Ihre Meinung zu: Großbritannien erkennt Gefühle bei Tieren gesetzlich an

9. Mai 2021 - 18:31 Uhr

Wirbeltiere können fühlen, sie empfinden Freude, Leid und Schmerzen. Das weiß man inzwischen. Großbritannien aber will das jetzt auch gesetzlich festschreiben. Damit sollen die Strafen für Tierquälerei härter werden.

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Kommentare

Motivation

"Kritiker sind der Ansicht, dass Johnson sich vor allem wegen persönlicher Ansichten seiner Verlobten Carrie Symmonds für Tierrechte stark mache."

Das Johnson Tierrechte stärkt ist für einige sicher sehr "problematisch" um in deren Terminologie zu bleiben.
Die richtige Politik darf man keinesfalls den falschen Leuten überlassen ;-)

noch mal drübergehen, bitte

Viele dieser Änderungen - wie das Exportverbot für lebende Tiere - seien erst durch den Austritt Großbritanniens aus der EU möglich geworden, behauptete er [Minister Eustice].

Durch das Verb "behaupten" wird impliziert, dass dies nicht den Tatsachen entspricht. Da hätte ich dann schon gern Informationen, ob dem nun so ist oder nicht. Soviel Material sollte der Redaktion doch wohl vorliegen, um das zu überprüfen.

Kritiker sind der Ansicht, dass Johnson sich vor allem wegen persönlicher Ansichten seiner Verlobten Carrie Symmonds für Tierrechte stark mache.

Und selbst wenn: gäbe das dem Vorhaben irgendetwas illegitimes? Wenn die Kritiker keine anderen Argumente haben, sollten sie tunlichst schweigen.

Simple Tatsachenfeststellung

„Wirbeltiere haben Gefühle - das will Großbritannien gesetzlich verankern“

Gefühle haben die auch ohne gesetzliche Verankerung. Und ignoriert wird das leider trotzdem immer wieder.

Wer schon einmal …

… ein Haustier hatte und dabei vielleicht sogar eine engere Bindung zu dem Tier entwickelte weiß, dass das Fühlen von Tieren dem des Menschen nicht grundverschieden ist. Deshalb begrüße ich das Gesetz sehr und wundere mich, dass die EU nichts vergleichbares vorzuweisen hat - soviel ich weiß.
>>Kritiker sind der Ansicht, dass Johnson sich vor allem wegen persönlicher Ansichten seiner Verlobten Carrie Symmonds für Tierrechte stark mache.<<
Die Motivation von Herrn Johnson ist mir in diesem Zusammenhang völlig egal: wichtig ist, dass das Richtige geschieht und nicht durch wen und warum.

um 18:59 von Olivia59

Motivation
"Kritiker sind der Ansicht, dass Johnson sich vor allem wegen persönlicher Ansichten seiner Verlobten Carrie Symmonds für Tierrechte stark mache."

Das Johnson Tierrechte stärkt ist für einige sicher sehr "problematisch" um in deren Terminologie zu bleiben.
Die richtige Politik darf man keinesfalls den falschen Leuten überlassen ;-)
------------
Die Logik ihres Kommentares verstehe ich nicht.
Richtige Politik wird doch nicht falsch, auch dann nicht, wenn die handelnde Person mir nicht genehm ist.

Na und? In Deutschland gilt ein Tier als Sache

Tierquälerei ist natürlich nicht erlaubt. Aber das ändert nichts daran, dass Tiere juristisch „Sachen“ sind. Wenn jemand ein Wirbeltier zu Tode quält oder verhungern lässt, sind die Strafen entsprechend milde.

Vor allem im Scheidungsrecht treibt die Justiz manchmal Blüten: „Wer bekommt den Familienhund?“

Das Tierwohl spielt in der Rechtsprechung weiterhin keine Rolle.

Dabei ist es garnicht so sicher das zB Delphine weniger intelligent sind als die Menschen. Auf die „Kultur“ sollten sich Menschen nicht so viel einbilden. Zum einen dauert es bis zu 6.000 Jahren bis sich zB eine mathematisch-logische phänotypische Begabung genetisch manifestiert.
Zum anderen ist garnicht ausgemacht, dass die „Intelligenzbestien“ unter den Menschen überhaupt evolutionäre Vorteile genießen.

Intelligenzforscher sind zT. der Meinung das die Menschen aufgrund des Verlusts manueller Fertigkeiten sukzessive immer dümmer werden. Ironischerweise glauben viele Mitmenschen das die IT Intelligenz fördert ...

19:02 von frosthorn

Das ich mal ihrer Meinung bin, hätte ich nicht für möglich gehalten.

Keine Tiertransporte über 50 km

Ich wäre sehr erleichtert, wenn die EU alle Transporte von Nutztieren über 50 km verbieten würde. Außer zum Zweck der Zucht.

19:12 von Nettie

Simple Tatsachenfeststellung
„Wirbeltiere haben Gefühle - das will Großbritannien gesetzlich verankern“

Gefühle haben die auch ohne gesetzliche Verankerung. Und ignoriert wird das leider trotzdem immer wieder.

Herzlichen Dank, Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund.

18:59, Olivia59

>>Motivation
"Kritiker sind der Ansicht, dass Johnson sich vor allem wegen persönlicher Ansichten seiner Verlobten Carrie Symmonds für Tierrechte stark mache."

Das Johnson Tierrechte stärkt ist für einige sicher sehr "problematisch" um in deren Terminologie zu bleiben.
Die richtige Politik darf man keinesfalls den falschen Leuten überlassen ;-)<<

Solange die falschen Leute nicht versuchen, richtige Politik für ihre falsche Agenda zu instrumentalisieren, habe ich keinerlei Probleme damit, wenn falsche Leute auch mal richtige Politik machen. Da bin ich Pragmatiker.

@ 19:02 von frosthorn

"Durch das Verb "behaupten" wird impliziert, dass dies nicht den Tatsachen entspricht. Da hätte ich dann schon gern Informationen, ob dem nun so ist oder nicht."

Würde mich auch interessieren. Ansonsten könnte man meinen, hier wird versucht ein Vorteil des EU-Austritts infrage zu stellen.

"Und selbst wenn: gäbe das dem Vorhaben irgendetwas illegitimes? Wenn die Kritiker keine anderen Argumente haben, sollten sie tunlichst schweigen."

Volle Zustimmung. Wenn schon kein berechtigtes Lob, besser Mund halten.

Das Gesetz klingt gut. Wie sieht es mit der Umsetzung aus?

"Wirbeltiere können fühlen, sie empfinden Freude, Leid und Schmerzen."
> Das ist ein bisschen sehr allgemeingültig, oder? Den freudigen Frosch oder die depressive Schlange kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

"Auch die Tötung von Schweinen durch Vergasung mit Kohlendioxid soll beendet werden."
> In Deutschland wird vor dem Kehlschnitt ein Bolzenschussgerät angesetzt. Dagegen erscheint mir die Variante mit dem CO2 sehr viel freundlicher.

Ich hoffe, dass es die Briten ernst meinen und nicht so eine Klöcknersche Luftnummer herauskommt, auf der Tierwohl draufsteht und noch mehr Kastenhaltung drin ist.

19:02 von frosthorn

//***Kritiker sind der Ansicht, dass Johnson sich vor allem wegen persönlicher Ansichten seiner Verlobten Carrie Symmonds für Tierrechte stark mache.***

---

Und selbst wenn: gäbe das dem Vorhaben irgendetwas illegitimes? Wenn die Kritiker keine anderen Argumente haben, sollten sie tunlichst schweigen.//

Danke für Ihre kritischen Anmerkungen. Ich bin gerade wieder im Begriff mich wegen dieses "Kritiker sind der Ansicht..." aufzuregen. Der Grund: Hier bei uns wurde gerade wieder in zweiter Instanz ein abstruses Urteil gefällt. Ein Pilot hatte mit einer Schrotflinte auf die Katze des Nachbarn geschossen. Ein Projektil war stecken geblieben. In erster Instanz galt das noch als Tierquälerei, in der zweiten war es dann nur noch "Sachbeschädigung".

Wir sollten uns wahrlich im buchstäblichen Sinne um unsere "Sachen" kümmern. Und das schnell. Das Tierschutzgesetz auf der einen Seite und die "Sache" Tier auf der anderen passen nicht zusammen.

Wenn das Tierwohl nachhaltig

Wenn das Tierwohl nachhaltig gesetzlich verankert wird mit nachprüfbaren und einklagbaren Konsequenzen, wäre es das beste, was Boris Johnson in seiner Amtszeit auf die Beine gestellt hat. Ich hoffe, es zeigt auch Wirkung bei der Massentierhaltung und manchen Tötungsprozeduren, und nicht zuletzt bei so unsinnigen Ritualen wie der Fuchsjagd, die in Nordirland immer noch erlaubt ist und absurderweise als Sport gilt. Im Jahre 2015 wurde eine geplante Lockerung dieses seit 2004 verbotenen tierquälerischen Unsinns durch Cameron aufgrund massiver Proteste von Tierschützern erst in letzter Minute von der Tagesordnung genommen. Die schottischen Grünen haben sich vor den jüngsten Regionalwahlen in Schottland klar gegen die dort ebenfalls noch bestehenden Schlupflöcher der Fuchsjagd ausgesprochen.

19:02 von frosthorn

«Viele dieser Änderungen - wie das Exportverbot für lebende Tiere - seien erst durch den Austritt Großbritanniens aus der EU möglich geworden, behauptete er [Minister Eustice].»

«Durch das Verb "behaupten" wird impliziert, dass dies nicht den Tatsachen entspricht. Da hätte ich dann schon gern Informationen, ob dem nun so ist oder nicht. Soviel Material sollte der Redaktion doch wohl vorliegen, um das zu überprüfen.»

Es ist doch schon immer so, dass auch EU-Mitgliedsländer selbst entscheiden können, was sie exportieren wollen … oder auch nicht. Anders sieht es aus bei Importbeschränkungen aus anderen Lädern der EU. Das kann man nicht so mal eben untersagen, hat man gemeinsamen Handelsstandards mal zugestimmt.

Auch Strafen für "Tierquälerei" kann doch jedes Land selbst festlegen,
wie streng sie sein sollen.

«[Tierrechte] Und selbst wenn:
gäbe das dem Vorhaben irgendetwas illegitimes?»

Und wären es die kleinen Kinder von BJ + deren Freunde gewesen.
Gut wäre es auch dann …

//Kritiker sind der Ansicht,

//Kritiker sind der Ansicht, dass Johnson sich vor allem wegen persönlicher Ansichten seiner Verlobten Carrie Symmonds für Tierrechte stark mache//

Für eine Nachricht sind solche Formulierungen unterste Schublade. So stelle ich mir 'Berichterstattung' in "Bild der Frau" oder ähnlichen Käseblättern vor.

Tierschutzgesetze

Hut ab Mr. Johnson!
Es ist höchste Zeit, dass Tierschutzgesetze in Deutschland ebenfalls hinterfragt und geändert werden.

@19:25 von Deutscher Arbeiter

Das würde die derzeitige Infrastruktur der Fleischversorgung besonders mit billigem Schweinefleisch kolossal verändern. Das wird regionale kleinere Mastbetriebe und Schlachthöfe bedeuten. Hand in Hand damit wird es ein verändertes Ernährungsverhalten mit sich bringen (müssen), auch weil Fleisch dann schlicht teurer wird.
Alles in allem: viele Vorteile und richtige Entwicklungen.

