Kommentare

Den eigenen Kopf zu gebrauchen ist am besten!

Das Problem bei den ganzen Apps ist dass der eigene Kopf immer weniger gefordert wird.
Wenn die Apps "Blödsinn" erzählen wird dies kritiklos aufgenommen.
Wer nachhaltig leben will sollte intensiv über alles nachdenken was damit zusammenhängt und auch die Zusammenhänge verstehen - zumindest ansatzweise.
Schlichtes Konsumverhalten per App ist wohl eher vergleichbar mit dem "Folgen" von Influencern.
Wer kontrolliert die Richtigkeit der Inhalte dieser Apps ? Wahrscheinlich Nestle und andere Industriegiganten die an der "Nachhaltigkeit" kräftig mitverdienen wollen.

... wobei man gewaltig aufpassen muss,

..was man sich von wem aufs Handy lädt.
So wie es Fake News gibt, gibt es Tipps und Apps mit fragwürdigen Inhalten. Auf den ersten Blick seriös, bei genauerem Hinsehen jedoch eher Unfug den der "unbedarfte" Nutzer mit persönlichen Schäden bezahlen muss.
Nicht umsonst sind Handys immer mehr ins Visier zwielichtigen Gestalten geraten.
Also: bevor das Handy in Entscheidungen des persönlichen Lebens eingreift: selber nachdenken.

Das mag ja durchaus seinen

Das mag ja durchaus seinen Sinn haben. Aber es gibt einen Haken, denn die Vergoogelung und Verappung unseres Alltags verbraucht ihrerseits viel an Energie. Die Sendung Quarks hat berechnet: Das Internet und all seine damit verbundenen Geräte verbraucht mehr Strom als Russland und fast so viel wie Kanada und Deutschland zusammen. Und ob es eine Dusche mit Sprachassistent und die Überschwemmung unserer Wohnzimmer mit Alexa und Co braucht, sei mal dahingestellt.

Mit ein wenig Realismus

gesehen wird evtl. die Halbierung des jetzigen CO2 Ausstoßes bis 2030 drin sein aber keinesfalls eine Senkung um 2/3. Allein Transport und Verkehr schlagen schon mit fast 2,5 t pro Kopf zu Buche.

Fragen...

Zu den am Anfang des Artikels gestellten Fragen „Wie viel macht es aus, wenn ich eine Tasse Kaffee pro Tag weglasse? Was passiert, wenn ich einen veganen Tag in der Woche einlege? Welche Auswirkungen auf das Klima hat es, wenn ich mein Auto verkaufe?“ hätte ich auch noch eine, die mir aber Google bzw. SUSLA sicher beantworten kann (ich hab’s aber noch nicht gecheckt ;-(:
Wieviel Energie wird benötigt, wenn alle User ständig die App SUSLA nutzen, um irgendwelche Antworten auf ihre dringenden Fragen zu bekommen?
(Naja, ich bin da ja keine Ausnahme, bin hier dann und wann im Forum unterwegs...).
Will sagen, der Energiebedarf wird mit zuschreitendem Fortschritt der Digitalisierung ENORM anwachsen, auch wenn die Digitalisierung ohne Frage viele Vorteile mit sich bringt. Die (nachhaltig ökologische) Energiegewinnung ist deshalb auch eines DER großen Zukunftsthemen, wobei ich nicht nur auf Wind und Sonne setze!

Wie Immer

Die Frage: Ist die Effektive Energieersparniss größer als der Energieverbrauch durch die Elektronik?
Bei der Berechnung einer Tasse Kaffee wohl kaum
Benutzten App-provider und Datenbankbetreiber inclusive Serverfarm Erneuerbare Energien?

Der vergleich mit Volkshochschule hingegen ist sehr verkürzt:
VHS Kurse besucht man auch wegen des Austausches mit anderen Interessierten, sprich Kursteilnehmern, was dann ein "Empowerment" der eigenen Position bedeutet da man eben nicht mehr mit seinem Handy alleine ist.
Möglicherweise sollte man in die App nach den Hinweis auf VHS Kurse integrieren.

Stromverbrauch Handy

Ich kann es gar nicht abwarten, wie hier die Unbelehrbaren versuchen werden, das Handy trotz all seiner Vorteile schlecht zu reden.
Ich denke dann immer daran, dass der Volksmund zur Einführung der Eisenbahn erzählt hat, dass ein Mensch bei Geschwindigkeiten über 50km/h zu Staub zerfallen wird.

Habe das durchgespielt,...

...und versucht, bei den Angaben wirklich ehrlich zu sein.

Obwohl ich mir einbilde, sparsam zu leben und meinen Energieverbrauch in sehr überschaubaren Grenzen halte, war ich beim Ergebnis nicht nur erstaunt, sondern etwas frustriert.Ich

Ich hätte keine Idee, an welcher Stelle ich stärker (ein-)sparen könnte.

Beim Auto wird nicht nach den pro Jahr gefahrenen km gefragt - oder hab ich das übersehen?

Spielerisch zum Umweltschutz

Wir können uns durch Apps spielerisch zum Umweltschutz motivieren lassen. Das ist doch eine tolle Sache.

Milchmädchenrechnung

Bevor man mit so einem App-Mumpitz erst mal ein Gramm Nachhaltigkeit erreicht hat, müssen die Großrechenzentren dieser Welt dafür ein Kilo Energie verheizen. Und so geht es dabei nicht wirklich um Nachhaltigkeit, sondern was man an der Differenz zwischen 1 Kilo und 1 Gramm verdienen kann.

Das schöne ist

das noch Menschen gibt, die nicht so ein Ding haben, was App´s braucht, früher hieß so was wohl auch Programm, das ist aber nicht chic.
Das Spart schon mal Geld und Ressourcen, also schont die Umwelt, sind ja einige Dinge drin, die nicht so toll sind.
Also ist der Ansatz schon mal nicht so toll, man verbraucht etwas, um etwas einzusparen.
Hat schon mal jemand ausgerechnet, wenn es die Dinger nicht gäbe, was alles eingespart würde, allein Strom für die Weltweiten Server und so weiter ;-).

Wie sagt man, eine Milchmädchen Rechnung wurde vergessen, denn mit den Dingern kann man eine Masse Geld verdienen, und den Menschen Werbung und Produkte verkaufen, die sie eigentlich gar nicht benötigen.

Aber vielleicht bin ich je einfach nur zu kritisch, von Überwachung hab ich mal bewusst nur am Ende was gesagt.

