Ihre Meinung zu: Konsum bricht 2020 so stark ein wie zuletzt 1970

15. März 2021 - 21:34 Uhr

Die Deutschen haben im Corona-Jahr 2020 ihre privaten Konsumausgaben so stark eingeschränkt wie seit einem halben Jahrhundert nicht mehr. Erst die ab Juli gesunkene Mehrwertsteuer sorgte für Anreize.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3
Durchschnitt: 3 (2 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Konsum

Wenn dieser mehr einbricht, als alles andere in unserer Gesellschaft, dann ist das eine positive Nachricht.
Denn genau dieser sollte eigentlich schon seit Jahrzehnten gemindert werden, damit die Bundesbürger endlich zu den wirklich wichtigen Werten finden!
Ich persönlich bin ja eh schon immer mehr Fan vom Bruttonationalglück (Vorbild Bhutan), als vom Bruttosozialprodukt.

1970 war trotzdem schön

Es geht um den Konsumrückgang im Vergleich zum Vorjahr.
Puh, da bin ich aber beruhigt. Ich dachte schon, es wären absolute Beträge gemeint.
Das gute ist: wir Deutschen haben seit 1970 so viel konsumiert, dass der Rückgang erstmal nicht so schlimm ist, wie es aussieht.
Und im Ernst mal: hat jemand das Jahr 1970 als schlecht in Erinnerung?
James Last, Der erste Fernseh-Tatort, die tolle WM in Mexico,
Simon & Garfunkel, das war schon was.
Also Leute: man muss nicht immer Rekorde im Geldausgeben aufstellen, um eine tolle Zeit zu haben.

Das erstaunt mich...

Was war denn 69/70? Corona gab es da doch noch gar nicht?

Meinte der Autor vielleicht 1870?

Das ist kein Wunder - Konsum bricht ein

Verwunderlich klingen eher die Parolen, das Wirtschaftswachstum sei kaum gesunken.
Oder es gäbe kaum mehr Arbeitslose.

Wie soll denn gereist, gespeist, gekauft werden, wenn alles geschlossen ist, es verboten ist zu reisen, wenn nichts mehr gemacht werden darf?

Keine echte Überraschung.

Was verlangt man den ...

... in solchen Zeiten? Berufsverbot, Kurzarbeit, Entlassungen, "Coronahilfen" die spät oder gar nicht überwiesen werden, dazu alte Verbindlichkeiten fürs Eigenheim, -wohnung, laufende Kredite fürs Auto und Reisen (als man noch ordentlich Verdient hatte), gestiegene Energie- und Verbraucherpreise, eine EZB die durch Minuszinsen Erspartes verbrennt, die Unsicherheit ob, wann und in welchem Umfang man wieder Arbeiten kann, oder der nächste Lockdown wieder alles zunichte macht, geschlossene Geschäfte und Einrichtungen in denen man sein Geld ausgeben könnte und und und.

Und schließlich kann man auch den Teuro nur einmal ausgeben.

Am 15. März 2021 um 21:19 von Mika D

Keine echte Überraschung.....

Stimmt. Und ganz schlecht für die Leute, die ihr Geld damit verdienen, in dem andere Leute konsumieren.

so stark ein ?

Dann haben ja die Gruppen die Konsum generell ablehnen einen Grund zum feiern.

Auch FFF dürften dankbar fürs Klima sein.

Eine Frage: Könnte der

Eine Frage: Könnte der Einbruch des Konsums für manche Bereiche nicht auch ein Segen sein und zu einem Umdenken und Umsteuern hin zu adäquateren, ressourcenschonenderen Formen des Wirtschaftens und Konsumierens führen? Und vielleicht könnte das sogar die Debatte über neue Formen und Kriterien des Wirtschaftens insgesamt beflügeln. Die Wachstumsgläubigkeit ist doch längst an das Ende der Tragfähigkeit gekommen.

Im Sommer 1970

bin ich in die Schule gekommen.
Obwohl wir damals weniger Konsum hatten,bin ich trotzdem 50 Jahre älter geworden.
Nun,es gibt schon Dinge,Welche durchaus sinnvoll und auch nützlich sind und auf die auf ich nicht unbedingt verzichten will.
Woran es fehlt ist eindeutig die Nachhaltigkeit und sehr vieles ist auch eindeutig überflüssig und unnütz.Produzieren einfach nur des produzierens willen,Hauptsache die Bänder laufen und des Geschäftes wegen funktioniert auf Dauer nicht mehr.Zumal das Problem mit der Abfall Entsorgung noch lange nicht wirklich gelöst ist.
Thema Plastikmüll im Meer,sehr traueriges Thema.
Hier kann die Pandemie vielleicht auch einmal zum Nachdenken animieren.

