Kommentare

Die amerikanische Justiz ist

Die amerikanische Justiz ist intakt: Es wurde ein gerechtes Urteil gesprochen nach Anhörung vieler Fachleute. Das war Aufgabe des Gerichtes und der Geschworenen.

Der politischen Arbeit und der gesellschaftlichen Aufarbeitung des auch strukturellen und systemischen Rassismus steht unabhängig von diesem Urteil noch ein langer Weg bevor.

Ein Urteil von gesellschaftlicher und nationaler Tragweite ...

  • Das Verdikt der Jury…
  • erfolgte einstimmig, ohne dass „berechtigte Zweifel“ aufgekommen waren und befand, dass Derek Chauvin einen von der Justiz zu sühnenden kriminellen Akt beging, als er George Floyd 9min 42 sec am Atmen hinderte, was ursächlich zu dessen Tod führte. Die Verteidigung hat - wie es ihre Aufgabe ist - alles getan, um entlastende Argumente und Fakten zu Gunsten ihres Mandanten vorzubringen. Die Ankläger haben mit ihren Video-Beweisen und Zeugenaussagen die Kausalität der exzessiven Gewalteinwirkung Chauvins für Floyds Tod vorgebracht. So funktioniert unabhängige Justiz in einem Rechtsstaat.

  • Das Novum des Urteils …
  • liegt für die U.S.-amerikanische Gesellschaft darin, dass es einer der seltenen Fälle ist, in welchem exzessive Polizeigewalt gegen einen Bürger schwarzer Hautfarbe gerichtlich geahndet wird.

    Ein richtiges und gutes Urteil

    Da alle Gewalt vom Staat ausgeht, duerfen Staatsorgane diese Gewalt nicht missbrauchen.

    Ich hoffe, dads die Amis in diesem Zusammenhang auch die Todesstrafe und das Waffenrecht ueberdenken.

    @von SinnUndVerstand

    Auch wenn ich das Urteil als gerechtfertigt sehe, glaube ich eher daß das nicht an der Anhörung vieler Fachleute lag, sondern am öffentlichen Druck. Und das sollte eigtl. nicht das Motiv sein, egal ob das Urteil gerechtfertigt ist oder nicht.

    Und das amerik. Justizsystem wegen einem Urteil als "intakt" zu bezeichnen, halte ich für sehr gewagt bin unüberlegt....
    Denn es ist eindeutig nicht intakt.

    Erleichterung

    So ganz sicher war man sich nach diesen 2 skandalösen Freisprechungen in den 90ern bei ähnlichen Fällen ja nicht. Die darauf folgenden Krawalle mit vielen Toten bleiben den USA diesmal erspart.

    Justitz muss unabhängig sein

    Im Rechtsstaat ist die Justitz unabhängig. Politische Einflussnahme durch Politiker oder sogar von Regierungschefs wird in rechtsstaatlichen Ländern abgelehnt. Lob oder Tadel der Justitz durch Regierungschefs gehört sich nicht.

    Ein Verstoß gegen die Gewaltenteilung ist illegitim. Auch Chauvin hat ein Recht auf ein faires und unabhängiges Urteil. Drohende Randale u Plünderungen dürfen nicht Auswirkungen auf das Urteil haben. Nur das Recht muss gelten.

    Ich finde ein gerechtes Urteil!

    Natürlich kenne ich die Einzelheiten dieses Falles nicht, sondern nur das, was ich über die Medien in der Berichterstattung erfahren habe. Mir erscheint das Urteil gerecht. Das Video, in dem man sieht, wie brutal dieser Polizist George Floyd regelrecht erstickt, ist grauenvoll.
    Bei dieser kriminellen Energie, die in den USA herrscht, mit all den Waffen, die in Besitz der meisten Amerikaner sind, ist mir schon bewusst, dass die Polizisten dort einem sehr hohen Risiko ausgesetzt sind, das für sie schon auch lebensgefährlich sein kann.
    Die USA müssen ihre Probleme diesbezüglich bei der Wurzel anpacken und bearbeiten: das sind Herstellung von Chancengleichheit in allen Belangen (Ausbildung, Beruf, etc.), Beendigung der Diskriminierung von „nicht Weißen“, Verkauf von Waffen wie derzeit verbieten, aber auch Schulung von Polizisten im Umgang mit Menschen. Ich habe jetzt zusammenhanglos und ohne Prioritäten geschrieben, was mir da so durch den Kopf gegangen ist ... unvollständig ist es ...

    Abwarten.

    Die Verteidigung kann in Revision gehen. Und dann ist das Strafmaß auch noch ausschlaggebend.

    Sehr wichtiges Urteil

    Ein sehr wichtiges Urteil.
    Es ist anzunehmen, dass Gutachten zur Persönlichkeit des Schuldigen eine wesentliche Rolle bei der Urteilsfindung spielten. Diese brutale Tat lässt sich sicherlich nicht ausschließlich auf rassistische Ansichten
    reduzieren.

    Videobeweise

    Da können die Angehörigen froh sein, dass diese Aufnahmen für den Prozess zugelassen und auch gewertet wurden. Da könnte sich z. B. die Schweiz ein Beispiel daran nehmen, denn Privatvideos wie auch solche von Dash-Cams werden dort mit der Begründung der Verletzung des Datenschutzes meines Wissens immer noch nicht akzeptiert.

    Dann wird es jetzt Proteste

    Dann wird es jetzt Proteste von "Weissen" geben, weil es " nur ein Schwarzer" war.
    Die Amis haben ein riesiges Problem. Viel größer, als den kleinen Putin. Und viel gefährlicher.

    Weit über den Prozess hinaus ...

  • Die Aufladung des Prozesses …
  • wurde aufgrund seiner überregionalen Bedeutung für die Justizbehörden von Minnesota und die Prozessbeteiligten zu einer Herausforderung besonderer Art. Sie alle haben bestanden. Die 12 Mitglieder der Jury wurden unter 300 Kandidaten sorgsam ausgewählt und sie haben sich – anonym bleibend – auf ihre Aufgabe konzentrieren können. Die haben sie gelöst. Gerechtigkeit walten zu lassen - gegenüber George Floyd wie auch gegenüber Derek Chauvin - war das Ziel und es wurde prozessual vorbildlich erreicht.

  • Die gesellschaftlichen Nachwirkungen des Prozesses …
  • stehen auf einem anderen Blatt. Der Impuls, der seit dem Vorfall in Minnesota durch die gesamte U.S.-Gesellschaft und durch die Politik ging, hat einen nationalen Diskurs über „racial justice“, Polizeiausbildung und gesetzgeberische Maßnahmen zum Schutz von Bürgerrechten ausgelöst, der noch lange nachhallen wird.

