Ihre Meinung zu: Rückzug von Peter Tauber: "Ein sehr menschlicher Vollprofi"

2. April 2021 - 11:07 Uhr

Mit gerade mal 39 Jahren wurde er CDU-Generalsekretär: Peter Tauber versuchte, die Partei zu modernisieren und eckte öfter an. Nach Ostern zieht er sich aus der Politik zurück. Von Birgit Schmeitzner.

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Kommentare

Vollprofi?

Mir ist dieser Herr nur unangenehm aufgefallen. Wie war das noch, als er auf einem Parteitag CDU-Mitglieder beleidigte, weil sie merkelkritisch unterwegs seien?
Richtig, er nannte sie A.....och.
Das ist ein echter Vollprofi?
Für mich ist das amatheurhaft.

Nun ja

„Wer nicht für Merkel ist, ist ein Arschloch“ Peter Tauber. Sollen wir dem Heiligen nun ein Denkmal setzen?

"Ein sehr menschlicher Vollprofi"

Menschlichkeit kann auch ein Makel sein - in der Politik braucht es ein Übermaß an Dickfelligkeit und einen langen Atem, sonst gibt es keine Lorbeeren

Peter Tauber !

Als erstes wünsche ich Herrn Tauber hoffentlich baldige Genesung und alles Gute.
Da ist mal einer, der etwas in der Partei bewegen könnte, und wird dann leider durch eine Krankheit aus gebremst, SCHADE !
An ihm könnten sich manche Partei- Kollegen eine Scheibe abschneiden, endlich mal kreativer und innovativer werden, neue Wege beschreiten, und weg vom alten Hut kommen.
Aber anscheinend sind zu viele in der Partei eh nur Schwätzer und Großmäuler, denen es nur um Posten und dem eigenen Geldbeutel geht.

Tauber geht!

Absurde Welt! Es ist doch keine Kunst, mit vielen Worten wenig zu sagen. Mir sind da Politiker*innen lieber, die mit wenigen Worten viel sagen.

Man kann sich den Genesungswünschen...

...für Herrn Tauber nur anschließen, vor allem, wenn man (wenn auch nur indirekt) um die mit "entzündliche Darmkrankheit" umschriebene Gesundheitseinschränkung Genaueres weiß.
Man muss ihn ja nicht lieben, aber wenn man seinen Beruf deswegen aufgibt, zeigt es, dass dies das ganze Leben beeinträchtigt.

Deshalb: Alles Gute!

@ 11:20 von yolo bzw. 11:26 von Sternenkind

Herr Tauber hat meinen Respekt, weil er authentisch war, auch gegen manche Aalglattströmung in der eigenen Partei Profil zeigte, auch als es um die Ehe für alle ging
Nicht zuletzt im Umgang mit seiner schweren Erkrankung ist er für viele ein glaubwürdiger und menschlicher Zeitgenosse.
Die Häme und Abwertung in den Kommentaren irritiert mich doch arg. Kann es sein, dass man Tauber schlägt und Merkel meint?

Tauber

Darmprobleme sind meines Wissens immer ein Zeichen von hoher psychischer Belastung ,zum Teil auch von Unvereinbarkeiten . Irgendwo macht sich das immer bemerkbar wenn man gegen Windmühlen kämpft . Ich halte die CDU nicht für reformierbar . Selbst in Zeiten höchster Not ,bereichern sich diese Politiker von der CDU . Eine Partei, die gegen das eigene Volk mit immer neuen Polizeigesetzen einschränkt und mit Strafen sanktioniert, Eine Partei die den Ausverkauf des Landes immer weiter vorantreibt ,sich da zuhause zu fühlen ,als evangelischer Christ . Wie soll das gehen ?