20:51 von WM-Kasparov-Fan

Ich persönlich bin ja eh schon immer mehr Fan vom Bruttonationalglück (Vorbild Bhutan), als vom Bruttosozialprodukt.
.
ohne ihnen jetzt zu nahe treten zu wollen
wissen sie überhaupt wo Bhutan liegt ?

Das böse Erwachen kommt erst noch

Die Pleiten und die Arbeitslosen sind durch die Milliarden an Steuergeldern, die unsere Regierung munter unters Volk wirft, nur hinausgezögert.

Es wird zwar nach Corona einen beispiellosen Aufschwung geben.

Aber längst nicht alle werden davon profitieren können.

Es wird Millionen Menschen geben, die dann noch mehr abgehängt werden.

Und man wird sich fragen müssen:

War es das Wert..?

Das böse Erwachen kommt noch. Aber erst nach der Bundestagswahl.

21:11 von Sparpaket

Und im Ernst mal: hat jemand das Jahr 1970 als schlecht in Erinnerung?
.
... da begann ich meine Lehre

Die Verbraucher sind nicht zum Verbrauchen da, und Konsum

nicht dazu, die Wirtschaft „anzukurbeln“. Sondern dazu, die Bedürfnisse aller Menschen abzudecken. Und das möglichst wirtschaftlich, also ohne Verschwendung durch unnötigen Ressourcenverbrauch und ohne unnötige Kosten durch unnötige Belastung von Mensch und Umwelt. Es muss einfach nur für ein gutes Leben für alle „reichen“. Wobei die Bedürfnisse der Menschen bekanntlich individuell oft höchst unterschiedlich sind.

21:21 von Klabautermann 08

Es trifft ja nicht alle gleichermaßen
nicht jeder ist Friseur, oder im Einzelhandel schafft in der Hotelbranche oder im Restaurant
Rentner sind finanziell kaum betroffen, Hartz4ler auch nicht viele arbeiten normal
und durch die Schließung des Einzelhandels, kein Urlaub
und der Restaurants spart man unheimlich viel

Wir haben keine Lust

mehr auf shoppen gehen bei dieser Corona Krise. Seit nun schon fast 1 Jahr ist auch das Essen gehen vorbei das bei uns auch dazu gehören sollte. Ein Vergleich mit 1970 ist für mich nicht passend denn da gab es Corona nicht.

@ Naturfreund064 um 21.42 Uhr,Pandemie animiert zum Nachdenken

"Woran es fehlt ist eindeutig die Nachhaltigkeit und sehr vieles ist auch eindeutig überflüssig und unnütz. Produzieren einfach nur des produzierens willen, Hauptsache die Bänder laufen und des Geschäftes wegen funktioniert auf Dauer nicht mehr. Zumal das Problem mit der Abfall Entsorgung noch lange nicht wirklich gelöst ist.
Thema Plastikmüll im Meer, sehr trauriges Thema.
Hier kann die Pandemie vielleicht auch einmal zum Nachdenken animieren."
Ich stimme Ihnen voll zu. Zudem hier nur noch wenig produziert wird. Viele der schnelllebigen Produkte kommen aus - na, woher wohl? Richtig. Fängt mit "Ch" an und hört mit "ina" auf.
Und was den Plastikmüll im Meer betrifft: Der Müll landet im Meer, aber er kommt auch in "neuem Gewand" zu uns zurück. In Form von Plastikbohlen, Gartenbänken, Schnellkompostern, Bautenschutzmatten, Mulchfolien ... und zerfällt dann unter UV-Einwirkung zu Mikroplastik.
Ich kann drauf verzichten.

@ vriegel

exakt dort liegt das Problem: zum einen schleudert die Regierung munter (Schulden-)gelder in die Welt, zum anderen wird es nicht ausgegeben. Aus ökonomischer Sicht eine Katastrophe, die sich da zusammenbraut.
Sobald das Geld zu fließen beginnt, droht eine Entwertung.

Flugverweigerer

Ich bekenne, dass ich 2020 Luftfahrtunternehmen massiv geschadet habe.
Zwischen 1980 bis 2001 hatte ich es auf insgesamt 200 Flüge zwischen Europa und Fernost gebracht.
Danach habe ich nicht mehr gezählt - es war eben wie im Taxi mitfahren; wohl kaum weniger in dieser Zeit bis 2019.
2020 - nicht ein Flug!

Gruß, Wolfgang

21:55 von Nettie

Die Verbraucher sind nicht zum Verbrauchen da
.
warum heißt es dann "Verbraucher"

jeder musste aktuell im vergangenen Jahr sein Opfer bringen
der Sommerurlaub der Familie fiel aus
danach der alljährliche meiner Frau im Dezember zu ihren Eltern/Schulfreunden
ja und meiner der auch alljährlich im Januar/Februar geplant ist

Was Bhutan betrifft

möchte ich nur hoffen,dass dieses kleine Land seinen Weg auch gegenüber seinem großen Nachbarn im Norden und gegenüber seinem großen Nachbarn im Süden durchhalten kann.
Wo ich leider so meine Zweifel habe.