@19:15 von hesta15

"Olivia: >>Das Johnson Tierrechte stärkt ist für einige sicher sehr "problematisch" um in deren Terminologie zu bleiben.
Die richtige Politik darf man keinesfalls den falschen Leuten überlassen ;-)<<
------------
Die Logik ihres Kommentares verstehe ich nicht.
Richtige Politik wird doch nicht falsch, auch dann nicht, wenn die handelnde Person mir nicht genehm ist."
Natürlich. Das war auch nur ein subtiler Wink an "Kritiker", dass die Metaebene, die sich in diesem Fall um die "moralischen" Meriten dreht, die sich mit dieser Politik verdienen lassen, nicht wichtiger sein sollten als der Politikgegenstand selbst. User fathaland slim hat das als "Pragmatiker" gut erkannt und gewichtet.

Wir haben bei dem Thema

Wir haben bei dem Thema enormen Nachholbedarf.

"Quäle Tiere nie im Scherz...

... denn sie fühlen wie du den Schmerz."
Ich habe diesen Satz als Kind gelernt, von meiner Oma. Und die war Jahrgang 1920. Daher frage ich mich allen Ernstes, wo hier die neue Erkenntnis liegt. Aber anscheinend haben erst jetzt einige festgestellt, dass Tiere tatsächlich Gefühle haben. Erstaunlich.

Lebendtiertransporte sind

Lebendtiertransporte sind völlig sinnlos. Gehört direkt und ersatzlos gestrichen. Ist auch logistisch völlig sinnbefreit, das ganze Tier zu transportieren, wenn man später nur die Hälfte braucht. Meine Güte, dann wird Tiroler Speck oder Serano halt teurer. Und? Gibts halt mehr Katenschinken.
Schwarzwälder Schinken kann man übrigens überall machen. Man braucht lediglich den Ofen oder das Holz aus dem Schwarzwald.

Am 09. Mai 2021 um 19:17 von Möbius

Zitat: Aber das ändert nichts daran, dass Tiere juristisch „Sachen“ sind.

In § 90a BGB heißt es : "Tiere sind keine Sachen."

Zitat: Wenn jemand ein Wirbeltier zu Tode quält oder verhungern lässt, sind die Strafen entsprechend milde.

Immerhin kann es Knast bis zu drei Jahren geben.

Zitat: Vor allem im Scheidungsrecht treibt die Justiz manchmal Blüten: „Wer bekommt den Familienhund?“

Es nicht die Justiz, die Blüten treibt, sondern die Ehegatten. Die Justiz muss nur Lösungen für die Streitgkeiten finden. Die Streitgkeiten sind ein Zeichen dafür, wie sehr die Tiere geschätzt werden.

grossbritannien-erkennt-gefuehle-bei-tieren-gesetzlich-an

Hallooo, liebe Anna-Elisabeth, ich bin absolut Ihrer Ansicht, dass das Tierschutzgesetz auf der einen Seite und die "Sache" Tier auf der anderen nicht zusammenpassen.

Es fehlt noch : (Sie schrieben -->"PILOT", hat er von einem Flugzeug heraus geschossen ???)
Falls der Mann in der unmittelbaren Nähe von Häusern geschossen hat, so ist dies jedenfalls bereits strafbar !!!
Völlig klare Gesetzeslage : siehe Jagdrecht.

Gute Nachrichten

Warum haben wir nicht schärfere Tierschutzgesetze?

vom Grundgedanken her zu begrüßen aber

als leidenschaftlicher Angler und Reptilien Halter bin ich fest davon überzeugt das Fische genau wie Reptilien außer Schmerzempfinden, keine Gefühle haben und denken is da auch nicht viel, sind beide nur Trieb und Reflex gesteuert. Ich denke der Begriff Wirbeltier ist da bei "Gedanken und Gefühle" zu weit gefasst. Säugetiere und Vögel trifft das meiner Meinung nach besser. Was nicht heißen soll das man den anderen unnötig Schaden zufügen sollte. Ich denke für diese Nachweislich denkenden Wesen sollten auch bei uns die Gesetze in Richtung mehr Respekt vorm Tier(nicht der Sache) geändert bzw. angepasst werden.

Tiere und Gefühle

Als Kind hatte ich ein schreckliches Erlebnis.
Wir hatten immer Katzen zu Hause, aber irgendwann hatten die Eltern beschlossen, dass ihnen das zuviel wird. Vor allem wegen der vielen Katzenhaare.
Es gab in unserer Straße Kanalbauarbeiten und die Bauarbeiter waren meinen Eltern schon bekannt.
Eines Tages wurden unsere 3 Katzen in einen Kartoffelsack gesteckt und in die Baugrube geworfen, dann kam die Baggerschaufel...
Ich habe die Katzen immer sehr geliebt und sie kuschelten sehr gerne mit mir, ich lehnte mich aus dem Fenster und schrie immer wieder " ihr Mörder" - umsonst.
Ich wurde beschimpft und dann noch besonders gedemütigt, als man mich zwang, den Bauarbeitern als "Dank" Schnäpse auf einem Tablett zu servieren.
Ich war damals etwa 10 Jahre alt, aber diesen Tag habe ich nie vergessen.
Schützt endlich die Tiere vor uns Menschen.

Ich bin überzeugt, ...

... dass sehr viele Denkanstöße zu Gesetzesänderungen oder -entwürfen entstehen durch persönliche Betroffenheit oder Erfahrungen.

Insofern spielt es überhaupt keine Rolle, woher Johnson die Idee hat, Hauptsache, er setzt sie ordentlich um.

Und in einem Land wie dem unseren, wo es seit Jahren in jedem Wahlkampf heißt „Wir haben verstanden“ sollten Tierwohl und Tierschutz endlich den Rang bekommen, den sie so dringend brauchen.

@19:30 von Nachfragerin

//"Wirbeltiere können fühlen, sie empfinden Freude, Leid und Schmerzen."
---
> Das ist ein bisschen sehr allgemeingültig, oder? Den freudigen Frosch oder die depressive Schlange kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.//

Sie kennen aber sicher den Spruch." Quäle nie ein Tier zum Scherz...."

Habe mal schnell bei Googel kopiert : ***Reptilien haben alle anatomischen und physiologischen Voraussetzungen um Schmerzen zu empfinden. Dabei ist davon auszugehen, dass alle Abläufe in der Schmerzweiterleitung und -empfindung identisch zum Säugetier und damit zum Menschen sind.***

Und warum sollten diese Viecher nicht auch angesichts einer guten Mahlzeit Freude oder zumindest Wohlbehagen empfinden und bei Hunger oder Kälte leiden?

Heimtiere, Nutztiere, Zootiere müssen alle gleich

behandelt werden. Wir haben schon vor Jahren den Tierschutz in das GG geschrieben.
Dennoch hat sich bei der Nutztierhaltung nichts substantiell geändert. Wenn wir ein Tier nutzen schulden wir ihm sogar mehr Respekt und Dankbarkeit, als einem Heim-oder Zootier. Nutztiere sollten - genau wie Zootiere - nur von Tierpflegrn betreut werden dürfen, alternativ von Landwirten, Fachrichtung Tierproduktion. Die Ausbildung von Landwirten muß den Schwerpunkt Tierwohl in der Nuttierhaltung als Fachbereich etablieren. Damit sich Tierwohl lohnt, muß der Verbraucher mehr bezahlen. Wie bekommen wir ihn dazu? Wir verpflichten die Hersteller, alle Produkte (bis in die letzte Verarbeitungsstufe) mit Etiketten zu versehen, die mit Bildern zeigen, wie die im Produkt genutzten Tiere gehalten wurden - ähnlich den Schockbildern bei Zigaretten.
Das gilt für alle Produkte, egal aus welchem Land. Dann wird sich das Problem von selbst lösen, denn der Vrbraucher wir die Produkte mit den netten Bildern nehmen.

@20:03 von Thomas D

//Tierwohl und Tierschutz endlich den Rang bekommen, den sie so dringend brauchen.//

Dass beides diesen Rang noch nicht hat, zeigt m.E. deutlich, welches Verhältnis wir zur Natur bzw. zu unserer Umwelt haben. Kein Respekt - nur Besitzdenken.

Am 09. Mai 2021 um 20:03 von Thomas D.

Zitat: sollten Tierwohl und Tierschutz endlich den Rang bekommen, den sie so dringend brauchen.

Immerhin hat der Tierschutz in Deutschland Verfassungsrang.

Allerdings hapert es nach wie vor an der einfachgesetzlichen Umsetzung.

Ich rechne damit das die zuständige Ministerin nach den Wahlen nicht mehr in Amt sein wird. Hoffentlich wird es dann besser.

um 19:30 von Nachfragerin

,,Das Gesetz klingt gut. Wie sieht es mit der Umsetzung aus?
"Wirbeltiere können fühlen, sie empfinden Freude, Leid und Schmerzen."
> Das ist ein bisschen sehr allgemeingültig, oder? Den freudigen Frosch oder die depressive Schlange kann ich mir irgendwie nicht vorstellen..."

Blaumeisisch verstehe ich zwar nicht, sprechen wird wohl auch nicht gehen, da mein Stimmbruch über 45 Jahre her ist. Aber gestern hat sie wieder unter dem Kirschbaum gezwitschert im kieselgefüllten Bassin — das sah nach Glück aus ums Schnäbelchen, auch weil sie Erste war vor der Amsel, die das Ding in drei Minuten trockenlegt. Auch eine Wühlmaus, der ich im letzten Sommer Rotwein zur Begrüßung anbot und das nicht zu knapp, wurde ziemlich sauer und guckte mich unversöhnlich an aus dem feuchten Gang, als plante sie mein Verderben. Ich konnte sie verstehen, im Trocknen, im Rosenduft Gefühle der Überlegenheit zurück drängend. Und das Verderben kam.

20:03 von harpdart

also in meiner Jugend wäre das die absolute Ausnahme gewesen.
Da haben Kinder Löwenzahl und Gras gesammelt damit die Hasen gefüttert
die irgendwann im Beisein der Kinder geschlachtet wurden

Zitat : "Ich wurde beschimpft und dann noch besonders gedemütigt, "
sie müssen ja ne furchtbare Kindheit erlebt haben ....

20:00, Koray

>>Warum haben wir nicht schärfere Tierschutzgesetze?<<

Die Frage stellt sich mir, seit ich denken kann. Seitdem sind wir auch schon ein wenig vorangekommen. Aber natürlich nicht genug. Wenigstens haben Tiere Lobbyorganisationen, die für sie kämpfen. Angefangen mit dem Tierschutzverein, den es ebenfalls schon gibt, solange ich mich erinnern kann. Aber Lobbyarbeit funktioniert oft nicht so, wie sich das viele vorstellen. Die Lobby der Fleischindustrie ist jedenfalls auch nicht zu unterschätzen.

@20:03 von harpdart

//Ich war damals etwa 10 Jahre alt, aber diesen Tag habe ich nie vergessen//

Diese Geschichte kann ich jetzt auch nicht mehr vergessen.

@Deutscher Arbeiter

"Keine Tiertransporte über 50 km" Am 09. Mai 2021 um 19:25 von Deutscher Arbeiter

*

Da bin ich ganz bei Ihnen.