    Urteil

    es ist gut das Urteil.
    Das viele einig sind und wir es als speziell erachten das ein Polizist fuer sein Fehlverhalten haftet ist bemerkenswert.
    Der Staat der sich berufen fuehlt anderen Laender seine Regeln aufzudruecken schafft es nicht mal im eigene Land.
    Anektiert voelkerrechtwidrig andere Laender und Regionen ueberzieht sie mit Krieg, verfolgt Whisleblower die Uebergriffe der Soldaten veroeffentlicht, achtet bei der Verfolgung von Straftaten das Voelkerrecht.
    Rassismus um nicht zu sagen Apartheit ist der Normalzustand. Ein Vorbild?

    @09:01 von Initiative Neue...

    "Justitz muss unabhängig sein
    Im Rechtsstaat ist die Justitz unabhängig. Politische Einflussnahme durch Politiker oder sogar von Regierungschefs wird in rechtsstaatlichen Ländern abgelehnt. Lob oder Tadel der Justitz durch Regierungschefs gehört sich nicht.

    Ein Verstoß gegen die Gewaltenteilung ist illegitim. Auch Chauvin hat ein Recht auf ein faires und unabhängiges Urteil. Drohende Randale u Plünderungen dürfen nicht Auswirkungen auf das Urteil haben. Nur das Recht muss gelten."

    Prinzipiell stimmt das schon, doch ist der Druck der Öffentlichkeit auch hierzulande bei prominenten Fällen einfach Realität. Bei diesem klaren Videobeweis ist die Unschuldsvermutung wirklich nur noch eine Formalität und niemand hätte einen anderen Ausgang erwartet von einer Justiz die noch nich völlig im Eimer ist.

    @ 08:56 von Wolfes74

    Das US-Justizsystem ist uralt und dezentral. Es wurde ursprünglich nach damaligem Wissen und vor allem mit guten Absichten geschaffen. Es ist also nicht mit bösen Absichten geschaffen worden, wie z.B. die Justizsysteme in Diktaturen - wir sehen am Beispiel Polens und der Türkei wie man halbwegs funktionierende Systeme böswillig zur eigenen Machtfestigung ändern kann. Das US-Justizsystem entwickelt sich, da dezentral, nur sehr langsam weiter. Aber es sind immer wieder Schritte vorhanden, wo der klar zum Ausdruck gebrachte Wille des Volkes dafür sorft, dass die guten und sinnvollen Grundsätze des Systems zum tragen kommen und Schritte zur Verbesserung erfolgen. Eine grundlegende Reform der sich als Irrwege inzwischen herausstellenden Strukturen ist natürlich extrem schwierig. Das ist so ähnlich, als wollte man in einem Land mit Linksverkehr auf Rechtsverkehr umschalten (wie z.B. Schweden 1967). Das ist ein extremer Kraftakt für den der Rückhalt im Volk fehlt.

    @08:49 von IBELIN | Waffenrecht und Selbstverteidigung

    Da alle Gewalt vom Staat ausgeht, duerfen Staatsorgane diese Gewalt nicht missbrauchen.

    Natürlich sollen Staatsorgane ihre Macht nicht missbrauchen dürfen. Aber wie kommen Sie darauf, dass alle Gewalt vom Staat ausgeht, oder ausgehen sollte? In den USA gibt es auch das Recht zur Selbstverteidigung.

    Ich hoffe, dads die Amis in diesem Zusammenhang auch die Todesstrafe und das Waffenrecht ueberdenken.

    Bessere Hintergrundüberprüfungen bei Waffenverkäufen, ja, aber aufrichtige Bürger sollten weiterhin das Recht haben ihr Leben mit Waffen zu verteidigen.

    Nochmal zum Waffenbesitz

    Es sind zwar sehr viele Waffen im Umlauf,trotzdem ist es nicht so,dass fast jeder Amerikaner mit der Knarre herumläuft.
    Ca. 70% der US-amerikaner besitzen gar keine Waffen.
    Diejenigen,die Waffen besitzen haben dabei zum Teil richtige Arsenale auf Lager.

    Alles andere hätte mich auch

    Alles andere hätte mich auch überrascht, aber tatsächlich gibt es nicht nur in den USA früher, aber auch in Deutschland heute umstrittene Rechtssprechung gegenüber Gewalt durch Polizisten (oder herbeigerufenen medizinischen Nothelfern), wie zB ein jüngster Fall eines Syrers, dem man kein Wasser liefern konnte/wollte, obwohl ein Notarzt gerufen wurde. Die Polizei redet sich raus. Umso wichtiger ist ein freies Urteil, und das ist hier gut sichtbar.

    "Mord" oder Todschlag

    Der Titel ist dann doch reisserisch, nicht differenziert. Es mag im Amerikanischen Mord heißen, aber nur, weil es dort die Abstufungen gibt, die hierzulande niemand versteht. Wir haben den Tatbestand des Todschlages, wenn kein Vorsatz - UND GENAU DAS gehört in den Titel. Oder schreiben wir gerade bei der BILD ab?

    Aus dem Artikel: "Der Bruder

    Aus dem Artikel:
    "Der Bruder des Verstorbenen, Philonise Floyd, sagte auf MSNBC, er vergieße Freudentränen. Noch nie habe es so ein weitreichendes Urteil gegeben. Auch US-Präsident Joe Biden zeigte sich erleichtert über den Schuldspruch und versprach weitere Maßnahmen im Kampf gegen Polizeigewalt. Am Ende seiner kurzen Rede drückte er es so aus: "Dies kann ein Moment von bedeutender Veränderung sein."

    Ja, dieses Urteil ist in der Tat ein Fanal. Ich würde mir wünschen, daß Biden es gelingt, aus dem "kann" möglichst bald ein "wird" zu machen. Aufgrund des hohen Aufmerksamkeitswertes dieses Prozesses hege ich auch Hoffnung, daß weltweit im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung endlich ernst gemacht wird.

    @Jörg Graf 09:05 - Ein Revisionsantrag der Verteidigung...

    🖂 Die Verteidigung kann in Revision gehen. Und dann ist das Strafmaß auch noch ausschlaggebend.

    Das Strafmaß
      für die drei Anklagepunkte liegt in Minnesota zwischen 12,5 und 40 Jahren.
      Die Verteidigung wird mit großer Wahrscheinlichkeit erwägen, in Revision zu gehen.
      Ihr Mandant kann erwarten, dass seine Verteidiger alles tun, um ein Urteil vor Berufungsgericht überprüfen
      und ggf. ändern zu lassen.

    rer Truman Welt

    Ich gehe davon aus, daß der Angeklagte in Berufung gehen wird. Es bleibt abzuwaten was dann entschieden wird. Wird daß Urteil im grossen und ganzen bestätigt, könnte es in der Tat der Beginn einer Veränderung der Pölizeiarbeit sein. Diese Veränderung wird jedoch nur langsam vonstatten gehen Zu tief sitzt der Rassenhass in dieser Institution, zu lang ist ihre Tradition dort. Zudem bräuchte es weiterer derartiger klarer Urteile, ansonsten verpufft die Wirkung. Auch der neueste Fall, der Verwechslung der Waffen mit Todesfolge bedarf ein hattes Urteil. Das kann nicht als Unfall eingestuft werden und bedingt deshalb mindestens eine Verurteilung wegen grob fahrlässiger Tötung. 10 Jahre Gefängnis erscheinen mir angemessen ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung.