Schöne Ostern.

omg

Aus dem Artikel:
> Nachhaltigeres Leben dank Apps
> Energie sparen, nachhaltig shoppen, CO2
> reduzieren

Ähh, und wieviel Strom fressen die Serverfarmen, um diese Apps mit Daten zu versorgen? oO

@ spax-plywood um 09:09

> Allein Transport und Verkehr schlagen schon mit fast 2,5 t pro Kopf zu Buche.<

Gerade im Verkehr und Transport ist viel Luft für Einspaarungen.

Das eine Person eine Zulast von einer Tonne bewegen muss -und das auf dem Weg zum einkaufen, nicht zurück wo noch mal (vernachlässigtere) 10Kg einkaufe dazu kommen.

Allein das limitieren des Zulässigen Fahrzeuggewichtes im Individualverkehr könnte den Energiebedarf für gleiche Streckenleistung auf ein Zehntel und niedriger reduzieren ...dann noch Geschwindigkeitsreduzierung (Quadratischer Eneriebedarfsanstieg).

Warentransport ist aufgrund der schieren Masse natürlich ein anderes Biest, allerdings ist zurück zu energieefizieten Transportmöglichkeiten hier der Schlüssel: Schiff und Bahn sind für große Lasten effizienter als Straße und Flugzeug. Deren Preisvorteil liegt ausschließlich in der Externalisieren des Großteils der Kosten.

Luftschiffe könnten auch noch mitspielen....Die Effizienzrechnung des Kargolifters stimmt immer noch.

@schwer gestört um 09:48

>Wir können uns durch Apps spielerisch zum Umweltschutz motivieren lassen. Das ist doch eine tolle Sache.<

Wenn es jemanden zum Einstieg in das Thema motiviert ist das natürlich Positiv.
Ein Echter Gewinn ist erreicht wenn er so weit ist das er sie um Energie zu sparen nicht mehr benutzt.

Stromverbrauch / Spielerisch zum Umweltschutz

Wenn SUSLA hilft, dass sich mehr Menschen mit Umweltschutz, Nachhaltigkeit und ihren Beitrag dazu beschäftigen, dann braucht man das doch nicht gleich wieder schlecht zu reden.

Aus meiner Sicht eine viel sinnvollere Anwendung als z.B. CandyCrush, TikTok & Co..

PS: Mobilgeräte sind per se schon auf einen geringen Stromverbauch getrimmt. Telefon ein Mal pro Tag laden verbraucht ca. 0.02-0.03 kWh - und da fällt es kaum ins Gewicht, wenn man SUSLA für z.B. 10 Minuten nutzt oder nicht.

Am 03. April 2021 um 09:29 von Toni B.

Ich denke dann immer daran, dass der Volksmund zur Einführung der Eisenbahn erzählt hat, dass ein Mensch bei Geschwindigkeiten über 50km/h zu Staub zerfallen wird.
#
#
Da hat man Ihnen einen riesen Bären aufgebunden. Diese Aussage ist frei erfunden.
-
"Anlässlich der Eröffnung der ersten deutschen Bahnverbindung am 7. Dezember 1835 zwischen Nürnberg und Fürth warnte angeblich das bayerische Obermedizinalkollegium: Bahnfahrten schneller als 30 Kilometer pro Stunde würden bei den Reisenden wie bei den Zuschauern unfehlbar schwere Gehirnerkrankungen, eine Art Delirium furiosum, erzeugen. Doch diese Warnung ist erfunden. Bahnhistoriker wie Wolfgang Mück konnten kein Obermedizinalkollegium in Bayern um 1835 entdecken. Das Gerücht geht wohl auf eine Polemik des national gesinnten Historikers Heinrich von Treitschke zurück.

Für das Klima und für Arbeitsplätze

Nachhaltigkeit ist sicher eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte.
Aber auch mit einer solchen App fehlt mir die Ganzheitlichkeit, das große Konzept.
Bei der Mode kann man am meisten tun, indem man einfach nichts tut. Einfach keine neuen Klamotten mehr kaufen und die Klamotten, die man hat, solange tragen, wie möglich.
Selbst 5€ - T-Shirts halten gut und gerne 20 Jahre und länger, wenn man sie pfleglich behandelt, qualitativ bessere auch länger.
In meinem Kleiderschrank hängt kein einziges Kleidungsstück, das jünger ist.
Eine Jeans kann man sogar ein Leben lang tragen und kleinere Beschädigungen lassen sich Flicken.
Schon vor 2 Jahren hat eine britische Studie (s.Futurezone.at) herausgefunden, das eine Reduzierung der Arbeitszeit auf 6-10 Stunden pro Woche eine große Hilfe sein kann, die Klimaziele zu erreichen.
Genug Arbeitsplätze, auch für die durch unsere Nachhaltigkeit Arbeitslos gewordenen Näherinnen in der 3. Welt, gäbe es dann vielleicht auch.

@toni b. 09:29: Es geht nicht um die Technik ...

sondern um die Inhalte und die damit verbundene Manipulation der Nutzer.
Das ein Smartphone sehr sinnvoll genutzt werden kann steht außer Zweifel.
Das Problem ist das kritiklose konsumieren von angebotenen Informationen, Hinweisen oder sonstigen "Nachrichten".
Natürlich gibt es Nutzer die hier Vorsicht walten lassen.
Aber es gibt eben auch jede Menge "Unerfahrene", die einfach jeden Mist glauben, und sich selbst und auch anderen Schaden zufügen.
Es gilt die "Spreu vom Weizen zu trennen", das kann man aber nicht den unerfahrenen Nutzern überlassen, weil die können es einfach nicht,

@10:26 von wenigfahrer

>> was alles eingespart würde, allein Strom
>> für die Weltweiten Server und so weiter

Meinen Sie sowas wie:
Die Menschheit würde jährlich 3.000MW einsparen, wenn einfach google.com weiß auf schwarz (und nicht wie bisher) wäre? -.-

@Wombat Warlock um 10:42 von

>Mobilgeräte sind per se schon auf einen geringen Stromverbauch getrimmt. Telefon ein Mal pro Tag laden verbraucht ca. 0.02-0.03 kWh - und da fällt es kaum ins Gewicht, wenn man SUSLA für z.B. 10 Minuten nutzt oder nicht.<

An sich richtig.
Tricky wird es sobald eine Anfrage ins Netz geht, denn da wird dann mit minimalem Stromeinsatz in der Hand des Nutzers ein sehr großer Energieverbrauch in den Netzknoten/Serverfarmen ausgelöst.