Soweit ich weiß ist das Problem dabei, dass die Tiere unter bestimmten - auch hygienischen - Bedingungen geschlachtet werden müssen.
Die neuen Schlachtereien sind so eingerichtet, dass sie bei zu geringerer Auslastung unrentabel wären. Sogar die Tiere müssen mit einem bestimmten Schlachgeweicht ankommen, damit das Schlachten reibungslos verläuft.
Aus diesem Grund haben die kleineren Schlachthöfe, die "in der Nähe" lagen, geschlossen.

Eine Freundin, deren Familie seit Generationen ein Bauernhof besitzt, meine dass man früher auch auf dem Bauernhof auf dem Hof schlachten konnte. Auch für Kunden.

19:25 von Deutscher Arbeiter

das wäre jetzt mal ein sinnvoller Vorschlag !

Strafen für Tierquälerei härter werden.

Danke.
Das ist gute Politik ohne die EU Bürokraten.

@ Möbius

Das Tierwohl spielt in der Rechtsprechung weiterhin keine Rolle.

Für Großbritannien und für Deutschland ist diese Aussage meines Erachtens oberflächlich und falsch.

@ -ohne Worte-

... als leidenschaftlicher Angler und Reptilien Halter bin ich fest davon überzeugt das Fische genau wie Reptilien außer Schmerzempfinden, keine Gefühle haben ...

Das sehe ich völlig anders. Angeln finde ich barbarisch und tierquälerisch. Außerdem würde ich nie einen Fisch essen.

20:21 von fathaland slim

Wenigstens haben Tiere Lobbyorganisationen, die für sie kämpfen.
---
das ist wahr
der Tierschutzbund hat 800.000 Mitglieder
der Kinderschutzbund 50.000
nur mal so zur Prioritätensetzung in unserer Gesellschaft

20:00, -ohne Worte-

>>als leidenschaftlicher Angler und Reptilien Halter bin ich fest davon überzeugt das Fische genau wie Reptilien außer Schmerzempfinden, keine Gefühle haben und denken is da auch nicht viel, sind beide nur Trieb und Reflex gesteuert.<<

Ist Schmerz denn kein vollwertiges Gefühl? Oder meinen Sie, wären Sie beispielsweise ein Komodowaran, dann wären Sie dankbar, daß Sie wenigstens Schmerz empfinden könnten, wenn schon andere Gefühle nicht drin sind?

Ich glaube, daß wir uns als Menschen in ein Säugetier eher hineinfühlen können als in einen Stichling oder eine Blindschleiche, das liegt daran, weil Säugetiere uns einfach verwandtschaftlich näher stehen. Wir haben mit denen einfach mehr Gene gemeinsam als mit einem Hering.

Von einem Regenwurm gar nicht zu reden.

@melancholeriker - Können Fische leiden?

20:19 von melancholeriker:
"Blaumeisisch verstehe ich zwar nicht [...]"

Das macht nichts. Es reicht mir, wenn Sie mich verstehen würden. :)

Deshalb ein zweiter Anlauf:
Im Artikel ist von Wirbeltieren die Rede. Das sind neben den Warmblüter wie Säugetieren und Vögel auch Amphibien, Reptilien und Fische. Ich glaube mich zu erinnern, dass diese letzten drei Gruppen keine Emotionen empfinden können. Daher halte ich den Begriff "Wirbeltiere" für etwas zu weit gegriffen. (Vor unnötigen Qualen sollten natürlich auch diese Tiere geschützt werden.)

20:03, harpdart

Was für eine entsetzliche Geschichte.

Manchmal könnte ich an der Menschenliebe verzweifeln. Alldieweil Menschen ja auch mühelos imstande sind, ähnliches miteinander zu tun.

20:03 von harpdart

Ja, damals hat man nicht über Kastration der Tiere nachgedacht und die Katzen vermehrten sich schneller, als es einem lieb war und das überall. Das kenne ich auch noch von meinen Großeltern.
Wir Kinder fanden die Jungtiere auch immer süß, aber wie viele davon soll man denn haben? Irgendwann ist gut.

Ehrlich gesagt hatten Ihre 3 Katzen wenigstens einen schnellen Tod. Bei meinen Großeltern kamen die Jungtiere in einen Sack mit Steinen und wurden in den Fluss geworfen. Das fand ich als Kind auch traurig.
Aber Ihren Ärger, der bis heute noch andauert kann ich nicht nachvollziehen.
Wenn irgendjemand die Katzen hätte haben wollen, dann hätte Ihre Eltern sie weggegeben. Offensichtlich hatte damals jeder genug Katzen.

Und wenn sich einige darüber Ärgern: Mäuse sind Futtertiere, diese tötet man auch. Ich sehe da keinen Unterschied zu Katzen. Zumal zu viele Katzen die geschützten Vogelarten dezimieren und das darf absolut nicht sein.

Konsequent zu Ende gedacht

muss man auch an die Schlachtung von Nutztieren denken. Dazu gehoehren auch die Fischfangmethoden.

Schaechten und halal Schlachtung ohne Betaeubung werden sehr fraglich.

Bei EU konformen Schlachtungen bleibt die Frage, was Tiere empfinden, bevor Sie betaeubt werden.

Vegetarisch Leben ist dann auch keine Loesung,

Biofleisch

Wenn wir die gesamte Fleischproduktion auf Biofleisch umstellen würden, könnten wir Tiere halten ohne sie zu quälen und müssten eben wesentlich weniger Fleisch essen, weil es entsprechend teurer wäre. Für uns Menschen wäre das außerdem gesünder.

>>Wirbeltiere können fühlen,

>>Wirbeltiere können fühlen, sie empfinden Freude, Leid und Schmerzen.<<

Ich füge einfach mal hinzu: Liebe, Dankbarkeit und Eifersucht. Und mehr...

Ich saß vor Jahren mit meinem Freund an einem See am Stadtrand auf einer Bank. Ich rauchte eine Zigarette, die Asche fiel auf den Boden als ein Erpel erwartungsvoll auf uns zueilte. Ich ahnte, dass er Futter erwartete und hatte deshalb die nächste Asche neben der Bank abgeschüttelt. Der Erpel watschelte hin, kam zurück, biss einmal kräftig in meinen Schuh, drehte sich um und watschelte beleidigt davon. Jetzt kann jeder für sich interpretieren, welches Gefühl der Erpel da zum Ausdruck gebracht hatte. Mein Freund lachte und sagte nur: "Ist ja nicht zu fassen!"

P.S.: Für die Zigarettenkippen hatte ich immer einen Taschenaschenbecher dabei.

@ Am 09. Mai 2021 um 20:03 von harpdart

Ihre Geschichte ist ja an Grausamkeit kaum auszuhalten, wenn ich mich in ihre Lage als Kind versetze. Man hätte ihnen doch wenigestens den Akt ersparen können, den Sie miterleben mussten. Und die Beschimpfungen und Demütigung danach setzen dem Ganzen noch die Krone auf.
So etwas tut man doch einem Kind nicht an. Und selbstverständlich auch nicht dem Tier. Wenn Sie zuviel haaren, ab damit in die Grube, schändlich & verwerflich. Ich bin echt entsetzt.

20:19, Sisyphos3

>>20:03 von harpdart
also in meiner Jugend wäre das die absolute Ausnahme gewesen.
Da haben Kinder Löwenzahl und Gras gesammelt damit die Hasen gefüttert
die irgendwann im Beisein der Kinder geschlachtet wurden

Zitat : "Ich wurde beschimpft und dann noch besonders gedemütigt, "
sie müssen ja ne furchtbare Kindheit erlebt haben ....<<

Ich glaube, zwischen dem Schlachten eines Tieres zu Speisezwecken und dem Wegwerfen von Lebewesen, derer man überdrüssig geworden ist, besteht ein kleiner Unterschied. Der auch für ein Kind nicht völlig unverständlich ist.

Was der Mitforist erlebt hat, war der Versuch einer Erziehung zur Herzlosigkeit. Offensichtlich zum Glück ein erfolgloser Versuch.

@iforkanzlerin

"Damit sich Tierwohl lohnt, muß der Verbraucher mehr bezahlen" Am 09. Mai 2021 um 20:14 von iforkanzlerin

*

Sie haben anscheinend keine Ahnung davon, wie viel Fleisch exportiert wird.
Was nützt das, wenn hier die Verbraucher mehr bezahlen?

Auch werden Tiere quer durch Europa gekarrt, damit sie in Deutschland geschlachtet werden und das Fleisch "Made in Germany" besser verkauft werden kann.

@ Am 09. Mai 2021 um 20:19 von Sisyphos3

>>also in meiner Jugend wäre das die absolute Ausnahme gewesen.
Da haben Kinder Löwenzahl und Gras gesammelt damit die Hasen gefüttert
die irgendwann im Beisein der Kinder geschlachtet wurden<<

Die Geschichte kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Max, unser deutscher Riese (6kg), das Lieblingskarnickel all der Kinder unserer Familie. Gestreichelt, liebkost, geliebt bis zur Extase.
Und dann als Braten auf´m Tisch.
Aber gegessen wurde er nur von den Eltern. Kein noch so nettes Zureden, keine noch so starke Drohung konnte uns dazu bringen ihn uns einzuverleiben.
Sehr tragische Geschichte für uns Kinder damals.

20:19 von Sisyphos3

@harpdart

«…meine Jugend … das die absolute Ausnahme … Kinder Löwenzahl & Gras gesammelt … die Hasen gefüttert … die irgendwann im Beisein der Kinder geschlachtet wurden … Sie … furchtbare Kindheit …»

Es ist ja auch was vollkommen anderes, ob man "Schlachttiere" zum Essen schlachtet, und auch schon Kindern beibringen will, dass das tote Tier auf demTeller auch mal gelebt hat, und wie eine Schlachtung gemacht wird.

Was für ein himmelweiter Unterschied zu Katzen in den Sack stecken, und dann in der Baugrube lebendig begraben. Man kann nichts anderes vermuten, als dass Sie zeitlebens alle Möglichkeiten absichtlich gschwänzt haben, wo man hätte lernen können, was der Unterschied ist zw. realem Vergleich und Mumpitz mit Sahne in Buchstabenform.

@harpdart = "furchtbare Kindheit".
Was für eine Schlussfolgerung mit Hammer.

Ich war ähnl. alt wie 10 J., als der neugierige Panz mal sehen wollte:
Bauernhof / Bayern / Urlaub, wie ein Kalb geschlachtet wird.
Gar keine schöne Erinnerung !

@20:21 von fathaland slim 20:00, Koray

//Angefangen mit dem Tierschutzverein, den es ebenfalls schon gibt, solange ich mich erinnern kann. Aber Lobbyarbeit funktioniert oft nicht so, wie sich das viele vorstellen. Die Lobby der Fleischindustrie ist jedenfalls auch nicht zu unterschätzen.//

Ich stelle mir nur vor, dass es zur Zeit so ist, dass der Lobbyist mit dem größeren Kapital im Hintergrund mehr Gehör findet als derjenige, der Geld benötigt wie z.B. Wohlfahrtsverbände.
Dass es so nicht gedacht ist, davon gehe ich aus.

@ Am 09. Mai 2021 um 20:19 von melancholeriker

Eine schöne Geschichte.