@ 11:38 von Duzfreund

Das sehe ich komplett anders: Mir graut's vor Politiker*innen, die keine Menschlichkeit kennen und zeigen. Und davon gibt's leider doch einige, wenn auch unterschiedlich verteilt im Farbenspektrum der Parteien.
Peter Tauber hat an vielen Stellen eine andere Politik vertreten als die, die ich unterstütze, weil er eben auch in einer Partei ist, deren Kurs ich in vielen Feldern für falsch halte. Aber sein klares unprätentiöses Eintreten für die Ehe für alle, auch seine klare Kante gegen Kurz, als der 2016 wollte, dass Krankheit nicht mehr vor einer Abschiebung bewahren sollte, haben meinen Respekt und meine vollste Zustimmung.
Und im Umgang mit seiner schweren Erkrankung ist er mir aus sehr persönlichen Gründen nahe und sympathisch.

Gesundheit

geht vor! Ich wünsche Herrn Tauber alles Gute zur Genesung und bitte im Hintergrund weiter aktiv an der Politik teilnehmen.

das fehlende gewicht

eines Neueres in der cdu nach 20 jahren kanzlerschaft wird fehlen. allen demokraten, eine (zwei) parteien (CDU/CSU) die erscheinen wie eine Minderheit von einzelntätern und eine mehrheit von willfährigen Stimmv... für was auch immer schadet dem politischen diskurs, derzeit beschränkt er sich unter vielen farben auf sehr einseitge fragen - in diesem sinne wünsche ich mir, dass herr tauber rege bleibt. damit soll allen politisch handelnden klar sein, dass das festhalten am alten in vielen fällen zur wiederholung der fehler führen wird. Herrn Tauber hat meinen respekt und ich wünsch mir mehr davon auch in meiner eigenen partei. ich wünsche ihm eine rasche besserung ...

Peter Tauber, ein gradliniger,engagierter Mann. Chapeau

Herr Tauber ist ein toller Mensch und Politiker mit Profil.
Es war für ihn bestimmt nicht leicht, im "roten" Hessen als junger Mann in der Union mitzuarbeiten. Jedenfalls kenne ich es so aus der Bremer Uni: Wer nicht in irgendwelchen linken Gruppen war, wurde gemobbt, auch HochschullehrerInnen.
Die heutigen Grünen kamen aus den K-Gruppen. Sie haben die ehemalige Naturschutz- und Anti-Atomkraft-Partei "Grüne Liste" unterwandert. Gründungsmitglieder der Grünen wurden weggedrängt und traten aus. Wenn man als Student bei den Jusos war, war man schon am äußersten rechten Rand. Die alten Seilschaften sorgen bis heute gegenseitig für sich und ihre Verwandtschaft, dementsprechend ist die Stellenbesetzung in den Behörden und gGmbHs, politischen Gremien (Beiräte ...).

Herr Tauber hatte in Hessen bestimmt einiges auszustehen. Von daher kann ich Herrn Taubers Karriere-Weg nur bewundern. Ein gebildeter, engagierter Mann, total sympatisch und gradlinig. Schade, dass er geht

Peter Tauber, Merkels Inquisitor

Peter Tauber fiel bei Debatten innerhalb der CDU häufiger durch verbale Fehlgriffe gegen "Abweichler" auf, die eher zu einem eifrigen Großinquisitor als zu einem Generalsekretär passen, der die gesamte Partei einigen, auf ein gemeinsames Ziel ausrichten und auch über die Landesverbände übergreifend koordinieren sollte. Dies hat er nur sehr unzureichend bewerkstelligt. Von daher ist es durchaus nicht bedauerlich, wenn er nun das Feld räumt. Viele Parteikollegen werden, zumindest innerlich, ein erleichtertes "Gott sei Dank, er geht" ausstoßen.

Selbstverständlich wünsche ich Herrn Tauber aber eine vollständige Genesung und ein langes Leben.

@ Stern2100 um 11.59 Uhr, Verstehe Ihr Posting nicht

"Tauber geht!
Absurde Welt! Es ist doch keine Kunst, mit vielen Worten wenig zu sagen. Mir sind da Politiker*innen lieber, die mit wenigen Worten viel sagen."
Und was ist Ihre Botschaft?
Anscheinend beherrschen Sie die Kunst, mit wenigen Worten nichts zu sagen. Das muss man auch erstmal hinkriegen.

