Ihre Meinung zu: Corona-Inzidenz in Deutschland fällt auf 121,5

8. Mai 2021 - 7:40 Uhr

Das Robert Koch-Institut hat binnen 24 Stunden 15.685 Corona-Neuinfektionen registriert - das sind 3250 Fälle weniger als vor einer Woche. Die bundesweite Inzidenz sinkt im Sieben-Tages-Schnitt auf 121,5.

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Corona-Inzidenz fällt

Diese Zahlen werden von uns allen gerne gesehen auch wenn sie ggf. nicht von dauern seine könnten.
Da haben sich mal wieder ganz schlaue Menschen die Lockerungen für Geimpfte und Genesene einfallen lassen, den Gedanken aber leider nicht zu Ende gedacht.
Wie soll man das kontrollieren wenn ab Sonntag hunderttausende "Geimpfte und Genesene" feierwütig durch die Straßen der Städte ziehen?
Ratlosigkeit ist wohl eher das was übrig bleiben wird.

Bundesnotbremse

Die Bundesnotbremse ist einfach goldrichtig. Dass Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren sinnvoll sind, können wir ja ganz unmittelbar nachvollziehen. Mit dem Lockern müssen wir uns noch gedulden, die Inzidenz muss mindestens unter 50 runter. Jetzt heißt es vernünftig sein.

Deutschland ist auf einem guten Weg

Die Inzidenzwerte entwickeln sich deutlich nach unten. Die Schutzmaßnahmen zeigen Wirkung, vor allem aber die stetig steigenden Impfzahlen und Testungen. Dies ist vor allem das Verdienst der Bürger, die sich mehrheitlich zu den Schutzmaßnahmen der Regierung bekannt und diese konsequent eingehalten haben. Nun gilt es, auch den Rest des Weges zu meistern und die Verimpfungen weiter konsequent durchzuziehen. Vor allem aber sollte man nicht vergessen, dass es sich umn eine Pandemie handelt, die weltweit bekämpft werden muss. Mutationen in andere Teilen der Welt können den aktuellen Erfolg rasch zunichte machen. Deshalb ist und bleibt internationale Hilfe für Indien und andere Länder extrem wichtig.

@Mustafa Schulz-Gülen um 08:50

>Die Bundesnotbremse ist einfach goldrichtig. Dass Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren sinnvoll sind, können wir ja ganz unmittelbar nachvollziehen.<

Weis nicht. Kann sein. Bei uns in Berlin sank die Inzidenz schon bevor die Ausgangssperren kamen, und anderswo, wie Bayern, wo sie immer noch hoch ist, gab auch vorher schon Ausgangssperren, die also auch nichts geändert haben....
Aber es gibt bestimmt irgendwo Gegenden wo es was gebracht hat..doch, doch, kann schon sein.

Prognosen

Und wieder über 3.000 Neuinfektionen weniger im Vergleich zur Vorwoche. Parallel dazu sinkt auch der Inzidenzwert (121,5). Allein mit der bundesweit geltenden "Notbremse" ist dies nicht zu erklären. Auch nicht mit der nun anziehenden Impfkampagne. Es scheint vielmehr so, dass das Virus seine Ansteckungskraft verliert. Bin schon jetzt gespannt, wie die Verantwortlichen ihre bisherigen Prognosen rechtfertigen. Zwei Beispiele: Noch im Februar sagte die Virologin Melanie Brinkmann 180.000 (!) Corona-Tote für dieses Frühjahr voraus. Und das Robert-Koch-Institut hatte im März "für die Zeit nach Ostern" hohe Inzidenzen bis zu 550 (!) vorhergesagt. Und heute 121,5. Und das, obwohl sich an den bisherigen Corona-Maßnahmen wenig bis gar nichts geändert hat.

Woran liegt es?

Ich vermisse wieder einmal die Gründe für den sich abzeichnenden Trend.

An der Bundesnotbremse kann es nicht liegen, da diese erst am 24.05. in Kraft trat und die Zahlen das Infektionsgeschehen um ein bis zwei Wochen verzögert widerspiegeln.

Ich vermute die Mitte/Ende April eingeführte Testpflicht für Schüler und Testmöglichkeit für Arbeitnehmer als Ursache, da dadurch weitere Ansteckungen verhindert werden.

In der Woche nach der Einführung der Bundesnotbremse wurden auch 5% weniger Tests durchgeführt. Damit lässt sich die Inzidenz natürlich auch (künstlich) absenken.

Es fehlt der Grund zum

Es fehlt der Grund zum Testen. So wird auf 100.000 weniger getestet und somit weniger Infezierte erkannt. Intensivstationen und Todesfälle sprechen ihre eigene Sprache.
Ein Blick ins benachbarte Ausland zeigt, dass trotz Öffnungen die Zahlen dennoch runtergehen.

Die Behauptung die Maßnahmen zeigen Wirkung ist oberflächlich.

Darüber hinaus sind Lockdowns unwirtschaftlich, was in einem martwirtschaftlichen System nicht unrelevant ist.

Und erzwungene Kontaktbeschränkungen äußerst assozial. Gesunde Menschen stecken sich nicht an. Bei vielem wären Tests besser als Verbote.

Inzidenz von 100 politisch bedeutsam

„ Die Inzidenz von 100 ist politisch bedeutsam, weil oberhalb dieser Schwelle strengere Schutzmaßnahmen wie etwa Ausgangsbeschränkungen verhängt werden müssen. In Landkreisen und Städten mit niedrigeren Zahlen sind nach einer Stabilisierung der Zahlen dagegen Öffnungsschritte möglich.“

Sehr gute Formulierung.

Medizinisch-virologisch gesehen hat die Inzidenz als absolute Zahl keine Bedeutung.

Bei Inzidenzen eignet sich allenfalls deren Änderung als ein (!!) Kriterium unter mehreren.

Aber die Zahlen stehen nun mal im Gesetz.

Und auch wenn es Unsinn ist - wir müssen uns jetzt daran halten. Gesetz ist Gesetz.

Weiterhin hohe Todeszahlen

Und in NRW, wo Herr Laschet die Risikogruppe der über 60- jährigen einfach aus der Impfpriorisierung herausgenommen hat, werden wir Alten ohne Hausarzt wohl weiterhin sterben müssen, während die Gruppen, die durch ihr rücksichtsloses Verhalten die Pandemie stets befördert haben, Sonderkontingente der sicheren Impfstoffe erhalten. Traurig.

Kommentar von Georgebone

Wie soll man das kontrollieren wenn ab Sonntag hunderttausende "Geimpfte und Genesene" feierwütig durch die Straßen der Städte ziehen?
............................
Bei manchen Menschen frage ich mich echt wie und ob die nachdenken ,oder einfach nur irgendwas kommentieren möchten.

Der Grund liegt auf der Hand

Diese positive Tendenz ist auf zwei Dinge zurückzuführen.

Die Maßnahmen zeigen in ihrer Summe Wirkung. Es spielt eine untergeordnete Rolle, ob das jede einzelne tut. Klar ist, dass die Wirkung aus der Kombination da ist.