Heute Nachmittag ist mir tatsächlich eine Ringelnatter im Wald über den Weg gelaufen, was ich absolut sensationell fand, da es erst das 2te mal überhaupt war, dass ich so eine Schlange live gesehen habe.
Aber ihrer Mimik nach konnte ich nicht ausmachen was Sie gerade dachte & fühlte. Ihre Physiognomie ließ da wenig Interpretationsspielraum übrig. Und ein Gespräch konnte ich nicht mit ihr führen, da Sie sofort im Gestrüpp entschwand, als Sie mich wahrnahm.

20:14 von iforkanzlerin

"Heimtiere, Nutztiere, Zootiere müssen alle gleich
behandelt werden. "

Was ist mit Wildtieren und deren natuerlichen Lebensgewohnheiten.

20:37 von Anna-Elisabeth

Ich saß vor Jahren mit meinem Freund an einem See am Stadtrand auf einer Bank. Ich rauchte eine Zigarette, die Asche fiel auf den Boden als ein Erpel erwartungsvoll auf uns zueilte. Ich ahnte, dass er Futter erwartete und hatte deshalb die nächste Asche neben der Bank abgeschüttelt. Der Erpel watschelte hin, kam zurück, biss einmal kräftig in meinen Schuh, drehte sich um und watschelte beleidigt davon.
#
Eine schöne Geschichte und der Erpel hatte auch Grund dazu. Gruß nach Rahlstedt

Hsrpdarts Geschichte war doch

Hsrpdarts Geschichte war doch früher üblich. Wenn am Bauernhof zu viele Katzen waren, kamen die in den Bach.

20:19 @ Sisyphos3

"... Kinder Löwenzahl und Gras gesammelt damit die Hasen gefüttert ..."

Durften die Hasen durch das Wohnzimmer hoppeln?
Mit Löwenzahn und Gras im Wohnzimmer gefüttert?

Wenn nicht,
dann ganz fies.

"... im Beisein der Kinder geschlachtet wurden..."

Auch nicht besser als Katzen in der Baugrube zu versenken.

"... sie müssen ja ne furchtbare Kindheit erlebt haben ...."

Ihre Empathie spricht für sich.

@ 9mm parabellum

Für uns Menschen wäre das außerdem gesünder.

Was für eine bürgerliche Forderung. Das macht dem deutschen Arbeiter nur sein Fleisch teuer.

20:16 von falsa demonstratio

20:03 von Thomas D.
Zitat: sollten Tierwohl und Tierschutz endlich den Rang bekommen, den sie so dringend brauchen.

Immerhin hat der Tierschutz in Deutschland Verfassungsrang.

Ich weiß, aber

Allerdings hapert es nach wie vor an der einfachgesetzlichen Umsetzung.

Der Tierschutz ist nicht in den Köpfen der Menschen, die etwas tun könnten.

Ich rechne damit das die zuständige Ministerin nach den Wahlen nicht mehr in Amt sein wird. Hoffentlich wird es dann besser.

Ich hoffe dass sehr.

müssten eben wesentlich weniger Fleisch essen?

parabellum@
Warum.

Es muss nur genug und preiswert produziert
werden. Ich möchte nicht auf Fleisch verzichten, dafür trinke ich kaum Alkohol und nehme auch keine Drogen.

20:23, werner1955

>>Danke.
Das ist gute Politik ohne die EU Bürokraten.<<

Jedes EU-Land kann seinen Tierschutz völlig eigenständig gestalten. Solange die von der EU festgelegten Mindeststandards nicht unterschritten werden. Höchststandards hat die EU jedenfalls nicht erlassen.

@Anna-Elisabeth - psychisches Leid

20:10 von Anna-Elisabeth:
"Und warum sollten diese Viecher nicht auch angesichts einer guten Mahlzeit Freude oder zumindest Wohlbehagen empfinden und bei Hunger oder Kälte leiden?"

Weil Emotionen sehr viel komplexer sind als eine bloße Weiterleitung von Reizen. Ich konnte keine Quelle finden, die anderen Wirbeltieren als Säugetieren oder Vögeln die Fähigkeit nachsagt, psychische Schmerzen (z.B. Trauer) empfinden zu können.

21:19 von Alt-DKPist

@ 9mm parabellum
>>Für uns Menschen wäre das außerdem gesünder.<<

Was für eine bürgerliche Forderung. Das macht dem deutschen Arbeiter nur sein Fleisch teuer.

Sie meinen, der deutsche Arbeiter hat ein Recht auf ungesundes, qualproduziertes Billigfleisch? Im Ernst?

20:41 von fathaland slim

Was der Mitforist erlebt hat, war der Versuch einer Erziehung zur Herzlosigkeit.
.
und was ich sagen will
dass es damals eben weniger Empathie für Tiere gab !

für mich gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen dem Schlachten eines Tieres zum Essen
und dem wenn man eines Tieres überdrüssig geworden ist
vielleicht auch deshalb weil man eben dem Zeitgeist unterliegt und der ist eben anders als damals
... aber wenn sie sich schon Gedanken machen über das "Wegwerfen" von Lebewesen
da gibt es nicht nur Beispiele von männlichen Küken
da gibt es ganz andere Beispiele in unserer Gesellschaft wie man Leben einschätzt

@ Am 09. Mai 2021 um 20:41 von fathaland slim

>>Am 09. Mai 2021 um 20:41 von fathaland slim
20:19, Sisyphos3

>>20:03 von harpdart
also in meiner Jugend wäre das die absolute Ausnahme gewesen.
Da haben Kinder Löwenzahl und Gras gesammelt damit die Hasen gefüttert
die irgendwann im Beisein der Kinder geschlachtet wurden

Zitat : "Ich wurde beschimpft und dann noch besonders gedemütigt, "
sie müssen ja ne furchtbare Kindheit erlebt haben ....<<

Ich glaube, zwischen dem Schlachten eines Tieres zu Speisezwecken und dem Wegwerfen von Lebewesen, derer man überdrüssig geworden ist, besteht ein kleiner Unterschied. Der auch für ein Kind nicht völlig unverständlich ist.

Was der Mitforist erlebt hat, war der Versuch einer Erziehung zur Herzlosigkeit. Offensichtlich zum Glück ein erfolgloser Versuch.<<

Sie schreiben es richtig. Das Wegwerfen von Lebewesen. Das liest sich nicht nur grausam, es ist auch in jedem Gedankengang grauenvoll. Und das aus Gründen, die so stumpf sind, wie die Taten dem Tier gegnüber. Wirklich entsetzlich.

20:31, Nachfragerin

>>Im Artikel ist von Wirbeltieren die Rede. Das sind neben den Warmblüter wie Säugetieren und Vögel auch Amphibien, Reptilien und Fische. Ich glaube mich zu erinnern, dass diese letzten drei Gruppen keine Emotionen empfinden können.<<

Da können Sie auch nur glauben. Denn ein Wissenschaftler würde so etwas nie als Tatsache behaupten.

Das Nervensystem eines Feuersalamanders wie auch das eines Rotkehlchens ist dem des Menschen jedenfalls ziemlich ähnlich.

Das Rotkehlchen hat allerdings einen entschiedenen Vorteil, wenn es um die Zuneigung von Menschen geht. Es ist nämlich süß. Es spricht das im menschlichen Instinktrepertoire angelegte Kindchenschema an. Es weckt die Mutter oder den Vater in uns.

@an alle

Ich muss gestehen, dass ich einige Zeit gebraucht habe, dieses Erlebnis aus meiner Kindheit hier zu posten. Ich selbst hatte große Bedenken, ob das sinnvoll ist- aus verschiedenen Gründen.

Ich wollte lediglich deutlich machen, wie traumatisch dieses Erlebnis damals für mich war. Einige schlimme Details, die ich damals mit ansehen mußte, habe ich ganz bewusst weggelassen.

Mit 15 oder 16 hat mir meine Mutter vorgeworfen, dass ich irgendwann nicht mehr wie als Kleinkind zum Kuscheln und Schmusen zu ihr gekommen bin.
Warum wohl.

Nein, ich habe mich später immer mit Tieren umgeben, sofern es die Wohnsituation zuließ. Vorzugsweise Katzen.
Meine Exfrau und meine 15-jährige Tochter haben seit 4 Jahren bengalische Katzen, und auch wenn ich die höchstens zweimal im Jahr sehe, so habe ich doch das Gefühl, dass sie mich sofort wiedererkennen und eine kommt immer wieder auf meinen Schoß und möchte gestreichelt werden.
Doch, doch, ich bin sehr überzeugt davon, dass Tiere Gefühle haben.

21:19 von Leipzigerin59

Ihre Empathie spricht für sich.
.
warum ?
weil ich hier schreibe wie man üblicherweise vor 60 ... 70 Jahren mit Tieren umging
Hätten sie sich anders damals verhalten ?
Vielleicht sollten man Handlungen nicht aus dem Blickwinkel von heute sehen !

Zitat :"Durften die Hasen durch das Wohnzimmer hoppeln?"
meine Großeltern erzählten dass kleine Zicklein häufig in der Küche mit der Flasche aufgezogen wurden
und trotzdem an Ostern verspeist

Was mich an diesen ganzen Diskussionen stört,
was das damals alles für "Unmenschen" waren,
wer hat den Kritik geäußert hat sich anders verhalten ?

20:34, Tada 20:03 von harpdart

Lesen Sie den Kommentar doch noch einmal. Der Miforist spricht m. E. nicht von einem Wurf, sondern von Katzen, die schon länger bei ihm lebten.

Daß frischgeworfene Katzen ertränkt wurden, das war früher durchaus üblich, wie Sie ja schreiben. So was ist wohl am schlimmsten für die Mutterkatze.

20:19 @ melancholeriker

"... Wühlmaus, der ich im letzten Sommer Rotwein zur Begrüßung anbot
und das nicht zu knapp
...
Und das Verderben kam. "

Mir fehlt gerade die Phantasie für das Verderben. Die Wühlmaus hat den Rotwein Ihnen vor die Füße geko...?

Es gibt eben Tiere, die mag man im Garten nicht so, auch wenn sie so niedlich aussehen, z.B. wie ein Maulwurf.

Da sinnt man auf Mordmethoden, die gar nicht schön sind.
Dabei soll es manchmal genügen, eine leere Flasche einzubuddeln, in der der Wind innerhalb Erde unangenehme Geräusche verursacht.

20:34 von Tada

@harpdart [Katzen im Sack]

«Aber Ihren Ärger, der bis heute noch andauert kann ich nicht nachvollziehen.»

Liegt an mangelndem Verständnis dessen Ihrerseits, was sich an Erlebnissen von Kindern sehr tief einprägen kann ins Erinnerungsvermögen für sehr lange Zeit. Ich weiß, dass Sie selbst Kinder haben. Macht das ganze mangelnde Einfühlungsvermögen aber nicht besser, sondern eher noch mehr erschreckend.

Da schreibt wer mal was sehr Persönliches.
Ach watt … hab dich nur nich' so.
Waren doch nur überflüssige Katzen.

«Mäuse sind Futtertiere, diese tötet man auch. Ich sehe da keinen Unterschied zu Katzen. Zumal zu viele Katzen die geschützten Vogelarten dezimieren und das darf absolut nicht sein.»

Großes Problem das mit den Katzen und den Vögeln.
Dann tötet man die Katzen aber nicht im Sack in der Baugrube.
Futtertiere für die Bauarbeiter waren die Katzen einst bei @harpdart auch nicht.

