Ihre Meinung zu: Altenpflege: Minister Heil dringt auf höhere Löhne per Gesetz

2. Mai 2021 - 12:39 Uhr

Arbeitsminister Heil will die Löhne in der Altenpflege per Gesetz erhöhen. Tarifgehälter sollen Pflicht werden. Der SPD-Politiker legte einen Gesetzentwurf vor - eigentlich eine Sache von Gesundheitsminister Spahn. Der reagierte giftig.

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Kommentare

Minister Heil dringt auf höhere Löhne per Gesetz

eine richtig kluge Entscheidung !
mehr Lohn heißt mehr Beiträge in die Rentenkasse,
heißt letztlich auch ne höhere Rente
Wenn man dann noch das Rentenniveau erhöhte
50 % aktuell ist ja wohl ne Lachnummer
hätte man echt was erreicht
bliebe nur noch das Problem der Finanzierung

Hat der Herr Heil eigentlich

Hat der Herr Heil eigentlich schon mal nachgeschaut, was die Heiminsassen an monatlichen Gebühren zu den eventuellen Leistungen bezahlen müssen und in welchen teilweisen Verhältnissen die Leistungen dafür stehen? Wenn man monatlich 2500€ selber draufzahlen muss, was oft mehr ist, als das was die Heimbewohner selber verdient haben und dies nur, wie bei unserer Tante, damit finanziert wurde, dass man ihre Wohnung verkaufen mußte, frage ich mich, wie das durch die dann durch, unbestritten zu gönnende erhöhte Gehälter bezahlbar sein soll. Es müßte doch eine Umverteilung bei der Verteilung der Heimkosten von Heimleitung und dessen Personal folgen. Es kann doch nicht sein, dass das Geld nur zu einem Schundlohn fürs Personal reicht, wenn im Schnitt bei einer Belegung von z.B. hundert Bewohnern ein Gesamt-Betrag von ca. 3-4000€ monatlich eingenommen wird. Oder kassieren da die Banken? Irgendwie geht mit Eintritt ins Heim, so eine gesellschaftliche Umverteilung, wenn jeder sein Häusel verliert

Höhere Löhne kann man

Höhere Löhne kann man erfolgreich mit höheren Steuern und Sozialabgaben bekämpfen.

auf höhere Löhne per Gesetz ?

Lieber Herr Heil, wir haben kein Lohn, sondern ein Gebühren, Steuern, Soli und Sozialabgaben Problem.

Die immer schlimmer Last an Abgaben für ideologische Politisch und Wirtschaftliche Maßnahmen sind das Problem.

Es müssen endlich die Abgaben auf persönliche Arbeit entfallen und nur leistungsloses Einkommen, Konsum und Verbrauch Verursacher Gerecht belastet werden.

Nicht Löhne sondern Personalschlüssel erhöhen

Diese generelle Forderung nach höheren Löhnen teile ich nicht.
Sicher gibt es in Teilbereichen wie z.B. bei den mobilen Pflegediensten Lohndumping und das gehört auch abgeschafft.
Doch eine per Gesetz festgelegt allgemeine Erhöhung löst doch das Problem nicht.
Es geht vielmehr darum, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und unnötige Mehrbelastungen abzubauen. Dazu braucht es einfach nur mehr Personal in den Pflegeeinrichtungen. Dann kann Arbeit auch wieder "Spass" machen.

Ich verstehe die immer wiederholten Forderungen nach höheren Löhnen nicht. Gilt letztlich für alle Berufssparten.
Es kann doch nicht richtig sein, dass AN weiterhin Überlastungen akzeptieren, wenn sie einfach nur ein paar Euros mehr bekommen. Das ist m.E. der falsche Ansatz!

Im gegensatz zu Herrn Spahn

hat unser Arbeitsminister festgestellt, das man vom Klatschen als Belohnung keine laufenden Kosten begleichen kann.
Vom Beifall bekommt man auch im Alter keine höheren Versorgungsbezüge.
Vollmundige Absichtserklärungen des Herrn Spahn über die Verbesserungen in der Pflege haben sich bisher als weitere Luftblasen erwiesen.
Seine persönlichen Interessen auf dem finanziellen Sektor sind bei dem Gesundheitsminister zu seinem Vorteil geregelt- siehe Immobiliendeals.

Finanzierung?

@ Sisyphos
Höhere Personalkosten trägt wie immer die Allgemeinheit, die Pflegeversicherung / Beitragszahler und ggf. das Sozialamt.

rer Truman Welt

Manchmal fällt mir die Abgrenzung, wer und wer nicht zu den Populisten gehört nicht ganz einfach.
Was ist populistisch? Das aufzugreifen, was grade den "Wähler-Mob" interessiert bzw. womit man bei selbigen Punkten kann?
Demnach sind die etablierten Parteien Populisten!

Was faselt Heil jetzt wieder herum, greift in die Tarifautonomie der Verbände ein? Ah, Helden ehren, kommt doch sicher gut? Nur was sind Helden? Heute schon die, die ihren Job einfach machen (müssen)! Das ist für mich "oberpopulistisch" und nichts weiter als ein Anbiedern!
Was verdienen denn VerkäuferInnen, FriseurInnen und Müllmänner und was wäre, wenn die ausfallen? Was ist mit Reinigungskräften, die die Seuche desinfizieren? Was ist mit Handwerkern, die in verseuchte Haushalte müssen, um zu reparieren?
Ich könnte grosse Teile des Niedriglohnsektors hier aufführen und fragen, ob diese "Helden" alle ausreichend verdienen. Mein Gott, was ist aus der Politik geworden -> Deutschland sucht den "PoliPop" offenbar!

Die Ausgaben der

Die Ausgaben der Pflegeversicherung sind zwischen 1996 und 2020 von 10,86 auf 49,08 Milliarden € angestiegen. Dieser Trend wird sich so nicht fortsetzen lassen. Lohnerhöhungen werden das Finanzierungsproblem für die Zukunft nur noch weiter verschärfen.

Typisch Politik

Selbstverständlich kann ich mit Geld einen Beruf attraktiver machen.
Wenn man aber dem Arbeitgeber die Zahlung höhere Löhne verordnet, wird er wohl als erstes versuchen Personal abzubauen.
Wichtiger wäre es die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften zu regulieren um die Zufriedenheit der MA zu steigern.
Zum Beispiel mit umfangreichen festgeschriebenen Ruhezeiten und adäquaten Schichtlängen.
Abbau von Leiharbeit in dem Bereich gehört ebenfalls dazu.

offensichtliche miese Ausarbeitung des Gesetzes geplant

Der gesetzliche Mindestlohn soll zum 01.07.22 mind. 10,45 €/Std. brutto betragen.

Wieso soll jetzt nach einem anderen (derzeit geplanten) Gesetz für einen anderen Berufsbereich - hier die Alten- u. Pflegeeinrichtungsbeschäftigten - etwas anderes gelten ?

Das sieht wieder nach Verfassungsbeschwerde aus.

Richtig ist, wenn das Bundesgesundheitsministerium mehr Geld für diese Bereiche/Einrichtungen bereit stellt, und zudem für die häusliche Krankenpflege, dann kann da auch mehr Geld bezahlt werden.

Aber das Bundesgesundheitsministerium ist noch nicht einmal bemüht - massiv - mehr Geld für die Gesundheitskassen und Pflegekassen - dauerhaft - in großem Umfang bereit zu stellen.
Denn so könnte auch mit einer stark gesteigerten Bezahlung, u. ggf. Weiterbildung, und Ausbildung, viel mehr Menschen in diese Berufszweige gelenkt werden.
Aber der derzeitigen Situation mit mieser Bezahlung und Arbeitsüberlastung wird das nichts.

Ja, wenn die

Ja, wenn die Tarifverhandlungen am Veto ausgerechnet der kirchlichen Träger scheitern, wie vor ein paar Wochen geschehen, muss ein Gesetz her. Hoffentlich ohne Schlupflöcher für kreative Arbeitgeber, es ist höchste Zeit.
Habe ein paar Tage zuvor die Schilderung eines guten Freundes erhalten, seine Liebste arbeitet bei einem privaten Pflegedienst in Brandenburg, das Maß der Ausbeutung ist sehr hoch, sie schrappt fast immer am Burnout entlang, hat aber zu hohes Verantwortungsgefühl für ihre Schützlinge. Von denen sich auch noch welche in der Pandemie höchst rücksichtslos verhalten, keine Maske anziehen, immer auf Tuchfühlung mit dem Pflegeteam. Anscheinend gibt es keine Handhabe dagegen. Ergebnis, die Chefin war positiv getestet, die Freundin hatte zwar die typ. Coronasymptome, bis hin zu Geschmacksverlust, wurde aber negativ getestet. Platt ist sie trotzdem... Wer tut sich das in Zukunft freiwillig an, wenn nicht einmal das Geld stimmt?

Man könnte das zweigleisige

Man könnte das zweigleisige System KV/PV nun mal grundsätzlich hinterfagen. KV/PV wieder zusammen führen und damit auch den Abrechnungswirrwarr entzerren. Zur beseren Finanzierung, Wegfall der Beitragsbemessungsgrenzen. Wer mehr hat, darf auch mehr zahlen.

Genauso sollten Anghörige mehr zur Kasse gebeten werden Es kann ja in der ambulanten Pflege nicht sein, dass mit wohnortnahen 4 Kindern und 6 Enkeln der ambulante Pflegedienst zur Lasten der Allgemenheit die Wohnung putzt oder die Getränkekisten nach Hause bringt, für 40 Euro + X/h.

Zudem sollte eine Mindestgröße für ein Alten-/Pflegeheim vorgegeben werden. Jedes Kleckerheim beschäftigt Geschäftsführer mit Dienstwagen und Trallala, produziert exorbitante Nebenkosten.

"Problem" der Finanzierung?

Höhere Löhne ist schon wieder so eine nichtssagende Phrase. Prinzipiell sollte das, was am Ende eines Monats auf dem Konto eines/r Vollzeitbeschäftigten landet hoch genug sein, um ein den westlichen Standarts (auch wieder so eine Phrase) entsprechend durchschnittliches Leben mit zumindest einem Kind führen zu können. Bei einer entsprechend angepasster Besteuerung auch einer Familie ein wenigstens bescheidenes Leben unter westlichen Standarts ermöglichen. Und Forderungen für einen Mindestlohn von 13 Euro gibts schon länger. Dabei werden oft genug noch nicht mal die mindestens 13 Euro bezahlt.

Was ich regelmäßig nicht nachvollziehen kann ist, dass angeblich zu wenig Pflegekräfte da sind, um überhaupt in normalen Zeiten Pflegeschlüssel einhalten zu können. Wie kann es sein, dass trotzdem immer mehr neue Plegeeinrichtungen gebaut werden. Wer soll dort arbeiten, wenn es doch so schon zu wenig Pflegekräfte gibt?

um 12:48 von Sisyphos3

Minister Heil dringt auf höhere Löhne per Gesetz
eine richtig kluge Entscheidung !
mehr Lohn heißt mehr Beiträge in die Rentenkasse,
heißt letztlich auch ne höhere Rente
Wenn man dann noch das Rentenniveau erhöhte
50 % aktuell ist ja wohl ne Lachnummer
hätte man echt was erreicht
bliebe nur noch das Problem der Finanzierung
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Eine Erhöhung der Löhne ist sicherlich notwendig.
Aber was Herr Heil macht ist ein Eingriff in die Tarifautonomie.
Warum ist so wenig Pflegepersonal gewerkschaftlich organisiert, hier ist der Hebel anzusetzen, unsere Republik ist mit Tarifverträgen, ausgehandelt durch starke Gewerkschaften bisher sehr gut gefahren.

Höhere Löhne per Gesetz in der Altenpflege

Oh je, da hat Herr Heil ein Fass aufgemacht was der CDU im Momment nicht schmecken wird. Diese Regelung war schon lange fällig, weil aus Freiwilligkt nichts kommt aber nicht nur in der Altenpflege. Mal sehen ob die CDU wieder blockiert. Abwarten. Ich hoffe es für die Pflege das es durch kommt, im ganzen Pflegebereich.