    Und was heißt das konkret für die Methoden?

    Ist dieses Knien nun eine erlaubte Methode der Polizei und der Polizist hat zu lange gekniet oder ist die Methode bei der Polizei gar nicht zugelassen?

    Hat man jetzt einen Sadisten erwischt oder einen Polizisten geopfert, um am System nichts ändern zu müssen?

    Einschränkung der Polizei hat

    Einschränkung der Polizei hat Rechtlosigkeit zur Folge. Demnächst wird das Wehklagen über den Anstieg der Kriminalität folgen. Das Urteil scheint vornehmlich politisch bedingt zu sein. Die nächste Instanz wird es wohl aufheben.

    Verschwörungsschwurbeleien

    Es wird wohl nicht allzulange dauern, bis die "Freunde der weißen Rasse" weiter an ihren Verschwörungsschwurbeleien stricken und hier behaupten, die Jury hätte aus politischen Gründen ja gar nicht anders entscheiden können, weil der "Druck der Straße" zu groß gewesen sei, die Jury also quasi kapituliert habe.

    Und ich wage einen weiteren Blick in die Glaskugel; es werden die selben User sein, die sich hier im Forum mit Schuldumkehr hervortaten und keine Hemmungen hatten, selbt absurdeste Behauptungen über George Floyd, die auf einschlägig bekannten rechtsextremen Portalen die Runde machten, zu posten und ohne Quellenangaben als ihre eigene Denkleistung ausgaben. Nur um George Floyd als den Bösen darzustellen, der ja selbst schuld sei an seinem Tod.
    I can't breathe

    @09:14 von Autograf

    "Das US-Justizsystem ist uralt und dezentral. Es wurde ursprünglich nach damaligem Wissen und vor allem mit guten Absichten geschaffen. Es ist also nicht mit bösen Absichten geschaffen worden, wie z.B. die Justizsysteme in Diktaturen - wir sehen am Beispiel Polens und der Türkei wie man halbwegs funktionierende Systeme böswillig zur eigenen Machtfestigung ändern kann."

    Das ist schon eine sehr beschönigende Sicht auf ein Land, das bzgl. Gefängnisinsassen sowohl absolut als auch relativ auf Platz Nr. 1 der Welt rangiert...
    "https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Gef%C3%A4ngnisinsassen"

    Diese Blick auf Achtung der Menschenwürde ist halt nicht ganz so populär wie sich an der selektiven Gefangennahme der Uiguren zu recht abzuarbeiten.

    Das Ergebnis

    stand schon vor der Verhandlung fest. Biden und die Afroamerikaner durften nicht verärgert werden, sonst gibt es wieder Gewalt auf den Straßen von den friedliche BLM-Aktivisten und ihren deutschen Freunden.

    Am 21. April 2021 um 09:01 von Initiative Neue..

    Komisch nur dass in Deutschland sowohl die aktuelle Regierung als auch Parteien wie die AFD immer wieder gerichtliche Entscheidungen kritisieren..

    Somit handelt z.b. die AFD also illegitim wenn ich ihnen folgen darf!

    oh oh

    Auch wenn das Urteil selbstverständlich nicht anders ausfallen durfte, habe ich beim Bild von protestierenden Massen mit Schildern, auf denen Guilty Guilty Guilty steht irgendwie ein flaues Gefühl im Magen.
    Woran erinnert mich das nur?

    @09:01 von Initiative Neue...

    "Auch Chauvin hat ein Recht auf ein faires und unabhängiges Urteil"

    Alles richtig was Sie schreiben. Haben Sie Anlass zu der Annahme, dass das alles in diesem Fall anders gelaufen ist?

    Lassen wir die Hautfarben der Beteiligten mal beiseite. Ein Polizist hält einen Verdächtigen fast 10 min lang so fest, dass dieser keine Luft bekommt und das auch sagt, solange er noch kann. Am Ende verstirbt der Verdächtige. Das sind die Fakten und man stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Hat der Polizist keine Handschellen oder Kabelbinder? Der Verdächtigte war überwältigt, der Polizist war nicht allein, kein Grund mit übermäßiger Gewalt vorzugehen.

    Wie das juristisch zu bewerten ist, ist Sache des Gerichts. Ob Chauvin einen weißen Verdächtigen genauso behandelt hätte, weiß man nicht, aber falls ja, ist das gleiche Urteil angemessen.

    Was mich überrascht ist, dass es eine Meldung ist, wenn ein US-Polizist für seine Handlungen zur Rechenschaft gezogen wird. Scheint ungewöhnlich zu sein

    Ein schwieriges Verfahren

    Erstmal ist es gut, dass die Jury zu einem Urteil gekommen ist und der Prozess nicht noch in letzter Minute wegen Uneinigkeit der Jury-Mitglieder geplatzt ist. Auch das wäre möglich gewesen.

    Nun können die Angehörigen von G. Floyd anders mit ihrer Trauer umgehen.

    Das Verfahren war schwierig, für die Hinterbliebenen wie auch die für Polizisten, die zwischen Kollegialität für D. Chauvin und der nötigen Aufarbeitung von Fehltritten der Polizei schwankten. Ich denke, die Stellungnahme von Zeugen aus der Polizei bzgl. des Verhaltens von Chauvin hat einen bestimmenden Einfluss auf die Juroren gehabt.

    @Initiative Neue...

    "
    Am 21. April 2021 um 09:01 von Initiative Neue...
    Justitz muss unabhängig sein

    Im Rechtsstaat ist die Justitz unabhängig. Politische Einflussnahme durch Politiker oder sogar von Regierungschefs wird in rechtsstaatlichen Ländern abgelehnt. Lob oder Tadel der Justitz durch Regierungschefs gehört sich nicht.

    Ein Verstoß gegen die Gewaltenteilung ist illegitim. Auch Chauvin hat ein Recht auf ein faires und unabhängiges Urteil. Drohende Randale u Plünderungen dürfen nicht Auswirkungen auf das Urteil haben. Nur das Recht muss gelten."

    Sie werden keinen finden, der dem Allgemeinplatz widersprechen würde. Sie könnten auch schreiben: "Ich bin für Frieden."