Ganz große Bratpfanne zum Rundumschlag eignet sich nur für Einbrecher außer Gefecht machen.

@ schabernack

Ich war ähnl. alt wie 10 J., als der neugierige Panz mal sehen wollte:
Bauernhof / Bayern / Urlaub, wie ein Kalb geschlachtet wird.
Gar keine schöne Erinnerung !

Mein Vater war Metzger. Meine Geschwister und ich sind mit Blut und Gedärmen aufgewachsen. Das war für uns ganz normal. Und der Hund hat immer was abbekommen. Ein richtiger Metzgerhund. Als er alt war, hat ein befreundeter Jäger ihn mit in den Wald genommen. Dem Hund konnte mein Vater nix tun. Das wär nicht gegangen.

@Am 09. Mai 2021 um 21:12 von Bender Rodriguez

>>Am 09. Mai 2021 um 21:12 von Bender Rodriguez
Hsrpdarts Geschichte war doch

Hsrpdarts Geschichte war doch früher üblich. Wenn am Bauernhof zu viele Katzen waren, kamen die in den Bach.<<

Ja, aber sie ist deswegen nicht weniger grausam, wie ich es aus ihren Zeilen lese.

Auch bei uns im Dorf (meist auf den Bauernhöfen) hat man früher leider desöfteren jungen Katzen in der Schweinetränke ertränkt.
Das war in meiner Kindheit Usus. Zuerst wurde abgeklärt ob noch irgendein Kind im Dorf ein Kätzchen wollte. Und wenn nicht dann eben Plan B.
Im Dorf schien es tatsächlich ein ganz pragmatisches Verständnis dafür zu geben.

@fathaland slim - Kinder müssen lernen, wo Fleisch herkommt.

20:41 von fathaland slim:
"Was der Mitforist erlebt hat, war der Versuch einer Erziehung zur Herzlosigkeit."

Was Sie als Erziehung zur Herzlosigkeit interpretieren ist meiner Meinung ein sehr guter Weg, um Kindern den Wert von Fleisch bewusst zu machen. Man muss ja nicht das Lieblingstier vor Kinderaugen schlachten. Aber Fleisch nur auf dem Teller kommt, wenn irgendein Tier gestorben ist, darf man keinesfalls verheimlichen wollen.

Wer Fleisch als beliebig verfügbares Industrieprodukt wahrnimmt, dem fehlt der Respekt vor dem Leben.

um 20:31 von Nachfragerin @melancholeriker - Kön

,,Deshalb ein zweiter Anlauf:
Im Artikel ist von Wirbeltieren die Rede. Das sind neben den Warmblüter wie Säugetieren und Vögel auch Amphibien, Reptilien und Fische. Ich glaube mich zu erinnern, dass diese letzten drei Gruppen keine Emotionen empfinden können. Daher halte ich den Begriff "Wirbeltiere" für etwas zu weit gegriffen. (Vor unnötigen Qualen sollten natürlich auch diese Tiere geschützt werden.)"

Ich bin mir nicht sicher, ob alle Menschen empfinden können und dazu brauche ich keinen zweiten Anlauf.

20:45, schabernack

>>Ich war ähnl. alt wie 10 J., als der neugierige Panz mal sehen wollte:
Bauernhof / Bayern / Urlaub, wie ein Kalb geschlachtet wird.
Gar keine schöne Erinnerung !<<

Ich war zwei Jahre älter, ich das gleiche tat, allerdings nicht in Bayern, sondern in Kufstein.

Nein, Schlachter war bei mir nie in der engeren Berufswahl.

Trotzdem esse ich gern Kalbsleberwurst.

20:45 von schabernack

Gar keine schöne Erinnerung !
.
glaube ich ihnen !
aber in meiner Grundschulklasse hielt ein Großteil der Eltern meiner Mitschüler Hasen
meine Eltern/Großeltern nicht (Hasen waren bei uns nicht auf der Speisekarte)
da war es die selbstverständlichste Sache der Welt beim Füttern und Schlachten und Essen dabei zu sein

... und wenn ich mir das Schlachten damals so "anschaue"
ob Hasen / Hühner / Schweine
und wie das heute so geschieht in den Schlachtfabriken
da weiß ich nicht was Empathie loser ist

@20:54 von David Séchard

//Und ein Gespräch konnte ich nicht mit ihr führen, da Sie sofort im Gestrüpp entschwand, als Sie mich wahrnahm.//

Vielleicht haben Sie doch unbewusst "Parsel" gesprochen und da hat die freundlich gesinnte Schlange Angst vor Ihnen bekommen?

20:49, Anna-Elisabeth

>>@20:21 von fathaland slim 20:00, Koray
//Angefangen mit dem Tierschutzverein, den es ebenfalls schon gibt, solange ich mich erinnern kann. Aber Lobbyarbeit funktioniert oft nicht so, wie sich das viele vorstellen. Die Lobby der Fleischindustrie ist jedenfalls auch nicht zu unterschätzen.//

Ich stelle mir nur vor, dass es zur Zeit so ist, dass der Lobbyist mit dem größeren Kapital im Hintergrund mehr Gehör findet als derjenige, der Geld benötigt wie z.B. Wohlfahrtsverbände.
Dass es so nicht gedacht ist, davon gehe ich aus.<<

Es ist, wie man so schön sagt, dem Kapitalismus immanent, daß Geld mit Macht verbunden ist. Mehr Geld, mehr Macht.

@ Am 09. Mai 2021 um 20:45 von schabernack

(...) >>Ich war ähnl. alt wie 10 J., als der neugierige Panz mal sehen wollte:
Bauernhof / Bayern / Urlaub, wie ein Kalb geschlachtet wird.
Gar keine schöne Erinnerung !<<

In unserer Straße gab es auch noch die Hausschlachtung, direkt vor der Hofeinfahrt. Wenn man da als Kind ein Schaf sah, dann wurde einem auch anders.

20:03 von harpdart

Zitat:
Ich wurde beschimpft und dann noch besonders gedemütigt,als man mich zwang,den Bauarbeitern als "Dank" Schnäpse auf dem Tablett zu servieren."
Also ich könnte mir vorstellen,dass bei diesen Bauarbeitern schon davor einige Runden Schnaps gelaufen sind.
Katzen in den Kartoffelsack stecken und anschließend in einer Baugrube lebendig begraben.
So etwas können eigentlich nur Besoffene machen.

21:19, Alt-DKPist

>>@ 9mm parabellum
"Für uns Menschen wäre das außerdem gesünder."

Was für eine bürgerliche Forderung. Das macht dem deutschen Arbeiter nur sein Fleisch teuer.<<

Vielleicht könnte man dann so etwas wie eine Fleischbezugskarte für den deutschen Arbeiter einführen, finanziert von der deutschen Bourgoisie?

@21:12 von Bender Rodriguez

//Hsrpdarts Geschichte war doch früher üblich. Wenn am Bauernhof zu viele Katzen waren, kamen die in den Bach.//

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass man zu den Katzen am Bahnhof keine Beziehung hatte und nicht gezwungen war, die Grausamkeiten mit anzusehen.

Und nur weil etwas üblich war, war und ist es noch lange nicht gut.

20:37 von Anna-Elisabeth

«Ich saß vor Jahren mit meinem Freund an einem See am Stadtrand auf einer Bank. Ich rauchte eine Zigarette, die Asche fiel auf den Boden als ein Erpel erwartungsvoll auf uns zueilte. Ich ahnte, dass er Futter erwartete … Erpel watschelte hin, kam zurück, biss einmal kräftig in meinen Schuh, drehte sich um und watschelte beleidigt davon. Jetzt kann jeder für sich interpretieren, welches Gefühl der Erpel da zum Ausdruck gebracht hatte.»

Müssen wir alle, die wir den Erpel nicht leibhaftig in Aktion sehen konnten, nun Ihrer Interpretation folgen, der Erpel sei: "beleidigt" gewesen wegen Ihrer Zigarettenasche = Nicht-Erpel-Futter.

Vielleicht war er auch "wütend" (op Kölsch: "D'r Ääpel wor sickisch") oder er fühlte sich "verarscht". Genau wird man es nie erfahren, da der Ääpel ja nicht zu uns spricht.

Aber auch ich bin überzeugt, dass Tiere in der Beobachtung von Menschen viel mehr mitbekommen, als man vielen Tieren zutraut, dass sie das überhaupt können. The secret life of animals …

@Koray - Massentierhaltung = Massengewinne

20:00 von Koray:
"Warum haben wir nicht schärfere Tierschutzgesetze?"

Weil unsere Landwirtschaftsministerin den finanziellen Nutzen von Billigfleischexporten zu schätzen weiß.

Deutschland belegt noch vor den USA den ersten Platz im Export von Schweinefleisch.

@sysyphos3

Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ob ich eine schlimme Kindheit hatte.
Ja, es gab vieles, das darauf schließen lassen könnte. Darüber habe ich in der Vergangenheit hier in anderen Threads schon berichtet. Es gab aber auch vieles, was positiv gewesen ist. Ich habe es insgesamt, vor allem psychisch gut bewältigen können, warum auch immer. Ich bin einfach nur dankbar dafür.
Was ich für viel wichtiger erachte, sind die Lehren, die man daraus ziehen sollte, und diese kann man zweifelsohne selbst beeinflussen: Rücksichtnahme auf unsere Mitmenschen, auf Tiere und unsere gesamte Um/Mitwelt.

21:21, werner1955

>> Ich möchte nicht auf Fleisch verzichten, dafür trinke ich kaum Alkohol und nehme auch keine Drogen.<<

Die Summe aller Laster bleibt sich gleich.

Sagte mein Vater immer.

Aber nicht daß Sie meinen, der sei im Speditionsgewerbe tätig gewesen.

Ich bin mal gespannt, ...

..., ob es sich auch auf die Massentierhaltung auswirkt.
Oder betrifft es nur „Kuscheltiere“?

@21:33 von harpdart @an alle

//Doch, doch, ich bin sehr überzeugt davon, dass Tiere Gefühle haben.//

Ganz sicher sogar.
Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie die schlimmen Details weggelassen haben. Solche Geschichten verfolgen mich lange, auch wenn ich sie selbst nicht erleben musste.

21:28, Sisyphos3

>>20:41 von fathaland slim
Was der Mitforist erlebt hat, war der Versuch einer Erziehung zur Herzlosigkeit.
.
und was ich sagen will
dass es damals eben weniger Empathie für Tiere gab !

für mich gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen dem Schlachten eines Tieres zum Essen
und dem wenn man eines Tieres überdrüssig geworden ist
vielleicht auch deshalb weil man eben dem Zeitgeist unterliegt und der ist eben anders als damals
... aber wenn sie sich schon Gedanken machen über das "Wegwerfen" von Lebewesen
da gibt es nicht nur Beispiele von männlichen Küken
da gibt es ganz andere Beispiele in unserer Gesellschaft wie man Leben einschätzt<<

So.

Und jetzt habe ich gerade, als ich Ihren Kommentar las, eine Mücke, die vom Licht meines Bildschirms angelockt wurde, zerquetscht.

Stechmücke.

Sie oder ich.