Wichtiger ist mir aber eines, nämlich dass die Mehrheit der Menschen ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Disziplin bei den AHA-Regeln und im Umgang mit der Pandemie und untereinander zeigen.

So muss es weiter gehen.

09:37 von Nachfragerin| Sie vermuten den richtigen Grund

'Ich vermute die Mitte/Ende April eingeführte Testpflicht für Schüler und Testmöglichkeit für Arbeitnehmer als Ursache, da dadurch weitere Ansteckungen verhindert werden. '

Das ist ein wichtiger Baustein und hat mit Sicherheit einen großen Anteil an der festgestellten Tendenz bei der Inzidenz.

08:48 von GeorgeBone // Da

08:48 von GeorgeBone

// Da haben sich mal wieder ganz schlaue Menschen die Lockerungen für Geimpfte und Genesene einfallen lassen, den Gedanken aber leider nicht zu Ende gedacht.//

Jeder geimpfte bekommt in seinen Impfpass einen Eintrag, und - soweit mir bekannt -jeder offiziell getestete, eine Bescheinigung.
Kann beides vorgezeigt werden, aber ja - die Gefahr das es sich um Fälschungen handelt -ist da. Wenn auch gering.

//Wie soll man das kontrollieren wenn ab Sonntag hunderttausende "Geimpfte und Genesene" feierwütig durch die Straßen der Städte ziehen?//

Sie glauben also, das sich jetzt die ganzen Ü 80 mit dem Rollator aus den Heimen auf den Weg in die Innenstädte macht um zu feiern ?
Oh Mann !

"Bundesnotbremse"

Dieses "Regelwerk" kann sich in den aktuellen Zahlen NICHT widerspiegeln, weil es dafür nicht lang genug gilt. Ganz einfach. Das mal an die Adresse derer, die die aktuelle Entwicklung der Zahlen auf diesem "Werk" begründen. Die Impfwütigen sich impfen lassen, nur die Menschen mit Symptomen testen und in 6 - 8 Wochen ist diese "Pandemie" rechnerisch, nicht politisch, Geschichte. Das ist zumindest meine Meinung.

08:50 von Mustafa

08:50 von Mustafa Schulz-Gülen

Volle Zustimmung, aber ....

09:34 von Louis2013

ja das Problem mit den Prognosen
in meiner Stadt ist die Inzidenz seit Wochen schon bei 220

09:08 von Adeo60

"Mutationen in andere Teilen der Welt können den aktuellen Erfolg rasch zunichte machen. Deshalb ist und bleibt internationale Hilfe für Indien und andere Länder extrem wichtig."

Es gibt weltweit zu wenige Impfstoffe. Wie soll die "internatinale Hilfe" aussehen um Mutationen zu verhindern? Jeder der nicht geimpft ist kann sich anstecken und eine Mutation entwickeln. Das geht auch in Deutschland. Bei fehlendem Impfstoff hilft nur Kontaktreduzierung um möglichst wenige Ansteckungen zu haben. Wie machen sie das mit welcher Hilfe in Indien?

Als Regierungsprech wäre ihr Kommentar bestens geeignet. Gut klingende Forderungen, mit globalem Anspruch auf Umsetzung. Staatstragend und mit weltweitmännischem Habitus. Auch wenn es nichts bewirkt und niemandem hilft.

09:37 von Nachfragerin Ich

09:37 von Nachfragerin

Ich vermute mal, Sie haben sich im >Datum nur verschrieben, denn der 24.05. ist noch nicht.
Zu Ihren anderen Vermutungen : es sollte allseits bekannt sein, das nicht eine Maßnahme allein etwas bringt, sondern viele zusammen. Dazu kommt, das verständige Bürger bereits vor Inkrafttreten der
" Bundesnotbremse " wieder mehr Acht gegeben haben.

Professor Peter Kern, Leiter

Professor Peter Kern, Leiter der Klinik für Immunologie am Klinikum Fulda, im Interview mit ntv.de.: "...was wir eigentlich wissen müssen: Wie entwickelt sich die Zahl der Neuinfektionen in der gesamten Population? Wie ist das Altersprofil der Infizierten? Wie gut kann unser Gesundheitssystem die Situation noch stemmen?"
und:
"Diese Zahl hängt aber von vielen Bedingungen ab, die gar nichts mit dem Infektionsgeschehen zu tun haben, zum Beispiel von der Frage, wie viele Tests man macht."
und:
"Noch wichtiger für die Inzidenz ist die Frage der Selektion: Wen teste ich? Das hat sich über das Jahr deutlich gewandelt."
und:
"Da fehlt als entscheidender Parameter das Altersprofil der Infizierten."
"Wenn es uns also um das Ziel geht, die Todeszahlen in den Griff zu bekommen, haben wir es bald geschafft."
Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/B-1-1-7-ist-das-Beste-was-uns-passieren-kon...

Bayer. Polizei: Kontrolle nicht möglich.

@09:54 von Objektiv1968,@Georgebone
Der Kommentar ist keineswegs willkürlich.
Im Bayerischen Rundfunk wurde ein Sprecher der Polizei interviewt. Er meinte, da es keine Pflicht zum Mitführen eines Ausweises, sowohl Impf- wie Personal- , gibt, kann die Polizei praktisch nicht wirklich überprüfen, ob jemand geimpft oder genesen ist.

09:42 von gast // Gesunde

09:42 von gast

// Gesunde Menschen stecken sich nicht an. //

Darf ich um belastbare und seriöse Quellenangabe bitten !
Ja, es sind viele vorerkrankte Menschen, die sich anstecken, aber erzählen Sie mal den infizierten Sportlern, das sie sich nicht angesteckt haben können/ sollen oder was auch immer!

// Bei vielem wären Tests besser als Verbote.//

Es bleibt allen unbenommen, sich testen zu lassen. Aber bitte immer im " Hinterkopf " behalten, das ein Test nur eine Momentaufnahme ist, die in einigen Stunden überholt sein kann!

@GundelGaukelei, 09.51h

Damit habe ich auch meine Schwierigkeiten.
Die einen rennen sich einen Wolf, um einen Impftermin zu bekommen und den anderen, denen alles am A.. vorbeigeht, rennt man mit dem Impfteam nach.
Herzliche Grüße nach Entenhausen.

Das doppelte Präventionsparadox umgehen

Die positive Tendenz bei den Inzidenzen wird weitergehen, wenn es der Politik und vor allem der Gesellschaft gelingt, dem doppelten 'Präventionsparadox' die kontraproduktive Wirkung zu nehmen.

In seiner einfachen Form sagt es, dass der Einzelne wenig Nutzen von Präventionsmaßnahmen wahrnimmt, aber die Gesellschaft als Ganzes stark von ihnen profitiert, je mehr sich daran halten.

Etwas frei erweitert sagt es, dass die Wirksamkeit der Präventionsmaßnahmen ihre Gegner behaupten lässt, dass die Maßnahmen gar notwendig seien, weil die Pandemie ja nicht schlimm sei und 'von ganz alleine' nachlässt.

Ein Großteil der QD-Geschichten fußen darauf.