    Wenn Sie damit andeuten wollen, der Schuldspruch sei nicht fair wegen des Drucks der Straße, dann blicken Sie in die Geschichte der Prozesse gegen Polizisten. Steht ja sogar im Artikel. "Noch nie habe es ein so weitreichendes Urteil gegeben."

    Der Druck der Straße hat Jurys noch nie an zumindest zweifelhaften Freisprüchen gehindert.

    Revision

    Nach meiner Kenntnislage ist das Urteil absolut richtig. Ein Problem sehe ich in den Drohungen im Vorfeld des Urteils, die einen Revisionsgrund darstellen können. Die Revision kann geltend machen, dass aufgrund dieser Drohungen die Geschworenen nicht frei entscheiden konnten.
    Demonstrieren ist richtig und wichtig, Demonstrationen mit Drohungen zu verbinden ist falsch und dumm.

    @Orwell, 09.18h

    Weder in Streifenwagen noch in Rettungsfahrzeugen gehören Getränke zur Ausrüstung.

    @Gassi

    "
    Am 21. April 2021 um 09:20 von Gassi
    "Mord" oder Todschlag

    Der Titel ist dann doch reisserisch, nicht differenziert. Es mag im Amerikanischen Mord heißen, aber nur, weil es dort die Abstufungen gibt, die hierzulande niemand versteht. Wir haben den Tatbestand des Todschlages, wenn kein Vorsatz - UND GENAU DAS gehört in den Titel. Oder schreiben wir gerade bei der BILD ab?"

    Sie möchten also, daß der gesamte Wortlaut der Anklage in die Überschrift gehört? Kann man machen, muß man aber nicht. Artikel lesen sollte man schon, nicht nur Überschriften. Wo wir gerade bei "Wir" sind: Ob Sie gerade bei der Bild abschreiben, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich schreibe jedenfalls gerade nicht bei der Bild ab. Und Tagesschau.de ebenso nicht, nicht mal, was die Überschrift betrifft. Also: Wer ist wir? Oder sollte das ein Pluralis Majestatis sein?

    Nicht verwechseln

    Ein Mord nach deutschem Recht ist das nicht, eher Körperverletzung mit Todesfolge oder fahrlässige Tötung. Eben weil der Vorsatz des Tötens fehlt.
    Zweite Sache ist, dass in den USA nicht der Grundsatz „in dubrio pro reo“ herrscht und es keine Beweislastpflicht GEGEN den Angeklagten gibt (wie in Deutschland). Vielmehr muss dieser seine Unschuld beweisen, was ich rechtsstaatlich für sehr fragwürdig halte.
    Und als Drittes kommt hinzu, dass eine Jury über Schuld und Unschuld entscheidet, welche jedoch kein Rechtsstudium hinter sich hat, sondern meist aus dem „einfachen“ Volk kommt. Der Richter entscheidet lediglich über das Strafmaß.

    Es wäre also ziemlich dümmlich, wenn jetzt wieder wie damals Linksextremisten auf den Straßen demonstrieren und Parallelen zu Deutschland erzwingen wollen.

    Nicht nachzuvollziehen

    Zitat: "Etliche Zeugen hatten ausgesagt, dass Floyd an Sauerstoffmangel - sprich an dem Druck durch Chauvins Knie auf seinen Nacken - gestorben ist, und nicht etwa, wie von den Verteidigern behauptet, an einem Herzleiden und Drogen."

    Diese Einschätzung - ist nmE - nicht ganz nachzuvollziehen.

    Dies macht ich an folg. Punkten fest:

    1. Hr. Floyd hatte lt. Autopsiebericht eine 2,5-fache tödliche Dosis Fetanyl im Blut zum Zeitpunkt des Vorfalles. Seine Lungen waren auf das zweifache Volumen aufgebläht. --> Wie kann das keine Auswirkung auf die Sauerstoffzufuhr für Hrn. Floyd gehabt haben?

    2. Der sog. "Nackengriff" ist eine von der Polizei in Minneapolis vorgegebene Methode, um Verdächtigte, die Widerstand leisten, wie dies Hr. Floyd gemacht hat, festzusetzen. Wie erklärt sich, dass diese Polizeitechnik 1000 Mal ohne tödliche Folge angewendet wird und hier nicht?

    Auf welche Evidenz beruft sich die Jury bei Ihrer Beurteilung. Die Einschätzung von Zeugen halte ich nicht für ausreichend.

    @Tada, 09.33h

    Das Knieen auf dem Hals zur Fixierung ist durchaus erlaubt.
    Nur müssen die Auswirkungen beachtet werden.
    Zum Tod oder einer irreversiblen Gesundheitsschädigung darf es nicht kommen.

    Tada

    Was soll das für eine Methode sein?
    Fixierten Leuten die Luft abdrehen, kann doch in keinem Lehrbuch stehen.

    Sorry aber

    ein Urteil zu beklatschen, bei dem man Nichts kennt als den Spruch (bei uns Tenor) geht gar nicht. Mag richtig oder falsch sein das Ergebnis. Das kann aber niemand beurteilen, der nicht sämtliche Hintergründe kennt. Immer dieses Schlaubergertum.

    Fluch und Segen

    Es ist fraglich, ob das Urteil so zustande gekommen wäre, hätte es das Handyvideo einer 17-jährigen nicht gegeben. Vor allem durch diese bedrückenden Bilder ist der Druck der Öffentlichkeit - de facto auch auf die Jury - entstanden.
    Was in diesem einen Fall wichtig und beherzt war, wird aber in durchschnittlich 99 anderen ungeeigneten Fällen dazu führen, dass 'mutige" Möchtegern-Investigative mit ihren Handys draufhalten, was das Zeug hält. Schon jetzt ist die Filmerei von Unfällen u.ä. ein echtes Problem.

    @Klausewitz

    "
    Am 21. April 2021 um 09:34 von Klausewitz
    Einschränkung der Polizei hat

    Einschränkung der Polizei hat Rechtlosigkeit zur Folge. Demnächst wird das Wehklagen über den Anstieg der Kriminalität folgen. Das Urteil scheint vornehmlich politisch bedingt zu sein. Die nächste Instanz wird es wohl aufheben."

    Sie meinen also, es wäre für die Durchsetzung des Rechts unbedingt notwendig, daß Polizisten das Knie solange auf den Hals von Verhafteten drücken, bis sie tot sind?

    "Ferguson"-Effekt als Folge dieses Urteils?

    Dass Mr. Chauvin falsch gehandelt hatte, auch wenn der sog. "Neck-Hold" eine zulässige Polizeipraxis im Staat Minnesota ist.

    Dennoch halte ich mittel-/langfristige Folgen dieses Urteils für bedenkenswert.

