Kommentare - Wettrennen um Wirtschaft im Weltraum hat längst begonnen

21. März 2021 - 14:32 Uhr

Hotels und Fabriken im Orbit, Paketversand auf den Mond: Die wirtschaftliche Eroberung des Weltraums ist längst mehr als eine ferne Vision. Das Potenzial ist enorm. Konflikte sind aber programmiert. Von Arthur Landwehr.

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Kommentare

Das Potenzial ist enorm?

Leider nicht für uns.
Uns reichen Windräder und Klimaschutz auf der Erde.

Das Potential ist nicht

Das Potential ist nicht enorm, denn es braucht riesige Mengen an Energie, um geringe Mengen an Masse in den Weltraum zu befördern. Daran lässt sich prinzipiell nichts ändern.

Motivation

Man darf bezweifeln, dass die Lösung für unsere irdischen Probleme auf dem Mond liegt. Es klingt eher danach, als wenn das Wachstum des Kapitalismus universelle Massstäbe erreicht. Ob die DHL Päckchen da oben auch anständig recycelt werden?

Man überschätzt sich

Dabei muss man sich klar machen, dass auch die Mondlandung von Apollo 11 gerade 50 Jahre her ist.

Und wieviel hat sich seitdem in der Raumfahrt getan? Fast nichts.
Ohne komplett neue Antriebsmethoden, wird sich da auch kaum etwas ändern.

"Wir glauben daran, dass wir Menschen zu einer interplanetaren Gesellschaft werden", sagt Mehak Sarang, die an der Harvard University in Boston Weltraumökonomie erforscht. "Es ist nicht so, dass die Menschen auf der Erde Teil einer Wirtschaft im Weltraum werden. Die Ökonomie wird eine Weltraumökonomie sein."

Die Meldung ging wohl elf Tage zu früh raus.

Bezos

"Es gehe gar nicht darum, heute zu sagen, was man im All tun wolle, und dann die Infrastruktur dafür zu bauen, drängt Bezos. Umgekehrt müsse es sein. "Die Aufgabe meiner Generation ist es, die Infrastruktur zu bauen. Wir bauen eine Straße ins Weltall. Und dann werden wahnsinnige Dinge passieren."

Das glaube ich aber auch, dass dieser Mann, der ein an sich altbackenes Einzelhandelsgeschäft zum Monopol aufgeblasen hat keine innovative Idee hat wozu dieses grenzenlose Wachstum seiner Infrastruktur überhaupt konkret gut sein könnte.
Ergibt sich schon irgendwie.

55 Mille für 1x ISS …

… zum Schnäppchenpreis. Da ist wemigstens kein Corona mit Quarantäne nach der Rückreise. Aber auch kein Meer zum drin baden. ISS statt Malle.

Produktion in der Schwerelosigkeit von Gütern, die man unter Bedingungen von Gravitation nicht herstellen kann. Ist natürlich attaktiv … und könnte technologischen Fortschritt bringen, der anders nicht möglich wäre.

Was ist in den Päckchen von DHL drin, die auf den Mond sollen? Hoffentlich nicht der von mir bestellte Kram, der schon 3 Jahre lang überfällig ist zur Lieferung. Wehe dass!

Ob Dauergerummel von Raketen um Erde / Mond drumrum so der Brüller ist? Zweifelhaft mindestens. Bis die ersten zwei aneinander dengeln. Wer hat Schuld, wer hatte Vorfahrt, welche Versicherung muss den Schaden zahlen.

Vorprogrammierter Konkurrenzkampf im All zw. den USA und China. Kein anderes Land wird mehr Geld dafür ausgeben können / wollen. System-Battle. Ob das der Menschheit zum Besseren gereicht? Mehr als zweifelhaft.

Was ist in den DHL-Päckchen drin !

14:41 von werner1955

« Das Potenzial ist enorm?
Leider nicht für uns.
Uns reichen Windräder und Klimaschutz auf der Erde.»

Nun ja … der BDI forderte 2019 eine eigene Raketenstartbasis in DEU zu schaffen. Gutachten gibt es, gut geeignet sei der Flughafen Rostock. Auf dem Teil des Geländes dort, auf dem militärische Nutzung ist.

Darüber hinaus denkt man über Mit-Nutzung einer neuen Basis nach, die auf einer Insel nördlich von Schottland fast fertiggestellt ist. Im Wirtschaftsministerium ist man von der Notwendigkeit zu mehr DEU Eigenständigkeit bei der Raumfahrt überzeugt.