Altenpflege: Minister Heil dringt auf höhere Löhne per Gesetz...

Und das tut Not. Regierung und Medien beklatschen die Helden der Pandemie. Aber oftmals sind das, wie in dem Artikel von Simon Zeise "Helden ohne Tarifvertrag".

Die Gründe dafür liegen zum einen im geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in vielen Heimen.
Aber auch das in den 2000er Jahren eingeführte Finanzierungssystem der Fallpauschalen (DGS) begünstigt und belohnt Sozialdumping.

Netter Versuch

was hier fehlt ist die Zahl für den Lohn, wie viel pro Stunde soll es denn sein?.
So ohne Vergleich und Zahlen, ist mehr ins Blaue, und dann muss es auch eine Finanzierung dazu geben, die Beiträge sind bei meisten gerade erhöht worden, Rentenniveau liegt 2020 bei 47,6 Prozent netto vor Steuern.
Die Alten können das also nicht aus eigener Tasche finanzieren, wenn ich die zahlen richtig im Kopf habe, sind es knapp 9 Millionen die nicht viel mehr als 1000 Netto im Monat haben.
Ich gönne jedem seinem Lohn, aber irgendwo muss das Geld ja herkommen.
Herr Heil muss mal Butter bei die Fische geben, von was genau reden wir denn.

Hubertus Heil, SPD, will nur, daß Entlohnung

nach Tarif Verpflichtung ist; das ist ja wohl nicht mehr wie recht und billig und bitter genug, daß bisher von Jens Spahn, CDU, im zuständigen Ministerium nur gute Worte für die in der Pflege Beschäftigten übrig waren, aber keine Klärung in der Sache. - Wenn also nur die Einrichtung Geld aus der Pflegekasse erhält, die auch Tariflohn zahlt, ist die Finanzierung geklärt. Die Dividende für die Investoren in Krankenhäuser und Pflegeheime wird geringer werden; ist das das Problem für den Bundesgesundheitsminister? -

Heil dringt auf höhere Löhne per Gesetz

Nobel aber nicht machbar.
Seine Kollegen werden ihn zu Bremsen wissen, also die die in den Aufsichtsräten der Großen Pflegekonzernen sitzen.
Die Pflege, so wie Krankenhäuser usw. wurden doch alle privatisiert um Posten in Aufsichtsräten zu schaffen.
Den Wählern wurde eingetrichtert das diese Privatisierung Kosten spart durch Wettbewerb.
Die intelligenten Wähler haben das auch verinnerlicht, ohne daran zu denken das Privatfirmen gewinnorientiert handeln müssen um die Investoren, Manager, Vorstände zufrieden zu stellen.
Der normale deutsche Wähler hinterfragt ja nichts, vielleicht aus Angst als Querdenker eingestuft zu werden?

Seit 4 Jahren bekommt auch

Seit 4 Jahren bekommt auch Herr Heil in dieser Beziehung nichts hin und ist damit genau so weit wie Herr Spahn, dem es sowieso niemand abnimmt, dass er die Gehälter in der Pflege wirklich verbessern will.
Und nun kommt Herr Heil mit lächerlichen 300€?
Wahrscheinlich brutto.
Was dann ca 150€ netto entspricht.
Immerhin hat die Blödzeitung zum allseitigen schämen noch die aktuellen Durchschnittslöhne in der Pflege genannt, die sich zwischen 2223€(Helfer) und 3102€(Fachkraft) im Westen und 1977€ und 2707€ im Osten bewegen. Alles Brutto, Netto also noch weniger!
Eine sofortige Verdoppelung dieser erbärmlichen Gehälter wäre dringend angebracht. Finanziert aus den 150 Mrd € an Steuerhinterziehungen oder den ähnlich hohen Steuervermeidungen. Denn Geld genug ist vorhanden.
Aber 300€ sind eine weitere Ohrfeige für jede einzelne Pflegekraft.
Pfui !!

Zitat aus dem Bericht: Eine

Zitat aus dem Bericht:
Eine solche Gesetzesinitiative fällt eigentlich in den Geschäftsbereich von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Doch der habe bislang "keine konkrete Lösung vorgelegt".
------------------------------------
Dazu folgendes:
Der kleine Unterschied zwischen Heil und Spahn ist:
Heil gehört zur SPD,
Spahn gehört zur CDU.
Das erklärt, die Behäbigkeit von Spahn, der nicht viel für die Menschen, die Altenpflege benötigen übrig hat.
Man muss nur das Interview zwischen ihm und Claus Kleber vor rd. einem Jahr im Heute Journal sich ansehen:
Spahn hatte keine Erklärung dafür, was man tun könnte, damit nicht so viele alte Menschen in den Pflegeheimen sterben.
Ich hatte den Eindruck, dass Spahn dieses Problem für nicht wichtig hielt.
Und ich glaube, dass ich mich nicht geirrt habe.

12:48 von Sisyphos3

"bliebe nur noch das Problem der Finanzierung"
Wo liegt da das Problem? Die PV-Beiträge müssen steigen. Das ist auch möglich bei steigenden Löhnen und natürlich angepassten Mindestlöhnen.
Wenn die EZB eimerweise zinslos Geld in die Wirtschaft kübelt, für die Aktionäre, fragt auch keine danach, wer das finanziert.

Alles richtig - nur wer bezahlt dafür?

Zweifellos haben Pflegekräfte eine gute Bezahlung verdient - sie leisten oft Schwerstarbeit und ernten oft nicht mal ein „Dankeschön“.
Wenn aber nun die Bezahlung angemessen erhöht wird, wer bezahlt das dann? - Wahrscheinlich müssen die Beiträge zur Pflegeversicherung recht deutlich erhöht werden, was viele mit einem Aufschrei kommentieren werden. Aber das Geld fällt nicht vom Himmel, und so muss jeder in die Tasche greifen. Wer also für höhere Löhne ist, der sollte ohne Meckern bezahlen.

@13:16 von Werner40

"Die Ausgaben der Pflegeversicherung sind zwischen 1996 und 2020 von 10,86 auf 49,08 Milliarden € angestiegen. Dieser Trend wird sich so nicht fortsetzen lassen. Lohnerhöhungen werden das Finanzierungsproblem für die Zukunft nur noch weiter verschärfen."

Vor allem wegen der Kosten die durch die gestiegenen Gewinnerwartungen, Vorstandsgehälter, Aufsichtsratskosten und der Gleichen generieren.

Privatisierung ist ja so Kostengünstig laut Altparteien und man kann ja so gut steuern über die Aufsichtsratsposten, nicht wahr!!

Oder sind die Aufsichtsratsposten dazu da auf die Politik Einfluss zu nehmen?

Ich glaube auch, dass die Gelder, die die Heimbewohner bezahlen müssen, zu hoch oft sind u. davon die Altenpfleger am wenigsten bekommen.
Ich glaube, dass man die Einnahmestrukturen der Heime schon genauer prüfen sollte u. die Gewinne der Heimbetreiber deckeln muss.
Man sollte natürlich die Heimbetreiber nicht verärgern, denn die meisten werden seriös arbeiten.
Ich habe aber den Verdacht, dass es mittlerweile auch etliche "schwarze Schafe" gibt, die das Betreiben eines Altenheims als Marktlücke entdeckt haben u.man in dieser Marktlücke noch hohe Gewinne abschöpfen kann.
Wenn ich z. B. sehe, dass eine ehemalige Krankenschwester 2 Heime betreibt u. nebenbei noch Zeit + Geld hat, für sehr teure Hobbies, dann frage ich mich, ob das nicht zu Lasten der Bewohner der Heime geht?
Es muss m. E. daher eine Deckelung von Gewinnen geben, die vom Staat vorgegeben werden MUSS.
Letztlich führen zu hohe Beiträge, die ein Bewohner zahlt, dazu, dass der Staat mit Hartz-IV früher einspringen muss.

@Kambrium2 12:59

Ja, klar, die Banken kassieren. Haben Sie das nicht gewusst? Seitdem die Menschen immer weniger Bargeld nutzen haben die Banken jetzt ihre Tresoranlagen verkleinert und sind massiv ins Pflegegeschäft eingestiegen.

Aber mal generell...wenn Ihre Tante ins Pflegeheim geht dann braucht sie ja ihre Wohnung nicht mehr und kann das Geld aus dem Verkauf für ihren Pflegeplatz nutzen. Wer soll denn sonst für meine Pflege bezahlen wenn nicht ich selbst sofern ich die Mittel dazu habe? Anscheinend hätten Sie es gerne, dass die Allgemeinheit für den Pflegeplatz Ihrer Tante bezahlt aber ihr Vermögen darf sie selbst behalten. Das ist in meinen Augen eine recht unsoziale Sicht der Dinge.

um 13:37 von StirnrunzlerDu

Alles richtig - nur wer bezahlt dafür?
Zweifellos haben Pflegekräfte eine gute Bezahlung verdient - sie leisten oft Schwerstarbeit und ernten oft nicht mal ein „Dankeschön“.
Wenn aber nun die Bezahlung angemessen erhöht wird, wer bezahlt das dann? - Wahrscheinlich müssen die Beiträge zur Pflegeversicherung recht deutlich erhöht werden, was viele mit einem Aufschrei kommentieren werden. Aber das Geld fällt nicht vom Himmel, und so muss jeder in die Tasche greifen. Wer also für höhere Löhne ist, der sollte ohne Meckern bezahlen.
------------
Einen Teil kann man durch Bürokratieabbau einsparen.

@ um 13:37 von StirnrunzlerDu

Wer das bezahlt?
ZB die Steuerhinterzieher, die der BRD jedes Jahr ca 150 Milliarden Euro stehlen. In der EU sogar ca 1 Billionen Euro pro Jahr!
Oder aus den Mitteln der Steuervermeidung, die in der EU ca 825 Milliarden Euro pro Jahr beträgt.
Zur Verhinderung der Steuervermeidung müßten allerdings die ungenügenden Gesetze geändert werden, die wir unseren Politikern zu verdanken haben.
Zum Eintreiben der Steuerhinterziehungen reichen die Gesetze wahrscheinlich aus, sie müßten nur auch mal durchgesetzt werden.
Zur Not mit Antiterrorkräften.
Für ein gutes soziales System für ganz Europa ist also genügend Geld vorhanden. Wir müssen es nur haben wollen.

an StirnrunzlerDU

"Wer also für höhere Löhne ist, der sollte ohne Meckern bezahlen." Das stimmt.
Der größte Aufschrei wird von den gebeutelten Arbeitgebern kommen. Ich freu mich schon auf die Lindner-Kommentare. Es wird die ganze Wirtschaft abwürgen.

@13:37 von StirnrunzlerDu

"Wer also für höhere Löhne ist, der sollte ohne Meckern bezahlen."

Oder Parteien wählen die die Grundversorgung aus der Privatisierung wieder in die Staats / Landeshand zurückholen.
Das geht ganz einfach OHNE ENTEIGNUNG, Einfach dadurch das die Pflegesätze nach Leistung und nicht nach Papierbefriedigung bezahlt werden.
Dann wird dieser Bereich unattraktiv für Private und kann durch Staats & Landeshand kostengünstiger so wie fairer für die Angestellten betrieben werden.

Bei Herrn Spahn....

... haben wir uns mittlerweile daran gewöhnt, dass er den Entwicklungen in seinem Ressort hinterherläuft. Völlig egal, ob es Masken, Testen oder Impfen war.
Fast 8000 Intensivbetten wurden während der Pandemie ABGEBAUT und er schaut tatenlos zu.

Gut, er wollte ja schon vor der Pandemie 30% aller Krankenhäuser dichtmachen. Aber etwas dazulernen könnte er schon und nicht immer nur "too late, too little" sein.
So schafft man alles, aber kein Vertrauen in seine Politik.

@ um 13:37 von StirnrunzlerDu

Damit hätten die Gehälter ja auch um 400% steigen müssen.
Vielleicht hat sich Herr Heil undeutlich ausgedrückt.
Sicher meinte er 300% und nicht 300€.