    Wenn Polizisten, die unsere Ordnung und Sicherheit jeden Tag mit ihrem Leben verteidigen, bei ähnlichen Fällen mit derartigen Verfahren rechnen müssen, wird dazu führen, dass Polizisten gerade in von Minderheiten bewohnten Vierteln mit viel Kriminalität, tendentiell sich von Konfrontationen mit Kriminellen zurückziehen und damit Kriminelle Aufwind erlangen und mehr Straftaten verübt werden.

    Dies ist ein Effekt, der bereits "Ferguson"-Effekt genannt wird und nach dem Prozess um den getöteten Schwarzen Michael Brown 2014 bereits empirisch nachgewiesen wurde, und auch nach den "glorreichen" Justizrefomen aus dem rot-rot-grünen Berlin zu erwarten sind.

    Es bleibt dabei: keine Belege für eine "rassist. Polizeigewalt"

    Dass die Polizei in den USA robuster zu Werke geht, das ist bekannt.

    Polizeiwillkür und Rassismus lässt sich aus den Zahlen nicht herauslesen:

    1. die Polizei führten 2019 357 Mio. Kontrollen durch

    2. 2019 wurden 1.004 Personen in Auseinandersetzungen mit der Polizei erschossen, 235 davon, also ca. 25 %, waren Schwarze.

    3. dieser Anteil ist geringer als die Kriminalitätsraten von Schwarzen: Schwarze (Bev.Anteil: 13 %) verüben 53% aller Morde und 60% aller Raubüberfälle in den USA.

    4. in "nur" 35 Fällen kamen hierbei "unbewaffnete" Personen zu Tode: 9 Schwarze; 19 Weiße

    Die Anzahl der durch die Polizei getöteten Menschen ist eine Funktion der Anzahl der gewalttätigen Auseinandersetzungen und stark abhängig vom individuellen Verhalten eines Verdächtigen, nicht seiner Hautfarbe.

    Entscheidend ist der Anteil der Schwarzen an Gewaltdelikten, nicht an der US-Bevölkerung alleine.

    Quelle: The Myth of Systemic Police Racism,
    By Heather Mac Donald
    June 2, 2020
    Wall Street Journal

    Das Problem liegt nicht bei der Polizei

    Dafür, dass die amerikanische Gesellschaft und insofern auch die amerikanische Polizei gewalttätiger sind, dafür gibt es gewisse Zahlen, die dies belegen.

    Von einer "systematischen, rassistischen Polizeigewalt" zu sprechen, führt allerdings an der Sache vorbei und ist nicht durch die Fakten gedeckt:

    1. 2019 wurden 1.004 Personen in Auseinandersetzungen mit der Polizei erschossen, 235 davon, also ca. 25 %, waren Schwarze.

    2. dieser Anteil ist geringer als die Kriminalitätsraten von Schwarzen bei Gewaltdelikten: Schwarze (Bev.Anteil: 13 %) verüben 53% aller Morde und 60% aller Raubüberfälle in den USA.

    Die Anzahl der durch die Polizei getöteten Menschen ist eine Funktion der Anzahl der gewalttätigen Auseinandersetzungen und stark abhängig vom individuellen Verhalten eines Verdächtigen, nicht seiner Hautfarbe.

    Quelle: The Myth of Systemic Police Racism,
    By Heather Mac Donald
    June 2, 2020
    Wall Street Journal

    Am 21. April 2021 um 09:43 von Augustus Cäsar

    >>Das Ergebnis

    stand schon vor der Verhandlung fest. Biden und die Afroamerikaner durften nicht verärgert werden, sonst gibt es wieder Gewalt auf den Straßen von den friedliche BLM-Aktivisten und ihren deutschen Freunden.<<

    Welches Ergebnis wäre ihrer Meinung und dem amerikanischen Gesetz nach angemessen?

    Er ist als Mörder 2. Und 3.

    Er ist als Mörder 2. Und 3. Grades und Totschlags 2. Grades verurteilt.
    Die rastistische Motivation, den die einzelnen Bewegungen wie U.a. Black Matter Live, angeben ist damit nicht abgeklärt. Sie sind deshalb monatelang in die Öffentlichkeit.
    Er wurde jedoch als Mörder verurteilt wie jeder Mörder verurteilt wird.
    Ich habe bislang in keiner öffentlichen Stellung des Gerichts gelesen, dass der Mord von dem Polizisten tatsächlich aus rastistischem Grund verübt worden ist.
    Insofern dürften die Demonstranten nicht zufrieden sein. Das was die Welt so bewegt hat ist leider immer noch ungeklärt.

    Er ist als Mörder 2. Und 3.

    Er ist als Mörder 2. Und 3. Grades und Totschlags 2. Grades verurteilt.
    Die rastistische Motivation, den die einzelnen Bewegungen wie U.a. Black Matter Live, angeben ist damit nicht abgeklärt. Sie sind deshalb monatelang in die Öffentlichkeit.
    Er wurde jedoch als Mörder verurteilt wie jeder Mörder verurteilt wird.
    Ich habe bislang in keiner öffentlichen Stellung des Gerichts gelesen, dass der Mord von dem Polizisten tatsächlich aus rastistischem Grund verübt worden ist.
    Insofern dürften die Demonstranten nicht zufrieden sein. Das was die Welt so bewegt hat ist leider immer noch ungeklärt.

    um 09:34 von Klausewitz

    "Einschränkung der Polizei hat Rechtlosigkeit zur Folge. Demnächst wird das Wehklagen über den Anstieg der Kriminalität folgen. Das Urteil scheint vornehmlich politisch bedingt zu sein."
    .
    Die Polizei ist dafür da, die Bürger zu schützen und Staftäter dingfest zu machen. Das Urteil sprechen dann Richter. Die Polizei hat nicht das Recht, über Leben und Tod der Täter zu entscheiden. Was Sie fordern, ist nahe am Faustrecht. Mit "Rechtlosigkeit" hat das Urteil rein gar nichts zu tun.

    8:56 Wolfes74

    "Und das amerikanische Justizsystem wegen einem Urteil als "intakt" zu bezeichnen, halte ich für sehr gewagt........"

    Bin ganz bei ihnen.
    Bei so einem klaren Sachverhalt dieses Urteil einschließlich von höchster Stelle dermaßen zu loben und sichtbar aufzuatmen zeigt eher, dass es mit dem Justizwesen in den USA nicht weit her ist. In "normalen Staaten" wäre bei diesem Sachverhalt und sicheren Beweisen dieses Urteil eine Selbstverständlichkeit da bräuchte es diese Lobhudelei gar nicht.

    "Polizeigewalt"

    Ich finde es ein wenig bemerkenswert, dass unreflektiert von "rassistischer Polizeigewalt" gesprochen wird, ohne einen Beleg zu liefern.