So was wie 50% der Technik für die geplante Mondmission der USA in 2024 wird in DEU gefertigt. Nichts, was zur Trägerrakete gehört. Aber zum Mondfahrzug, zu den Kameras, zu ander Sensorik, und zur Übertragungstechnik. Azubi bzgl. Raumfahrt ist DEU nicht.

Geografisch eher ungeeignetes Territorium für Startrampen. Zu weit nördlich gelegen, außer Helgoland keine Hochseeinsel. Soll ja nichts auf bewohntes Gelände fallen, wenn es fällt.

wie passt denn das mit Klimaschutz zusammen?

"Internationale Raumstation
Hotels und Fabriken im Orbit, Paketversand auf den Mond:... "

Bezogen auf den Klimaschutz diskutiert man über die Sinnhaftigkeit der Urlaubsfliegerei und entsprechende Einschränkungen und dann zieht man so etwas in betracht. Wie passt denn das zusammen?

"Paketversand auf den Mond" Ja genau, aber Rechnungsadresse Erde.

Kann doch nicht angehen, ein elitärer Kreis verschmutzt mit einem Raketenstart die Umwelt dermaßen, dass dafür äquivalent vielleicht ein Dieselauto 1000 Jahre fahren könnte. Zudem sind viele Raketentreibstoffe giftig.

Genauso unsinnig ist es Rohstoffe auf dem Mond abzubauen, sieht man die geringe Nutzlasten. Da haut man mehr Ressourcen raus als reinkommen.

Ich würde vorschlagen, lieber mal mit den Ressourcen auf der Erde haushalten!

Kristallstruktur von Medikamenten ?

Das dürfte problematisch werden. Denn die Schwerkraft spielt bei der Kristallisation keine Rolle.

Die Idee, Güter per Katapult vom Mond auf die Erde zu schicken, ist schon in Science-Fiction Romanen durchgespielt worden (in der „Goldenen Ära“ der Science-Fiction).

Auch der Bergbau in Asteroiden kam da schon vor (das fehlte im Artikel noch), sowie der Schwerkraftaufzug (Zentrifugalkraft) und die Beleuchtung von Städten nachts durch Spiegel aus dem All etc etc.

Realistisch ist das alles nicht.

Trotzdem schade dass das Genre der Science-Fiction gegen 1990 untergegangen ist ...

Man müsste die Seltenen Erden

auf dem Mond so gewinnen dass große Mengen Natronkalk als "Schlacke" anfallen. Welche von DHL mit einer Superkanone zu 1 Mrd. 2 Kilo Päckchen pro Tag auf die Erdatmosphäre geschossen werden. Folge: die verglühenden Kalkpakete und der freigesetzte Staub sorgen für "Turnersche Abendstimmungen" und binden das CO2 der Atmospäre, was den Klimawandel kontert und beim Abrieseln über den Ozeanen den pH-Wert derselben in günstiger Weise anhebt.

Amzons Einbahnstraße ...auf den Mond schießen?

Ehrgeiz..ist was tolles. Klar! Aber der Ehrgeiz von Amazon besteht selbst hier auf unserem gemeinsamen Heimatplanten nicht etwa im pro von konkurrierender Vielfältigkeit und Individualitäten, und erst recht nicht: im Pro für globale Währungsreformen zur aktiven "Finanzstärkung der Bevölkerungen der Welt". Nö! Nicht einmal die Würde jedes einzelnen Menschen wird etwa auch bei jenem Mega- Lobbyismus respektiert. Nein: Spannertum und Bespitzelei ist deren Gier. Info Wahn genannt!!! Ich würde eher einem, leider Gottes noch immer Obdachlosen, Mitmenschen auf irgendeiner Straße glauben wenn jene Person visionär über Weltraum- Nutzen und Bewohnung demnächst, aber zum Vorteil für die globale Menschheit spräche. Nicht aber, egal bei welchen globalen Lobbyisten, wenn von: "Schönerer Erdbewohnung" und Kohledreck „auf dem Mond“ philosophiert wird. Armut schafft Wut, Gewalt, Notwehr. Lobbys spotten der armen Menschheit, bleiben in Lobbys! Erde First! Hier ..OBEN...pro Leben!
Hofft: Frau D. Brauer

