren haben, denn die sind natürlich selbst schuld wegen ihrer Gier ...

Diese Selbstgerechtigkeit ist manchmal nur schwer erträglich.

18:19 von hesta15

"Ich habe in der Volksschule gelernt, je größer die Gewinne, je höher das Risiko".
Pardon, das gilt zum einen für Unternehmensgewinne (oder -Verluste). Beispiel, jemand investiert hoffnungsvoll in Aktien von Elektroauto-Produzent "A" und der wird überrundet von Produzent "B". Vielleicht werden die Aktien auch noch von der Finanzmarktentwicklung beeinflusst. Die Zinsen steigen, zehnprozentige Bundesanleihen tauchen am Horizont auf, jeder verkauft seine Aktien, die Kurse gehen in den Keller.
Auf Betrüger, Pyramidensysteme und Bilanzfälscher ist die gute alte Faustregel dagegen nicht anzuwenden.

19:25 von falsa demonstratio

§ 17 des Strafgesetzbuches.

Von wegen Zocken

Klar, jetzt kommen wieder alle hervor die von Geldgier, Zocken und "man trägt halt auch Risiken" reden. Nur: hier geht es nicht um eine dubiose Klitsche die mit offensichtlich unhaltbaren Versprechen naiver Anleger um ihr Erspartes bringen.
Hier geht es um ein DAX30-Unternehmen, in einer Riege mit Marken von Adidas bis VW. Ein Unternehmen mit riesigen Umsätzen und gepriesen von der Bundesregierung. Eben genau die Art von Unternehmen die im Ratgeber für vorsichtige Aktionäre als Basis des Portfolios empfohlen werden.

WTF - Dividenden vergangener Jahre zurückfordern ?

Das dürfte rechtlich höchst fragwürdig sein - schon alleine weil man als Aktionär ohne sonstige Kontakte zur Firma per Definition schon "gutgläubig" ist und nicht mit derartigen Machenschaften rechnet.

Ob dieser Präzedenzfall wirklich eröffnet werden soll, wage ich doch mal zu bezweifeln - spätestens wenn auch die Rente FONTS-basiert (u.a. Aktien) wird ab 2030.

Dürfen Dividenden zurückgefordert werden?

Was heißt überhaupt „Auszahlung war nicht rechtmäßig“?

Wenn die Lufthansa oder Commerzbank zB eine Dividende zahlen trotz Millionenverlusten, darf dann später die Dividende zurückgefordert werden, sollte ein Insolvenzverwalter das Unternehmen übernehmen?

Und im Umkehrschluss: hätte der Staat mit Steuergeldern die Bilanzlöcher bei Wirecard gestopft, wie er auch die Commerzbank und die Lufthansa gestützt hat, dürften dann die Aktionäre ihre Dividenden behalten ?

Jetzt kommen natürlich die Wirtschaftsexperten, die erklären, dass bei der Lufthansa nur das operative Geschäft nicht zu den Verpflichtungen gepasst hat und das bei der Commerzbank institutionelles und Management Versagen zu den Verlusten geführt hat weshalb Staatshilfen jeweils angemessen waren (???), während man bei Wirecard von einem gesunden Börsenchampion ausgegangen ist ...

M.a.W.: die Bilanzen von LH und Coba sahen aufgrund von Versehen und den Umständen so schlecht aus, die bei Wirecard wegen Vorsatz?!

Am 20. Mai 2021 um 19:16 von Barbarossa 2

" 18:57 von Stern2100
Von daher ist Häme hier nicht angebracht.

Es gibt eine juristische Regel die da heißt, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wer der Meinung ist, man könne sich einfach mal so dumm und dämlich verdienen, hat sich eben geirrt,und zwar gewaltig."

Da ist was dran.

„Wem die Einsicht fehlt, Unrecht zu tun, der wird nur dann nicht bestraft, wenn ihm das Unrechtsbewusstsein unvermeidbar fehlte.
§ 17 des Strafgesetzbuch.“

Ich denke die Aktionäre, gehören gewiss nicht zu diesem Kreis.

Bei Vorständen und EY habe ich aber meine Zweifel.

Re : Margitt !