@wenigfahrer

"
Am 03. April 2021 um 10:26 von wenigfahrer
Das schöne ist

das noch Menschen gibt, die nicht so ein Ding haben, was App´s braucht, früher hieß so was wohl auch Programm, das ist aber nicht chic [...]"

Programme heißen auch heute noch Programme. Jede App ist ein Programm. Aber nicht jedes Programm ist eine App. Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, eine Suchmaschine hilft. (Unterschied App Programm).

@saschamaus75

"
Am 03. April 2021 um 10:27 von saschamaus75
omg

Aus dem Artikel:
> Nachhaltigeres Leben dank Apps
> Energie sparen, nachhaltig shoppen, CO2
> reduzieren

Ähh, und wieviel Strom fressen die Serverfarmen, um diese Apps mit Daten zu versorgen? oO"

Möglicherweise gar keine? Wenn die apk-Datei für die App bereits die notwendigen Daten enthält. Kann man ganz einfach testen. W-Lan am Handy ausschalten, in den Flugzeugmodus gehen, damit auch GSM abgeschaltet wird, App starten. Wenn sie dann immer noch funktioniert, liegen die notwendigen Daten lokal auf dem Handy.

@Der Lenz

"Wenn es jemanden zum Einstieg in das Thema motiviert ist das natürlich Positiv.
Ein Echter Gewinn ist erreicht wenn er so weit ist das er sie um Energie zu sparen nicht mehr benutzt."

Ja, so ist es.
Und wenn es auch dazu führt, dass er oder sie überhaupt guckt, wo noch etwas eingespart werden kann, ohne dass als Verlust oder Verzicht zu empfinden.
Da gibt es noch sooo Vieles.

Was kann ich schon tun

Klar, wenn ich dem 3.Sysyphus 1 Cent pro Monat schenke, nutzt das nichts. Wenn das aber nur die Hälfte der Bevölkerung macht, dann hat er tatsächlich sehr viel davon, und mir fehlt nichts. So einfach.

@08:45 von Klauserich

"Den eigenen Kopf zu gebrauchen ist am besten!
Das Problem bei den ganzen Apps ist dass der eigene Kopf immer weniger gefordert wird.
Wenn die Apps "Blödsinn" erzählen wird dies kritiklos aufgenommen.
Wer nachhaltig leben will sollte intensiv über alles nachdenken was damit zusammenhängt und auch die Zusammenhänge verstehen - zumindest ansatzweise."

Hier geht´s ja um den Ansatz, dass sich irgendwie alle am Ende zu Umweltprofis entwickeln sollten um, wie am Ende des Artikels ganz konkret gesagt wird, die CO2 Ziele noch zu schaffen.
So eine harmlos daherkommende app mit trendy Namen kann für Interessierte gut sein. Als ein Baustein zur (freiwilligen) Erziehung einer ganzen Gesellschaft eher schwierig.

Jeder kann viel dazu

Jeder kann viel dazu beitragen Nachhaltiger zu leben ohne gleich auf alle Annehmlichkeiten zu verzichten. Dazu brauche ich keine APP die im Hintergrund riesige Rechenzentren beschäftigt die enorme Mengen an Energie verschwenden und somit die Umwelt verschmutzen. Viele kleine Dinge die ganz einfach zu bewerkstelligen sind machen in der Summe richtig was aus. Im Moment ist bei den meisten Deutschen der Wille zur Nachhaltigkeit doch nur ein schöner Schein. Nicht umsonst wächst der Mark für SUV nirgends so rasant wie in Deutschland um dann damit die Kids zur Schule zu fahren. Noch immer wird das Auto benutzt für Strecken die man bequem mit dem Fahrrad fahren kann oder gar zu Fuß gehen. In vielen Haushalten läuft der Fernseher den ganzen Tag egal ob wer hinschaut oder nicht. Aber auch die Politik ist gefordert endlich Gesetze zu schaffen welche die Industrie und Landwirtschaft zu Nachhaltigen Wirtschaften zwingt.

Verbrauch

Ja, selbstverständlich wird auch Energie verbraucht.
Irgendwie habe ich allerdings das Gefühl, dass es darauf ankommt, um welches Thema es geht, ob das als Problem angesehen wird.
Einerseits wird die vollkommene Digitalisierung von Schulen gefordert, andererseits wirft man den Jugendlichen vor, nur noch Smartphones und Tablets zu nutzen...

@Toni B. (09:29)

Das Handy ist eine nützliche Sache. Das die Generation Smombie die Nutzung aber häufig übertreibt und dabei den Blick für die reale Welt gerne mal verliert, lässt sich auch nicht abstreiten.

@11:24 von Anderes1961

>> liegen die notwendigen Daten lokal auf
>> dem Handy

Spätestens der Punkt "nachhaltig shoppen" zeigt deutlich, daß diese Apps permanent online sein werden. -.-

Neue Apps erleichtern nachhaltigeres Leben

und erhöhen durch Energieverbrauch die CO2 Emission
gelegentlich sollte man das auch bedenken

Erleichtern das nachhaltige

Erleichtern das nachhaltige Leben....
Tun App das wirklich?
So wie die sog. " Moderne Zeit" angepriesen und hochgehalten wird, müsste das Leben für Menschen problemloser und
sorgloser geworden sein. Doch es kommen immer mehr Nöte dazu. Jeder schaue sich um und prüfe, was diese Globalisierung und Digitalisierung dem Menschen, den Tieren, der Natur, Umwelt beschert hat.
Wahrer Segen, meine ich, spürt man ganz anders.
Die Apps lenken von wahren Umständen unseres derzeitigen " Hausens " auf diesem wunderschönen Planeten ab.

Verantwortlichkeiten

"Ziel müsse es sein, bis 2030 den eigenen Fußabdruck auf 2,5 Tonnen CO2-Äquivalente zu reduzieren, um das 1,5- Grad-Klimaziel zu erreichen. Es gehe darum, dass sie ein Tool bereitstellten, mit dem die Menschen sofort beginnen könnten."

So klar hat die Politik es zumindest noch nicht formuliert, dass die Erreichung der Klimaziele unmittelbar vom Konsumentenverhalten abhängt und nicht von der Wirtschaft, bzw. der Umweltverträglichkeit der Produkte am Markt.
Mit der richtigen Bildung und dem App-Sozialpunktesystem werden die Konsumenten schon dafür sorgen, dass die Stadtgeländewagen-Produktion in die Knie geht.

Re : Toni B. !