21:30 von David Séchard

Sie schreiben es richtig. Das Wegwerfen von Lebewesen.
Das liest sich nicht nur grausam, es ist auch in jedem Gedankengang grauenvoll
.
es ist natürlich die Frage ob nur das Töten von männlichen Küken verwerflich ist
oder nicht generell das Töten von Lebewesen wenn das Geschlecht nicht "passt"
Es wäre sicherlich angemessen sich generell Gedanken zu machen um die Schöpfung

@Tada, 20.22h

Die Hausschlachtungen waren bis in die 60er Jahre gebräuchlich.
Habe ich auch noch gemacht bzw. machen lassen.
Mittlerweile ist ein den Hygienevorschriften entsprechendes Schlachthaus/Schlachtraum vorgeschrieben.
Übrigens wurde die Schweine nach dem Krieg noch dem dem stumpfen Teil der Axt oder einem Vorschlaghammer eschlagen, weil den deutschen alles was schießt und knallt verboten war.
Das war kein schöner Anblick, aber wir waren nichts anders gewohnt.

@ Am 09. Mai 2021 um 21:43 von Anna-Elisabeth

>>Am 09. Mai 2021 um 21:43 von Anna-Elisabeth
@20:54 von David Séchard

//Und ein Gespräch konnte ich nicht mit ihr führen, da Sie sofort im Gestrüpp entschwand, als Sie mich wahrnahm.//

Vielleicht haben Sie doch unbewusst "Parsel" gesprochen und da hat die freundlich gesinnte Schlange Angst vor Ihnen bekommen?<<

Das hätte ich ja dann nicht mitbekommen, da unbewusst. Insofern, ich weiß es nicht.

22:03 von harpdart

Rücksichtnahme auf unsere Mitmenschen, auf Tiere und unsere gesamte Um/Mitwelt.
.
dann hat sich ihre Erfahrung ja gelohnt !
Wenn sie sich Gedanken gemacht haben
dass man mit Würde mit seinen Mitgeschöpfen (seien es Menschen oder Tiere) umgehen sollte

21:36, Leipzigerin59

>>Es gibt eben Tiere, die mag man im Garten nicht so, auch wenn sie so niedlich aussehen, z.B. wie ein Maulwurf.<<

Doch, ich mag Maulwürfe in meinem Garten. Auf dem bißchen Rasen, das ich habe, ziehe ich die Haufen mit dem Rasenbesen glatt, und unter den Bäumen und Sträuchern nicht einmal das. Maulwürfe fressen Käferlarven, Drahtwürmer und so was, sie sind schon deswegen willkommen.

In einen modernen Rock Garden passt ein Maulwurf allerdings nicht so richtig...

@21:59 von schabernack 20:37 von Anna-Elisabeth

//Vielleicht war er auch "wütend" (op Kölsch: "D'r Ääpel wor sickisch") oder er fühlte sich "verarscht".//

DAS war der Erpel ganz sicher auch. Ich war nur froh, dass ich feste Schuhe anhatte. Ich hatte mich aber über die Szene auch deshalb sehr gefreut, weil mein Freund oft - und vermutlich teilweise auch zu recht - der Ansicht war, dass wir Menschen zu viel in das Verhalten der Tiere hineininterpretieren. Aber in diesem Fall war er selber zutiefst überrascht.

Na endlich. Für den

Na endlich. Für den Selbsterhaltungstrieb ist Bewusstsein unerlässlich. Das hat uns Menschen sogar geschaffen. Angst, Schmerz basieren darauf, oder warum sollte ein Fisch an der Angel versuchen, zu fliehen. Auberginen tun das doch auch nicht. Bewusstsein hat aber auch die Erkenntnis der eigenen sozialen Stellung, wie "das sind meine Kinder, ich muss sie schützen", zur Voraussetzung.
Nein, ich bin kein Vegetarier. Trotzdem: "Mahlzeit"! Es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn es nicht Menschen gäbe, die ihren Weihnachtswelpen auf dem Weg in den Urlaub aussetzen "nach den Ferien holen wir uns einen Neuen".

Man darf bei all der Betroffenheit, ...

... die von Tierleid ausgelöst wird nicht vergessen, was Menschen auch anderen Menschen anzutun imstande sind.

Ich möchte nicht relativieren! Aber wenn ich sehe, welch grauenvolle Dinge Menschen tun können und wie viel davon durch die schiere Menge der Taten hingenommen wird, hoffe ich sehr, dass eines Tages die Menschheit erkennt, dass sie in großen Teilen zutiefst unmenschlich ist ... aber - und ich wage nicht, daran zu denken - vielleicht ist es gerade diese Grausamkeit, die „menschlich“ ist.

21:40, Nachfragerin

>>@fathaland slim - Kinder müssen lernen, wo Fleisch herkommt.
20:41 von fathaland slim:
"Was der Mitforist erlebt hat, war der Versuch einer Erziehung zur Herzlosigkeit."

Was Sie als Erziehung zur Herzlosigkeit interpretieren ist meiner Meinung ein sehr guter Weg, um Kindern den Wert von Fleisch bewusst zu machen.<<

Echt jetzt?

Das lebendige Begraben von Katzen, derer man wegen Ihrer Haare überdrüssig geworden ist, ist ein guter Weg, Kindern den Wert von Fleisch bewusst zu machen?

Das ist nicht wahr, oder?

Ich habe als kleines Kind

mit ansehen müssen wie mein Onkel ein Huhn geschlachtet hat. Das Huhn zwischen die Beine vom Onkel und mit dem Beil den Kopf abgehackt dabei ist das Huhn ohne Kopf weg geflogen,einfach schrecklich hat sich das Erlebnis bei mir im Kopf festgesetzt bis heute.
Doch ich esse heute aber auch Hühnerfleisch um hier Fragen im Vorfeld schon einmal zu beantworten.

@ Am 09. Mai 2021 um 21:33 von harpdart

Für ein Kind sind solche Ereignisse immer extrem. Und natürlich ist es so eine Sache mit der Verarbeitung solcher Erlebnisse. Und weitere schlimme Details sind nicht von Nöten und da haben Sie ja auch genug Gefühl bewiesen, nicht mehr preiszugeben. Ich denke auch die meisten Foristen haben ihre Geschichte nachempfinden können, was sie ja auch anhand der Reaktionen lesen konnten.

Und ja, auch ich bin davon überzeugt das Tiere Gefühle haben.

21:40 von Nachfragerin

Wer Fleisch als beliebig verfügbares Industrieprodukt wahrnimmt, dem fehlt der Respekt vor dem Leben.
.
man sollte einfach akzeptieren dass unser Nahrung eben auch zum Teil aus Fleisch besteht
Das heißt aber nicht dass man sich so verhält wie aktuell
es muß ja wohl möglich sein, eine Tierhaltung mit Würde zu realisieren

21:42, Sisyphos3

>>... und wenn ich mir das Schlachten damals so "anschaue"
ob Hasen / Hühner / Schweine
und wie das heute so geschieht in den Schlachtfabriken
da weiß ich nicht was Empathie loser ist<<

Sie können auch hier das Relativieren nicht lassen, oder?

21:46, Naturfreund 064

>>Katzen in den Kartoffelsack stecken und anschließend in einer Baugrube lebendig begraben.
So etwas können eigentlich nur Besoffene machen.<<

Wohl wahr.

Erschießungskommandos wurden auch immer gern mit Schnaps abgefüllt.

@hardpart, 20.03h

Das Verhältnis zu Tieren war früher einfach anders.
Auf dem Land noch derber, als in der Stadt.
Ich habe als Kind oft zugesehen, wenn die Bauern die Katzen mit einem Strick erdrosselt haben, um ihnen das Fell abzuziehen.
Das Katzenfell soll angeblich gegen Rheuma geholfen haben.
Wenn ich da an unsere späteren Tiere denke, und jetzt an meinen Hund, kommt mir das alles erst wieder zum Bewusstsein.
Nichts von dem, was ich früher als einfach gegeben betrachtet habe, würde ich heute noch übers Herz bringen.

@21:40 von fathaland slim 20:45, schabernack

//>>Ich war ähnl. alt wie 10 J., als der neugierige Panz mal sehen wollte:
Bauernhof / Bayern / Urlaub, wie ein Kalb geschlachtet wird.
Gar keine schöne Erinnerung !<<

Ich war zwei Jahre älter, ich das gleiche tat, allerdings nicht in Bayern, sondern in Kufstein.

Nein, Schlachter war bei mir nie in der engeren Berufswahl.

Trotzdem esse ich gern Kalbsleberwurst.//

Ich esse auch gerne mal Fleisch oder Wurst, aber ich will über die Herstellung nichts wissen. Eine frühere Kollegin kam vom Bauernhof und hatte ausführlich erzählt, wie die die Blutwurst hergestellt haben. Mir wird heut noch schlecht, wenn ich nur daran denke. Und Blutwurst rühre ich auch nicht an.

21:38 @ Alt-DKPist

"... Meine Geschwister und ich sind mit Blut und Gedärmen aufgewachsen. Das war für uns ganz normal. ..."

Sie haben wohl direkt neben der Schlachtbank gegessen, geschlafen, ...
blutige Angelegenheit.

Mein Vater war Maler, zum Glück musste ich nicht mit Tapeziertischfn, Maler- und Farbeimern und Pinseln aufwachsen.
.

@nachfragerin 21:40

Ja, ich habe schon häufiger hier erklärt, dass ich in einem kleinen Dorf großgeworden bin. Unsere direkten Nachbarn waren Landwirte.
Das Schlachten von Schweinen vor dem Haus, mit Bolzenschuss und anschließender Öffnung der Halsschlagader...vielfach erlebt. Anschließend gab es für alle Nachbarn Blutwurstsuppe und zwei Tage lang 2 Schweinehälften an Leitern die an die Hauswand gelehnt waren.
Kein Wunder, dass gefühlt die Hälfte der Dorfbewohner unter Bandwürmern litten.

Mir war aber als Kind schon klar, dass es einen Unterschied gibt zwischen Tieren als Nahrung und anderen Tieren, die man einfach als störend beseitigt.

@fathaland slim, 20.41h

Wie vielleicht schon erwähnt, bin ich kriegsbedingt zum Teil bei meinen Großeltern aufgewachsen.
Als mein Grovater starb, war ich mit 12 Jahren der Mann im Haus und mir oblag es auch, Hühner und Hasen zu schlachten.
Ich erinnere mich heute noch so, als ob es gestern gewesen wäre, wie oft ich mit dem Beil ausgeholt habe, bis ich endlich zuschlagen und die Henne köpfen konnte.
Wäre ich nicht so eine künstlerische Niete, könnte ich heute noch photographisch als Zeichnung diese Situation wiedergeben.

@ Am 09. Mai 2021 um 22:19 von Sisyphos3

>>Am 09. Mai 2021 um 22:19 von Sisyphos3
21:30 von David Séchard

Sie schreiben es richtig. Das Wegwerfen von Lebewesen.
Das liest sich nicht nur grausam, es ist auch in jedem Gedankengang grauenvoll
.
es ist natürlich die Frage ob nur das Töten von männlichen Küken verwerflich ist
oder nicht generell das Töten von Lebewesen wenn das Geschlecht nicht "passt"
Es wäre sicherlich angemessen sich generell Gedanken zu machen um die Schöpfung<<

Es ist höchst verwerflich männliche Küken zu schreddern, um Sie dann zu großen Teilen zu entsorgen, weil Sie als unwirtschaftlich gelten.
Ich weiß nicht ob es sonst noch weitere geschlechtsspezifische Tötungen von anderen "Nutz"-tieren gibt. Aber es geht da ja um die Wirtschaftlichkeit, und das Geschlecht ist nur der Indikator. Männliche Küken sind nichts anderes als ein Abfallprodukt der Legeindustrie. Und das ist, wie schon geschrieben, höchst verwerflich.