Meiner Meinung nach gehört das ganze mit dem Zocken durch Aktien grundsätzlich abgeschafft. Denn in der Regel verdienen nur echt wenige wirklich viel Geld damit, aber viele wollen doch nur Geld einsammeln, um ihre Firmen auf zu möbeln.
Überhaupt was soll das Ganze, wenn doch klar ist, dass es immer wieder zu extremen Skandalen kommt, und dabei viele viel Geld verlieren.
Selbst wenn ich Geld übrig hätte, würde ich mir nie eine einzige Aktie zu legen, weil ich persönlich allen Akteuren keinen Zentimeter über den Weg traue. Man braucht nur in die Versicherungsbranche schauen, was da all die Berater alles versprechen, die von den Banken sind genau so schlimm und übel, und wollen nur ihre Provision, je höher umso besser.
Insgesamt gesehen ein verkommener Haufen von Lügnern und Betrügern, die dann von scheinheiligen Firmen kontrolliert werden. Wie war ja jetzt deutlich zu sehen, auch nur kassiert, und sonst nichts !!!

Die Ehrlichen sind die Dummen

Es gilt auch am Aktienmarkt, dass die Ehrlichen häufig die Dummen sind. Wie niedrig werden die soliden Industrieunternehmen wie Daimler, BASF oder Bayer gehandelt?
Umgekehrt jubeln alle über die irren Kurssteigerungen von Tesla oder dem Bitcoin bei wenig Substanz und Gewinn. Wo ist den der Realismus in den Medien, der solchen Wahnsinn bloßstellt?

Wirecard ist nicht nur das Versagen der Aufsichtsbehörden, sondern auch das Versagen des kritischen Journalismus!

@19:25 von falsa demonstratio: Die Unwissenheit ist schlimm

Dass sich dieses Fantasiegespinst so verbreitet hat ist erschreckend.
Es gibt zahlreiche Gerichtsurteile, nach denen eine "Unwissenheit" als fahrlässig nachgewiesen wurde - aber das sind immer sehr spezielle Fälle ohne jeden Allgemein-Charakter.
Schlägt für mich in dieselbe Kerbe wie das juristisch nicht existente Baustellenschild "Eltern haften für ihre Kinder". Genauso ein Blödsinn - auch wenn es hier ebenso Urteile gegen Eltern gibt - die Schilder sind alle unwirksam (Pauschalannahme).

Börsengeschäfte sind für

… mich und auch viele andere Ottonormalverbraucher ein Buch mit sieben Siegeln. Deshalb lasse ich die Finger davon! Sollte manch anderer vielleicht auch so machen, dann ist das Geschrei am Schluss nicht omnipräsent.

19:13 von Margitt.

naja, mit ganz viel ahnung von nichts, würde ich an ihrer stelle etwas vorsichtiger sein mit solchen wortmeldungen

19:47 von Barbarossa 2

19:25 von falsa demonstratio

§ 17 des Strafgesetzbuches.

Barbarossa, haben Sie denn den Paragraphen auch gelesen?

@Grossfamilienberater um 19:04

Sie schreiben „Die BAFin haftet mit Sicherheit nicht, unabhaengig davon, wie toll oder weniger toll man ihre Aufsichtstaetigkeit bewertet.“
-> das wird sich erst noch herausstellen, denn damit dürften sich auch die Gerichte befassen!
„Aber ey sollte sich warm anziehen duerfen, auch wenn das ein komplexer Prozess werden duerfte. Ich wundere mich allerdings, dass noch kein Aktionaer oder eine Akt.vereinigung gerichtliche Schritte gegen ey eingeleitet hat (oder doch schon ?). Vllt. noch zu frueh.“
-> da sind Sie schlecht informiert: Vorbereitungen für Prozesse laufen schon seit Herbst 2020! E&Y GmbH (Deutschland Gesellschaft von E&Y) wird m. E. nach dem Prozess (der Jahre dauern kann) nicht mehr existieren. Sie haben als Wirtschaftsprüfer eklatante Fehler gemacht!
Ich sage das, weil auch ich Wirecard Aktien hatte …that‘s life…

Sie tragen Ihr Erspartes also lieber zu einer Bank von der sie sicher wissen dass die Ihnen nur einen Bruchteil der Gewinne auszahlt die die Bank mit Ihrem geliehenen Geld macht? Genau das Misstrauen gegenüber Banken und deren offensichtlichen Eigeninteressen sollte Sie eigentlich dazu bewegen, lieber die Aktien Ihrer eigenen Einschätzung zu kaufen.