Das All, unbegrenzte Möglichkeiten

„Hotels und Fabriken im Orbit, Paketversand auf den Mond“, wenn ich das lese muß ich mich schon nach der Sinnhaftigkeit für die Allgemeinheit fragen. Wie sieht es da mit der Ökobilanz aus. In Sekunden werden bei jedem Start zig Tonnen z.T. giftigsten Treibstoffes verbraucht, Abgase in die Atmosphäre verbracht. Es werden nicht nur Wasserstoff und Sauerstoff betankt. Mir fehlt da ein viel bewussterer Umgang aller beteiligten Akteure. „Businessmodelle fürs Weltall“ visionäre Pläne von Bezos u. Co zu einer Zeit, in der noch täglich auf der Erde Menschen, auch Kinder verhungern, Kriege unsägliches Leid erzeugen. Was tun sie dagegen? Dann auch noch zivile Raumfahrt zum Vergnügen, purer Tourismus mit dem Ziel der Geldschäffelei. FFF-Demos, Die Grünen, scheinbar die Partei der Stunde. Ganz laute Rufe gegen all dies, gegen eine reine Kommerzialisierung der Raumfahrt vermisse ich von beiden Seiten. Oder hab ich es verpasst?

Wenn die Bewohner der Erde ...

... ihren Planeten und seine Lebewesen in gegenwärtigem Tempo weiter zerstören, werden es die Weltraumvisionen auch nicht retten.
Man hat sich zwar viele geschehene Innovationen einst nicht vorstellen können, die echten Probleme der Erdbevölkerung haben sie aber ohnehin nicht gelöst.
Es ist keine schöne Vorstellung, sich irgendwann mit seinem letzten Atemzug verabschieden zu müssen (auch wenn man dankbar für die Abwesenheit von Not, Unterdrückung und Krieg auf ein würdiges Ende hoffen darf).
Aber dass man sich mit diesen Bestrebungen eines „Amazongieris“ nicht mehr befassen muss, hat etwas Tröstliches.
Noch tröstlicher wäre es aber, wenn man die Ausbeuter der Jetztzeit noch zu meinen Lebzeiten etwas ausbremsen könnte.

@spax-plywood 17:10 Uhr: also doch noch Science-Fiction?

Ich dachte schon, die wär tot.

Aber leider wissen Sie sicher das „Natronkalk“ eher nicht bei der Gewinnung Seltener Erden anfällt ... ohne die übrigens die deutsche Energiewende garnicht möglich ist (Neodym in Permanentmagneten in Windkraftanlagen und E-Autos ...)

Außerdem: Seltene Erden (wie Sie sicher auch wissen) sind ja garnicht „selten“.

Man hat nur wegen der Belastung für die Umwelt bei deren Gewinnung und aus Kostengründen das Geschäft den Chinesen überlassen.

„Es gehe gar nicht darum,

„Es gehe gar nicht darum, heute zu sagen, was man im All tun wolle, und dann die Infrastruktur dafür zu bauen, drängt Bezos. Umgekehrt müsse es sein. "Die Aufgabe meiner Generation ist es, die Infrastruktur zu bauen. Wir bauen eine Straße ins Weltall. Und dann (...)"

Von demokratischer Mitsprache hält der wohl nicht viel, wie schon der Umgang mit seinen „Mitarbeitern“ in seinem „irdischen“ Unternehmen nahelegt.

Und was ist damit: „Etwa 5700 aktive Satelliten umkreisen derzeit die Erde, >> die doppelte Zahl hat schon ausgedient und ist Weltraumschrott“?

Wenn es offenbar möglich ist, die ganze Weltwirtschaft neu zu organisieren und in den Weltraum zu verlegen, wäre es wohl nicht nur möglich, sondern „kostensparender“ (und v.a. lohnender) erst mal das gesellschaftliche „Spaltmaterial“ namens Geld durch ein mit demokratischen Prinzipien kompatibles Instrument zu ersetzen, indem man ein System entwickelt, das die nachvollziehbare „Ad-hoc-Verrechnung“ aller Wirtschaftsvorgänge ermöglicht.

Die Idee eines Aufzuges

zu einer Basisstation im Orbit ist ja nicht vom Tisch.
Aber der Riesenschritt von Elon Musk mit den Wiederverwendbaren Raketen hat ja auch funktioniert.
Heute sind Glasfaser Bomber in der Zivielluftfahrt normal.
Ein "Geht Nicht" gibt es glücklicherweise nicht mehr.
Alles eine Frage der Zeit.