22:35, DerVaihinger

>>Nichts von dem, was ich früher als einfach gegeben betrachtet habe, würde ich heute noch übers Herz bringen.<<

Ja, die Zeiten ändern sich. Und man selbst auch.

Wäre auch schlimm wenn nicht.

22:29 von fathaland slim

Das ist nicht wahr, oder?
.
das Beispiel war komplett falsch gewählt
aber in welcher Welt leben wir ?
was erachten wir als akzeptabel und was nicht ?
klar ein paar Katzen im Sack ersäufen entspricht nicht mehr dem "üblichen"
heute bindet mancher seinen Hund an nen Baum auf ner Raststätte mit ner Tüte Frolic und Wasser
also gut ist das auch nicht !
und hierzulande schreddert man Küken weil das Geschlecht nicht passt
anderenorts macht man das nicht nur mit Küken beim falschen Geschlecht
oder wenn es irgendwie ungelegen kommt bei der (Lebens)planung
vielleicht wäre ein generelles umdenken gefordert bei der Betrachtungsweise "Würde" oder Achtung vor der Schöpfung ?
aber das ginge hier zu weit

22:25 von fathaland slim

... In einen modernen Rock Garden passt ein Maulwurf allerdings nicht so richtig...

„Garten des Grauens“ ... und die werden zum Glück teilweise schon in manchen Gemeinden verboten ... eben auch aus Gründen des Tierschutzes.

22:35, Anna-Elisabeth

>>Ich esse auch gerne mal Fleisch oder Wurst, aber ich will über die Herstellung nichts wissen. Eine frühere Kollegin kam vom Bauernhof und hatte ausführlich erzählt, wie die die Blutwurst hergestellt haben. Mir wird heut noch schlecht, wenn ich nur daran denke. Und Blutwurst rühre ich auch nicht an.<<

Sie kennen doch die Geschichte vom Metzgerlehrling, der dem Meister beim Wursten zuschaut?

„Chef, wenn das rauskommt, was da reinkommt, dann kommen Sie rein und so bald nicht wieder raus...“

22:31 von fathaland slim

21:42, Sisyphos3

Sie können auch hier das Relativieren nicht lassen, oder?

Nein, nie. Das ist generalisiert.

22:51 von David Séchard

Ich weiß nicht ob es sonst noch weitere geschlechtsspezifische Tötungen von anderen "Nutz"-tieren gibt
.
wer sagt ihnen dass ich in meinem Beitrag (Nutz)"Tiere" meinte ?
es gibt auch andere Beispiele wie gelegentlich verhalten wird,
wenn was persönlich ungelegen kommt !

19:12 von Nettie

„Simple Tatsachenfeststellung

Wirbeltiere haben Gefühle - das will Großbritannien gesetzlich verankern“

Gefühle haben die auch ohne gesetzliche Verankerung. Und ignoriert wird das leider trotzdem immer wieder."

,.,.,

Da die gesetzliche Verankerung ja noch nicht stattgefunden hat, kann sie auch noch nicht ignoriert worden sein.

Da liegt also keine "simple Tatsachenfeststellung" vor, sondern eine Absichtserklärung.

So wie man auch Diskriminierung von Menschen dadurch in den Griff kriegt, dass man sie gesetzlich verbietet.

Noch vor einer Weile durfte man Kinder straffrei schlagen.
Seit das verboten ist, ist es ein Delikt, das langsam schwindet.

19:30 @ Nachfragerin

"... freudigen Frosch oder die depressive Schlange kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. ..."

Mal abgesehen davon, dass depressiv sein kein Gefühl, sondern eine Krankheit ist, können auch diese Wirbeltiere, also Reptilien, Fische u.ä.
Angst empfinden.

In jedem Reptielenhaus in Zoos ist das Klopfen an die Scheiben untersagt, um die Tiere nicht zu erschrecken, zu verängstigen.

Ob und wie diese Tiere Freude empfinden, können wahrscheinlich nur Profis wissen und erkennen.

@22:35 von DerVaihinger @hardpart, 20.03h

//Nichts von dem, was ich früher als einfach gegeben betrachtet habe, würde ich heute noch übers Herz bringen.//

Das spricht eindeutig für Sie.

In einer Straße in meiner unmittelbaren Umgebung hatte jemand Hundeköder mit Rasierklingen ausgelegt. Zwei Hunde sollen daran elendiglich krepiert sein. Der Tierarzt (in derselben Straße) konnte nichts mehr tun.

Ich glaube nicht, dass diese Verrohung ausschließlich mit Erziehung zutun hat. Woher sie aber kommt bleibt mir ein Rätsel.

22:44, DerVaihinger

>>Ich erinnere mich heute noch so, als ob es gestern gewesen wäre, wie oft ich mit dem Beil ausgeholt habe, bis ich endlich zuschlagen und die Henne köpfen konnte.
Wäre ich nicht so eine künstlerische Niete, könnte ich heute noch photographisch als Zeichnung diese Situation wiedergeben.<<

Ja, es gibt Sachen, die vergisst man ein Leben lang nicht.

Die Generation meines Vaters und Großvaters hatte oft große Schwierigkeiten, über ihre Kriegserlebnisse zu erzählen. Bis auf die Schutzbehauptungen über die tolle Kameradschaft und so...

Mein Vater wuchs auf einem Bauernhof auf

Er liebte die Tiere dort, er liebt Tiere noch heute. Dennoch waren sie für ihn immer auch Nahrung. Die Haltung der Tiere war damals anders - es ist schon lange her. Tatsächlich wollte er Metzger werden, hatte aber nicht die Möglichkeit einer Lehre, worüber er heute noch froh ist. Dennoch essen wir Fleisch - vom Bauern, wo ich weiß, dass die Tiere bis zu ihrem Tod ein gutes Leben haben.

Wenn ich im Gegenzug sehe, wie Kühe über die Grenzen gekarrt werden, eingepfercht, ohne Wasser ... das hat nichts mehr mit guter Nahrung zu tun, das ist eine Quälerei um des Geldes willen und ich kann nicht verstehen, warum wir das zulassen. Das Kükenschreddern, die Massentierhaltung ... Wir wollen alles haben, sofort und schön billig, ohne Rücksicht auf Verluste, egal ob es um Nahrung oder Mode geht - ich verstehe diese Gier nicht.

@ Am 09. Mai 2021 um 22:29 von fathaland slim

>>Am 09. Mai 2021 um 22:29 von fathaland slim
21:40, Nachfragerin

>>@fathaland slim - Kinder müssen lernen, wo Fleisch herkommt.
20:41 von fathaland slim:
"Was der Mitforist erlebt hat, war der Versuch einer Erziehung zur Herzlosigkeit."

Was Sie als Erziehung zur Herzlosigkeit interpretieren ist meiner Meinung ein sehr guter Weg, um Kindern den Wert von Fleisch bewusst zu machen.<<

Echt jetzt?

Das lebendige Begraben von Katzen, derer man wegen Ihrer Haare überdrüssig geworden ist, ist ein guter Weg, Kindern den Wert von Fleisch bewusst zu machen?

Das ist nicht wahr, oder?<<

Genauso habe ich den Text auch verstanden. Und dann ein zweites mal gelesen. An meinem Verständnis hat sich nichts geändert. Ich habe es aber als Versehen abgestempelt, da es irgendwie nicht zusammenpasst.

Ich habe derzeit noch 4 Hunde,...

...die ich als "meine kleine Familie" bezeichne.
Meine Frau und ich hatten diese wunderbare Rasse seit 1985, und nach dem Tod meiner Frau vor fast 5 Jahren ( wir hatten 20 Jahre lang eine kleine Familienzucht) werde ich von meinen 4 Mädels jeden Morgen am Schlafzimmer abgeholt. Die Jüngste klopft mit der Rute seitlich an der Tür, und wenn ich öffne, bräuchte ich 4 Hände, um alle gleichzeitig zu begrüßen.

Für nichts auf der Welt würde ich sie weggeben, und ich hoffe einfach, dass ich sie überlebe.

80 % meiner Freunde hatten wir über die Hunde kennengelernt, und bis heute habe ich mit sehr vielen Kontakt, die einmal einen Welpen von uns bekommen haben, selbst nach dem Tod des Hundes.
Morgen erwarte ich Besuch, von einem Ehepaar, das auch einen Hund von uns hat.

Wie ich mich darauf freue, den Kleinen wiederzusehen. Und natürlich erkennt er mich wieder!

@ Leipzigerin59

Sie haben wohl direkt neben der Schlachtbank gegessen, geschlafen, ...

Nein, die Kinderzimmer waren oben. Aber die Wurstküche war unten direkt neben der Wohnstube.

20:00 von -ohne Worte-

"als leidenschaftlicher Angler und Reptilien Halter bin ich fest davon überzeugt das Fische genau wie Reptilien außer Schmerzempfinden, keine Gefühle haben"

,.,.,

Weil Sie leidenschaftlich angeln - oder während Sie leidenschaftlich angeln -, haben sie herausgefunden, dass die Erangelten keine Gefühle haben?

Wie denn das? Haben die Erangelten Ihnen das gesagt?

Oder ist es doch nur eine Schutzbehauptung, weil Sie sonst mir dem leidenschaftlichen Angeln aufhören müssten?

Allerdings scheint für Sie die Tatsache, dass die Tiere dabei Schmerzen haben, unerheblich zu sein.

@ Anna-Elisabeth, um 22:35

"Und Blutwurst rühre ich auch nicht an."

Dann sollten Sie auch einen Bogen um Leberwurst machen.

Den Tipp habe ich von einem Metzger, dem ich einmal bei einer Autopanne geholfen habe; da ich nichts dafür haben wollte, bekam ich diesen Rat von ihm.

(Ich esse sie trotzdem wieder) :-)

@David Séchard

"es ist natürlich die Frage ob nur das Töten von männlichen Küken verwerflich ist
oder nicht generell das Töten von Lebewesen wenn das Geschlecht nicht "passt"" Am 09. Mai 2021 um 22:51 von David Séchard

*

Es werden nur die Hähne der Legehennen als Küken getötet, bei Masthähnchen werden beide Geschlechter bis zum Schlachtgewicht großgezogen.

Eine Legehenne eignet sich nach ihrer Arbeitszeit nur noch als Suppenhuhn.
Die Hähne dieser Sorte eignen sich zu nichts. Sie brauchen mehr Futter und an ihnen ist nichts dran.

Solange die Meere leer gefischt, um auch Futter für Nutztiere zu machen bin ich dagegen in diesem Fall die Hähne großzuziehen.

Das Kochen hat sich auch verändert.
Meine Oma hatte noch ein mit Kohle beheizten Küchenofen. Der wurde im Winter auch zum Heizen benutzt. Es war energetisch unbedenklich einen zähen Hahn auch tagelang weich zu kochen.
Aber wer lässt heute den Elektroherd oder Gasherd tagelang an?

21:35 von fathaland slim

Das ändert nichts an der Tatsache, dass keiner diese Katzen haben wollte.

Kinder wollen natürlich alle Tiere haben und kuscheln wollen sie auch mit ihnen. Nur wenn es dann um Tierpflege geht bleibt das oft leider an den Eltern hängen.
Ich kann es nachvollziehen, dass es den Eltern zu viel werden kann.