09:51 von GundeGaukelei

Keine Panik!
"Ein 60-Jähriger, der sich infiziert, hat eine Sterbewahrscheinlichkeit von 0,5 Prozent. Ein 75-Jähriger stirbt mit 5 Prozent Wahrscheinlichkeit."
"Wir müssen die Menschen über 60 betrachten, davon haben wir 24 Millionen in Deutschland. Von denen sind heute bereits etwa 18 Millionen immunisiert. Bei den Infizierten machen die über 60-Jährigen keine 15 Prozent mehr aus."
Professor Peter Kern, Leiter der Klinik für Immunologie am Klinikum Fulda
Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/B-1-1-7-ist-das-Beste-was-uns-passieren-kon...

Corona-Inzidenz

In der zweiten Aprilwoche wurde ich mit AZ geimpft und werde jetzt versuchen in einem kürzeren Abstand als 12 Wochen die Zweitimpfung zu erhalten.

09:51 von GundeGaukelei Gibt

09:51 von GundeGaukelei

Gibt es für Ihre Angaben irgendwelche seriöse Belege ?
Wer hat durch " rücksichtsloses Verhalten " die Pandemie befördert ?
Wer hat Sonderkontingente an Impfstoffen bekommen?
( Falls Sie die Menschen in den Gebieten mit besonders hoher Inzidenz meinen - das kommt auch Ihnen zu Gute ! )

Wenn Sie keine Belege haben, bleibt mir nur : traurig, das man so unmenschlich kommentieren kann !

um 09:56 von MRomTRom

>>
Wichtiger ist mir aber eines, nämlich dass die Mehrheit der Menschen ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Disziplin bei den AHA-Regeln und im Umgang mit der Pandemie und untereinander zeigen.

So muss es weiter gehen.
<<

Die Chance ist bereits vertan. Nämlich durch das unselige Entspannungsgeschwätz, das an allen Ecken verbreitet wird. Öffnen, öffnen, öffnen ... Dabei muss doch eigentlich jeder Erwachsene wissen, dass es mindestens zu 50 % um Psychologie geht. Man muss nur einmal sagen "die Welle ist gebrochen" und schon verhalten sich große Teile der Bevölkerung als hätte es noch nie ein Virus gegeben. In 10 Tagen werden wir es an den wieder ansteigenden Inzidenzen sehen. Und wegen der bereits Genesenen und Geimpften sind 100 von heute problematischer als die 100 von gestern.

um 09:37 von Nachfragerin

"An der Bundesnotbremse kann es nicht liegen, da diese erst am 24.05. in Kraft trat und die Zahlen das Infektionsgeschehen um ein bis zwei Wochen verzögert widerspiegeln."

Ich verstehe diesen Satz einfach nicht. Haben Sie mal auf den Kalender geschaut? Vom 24. April bis heute sind genau zwei Wochen vergangen.

"Testpflicht für Schüler" hatte fast keine Auswirkungen. Es gilt unverändert, dass Schulen, die sich an das Hygienekonzept halten, nicht zur Verbreitung beitragen.
_

Seit über einem Jahr...

...erklärt man uns, dass jegliche Maßnahmen gegen Corona erst nach zwei bis drei Wochen Wirkung zeigen, aber die Zahlen sinken bereits seit dem Höchststand Mitte April, obwohl die Bundesnotbremse erst über eine Woche später kam.
Wenn ich schon bei so oberflächlicher Betrachtung einen solchen Widerspruch feststelle, habe ich wenig Vertrauen, dass irgendeine verantwortliche Person wirklich versteht, was sie tut.
Aber vielleicht habe ich auch einfach nur zuviel Zeit zum Nachdenken, da ich jetzt schon seit November von Monat zu Monat auf's Neue das Arbeiten verboten bekomme...

Seltsame Entscheidungen zur Zeit

Man ist gegen Aufhebung von Corona Impfstoff Patenten, will keine "Präzedenzfälle" schaffen. Und wie ist das mit der Aufhebung der Freiheitsrechte, das macht man ja doch auch nur einmal oder ist das etwa geplant, nochmal später umzusetzen? Die Politik erscheint mir immer fragwürdiger. Auch die Verkürzung der Intervalle beim Astrazeneca Impfstoff. Es widerspricht jeder Vernunft.

um 09:43 von vriegel

>>
Aber die Zahlen stehen nun mal im Gesetz.

Und auch wenn es Unsinn ist - wir müssen uns jetzt daran halten. Gesetz ist Gesetz.
<<

Sie werden es nie verstehen: Sie laufen doch auch nicht nackt durch die Gegend, wenn der Wetterbericht 10 Grad Minus vorhergesagt hat und es dann doch 8 Grad Minus geworden sind. Und dachten Sie bisher die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen von 100 sei ein wissenschaftlich ermittelter Wert ?

09:37 von Nachfragerin

>>An der Bundesnotbremse kann es nicht liegen, da diese erst am 24.05. in Kraft trat<<

Sie sind Ihrer Zeit voraus. Beeinträchtigt m.M. nach aber die Glaubwürdigkeit Ihrer Aussage.

Die Bremse bei den

Die Bremse bei den Neuinfektionen war schon vor Ostern sichtbar, da lief die Kurve schon auf ein Plateau zu, das dann durch die Feiertage erst nach unten und danach durch die erhöhten Nachmeldungen wieder nach oben ausschlug. Danach gab es ca. 3 Wochen "Stabilität" in der Kurve, und zuletzt sank sie, allerdings schon BEVOR die "Bundesbremse" hätte wirken können. Ich denke, es liegt auch schlicht und einfach daran, dass die meisten Leute "ihre" Kontakte einfach "durch" haben, neue kommen nicht hinzu. Selbst als Pendler zur Arbeit trifft man in den Öffis auf viele Mitreissende, die jeden Morgen und Nachmittag den Weg mit einem teilen. Wenn das Virus dort viel angesteckt hatte , läuft sich das jetzt langsam tot. Dazu kommt die vermehrt gezielte Testung (nach positiven Schnelltest), das hat natürlich die Inzidenzen gesteigert, der Effekt läuft jetzt auch aus. Ich glaube, die Bundesbremse hat die geringste Auswirkung auf das akt. Geschehen, aber wir werden es nie genau wissen.

Die Wissenschaft und das RKI sind der Maßstab

Es ist schon schwer für den Einzelnen, sich mit den virologischen Fakten und den manchmal verwirrenden Maßnahmenbündeln auseinander zu setzen.

Das wird durch die Flut von gezielt gestreuten Falschinformationen aus der QD-Szene noch verschlimmert, die oft nicht einfach plump sondern verpackt in Pseudowissenschaftlichkeit und mit Zahlen und Studien daherkommen, die sich beim näheren Hinsehen als zweifelhaft, fehlerhaft oder ganz gefälscht erweisen.

Letztlich hilft nur der Bezug zur seriösen Wissenschaft, wie sie durch das RKI verkörpert wird, aus dem Dschungel.