Seit es in der Weltraumforschung mehr um Geld...

... als um Träume geht, muss sie zum Scheitern verurteilt sein.
Vor 50-70 Jahren ging es noch um weltumfassende, universumsbetreffende Fragen.
Nun - wo die Wirtschaft komplett die Oberhand gewonnen hat - geht es weder um grundsätzliches, noch um irgendetwas anderes, als Geld, Umsatz, Gewinn, Profit.

@von schneegans

"Wenn die Bewohner der Erde ..., ... ihren Planeten und seine Lebewesen in gegenwärtigem Tempo weiter zerstören, werden es die Weltraumvisionen auch nicht retten."

Vielleicht dient das ganze wenigstens als Testballon um Wissen und Know-How anzusammeln, um in 100 Jahren den unbewohnbaren Himmelskörper Erde besiedeln zu können.

@hertha. 78

"giftigste Treibstoffe", also unsymmetrisches Dimethylhydrazin plus N2O4 bzw. Hoko-Säure verpieft -"eindrucksvoll" erkennbar- nur noch der kleine Raketenmann wenn ihm mal wieder danach ist, vermutlich bald. Weil es dem Chinesen "nach Alaska" eher weniger juckt ob sein Kumpel von nebenan mal wieder einen fliegen lässt (oder nicht).

Wissenschaftler warnen vor Müll und Lichtverschmutzung

@15:03 von Olivia59
Völlig richtig!
Außerdem warnten Wissenschaftler schon lange, als sowohl apple- als auch Tesla-Chefs ankündigten, 100e von Satelliten in den Weltraum zu schicken, dass die "normale" Forschung durch Beobachtung fast unmöglich würde.

17:10 von spax-plywood

es wäre erheblich interessanter und sinnvoller
wen (oder was) man von der Erde zum Mond schießen könnte
:-)

@WM-Kasparov-Fan 18:18

"Nun - wo die Wirtschaft komplett die Oberhand gewonnen hat - geht es weder um grundsätzliches, noch um irgendetwas anderes, als Geld, Umsatz, Gewinn, Profit."

Da wird Ihnen Alexander Gerst - und längst nicht nur er - ganz sicher entschieden widersprechen.

Allein Rosetta und Perseverance sollten als Beispiele ausreichen, worum es eigentlich geht.

Die Welt ist schon schlecht genug. Man muss sie nicht schlechter machen als sie ist.

15:01 von Vielfalt.

Und wieviel hat sich seitdem in der Raumfahrt getan? Fast nichts.
Ohne komplett neue Antriebsmethoden, wird sich da auch kaum etwas ändern
.
wird nicht so auch beim Auto argumentiert
schon seit über 130 Jahren Diesel und Benzintechnologie

„Lohnende Geschäfte“ - fragt sich nur, für wen

Apropos „Geld“ (dies als Nachtrag zu meinem Kommentar von 18:10):

Geld ist nicht etwas, das in Form von Kontoeinlagen „da“ ist und verteilt werden muss, sondern etwas, das kontinuierlich erarbeitet werden muss. Und zwar von allen Mitgliedern der Gesellschaft gemeinsam. Und mit den gleichen Chancen für jeden, dabei entsprechend seines persönlichen Potentials so gut wie möglich seinen eigenen Beitrag zu leisten (und gleichem Mitspracherecht).

Echte Werte (wie zum Beispiel Naturressourcen) lassen sich nämlich nicht für später aufheben bzw. „einlagern“ (einlegen).

17:10 von Möbius

" sowie der Schwerkraftaufzug (Zentrifugalkraft) (...) realistisch ist das alles nicht."

Korrektur. Ein Aufzug ist technich/konzeptuell durchaus realistisch, sogar wirtschaftlich. Was dagegen spricht: Es ist zu irre. Kommt nicht durch.

Selbst wiederverwendbare Raketen waeren weniger effizient.

omg

Ich habe eine Geschäftsidee:

Ich besorge mir die alten US-SpaceShuttles und sammle da oben die ganzen alten abgeschalteten Schrottsateliten ein (sind eh eine Gefahr), recycle die und verkaufe die so gewonnenen Rohstoffe wieder. oO

19:16 von DrBeyer

«Da wird Ihnen Alexander Gerst - und längst nicht nur er - ganz sicher entschieden widersprechen.
Allein Rosetta und Perseverance sollten als Beispiele ausreichen, worum es eigentlich geht.»