Wie immer und überall lässt sich feststellen, dass jede Münze ihre zwei Seiten hat, so auch das Handy und natürlich viele der Apps, die es heute gibt.
Was aber auch unbestritten sein sollte, ist das Verwenden des eigenen Kopfes, bzw. Geistes, um nach zu denken, ab zu wägen, sich zu informieren und so manches kritisch zu hinterfragen.
Bei vielen neuen Dingen wurde immer erst einmal die Nase gerümpft, und erst auf den zweiten Blick so manch Gutes daran entdeckt.
Grundsätzlich sollte aber keine Maschine das eigene Denken und Handeln beeinflussen, sondern als Ergänzung angesehen werden.
Was aber auch traurig stimmt, sind all die betrügerischen Versuche von schlimmen Fingern durch so manche Masche, incl. Apps, sich auf Kosten von anderen auf die Schnelle zu bereichern.

Nachhaltigkeit per App...

...da fällt mir was ein: Wieviele Leute schaffen sich alle zwei bis drei Jahre ein neues Smartphone an, da sonst die neuesten Apps nicht laufen? Mal ganz davon abgesehen, dass die Akkus nachlassen und nicht ausgetauscht werden können.
Ganz ohne App sagt mir mein Bauchgefühl, dass da mehr Nachhaltigkeitspotenzial besteht, als wenn ich mir von einer App sagen lasse, ich solle eine Tasse Kaffee weniger trinken. Und dass es sinnvoller ist, ein T-Shirt für 15€ ein Jahr zu tragen, statt alle drei Monate für 5€ bei k... ein neues zu kaufen, kann mir auch mein Bio-Onboard-Computer erklären...

@Klauserich - Wie kommen Sie auf Nestlé?

08:45 von Klauserich:
"Wer kontrolliert die Richtigkeit der Inhalte dieser Apps ? Wahrscheinlich Nestle und andere Industriegiganten die an der 'Nachhaltigkeit' kräftig mitverdienen wollen."

Ich zitiere mal aus dem Beitrag, den wir hier kommentieren: "Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat mit Partnern aus sechs anderen Ländern die App entwickelt [...]".

Auf der Webseite der App sind die Partner aufgelistet:
D-mat (Finnland), Indraprastha Institute of Information Technology (Indien), Design your action (Mexiko), Universitat Politècnica de Catalunya (Spanien), future.camp (Schweiz) und University College Copenhagen (Dänemark).

Nestlé & Co sind also nicht dabei.

@saschamaus78

"Am 03. April 2021 um 12:11 von saschamaus75
@11:24 von Anderes1961

>> liegen die notwendigen Daten lokal auf
>> dem Handy

Spätestens der Punkt "nachhaltig shoppen" zeigt deutlich, daß diese Apps permanent online sein werden. -.-"

Tatsächlich gibt es bisher keine App zum download auf das Handy. Die Suchmaschinen spucken lediglich die Browseranwendung aus von der Webseite des Wuppertaler Instituts. Um die Browseranwendung nutzen zu können, muß man sich registrieren und Daten angeben. Einen entsprechenden Post von mir hat Tagesschau.de zwar gerötet, ändert aber nichts daran, daß aktuell noch keine Susla-App zum download aufs Handy zur Verfügung steht.

@12:16 von Gregor 42

"Die Apps lenken von wahren Umständen unseres derzeitigen " Hausens " auf diesem wunderschönen Planeten ab."
So eine App kann natürlich nur begrenzt die komplexen globalen Zusammenhänge des Klimaproblems als makro- und mikro-Betrachtung abbilden.
Allerdings sind solche fehlleitenden Versimplifizierungen wie mit dieser Baumpflanzung als ultimative Befriedigung des Nachhaltigkeitsgefühls, die dann noch als Geschenk daherkommt, echt ungut.
Dann könnte man auch gleich selbst Bäume pflanzen gehen statt mit der App zu spielen und stellt als Stadtmensch ganz schnell fest, dass es so nun auch nicht funktioniert.

@harpdart (12:07)

Zitat:
"Einerseits wird die vollkommene Digitalisierung von Schulen gefordert, andererseits wirft man den Jugendlichen vor, nur noch Smartphones und Tablets zu nutzen..."

Man kann auf dem Tablet eine Doku über heimische Wildkatzen schauen oder Videos von Katzen allein zuhause. Klingt ähnlich, ist aber was völlig anderes.

@ harpdart

Nein, Energie wird nicht VERBRAUCHT. Energie wird UMGEWANDELT und befindet sich im Kreislauf oder wird gespeichert.

@saschamaus75

"
Am 03. April 2021 um 12:11 von saschamaus75
@11:24 von Anderes1961

>> liegen die notwendigen Daten lokal auf
>> dem Handy

Spätestens der Punkt "nachhaltig shoppen" zeigt deutlich, daß diese Apps permanent online sein werden. -.-"

Ich habe die Browseranwendung in der Zwischenzeit mal ausprobiert. Man sollte schon ein wenig englisch sprechen, denn die Fragen, die man beantworten muß, sind alle ausschließlich auf englisch. Mein Co2-Fußabdruck liegt bei 3890 kg pro Jahr (Durchschnitt in Deutschland: 10900 kg. Mein Abfall-Fußabdruck beträgt 17850 kg (Deutschland Durchschnitt bei 25400 kg).

@Traumfahrer

"
Am 03. April 2021 um 12:29 von Traumfahrer
Re : Toni B. !

Wie immer und überall lässt sich feststellen, dass jede Münze ihre zwei Seiten hat, so auch das Handy und natürlich viele der Apps, die es heute gibt.
Was aber auch unbestritten sein sollte, ist das Verwenden des eigenen Kopfes, bzw. Geistes, um nach zu denken, ab zu wägen, sich zu informieren und so manches kritisch zu hinterfragen. [...].

Ich habe die Browser-Anwendung inzwischen ausprobiert. Die App würde, wenn es sie demnächst irgendwann zum download gibt und dann auch auf deutsch - schon alleine durch die Fragen, die man beantworten muß, beim Nachdenken sehr helfen.

Sie werden sich wundern, wieviel CO2 man dadurch spart, daß man z.B. öfter mal second hand kauft. Und auch ab und zu im Sommer mal den Grill ausläßt. Viele Einsparungen sind möglich, ohne daß man sich großartige Komforteinschränkungen. Selbst bei meinem sehr niedrigen CO2-Fußabdruck ist durchaus noch sehr viel Luft nach unten. Ich war selbst überrascht.

@13:19 von Klabautermann 08 Jain....