Die Zahlen sinken

das ist doch das wichtigste.
Als ich heute morgen vom Einkaufen an dem Impfzentrum vorbei fuhr, standen die Menschen Schlange für einen Picks. Da lacht das Herz, es wird Stück für Stück geimpft.
Trotz allem sind in meinem Landkreis die Zahlen noch exorbitant hoch Inzidenzwert 265 stimmt mich nachdenklich. Zu mal auch meist junge Menschen auf Intensiv liegen, ob mit oder ohne Vorerkrankungen konnte mir die Stationsleiterin nicht sagen. Aber das man dringend Hilfskräfte benötigt, vriegel wäre so ein Kandidat. (Ironie)
Nun bin ich älterer Herr 2 mal geimpft, wollte ein paar Tage zum Wandern aber die Herbergungsbetriebe werden teilweise nicht öffnen weil die vorgeschriebenen Hygienekonzepte zu teuer sind.
Also nix mit Halli Galli, wie manche schreiben.

09:42 von gast

>>Und erzwungene Kontaktbeschränkungen äußerst assozial.<<

Möglich, sie retten Aber Menschenleben und schützen vor Erkranungen.

>>Gesunde Menschen stecken sich nicht an.<<

Wenn Sie das sagen;-)

um 09:43 von vriegel

Die Inzidenz von 100 ist und war schon immer eine administrativ-organisatorisch bedeutsame Zahl. Niemand hat jemals behauptet, dass sie eine "medizinisch-virologische" Bedeutung hätte.

Es geht um die Nachverfolgung und um die Versorgung. Bei einer geringen Inzidenz kann man die Erkrankten vollumfänglich versorgen und hat genug Verwaltungspersonal für die Nachverfolgung.

Natürlich kann niemand sagen, ob nun 100 der perfekte Wert ist; die Kommunen sind ja auch unterschiedlich ausgestattet. Aber es ist ein sinnvoller Mittelwert.
_

09:51 von GundeGaukelei

>>...werden wir Alten ohne Hausarzt wohl weiterhin sterben müssen<<

Gibt es in NRW keine Hausärzte die neue Patienten aufnehmen?
Vermutlich gibt es doch auch bei Ihnen Impfzentren. Und wie man an Ihrem Posting sieht, sind Sie doch mit PC und Internet vertraut.

10:00 von nemesis77

>>Die Impfwütigen sich impfen lassen,...<<

Wie identifizieren Sie einen Impfwütigen?
Sind alle Menschen die sich impfen lassen impfwütig? Und sind Nichtimpfwütige Impfgegner oder gar Coronaleugner?

Einiges kann ich

so nicht ganz nachvollziehen, was hier so geschrieben wird. Jeden Morgen schau ich auf die Karte, was der Landkreis so für Zahlen hat.
Die meisten Menschen halten sich ja regional auf, schön wenn die Zahlen für den Bund fallen, aber heute Morgen geht es im Landkreis mit den Zahlen nach oben.
Und da sind Öffnungen von Morgen, gar nicht dabei, wird also vermutlich noch steigen.
Auch bei den Impfzahlen sieht es positiv aus, beim Bund, aber noch vorgestern, war die Aussage, noch nicht alle 80 Jährigen geimpft, und bei Gruppe 70-80 sind erst ein Drittel geimpft.
Und als Beispiel, stehe auf der Liste, seit Gruppe 2 freigegeben wurde, Termin keiner.
Zwischen Darstellung und Wirklichkeit, scheint eine Lück zu klaffen.

Skeptisch werden bei versteckten politischen 'Botschaften'

Nun ist also wieder Bewgung im Inzidenzgeschehen und in der Frage, welche Maßnahmen dazu beigetragen haben.

Die Diskussion der Corona-Maßnahmen sollte der Normalfall in der Auseinandersetzung sein. Dinge zu hinterfragen, auf Änderungen und neue Erkenntnisse reagieren ist bei der rasanten Entwicklung des Pandemiegeschehens immer wichtig.

Skepsis ist angesagt, wenn hinter Corona-'Argumenten' plötzlich zum Vorschein kommt, dass es in Wirklichkeit nicht um die Pandemie und ihre Bekämpfung sondern um etwas anderes geht.

Um QD-Botschaften, Corona-'Diktatur'-Parolen, die befremdliche Corona-Resolution der AfD von Dresden, Reichsbürger-Unsinn und sonstige Verschwörungstheorien.

Anhang z. vor.

Anhang z. vor. Kommentar:
Wenn sich jetzt alle für die "Bundesbremse" auf die Schultern klopfen und Lorbeerkränze verteilen, halte ich das für unangemessen (s. meinen obigen Kommentar).
Und das erst recht, vor dem Hintergrund, dass der Gesetzgeber gegen die katastrophalen Arbeits- und Wohnverhältnisse von unterbezahlten und in beschönigend genannten "Sammelunterkünften" untergebrachten Saisonarbeitern nicht nur nichts unternimmt, sondern dieses Modell noch unterstützt. Darum ist in Diepholz ein neuer Hotspot entstanden und der gesamte LK muss darunter leiden.
Ich hatte so gehofft, dass Corona solche Arbeitsmodelle ins Wanken bringt. Ich denke auch, generell gehören alle wi. Modelle, die ihren Gewinn nur aus den Niedriglöhnen der MA ziehen, z. B. Saisonarbeiter, Paketdienste, und sonst eigentlich nicht lebensfähig sind, vor den Konkursrichter. Sie sind es nicht wert zu überleben, erst recht nicht, wenn der Staat die Löhne noch aufstocken muss. Eigentl. sind es auch nur Zombieunternehmen

an vriegel um 14:11 um 09:43

"Medizinisch-virologisch gesehen hat die Inzidenz als absolute Zahl keine Bedeutung. "

Könnten sie mir diesen Satz bitte erläutern.
Ich halte ihn für eine inhaltslose Sprechblase.

OMG

Man kann ganz einfach die Einschränkungen für Genesene und vollst. Geimpfte nicht aufrecht halten! Ich möchte den Aufschrei hier nicht erleben, würde unsere Regierung das versuchen....Bei allen Bedenken, es ist richtig. Da muss gehofft werden, dass die Eigenverantwortung greift, Kontrolle ist nicht möglich. Zum Glück scheinen die Infektionen abzunehmen. Also weiter so : AHA wenig Kontakte, Augen zu und durch...es ist doch absehbar.

09:37 von Nachfragerin

>>Ich vermisse wieder einmal die Gründe für den sich abzeichnenden Trend.<<

- Bundesnotbremse, ein fester Bestandteil einer Kette von Gründen.

>>In der Woche nach der Einführung der Bundesnotbremse wurden auch 5% weniger Tests durchgeführt. Damit lässt sich die Inzidenz natürlich auch (künstlich) absenken.<<

- Wer die Nadel im Heuhaufen sucht...