    Polizeigewalt ist erst einmal ein völlig objektiver Begriff: selbstverständlich übt die Polizei "Gewalt" aus. Sie MUSS Gewalt ausüben, um die Einhaltung von Gesetzen zu überwachen und Kriminelle festzunehmen.

    "Rassistisch" ist die Polizeigewalt dann, wenn die Hautfarbe von Verdächtigen eine Rolle spielt. Statistiken zeigen, dass Schwarze überporportional oft bei Auseinandersetzungen mit der Polizei zu Tode kommen, was aber noch in keiner Weise belegt, dass die Hautfarbe der entscheidende Faktor ist. Der vielmehr entscheidende Faktor scheint zu sein, dass Schwarz massiv überproportional in gewaltträchtige Interaktionen mit der Polizei geraten, was nicht zuletzt damit zu tun hat, dass Schwarze massiv überproportional die Täter bei gewalttätigen Überfällen, Mord etc. stellen, wie dies die FBI-Statistiken jedes Jahr aufs Neue dokumentieren.

    "Am 21. April 2021 um 09:43

    "Am 21. April 2021 um 09:43 von Augustus Cäsar
    Das Ergebnis

    stand schon vor der Verhandlung fest. Biden und die Afroamerikaner durften nicht verärgert werden, sonst gibt es wieder Gewalt auf den Straßen von den friedliche BLM-Aktivisten und ihren deutschen Freunden."

    Danke, daß Sie meinen Blick in die Glaskugel von 9:39 Uhr bestätigen. Das sowas kommen mußte, war nicht schwer zu raten.

    Sie führen sich gerade selbst ad absurdum: Wenn Sie den Text vollständig gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, daß dort steht:

    "Der Bruder des Verstorbenen, Philonise Floyd, sagte auf MSNBC, er vergieße Freudentränen. Noch nie habe es so ein weitreichendes Urteil gegeben."

    Und das stimmt. Der vermeintliche Druck der Straße hat in den USA noch keine Jury daran gehindert, Polizisten freizusprechen, selbst wenn die Beweislage eigentlich ziemlich eindeutig war. Nur in ganz seltenen Fällen waren überhaupt Polizisten verurteilt worden.

    Ihre Verschwörungsschwurbeleien können Sie sich also sparen.

    "gegen Polizeiwillkür und Rassismus in den USA"

    Zitat: "Sie wollen nach der brutalen Festnahme und der Tötung von George Floyd ein Zeichen zu setzen: gegen Polizeiwillkür und Rassismus in den USA."

    Dass die Polizei exzessiv brutal gegen George Floyd vorgegangen ist, das dürfte außer Zweifel stehen.

    Dass die Polizei in den USA robuster zu Werke geht, das ist, denke ich, auch bekannt.

    Polizeiwillkür und Rassismus lässt sich aus den Zahlen nicht herauslesen:

    1. die Polizei führten 2019 12,3 Mio. Kontrollen durch

    2. in 1.004 Fällen kamen Menschen dabei zu Tode

    3. in "nur" 35 Fällen kamen hierbei "unbewaffnete" Personen zu Tode: 9 Schwarze; 19 Weiße

    Quelle: The Myth of Systemic Police Racism,
    By Heather Mac Donald
    June 2, 2020
    Wall Street Journal

    "https://www.wsj.com/articles/the-myth-of-systemic-police-racism-11591119883"

    Gespiegelt, da Bezahlschranke:

    "http://archive.is/OXbjA#selection-2485.325-2485.331"

    Was ist mit den anderen 7.406 ermordeten Schwarzen?

    In den USA wurden im Jahr 2019 7.407 Schwarze ermordet - 90 % davon von Schwarzen.

    Was gedenkt man dieser Schwarzen zu tun?
    "Mattern" diese für Gruppen die "Black Lives Matter" nicht? Thematisieren die Leute von "Black Lives Matter" nur Einzelfälle exzessiver Polizeigewalt?

    Quelle: The Myth of Systemic Police Racism,
    By Heather Mac Donald
    June 2, 2020
    Wall Street Journal

    "https://www.wsj.com/articles/the-myth-of-systemic-police-racism-11591119883"

    Gespiegelt, da Bezahlschranke:

    "http://archive.is/OXbjA#selection-2485.325-2485.331"

    um 10:12 von Blitzgescheit

    "Der sog. "Nackengriff" ist eine von der Polizei in Minneapolis vorgegebene Methode, um Verdächtigte, die Widerstand leisten, wie dies Hr. Floyd gemacht hat, festzusetzen. Wie erklärt sich, dass diese Polizeitechnik 1000 Mal ohne tödliche Folge angewendet wird und hier nicht?"
    .
    Weil in den 1000 anderen Fällen der Polizist dem Tatverdächtigen nicht 9 Minuten lang die Luft abgedrückt hat?

    Die Geschworenen haben entschieden, ...

    ... sonst ist noch gar nichts geschehen. Die Festlegung des Strafmaßes liegt beim Richter, nicht bei den Geschworenen.

    Außerdem wird die Verteidigung noch Revision einlegen; das wichtigste Argument wird dabei sein, dass durch der Aufruf der Abgeordneten des Repräsentantenhauses Maxine Waters (DP), im Fall eines Freispruchs "konfrontativer als bisher" (more confrontational*) öffentlich zu protestieren, die Geschworenen unter Druck gesetzt bzw. bedroht wurden und daher ihrer Aufgabe, eine unvoreingenommene Entscheidung zu treffen, nicht mehr unbeeinträchtigt erfüllen konnten. CNN schrieb dazu: "Maxine Waters just inflamed a very volatile situation".

    Politiker sollten lernen, vor einer richterlichen Entscheidung den Mund zu halten.

    ---
    * Wörtlich sagte M. W.: "And if we don't [get a guilty verdict], we cannot go away. We've got to stay on the street. We get more active, we've got to get more confrontational. We've got to make sure that they know that we mean business."

    09:43 von Augustus Cäsar

    auch das könnte mit ein Gesichtspunkt gewesen sein
    übrigens "könnte" steht da, nicht dass es so gewesen sein muß !

    10:12 von Blitzgescheit | Wie von Kleomenes schon mal behauptet

    Dieser Rückgriff auf eine Behauptung der rechtsaußen 'PI News' haben sie dieser Tage schon mal gestreut. Damals als Kopie, nun redigiert, aber inhaltlich nicht besser.

    Die Beweisführung der Staaatsanwaltschaft war eindeutig und die Einschätzung der Jury auf 'richtige' Fakten aufgebaut. Nicht auf so einseitige Wahrnehmungen.

    @AfD-Presseabteilung

    "
    Am 21. April 2021 um 10:12 von Blitzgescheit
    Nicht nachzuvollziehen

    Zitat: "Etliche Zeugen hatten ausgesagt, dass Floyd an Sauerstoffmangel [...]"