Energie befindet sich überwiegend nicht im Kreislauf.
Ein Auto oder elektronisches Gerät verbraucht die Energie tatsächlich. Sie wird umgewandelt in Bewegungsenergie, Halbleiteraktivität und Wärme - aber ist am Ende immer unwiederbringlich weg.
Da gibt es keinen Kreislauf wie beim Wasser.
Wasser kann tatsächlich nicht verbraucht werden - es wird nur verändert und evtl. durch Verseuchung unbenutzbar gemacht. Mit entspr. Reinigung wird es aber wieder nutzbar.

Wer definiert eigentlich Nachhaltigkeit?

Man stelle sich einmal vor jeder derzeit auf der Erde lebende Mensch will den gleichen Lebensstandard genießen mit dem wir hier durchschnittlich leben:
gleicher Energie - und Wasserverbrauch
gleicher Wohnraum inklusive Eigenheim und Flächenverbrauch
gleiche Mobilität und Reisetätigkeit
etc.

Dann wäre die Welt jetzt schon am Ende - sprich das wäre gar nicht möglich. Was also bedeutet Nachhaltigkeit global gesehen? Da wird das bisschen nachhaltig leben hier zur Lachnummer.
Und mit jedem weiterem Weltbürger verändern sich auch die notwendigen Ziele für Nachhaltigkeit - denn die Ressourcen der Welt sind nun mal absolut begrenzt.

@Klauserich

"Am 03. April 2021 um 14:22 von Klauserich
Wer definiert eigentlich Nachhaltigkeit?

Man stelle sich einmal vor jeder derzeit auf der Erde lebende Mensch will den gleichen Lebensstandard genießen mit dem wir hier durchschnittlich leben:
gleicher Energie - und Wasserverbrauch
gleicher Wohnraum inklusive Eigenheim und Flächenverbrauch
gleiche Mobilität und Reisetätigkeit
etc.
Dann wäre die Welt jetzt schon am Ende - sprich das wäre gar nicht möglich. Was also bedeutet Nachhaltigkeit global gesehen? Da wird das bisschen nachhaltig leben hier zur Lachnummer.
Und mit jedem weiterem Weltbürger verändern sich auch die notwendigen Ziele für Nachhaltigkeit - denn die Ressourcen der Welt sind nun mal absolut begrenzt."

Aha. Deshalb braucht es also keine Nachhaltigkeit, weil, das bisschen....

Also weiter so wie bisher und nichts machen? Also, wie schon die Marquise de Pompadour 1757 meinte: "Après nous le déluge! " (Nach uns die Sintflut).

Oder weiter mit dem Finger auf andere zeigen?

@ 13:51 von WirSindLegion

"Wasser kann tatsächlich nicht verbraucht werden - es wird nur verändert und evtl. durch Verseuchung unbenutzbar gemacht. Mit entspr. Reinigung wird es aber wieder nutzbar."

Das Süsswasserreservoire schwinden und das Salzwasser der Ozeane ansteigt wird man mit abpumpen, reinigen und wieder zu Eiswürfeln gefrieren kaum verhindern können.
An den Energiebedarf will man garnicht erst denken.

Ich lach mich schlapp!

Verzicht auf Konsum und Mobilität ist die einzige Lösung, Leute.

Aber wenn ich mir jetzt eine App herunterlade, womöglich gegen Geld, dann führe ich mich erstmal selbst hinter die Fichte .
Ich schaffe mir nämlich was neues an, um leichter auf Konsum zu verzichten?
Das ist wie der Versuch, sich Mut anzutrinken, damit man endlich vom Alkohol wechkommt.
Cheerio, Miss Sophie!

@Klauserich, 14:22

„Wer definiert eigentlich Nachhaltigkeit?“

Nachhaltigkeit wird allgemein(!) dahingehend definiert, dass man die vorhandenen Mittel - insbesondere die Naturressourcen - so nutzt (bzw. so damit „wirtschaftet“), dass sie sich regenerieren können und so erhalten bleiben. Man also nicht „von der Substanz lebt“ bzw. seine bzw. die allgemeine Existenzgrundlage zerstört. Doch, das geht*. Aber nicht unter den Prinzipien (oder vielmehr: „Gesetzen“) unseres heutigen globalen Wirtschaftssystems.

* Wie, kann man zum Beispiel u.a. erfahren, wenn man mal bei den Nachfahren der Ureinwohner auf allen Kontinenten (z.B. der Índios bzw. Indianer) nachfragt, die um die Erhaltung ihres Lebensumfelds und ihrer Kultur Kämpen.

Ich brauche keine App für Nachhaltigkeit!

Seit Jahren habe ich verinnerlicht z.B. Kaffee nach sozial- und umweltfreundlichen Kriterien zu kaufen (und andere Lebensmittel Fair trade Geschäften), selbstverständlich ausschl. GOTS-/ fair trade Kleidung, meinen Strom von einem wirklich "grünen" Anbieter zu beziehen (nicht einem green washing)...alles ohne App!

Noch nie mochte ich Blechlawinen...kein Auto, ausschl. ÖPNV (seit mehr als 30 Jahren!) 0 Flüge....und noch viel mehr!

Alles ohne "Verzicht", nur Gewinn und Überzeugung!

Also meine Oma und auch meine Mutter

wirschafteten absolut nachhaltig und das ganz ohne App oder was sage ich sogar ganz ohne Smartphon man nannte es damals nur "sparen". Kleider selbstgenäht es wurden auch noch Kleider geflickt und Socken gestopft, der Schuhbedarf war überschaubar, ein geschlachtete Huhn wurde komplett verbraucht nicht nur die Brust und Keule, Zucker wurde 250g weise gegekauft und die Tüte dafür hat man mitgebracht, Essig und Öl wurde aus einem Fass immer in dieselbe Flasche gefüllt die man mitbrachte usw., usw. Ich gebe zu, dass ich natürlich nicht mehr so einkaufe und auf die Art und Weise spare stelle aber fest was meine Kinder und Enkel unter sparen verstehen sind nochmal Welten auseinander. Will sagen um nachhaltig zu wirtschaften brauchts keine App da reicht eigentlich der normale Verstand wenn man ihn denn benutzen will.

Wer finanziert die App?

Das Interesse der App ist Geldverdienen. Ist vermutlich wie BIO. Vor 20 Jahren war nichts BIO, jetzt fast alles?

Schlage vor solche Dinge sehr kritisch zu betrachten und benutzen

@ harpdart 11.47

"....ohne dass als Verlust oder Verzicht zu empfinden."