Alexander Gerst ist ein Star bei Kindern. Weil er so schön einfühlsam, begeisternd, und beispielgebend erklären kann, was Raumfahrt ist, und was Schwerelosigkeit macht. Kinder können das noch sehen und aufnehmen, ohne immer nur zuerst das Miese im Menschen zu vermuten, und sich Begeisterung selbst zu zerstören.

19:14 von Sisyphos3

«es wäre erheblich interessanter und sinnvoller
wen (oder was) man von der Erde zum Mond schießen könnte»

Pakete von DHL. Warum der Geier auch immer …

@ 19:23 von Sisyphos3

"""wird nicht so auch beim Auto argumentiert
schon seit über 130 Jahren Diesel und Benzintechnologie"""

Ja und die alten Technologien sind den "neuen" weiterhin überlegen. Könnte sich noch ändern, wird wohl aber noch eine Weile dauern.
In der Raumfahrt gibt es nicht mal schlechte alternative Antriebstechnologien, es gibt gar keine Alternativen. Deshalb ist die Besiedelung des Mondes, vom Mars ganz zu schweigen, reine Fantasie, wie eben auch "kalte Fusion".

//Natürlich seien einfach

//Natürlich seien einfach buchbare Lieferungen auf den Mond keine kurzfristige Perspektive, aber wenn es los gehe, wolle man vorbereitet sein. Bei der geplanten Landung im Herbst sind immerhin 120 kleine DHL Päckchen, meist mit persönlichen Gegenständen gefüllt, an Bord.//

Na, hoffentlich findet DHL den Mond. Meine irdische Adresse finden die oft genug nicht.

Es könnte alles so einfach sein.

Aufgepasst! Die Sonne schickt in 3 Stunden so viel Energie auf die Erde, wie die Erdbevölkerung in einem Jahr verbraucht. Darauf läßt sich doch aufbauen.

@17:01 von schabernack

>> gut geeignet sei der Flughafen Rostock

Ich wäre sofort dafür. Wie cooool wäre das denn? =)

Am Strand von Torfbrügge am Lagerfeuer sitzen und einen Raketenstart beobachten. *träum*

@19:31 von Tinkotis

// Ich glaube nicht, dass die Menschheit noch die Energie hat, ein so immenses Projekt wie eine ernsthafte Ausbreitung ins All zu stemmen.//

Denken Sie einfach nur ca. 120 Jahre zurück. Wer versucht hätte, unsere Welt von heute zu beschreiben, wäre vermutlich für verrückt erklärt worden.

Allerdings sollte man erst einmal unseren Orbit von dem ganzen Müll, den wir dort schon hinterlassen haben befreien. Der ist ja jetzt schon für alle Weltraummissionen ein Riesenproblem.

19:16 von DrBeyer @WM-Kasparov-Fan 18:18

"Nun - wo die Wirtschaft komplett die Oberhand gewonnen hat - geht es weder um grundsätzliches, noch um irgendetwas anderes, als Geld, Umsatz, Gewinn, Profit."

Da wird Ihnen Alexander Gerst - und längst nicht nur er - ganz sicher entschieden widersprechen.[...]
Die Welt ist schon schlecht genug. Man muss sie nicht schlechter machen als sie ist.

Ganz so schlecht wie Sie beide meinen, ist Die Welt m.E. nicht. Kommt auch sehr darauf an, worauf man den eigenen Blick richten möchte.

@19:39 von saschamaus75

//Ich habe eine Geschäftsidee:

Ich besorge mir die alten US-SpaceShuttles und sammle da oben die ganzen alten abgeschalteten Schrottsateliten ein (sind eh eine Gefahr), recycle die und verkaufe die so gewonnenen Rohstoffe wieder.//

Ich würde ja fragen, ob ich bei Ihnen einsteigen darf, aber nachdem ich gelesen habe, was die "Müllabfuhr" da oben kostet, denke ich: Das holen wir mit irdischen Geschäften nie wieder rein.