Prognosen

Einige der Prognosen waren Prognosen für den schlimmsten Fall. Ihr Sinn ist genau das, was eingereten ist. Sie werden nicht Realität.
So kann man jetzt rätseln, was die Ursache ist.
Richtig ist, dass sich bei Vielen das Bewußtsein für die drohende Gefahr verstärkt hat. Das ist wahrscheinlich auch die Ursache dafür, dass die Senkung der Inzidenz merklich eintrat, bevor die Notfallremse wirsam werden konnte.
Das heißt nicht, dass deren Maßnahmen nicht auch selbst wirksam sind.
Hinzu kommt natürlich auch die Senkung der Inzidenz in Polen und Tschechien. Und weitere Faktoren.
Jetzt ist zu hoffen, dass durch die unsinnig hohen Inzidenzgrenzen der Anfangserfolg nicht verspielt wird.

Ich glaube nicht das die

Ich glaube nicht das die Bundesnotbremse etwas mit dem Absinken der Zahlen zu tun hat. Denke eher das die endlich flächendeckenden Tests der Grund dafür sind. Da Infizierte endlich frühzeitig erkannt und isoliert werden. Wie viele Infizierte werden zur Arbeit gegangen sein, nicht mit böser Absicht sondern weil sie es nicht wussten. Wie viele Kinder werden ohne Symptome aus der Schule nach Hause gekommen sein und haben ihre Eltern angesteckt. Das sich die meisten Menschen zu Hause angesteckt haben wird wohl so sein, da man sich da am nächsten kommt, aber irgendwie muss das Virus erst mal nach Hause gebracht werden, das entsteht da nicht von selbst. Ich denke wenn wir von Anfang an eine vernünftige Teststrategie gehabt hätten wäre es nie so schlimm geworden.

09:42 von gast

>>Es fehlt der Grund zum Testen. So wird auf 100.000 weniger getestet und somit weniger Infezierte erkannt. <<

- Richtig, die Zahl der Infizierten bleibt dennoch bestehen, ob getestet oder nicht...

>>Intensivstationen und Todesfälle sprechen ihre eigene Sprache.
Ein Blick ins benachbarte Ausland zeigt, dass trotz Öffnungen die Zahlen dennoch runtergehen.<<

- Jetzt wird's ein bisschen durcheinander und ich weiß nicht, was Sie eigentlich damit sagen wollen: Die Corona-Fälle auf den Intensivstationen sind weiterhin hoch (70% der Klinik-Betten auf Intensiv sind aufgrund Corona ausgelastet/ Wieler RKI). Warum sollen wir dann ins Ausland gucken?

>>Und erzwungene Kontaktbeschränkungen äußerst assozial. Gesunde Menschen stecken sich nicht an. Bei vielem wären Tests besser als Verbote.<<

- Gesunde Menschen stecken sich nicht an? Dann weiß ich ja nun, worauf Sie eigentlich hinaus wollen...

Da war doch in den letzten Tagen...

...immer wieder von "Herdenimmunität" bei einem User die Rede.
Bislang ist es noch ruhig, er scheint derzeit die neuen Zahlen zu recherchieren...

Davon einmal abgesehen:
Es wäre in der Tat wichtig und hilfreich, hätte man konkretere Hinweise darauf, welche der Maßnahmen (hauptsächlich) verantwortlich für das Sinken der Inzidenz sind.
So bastelt sich jeder seine eigene, ihm am plausibelsten erscheinende Meinung.

Mein "Favorit" sind - neben der Vernunft der allermeisten Mitmenschen - die vielen Geimpften, aber belegen kann ich's natürlich nicht.

@nachfragerin

Ich vermute der Grund ist ganz einfach und hat auch weniger mit der sog. Notbremse zu tun. Eine solche Entwicklung hatten wir ja schon in den Weihnachtsferien. Einfacher Grund: In den Ferien sind die Schulen geschlossen und es wird weniger gearbeitet. Wenn man alle nicht notwendigen Betriebe mal für zwei oder drei Wochen schließen würde bei gleichzeitig geschlossen Schulen ginge die Zahl der Täglichen Neuinfektionen gegenüber der Vorwoche vermutlich um deutlich mehr runter als nur die derzeitigen 10 bis 15%. Man sieht ja jetzt erst das Infektionsgeschehen aus der Ferienzeit.

@10:14_bolligru - falsche Sterblichkeitszahlen

""Wir müssen die Menschen über 60 betrachten, davon haben wir 24 Millionen in Deutschland. Von denen sind heute bereits etwa 18 Millionen immunisiert. Bei den Infizierten machen die über 60-Jährigen keine 15 Prozent mehr aus."
Professor Peter Kern, Leiter der Klinik für Immunologie am Klinikum Fulda
Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/B-1-1-7-ist-das-Beste-was-uns-passieren-kon..."

Nach der international viel beachteten Studie von Prof Ioannidis von der Standford University liegt die Fallsterblichkeit bei Menschen unter 70 bei 0,05 %.

Es ist wenig zielführend nur die bekannten Infektionen als Maßstab heran zu ziehen. Man muss alle Infizierten berücksichtigen. Also die IFR und nicht die CFR nehmen.

Das Epidemiologische Bulletin 19/2021 des RKI zeigt zudem auf, welche Menschen überhaut ein Risiko für einen schweren Verlauf haben. Es sind in erster Linie Menschen, deren Leben ohnehin schon nur an einem seidenen Faden hängt. Schwer Krebskranke im Endstadium z. B.

Bundesnotbremse

Die Bundesnotbremse hat in einigen Ländern nichts verändert, in wenigen Verschärfungen gebracht und in einigen de facto sogar Lockerungen, wie z.B. in Rheinland-Pfalz. Trotz der Bundes-Lockerungen in Rlp sinkt die Inzidenz hier seit einer Weile. Ich schätze, wir sehen hier den Einfluss der Natur, der verstärkend zu Einschränkungen dazukommt. Meiner Einschätzung nach ist die Bundesnotbremse überflüssig wie ein Kropf.

Da sind ja in Kürze die neuen alten Freiheiten...

...für 2x Geimpfte, Genesene usw.

Und da war die Rede von einem digitalen (Impf)Nachweis.
Wenn ich "digital" bei uns höre werde ich hellhörig, aus bekannten Gründen.

Wie steht es also um den Nachweis, den Geschäftsinhaberin Frau Maier oder Gastwirt Müller ja eigentlich überprüfen können müsste, wenn ein Kunde das Geschäft betritt?
Auf einen treuen Augenaufschlag kann sich ja wohl niemand verlassen.

Ich finde dazu nix...

@ich1961 - Die Bundesnotbremse ist keine Ursache.

10:07 von ich1961:
"Ich vermute mal, Sie haben sich im >Datum nur verschrieben, denn der 24.05. ist noch nicht."
> Danke für den Hinweis. Es war natürlich der 24. April gemeint.

"Zu Ihren anderen Vermutungen : es sollte allseits bekannt sein, das nicht eine Maßnahme allein etwas bringt, sondern viele zusammen."
> Auch das ist richtig. Und ich stelle mir halt immer wieder die Frage, welche der vielen Maßnahmen zum Erfolg beigetragen haben. Wenn das unsere Politik auch mal getan hätte, wären uns so manche unnötige Maßnahme und der damit verbundene Schaden erspart geblieben.

"Dazu kommt, das verständige Bürger bereits vor Inkrafttreten der
' Bundesnotbremse ' wieder mehr Acht gegeben haben."