Ja, so ist das, wenn es aus Überzeugung geschieht. Hatte da einmal ein Erlebnis im Verlauf einer Demo: Ein am Rande stehender Herr rief mir aufgebracht zu: Was, nie ein Auto
gehabt? Also kein Geld! Ich: Ich brauche kein Auto, gebe mein Geld lieber für schönere und bessere Dinge aus! Er: Dann bisse verrückt Mädchen!
So ist es auch mit der "Schnäppchen-Kleidung"...ich brauche kein Schnäppchen. Kaufe 1 - 3 Teile an Kleidung im Jahr, die dann eben GOTS gesiegelt.
Kaufe überhaupt nur, wenn etwas nicht mehr zu gebrauchen ist, z.B. ein Elektroteil nicht mehr zu reparieren wäre. Bis jetzt musste ich kein Teil meiner 35 Jahre alten Küche erneuern.

@Sisyphos3 12:12

Zitat: "Neue Apps erleichtern nachhaltigeres Leben und erhöhen durch Energieverbrauch die CO2 Emission. Gelegentlich sollte man das auch bedenken."

Wollte ich auch gerade schreiben. Das app-verwendende Gerät Computer/Mobilephone hat den Enegieverbrauch erheblich nach oben gepeitscht. Und da immer noch nicht flächendeckend wirklich ökologisch Strom erzeugt wird, ist es selbst die App nicht nachhaltig.

Am 03. April 2021 um 10:44 von nie wieder spd

In meinem Kleiderschrank hängt kein einziges Kleidungsstück, das jünger ist.
Eine Jeans kann man sogar ein Leben lang tragen und kleinere Beschädigungen lassen sich Flicken.

_____
Ich vermute mal, dass Sie keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen, ausser vielleicht irgendwo im Archiv, so es so etwas noch gibt. Wenn Sie sich gerne mit 20Jahre alten Klamotten "schmücken", dürfen Sie das gerne tun. Ich kenne niemanden, der solche abgehalfterten Sachen trägt, selbst wenn sie von sehr guter Qualität sind. Bei Frauen würde Ihr Vorschlag auf totales Unverständnis stossen und ökonomisch wäre es auch kontraproduktiv.

@Sparpaket

"
Am 03. April 2021 um 14:53 von Sparpaket
Ich lach mich schlapp!

Verzicht auf Konsum und Mobilität ist die einzige Lösung, Leute.

Aber wenn ich mir jetzt eine App herunterlade, womöglich gegen Geld, dann führe ich mich erstmal selbst hinter die Fichte .
Ich schaffe mir nämlich was neues an, um leichter auf Konsum zu verzichten?
Das ist wie der Versuch, sich Mut anzutrinken, damit man endlich vom Alkohol wechkommt.
Cheerio, Miss Sophie!"

Wenn Sie die Beiträge der Mitforisten - und meine, bei aller Bescheidenheit - aufmerksam verfolgt hätten, wäre Ihnen zweierlei aufgefallen: 1. Die App kann man bisher noch gar nicht runterladen, sondern es ist (noch) eine Browseranwendung und 2. Es kostet nix. Ganz zu schweigen von der Gegenrechnung: 0,00001 Watt Energiebedarf grob polemisch geschätzt (okay, im Browser brauchts mehr, weil Computer läuft) gegen die Einsparmöglichkeiten an CO2, zu der Sie angeregt werden könnten, durch die Fragen in der App. Oder möchten Sie nicht angeregt werden?

Neue Apps erleichtern nachhaltigeres ...

Und selbst das ist vermutlich entweder ein Irrtum, oder eine Lüge.
Um das auszuprobieren sollte man vielleicht einfach mal die Handynetze für ein Quartal abschalten, dann würde man schon sehen.

@IBELN

"Am 03. April 2021 um 15:11 von IBELIN
Wer finanziert die App?

Das Interesse der App ist Geldverdienen. Ist vermutlich wie BIO. Vor 20 Jahren war nichts BIO, jetzt fast alles?

Schlage vor solche Dinge sehr kritisch zu betrachten und benutzen"

Ich schlage vor, sich erst mal genauer zu informieren und dann zu urteilen. Die Anwendung stammt von Forschungsinstituten, die wollen Ihnen nichts verkaufen. Bisher jedenfalls nicht. Meines Wissens. Und die Anwendung selbst ist kostenlos, können Sie mit einem beliebigen Browser testen.

Am 03. April 2021 um 12:07 von harpdart

Ja, selbstverständlich wird auch Energie verbraucht.
Irgendwie habe ich allerdings das Gefühl, dass es darauf ankommt, um welches Thema es geht, ob das als Problem angesehen wird.
Einerseits wird die vollkommene Digitalisierung von Schulen gefordert, andererseits wirft man den Jugendlichen vor, nur noch Smartphones und Tablets zu nutzen...
______
Hi, hi, ja genau. Kommt immer darauf an, was man gerade braucht. Und solange man sich nicht einmal darauf einigen kann, was Sinn und was Unsinn ist, warte ich erstmal ab. ;)

@anderes1961 um 14:42: Nein, nicht weiter so!

Nachhaltigkeit ist eine gute Sache, aber man muss mittlerweile an mehreren "Schrauben" gleichzeitig drehen, wenn man etwas für die Umwelt bzw. das Klima tun will. Es gibt keine auf Länder begrenzte(s) Umwelt oder Klima. Das muss man in jedem Fall erst einmal verstehen.
Wenn man auf bundesdeutsche Strassen schaut sieht man einen SUV nach dem anderen. Und wenn man glaubt es würde alles gut wenn diese dann elektrisch betrieben würden, dann ist das schlicht Augenwischerei, denn der Ressourcenverbrauch ist immer noch viel zu hoch.
Nachhaltigkeit muss auch global betrachtet werden! Das heißt aber nicht dass man auch lokal etwas für Nachhaltikeit tun kann.

weniger Apps, mehr Birne

Sobald man sein Smartphone in die Hand nimmt, bekommt man doch erzählt wie wunderbar nachhaltig Kaffeekapseln sind, oder wie grün der Strom aus der Steckdose.
Viele aus der Generation "Äpp" haben jeglichen Bezug zu Nachhaltigkeit verloren.

Pauschale Rundumschläge

Ich wundere mich wirklich, wieviele pauschale Rundumschläge hier gegen die App ausgeteilt werden und in den Posts klar wird, daß die Verteiler sich nicht mal annähernd mit der Anwendung beschäftigt haben. App=Handy=böse lautet da die einfache Formel. Aber Hauptsache dagegen.