19:39 von saschamaus75

Ich habe eine Geschäftsidee:

Ich besorge mir die alten US-SpaceShuttles und sammle da oben die ganzen alten abgeschalteten Schrottsateliten ein (sind eh eine Gefahr), recycle die und verkaufe die so gewonnenen Rohstoffe wieder. oO
#
Ich glaube nicht das Sie da Oben noch viele alte Satelliten finden werden.Das meiste ist schon auf dem Weg Richtung Erde verglüht.

19:58 von saschamaus75

«… gut geeignet sei der Flughafen Rostock.»

«Ich wäre sofort dafür. Wie cooool wäre das denn? =)
Am Strand von Torfbrügge am Lagerfeuer sitzen und einen Raketenstart beobachten. *träum*»

Cooool zum Beobachten mag das schon sein.

Ob es aber so sehr klug ist, wenn auch Länder wie Deutschland mit eher wenig geeigneter zu weit nördlicher Lage nun alle ihre eigenen Raketenstartrampen bauen würden.

Ich vernehme schon aus der Zukunft die Diskussionen darum.
In diesem Fall mit vielen berechtigten Einwänden dagegen.

@19:54 von Anna-Elisabeth

>> Na, hoffentlich findet DHL den Mond.
>> Meine irdische Adresse finden die oft
>> genug nicht.

Und dann finden Sie irgendwann mal einen gelben Zettel in Ihrem Briefkasten:
Ihr Paket liegt in Ihrer DHL-Paketstation zur Abholung bereit:
Montes Carpatus 37
Mare Imbrium

Viel Spaß! ^^

@DrBeyer um 19:19 Uhr

"Die Welt ist schon schlecht genug. Man muss sie nicht schlechter machen als sie ist."

Danke für Ihren Widerspruch! Das tut mit evtl. gut.
Zwar lebt in mir auch immer noch der Theologe, der all die grausamen irdischen Dinge sieht und deswegen Gott gerne einen Teufel nennt. Aber obsiegen wird der Wissenschaftler, Lieberhaber der Astronomie und Astrophysik, in mir, der dann doch all die Entwicklungen, Versuche und Irrtümer lieben gelernt hat. Danke!

20:08 von Tinkotis

"Die technischen Voraussetzungen für einen Orbitalaufzug sind eben noch nicht gegeben."

Die Industriereife, also mehr als Experiment, fehlt eben noch, aber wenn man nicht rangeht, bleibt das auch so. (Quelle habe ich vergessen) Vielleicht checken sie noch mal. Fazit war: Ein sinnvolles Projekt, fuer unsere Technik realistisch. Leider umgekehrt proportional zum Mut oder Wille.

20:08 von Tinkotis

"Und selbst wenn (...) kaum mehr als ein Experiment bastelfreudiger Studierender..."

Ah, sehen Sie, das ist der Punkt. Die Effizienz. Ein Aufzug waere in Hinsicht auf den Dauerbetrieb und was er leisten kann wesentlich billiger und zuverlaessiger. Und umweltfreundlicher.

Prima!

Leute, das ist doch eine Perspektive! Vergesst den schwierigen Corona-Urlaub 2021! 2022 geht's zur ISS! Und schöne Überraschungspäckchen sind dann auch bald da!

Bezos: "....und dann werden wahnsinnige Dinge passieren."
Davon gehe ich aus; schließlich sorgt B. doch bereits hier auf der Erde tagtäglich dafür, dass den für ihn Knechtenden wahnsinnige Dinge passieren!

@ saschamaus75 19.39

Oh ja, dann sorgen Sie ja dafür, dass wahnsinnig gute Dinge passieren!

Darf ich mitmachen?

20:08 von Tinkotis

«Schon in den 1970ern wurde vorgeschlagen, Magnetschwebebahnen (die damals ja zumindest als Prototypen schon fuhren) in Röhren mit reduziertem Luftdruck für den Fernverkehr einzusetzen. Kennen wir heute, über vierzig Jahre später als Hyperloop und ist kaum mehr als ein Experiment bastelfreudiger Studierender...»

Gibt es nicht … weil Technisches immer unter finanziellen Aspekten erst mal besser sein muss als Bewährtes, damit es sich in der Praxis auch durchsetzen kann.

Was kommen wird, ist der Aufzug, in dem die Kabinen durch Magnetfelder nach oben / unten geleitet werden. Bei dem die einzelnen Kabinen auch durch Magnetfelder am oberen oder unteren Punkt des Schachts seitlich horizontal versetzt in einen anderen Schacht wechseln können.