> Das glaube ich nicht. Die Zahlen bilden das Infektionsgeschenen der vergangenen Wochen ab. Da die Inzidenz seit zwei Wochen sinkt, liegt die Ursache drei bis vier Wochen zurück. Die Bundesnotbremse gab es damals noch nicht, scheidet also als Ursache aus.

@09:43 von vriegel

Irgendwo muss man die Grenze(n) ja leider ziehen. Hier ist es die "praktische" Zahl 100. (Wissenschaftlich, epidemiologisch gesehen wären es vielleicht 101, 73.)

Grüße, Kurt

RKI

warum gibt es kein Impfdashboard nach Landkreisen mehr beim RKI? Gab es mal.
Zusammen mit dem Infektionsdashboard nach Landkreisen kann man prima vergleichen, wo die meisten Impfungen gemacht wurden und wie sich das auf die Infektionszahlen auswirkt.
Die Prozentwerte der Impfungen eines gesamten Bundeslandes sind wenig aussagekräftig.
Wozu die ganze Datensammlung, wenn am Ende nur grobe Prozentwerte veröffentlicht werden.
Aussagen wie: 70 % der über 60-jährigen sind geimpft, woher nehmen Ihre Redakteure diese groben Annahmen?
Wie sind die recherchiert? Wie lelegt?

@09:56 von MRomTRom

>>Die Maßnahmen zeigen in ihrer Summe Wirkung. Es spielt eine untergeordnete Rolle, ob das jede einzelne tut.<<

Dass die Maßnahmen insgesamt eine Eindämmung des Infektionsgeschehens bewirken, finde ich toll! (Ich war hier wesentlich pessimistischer.)
Es wäre jedoch interessant und wichtig, wenn wir den Effekt jeder Einzelmaßnahme quantifizieren könnten. (Wichtig möglicherweise für zukünftige Lockdowns.)
Die Hauptinfektionswellen sind offenbar die Arbeitsstätte, die Schulen und der öffentliche Verkehr. (In unserem Landkreis sinkt die Inzidenz seit den Schulschließungen mit Distanzunterricht.)

Grüße, Kurt

@Louis2013 Andere Rahmenbedingungen, anderes Infektionsgeschehen

09:34 von Louis2013:
"Es scheint vielmehr so, dass das Virus seine Ansteckungskraft verliert."
> Eine weniger ansteckende Mutation würde sich nicht durchsetzen können. Am Virus selbst kann es also nicht liegen. Es müssen die Rahmenbedingungen sein, aus denen sich weniger Ansteckungsmöglichkeiten ergeben. Denkbare Ursachen sind die Osterferien (keine Kontakte in Schule, weniger am Arbeitsplatz), besseres Wetter (mehr Frischluft) oder regelmäßige Schnelltests (die weitere Ansteckungen verhindern).

"Zwei Beispiele: Noch im Februar sagte die Virologin Melanie Brinkmann 180.000 (!) Corona-Tote für dieses Frühjahr voraus."
> Ich kenne die Aussage nicht, vermute aber, dass es sich um eine sehr vereinfachte Hochrechnung handelte.

"Und das Robert-Koch-Institut hatte im März 'für die Zeit nach Ostern' hohe Inzidenzen bis zu 550 (!) vorhergesagt."
> Das RKI ist dem Gesundheitsministerium unterstellt.

Die Frage....

....wie die Berater der Bundesregierung vor noch nicht allzu langer Zeit dazu kamen, für die aktuellen Wochen einen Inzidenzwert von 350 zu prognostizieren muss erlaubt sein. Denn der Wert, den wir jetzt haben, weicht sowas von stark davon ab, dass er sich alleine mit den verschärften Maßnahmen nicht erklären lässt!

Am 08. Mai 2021 um 09:34 von Louis2013

Und wieder über 3.000 Neuinfektionen weniger im Vergleich zur Vorwoche. Und das, obwohl sich an den bisherigen Corona-Maßnahmen wenig bis gar nichts geändert hat.. Allein mit der bundesweit geltenden "Notbremse" ist dies nicht zu erklären. Auch nicht mit der nun anziehenden Impfkampagne.
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Ihre Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich hat es AUCH mit der verstärkten Impfkampagne zu tun. Es hat weiterhin natürlich mit der strengeren Notbremse und natürlich mit den eingeführten zahlreichen Schnelltests (auch)in den Betrieben zu tun. Im Feb. wurden auch die Schulen (teilweise) wieder geöffnet. Auch die sind wieder geschlossen für Präsenzbetrieb. Hinzu kommt der saisonale Rückgang. Es wird keine EINZEL-Maßnahme sein, wohl aber die Summe derer. Was hatten Sie denn so gedacht ?
Durch Zauberhand ?

Impfen

Das Impfen ist wohl die beste Maßnahme, die die Inzidenzen sinken lässt. Das sieht man daran, dass sich das Altersprofil der CoViD-Patienten auf den Intensivstationen stark "nach unten" entwickelt hat. Es sind nicht mehr die Ü80-Patienten, die die Mehrheit auf den Stationen ausmacht.

Grüße, Kurt

Am 08. Mai 2021 um 09:42 von gast

Und erzwungene Kontaktbeschränkungen äußerst assozial. Gesunde Menschen stecken sich nicht an. Bei vielem wären Tests besser als Verbote.
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So so, gesunde Menschen stecken sich nicht an. Wenn Sie sich da mal nicht irren. Aber selbst WENN es so wäre, gibt es in DE mind. 20 Millionen Menschen, die sich entweder wegen ihres Alters, oder ihrer Handicaps oder beidem anstecken könnten/würden. Und da man natürlich nicht weiss, WER von diesen Menschen sich ansteckt, müssen die Beschränkungen leider noch etwas gelten.
Was Sie mit Ihren ersten Sätzen erklären wollen, habe ich nicht verstanden.

Coronatest-Lieferengpässe auch in Apotheken

Weil immer weniger Leute getestet werden, sinken die Inzidenzwerte.

@Marcus2, 10:05 Uhr

Grundsätzlich sollten schwere globale Krisen auch durch ein globales Krisenmanagement der wichtigsten Nationen bekämpft werden. Dies war in der Ära Trump leider nicht möglich. Es war deshalb auch richtig, dass die USA und auch GB ihre hohen Infektionszahlen durch ausreichend Impfstoff bekämpfen konnten. Auch für Deutschland und die EU war dies ein wichtiger Schritt. Es hat im übrigen nichts mit "weltmännischem Habitus" zu tun, wenn man über den Tellerand hinausschaut. Die Hilfe für könnte konkret so aussehen, dass zusätzliche Impfstoffe in die besonders stark betroffenen Länder abgezweigt werden. Wobei ich aber anmerken muss, dass dann auch die Regierungen vor Ort gefordert sind, religiöse Feste, Hochzeiten und andere Events mit engen Kontakten zu untersagen oder einzudämmen. An dieser Bereitschaft mangelt es in Indien. Hilfe kann immer nur zur Selbsthilfe eingesetzt werden - und in manchen Ländern braucht es dazu mehr als Impfstoffe.