Klasse, Arbeitsminister Heil tut das Richtige

Gute Initiative von Minister Heil! Jetzt muss ein Weg gefunden werden um zu verhindern, dass die sowieso schon sehr, sehr hohen Pflegepreise noch weiter steigen.
Bisher ist es so: Pflegeheime, als gemeinnützige, als kirchliche-gemeinnützige GmbH oder als Stiftung betrieben, kassieren sehr viel Pflegegeld, so dass sich die Geschäftsführer sich die Taschen voll machen können. Viele der Heime und Residenzen werden wie Immobiliengesellschaften geführt, Pflege ist nur ein lästiges Nebenprodukt.
Es wäre eine tolle Sache, wenn die Medien die Bezüge der Geschäftsführungen und deren Selbstbedienungsmentalität veröffentlichen würden. Da finden sich Verhältnisse, die stellen die Frankfurter AWO- und ASB-Skandale von 2019/2020 in den Schatten. Ich würde es begrüßen, wenn Länder und Kommunen interessierten Gruppen dabei helfen würden, Pflege und Pflegeheime in Genossenschaften zu organisieren.
Bisher sind Tarifverhandlungen für Pflegekräfte gescheitert. Hoffen wir, dass es dieses Mal klappt.

@13:37 von StirnrunzlerDu

"Alles richtig - nur wer bezahlt dafür?" Sind es denn die alten nicht mehr Wert vernünftig gepflegt zu werden? Erkundigen sie sich mal was die Krankenkassen den Pharmakonzernen für Summen bezahlen, die nicht hinterfragt werden. Was wird an Steuen im Ausland geschoben? Da kann man viel finden um es zu bezahlen, nur man muß es wollen. Ich habe noch nicht gesehen das jemand aus der Riegung mal was unternommen hat, an das "Schwarzgeld" heran zu kommen.

@Hansi2012

Ich verstehe prinzipiell Ihre Sichtweise bezüglich der generellen Lohnerhöhungen. Allerdings dürfen Sie nicht übersehen, dass Sie nur dann mehr Menschen in die Pflegeberufe bekommen, wenn diese auch finanziell attraktiv sind. Und anscheinend sind sie das aktuell nicht, sonst hätten wir ja nicht so viele freie Stellen in der Pflege. Und wenn wir sehen, dass wir in den nächsten Jahren eher weiterhin einen Mangel an Arbeitskräften in vielen Bereichen haben werden, dann wird es nicht ohne bessere Bezahlung gehen, sonst suchen sich die Leute andere Jobs oder Ausbildungen. Mittlerweile wird das Handwerk zum Beispiel wieder beliebter, die Leute sehen, dass man dort wieder gutes Geld verdienen kann. So muss es letztendlich auch in der Pflege und in anderen sozialen Bereichen kommen.

12:48 von Sisyphos3

"bliebe nur noch das Problem der Finanzierung"
Wieso?
Der Kranke und der daranhängende "Gesundheits"sektor sind immerhin so systemrelevant, daß es zu einem eigenen Ministerium reicht, da werden sicher auch Subventionen aufzutreiben sein und auch aufgetrieben, klappt bei anderen Branchen auch.
Bei Widerständen werden halt "die Kinder" mitleidheischend nach vorn geschickt.
Sollte auch das nicht funktionieren, wird die Produktivität beim Patientenhandling erhöht.
Die Rentenmöhre kann man einem Vierlingswurf Eseln anbieten, einer allein kann garnicht so doof sein, nachdem man mittlerweile bei 50% ist. Die anderen 50% sind ja für die Private Vorsorgebranche reserviert,der die entgangenen Prozente ein Dorn im Auge sind, also bei den Prozenten geht noch was.

@ um 13:09 von Hansi2012

„Personalschlüssel“
Ein höherer Personalschlüssel geht ja nicht, weil kaum Personal existiert.
Aber auch dieses Problem kann behoben werden, wenn schon in der Ausbildung 2000€ gezahlt würden und dazu die Miete der Azubis übernommen würde.
Weitere Vergünstigungen sind da sicher denkbar.
Steuer - und Sozialabgabenfreiheit.
Mit 50 in Rente usw.

Man muss die Einnahmenstrukturen von Heimen ansehen ...

Wie oben von einem Kommentator bereits angedeutet, könnte durch eine Umverteilung der Gelder ein Teil der höheren Entlohnungen von Altenpflegern auch finanziert werden.
Die hohen Beiträge von rd. 2500 € (+ / -), die jeder Heimbewohner mtl. zahlt, sollten auf ihre Verwendung untersucht werden.
Ich halte es für wahrscheinlich, dass es einige Heime gibt, in denen zuviel Geld an die Heimbetreiber davon geht.
Natürlich gibt es auch Heime, wo dies nicht so ist.
Das ist ein schwieriges Thema. Denn versteckte Zahlungen an Heimbetreiber müssen nicht in den Gewinnen oder in den Geschäftsführergehältern stecken, sie können auch in Mietzahlungen stecken, wenn das Heim dem Heimleiter gehört oder sie können an nahestehende Angehörige geleistet werden (z. B. fingierte Arbeitsverhältnisse, etc.), so dass man in dieses Thema schon umfassend einsteigen muss, wenn man "schwarze Schafe" erkennen will.

Augenmaß verloren

Ich kenne eine kleine Einrichtung, in der sechs Bewohner von 18 Mitarbeitern betreut werden (meist in Teilzeit). Das mag ein Ausreißer sein, aber es erklärt, warum die Kosten in der Pflege explodieren und die Löhne nicht noch weiter steigen dürfen.

Drei Erkenntnisse:
# Nicht alles was in der Pflege machbar ist, darf auch durch den Steuerzahler (zwangs-)finanziert werden.
# In vielen Bereichen der Pflege, wie im obigen Beispiel, ist auch gemächliches Arbeiten angesagt. Auch ein Argument gegen eine überdurchschnittliche Bezahlung.
# Seitdem ich denken kann jammert die Pflegebranche im Verbund mit der Gewerkschaft verdi. Es ist ein grundsätzliches Problem in der Einstellungs- und Haltungsfrage zum Beruf.

@Emil67 13:32

Das ist ja mal eine interessante These, die Privatisierungen dienen also der Schaffung von Aufsichsratsposten. Diese Sichtweise nenne ich zumindest mal interessant.
Sicher, Privatfirmen handeln gewinnorientiert, das hat aber auch den Vorteil, dass solche Glanzleistungen wie bei der Deutschen Bahn oder dem BER nicht vom Steuerzahler bezahlt werden müssen.
Ich glaube übrigens, dass der normale Wähler schon viel hinterfragt, ich glaube aber auch, dass er im Vergleich zu Querdenkern auch sehr viel versteht.

Seit wann hat der Staat das Recht

in die Tarifpolitik einzugreifen?
Wovon wird hier gefaselt?
Der Saat hat es aus der Hand gegeben mit der Privatisierung der Grundbedürfnisse.
Und die Privatunternehmen haben sich über ihre Aufsichtsräte direkt die Lobbyisten mit gekauft.

Altenpflege...

Union und SPD waren mit dem Ziel angetreten, für bessere Löhne in der Pflegebranche zu sorgen. So steht es auch im Koalitionsvertrag. Passiert ist bislang jedoch wenig.

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Und das nicht erst seit der letzten Bundestagswahl. Schon bei der BT- Wahl 2013 wurde Thema schon offen Angesprochen und Kritisiert worden. Ich kann mich noch an einer Pflegekraft erinnern, die in einer TV- Wahlkampfsendung Frau Merkel die Situation in der Pflegebranche und Altenpflege erläuterte. Und auch das Versprechen seitens Frau Merkel, das hier dringend etwas geschehen müsse... Nun Acht Jahre später hat sich die Situation auch noch nicht verbessert, sondern durch Corona auch noch weiter verschlechtert. Bessere Löhne und Arbeitsbedingungen sind natürlich ein gutes Wahlkampfthema für Politiker im Wahlkampfmodus, aber es müssen dann auch einmal Taten folgen !

Die Pflege muss menschen- statt gewinnorientiert werden!

Meiner Meinung nach sollte der komplette Gesundheits- und Pflegebereich verstaatlicht werden. Die Betreuung und Versorgung der Menschen wird keinesfalls besser, wenn Kosteneinsparungen und Gewinnmaximierung im Vordergrund stehen.

@um 12:59 von Kambrium2

Sie müssen das verstehen. Viel Geld bzw. ein großer Anteil der Gelder geht an die Betreiber, damit sie neue Heime kaufen bzw. bestehende Heime aufkaufen können. Da wird das Geschäftsmodell dann fortgesetzt um wiederum mehr Immobilien erwerben zu können, die sie dann wiederum entweder selber nutzen oder zu horrenden Mieten weitervermieten. Auch wollen die Aktionäre ordentliche Prämien sehen. Und auch die Pharmabranche kassiert ordentlich ab. Pflegeheime&Co sind wahre Goldesel, da kommt reichlich bei rum für private Betreiber.

Da bleibt nicht mehr viel für das Personal, ja nicht mal für die Bewohner.
Wenn man all die gezahlten Pflegesätze/-beiträge tatsächlich nur für die zu Pflegenden ausgeben würde, könnte man höhere Gehälter der Pflegekräfte ohne weiteres finanzieren oder Personal aufstocken.

Was tat man tatsächlich letztes Jahr - Herr Spahn und Herr Heil verlängerten die maximale Arbeitszeit und verkürzten die Ruhepause zwischen den Arbeitsschichten für Pflegekräfte.
Danke !

@ erstaunter Bürger,13.12 Uhr, per Gesetz geht das besser

"Im Gegensatz zu Herrn Spahn hat unser Arbeitsminister festgestellt, das man vom Klatschen als Belohnung keine laufenden Kosten begleichen kann.
Vom Beifall bekommt man auch im Alter keine höheren Versorgungsbezüge.
Vollmundige Absichtserklärungen des Herrn Spahn über die Verbesserungen in der Pflege haben sich bisher als weitere Luftblasen erwiesen."
Nein, der Tarifvertrag für das Pflegepersonal ist nicht an Herrn Spahn, sondern am Einspruch einiger Wohlfahrtsorganisationen gescheitert. Und auch das kann man nicht pauschal verurteilen. Es gibt Heime, die fahren ihren Betrieb immer total knapp, die hätten einem Tarifvertrag nur auf niedrigstem (Lohn-)Niveau zugestimmt. Die Caritas hat (Feb. 2020) ihre Zustimmung verweigert, weil die Konditionen des geplanten Tarifvertrages für die Pflegekräfte viel schlechter gewesen wären, als die Caritas bereits heute für ihre Beschäftigten anbietet. Nicht zuletzt deshalb haben die Heime der Caritas einen relativ guten Ruf im Verhältnis zu anderen.

Da sind dann vor allem die

Da sind dann vor allem die kirchlichen Träger gefordert, die jede tarifliche Diskussion ablehnen, und das nennt man bei der CDU/CSU auch noch den sozialen Flügel. Ist ja zum lachen. Die wollen wieder gewählt werden ? Schlimm das da die Grünen als Alternative drohen, dabei haben wir längst eine Alternative, die allerdings Dank der Medien kaputt gemeinungsbildet wurde.

Hoffentlich wird es was

TS: "Ein Anlauf für einen Tarifvertrag, den Heil für die gesamte Branche für allgemeinverbindlich erklären wollte, war zu Jahresbeginn gescheitert. Die Arbeitgeberseite der Caritas hatte ihr Veto eingelegt."

Eine Regelung durch Gesetz finde ich gut. - Die Verhinderung besserer Löhne gerade durch die Caritas (!) ist mir seinerzeit ziemlich übel aufgestoßen.

Dienstleistungen eignen sich nicht zum "Zocken".