Man lässt die CDU ruiniert zurück

Wer eigenen Parteimitglieder A...loch nennt, weil sie kritisch und frei denkend agieren, ist intolerant und selbstherrlich. Solche Menschen sind in Demokratien gefährlich und nicht hilfreich.
In echten Demokratien hat man ein ausgewogenes Verhältnis von linken und rechten Parteien, von liberalen Parteien und und zahlreiche Randparteien. Aber wer den Kampf gegen Rechts, statt gegen sämtlichen Extremismus befürwortet, der zeigt, dass er den demokratischen Diskurs längst verlassen hat und selbst in die Schlinge von Intoleranz und Selbstherrlichkeit getappt ist.
Das ist nicht profihaft, das ist in meinen Augen unterirdisch, undemokratisch und ist ein Kampf gegen Einigkeit, Recht und Freiheit.
Wer die CDU spaltet, Recht abspricht und Meinungsfreiheiten mit Killerphrasen bekämpft, ist nicht demokratisch unterwegs.

11:40 von Traumfahrer Ich bin

11:40 von Traumfahrer

Ich bin oft genug nicht Ihrer Meinung, aber in diesem Falle schließe ich mich Ihrem Kommentar in vollem Umfang gerne an.

Rückzug von Peter Tauber: "Ein sehr menschlicher Vollprofi"

Im Jahre 2017 äußerte sich Peter Tauber abschätzig über Minijobber: Wer etwas anständiges gelernt, braucht keinen Minijob anzunehmen.

Ob die Hartz-Bezieher seine Einschätzung der sozialen Realität teilen ?
Peter Tauber ist außerdem im Vorstand der Konrad-Adenauer-Stiftung und im Vorstand des Kinderhilfswerks.

@ 12:48 von yolo

Im Ruhrgebiet gibt es den Spruch: "Wat is los? Bin ich Dir kein 'Arschloch' mehr wert zur Begrüßung?", wenn man merkt, der andere ist bedrückt oder ihn belastet etwas. Also, mal langsam damit, aus diesem Begriff auf den Charakter eines Menschen zu schließen.
Da fallen mir aus den letzten Jahren ganz andere Politiker*innen einer bestimmten Partei ein, die gewählte Parlamentarier mit Mistgabeln aus den Parlamenten jagen wollen, den großen Knüppel rausholen wollen oder die in einer zynichen Menschenverachtung sagen, dem Flüchtling sei egal, ob er an der griechischen oder deutschen Grenze stirbt. Ich weiß, Sie mögen es nicht, darauf zu sprechen zu kommen.

12:44 von draufguckerin

Ein sehr aufschlussreicher Kommentar. Danke dafür! Bin, wie so oft, auch in diesem Falle mit Ihrer Meinung auf gleicher Linie...

Für mich ein unsympathischer

Für mich ein unsympathischer Agitator, ich werde ihn in der Politik nicht vermissen!

@draufguckerin

Tauber wurde von einem SPD-Politiker dafür gelobt, dass er es versteht mit vielen Worten wenig zu sagen. Darauf bezog sich mein Posting. Einfach auf den Artikel draufgucken!

@von jolo

Ich stimme Ihrem Beitrag vollständig zu und bedanke mich für Ihre klaren Worte.

@Sternenkind, 11.26 Uhr

Tauber konnte sich, wie auch andere Teilnehmer besagter Sitzung, an eine solche Wortwahl nicht erinnern, er entschuldigte sich aber, falsch ihm dennoch ein solches Wort herausgerutscht sein sollte. Tauber war im übrigen ein innerparteilich sehr geschätzter Generalsekretär, stets verbindlich und konsequent. Da braucht es kein Denkmal, Typen wie er fehlen in der Politik.