Am 08. Mai 2021 um 09:51 von GundeGaukelei

Und in NRW, wo Herr Laschet die Risikogruppe der über 60- jährigen einfach aus der Impfpriorisierung herausgenommen hat, werden wir Alten ohne Hausarzt wohl weiterhin sterben müssen, während die Gruppen, die durch ihr rücksichtsloses Verhalten die Pandemie stets befördert haben, Sonderkontingente der sicheren Impfstoffe erhalten. Traurig.
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Und warum versuchen Sie es nicht über Impfzentrum ? Müssen Sie sich halt mal 2 Stündchen oder so Zeit nehmen.
Ich kann auch kaum glauben, dass es so viele alte Bürger, dazu mit Vorerkrankungen gibt, die nie ärztlich behandelt werden.
Das ist doch irgendwie ein Widerspruch.
Man könnte sich vielleicht auch mal an die Krankenkasse wenden und um Rat fragen.
Man muss schon selbst irgendwie tätig werden.

Todeszahlen

Das beruhigt mich mit meinen fast 67 Jahren ungemein. Die Todes Statistik des RKI spricht eigentlich eine deutliche Sprache, die ein Möchtegern-Kanzler schlicht und einfach ignoriert. Ein paar Monate halte ich es in meiner kleinen Wohnung schon noch aus. Immerhin wähle ich in Zukunft moderner. Ist ja auch was, wenn die CDU mal eine Chance auf Erneuerung in der Opposition erhält.

Nun ja

Herdenimmunität: Lange hieß es, 60 Prozent Geimpfte sind nötig, jetzt plötzlich 80 Prozent!

Die Herdenimmunität...

... Bestehend aus Millionen Menschen, welche sich seit dem 1.1.20 bis dato Infizierten, oder Infizierten aber keine oder nur schwache Symptome hatten, oder gar schon geimpft sind, tragen offensichtlich zum Fallen der Inzidenz in D bei.

Die CORONA - Zwangsmaßnahmen auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes haben zum Fallen der Inzidenz nur so weit beigetragen, da das Infektionsgeschehen etwas ausgebremst wurde.

@Nachfragerin, 09:37 Uhr - Es geht voran. Gut so!

Zunächst einmal können wir uns alle - unbeschadet der politischen Ausrichtung - darüber freuen, dass die Bekämpfung der Corona Pandemie Erfolge aufweist. Neben der strikten Einhaltung der Schutzmaßnahmen durch die Mehrheit der Bürger, ist dies durchaus auch das Ergebnis eines Maßnahmenpaktes, zum dem auch die Ausgangsbeschränkungen gehören. ZUdem sollte man die psychologische Wirkung der Bundesnotfallbremse nicht außer Acht lassen. Diese drastische Maßnahme hat den Bürger noch einmal gezeigt, wie ernst die Lage ist. Deshalb freue ich mich, dass die grundsätzlich Regierung die richtigen Schritte ergriffen hat und unser Land aus der Corona-Krise führen kann. Vor allem die hohen Impfzahlen und Testungen stimmen mich vorsichtig optimistisch. Bleiben Sie gesund.

@10:31_MartinBlank -völliger Unsinn

"Es geht um die Nachverfolgung und um die Versorgung. Bei einer geringen Inzidenz kann man die Erkrankten vollumfänglich versorgen und hat genug Verwaltungspersonal für die Nachverfolgung."

Die Gesundheitsämter sind nie in der Lage irgend etwas nachzuvollziehen.

Selbst bei Inzidenzen unter 10 haben die Gesundheitsämter nie auch nur annähernd einen größeren Prozentsatz an Infizierten gefunden. Die Dunkelzifer dürfte immer bei > 90 % gelegen haben.

Es ist ohnehin eine Illusion eine Pandemie kontrollieren zu können.

Ich will die Arbeit der Gesundheitsämter hier gar nicht schmälern, die können nichts dafür. Es ist schlichtweg so, dass >90% der Infizierten nie durch Tests ermittelt werden.

Und die Zahl der Intensivpatienten hat mit der Inzidenz auch sehr wenig zu tun.

Schweden hat bspw 350 - 400er Inzidenzen und ähnlich viele Intensivpatienten pro 100.000.

Und im Sommer sind fast alle Infektionen sehr milde bis symptomlos. So wird es auch diesen Sommer sein...

Ziel erreicht

Also, ich finde, dass diese Bundesnotbremse ihr wichtigstes Ziel erreicht hat: gleiche Grenzwerte gelten in allen Bundesländern.
Gerade jetzt, bei sinkenden Zahlen, hätten wir sonst wieder mehrere Ministerpräsidenten, die mit vorschnellen Öffnungen bei noch zu hohen Werten in Erscheinung treten würden.

Am 08. Mai 2021 um 10:05 von Marcus2

Als Regierungsprech wäre ihr Kommentar bestens geeignet. Gut klingende Forderungen, mit globalem Anspruch auf Umsetzung. Staatstragend und mit weltweitmännischem Habitus. Auch wenn es nichts bewirkt und niemandem hilft.
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Das sehe ich zumindest ähnlich. Eine wirklich umfassende Hilfe ist nur möglich, wenn es genug Impfstoff für ALLE gibt, egal wo er verimpft wird. M.W. können überall Mutationen entstehen. Natürlich sollte in Ländern wie Indien humanitäre Hilfe geleistet werden, allerdings nicht ohne die dortigen Verantwortlichen und die Elite, die es dort ja nun auch gibt, mit einbeziehen.
Solange diese in IHREM Land nicht für nötig halten, dringend Hilfestellung zu geben, wird das eine sehr einseitige Sache ändert dort nichts. Hilfe muss mit sinnvollen Forderungen verknüpft sein, sonst ist sie nur eine Momentaufnahme, die sofort wieder verpufft.

10:40 von wenigfahrer // Und

10:40 von wenigfahrer

// Und als Beispiel, stehe auf der Liste, seit Gruppe 2 freigegeben wurde, Termin keiner.
Zwischen Darstellung und Wirklichkeit, scheint eine Lück zu klaffen. //

Kleiner Tipp: mehrmals hintereinander versuchen einen Termin zu bekommen ;-)

08:48 von GeorgeBone

«Wie soll man das kontrollieren wenn ab Sonntag hunderttausende "Geimpfte und Genesene" feierwütig durch die Straßen der Städte ziehen?
Ratlosigkeit ist wohl eher das was übrig bleiben wird.»

Ja … gar nichts anderes als völlige Ratlosigkeit bleibt übrig zu denen, deren Gedankenwelt gar nichts anderes heimsucht als … nur Feier-Tollwut könne der Grund sein, sich wieder mehr normal bewegen zu wollen. Muss man nochmal impfen … diesmal gegen Feier-Tollwut.

Und dann noch die ganze Armada der über 60 bis 90-jährigen Geimpften, die mit Ghettoblaster lärmend durch die Städte ziehen. Haben die zwar früher nie getan. Aber mit Impfung können sie es alle gar nicht mehr abwarten, das täglich und nächtelang zu zelebrieren bis der Arzt kommt.