@Klauserich

"Am 03. April 2021 um 15:29 von Klauserich
@anderes1961 um 14:42: Nein, nicht weiter so!

Nachhaltigkeit ist eine gute Sache, aber man muss mittlerweile an mehreren "Schrauben" gleichzeitig drehen, wenn man etwas für die Umwelt bzw. das Klima tun will. Es gibt keine auf Länder begrenzte(s) Umwelt oder Klima. Das muss man in jedem Fall erst einmal verstehen.
Wenn man auf bundesdeutsche Strassen schaut sieht man einen SUV nach dem anderen. Und wenn man glaubt es würde alles gut wenn diese dann elektrisch betrieben würden, dann ist das schlicht Augenwischerei, denn der Ressourcenverbrauch ist immer noch viel zu hoch.
Nachhaltigkeit muss auch global betrachtet werden! Das heißt aber nicht dass man auch lokal etwas für Nachhaltikeit tun kann."

Jetzt ist mir klar, wie Sie es meinten. Und Sie haben (fast) Recht. Machen Sie das Experiment, und benutzen die App im Browser, kostet keine 5 Minuten Zeit und Sie werden sich wundern, wieviel man lokal tun kann, in dem man bei sich selbst anfängt.

15:21 von weingasi1

Ich kenne niemanden, der solche abgehalfterten Sachen trägt, selbst wenn sie von sehr guter Qualität sind. Bei Frauen würde Ihr Vorschlag auf totales Unverständnis stossen und ökonomisch wäre es auch kontraproduktiv.

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Ökonomisch kontraproduktiv? Ach so, wir sollen mehr Schrott kaufen der schneller kaputt geht, das ist dann wohl ökonomisch produktiv? Glaubt man sowas, wenn man zuviel auf seinen Äpps rumdaddelt?

Ich habe übrigens auch noch Sachen von vor 20...30 Jahren. Jeans nicht, die gehen selbst bei Sesselpupsern kaputt (wetzen sich ab, genau wie der Sessel), aber T-Shirts und Bettwäsche. Wahrscheinlich schon 100 mal gewaschen. Bei dem Schrott von heute weiss man nach nur einmal Waschen nicht mehr, welches jetzt das Bettlaken war und welches das T-Shirt.

So ist es

Der Konsum beeinflusst auch immer den Zustand der Umwelt. Privathaushalte tragen dabei in hohem Maße zu globalen Umweltauswirkungen bei und können daher auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten",
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Wenn ich mir diese App auf mein Smartphone lade kann ich mein Konsum verhalten deutlich ändern und einen Beitrag zur Reduzierung des C0 2 Gehalt leisten.

@15:31 von Anderes1961

"Ich wundere mich wirklich, wieviele pauschale Rundumschläge hier gegen die App ausgeteilt werden und in den Posts klar wird, daß die Verteiler sich nicht mal annähernd mit der Anwendung beschäftigt haben. App=Handy=böse lautet da die einfache Formel. Aber Hauptsache dagegen."

Meine Kritik zielt ja auch nicht auf das Produkt sondern die Intentionen.
Es geht explizit um "Sozialaspekte". Also keine App die nur eine Nachfrage befriedigen soll sondern versehen mit Punktesystem und Belohnungen soll ganz klar gesteuert werden um die Klimaziele einzuhalten. Geht ja hier im Forum schon los, dass der Erste es für eine gute Idee hielt seine persönliche CO2- und Müllbilanz hier zu veröffentlichen.

Am 03. April 2021 um 13:47 von Anderes1961

Sie werden sich wundern, wieviel CO2 man dadurch spart, daß man z.B. öfter mal second hand kauft. Und auch ab und zu im Sommer mal den Grill ausläßt. Viele Einsparungen sind möglich, ohne daß man sich großartige Komforteinschränkungen. Selbst bei meinem sehr niedrigen CO2-Fußabdruck ist durchaus noch sehr viel Luft nach unten. Ich war selbst überrascht.
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Abgelegte Bekleidung von Hinz und Kunz zu tragen ist aber beileibe nicht jedermanns Sache. Das empfinde ich schon als Komforteinschränkung und solange man nicht gegen wirkliche Dreckschleudern in z.B. Asien vorgeht, werde ich mein Verhalten, nicht sehr verändern. Gegrillt wird bei uns nur selten. Dafür kaufe ich mir lieber meine Kleidung neu.

Alle Aspekte aufzeigen

Wenn die App den Nutzer wirklich radikal zeigen würde wie wenig nachhaltig sie leben, dann wäre dies sicherlich schon einmal ein positiver Effekt.
Ich sehe allerdings die Gefahr dass die Nutzer die App dann ganz schnell wieder entfernen, weil sie ihr Leben gar nicht so radikal ändern können (und wollen) wie es notwendig wäre.

@MamasLiebling

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Am 03. April 2021 um 15:38 von MamasLiebling
15:21 von weingasi1

Ich kenne niemanden, der solche abgehalfterten Sachen trägt, selbst wenn sie von sehr guter Qualität sind. Bei Frauen würde Ihr Vorschlag auf totales Unverständnis stossen und ökonomisch wäre es auch kontraproduktiv. [...]"

So ist das, wenn man einen Satz mit "Ich kenne niemanden...". Es gibt immer ein gegenteiliges Beispiel. Ich kenne jemanden. Mich. Ich praktiziere das schon seit Jahren. Bevor ich mir etwas Neues kaufe, schaue ich mich um, ob ich nicht was Gebrauchtes finde. Sei es bei Möbeln, Kleidung oder Elektrogeräten. Nur wenn es nicht anders geht kaufe ich neu.

Und Nein, das Vorurteil stimmt nicht. Bei Frauen würde der Vorschlag keineswegs auf Unverständnis stoßen. Ich kenne nämlich 2 Frauen, die auch seit Jahren gebrauchte Klamotten kaufen und - wenns nicht mehr gefällt - weiterverkaufen. Und die finden dafür auch sehr schnell Abnehmer.

Und jetzt kommts ganz Dicke: Dazu benutzen Sie ein Handy.

10:44 von nie wieder spd

Eine Jeans kann man sogar ein Leben lang tragen und kleinere Beschädigungen lassen sich Flicken.

Sie fahren kein Rad, oder?

Trage meine Kleidung wirklich lange und lasse diese auch flicken, aber eine Jeans, die bei nahezu täglichem Gebrauch mehr als drei, vier Jahre hält, hatte ich noch nicht.