Seltsam ,

das sympathische Menschen oft in der Politik scheitern, irgendwann da doch nicht hingehören und/oder nicht lange bleiben. Das untere Mittelmaß jedoch fühlt sich dort besonders wohl, inkompetente Schwätzer ohne Rückgrat und Charakter legen steile Karrieren hin. Alles Gute Herr Tauber, vor allem Gesundheit!

@SinnundVerstand, 12:24

Ich habe auch den sicheren Eindruck, dass Sternenkind und andere User gerne jede Gelegenheit nutzen, um auf Merkel verbal einprügeln zu wollen und dabei auch ihr Umfeld nicht schonen. Sei´s drum. Herr Tauber war ein kompetenter und absolut integrer Politiker. Bleibt zu hoffen, dass er seine Krankheit schnell meistert. Alles Gute!

Zeichen von Souveränität

Menschlichkeit und Sensibilität ist für mich durchaus auch ein Zeichen von Souveränität. Tauber war einer, der immer dafür plädiert hat, dass Politiker Fehler offen eingestehen. Und genmau das hat auch Kanzlerin Merkel getan, als sie sich für einen Beschluss der Ministerprösidentenkonferenz vor den Ostertagen entschuldigte. Genau diese Art von Politiker braucht es. Politiker, die handeln, dürfen auch einmal Fehler machen. Schade, dass Peter Tauber nicht mehr für den BT kandidiert. ER wird fehlen.

@draufguckerin 12:44

Ob jetzt "K" oder RCDS, mir waren sie allesamt zuwider. Und vorher, an der BS, kamen die größten Revoluzzer aus der die BS dominierenden Firma. Mit eigenem Lehrlabor und praktischer Abschluß-Prüfung bei Stallwärme. Andere mußten dazu bald 100 km zu wildfremden Labors fahren. Mit dermaßen Schiß im Nacken durchzurasseln und eine Ehrenrunde zu drehen, dass sie das Zauberwort "Chancengerechtigkeit" nicht mal hätten buchstabieren können. Geschweige denn finden.

RE: harry_up um 12:17

Sofern es sich bei Herrn Tauber um Morbus Crohn handeln sollte, ist eine Heilung nicht zu erwarten, allenfalls eine Genesung und Erholung. Mit einer solchen chronischen Erkrankung ist sein Rückzug als Berufspolitiker verständlich. Ebenso seinen Lebensmittelpunkt zurück in seine Heimat zur Familie nach Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis) zu verlegen.
Von daher wünsche ich ihm gute Gesundheit und privates Glück.

Gruß Hador

@ Bernd Kevesligeti

Ob die Hartz-Bezieher seine Einschätzung der sozialen Realität teilen ?

Wenn nicht, wird er damit klarkommen.

@Yolo, 12:48 Uhr

Tauber hat in seiner politischen Arbeit Kante gezeigt, nicht laviert, sondern konsequent gehandelt. Es ist doch die ureigene Aufgabe eines Generals, eine Partei zu einen und zusammenzuführen. Genau das hat Tauber in exzellenter Weise getan. Ohne einen solchen "Regisseur" wäre Parteipolitik am Ende beliebig und austauschbar. Manchem mag es ein Dorn gewesen sein, dass er zusammen mit Merkel die CDU in der bürgerlichen Mitte verankerte. Aber was kann falsch daran sein, eine Politik für der Kern der Gesellschaft zu betreiben, Leistungsträger als Motor der Wirtschaftskraft anzuerkennen und die sozial Schwachen zu unterstützen. Fördern und Fordern - ein Grundprinzip von sozialer und Eigenverantwortung. Auch die Flüchtlingspolitik hat Tauber als eine moralische Verpflichtung betrachtet, die noch dazu dem Arbeitskräftemangel entgegenwirken könnte. Firmengründer wie die von Biontech zeigen, dass dies ein durchaus erfolgreicher Ansatz war. Alles Gute, Herr Tauber, vor allem rasche Genesung!

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