Auffällig ist...

... Das in der gesamten EU die Inzidenzen sinken.

In der EU bestehen/bestanden aber nicht die gleichen Maßnahmen gg. CORONA.

Das Einzige was in der EU gleich ist, dass sich im jeweiligen Land seit dem 1.1.20 bis dato Menschen Infizierten, zum größten Teil verspürten d. Infizierten keine Symptome oder nur sehr schwache Symptome, dazu die Geimpften.
Offenbar ist es in der EU so, dass die Herdenimmunität das Infektionsgeschehen ausbremst und die Inzidenz fällt.

In D kann es nicht anders sein.

Immer RKI checken

Wer glaubt, wir wären im grünen Bereich sollte beim RKI die Tagesberichte checken und nachschauen, wie hoch die Positivquote ist - das ist immer noch über 11%. Nach dem, was ich aus den Podcasts und Infos weiß, muss der bei nicht mehr als 7% liegen, damit die Infektionen sinken.

Der fallende Wert ist zur Zeit trügerisch.

@10:48_logig - Ermittlung von Inzidenzen

""Medizinisch-virologisch gesehen hat die Inzidenz als absolute Zahl keine Bedeutung. "

Könnten sie mir diesen Satz bitte erläutern.
Ich halte ihn für eine inhaltslose Sprechblase."

>Mit „Inzidenz“ bezeichnet das RKI die Zahl der Personen, bei denen unabhängig von einer Erkrankung mittels Diagnostiktest eine Infektion mit SARS-Coronavirus-2 gefunden wurde, pro 100.000 Bevölkerung. Dieser Wert gibt- aufgrund der durchaus erwünschten Ausweitung von Testaktivitäten - zunehmend weniger die Krankheitslast in der Gesellschaft wieder. Zudem unterliegt dieser Wert zunehmend schwankenden Erfassungswahrscheinlichkeiten, die völlig unabhängig vom eigentlichen Infektionsgeschehen sind.<

Prof. Dr. med. Detlev H. Krüger*
Prof. Dr. Klaus Stöhr**

* Direktor i.R. des Instituts f. Virologie der Charité Berlin
** Ehem. Leiter des Globalen Influenza und Pandemievorbereitungsprogrammes der WHO Genf

@logig um 11:05

>Einige der Prognosen waren Prognosen für den schlimmsten Fall. Ihr Sinn ist genau das, was eingereten ist. Sie werden nicht Realität.
So kann man jetzt rätseln, was die Ursache ist.
Richtig ist, dass sich bei Vielen das Bewußtsein für die drohende Gefahr verstärkt hat. Das ist wahrscheinlich auch die Ursache dafür, dass die Senkung der Inzidenz merklich eintrat, bevor die Notfallremse wirsam werden konnte.
Das heißt nicht, dass deren Maßnahmen nicht auch selbst wirksam sind.<

Da stimme ich ihnen mal zu.

Re : Nachfragerin !

Ich vermisse auch die Gründe für die fallenden Zahlen.
Leider wird aber anscheinend auch weniger getestet, statt dies eher noch stärker in den Fokus zu rücken. Und leider müssen immer noch viel zu viele zur Arbeit, statt mal, was schon längst hätte passieren sollen, drei Wochen Pause für alle nicht wirklich System- relevanten Firmen, für Banken und Versicherungen nur ein Notbetrieb, und alle die mit Kunden Kontakt haben, noch öfters testen.
Ich habe eher den Eindruck, dass die Regierung nur versucht sich irgend wie durch die Pandemie zu schleichen, ohne einen wirklich Plan, Hauptsache die Wirtschaft funktioniert weiter.
Und es wird leider zu sehr mit Zahlen und Statistiken den Menschen was vor gegaugelt, obwohl nichts wirklich belegbar ist.

Am 08. Mai 2021 um 10:18 von ich1961

Wer hat Sonderkontingente an Impfstoffen bekommen ?
Wenn Sie keine Belege haben, bleibt mir nur : traurig, das man so unmenschlich kommentieren kann !
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Ganz unrecht hat "Gunde" nicht. Hier in Köln und der Forist kommt aus NRW wurden bereits 2x Sonderaktionen durchgeführt.
Am Osterwochenden und um den 1. Mai
beide mit AstraZeneca und nicht nur mit Prio. Da hätte man sich natürlich mal kümmern können, denn als ü60 wurde man eher berücksichtigt, als z.B. ü50. Das weiss ich von meinen direkten Nachbarn, die haben das genutzt.
Des weiteren hat in dieser Woche eine Aktion in Brennpunkten Kölns stattgefunden. In der Beziehung hat der Forist nicht GANZ Unrecht, allerdings muss man sich eben auch kümmern, so wie das alle müssen. Es wird niemand an die Tür klopfen mit der Spritze in der Hand. Mich verwundert eher die Aussage, dass alte Menschen NIRGENDWO in ärztl. Behandlung sind/waren.

Wieviel...

... Zufall steckt in der Inzidenz?
Anzahl :
Testen mehr/weniger
Corona Impfen
Infektionen erkannt/nicht erkannt

Schon hier wird deutlich, dass die Inzidenz nichts Aussagen kann.
Die Zahl ist ein rein gesetzliches/verwaltungstechnisches Instrument.

Das RKI.. .

... Muss jetzt schnell super Top statistisch ermitteln, wie viele Menschen in D eine Infektion durchlebten, aber keine oder nur sehr schwache Symptome hatten, und das in die Berechnung der Inzidenz exakt math. mit ein beziehen.
Wie bekannt, besteht eine gewisse Immunität bei diesen Menschen, und zwar für Monate.
Gut wäre, wenn diese Gruppe in allen Belangen mit den Genesenden gleichgesetzt werden.

@Schon hier wird deutlich, 12:36 von 0_Panik

dass man mit Schlagworten beliebiges verbreiten kann.

Halten Sie die Entscheider und/oder Fachleute in D
so schwarz-weiss denkend, wie ihre Dauerkommentare hier?

Natürlich werden auch andere Werte für die Beurteilung herangezogen,
z.B. der R-Wert.

Im übrigen war der Inzidenzwert in Indien vor ~3 Wochen noch unter 50.
Nur ist er jetzt erst über 200.
Trotzdem sterben die Inder schon 'wie Fliegen' .

Soo 'unwichtig' ist also der Inzidenzwert ;-)
Sie komplettieren hiermit meine Ignore-Liste.

12:36 von weingasi1 Ich habe

12:36 von weingasi1

Ich habe die " Hochhäuserburgen " in Köln im Kopf gehabt, da fände ich den Neid ziemlich daneben.
Und wenn solch eine " Sonderaktion " wegen AZ durchgeführt wird, ist das doch auch ok.
Letztlich hilft jede verimpfte Dosis jedem Menschen in D.

Und ja, aber solche Aussagen nehme ich nicht " für bare Münze ". Das funktioniert ja nicht - außer die Personen sind bei Fachärzten in Behandlung - aber da würde ich auch zur Bezeichnung Hausarzt tendieren.

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