Die Herren Heil, Spahn oder Wieler verkennen weiter die Grundprobleme: Hedgefonds, CumEx, Steuerhinterziehung, Lobbyismus, prekäre Arbeitsverhältnisee, .... . Systemrelevante öffentliche Dienste, Gesundheit, Justiz und Polizei, sind über Jahre kaputt gespart worden. Die Agenda 2010 trägt ihren Anteil daran. Ein Heimplatz kostet mittlerweile über 4.000 Euro. Äusserungen, dass das Pflegepersonal "die letzten Monate" an der Belastungsgrenze seien zeigen, wie realitätsfern die "Politik-Bubble" mittlerweile ist. Die Kündigungswelle wird kommen. Allein die moralische Verantwortung ihrer Patienten gegenüber lässt viele Pflegekräfte noch durchhalten. LG.

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Am 02. Mai 2021 um 13:21 von B-Nutzer

Prinzipiell sollte das, was am Ende eines Monats auf dem Konto eines/r Vollzeitbeschäftigten landet hoch genug sein, um ein den westlichen Standarts (auch wieder so eine Phrase) entsprechend durchschnittliches Leben mit zumindest einem Kind führen zu können. 

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Da Stimme ich Ihnen hier voll und ganz zu !
Egal in welchen Beruf ein Mitarbeiter Arbeitet, grundsätzlich sollte Arbeit immer zum Leben und später auch für eine lebenswerte Rente reichen...

Unternehmergeist gefragt

Das Problemin der Pflege ist ein doppeltes; Zu wenig und zu schlecht bezahlte Pflegekräfte. Üblicherweise wäre es Sache der Tarifparteien, einen adäquaten Lohn im Rahmen der TarifVB festzulegen. Leider scheiterte dies bislang am Widerstand der kirchlichen Arbeitgeber. Aber gerade diese müssten sich um tragfähige Lösungen bemühen. Die Pflegeheimsätze sind für den Durchschnittsbürger schon lange nicht mehr bezahlbar. Ich selbst habe schon in jungen Jahren und damit zu günstigen Konditionen in eine private PflegeVers eingezahlt. Andere hoffen, einmal kein Pflegefall zu werden. Fatal, denn die Bürger werden immer älter, der Pflegebedarf wird folglich immer größer. Ein gut voll ausgelastetes Alten-/Pflegeheim mit geschultem und ordentlich bezahltem Personal wirtschaftlich zu führen, sollte doch eigentlich möglich sein. Das kann aber schwerlich die Politik verordnen. Hier ist Unternehmergeist, aber auch private Vorsorge gefragt.

@Margitt, 13:59 Uhr

Volle Zustimmung! Es ist ja bezeichnend, dass in Tschechien, Ungarn u.a. Alten- und Pflegeheim-Plätze zu sehr viel günstigeren Sätzen, aber mit einem deutlich höheren Service als in Deutschland angeboten werden. Ich glaube nicht, dass für das Pflegepersonal Dumping-Löhne bezahlt werden oder dass dieses Personal weniger geschult ist als hierzulande.

Höhere Gehälter

Mit höheren Gehältern kann man neue Arbeitskräfte für die Pflege gewinnen. Aber die fehlen dann in anderen Bereichen. Wir haben viel zu wenig Arbeitskräfte in Deutschland.

Am 29.04.2021 war bei einer

Am 29.04.2021 war bei einer Pressekonferenz mit Herrn Spahn, auch ein Intensivpfleger dabei. Dieser hat sich nicht an die Absprache mit Spahn & Co gehalten und munter die Missstände angesprochen.
Aussagen von Ihm u. a.
Die Intensivbetten sind immer zu 100% belegt. Mediziner auf Intensivstationen immer am Anschlag. Seit Jahren bekannt das Pflegepersonal fehlt, Reaktion von dem zuständigen Ministerium, null.
Die Krönung ist aber, das der Pfleger über eine Leihfirma in einer Klinik arbeitet.
Alle Aussagen zur Besserung in diesem Bereich sind im Oktober wieder vergessen.
Jetzt Chefsache, in einem halben Jahr vergessen.

um 14:10 von Parteibuchgesteuert

Da sind dann vor allem die
Da sind dann vor allem die kirchlichen Träger gefordert, die jede tarifliche Diskussion ablehnen, und das nennt man bei der CDU/CSU auch noch den sozialen Flügel. Ist ja zum lachen. Die wollen wieder gewählt werden ? Schlimm das da die Grünen als Alternative drohen, dabei haben wir längst eine Alternative, die allerdings Dank der Medien kaputt gemeinungsbildet wurde.
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Gnade uns Gott, wenn ihre Alternative an die Regierung kommt.

Abspeisen?

Also noch nicht einmal 50 % von den 700 €, die Verdi als Unterschied in vergleichbaren Berufen der Wirtschaft oder Industrie ermittelte. Ohne Mehrarbeit, Wochenend-, Nacht- und Schichtdienst zu berücksichtigen. Also dann auch im Alter weiter der Weg zum Sozialamt. Und die Krankenpflege rennt weiter weg ins Ausland, weil sie das alles nicht mehr mitmachen wollen und können. Bleibt der Altenpfleger nur der Wechsel in andere Berufe, um anständig mit eigener Familie leben zu können..

@Nachfragerin 14:08

Genau, alles verstaatlichen ist die Lösung der Probleme. Dann würden der Pflege- und Gesundheitsbereich genau so toll funktionieren wie unser Bildungssystem, die Bundeswehr, die Bahn, der soziale Wohnungsbau, die Impfstrategie, die Rente, die Digitalisierung der Gesundheitsämter und öffentlichen Verwaltungen, die Auszahlung der Coronahilfen und vieles mehr...

Spahn ist CDU. Und die CDU

Spahn ist CDU.
Und die CDU steht für mich die überwiegende Mehrzahl der Arbeitnehmer auszubeuten um einigen wenigen Vorständen Millionengehälter zu ermöglichen.
Die Masse der Menschen können sich keinen Umzug mehr leisten bei den neuen Mietpreisen und werden spätestens als Rentner arm sein.
In der Maskenaffäre sind ausschließlich CDU CSU Funktionäre involviert.
Ob Versicherungen Banken Immobilienhaien Pflegehaien etc pp, überall wurde den Brachen auf den Rücken der Bevölkerung Geschenke gemacht. Pfui

ernüchternd, einige Komentare hier

Seit Monaten gab es hier jeden Tag empörte Posts, dass in den Pflegeberufen lausig bezahlt wird, und die Politik wird zurecht dafür angegangen, dass sie nichts dagegen tut. Jetzt kommt ein SPD-Minister daher und bringt Vorschläge, das zu ändern. Und nun? Heulen und Zähneklappern. "Das muss ja jemand bezahlen! Am Ende sogar ich!" Also das geht gar nicht!"
Einer hier schreibt sogar, die in den Heimen Beschäftigten würden doch 'ne ganz ruhge Kugel schieben und sollten sich mal nicht so haben. Das widert mich an.
Die Politiker haben sich über die Pflegekräfte unverblümt lustig gemacht mit ihrer Balkon-Klatsch-Aktion. Sie werden zurecht dafür angegriffen. Aber was hier in den Beiträgen geschrieben wird, zeigt eindeutig, dass auch die Kritisierer von gestern nicht die geringste Achtung vor diesen Beschäftigten haben.

@ R. B.

Die Verhinderung besserer Löhne gerade durch die Caritas (!) ist mir seinerzeit ziemlich übel aufgestoßen.

Weil es für die Caritas-Mitarbeiter eine Verschlechterung gewesen wäre.

ISeid mehr als 30 Jahren Arbeite ich in der Pflege

Der Pflegenotstand ist seitdem mein ständiger Begleiter. Selbstausbeutung vieler Kollegen der Normalfall. dabei kenne ich viele Kollegen die am Beruf zerbrochen sind.
Oder viele Talentierte Kollegen die den Absprung geschafft haben und jetzt als Aldi Filialleiter usw. ihren Weg gemacht haben.
Die Politiker allen voran gerade Minister Spahn und seid 16 Jahren die Kanzlerin zeigen ihre tiefste totale und Umfassende Verachtung.

Ich glaube schon lange nicht mehr das sich wirklich altruistische Menschen im Bundestag befinden die sich wirklich um die Belange der Pflege kümmern wollen.

Nein scheinbar befinden sich ausnahmslos Menschenverachtende Bestien die das Thema mal kurz für den Wahlkampf ausbuddeln, um es so schnell wie möglich wieder zu vergessen wenn die Wahl vorbei ist.
Und nein es geht nicht nur um Geld es geht um Menschenverachtende Dienstpläne die es schaffen 40 Arbeitsstunden so auf 7 Tage zu verteilen das man Minusstunden macht usw und um Geld.

Jahrzehnte überfällig !

Bedenkt man das es gar nicht so lange her ist, dass die Ausbildung von Altenpflegekräften auf Länderebene gesetzlich geregelt war und von den Azubis ein Schulgeld verlangt wurde, dass in der Regel Diakonie, DRK & Co. absorbierte, ist die Zeit der Lohnanpassung mehr als überfällig. Die physischen und psychischen Berufsbelastungen sind in der Regel der Allgemeinheit bekannt, so dass es eigentlich einer Unverschämtheit gleichkommt, was den Beschäftigen seit Jahrzehnten (!) zugemutet wird. Um die Finanzierung hinzukriegen, könnte man ja z. B. damit beginnen, das 2% Ziel der Ausgaben für das Militär ersatzlos zu streichen und es in einem Gesundheitsfond umwandeln...

Am 02. Mai 2021 um 13:46 von Mathias Beyer

@Kambrium2 12:59

Zitat: Aber mal generell...wenn Ihre Tante ins Pflegeheim geht dann braucht sie ja ihre Wohnung nicht mehr und kann das Geld aus dem Verkauf für ihren Pflegeplatz nutzen. Wer soll denn sonst für meine Pflege bezahlen wenn nicht ich selbst sofern ich die Mittel dazu habe? Anscheinend hätten Sie es gerne, dass die Allgemeinheit für den Pflegeplatz Ihrer Tante bezahlt aber ihr Vermögen darf sie selbst behalten. Das ist in meinen Augen eine recht unsoziale Sicht der Dinge.

Sie haben in meinen Augen volkommen Recht. Ich betrachte mein Häuschen als meine Altersversorgung. Ich will mietfrei leben, solange es geht. Danach wird es für meinen weiteren Lebensunterhalt veräußert.

Ich Wirklichkeit geht es Menschen, die kritisieren, dass die Senioren ihr Vermögen verleben "müssen" nur darum, das Vermögen für die Erben zu erhalten. Der Pflegebedürftige hat von seiner Lebensleistung nichts.

@Werner40

verstehe ich sie da richtig, höhere löhne sollen sich die pflegekräfte mal schön abschminken und sich gefälligst mit dem zufrieden geben, was sie haben?

falls sie das damit sagen wollten, dann haben sie hier einen nutzer, der nicht glauben mag, was sie da von sich geben.

@Emil67 um 14:04

>Seit wann hat der Staat das Recht
in die Tarifpolitik einzugreifen?<

Seit ungefähr...
immer.
Zumindest seit es einen Staat gibt. Seit es schriftliche Aufzeichnungen gibt. Damals gab es noch kein Geld, deswegen wurden Löhne in Naturalien, oft Bier, festgelegt. Ist notwendig für das Wohlergehen des Staates, der auf der Masse seiner Bevölkerung beruht, wenn die "Arbeitgeber" dieses als Problem anderer Leute betrachten, was immer mal wieder Vorkommt.
Zwischenzeitig gab es immer mal Phasen wo dieses Problem weniger dringlich war, aber dann kommen wieder welche in denen ein eingreifen von Nöten ist.
Ist nichts neues, also...nicht neuer als die Revolution, die Neolithische.

um 14:27 von harry.berlin

Mit höheren Gehältern kann man neue Arbeitskräfte für die Pflege gewinnen. Aber die fehlen dann in anderen Bereichen. Wir haben viel zu wenig Arbeitskräfte in Deutschland.
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in 10 Jahren haben wir durch deindustriealisierug, Arbeitskräfte mehr als gebraucht werden.