    Diese Einschätzung - ist nmE - nicht ganz nachzuvollziehen.

    Dies macht ich an folg. Punkten fest:

    1. Hr. Floyd hatte lt. Autopsiebericht eine 2,5-fache tödliche Dosis Fetanyl im Blut zum Zeitpunkt des Vorfalles. Seine Lungen waren auf das zweifache Volumen aufgebläht. --> Wie kann das keine Auswirkung auf die Sauerstoffzufuhr für Hrn. Floyd gehabt haben? [...]"

    War erwartbar, daß Sie diesen Blödsinn von einschlägig bekannten rechtsextremen Portalen hier posten. Man sollte aber vorher prüfen, ob es plausibel ist.
    Die Behauptung entstammt nicht dem Autopsiebericht, sondern vom Gutachter der Verteidigung.

    Fentanyl ist ein starkes Schmerzmittel und wirkt sedierend, das heißt es macht müde. Wenn Floyd die Menge im Körper gehabt hätte, wäre es ein medizinisches Wunder gewesen, daß er noch so weit fahren konnte als Toter.

    Am 21. April 2021 um 09:14 von Autograf

    "Das US-Justizsystem ist uralt und dezentral. Es wurde ursprünglich nach damaligem Wissen und vor allem mit guten Absichten geschaffen."

    Das ist, soweit es die afroamerikanische Bevölkerung betrifft, grundfalsch. Es gab bereits vor der Unabhängigkeit der USA sogen. "Slave Acts", die die aus Afrika verschleppten und als Sklaven in die nordamerikanischen Kolonien verbrachten Menschen einer eigenen, extrem inhumanen "Rechtsprechung" unterwarf. Dies änderte sich mit der Gründung der USA nicht und mit der Abschaffung der Sklaverei 1865 nur nominell. Statt dessen wurden in fast allen Bundesstaaten südwestlich der Mason-Dixon-Linie die sogen. "Jim Crow laws" zur Rassentrennung und institutionalisierten Entrechtung der afroamerikanischen Bevölkerung erlassen und von der US-Justiz durchgesetzt bzw. nie in Frage gestellt. Das änderte sich erst mit dem Civil Rights Act (1964) und Voting Rights Act (1965). Und selbst damit wurde die Diskriminierung nicht beendet, sie dauert bis heute an.

    Das Problem für Schwarze: nicht "rassistische Polizeigewalt"

    So tragisch und unnötig der Tod von Hrn. Floyd gewesen sein mag: eine herbeiimaginierte, aber durch keine Fakten belegte "rassistische Polizeigewalt" ist - statistisch - nicht das Problem für Schwarze.

    1. dass Schwarze ungerechtfertigter Weise bei Interaktionen mit der Polizei zu Tode kommen ist die absolute Ausnahme.

    2. Schwarze - gemessen an deren Anteil an Gewaltverbrechen wie Überfall, Mord etc. - kommen durch die Polizei unterproportional oft zu Tode.

    3. Mehr als 90 % der Schwarzen werden von Schwarzen selber getötet.

    Das Problem für Schwarze besteht eher darin, dass sie

    1. viel seltener einen Bildungsabschluss haben

    2. beim beruflichen Erfolg ebenso hinten anstehen, und

    3. insbesondere bei gewaltbezogenen Straftaten massiv überrepräsentiert sind

    Dies hat letztendlich weniger etwas mit einer angeblichen "rassistischen Unterdrückung" zu tun, sondern damit, dass 60-70 % ohne Väter - also in nicht-intakten Familien aufwachsen.

    Das ist das Problem!

    @Blitzgescheit - 10:12

    "Auf welche Evidenz beruft sich die Jury bei Ihrer Beurteilung. Die Einschätzung von Zeugen halte ich nicht für ausreichend."

    Schon klar, wer nach dem Abwürgen von George Floyd nach 8:46 Minuten Chauvins Freispruch erwartet hat, wird jetzt die mangelhafte Prozessführung hervorkramen, mit der die Jury getäuscht wurde.

    Wird sich etwas ändern?

    Wird sich etwas ändern?
    Werden die Ausbildungen der etlichen Polizeibehörden nun reformiert oder wenigstens annähernd zentralisiert?
    Wird es eine Debatte um die Folgen jahrhundertelanger systematsicher Benachteiligung von Afroamerikanern geben? Und über Rassismus in der Gesellschaft?

    Oder wird das Thema wieder bis zum nächsten Vorfall und den absehbar folgenden Unruhen wieder unter den Teppich gekehrt werden, so wie es bei den Amokläufen der Fall ist?

    @10:18 von Punk66

    "Sorry aber ein Urteil zu beklatschen, bei dem man Nichts kennt als den Spruch (bei uns Tenor) geht gar nicht. Mag richtig oder falsch sein das Ergebnis. Das kann aber niemand beurteilen, der nicht sämtliche Hintergründe kennt. Immer dieses Schlaubergertum."

    Das Video ist öffentlich zugänglich. Wenn da ein Mensch fast 10 Minuten lang die Luft abgedrückt wird ist das nicht gerade ein kniffliger Fall für Sherlock Holmes um zu einer Beurteilung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu kommen – selbst als Laie.
    Das Video nicht zur Kenntnis nehmen aber die Plausibilität mangels Unkenntnis in Frage stellen gilt nicht ;-)

    Ein Impuls wie von der Bürgerrechtsbewegung in den 60ern …

    der weite Teile der U.S. Gesellschaft umfasst und eine nationale Debatte treibt. Das ist eines der bleibenden Ergebnisse, das die Tat von Minnesota ausgelöst hat.

  • Der Kampf um Bürgerrechte erhielt durch die …
  • aufwühlenden Ereignisse um den Tod von George Floyd herum ein Revival. Eine von Diversität geprägte gesellschaftliche Bewegung von Bürgern aller Hautfarben und Schichten in großer Zahl hat sich auf den Weg gemacht, um ihre Anliegen in eindrucksvollen Demonstrationen voranzubringen. Gewalttäter und Plünderer, die als Trittbrettfahrer mit ihren Exzessen mediale Aufmerksamkeit eingefangen haben, konnten den Gesamteindruck der friedlichen Massen nicht trüben. Bürgerrechte sind nun wieder auf der politischen Agenda von Regierung und Kongress.

  • Die Versuche, Bürgerrechte einzuschränken …
  • ist nicht auf die historischen Jim Crow-Gesetze beschränkt sondern umfasst auch „voting rights“ von Minderheiten.
    Auch das ist eine Baustelle

    09:01, Initiative Neue...

    >>Im Rechtsstaat ist die Justitz unabhängig. Politische Einflussnahme durch Politiker oder sogar von Regierungschefs wird in rechtsstaatlichen Ländern abgelehnt. Lob oder Tadel der Justitz durch Regierungschefs gehört sich nicht.