@WM-Kasparov-Fan um 20.51 Uhr

Da möchte ich mal beipflichten.
Das Bruttonationalglück á la Bhutan würde mir auch mehr gefallen als die Auslotung des Glücks anhand des Bruttosozialprodukts.
Dass das Wachstum nicht als Gradmesser taugt und nicht endlos verfolgt werden darf, wird immer wieder betont. Ich kenne das seit den 80er Jahren. Qualitatives statt quantitatives Wachstum usw.
Und kaum stagniert die Wirtschaft, wird alles über Bord geworfen und es heißt, BIP, BSP müssen steigen, um Wohlstand zu generieren.
Immer das Gleiche.
Vielleicht gibt es ja doch noch mal ein kleines Nachdenken, was uns jetzt wirklich gefehlt hat, das 9te Paar Schuhe oder zwischenmenschliche Kontakte und Nähe.
Aber es darf eben auch niemand vergessen werden und momentan träfe ein Konsumverzicht noch zu viele Beschäftigte.

Am 15. März 2021 um 21:51 von vriegel

...........Das böse Erwachen kommt noch......

Das auf jeden Fall. Da kann man froh sein, das man Rentner ist. Obwohl die wird das auch treffen.

Corona ist in vielen

Corona ist in vielen Bereichen ein Problemverschärfer. Im Bereich des Konsums ist es aber auch die Chance, neu nachzudenken über politische Strategien eines ökologisch und nachhaltig verantworteten Wirtschaftens einerseits und das eigene Konsumverhalten andererseits.

Wo soll man konsumieren?

Seit Beginn der Pandemie hatten wir nur 6 Monate Stammtisch..den Rest der Zeit fiel er aus.

Zwischendrein Essen gehen fällt weitgehend aus..

Statt 2x Wellnessurlaub nur 1x..

Neuanschaffungen vertagt..

Ne Menge Geld gespart..aber nur halbe Mieteinnahmen für die beiden Souvenirläden im Haus..

Unsereins hat in der Pflege genug Arbeit aber der Tourismussektor bei uns in Rothenburg/Tauber leidet..

@ werner1955 um 21.36 Uhr "so stark ein?"

"Auch FFF dürften dankbar fürs Klima sein." Träumen Sie weiter. Tut mir leid: FFF ohne Kaffee-to-go, ohne Fertigpizza, ohne neue Klamotten, ohne modische Sportkleidung und Sneakers, ohne Outdoorkleidung und Rucksäcke, (alles aus Plastik) ohne alle zwei Jahre ein neues Fahrrad ... geht ja gar nicht. Über Reisen in alle Welt gar nicht zu reden ...
Aber es sei Ihnen gegönnt.

Nur will ich mir dann keine Vorhaltungen machen, wenn ich auf andere Dinge Wert lege, z.B. wenn ich meine alte Karre pflege und immer noch fahre. Mein altes Auto ist für mich so etwas wie ein Haustier, ich hab es einfach gern. Bücher und Zeitungen habe ich gerne aus Papier - auch wenn dafür Bäume sterben müssen - pfui!
Oder wenn ich meine schönen alten Klamotten aufhebe und saisonweise "upgecyclet" trage, Pullis und Mäntel aus Wolle, Schuhe aus Leder - pfui, nicht vegan - geht ja gar nicht ...
FFF ist in meinen Augen weniger eine Klimaangelegenheit sondern eher ein Generationskonflikt.

Die ersten geben auf....

Bei uns hat nun die erste Einzelhändlerin ihre Schaufenster leer gemacht, sie kann nicht mehr und gibt auf .....sie hat immer noch auf die Novemberhilfe gehofft, doch ihre Ersparnise schmelzen wie Eis in der Sonne ..... Das Geschäft lief bis März 2020 super und die Besitzerin hatte vor 9 Jahren viel Zeit, liebe & Geld investiert.......Das Friseur neben ihr hat zwei mal Hilfe bekommen und darf seit 4 Wochen wieder rund um die Uhr arbeiten, obwohl die körpernahe Dienstleistung vom RKI als bedenklich eingestufft wurde .

@wm-kasparov-fan

Ich bin ebenfalls ein anhänger des brutto-glücksproduktes nach bhutanischem Vorbild. Leider ist das bisher aber eine randgruppensichtweise. Weniger konsumieren schont die Umwelt und macht das leben in vielerlei Hinsicht einfacher. Man muss es nicht so radikal treiben, wie Diogines von sinoppe, den ich allerdings recht inspirierend finde, aber weniger ist häufig mehr.