@harry.berlin, 14:27 Uhr

Völlig richtig, was Sie schreiben. Deutschland hat einen massiven Arbeitskräftemangel - in den Pflegeberufen, aber auch im Handwerk, von angelernten Kräften bis zum Meister. Deshalb braucht Deutschland auch eine vernünftige Zuwanderung. Wir erleben es ja bei privaten Pflegediensten, dass überwiegend Pflegekräfte aus Osteuropa - oft mit geringer Qualifikation und wenig Sprachkenntnissen - angeworben werden. Das könnte und müsste wesentlich professioneller und mit einer angemessenen Ausbikldung und Entlohnung möglich sein.

@ tagesschlau

Seit Jahren bekannt das Pflegepersonal fehlt, Reaktion von dem zuständigen Ministerium, null

Verständlich, denn das Bundesministerium ist natürlich nicht zuständig für die Einstellung von Krankenhauspersonal. Die meisten Kliniken befinden sich in privater, kirchlicher oder kommunaler Trägerschaft.

Ein gut voll ausgelastetes

Ein gut voll ausgelastetes Alten-/Pflegeheim mit geschultem und ordentlich bezahltem Personal wirtschaftlich zu führen, sollte doch eigentlich möglich sein. Das kann aber schwerlich die Politik verordnen.
#
#
Ach, das kann die Politik nicht.
Jeder Arbeitnehmer zahlt in die Pflegeversicherung ein, geschaffen von der Politik. Die Rentenkürzungen, Beschluss der Politik. Änderung der Altersversorgung vor Jahrzehnten verschlafen, von der Politik.
Immer mit dabei Ihre CDU.

@14:09 von draufguckerin

"Nicht zuletzt deshalb haben die Heime der Caritas einen relativ guten Ruf"

Der andere große Trägerverbund im Sozialstaat heißt Diakonie Deutschland. Eine gelernte Berufsanfängerin erhält 3.187,67 Euro/Monat und eine ungelernte Hilfskraft nach 12 Jahren immerhin auch 3.148,10 Euro/Monat. Übrigens 13 x im Jahr plus betriebliche Zusatzversorgung, Kinderzulage usw.

Fazit: Manch ein Studierter oder hart arbeitender Handwerker verdient weniger, als eine ungelernte Hilfskraft in der Pflege.

@ hesta15

Wir haben in Deutschland zehntausende Facharbeiter und Handwerker zu wenig. Wo sollen die in den nächsten 10 Jahren denn her kommen? Und wie kommen Sie drauf, dass Deutschland "deindustrialisiert" werden könnte?

@14:21 von Adeo60

"... Ein gut voll ausgelastetes Alten-/Pflegeheim mit geschultem und ordentlich bezahltem Personal wirtschaftlich zu führen, sollte doch eigentlich möglich sein ... Hier ist Unternehmergeist, aber auch private Vorsorge gefragt ... "

Wieso m. mit Kranken und Hilfebedürftigen immer Gewinn erzielt werden ?

Diese voll doofe Denke führt immer wieder dazu, dass die Löhne niedrig bleiben, die Arbeitsüberlastung bestehen bleibt, die miese Arbeitsbedingungen erhalten bleiben, und gesund erhaltener Arbeitsschutz am Arbeitsplatz gg. 0 geht.

Und wie soll d. verarmte Bevölkerung (teilweise wird d. Mittelstand gerade durch die Corona-Politik der Groko wirtschaftlich vernichtet) in d. Zukunft die private Vorsorge treffen ?
Wie geht das ?

Z.B. in Indien oder Brasilien oder weite Teile in Afrika geht d. auch nicht.
Wenn hier private Vorsorge getroffen werden kann, d. immer nur von der wohlhabenden Schicht. Aber d. wird in D gerade immer schneller und immer gründlicher reduziert.

Also ?
Wie geht'

@ werner1955

Es müssen endlich die Abgaben auf persönliche Arbeit entfallen und nur leistungsloses Einkommen, Konsum und Verbrauch Verursacher Gerecht belastet werden.

Also Renten stärker belasten?

@max-s

"Wegfall der Beitragsbemessungsgrenzen, ........ ambulante Pflegedienste nicht, wenn Kinder in der Nähe wohnen".
Ihre Vorschläge sind vielleicht populär, halten jedoch einer rechtlichen Prüfung nicht stand. Die Beitragsbemessungsgrenze zur KV- und PV unterliegt dem Äquivalentsprinzip. Beitrag und Leistung müssen danach angemessen sein. Wenn Sie gesetzlich festgelegte Leistungen davon abhängig machen, ob Kinder inder Nähe sind, die für ihre Eltern sorgen können, verstoßen Sie gegen den Gleichheitsgrundsatz. Ob die Geschäftsführergehälter angemessen sind, will ich nicht beurteilen, deren Höhe ist jedoch für die Pflegeheimfinanzierung nicht besonders relevant.

Zu 12:59 von Kambrium2 -Die Blackbox Pflege -

"Hat der Herr Heil eigentlich[..]

Hat er offensichtlich nicht!
Richtig, auch diese Medaille hat zwei Seiten. Pflege ist teuer in D und zunehmend unbezahlbar. Für manche Beamte und Abgeordnete vielleicht.
Für Rentner nicht, keine Rente reicht. Die Regel: Pflegefall = Sozialfall!

Ist die Bezahlung wirklich überall so schlecht?..z.B. aus einem aktuellen Stellenangebot:
Pflegefachkraft
Unbefristeter Vertrag und faire Vergütung nach AVR-Württemberg 4. Buch,
Jahressonderzahlung und betriebliche Altersvorsorge
3.352€ Bruttogehalt in der Basisstufe bei Vollzeitbeschäftigung.
Individuelle Karriereprogramme und Weiterbildungsmöglichkeiten
Innovative Pflegekonzepte und die besten Personalschlüssel.

Wo wird mehr Geld ausgegeben?! Wieviel genau, für was genau?
Gesundheit und Pflege sind immer noch eine Blackbox in D. Wo bleibt das Geld wirklich.
Wieviel kommt bei den Pflegenden an? Zig. Direktoren, Profit, pflegefremder Aufwand...?!

Herr Heil sollte zuerst für Transparenz sorgen.

@ 14:44 von harry.berlin

"... Wir haben in Deutschland zehntausende Facharbeiter und Handwerker zu wenig. Wo sollen die in den nächsten 10 Jahren denn her kommen ... "

Wie wäre es endlich mal die Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfänger Angebote zu liefern, und zwar mit Umschulungen über die Betriebe (wie Berufsausbildung) und mehr Ausbildungsplätze anbieten ?

Und für 10,45 €/Std. Brutto-Lohn kommt niemand hinter dem Ofen vor.
Damit könnten noch nicht einmal min 2 vollen Gehälter die ges. Unkosten für eine 4-Köpfige Fam. gedeckt werden, - und schon mal gar nicht in Großstädten - .

@AbseitsDesMains....

so so, haben sie auch nur eine entfernte ahnung davon, was diese menschen in ihrem beruf leisten müssen? anscheinend ja nicht... der studierte oder der hart arbeitende handwerker gehe in der regel nach acht stunden arbeit nach hause, eventuelle fehler passieren und können ausgebügelt werden. geht leider nicht, wenn sie sich um menschen kümmern müssen, um ihr leben.

pflegekräfte mit studierten/arbeitern zu vergleichen, ist reichlich unpassend

@14:31 von frosthorn

"Einer hier schreibt sogar, die in den Heimen Beschäftigten würden doch 'ne ganz ruhge Kugel schieben und sollten sich mal nicht so haben. Das widert mich an."

Die Ursache für das viele Jammern liegt nicht zuletzt auch daran, dass die Arbeitsagentur in den letzten drei Jahrzehnten verstärkt Arbeits- und Berufslose zu Altenpflegern aus- oder umgeschult hat. Das führt dazu, dass jetzt ein erheblicher Teil der Pflegekräfte den Beruf nicht aus tiefster Überzeugung ergriffen hat und vielleicht auch nicht unbedingt das preußische Arbeitsethos einer Ordensschwester mibringt.

um 14:44 von harry.berlin

Wir haben in Deutschland zehntausende Facharbeiter und Handwerker zu wenig. Wo sollen die in den nächsten 10 Jahren denn her kommen? Und wie kommen Sie drauf, dass Deutschland "deindustrialisiert" werden könnte?
-------------------------
Seit Jahren verliert Deutschland Arbeitsplätze in der Industrie. Durch die Pläne Industrie 4.0 werden gerade Arbeitsplätze für Menschen mit niedriger Qualifikation massenhaft verloren gehen. Sollte autonomes fahren kommen, werden die Arbeitslosenzahlen explodieren.
Das ist nicht so weit weg wie sie denken, in Nürnberg fahren U-Bahnen bereits autonom.

@onturnonturnont... 14.33 Uhr Arbeitszeit in der Pflege

Wenn es denn wenigstens geregelte Arbeitsstunden bei besserer Bezahlung wären. Die schwammige Formulierung, dass Patientenversorgung immer gewährleistet ist und das Pflegepersonal leider keine Lobby hat, verstärkt das Problem. Im Op-Bereich kommt man auf 75 Arbeitsstunden die Woche, wenn man Bereitschaftsdienste, permanente Überstunden, fehlende Mittagspausen und ständige Krankvertretungen mit hinzurechnet. LG.

@14:01 von Mathias Beyer

"Sicher, Privatfirmen handeln gewinnorientiert, das hat aber auch den Vorteil, dass solche Glanzleistungen wie bei der Deutschen Bahn oder dem BER nicht vom Steuerzahler bezahlt werden müssen."

Mal eine Frage, Bezahlt der Steuerzahler / Sozialabgabenzahler nicht die Gewinnorientierten im gesamten Gesundheitswesen?
Falls sie da wirklich anderer Meinung sind, sagen sie uns wer das sonst gönnerhaft mitfinanziert?

@ 0_Panik

Wieso m. mit Kranken und Hilfebedürftigen immer Gewinn erzielt werden ?

Wer sollte denn motiviert sein eine Autowerkstatt, ein Elektrofachgeschäft oder eine Seniorenresidenz zu betreiben, wenn damit kein Gewinn erzielt werden kann? Ohne Gewinne in den Betrieben gibt es auch keine Gehälter.

Diese merkwürdige Form von Neid, die dem Krankenhaus oder Altenheim den Gewinn neidet, will mir nicht in den Kopf.

@ um 14:33 von rheinland

Das Schulgeld für die Pflegeausbildung wurde angeblich im letzten Jahr abgeschafft, haben Politiker behauptet.
Das war aber eine dreckige Lüge ins Gesicht der Öffentlichkeit.
Momentan gibt es in dem Pflegeheim, in dem ich arbeite, mindestens 1 Auszubildende, die immer noch Schulgeld zahlen muss.
Eine Abschaffung ist da nicht in Aussicht gestellt.

@ 14:27 von Adeo60

"... Es ist ja bezeichnend, dass in Tschechien, Ungarn u.a. Alten- und Pflegeheim-Plätze zu sehr viel günstigeren Sätzen, aber mit einem deutlich höheren Service als in Deutschland angeboten werden ... "

Tja, dort sind die Unkosten für die Immobilien-Unterhaltung auch nicht so hoch.

In D ist das genau umgekehrt.
Und nun soll mit niedrigen Löhnen und sonst. niedrig gehaltenen Kosten die viel zu teure Unterhaltung der Immobilien ausgeglichen werden.

Dööfer geht's nimmer.