    Ein Verstoß gegen die Gewaltenteilung ist illegitim. Auch Chauvin hat ein Recht auf ein faires und unabhängiges Urteil. Drohende Randale u Plünderungen dürfen nicht Auswirkungen auf das Urteil haben. Nur das Recht muss gelten.<<

    Mit anderen Worten, Sie meinen, das Urteil wäre auf politischen Druck hin unter Beugung des Rechts zustande gekommen?

    Chauvin wäre ein fairer Prozess verwehrt worden?

    Oder wollten Sie einfach nur anlasslos Betrachtungen zur Gewaltenteilung anstellen?

    Kehren wir auch vor der eigenen Türe?

    Ich muss leider immer wieder von Dingen lesen, die auch bei uns schief laufen.

    Dazu kommt, dass unsere Justiz nicht immer in der Lage scheint, die Dinge aufzuklären. Der Fall Oury Jalloh hat jedenfalls Fragen offen gelassen und es ist nur ein sehr prominenter Fall.

    Kehren wir also auch vor der eigenen Türe, wenn es um die Aufklärung von Todesfällen und die konsequente Ahndung von Straftaten geht?

    Fehlurteil

    Ein krasses Fehlurteil, das die Geschworenen nicht gefällt haben, sondern auf massiven Druck linker Kräfte fällen mussten. Die US-Justiz ist eben in diesem Fall nicht objektiv und Herr Biden, der dieses Fehlurteil bejubelt, verhält sich nicht wie ein Staatsmann, sondern wie ein Spalter der Nation.

    10:12 von Blitzgescheit

    auch derlei Dinge gilt es zu berücksichtigen ..

    Ich darf erinnern
    Ein abgelehnter Asylbewerber sollte am 28. Mai 1999
    abgeschoben werden.
    Da er sich wie ein Berserker wehrte, wurde er bereits in der Haft an Händen und Füßen gefesselt,
    bekam einen Sturzhelm aufgesetzt weil er die Beamten bespuckte
    Beim Start des Flugzeugs versuchte er trotz dieser Fesselungen sich aus dem Sitz zu stemmen .
    Die beiden Beamten des BGS, die links und rechts auf den Plätzen neben ihm saßen, drückten daraufhin seinen Oberkörper in Richtung seiner Oberschenkel.
    Der Beamte auf dem Platz vor Aamir Ageeb drückte zusätzlich den Kopf des Flüchtlings nach unten. Als die Beamten Aamir Ageeb nach dem Erlöschen der Anschnallzeichen wieder aufrichten wollten, stellten diese seinen Tod fest
    Eine später durchgeführte Obduktion ergab als Todesursache: Lagebedingter Erstickungstod.
    Laut Staatsanwaltschaft erfolgte der „Erstickungstod durch massive Einwirkung von Gewalt

    @ Am 21. April 2021 um 09:20 von Gassi

    „Wir haben den Tatbestand des Todschlages, wenn kein Vorsatz - UND GENAU DAS gehört in den Titel.“

    Nur der Vollständigkeit halber: Auch Totschlag setzt Vorsatz voraus. Ohne Vorsatz ist es fahrlässige Tötung. Ferner werden nach gängiger Lehrmeinung Mord und Totschlag auch nicht mehr als unterschiedliche Delikte betrachtet, sondern Mord als Qualifikation – vereinfacht gesagt, als besonders schwere Form – des Totschlags.

    @um 10:12 von Blitzgescheit

    > Auf welche Evidenz beruft sich die Jury bei Ihrer Beurteilung.

    Wahrscheinlich die Beurteilung des Sachverständigen, der die Todesursache festzustellen hatte.

    Das ist dann wohl nachvollziehbar, oder?

    Ein Phyrrussieg?

    Meine Angst ist die, dass die (möglicherweise gespaltene) amerikanische Gesellschaft nach Jahrhunderten der Eigenkonditionierung auf schwarz/weiss Denken noch lange nicht reif ist für diese "Neuerung"...
    Gleichwohl ist es ein Anfang - zu Wünschen wäre es, dass aus diesem zarten Pflänzchen der Annäherung eine grosse und widerstandsfähige Pflanze wird...

    09:02, Wolf1905

    >>Bei dieser kriminellen Energie, die in den USA herrscht, mit all den Waffen, die in Besitz der meisten Amerikaner sind,<<

    Der Eindruck, daß die meisten Amerikaner im Besitz von Waffen seien, mag entstehen, er ist aber falsch. Die Waffenbesitzer sind definitiv in der Minderheit, allerdings oft bis an die Zähne bewaffnet. Deswegen die hohe Zahl von Waffen im Lande.

    09:43 von Augustus Cäsar | So bleibt die 6 % Welt erhalten

    'Das Ergebnis stand schon vor der Verhandlung fest.

    Das wissen Sie woher ? Oh, 'tschuldigung, Sie wissen es nicht, sondern werfen es halt mal so ein.
    Haben Sie sich mit den Fakten des Verfahrens beschäftigt ? Auch nicht? Hmm

    'Biden und die Afroamerikaner durften nicht verärgert werden, sonst gibt es wieder Gewalt auf den Straßen von den friedliche BLM-Aktivisten und ihren deutschen Freunden.'

    Vor den deutschen Freunden haben sich die Juroren jenseits des Atlantiks besonders gefürchtet.

    Und so wahrt die kleine 6 % Gemeinde wieder ihr von Fakten unbelästigtes Weltbild.

    @Punkt66

    "Am 21. April 2021 um 10:18 von Punk66
    Sorry aber

    ein Urteil zu beklatschen, bei dem man Nichts kennt als den Spruch [...] geht gar nicht. Mag richtig oder falsch sein das Ergebnis. Das kann aber niemand beurteilen, der nicht sämtliche Hintergründe kennt. Immer dieses Schlaubergertum."

    Ja, ja, die bösen Schlauberger. Aber dank Internet kann man sich heutzutage schlau machen, über den Fall wurde ausführlich berichtet. Die Idee, daß die vermeintlichen Schlauberger tatsächlich Schlauberger sind, weil sie sich über den Fall informiert haben um sich eine Meinung zu bilden kommt Ihnen wohl erst gar nicht?

    Beim Lesen des Posts und Fan der Kommunikationstheorie des Friedemann Schulz von Thun höre ich auf dem Ich-Ohr Ihre Botschaft: Das Urteil ist ein Skandal. Das entnehme ich der Passage "ein Urteil zu beklatschen". Wenn Sie es richtig fänden, hätten Sie es anders formuliert. Warum sagen Sie das also nicht gleich und verstecken sich hinter den bösen Schlaubergern? Oder liege ich falsch?

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