Am 20. Mai 2021 um 19:47 von Barbarossa 2

Am 20. Mai 2021 um 19:16 von Barbarossa 2: Zitat: Es gibt eine juristische Regel die da heißt, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

19:25 von falsa demonstratio Eine solche juristische Regel gibt es nicht

Zitat: § 17 des Strafgesetzbuches.y/em>

Gerade § 17 StGB ist (wie auch § 16) ein Beispiel dafür, dass ein Irrtum u.U. zur Straflosigkeit oder -minderung führen kann.

Daneben gibt es im Strafrecht noch andere relevante Irrtümer.

An der Uni ist das ein beliebtes Thema von der Einführungsveranstaltung im Strafrecht bis zum Staatsexamen.

20:02 von Traumfahrer

... Selbst wenn ich Geld übrig hätte, würde ich mir nie eine einzige Aktie zu legen, weil ich persönlich allen Akteuren keinen Zentimeter über den Weg traue. Man braucht nur in die Versicherungsbranche schauen, was da all die Berater alles versprechen, die von den Banken sind genau so schlimm und übel, und wollen nur ihre Provision, je höher umso besser.
Insgesamt gesehen ein verkommener Haufen von Lügnern und Betrügern, die dann von scheinheiligen Firmen kontrolliert werden. Wie war ja jetzt deutlich zu sehen, auch nur kassiert, und sonst nichts !!!

Dass Versicherungs- und Bankberater möglichst hohe Provisionen verdienen wollen, ist zunächst mal völlig normal. Auch Sie möchten ja gerne ein möglichst hohes Einkommen erzielen, oder?

Was das allerdings mit dem Aktienmarkt zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

um 19:23 von Thomas D.; Was denn sonst?

Wirecard-Aktionäre wollten das schnelle Geld durchs Zocken mit den Aktien verdienen ...

Und das wissen Sie genau? Kennen Sie solche Leute persönlich?
-----------------------------------------
Wozu kaufen die Menschen sonst Aktien?
Wäre die Aktiengesellschaft gemeinnützig, könnte das auch ein Grund für Aktienkäufe sein.
Wirecard war aber nicht gemeinnützig.

Ansonsten wollen doch die Aktionäre Geld mit den Aktien verdienen und je mehr das ist, umso erfreulicher ist dies aus Sicht der Aktionäre.
Ich nenne es Zocken, wenn man Aktien an- und bei Kursgewinnen wieder verkauft.

19:23 von Sisyphos3

18:19 von hesta15
>>Es gibt nicht nur Gewinne am Aktienmarkt.<<

sind wir mal ehrlich
das Geld ist ja nicht weg
es hat eben nur jetzt ein anderer

Deswegen ist es für den, der das Geld vorher hatte, trotzdem ein Verlust, Sie Schlaumeier.

Die Dividende betrug 20 Cent pro Aktie

Die Dividende betrug lediglich 18 bzw. 20 Cent pro Aktie. Die meisten Aktionäre werden so wenig Aktien im Depot gehabt haben, dass der Verwaltungsaufwand für die Rückforderungen die Dividenden übersteigt.

Aber auch sonst erscheint mir die Idee des Insolvenzverwalters äußerst skurril. Wenn das durchgeht, könnte man sicherlich auch VW-Aktionäre für den Dieselskandal belangen.

20:14 von falsa demonstratio

Ich hoffe, sie unterstellen mir keine Falschbehauptung. Studiert habe ich nähmlich nicht. Habe mein Leben Lang mein Geld mit meiner Hände Arbeit verdient, bin also ungebildet.

20:18 von Margitt.

19:23 von Thomas D.

... Ansonsten wollen doch die Aktionäre Geld mit den Aktien verdienen und je mehr das ist, umso erfreulicher ist dies aus Sicht der Aktionäre. ...

Und welches Problem genau haben Sie damit?

Ich nenne es Zocken, wenn man Aktien an- und bei Kursgewinnen wieder verkauft.

Sie können das nennen wie Sie wollen, aber mir scheint, dass Sie den Sinn von Aktien nicht verstanden haben. Lassen Sie es sich doch mal erklären. Vielleicht verstehen Sie dann, warum es nicht sinnvoll ist, Aktien zu kaufen, wenn sie teuer, und zu verkaufen, wenn sie billig sind.

@AbseitsDesMainstreams - Financial Times

20:04 von AbseitsDesMainstreams:
"Wirecard ist nicht nur das Versagen der Aufsichtsbehörden, sondern auch das Versagen des kritischen Journalismus!"

Der Skandal wurde maßgeblich von der Financial Times aufgedeckt. Viele wollten nur nicht daran glauben... (ich zähle ebenfalls dazu).

Und warum wird das erst jetzt

Und warum wird das erst jetzt gemacht? Wie viele Milliarden haben wir den Banken hinterher tragen müssen? Wieviel der Lufthansa?
Als Aktionär ist man Besitzer des Ladens. Wer haftet, wenn nicht der Besitzer?
Es muss wieder in die Birnen rein, dass Aktien auch etwas mit Firmen zu tun haben und nicht ein selbstständiges Produkt sind.

20:28 von Barbarossa 2

... Studiert habe ich nähmlich nicht. Habe mein Leben Lang mein Geld mit meiner Hände Arbeit verdient, bin also ungebildet.

Ich überlege gerade, was der Grund sein könnte, das so herauszustellen.

Vor allem, wenn es genügt hätte zu sagen „Oh, sorry, da habe ich mich geirrt.“

Geld von Ihrer Hände Arbeit verdient? Eigentlich etwas, worauf man stolz sein kann.

@Geerdeter 20:06

„Börsengeschäfte sind für mich und auch viele andere Ottonormalverbraucher ein Buch mit sieben Siegeln. Deshalb lasse ich die Finger davon! Sollte manch anderer vielleicht auch so machen, dann ist das Geschrei am Schluss nicht omnipräsent.“

Das Problem ist, dass viele junge Leute heute gar keine andere Möglichkeit mehr zu einer angemessenen Alterssicherung haben (und das auch nur die „Einigermaßen-Verdiener“). Rente bringt wenig, Lebensversicherungen und Sparverträge haben sich erledigt, Rürup- und Riester waren schon immer Schwindel, Wohneigentum wird unbezahlbar und der deutsche Staat ist nicht bereit, von anderen europäischen Ländern zu lernen.
Früher wünschte man sich, in der Familie einen Handwerker, einen Arzt und einen Rechtsanwalt. Jetzt muss man um einen findigen, vertrauenswürdigen Finanzberater ergänzen.

@20:41 von Bender Rodriguez

"Als Aktionär ist man Besitzer des Ladens. Wer haftet, wenn nicht der Besitzer?"

Aber ähnlich der Geschäftsanteile eines Kommanditisten oder einer GmbH-Gesellschafters ist die Haftung des Aktionärs auf die Kapitaleinlage beschränkt. Aus gutem Grund: Man hat nur einmal im Jahr ein (recht geringes) Mitspracherecht bei Hauptversammlung. Haften muss deshalb der verantwortliche Vorstand für das operative Geschäft.

@Bender Rodriguez: "Wer haftet wenn nicht der Besitzer"

Falsch. Der Aktionär haftet mit dem Wert seiner Aktie, sonst gar nichts. Das ist der halbe Sinn juristischer Personen.

@20:18 von Margitt.

"Ich nenne es Zocken, wenn man Aktien an- und bei Kursgewinnen wieder verkauft."

Aber das ist doch vollkommen normal, dass man Aktien mit Gewinn verkaufen möchte. Oder soll man Aktien mit Verlust verkaufen? Und ein Investment in substanzhaltige Aktien mit Zukunft ist ganz sicher kein Zock.

@19:24 von werner1955

"Und die wurzel ist das persönlich Arbeit hoch besteuert wird und Dividenden nur ganz selten."

Sobald man über dem Freibetrag liegt, werden Dividenden immer besteuert. Darüber hinaus kauft man Aktien mit Geld, was man bereits versteuert hat, und bekommt eine Dividende aus dem Gewinn, den das Unternehmen bereits versteuert hat. Also ich finde hier hält der Staat schon genug die Hand auf.

@Grossfamilienberater: Wdhlg von Arthur Anderson?

Sprich: „Anderson Consulting“, welches nach einem Bilanztestierungsskandal untergegangen ist ...Nachfolger ist „accenture“ sehr gut vernetzt in PPP Projekten, zB BA.

Das jemand EY an den Karren fährt ist unwahrscheinlich. EY ist „systemrelevant“.

Ich finde es einfach nur peinlich das sich ein deutscher Bundeskanzler (Frau Merkel) für den Markteintritt eines betrügerischen Unternehmens in China stark gemacht hat.