Am 02. Mai 2021 um 14:40 von Adeo60

" Deshalb braucht Deutschland auch eine vernünftige Zuwanderung. Wir erleben es ja bei privaten Pflegediensten, dass überwiegend Pflegekräfte aus Osteuropa - oft mit geringer Qualifikation und wenig Sprachkenntnissen - angeworben werden. "

Das ist so weit Regional richtig, wie sollte denn ihr Vorschlag für eine vernünftige Zuwanderung aussehen, von wo wollen sie Kräfte abziehen.
Und warum klappt das in Nachbarländern von uns sehr gut, weil Pflege Staatlich ist?.
Ich hab selber in Familie jemand der in der Pflege arbeitet, einige Dinge die hier immer angeführt werden, kann ich nicht nachvollziehen.
Und ich wohne in einem Viertel wo alle vor 50-60 Jahren eingezogen sind, also nur Alte vorhanden, zu 80 Prozent. Die Autos vom Pflegedienst oder Essen liefern sind ständig zu sehen, und was noch so gibt.
Und selber hab ich in einem Haus gearbeitet, was betreutes wohnen und Pflege hatte, mir sind also einige Dinge nicht unbekannt.
Es geht also nicht immer nur um Geld, wie einige meinen.

um 14:48 von harry.berlin

Es müssen endlich die Abgaben auf persönliche Arbeit entfallen und nur leistungsloses Einkommen, Konsum und Verbrauch Verursacher Gerecht belastet werden.

Also Renten stärker belasten?
-----------------------------
Meine Rentenbeiträge wurden aus Leistungseinkommen bezahlt. Meine Rente ist kein Almosen von Vater Staat, sondern eine Versicherungsleistung nach 49 Jahren Arbeit, die übrigens versteuert wird.

@14:38 von Der Lenz

"Seit ungefähr...
immer.
Zumindest seit es einen Staat gibt."
Ach ihrer Meinung nach sind wir wieder bei Königen und Adeligen nennt sich also heute Kanzlerin und Abgeordnete?
Also brauchen wir keine Gewerkschaften mehr, werden die Tarifgehälter also von Minister, Abgeordneten oder Kanzlerin bestimmt?
Also das ist mir neu!!

@AbseitsDesMains........

Vielen Dank für Ihren sachlichen Beitrag, der ein bißchen das generelle Gerede von den "schlecht bezahlten Jobs" korrigiert. Auch die Alten-und Pflegeheime in den Kommunen zahlen gute Löhne. Gleichwohl ist es wohl schwierig Pflegekräfte zu finden, obwohl es doch viele Langzeitarbeitslose gibt.

@ 12:48_Sisyphos3- Rechnung ohne den Wirt machen

„ mehr Lohn heißt mehr Beiträge in die Rentenkasse,
heißt letztlich auch ne höhere Rente
Wenn man dann noch das Rentenniveau erhöhte
50 % aktuell ist ja wohl ne Lachnummer
hätte man echt was erreicht
bliebe nur noch das Problem der Finanzierung“

Mehr Beiträge in der Rentenkasse, davon profitieren nur die aktuellen Rentner.

Aber es ist natürlich sinnvoll und notwendig die Löhne und Gehälter auf ein angemessener Niveau anzuheben. Finanzierung dürfte nicht das große Problem sein.

Um auch das Renteniveau zukünftig halten zu können, müsste man mehr auf das Produktivkapital setzen. Schweden hat hier ein gutes System, das auch in Deutschland funktionieren würde.

Die sind uns nämlich nicht nur in Sachen Corona um einiges voraus...

@ Adeo60 um 14:40

>Völlig richtig, was Sie schreiben. Deutschland hat einen massiven Arbeitskräftemangel - in den Pflegeberufen, aber auch im Handwerk, von angelernten Kräften bis zum Meister. <

Deutschland hat überall da einen Arbeitskräftemangel wo Lohn und Leistungsanforderungen zu extrem auseinander klaffen.

Wenn man jemand mit den körperlichen Fähigkeiten eines Sportlers und den Geistigen eines Abiturienten auf 400€ Basis haben will wird's halt eng.

@ um 14:51 von gman

In der Schweiz und in Luxemburg gibt es für solche Jobs ziemlich viel mehr Geld. Nämlich bis zu 90.000€
Zumindest laut medinside.ch: „Internationaler Vergleich: Das verdient man in der Pflege
Veröffentlicht am: 22. November 2017“
Und das ist schon ein paar Jahre her.
Für ausgelernte Fachkräfte ist das auch angemessen.

Altenpflege: Minister Heil dringt auf höhere Löhne....

Im Februar war´s, da lehnte die Arbeitsrechtliche Kommission der Caritas es ab, einen von Ver.di ausgehandelten Tarifvertrag per Entsendegesetz für verbindlich zu erklären (Im Namen des Herrn", von Daniel Behruzi).

@ 0_Panik

Wie wäre es endlich mal die Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfänger Angebote zu liefern, und zwar mit Umschulungen über die Betriebe (wie Berufsausbildung) und mehr Ausbildungsplätze anbieten ?

Der Abstand zwischen H-IV und den unteren Lohn Gruppen ist einfach zu gering.

@14:56 von dumm aber deutsch

"... Diese merkwürdige Form von Neid, die dem Krankenhaus oder Altenheim den Gewinn neidet, will mir nicht in den Kopf ... "

Tja, ggf. gibt es wenigstens einige Beispiele in den schwedischen Modellen zur Unterhaltung von Alten- u. Pflegeheimen oder Krankenhäusern.

Das muss besser sein.
Sonst hätten sich nicht schon Hundertausende Pflegekräfte aus D auf nach Schweden gemacht.

Ggf. hilft der Ansatz beim Denken weiter.

13:14 von Hansi2012

Höhere Personalkosten trägt wie immer die Allgemeinheit,
.
wer ist die Allgemeinheit ?
Die Versorgung für ältere Menschen, Senioren ist in Einrichtungen üblicherweise gleich
Die Finanzierung sie sprechen von Allgemeinheit nicht !
Im einen Fall zahlt es der Heimbewohner, wenn er sein Leben lang gearbeitet hat und gespart
über eine entsprechend hohe Rente, Ersparnisse ein Häuschen etc.
oder wenn er seinen Kindern ne Ausbildung ermöglichte die ein etwas besseres Einkommen haben
durch deren Zuzahlen
... oder wie sie schreiben die Allgemeinheit, wenn einer "in den Tag reinlebte"
und sich den Tag nicht durch arbeiten versaute,
andere definieren das als eben nicht Glück gehabt im Leben

@14:44 von harry.berlin

Wir haben in Deutschland zehntausende Facharbeiter und Handwerker zu wenig. Wo sollen die in den nächsten 10 Jahren denn her kommen? Und wie kommen Sie drauf, dass Deutschland "deindustrialisiert" werden könnte?

Das ist nicht war, das wird so dargestellt.
Wenn dem so wäre, würden andere Gehälter gezahlt.
Was fehlt sind "Facharbeiter und Handwerker" die für kleines Geld arbeiten, die glaubt man aus den Flüchtlingen zu generieren, was man bekommt sind einfache Arbeiter die in H4 rutschen und Kleinunternehmer die nur Menschen beschäftigen die aus ihrer Heimat kommen. usw.

14:53 von hesta15

" in Nürnberg fahren U-Bahnen bereits autonom"
Ja, auf einer Landstraße dritter Ordnung wird man aber auf einem Bauernopfer bestehen, das bei "Unregelmäßigkeiten" den Kopf hinhält, bis die Software zum Update zurückgerufen werden muß.
Die Anzahl der Gefahrenquellen ist schon unterschiedlich, ich bin geneigt die Arbeitslosigkeit einer Rechtfertigung gegen den Computer vorzuziehen.

15:03 von vriegel

Schweden hat hier ein gutes System, das auch in Deutschland funktionieren würde.
.
Österreich auch
man fragt sich schon weshalb damals die SPD/Schröder auf Maschmeier setzte
zumindest hat es sich für den gerechnet ....

Vor kurzem …

Vermeldeten deutsche Leitmedien, das 1/3 der in derPflege arbeitenden über eine Aufgabe ihrer Arbeitsstellen nachdenken.

Sollte das Realität werden, wird es eng für entsprechende Arbeitgeber.
So das höhere Löhne in den Bereich des möglichen kommen sollten.
Dem entgegen steht leider die Einnahmenseite.

Viele Menschen erwirtschaften nicht mehr genug in ihrem Arbeitsleben, um danach ihr Dasein zu finanzieren.

Was D braucht ist mehr Geld in den Kassen fuer Pflege etc.

Hierfür braucht es höhere Löhne im Niedriglohnsektor und in der unteren Mittelschicht.

Auch eine Anhebung des Mindestlohns tut schon lange not.

Und ein Mentalitaetswandel bei den Arbeitnehmern.
Diese sollten schlecht zahlende Arbeitgeber ohne mit der Wimper zu zucken verlassen, wenn es woanders mehr Geld gibt.

Ein Richtungswechsel bei der MIgration tut ebenfalls not.
Mehr Quantität als Qualität bitte.
Dann lohnt sich Zuwanderung auch - wie in Kanada und Australien - und staerkt unser Gemeinwesen.

Gutes Geld

Die Pflegeberufe sind gute Berufe, man kann dort gutes Geld verdienen. In Deutschland wird aber so viel mies gemacht und schlecht geredet, dass viele Leute denken, dass man dort nichts verdienen kann und es vielleicht besser mit einem Nagelstudio ist. Das finde ich nicht fair.

15:01, Stern2100

>>Auch die Alten-und Pflegeheime in den Kommunen zahlen gute Löhne. <<

Sie stellen aber nicht genügend Leute ein, das würde dann nämlich zu teuer. Weshalb Pfleger/innen chronisch überlastet sind.

>>Gleichwohl ist es wohl schwierig Pflegekräfte zu finden, obwohl es doch viele Langzeitarbeitslose gibt.<<

Sollte ich einmal pflegebedürftig werden, dann möchte ich definitiv nicht von jemandem gepflegt werden, der den Beruf ergriffen hat, um aus der Langezeitarbeitslosigkeit herauszukommen.

/// Am 02. Mai 2021 um 14:37

///
Am 02. Mai 2021 um 14:37 von suomalainen
@Werner40

verstehe ich sie da richtig, höhere löhne sollen sich die pflegekräfte mal schön abschminken und sich gefälligst mit dem zufrieden geben, was sie haben?

falls sie das damit sagen wollten, dann haben sie hier einen nutzer, der nicht glauben mag, was sie da von sich geben.///
.
Nein, es geht mir darum aufzuzeigen, dass die Steigerung der Pflegekosten so nicht weitergehen kann, ich aber in der Politik und auch hier im Forum keinerlei Lösungsvorschläge für diese Problematik erkennen kann.

@ hesta15 um 15:00

>Meine Rentenbeiträge wurden aus Leistungseinkommen bezahlt. Meine Rente ist kein Almosen von Vater Staat, sondern eine Versicherungsleistung nach 49 Jahren Arbeit, die übrigens versteuert wird.<

Versicherungsleistungen sind nur ihre privat abgeschlossenen Verträge mit Versicherungskonzernen.
Die Regulären Rentenzahlungen sind Solidarleistungen der ins Rentensystem einzahlenden, so wie ihre Einzahlungen Solidarleistungen ihrerseits für die Rentner der vorherigen Generation waren.
Wenn man den Staat als die Summe der Gesellschaftlichen Organisation betrachtet sind Rentenzahlungen immer "Almosen", nur eben so konstruiert das ein bewustsein für die Rechtmäßigkeit des Anspruches darauf entsteht.

@ um 14:59 von wenigfahrer

Völlig richtig. Es geht nicht nur um Geld.
Es geht auch um dramatische Arbeitszeitverkürzungen.
Sowohl bei der wöchentlichen Arbeitszeit, als auch befindet Lebensarbeitszeit.
ZB höchstens 25 Stunden pro Woche und höchstens bis zum 50. Lebensjahr.
Und dabei geht es dann auch noch um die Signalwirkung auf alle anderen Berufe.
Denn nach Corona soll ja alles anders werden.
Fangen wir also damit an.

15:05 von dumm aber deutsch

Der Abstand zwischen H-IV und den unteren Lohn Gruppen ist einfach zu gering.
.
Hartz4 ler können auch rechnen

weshalb arbeiten wenn man ohne Arbeit womöglich mehr kriegt
man kommt auch schneller an ne Freifahrt beim öffentlichen Nahverkehr
Zuschüsse bei der Stadt, Kindergarten/freies Essen in Schulen/Tafel
städtischer Musikunterricht 1/10 des Normalpreises,
das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen
(zugegeben die Plätze sind begrenzt - mit oder ohne Rabatt)
... ja und das man im Pflegeheim später nicht schlechter steht, bemerkte ich schon

Wieder mehr Pflegekräfte gewinnen geht nur ...

... über die Garantie genügend Geld zu verdienen und das die Belastung am Arbeitsplatz reduziert wird.

Hierzu muss erst einmal eine garantierte Finanzierung von Krankenhäusern und Alten- u. Pflegeheimen wie auch in der häuslichen Krankenpflege gesichert vorhanden sein.
Hier hat das Bundesgesundheitsministerium bis dato. völlig versagt.

Die Finanzierung der Gesundheitskassen und Pflegekassen kann in der Zukunft nur noch so funktionieren, dass ein Teil durch Beiträge eingezahlt wird, und der fehlende Anteil durch massive gesicherte gesetzlich geregelte Aufstockung der Finanzierung der der Gesundheitskassen und Pflegekassen - langfristig - erfolgt.

Und die ges. Krankenhäuser und Alten- u. Pflegeheime, welche derzeit als Gewinn orientierte Unternehmen arbeiten müssen, aber dennoch im Besitz von Städten und Kommunen u. Kreisen sind, sind in Anstalten des öffentlichen Rechts umzuwandeln.

Dazu können selbstverständlich die priv. Einrichtungen bestehen bleiben.

@ nie wieder so

In der Schweiz und in Luxemburg gibt es für solche Jobs ziemlich viel mehr Geld. Nämlich bis zu 90.000€

Ohne die Börsen-Spekulation und die Steuerschlupflöcher für fremdes Kapital ginge es der Schweiz und Luxemburg nicht so blendend und dann könnten die diese Löhne auch nicht zahlen.

um 15:04 von Bernd Kevesligeti

Im Februar war´s, da lehnte die Arbeitsrechtliche Kommission der Caritas es ab, einen von Ver.di ausgehandelten Tarifvertrag per Entsendegesetz für verbindlich zu erklären (Im Namen des Herrn", von Daniel Behruzi).
--------------------------
Die Ablehnung durch die Caritas wurde sachlich begründet.

Das allein reicht nicht

Die Pandemie hat aufgezeigt, dass gerade bei solchen Krisensituationen unser Kranken, -Pflegekassensystem nicht funktioniert.
Es wird Zeit für eine Bürgerversicherung, in die auch Beamte und Selbständige einzahlen und sich die Gutverdiener nicht herausstehlen können. Österreich hat vor knapp 20 Jahen gezeigt, dass es funktioniert, wenn es polititisch gewollt ist.
Allein eine Tarifbindung oder höhere Löhne und Gehälter für Ärzte und Pflegepersonal reicht nicht aus. Damit steigen die Krankenkasssenbeiträge ins unermessliche, da Krankheit und Pflege zur Ware gemacht worden ist in Deutschland.
Deshalb sollte man zuerst das Gesundheits- und Pflegesystem komplett umbauen. Hier eine Erhöhung und dort wieder Ausnahmen - so bleibt wieder der Flickenteppich und die meisten haben nichts davon.
Bauen wir den Staat um - machen eine Bürgerversicherung, die auch die Rente umfasst, so dass sich auch hier die Gutverdiener nicht drücken können.
Doch leider ist das eine Utopie, da die Lobbyisten no sagen

15:09, Emil67

>>@14:44 von harry.berlin
„Wir haben in Deutschland zehntausende Facharbeiter und Handwerker zu wenig. Wo sollen die in den nächsten 10 Jahren denn her kommen? Und wie kommen Sie drauf, dass Deutschland "deindustrialisiert" werden könnte?“

Das ist nicht war, das wird so dargestellt.
Wenn dem so wäre, würden andere Gehälter gezahlt.
Was fehlt sind "Facharbeiter und Handwerker" die für kleines Geld arbeiten, die glaubt man aus den Flüchtlingen zu generieren, was man bekommt sind einfache Arbeiter die in H4 rutschen und Kleinunternehmer die nur Menschen beschäftigen die aus ihrer Heimat kommen. usw.<<

So oft dieses Erzählung auch erzählt wird, sie wird einfach nicht wahrer.

Wie jeder weiß, der mal eine Handwerkerrechnung bezahlt hat.

Flüchtlinge werden in Handwerksbetrieben genau so bezahlt wie jeder andere auch. „Mein“ Klempner benutzt sie jedenfalls nicht zum Lohndrücken.

Wie aus meinen Zeilen deutlich wird, zahlen Sie und ich die Handwerkerlöhne.

@Lenz, 15:03 Uhr - Bewußtseinswandel erforderlich

Ein Grundproblem sehe ich auch darin, dass das Abitur in Deutschland von breiten Bevölkerungsschichten nach wie vor als ein unabdingbarer Leistungsnachweis nach Beendigung der Schulzeit erwartet wird. Nicht die Schüler, sondern ein Großteil der Eltern peitscht auch unterdurchschnittlich veranlagte Jugendliche allzu oft durch das Abitur, dem sich dann auch noch ein Studium anschließen muss. Am Ende stehen dann oft Studienabbrecher, Leerläufe in der späteren Rente und Arbeitslosigkeit. Es muss - auch von den Verbänden - stärker ins Bewußtsein der Menschen gebracht werden, dass das Handwerk durchaus "goldenen Boden" hat.

@ Autochron

Vor kurzem Vermeldeten deutsche Leitmedien, das 1/3 der in derPflege arbeitenden...

Was sind denn Leitmedien?

@harry.berlin, 14h33 Antwort

@harry.berlin, 14h33 Antwort auf R. B.
Wieso wäre es eine Verschlechterung für die Caritas-MA geworden? Soweit ich weiß, steht es jeden AG frei, die MA übertariflich zu bezahlen, die Caritas hätte also ihren Wettbewerbsvorteil durch entsprechendes Aufstocken ihrer Löhne beibehalten. Geld genug haben Kirchens ja. Aber dafür waren sie zu geizig, sie hatten Angst, bei höheren Tariflöhnen nicht mehr ganz so attraktiv zu sein, daher haben sie geblockt, super christlich...

@ um 14:40 von Adeo60

Zuwanderung ist ok. Aber nicht Fachkräfte, die im ihren Heimatländern ebenso dringend gebraucht werden. Nicht ok ist, wenn uns eingeredet wird, dass wir Zuwanderung benötigen, um mehr Fachkräfte zu bekommen.
Wir haben offiziell ca 3 Millionen Arbeitslose. Wozu werden die schikaniert?
Wenn wir die nicht mehr benötigen, könnten die in eine anständige Rente geschickt werden.
Wenn man das nicht will, müssen die weiterqualifiziert werden.
Und natürlich schon während der Weiterqualifizierung anständig bezahlt werden.
Geld dafür gibts genug.

@15:11 von Sisyphos3

"15:03 von vriegel
Schweden hat hier ein gutes System, das auch in Deutschland funktionieren würde.
.
Österreich auch
man fragt sich schon weshalb damals die SPD/Schröder auf Maschmeier setzte
zumindest hat es sich für den gerechnet ...."

So sind die Politiker der Altparteien halt gestrickt.
Auch die Jetzigen, sonst hätten sie es geändert.

Und wenn die Wirtschaft so wichtig währe für das Wohl der normalen Bevölkerung, müssten viele Menschen in Länder um uns herum bettelarm sein, sind sie aber nicht.
Die haben sogar bessere Rentensysteme, Sozialsysteme usw. Wo dran liegt das das diese trotz wesentlich geringerer Wirtschaftsleistung das für ihr Volk schaffen?!

@Emil67 14:55

Ich glaube, Sie konnten meinen Gedanken noch nicht richtig folgen. Natürlich bezahlen wir als Steuer- und SV-Zahler jegliches Unternehmen in diesem Bereich, neben den Eigenanteilen der Bewohner. Aber wenn ein privates Unternehmen durch Missmanagement oder blanke Unfähigkeit Verluste macht, dann trägt diese Verluste eben nicht der Steuerzahler. Das ist bei "staatlichen" Unternehmen nun mal anders. Deshalb auch mein Beispiel der Bahn, da wird seit Jahren Missmanagement betrieben und es geht zu unseren Lasten. Und der Bahnchef lächelt alle Probleme weg anstatt sie zu lösen.

@Emil67, 15:09 Uhr

Unter den Migranten gab und gibt es sehr viele tüchtige Arbeiter, die einen guten Job leisten - gerade auch im Pflegedienst. Sie sollten nicht einfach pauschalieren. Natürlich müssen Arbeitnehmer. egal welcher Herkunft, für gute Arbeitsleistung auch ordentlich bezahlt werden. Hier besteht in vielen Bereichen Nachholbedarf.

@ vriegel

Schweden hat hier ein gutes System, das auch in Deutschland funktionieren würde.
Die sind uns nämlich nicht nur in Sachen Corona um einiges voraus...

Schweden steht bei Corona deutlich schlechter da als Deutschland. Viel mehr Infektionen und viel mehr Tote. Richtig gut, viel besser als Schweden und daher auch für uns ein Vorbild sind Norwegen und Finnland.

"@ um 14:51 von gman

In der Schweiz und in Luxemburg gibt es für solche Jobs ziemlich viel mehr Geld. Nämlich bis zu 90.000€...

Toller Vergleich, warum nehmen Sie nicht den Verdienst einer Pflegekraft in Tschechien oder Ungarn?
Berücksichtigen Sie nicht nur die Verdienstmöglichkeiten sondern auch die diversen Lebenshaltungskosten.

Die Lebenshaltungskosten in Mecklenburg-Vorpommern und den Verdienstmöglichkeiten in Zürich oder Genf. Das hätten alle gerne.
Ein ziemlich hinkender Vergleich!
u.a.:
http://www.wip-pkv.de/fileadmin/DATEN/Veroeffentlichungen/Pflegeausgaben...

@ um 15:12 von Autochon

Pro Jahr werden in Deutschland 150 Milliarden Euro an Steuern hinterzogen.
Ähnliche Summen durch Steuervermeidung kommen hinzu.
In der EU gibt es da 1 Billionen Euro an Steuerhinterziehungen und ca 825 Milliarden Euro an Steuervermeidung.
Damit könnte EU - weit ein anständiges und Gutes Sozialsystem aufgebaut werden, in dem auch anständige Gehälter bezahlt werden.

Bitte, liebe Politiker,

sorgt bitte auch dafür, daß die Lohnerhöhungen nicht wieder ausschließlich auf die Pflegebedürftigen abgewälzt werden, wie bisher! Diese sind schon geschlagen und tw. auch abgezockt genug!!
Auch achtet bitte darauf, daß finanzielle Entlastungsbeträge nicht unvermindert direkt von der unmittelbar folgenden Erhöhung des Eigenanteils für die Pflege aufgefressen werden!!

Ohne Kontrolle vermehren sich unseriöse Machenschaften bei einigen Pflegediensten nämlich auch weiterhin!

"Wie wäre es endlich mal die

"Wie wäre es endlich mal die Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfänger Angebote zu liefern, und zwar mit Umschulungen über die Betriebe (wie Berufsausbildung) und mehr Ausbildungsplätze anbieten ?"
Wir reden doch vornehmlich von Pflege?
Ich weiß nicht ob ich von mir gepflegt werden möchte, wobei ich den Vorteil hätte, daß ich mich seit mehreren Jahrzehnten an mich gewöhnt habe und der Schock durch den Überraschungseffekt wegfällt.
Ein Mensch ist keine Brotkiste oder Europalette, die paar Wochen Umschulung werden die Diskrepanzen nicht vollständig beseitigen.

@15:05 von dumm aber deutsch

wg. Wie wäre es endlich mal die Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfänger Angebote zu liefern ... :

"... Der Abstand zwischen H-IV und den unteren Lohn Gruppen ist einfach zu gering ... "

Stimmt. Leider.

Und dem in der Pflege entgegen zu wirken, bedarf es dem totalen Umbau des derzeitigen Systems.
Hierzu ist hier schon viel vorgetragen worden.

Ein Problem bleibt erst mal:
Die hohen Unterhaltungskosten der Immobilien.
Um dem zu begegnen, bedarf es schon seit mehr als 20 J. einem baulichem/technischem Investitionsprogramm durch die Bundesregierung.
Die Länder und die Gemeinden, die Kreise, und die Städte sind hierzu in großem schnellen Maße finanziell nicht in der Lage.
Dazu kommt der Fachkräftemangel, welches dieses Programm vor Ort praktisch umsetzen muss. Auch hier fehlt es seit mahr als 20 Jahren an einem System der Weiterbildung und Ausbildung und finanzieller Unterstützung (finanzieller Anreiz für Arbeitslose und Hartz-IV-Empfängerinnen/er).

14:39, hesta15

>>in 10 Jahren haben wir durch deindustriealisierug, Arbeitskräfte mehr als gebraucht werden.<<

Wie kommen Sie auf die Idee, Deutschland würde deindustrialisiert? Das Gegenteil ist der Fall. Allerdings wurden und werden die traditionellen Industriearbeitsplätze wegrationalisiert. Roboter und andere Maschinen ersetzen den Menschen.

Es gibt schon jetzt nur noch wenige Industriearbeitsplätze in der Produktion. Weswegen es auch die traditionelle Arbeiterklasse so gut wie nicht mehr gibt.

@ um 15:18 von dumm aber deutsch

Stimmt wahrscheinlich. Und unsere Finanzminister könnten das verhindern und mit diesem Geld unser Personal besser bezahlen.

@5:18 von dumm aber deutsch

"Ohne die Börsen-Spekulation und die Steuerschlupflöcher für fremdes Kapital ginge es der Schweiz und Luxemburg nicht so blendend und dann könnten die diese Löhne auch nicht zahlen."

Wer ermöglicht das denn?
Unsere Regierung und deren Vertretung im EU-Parlament sind da ganz vorne mit dabei, oder?

Wirken unsere Politiker somit für andere und nicht für uns?!

Zu 15:26 von gman -Vollständiger Link-

http://www.wip-pkv.de/fileadmin/DATEN/
Veroeffentlichungen/Pflegeausgaben_im_internationalen_Vergleich.pdf

@Mathias Beyer- gewinnoptimierte Pflege = Einsparung am Menschen

14:31 von Mathias Beyer:
"Genau, alles verstaatlichen ist die Lösung der Probleme. Dann würden der Pflege- und Gesundheitsbereich genau so toll funktionieren wie unser Bildungssystem, die Bundeswehr, die Bahn, der soziale Wohnungsbau, die Impfstrategie, die Rente [...]"

Was ist Ihnen lieber: Ein System, dass auf Kosten der Pflegekräfte & Gepflegten maximalen Profit abwirft oder ein System, das genauso gut läuft, aber wenigstens die Pflegekräfte angemessen bezahlt?

Am 02. Mai 2021 um 13:21 von Max-S

Das Modell ohne PKV ist von allen Seiten beleuchtet und berechnet worden. Fazit :
es würde dadurch KEIN Geld gespart, eher das Gegenteil, weil es u.a. damit auch mehr Leute gäbe, die das System in Anspruch nähmen . die Ausgleichszahlungen der PKV an die GKV würde wegfallen. M.M. dürfen nur med. Leistungen abgerechnet werden. Hilfe im Haushalt kann da m. W. nicht abgerechnet werden, wenn sich das nicht kürzlich geändert hat, zumal die Leistungen nur eine gewisse Zeit in Anspruch kosten dürfen (je nach Stufe).
Die meisten älteren Leute wollen eben NICHT in riesigen, unpersönlichen Massenbetrieben wohnen. Ich bin hingegen der Meinung, dass man Unterbringung in kleinen Einheiten in der Art von WG's anstreben sollte mit entsprechend weniger aber gutem Personal und weniger Nebenkosten. Es sind da etliche Modellversuche in der Prüfung, die sehr vielversprechend sind.
Alles in allem, bin ich anderer Meinung als Sie aber das ist ja legitim.

@ um 15:26 von gman

Wenn Sie es ein bisschen kleiner haben wollen: unsere Bundeswehr wurde gerade mit einer Etaterhöhung von mehreren Milliarden Euro beglückt.
Schon dieses Geld allein würde für eine anständige Bezahlung der Pflegekräfte ausreichen.
Zumal ja niemand Krieg will, oder?

@wenigfahrer, 14:59 Uhr

Nein, es geht bei den Pflegediensten nicht nur um Geld, sondern vor allem auch um faire Arbeitsbedingungen. Ich kenne einen Fall, dass eine Betreuerin aus Polen, schwer krank und übergewichtig über einen Pflegedienst angefordert wurde. Sie musste schließlich von der älteren, zu pflegenden Dame betreut und versorgt werden. Am Ende wurde beim Pflegedienst angerufen. die Betreuerin wurde in einem Kleinbus abgeholt, aber nicht - wie gefordert - zur gesundheitlichen Erhloung zurück nach Polen gebracht, sondern zum nächsten Einsatzort nach Kassel verfrachtet. Schlimm, was in dieser Branche zu beobachten ist, aber leider auch die Folge dessen, dass Pflegepersonal in Deutschland rar ist und oft kaum finanziert werden kann.
Hier besteht m.E. dringender Handlungsbedarf.

Zu Kurz gedacht

Was bringen denn "höhere Löhne" denn mehr als 50-60 Euro netto werden das nie werden. Was mehr bingen würde wären kürzere Arbeitszeiten oder mehr Personal. Denn die Pfleger wollen auch mal "pflegen" nicht nur "wischen".
Wäre doch nett wenn der Pfleger auch mal mit den Patienten reden kann oder dem Azubi erklären kann was man machen muss. Das heute ist Akkord an alten Menschen.
Dann wären auch mehr Menschen bereit den Beruf zu wählen oder in dem Beruf zu bleiben.

Also Personalschlüsse + 20%, Arbeitszeit -20% und dann Lohn +20%. Und wenn es nicht reicht wird der Beruf ein "Einwanderungsgrund"

@15:25 von Adeo60

"Unter den Migranten gab und gibt es sehr viele tüchtige Arbeiter, "

Würden sie mir bitte "sehr viele" in %Zahlen nennen?

Damit könnte ich etwas anfangen.
Und ich habe nichts gegen Immigranten, ich würde es an deren Stelle nicht anders machen, aber ich finde es nicht richtig immer auf die alteingesessenen einzudreschen wenn diese sich vernachlässigt fühlen.

15:03 von vriegel

Mehr Beiträge in der Rentenkasse, davon profitieren nur die aktuellen Rentner.
.
stimmt in soweit,
dass mehr Kohle zum Auszahlen für die aktuellen Rentner da wäre
zukünftig dass die Rentner höhere Rentenansprüche haben

und bei den Renten in 30 ... 40 Jahren
da ist noch genug Zeit hin sich gescheite Konzepte zu überlegen
zugegeben der Jugend einen "Saustall" in Form einer exorbitanten Staatsverschuldung
und einer vergammelten Infrastruktur (Abwasser/Straßen/Schulen) zu hinterlassen
macht die Sache nicht eben einfacher

15:23, Emil67

>>Und wenn die Wirtschaft so wichtig währe für das Wohl der normalen Bevölkerung, müssten viele Menschen in Länder um uns herum bettelarm sein, sind sie aber nicht.
Die haben sogar bessere Rentensysteme, Sozialsysteme usw. Wo dran liegt das das diese trotz wesentlich geringerer Wirtschaftsleistung das für ihr Volk schaffen?<<

In welchen wirtschaftlich schwachen Ländern bekommen die Leute denn mehr Rente und haben ein besseres Sozialsystem als wir hier?

Außerdem finde ich, Sie sollten sich ein paar Gedanken darüber machen, was „Wirtschaft“ eigentlich ist.

um 15:25 von Adeo60

@Emil67, 15:09 Uhr
Unter den Migranten gab und gibt es sehr viele tüchtige Arbeiter, die einen guten Job leisten - gerade auch im Pflegedienst. Sie sollten nicht einfach pauschalieren. Natürlich müssen Arbeitnehmer. egal welcher Herkunft, für gute Arbeitsleistung auch ordentlich bezahlt werden. Hier besteht in vielen Bereichen Nachholbedarf.
-----------
Da kann ich ihnen nur zustimmen, unter den Migranten gibt es viele gut qualifizierte Fachkräfte, leider ist es immer ein bürokratischer Aufwand, das die Qualifikation anerkannt wird.

15:29 von fathaland slim

Roboter und andere Maschinen ersetzen den Menschen.
.
so Sprüche hatte schon mein Gewerbeschullehrer vor 50 Jahren drauf

Natürlich haben sie dahingehen recht, dass Arbeitsplätze in der Produktion immer mehr verschwinden
um im Dienstgewerbe neu zu entstehen

@ um 15:17 von Sisyphos3

Geiz ist seit ca 30 Jahren Geil in Deutschland.
Warum also sollten Arbeitslose nicht auch mit ihrer Arbeitskraft geizen?
Vor allem dann, wenn auf der anderen Seite mit Gehalt geheizt wird!

Zu 02. Mai 2021 um 15:32 ... noch

"@ um 15:26 von gman
Wenn Sie es ein bisschen kleiner haben wollen: unsere Bundeswehr wurde gerade mit einer Etaterhöhung von mehreren Milliarden Euro beglückt.
Schon dieses Geld allein würde für eine anständige Bezahlung der Pflegekräfte ausreichen.
Zumal ja niemand Krieg will, oder?

Noch so ein Äpfel mit Birnenvergleich. Jetzt aber völlig daneben.

Die Bundeswehr wurde nicht beglückt! Die Bundeswehr wird nicht für den Krieg ausgerüstet, man kann die Auslandseinsätze kritisieren, sie ist aber grundsätzlich eine Verteidigungsarmee! Die Ausrüstung der Soldaten ist mehr als schlecht.
Der Etat ist keine Beglückung sondern notwendig.

um 13:32 von Emil67

,,...Den Wählern wurde eingetrichtert das diese Privatisierung Kosten spart durch Wettbewerb.
Die intelligenten Wähler haben das auch verinnerlicht, ohne daran zu denken das Privatfirmen gewinnorientiert handeln müssen um die Investoren, Manager, Vorstände zufrieden zu stellen..."

Ach ja, das hab ich ja noch gar nicht verinnerlicht. Die aaarmen Privatfirmen. Die müssen sich bis runter zur Demütigungsschwelle und um das Wohl der Familien bangend dem Finanzdiktat des Gewinnschraubstocks durch Investoren, Anleger und abderen Blutsaugern beugen und können froh sein, wenn noch ein paar Millionen übrigbleiben am Ende. Ich bin fasziniert von so subtiler und so schlauer Kapitalismuskritik. Damit können Sie aber jederzeit missverstanden werden. Aber vielleicht tu ich das gerade. Bin ja auch kein intelligenter Wähler.

@Nachfragerin 15:31

Das ist die Wahl zwischen Pest und Cholera und ehrlich gesagt bin ich der Meinung, dass das keine besonders nachhaltigen Gedanken sind. Wenn ich schon so resigniert wäre, dass ich staatliche Misswirtschaft als gegeben hinnehme ohne nach Alternativen zu suchen, dann würde ich mich als stehengeblieben bezeichnen. Außerdem bin ich doch für angemessene Löhne in der Pflege, von mir aus auch per Gesetz oder über Mindestlöhne, dass hat doch aber nichts mit Verstaatlichung zu tun. Ich bin komplett überzeugt, dass wir bei einer Verstaatlichung dieser Bereiche noch über ganz andere Kostensteigerungen reden würden. Mich stört halt einfach diese "Der Staat muß alles regeln"-Mentalität, meistens hervorgetragen von ökonomisch ungebildeten Menschen, gepaart mit Charaktereigenschaften die von Neid und Mißgunst geprägt sind.

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