Nur so werden Aufzüge ohne Wechsel in einen anderen Aufzug noch höhere Gebäude als heute erbaut befahren können. Die heutigen Höhen sind an der Grenze dessen, an der die Seile vom Aufzug unter dem Eigengewicht zerbrechen.

Keine ferne Zukunft.

Cool,

da kann der Kapitalismus noch mal hochschalten. Und wir rasen mit exponentiellem Wirtschaftswachstum in die Katastrophe. Und das Schlimmste, wir merken es nicht.

Zitat: "Denken Sie einfach

Zitat:
"Denken Sie einfach nur ca. 120 Jahre zurück. Wer versucht hätte, unsere Welt von heute zu beschreiben, wäre vermutlich für verrückt erklärt worden."

Öhm - also das nannte man schon damals SFi - ist ja keine Erfindung des 21. Jahrhunderts
und
ganz konkret -> "EinRückblick aus dem Jahr 2000"
https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Bellamy

nö - für verrückt hatte man ihn nicht erklärt - lediglich von seiten der rechtsnationalen Konservativen als sehr gefährlich

Der Jeff Bezos hat mal wieder was gesagt

Leutchens, aufwachen, wir sind gerade in einer Pandemie, Klimakatastrophe auch noch da. Es gibt wichtigere Dinge als wirre Ansagen von irgendwelchen reichen Leuten.

Dass pro Woche eine Rakete startet, hat wahrscheinlich mehr mit Spionagesatteliten zu tun, von mir aus auch Mobilfunk.

Aber vielleicht habe ich irgendwas nicht mitbekommen, 50 Jahre Mondlandung oder so. Die ja auch voll den Fortschritt gebracht habt, zum Beispiel Teflonpfannen (darf man die, wenn sie zerkratzt sind, eigentlich in den normalen Müll werfen oder sind das Problemabfälle?).

@20:37 von das ding

>> Ein Aufzug...

...benötigt auf jeden Fall eine sehr(!) gewaltige Kabeltrommel, um ein stabiles(!) Seil der entsprechenden Länge aufrollen zu können. oO

Und wird außerdem für die notwendigen(!) Kurskorrekturen enorm extrem viel Treibstoff verbrauchen! -.-

@20:20 von Tinkotis @Anna-Elisabeth

//Ich denke täglich mehrfach hundert oder auch tausend oder dreitausend Jahre zurück und stelle mir vor, wie die Menschen, die ich heute treffe, sehe oder über die ich etwas lese, mit den Herausforderungen fertig geworden wären, mit denen unsere Vorfahren konfrontiert wurden. Und da schneiden wir heute sehr schlecht ab.//

Davon bin ich auch überzeugt. Dennoch bin ich ebenfalls der Überzeugung, dass wir uns auch mit dem recht umfangreichen Wissen von heute nicht vorstellen können, was künftig noch an Innovationen möglich sein kann. Ich bin quasi 'science-fiction-gläubig'. Allerdings halte ich es auch nicht für ausgeschlossen, dass die Menschen vorher ihre Lebensräume für lange Zeit zerstören könnten. Ich halte es da mit dem Spruch: Nichts ist unmöglich. (Und damit meine ich nicht Toyota.)

@20:30 von saschamaus75 @19:54 von Anna-Elisabeth

//Und dann finden Sie irgendwann mal einen gelben Zettel in Ihrem Briefkasten:
Ihr Paket liegt in Ihrer DHL-Paketstation zur Abholung bereit:
Montes Carpatus 37
Mare Imbrium

Viel Spaß! //

Danke! Den habe ich auch mit Ihrer Antwort.

@20:45 von Wohlergehen

>> Darf ich mitmachen?

Gerne. Besorgen Sie Sich die kostenlose OpenSource-Weltraumsimulation 'Kerbal Space Program 2' und dann einfach anfangen, zu planen. =)

@saschamaus75, die einzigste

@saschamaus75,

die einzigste halbwegs realistische Darstellung von einem Weltraumaufzug findet man in dem 3-teiligen Mars-Epos von Kim Stanley Robinson
https://de.wikipedia.org/wiki/Kim_Stanley_Robinson

da wird das "Kabel" aus einem Asteoriden geformt - dessen "Rest" dann das Gegengewicht bzw. die raumseitige Station bildet
dieser Körper - stammend aus dem "Gürtel" zw. Marz und Jupiter - wird in die orbitale Umlaufbahn des Mars gebracht

die Material-Menge für solch einen Lift aus dem Gravitations-Schacht der Erde oder des Mars zu bringen ist energetischer Wahnsinn
und
wird wohl auch so nie zur paratischen Anwendung kommen