Zumal man bei Kindern und Tieren sowieso aufpassen muss, weil die Tiere für Kinder eher Spielzeug sind.

19:49 von nikioko

<< "Quäle Tiere nie im Scherz...
... denn sie fühlen wie du den Schmerz."
Ich habe diesen Satz als Kind gelernt, von meiner Oma. Und die war Jahrgang 1920. Daher frage ich mich allen Ernstes, wo hier die neue Erkenntnis liegt. Aber anscheinend haben erst jetzt einige festgestellt, dass Tiere tatsächlich Gefühle haben. Erstaunlich.<<

,.,.,

Der Punkt ist der, dass eine GESETZLICHE Verankerung die Tiere deutlich mehr schützen kann, als wenn man diesen Spruch aufsagt, den Sie genannt haben.

Denn dann kann eine Verletzung des Gesetzes BESTRAFT werden.

Und vor Geldbußen - oder gar Gefängnisstrafe, was weiß ich - scheuen einige Tierquäler dann doch zurück.

Mit Ihrem Hohn überlassen Sie die Tiere der Willkür der Menschen.

Es ist fast 70 Jahre her...

Wir hatten, wie die meisten, Hühner hinterm Haus.
Hin und wieder wurde eines geschlachtet. Das war Sache meines Vaters.
Wir Kinder wurden unter Strafandrohung weggeschickt, wenn es wieder mal soweit war.

Ich schlich mich an einem solchen Tag heimlich in den Keller, wo es stattfand und lugte um die Ecke.

Nie werde ich das fast verzweifelte Gesicht meines Vaters vergessen, der lange mit dem Beil in der Hand zögerte, ausholte, einhielt, erneut ausholte - bis er es schließlich tat ...

Danach tat er mir ebenso leid wie das Huhn, und ein wenig auch war ich beschämt, ihn in diesem Moment beobachtet zu haben.

@schabernack

"Liegt an mangelndem Verständnis dessen Ihrerseits, was sich an Erlebnissen von Kindern sehr tief einprägen kann ins Erinnerungsvermögen für sehr lange Zeit. Ich weiß, dass Sie selbst Kinder haben. Macht das ganze mangelnde Einfühlungsvermögen aber nicht besser, sondern eher noch mehr erschreckend" Am 09. Mai 2021 um 21:36 von schabernack

*

Da ich seit 15 Jahren Kinder habe bin ich es gewohnt, dass selbsternannten Erziehungsexperten ihre Kommentare und Ratschläge ungefragt loswerden wollen.
Sie können Ihre gerne auf eine Rolle Klopapier schreiben und sie mir zuschicken.

Ich habe selbst schon Meerschweinchen verschenkt, weil die Kinder sich nicht darum gekümmert haben. Da mussten die Kinder durch. (Da hat sich aber schnell eine Interessentin gefunden.)
Jetzt haben meine Kinder Rennmäuse und da zieht es, wenn ich sage, dass ich die verschenke, wenn keiner sauber macht.

Nebenbei:
Allen Mütter noch einen schönen restlichen Muttertag!
Wir kennen ja alle solche Anmerkungen.

@ Alt-DKPist

... Meine Geschwister und ich sind mit Blut und Gedärmen aufgewachsen. Das war für uns ganz normal.

Ich bin auch quasi in einer Metzgerei aufgewachsen, mein Onkel war Metzger und die Metzgerei war im Nachbarhaus. Ich hab auch schon als Kind oft blutende und zuckende Tiere gesehen. Heute gehen mir die Erinnerungen so nach, dass ich kein Fleisch mehr essen kann. Ich bin seit Jahren Vegetarierin. Das ist hier in der JVA aber nicht so leicht, vegetarische Mahlzeiten zu bekommen.

23:26, Tada

>>Eine Legehenne eignet sich nach ihrer Arbeitszeit nur noch als Suppenhuhn.<<

Nur noch?

Bitte unterschätzen Sie das Suppenhuhn nicht.

Richtig zubereitet ein höchst delikates Tier.

Und es gibt viele Arten, es richtig zuzubereiten. Mein Kumpel Larry Garner aus dem ländlichen Louisiana beispielsweise nennt mich Gumbo Slim.

23:02 von Sausevind

19:12 von Nettie
„Simple Tatsachenfeststellung

Wirbeltiere haben Gefühle - das will Großbritannien gesetzlich verankern“

Gefühle haben die auch ohne gesetzliche Verankerung. Und ignoriert wird das leider trotzdem immer wieder."

Da die gesetzliche Verankerung ja noch nicht stattgefunden hat, kann sie auch noch nicht ignoriert worden sein. ...

Ich hatte @Nettie so verstanden, dass es die Tatsache ist, dass Tiere Gefühle haben, welche ignoriert wird. Und nicht die gesetzliche Verankerung, von der sie ja offenbar weiß, da sie noch im Stadium der Planung ist.

23:31, Tada @21:35 von fathaland slim

>>21:35 von fathaland slim
Das ändert nichts an der Tatsache, dass keiner diese Katzen haben wollte.<<

So wie ich das verstanden habe, wollte man sie erst haben und dann nicht mehr.

Es war wohl kein Wurf, den man loswerden musste.

20:03 von harpdart

"Schützt endlich die Tiere vor uns Menschen."

.-.-.-

Das ist der Kern des Themas, ja.

21:35 von fathaland slim

Ps.
Meine Mitbewohnerin hatte Mal eine Katze.
Wenn die Mitbewohnerin unterwegs war, dann müsste ich die Katze 1x am Tag so lange streicheln bis die Katze genug hatte.
Tat ich das nicht, dann kackte das Vieh mitten auf den Teppich.

Bei einer Freundin pinkelte eine Katze immer auf das Schlafkissen der Bekannten, wenn der Katze was nicht passte. Das Kissen müsste dann gewaschen und im Trockner getrocknet werden.

Katzen sind nichts für jedermann. Für Katzen muss man Zeit und Geduld haben.

23:31 von Tada

Kinder wollen natürlich alle Tiere haben und kuscheln wollen sie auch mit ihnen. Nur wenn es dann um Tierpflege geht bleibt das oft leider an den Eltern hängen.
Ich kann es nachvollziehen, dass es den Eltern zu viel werden kann.

Moment.

Eltern kaufen ihren Kindern Tiere, weil alle Kinder Tiere haben wollen, aber wohlwissend, dass sie, die Eltern, sich um die Tierpflege kümmern müssen.

Und dann kann es den Eltern zu viel werden.

Und dann? Was passiert dann? Was genau können Sie nachvollziehen?

@ Am 09. Mai 2021 um 23:02 von Sisyphos3

>>Am 09. Mai 2021 um 23:02 von Sisyphos3
22:51 von David Séchard

Ich weiß nicht ob es sonst noch weitere geschlechtsspezifische Tötungen von anderen "Nutz"-tieren gibt
.
wer sagt ihnen dass ich in meinem Beitrag (Nutz)"Tiere" meinte ?
es gibt auch andere Beispiele wie gelegentlich verhalten wird,
wenn was persönlich ungelegen kommt !<<

Ach Sisyphos3, soll ich ihnen jetzt ihren eigenen Text noch einmal erörtern. Das ist mir jetzt zu anstrengend. Lesen Sie ihren Text & meine spezifische Antwort darauf & sie können ihre Frage beantworten.

@23:24 von harry_up @ Anna-Elisabeth,

//"Und Blutwurst rühre ich auch nicht an."

Dann sollten Sie auch einen Bogen um Leberwurst machen.

---------------

Den Tipp habe ich von einem Metzger, dem ich einmal bei einer Autopanne geholfen habe; da ich nichts dafür haben wollte, bekam ich diesen Rat von ihm.//

Ich bemühe mich, Ihren Tipp zu vergessen. Danke, dass Sie nicht ausführlicher geworden sind.
Kolleginnen von mir hatten sich mal Mettwurst unterm Mikroskop angesehen. Die rühren alle keine Mettwurst mehr an. Ich hatte mich geweigert, ins Mikroskop zu schauen und esse immer noch Mettwurst.

Pandemie und Tiere.

Seit geraumer Zeit melden die Tierheime und auch Tierverkäufer eine enorme Nachfrage nach einem Tier.

Hunde sind fast keine mehr in den Tierheimen, was an sich toll ist.
Trotzdem sind sie darauf gefasst, nach Pandemieende, spätestens zu Beginn der Sommerferien, viele der vermittelten Tiere zurück zu bekommen.

Was das mit einem solchen Wesen macht, darüber denken die Leute häufig nicht oder kaum nach.

@ Am 09. Mai 2021 um 23:16 von harry_up

>>Am 09. Mai 2021 um 23:16 von harry_up
Ich habe derzeit noch 4 Hunde,...

...die ich als "meine kleine Familie" bezeichne.
Meine Frau und ich hatten diese wunderbare Rasse seit 1985, und nach dem Tod meiner Frau vor fast 5 Jahren ( wir hatten 20 Jahre lang eine kleine Familienzucht) werde ich von meinen 4 Mädels jeden Morgen am Schlafzimmer abgeholt. Die Jüngste klopft mit der Rute seitlich an der Tür, und wenn ich öffne, bräuchte ich 4 Hände, um alle gleichzeitig zu begrüßen.

Für nichts auf der Welt würde ich sie weggeben, und ich hoffe einfach, dass ich sie überlebe.

80 % meiner Freunde hatten wir über die Hunde kennengelernt, und bis heute habe ich mit sehr vielen Kontakt, die einmal einen Welpen von uns bekommen haben, selbst nach dem Tod des Hundes.
Morgen erwarte ich Besuch, von einem Ehepaar, das auch einen Hund von uns hat.

Wie ich mich darauf freue, den Kleinen wiederzusehen. Und natürlich erkennt er mich wieder!<<

Schön zu lesen, bevor ich jetzt raus bin.
Gute Nacht

@22:59 von fathaland slim 22:35, Anna-Elisabeth

//Sie kennen doch die Geschichte vom Metzgerlehrling, der dem Meister beim Wursten zuschaut?

„Chef, wenn das rauskommt, was da reinkommt, dann kommen Sie rein und so bald nicht wieder raus...“//

Nee, kannte ich nicht. :-)

Danke.

@ Tada, um 23:49

Danke für Ihre plastische Schilderung, die mich herzlich lachen machte.

Da soll einer sagen, Katzen hätten keine Gefühle. :-)

22:30 von Sisyphos3

<< 21:40 von Nachfragerin

"Wer Fleisch als beliebig verfügbares Industrieprodukt wahrnimmt, dem fehlt der Respekt vor dem Leben."
.
man sollte einfach akzeptieren dass unser Nahrung eben auch zum Teil aus Fleisch besteht >>

,.,.,

Warum sollte "man" das akzeptieren?
Bloß weil Ihnen ein Tier Wurscht ist?

xxx

"Das heißt aber nicht dass man sich so verhält wie aktuell
es muß ja wohl möglich sein, eine Tierhaltung mit Würde zu realisieren"

,.,.,

Einem Tier, das nur zum Fressen gehalten wird, hat man von vornherein die Würde genommen.

Da hilft dann auch keine Alibiveranstaltung mehr:
ich hab das Tier gut gehalten, und dann hab ich ihm den Kopf abgehackt.

Darstellung: