Kommentare

„Der Hobbygärtner baut diese alte Tomatensorte zum ersten Mal in seinem kleinen Garten an. Das Saatgut für den "Roten Heinz" hat Albrecht nicht in einem Geschäft gekauft. "Das gibt es im Handel (...) gar nicht zu kaufen". Er hat das Saatgut ausgeliehen, in einer Bibliothek“

Im Gegensatz zu den meisten anderen "Leihgaben" aber mit dem ausdrücklichem Recht zur "Vervielfältigung": „Das Prinzip dieser Saatgutbibliothek ist einfach: Saatgut mitnehmen, anbauen, ernten und dann das neue, getrocknete Saatgut zurückbringen"

„[Die] Bibliotheksleiterin ist überrascht, wie gut diese Bibliothek (...) bereits ankommt. "Als erstes waren die Gurkensamen weg". "Tomaten gehen natürlich auch immer und Bohnen, die kann man auch jetzt noch direkt im Beet aussäen." Neben den Saatgutpäckchen stehen Bücher, passend zum Thema. "Bis jetzt haben wir nur die Theorie verliehen, jetzt eben auch die Praxis dazu."

So kommt bei den dringend nötigen Bemühungen um Erhaltung der Artenvielfalt ein Schritt zum anderen.

Tolle Idee ! Die alten Sorten

Tolle Idee !
Die alten Sorten sind auch für mich interessant, ich habe aber nur ein Hochbeet und da passt nicht soviel rein. :-((

Tolle Sache!

Eine tolle Sache, diese Samenbiliothek.
Aber man sollte schon genau nachsehen, was man dann getrocknet zurück bekommt.
Ich kenne einen anarchistischen Hobbygärtner, der da begeistert mitmachen würde, aber nur um seine kruden Phantasien von obskuren Pflanzen zu befeuern.
Er experimentiert, so sagte er mir, in einem alten Gewächshaus hinten am Ende seines Gartens.
"Melonta tafta" sei seine scheußlichste Kreation, die rieche ziemlich übel und ziehe die Fliegen an. Botanisch handele es sich um eine Abart des "Fleißigen Lieschens", meinte er stolz zu mir, als er mir so eine Pflanze zeigte, die
aussah wie ein dünner, vertrockneter Kaktus.
Ich kann das aber nicht beurteilen.
Vielleicht ist es auch Angeberei, denn sein Lieblingsbuch ist "Der Nachtkauz", von Perucho, und ich glaube, er wäre gerne ein Dr. Frankenstein der Botanik.
Ich werde jedenfalls keinen Fuß in sein Gewächshaus setzen.
Und man sollte die zurückgegebenen Samen nicht ungeprüft in die Bibliothek aufnehmen.

Eine gute Sache finde ich,

allerdings benötigt man /frau ein gerüttelt Mass an grünem Daumen und Kampfeswillen, sich mit den gefrässigen kleinen Tierchen im Beet auseinanderzusetzen. Stuhlkreise helfen da aus eigener Erfahrung nicht. Selbst angebautes Gemüse schmeckt dann doch am Besten und wenn es möglich ist, selten gewordene Gemüsekulturen wieder zu reaktivieren, super!

Gute Idee

auch die alten Erdbeersorten waren gut, nur eben nicht für Transport, das ist jetzt ein Kriterium.
Auch wäre es schön wenn wieder alte Apfelsorten angepflanzt würden, ich fand den Gravensteiner immer sehr gut, als Beispiel.
Gibt viele alte Dinge die richtig gut geschmeckt haben, das es jetzt so etwas gibt, finde ich toll.

Kommt spät, aber hoffentlich

Kommt spät, aber hoffentlich nicht zu spät und wird, noch hoffentlicher, auch bald gut angenommen, um die alten Sorten, die nicht nur zur puren Quantität hin verzüchtelt wurden, wieder anzupflanzen und so viele Vorteile für unsere Gesundheit und die Natur z.B. mit ihren passenden Insekten wieder zurück zu bekommen.

Bibliotheken bieten Pflanzensamen auf Leihbasis

erinnert mich an das Leih und Pachtgesetz :-)
eines Roosevelts

wobei es mich schon interessieren täte
wie kontrolliert man als Institut, dass man das ausgeborgte zurückkriegt
ebenso dass die Qualität stimmt

Solch einen Roten Heinz wünschte ich mir auch.

Mein “Hochbeet“, das ist ein ca. 80 x 35 cm großer Kunststoffkasten auf 4 Beinen, drauf ein mit verschließbaren Öffnungen versehener hoher Deckel.

Immerhin wucherte letztes Jahr mehr Salat darin als ich alleine essen konnte, so fiel für den Nachbarn noch etliches ab.

Die einzige Tomate gedieh in einem großen Keramiktopf. Leider hatte sie kaum Geschmack, aber gut gewürzt ging's, entweder scheibenweise auf dem Käsebrot oder auch im Pfannengemüse.

Ich wünschte mir wieder eine nach Tomaten schmeckende Sorte und nicht dieses rot verpackte Wasser aus dem Supermarkt.

Tolles Projekt - allzu verkürzte Information zu Hybriden

Danke für den Artikel zu diesem interessanten Projekt!

Unklar bleibt aber, warum der Anbau von Hybriden zur Abhängigkeit von Saatgutkonzernen führen soll. Man kann auch Hybride wieder anpflanzen. Sie sind in den meisten Fällen der reinen Sorte unterlegen (denn die Sorte wurde ja meist für ihre guten Eigenschaften gezüchtet)... in seltenen Fällen aber sogar überlegen (und genau das ist Zucht).

Ein Kompliment. Eine gute

Ein Kompliment. Eine gute Idee. Industrielles Saatgut, auch für den Garten,, wird nicht nur immer teurer sondern um es selbst wieder zu verwenden immer schlechter. Seit eh und jäh sähe immer mein eigenes Saatgut.
Vielleicht eine Idee, in einigen Ländern Südosteuropas wird noch immer das eigene alte Saatgut verwendet. So habe ich über 15 Jahre in Rumänien gelebt und auch nebenbei eine Landwirtschaft gehabt. Ich habe mich immer das Saatgut auf den Dörfer besorgt, wobei dies nach Einwohnerstruktur verschieden war. Die Siebenbürgner, also die Deutschen, hatten eine andere Auswahl wie die Serbische Minderheiten, die Rumänen, sie nennen diese Gegend Ardeal arbeiteten zum Teil nur mit altem Saatgut. Wie auch die Ungarn.
Mann kann es ja auch gut verschicken in einem Kuvert. Ich wünsche die Damen und der Herr viel Erfolg.

14:01 von ich1961

ein grosser kübel mit viel scherben unten wegen dem schwerpunkt ist besser. ich habe aufgegebn als mein grosser luchia 3er trog vom wind weggeweht und 2 von dreie tomatenstauden gebrochen sind. ganz tolle tomaten als alte sorte sind die tasty tom versuch die mal irgendwo als samen oder jungpflanze zu bekommen

Schön, dass es solche Initiativen gibt

Bei der Recherche habe ich so etwas für meine Stadt nicht gefunden. Gut angesiedelt wäre eine Saatgutbibliothek m.E. an der örtlichen Hochschule für Agrarwissenschaften. In den letzten Jahren haben sich die Tomaten in meinem Garten selbständig ausgesät und die Pflanzen sind bei idealen Freilandbedingungen üppig gewachsen. Dieses Jahr könnte es zu kalt und nass dafür sein. Freue mich aber, wenn die Wasserspeicher endlich wieder aufgefüllt werden.

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