20:20 von Tinkotis

Ich denke täglich mehrfach hundert oder auch tausend oder dreitausend Jahre zurück und stelle mir vor, wie die Menschen, die ich heute treffe, sehe oder über die ich etwas lese, mit den Herausforderungen fertig geworden wären
.
da brauchen sie nicht so weit zurückgehen !
meine Eltern lebte in ner kleinen 3 Zimmerwohnung
immerhin im eigenen Haus (nebst Groß/Urgroßeltern)
hatten kein Auto und Urlaub
irgendwie wurde man damals auch mit der Herausforderung fertig
übrigens Kindergeld war damals unbekannt, Sozialhilfe galt als ehrverletzend es zu beantragen

@saschamaus75, zumindest

@saschamaus75,

zumindest bekommt mit Hilfe von "Kerbal" man einen tiefen Eiblick in die technischen und physikalischen Probleme der real existierenden Raumfahrt

viele scheitern ja schon bei Konstruktion/Bau einer einfach Mehrstufen-Rakete die eine unbemannte Nutzlast ins All bringen soll...
..an das Nachstellen einer bemannten Mond-Expedition mit Hinflug, Landung und Rückkehr gar nicht zu denken

da fehlt dann ein bissel Schulwissen z.B. in Physik und Astronomie um überhaupt verstehen zu können womit man sich hier auseinander zu setzen hat

20:59 von Anna-Elisabeth

Ich zitiere hier einmal aus Ihren Kommentar
#
1. Dennoch bin ich ebenfalls der Überzeugung, dass wir uns auch mit dem recht umfangreichen Wissen von heute nicht vorstellen können, was künftig noch an Innovationen möglich sein kann.
#
Das sehe ich auch so.
#
2. Allerdings halte ich es auch nicht für ausgeschlossen, dass die Menschen vorher ihre Lebensräume für lange Zeit zerstören könnten. Ich halte es da mit dem Spruch: Nichts ist unmöglich.
#
Auch da bin ich ganz bei Ihnen und das scheint mir noch am wahrscheinlichsten zu sein.
Gruß

20:20 von Tinkotis

«Ich denke täglich mehrfach hundert oder auch tausend oder dreitausend Jahre zurück und stelle mir vor, wie die Menschen, die ich heute treffe, sehe oder über die ich etwas lese, mit den Herausforderungen fertig geworden wären, mit denen unsere Vorfahren konfrontiert wurden. Und da schneiden wir heute sehr schlecht ab.»

Genau so mies wie wir Heutigen beim Steine-zu-Pfeilspitzen-Machen und beim Jager vor 3.000 Jahren abschneiden würden.

Genau so mies schnitten die von vor 3.000 Jahren nach heute gebeamt beim Einparken, und SMS mit Emojis schreiben ab.

Jede Zeit hatte und hat ihre Anforderungen ud Herausforderungen an den Menschen. Manches hat er verlernt, manches andere hat er dazu gelernt. Dieses Prinzip wird ewig währen, solange es Menschen gibt.

Nehmen Sie ein Telefon mit Wählscheibe, was Technisches aus den 1950-ies zum heutigen Kindergeburtstag für 6-Jährige. Lustiges Ratespiel:
"Was ist das … was macht man damit?"

Vor Bauchweh vor Lachen finden Sie nicht in den Schlaf …

21:31 von Tinkotis

«Es tut mir ja leid, ich fände es toll, zum Mond zu fliegen, zum Mars, vielleicht zu den Sternen. Aber ich sehe die Fähigkeiten dazu bei den Menschen nicht mehr.»

Muss Ihnen gar nicht leid tun. Sind Sie in bester Gsellschaft mit so gut wie allen Astronauten (oder Kosmonauten).

Bemannte Raumfahrt ist sehr teuer, braucht lange Zeit der Vorbereitung, bis das funktioniert. Um so mehr für Flüge zum Mars, die auch wegen der Zeitdauer mit ernsthaft zu bedenkenden psychologischen Aspekten verknüpft sind. Jedenfalls nichts, was nur eine kleine Weiterentwicklug von bereits Gekonntem darstellt.

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