Das hat dem Wirtschaftsstandort Deutschland sehr geschadet.

Ein Hoch auf die integren Investigativjournalisten der Financial Times London, die sich nicht haben von der BAFin einschüchtern lassen !

My nung

Bender Rodriguez: "Wer haftet wenn nicht der Besitzer"
Falsch. Der Aktionär haftet mit dem Wert seiner Aktie, sonst gar nichts. Das ist der halbe Sinn juristischer Personen."

Dann verstehe ich gar nicht, warum man AGs überhaupt helfen muss?

Mist gebaut. Umgegangen. Egal. Irgendeiner wird schon nachkommen. Is bei Handwerkern auch so.
Der, der umgeht, wird umgehend von der Konkurrenz ersetzt.

Man muss also das Gesetz ändern. Wer Geld abzieht, muss haften. Mit kompletten besitz, wenn es nötig ist. Mal sehen, wie hip Aktien dann noch wären.

Am 20. Mai 2021 um 20:28 von Barbarossa 2

Zitat: Ich hoffe, sie unterstellen mir keine Falschbehauptung. Studiert habe ich nähmlich nicht. Habe mein Leben Lang mein Geld mit meiner Hände Arbeit verdient, bin also ungebildet.

Klar unterstelle ich Ihnen eine "Falschbehauptung", aber natürlich keine böswillige, zumal ja der Volksmund so sagt wie sie es zitiert haben. Nur mit Ihrem Gesetzeszitat lagen Sie ziemlich daneben.

20:28 von Barbarossa 2

«Studiert habe ich nähmlich nicht. Habe mein Leben Lang mein Geld mit meiner Hände Arbeit verdient, bin also ungebildet.»

Das sind Sie natürlich nicht, sonst hätten Sie Ihr Leben lang gar nix auf die Reihe gekriegt, und zeitlebens auch nicht mit Ihrer Hände Arbeit Geld verdienen können.

Jura ist ein schwieriges Gebiet, und der Vater meiner Freundin (pensionierter Richter) kann einen schwindelig reden mit Juristerei. Komplexes Thema, aber sehr interessant.

Ich kann fast jeden mit Physikalischer Optik schwindelig reden als Diplom-Photoingenieur. Aber bei meiner kaputten Gastherme vor 3 Jahren konnte ich gar nix machen außer: "… is' kaputt …" zum Installateur sagen. Der hat den Kaputten nur angeguckt, hatte einen Tipp, warum der kaputt war … und er hatte Recht.

Meinen Haus & Hof Jurist kann man nicht mal Dübel kaufen gehen holen schicken ohne Furcht, er käme mit einem Kübel für Blumen zurück. Kann man ihm dann seine ganze Juristerei heimzahlen, wenn man ihm ein Bild aufhängt …

Wirecard war Staatsversagen mit Ansage

Zu groß die Freude in der Politik über den „nationalen Champion“ bei den FinTechs.

Und welche Blamage für die deutschen Behörden !

In den USA hätten die Chefs der SEC nach so einem Debakel freiwillig den Hut genommen und nicht erst auf politischen Druck hin.

Ärgerlich finde ich das unser Staat Normalbürger selbst bei kleinen Steuervergehen hart bestraft und es ein engmaschiges Kontrollnetz gibt, aber das bei diesem Milliardenbetrug der Staat beide Augen fest zugedrückt hat und sogar noch versucht hat das Aufdecken des Betrugs durch erzwungene Unterlassungserklärungen und Leerverkaufsverbote zu verhindern.

Warum ist das eigentlich keine Strafvereitelung im Amt ? Kann mir das jemand erklären oder liegt das wieder daran das Behörden und Beamte in Deutschland grundsätzlich nicht für ihr Tun und Unterlassen haftbar gemacht werden können?

21:11 von schabernack

Vielen Dank. Ihr Kommentar baut mich wieder auf.

@ Bender Rodriguez

Wie viele Milliarden haben wir den Banken hinterher tragen müssen?

Viele. Aber das waren Kredite.

Wieviel der Lufthansa?

Auch viele, aber ebenfalls Kredite.

Als Aktionär ist man Besitzer des Ladens. Wer haftet, wenn nicht der Besitzer?

Was meinen Sie mit haftet? Wenn der Aktienkurs bei Null ist, ist das Geld futsch. Mit mehr kann ein Aktionär nicht haften als mit dem Gegenwert seiner Aktien.

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