@nachfragerin 12:57: Auch Unis werden finanziert

Natürlich werden sie die Industriegiganten bei solch sensiblen Themen nie direkt finden. Deshalb beauftragen sie Universitäten und Institute um Dinge zu erforschen oder zu entwickeln. Das ist nämlich billiger als selbst zu forschen oder selbst zu entwickeln.

Den Beweis muss Ich Ihnen allerdings schuldig bleiben. Aber mit etwas Fantasie können Sie mir vielleicht folgen.

Am 03. April 2021 um 15:38 von MamasLiebling

Ökonomisch kontraproduktiv? Ach so, wir sollen mehr Schrott kaufen der schneller kaputt geht, das ist dann wohl ökonomisch produktiv? Glaubt man sowas, wenn man zuviel auf seinen Äpps rumdaddelt?
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Ich kaufe schon aus Prinzip keinen "Schrott" und kaufe, was möglich ist, aus deutscher
z.B. Trigema oder zumindest europ. Produktion. Die t-shirts meines Mannes sind zig-Mal gewaschen und verändern sich nicht. Wenn man natürlich in Schrottläden, wie K...K
oder ähnlichen kauft, reicht einmal waschen meistens.

@Olivia59

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Am 03. April 2021 um 15:44 von Olivia59
@15:31 von Anderes1961

"Ich wundere mich wirklich, wieviele pauschale Rundumschläge hier gegen die App ausgeteilt werden und in den Posts klar wird, [...]"

Meine Kritik zielt ja auch nicht auf das Produkt sondern die Intentionen.
Es geht explizit um "Sozialaspekte". Also keine App die nur eine Nachfrage befriedigen soll sondern versehen mit Punktesystem und Belohnungen soll ganz klar gesteuert werden um die Klimaziele einzuhalten. Geht ja hier im Forum schon los, dass der Erste es für eine gute Idee hielt seine persönliche CO2- und Müllbilanz hier zu veröffentlichen."

Meine Kritik bezog sich nicht auf Sie. Mir liegt es auch fern, Kritik an einer App unterbinden zu wollen. Es ging mir darum, daß man sich erst informieren sollte. Danach kann man immer noch pauschal um sich hauen, wenns sein muß.

Es ist übrigens meine CO2- und Müllbilanz und ich habe sie ganz bewußt hier veröffentlicht.

Eine App für spielerische

Eine App für spielerische Nachhaltigkeit? Hört sich nach etwas Mumpitz an. Wow, eine Tasse Kaffee in der Woche sparen, einen Tag vegan. Jau, das macht sicher den Mega Unterschied. Doch mit zunehmender grüner Indoktrinierung in diesem Land wird es eh zunehmend militanter. Heute nur eine Tasse Kaffee pro Woche weniger. Morgen 2 Tassen, dann 3, dann kein Fliegen oder Auto fahren mehr. Elektronikkonsum und Fleisch wird verpönt, irgendwann verboten. Hoffentlich kommt es nicht so weit. Finde es jetzt schon bedenklich, dass Klimademonstranten teilweise genau so aggressiv sind wie Querdenker. "Oh ein SUV? Dem haue ich aufs Dach als Radfahrer und haue ab". Passiert hier ab und an mal in der Stadt.

Bin für Nachhaltigkeit, aber in Maßen. Wenn man (übertrieben) nur noch das Gras von der Weide fressen darf, geht das zu weit. Übrigens: der Großteil der Bürger hat sich hier gegen gelbe Tonne ausgesprochen, bleibt lieber bei den Plastiksäcken. Sobald es Geld kostet... Diese Heuchler...

@Kaneel

"Am 03. April 2021 um 15:53 von Kaneel
10:44 von nie wieder spd

Eine Jeans kann man sogar ein Leben lang tragen und kleinere Beschädigungen lassen sich Flicken.

Sie fahren kein Rad, oder?

Trage meine Kleidung wirklich lange und lasse diese auch flicken, aber eine Jeans, die bei nahezu täglichem Gebrauch mehr als drei, vier Jahre hält, hatte ich noch nicht."

Ich schon. Die war zwar sündhaft teuer, aber hat 20 Jahre gehalten. Und bei 20 Jahren Haltbarkeit wars dann nicht mehr so teuer. Deshalb ging der Hersteller auch pleite, die Jeans hielten zu lange (ernsthaft, kein Witz).

Am 03. April 2021 um 15:53 von Anderes1961

Bevor ich mir etwas Neues kaufe, schaue ich mich um, ob ich nicht was Gebrauchtes finde. Sei es bei Möbeln, Kleidung oder Elektrogeräten. Nur wenn es nicht anders geht kaufe ich neu.
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Solange ein solches Verhalten nicht zur Pflicht wird, stört es mich wenig. Ich kaufe meine Sachen lieber neu. Ich wusele auch nicht durch Container und Elektrogeräte habe ich lieber mit Garantie. Ich weiss nicht, was Sie beruflich machen, ich weiss aber, dass sollten alle Bürger so denken, wie Sie, wir bald sehr sehr viele Arbeitslose hätten, ohne die, die wir ohnehin aufgrund der Pandemie haben werden.

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Und jetzt kommts ganz Dicke: Dazu benutzen Sie ein Handy.
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Sorry, die Pointe habe ich nicht verstanden.

@weingasi1

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Am 03. April 2021 um 16:06 von weingasi1
Am 03. April 2021 um 15:53 von Anderes1961

Bevor ich mir etwas Neues kaufe, schaue ich mich um, ob ich nicht was Gebrauchtes finde. Sei es bei Möbeln, Kleidung oder Elektrogeräten. Nur wenn es nicht anders geht kaufe ich neu.
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Solange ein solches Verhalten nicht zur Pflicht wird, stört es mich wenig. Ich kaufe meine Sachen lieber neu. Ich wusele auch nicht durch Container und Elektrogeräte habe ich lieber mit Garantie. Ich weiss nicht, was Sie beruflich machen, ich weiss aber, dass sollten alle Bürger so denken, wie Sie, wir bald sehr sehr viele Arbeitslose hätten, ohne die, die wir ohnehin aufgrund der Pandemie haben werden.

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Und jetzt kommts ganz Dicke: Dazu benutzen Sie ein Handy.
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Sorry, die Pointe habe ich nicht verstanden."

Habs befürchtet: Lesen Sie alle vorhergehenden Posts und Sie werden verstehen :-) Dennoch, eine Pointe, die man erst erklären muß, ist eine schlechte Pointe. Dafür bitte ich um Entschuldigung. :-)

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