@ Epilog um 21.40 Uhr , "Einbruch des Konsums"

"Könnte der Einbruch des Konsums für manche Bereiche nicht auch ein Segen sein und zu einem Umdenken und Umsteuern hin zu adäquateren, ressourcenschonenderen Formen des Wirtschaftens und Konsumierens führen? "
Ja, es ist an der Zeit. Aber wie kann man das erreichen? Menschen wollen sich absetzen, sie individualisieren sich, indem sie ihre Zugehörigkeit zu einer Konsumentenkathegorie durch Kleidung, Kfz, Möbel ... demonstrieren. Und das muss immer gesteigert werden. Was kann man da tun? Ich weiß es nicht.

@rossundreiter-73 als man auf der Autobahn noch radfahren konnte

Offenbar kennen Sie diese Zeiten nicht

@ Nettie

Da haben Sie aber etwas falsch verstanden. Schließlich weckt die Wirtschaft durch neue Produkte (und entsprechender Werbung) die Bedürfnisse der Konsumenten. Und wenn das nicht reicht, helfen die Regierung mit Verboten, neuen Gesetzen, Regelungen, Abwrack- und Kaufprämien und vieles mehr nach.

nicht alle werden davon profitieren

von vriegel @
Richtig. Die mehr als 70000 Corona werden es nie wieder können.

Alle andern können wieder neu Starten.
Auch wenns sehr Schwer wird.

bei mir ist der Konsum nicht eingebrochen

ich habe nämlich schon seither nur das "konsumiert", was ich zu brauchen glaubte. Staunend sehe ich manchmal meinen Nachbarn, der sich zu ärgern scheint, dass er sein ganzes Geld nicht mehr ausgeben kann. Dem seine Probleme hätte wohl so mancher gerne.
Wie schön wäre es, wenn diese Krise wenigstens zu einer Rückbesinnung führen würde auf das, was unser Leben ausmacht. Aber dazu sind wir wohl leider schon zu verkommen.
Der Kapitalismus hat wohl doch auf ganzer Linie gesiegt: wir müssen konsumieren, und seien es auch völlig sinnlose Dinge. Wenn uns das verwehrt wird, geht es uns schlecht ...

Das hier wundert mich alles nicht

Das mit diesem Einbruch wundert mich nicht.

Die Deutschen haben im Corona-Jahr 2020 ihre privaten Konsumausgaben so stark eingeschränkt wie seit einem halben Jahrhundert nicht mehr. Erst die ab Juli gesunkene Mehrwertsteuer sorgte für Anreize.

Es ist ein Zeichen, dass die Bürger beim Online-Handel nicht mitgehen weil sie die Zerstörung der Innenstädte nicht mitgehen. Auch meine Altvordere schränkt den Online-Handel ein weil auch sie lieber im Laden einkauft.

Und auch das hier wundert mich ebenfalls nicht:

"Auf die Käufe kurzlebiger Gebrauchsgüter - zum Beispiel Bekleidung und Schuhe - hatte die Mehrwertsteuersatzsenkung hingegen keinen durchschlagenden Effekt", teilte das Statistische Bundesamt mit.

weil es verboten ist durch die werte Bundesregierung und ich finde es gut, dass die Gerichte nicht mehr mitgehen. Dazu muss ich nur beim OVG Niedersachsen auf der Homepage bei den Pressemitteilungen lesen.

RE: Sisyphos3 um 21:50; 20:51 von WM-Kasparov-Fan

***ohne ihnen jetzt zu nahe treten zu wollen
wissen sie überhaupt wo Bhutan liegt ?***

Ich denke Mitforist WM-Kasparov-Fan weiß mehr über das Land, als Sie sich vorstellen können. Er hat hier schon öfters dargestellt, dass er sehr wenig von übermäßigem Konsum hält und für sich eigentlich nur das Nötigste konsumiert. Und da er für Nachhaltigkeit, den Schutz unserer Lebensgrundlagen, gerade auch für die folgenden Generationen, sowie Umwelt und Naturschutz eintritt, kommt man, kommter an Bhutan nicht vorbei. Von daaher vermute ich, dass er mehr Wissen mitbringt, als wir beide zusammen.
Wussten Sie, dass Bhutan dem Umweltschutz Verfassungsrang zugebilligt hat, und das Bhutan schon seit Jahren eine negative CO2-Bilanz aufweist ? Oder, dass rund ein Viertel der Fläche Bhutans unter Schutz steht ? Vermutlich nicht !

Gruß Hador

@21:11 von Sparpaket 1970 war trotzdem schön

//Das gute ist: wir Deutschen haben seit 1970 so viel konsumiert, dass der Rückgang erstmal nicht so schlimm ist, wie es aussieht.//

Im Oktober 1970 habe ich meine Ausbildung in der Krankenpflege begonnen. 48-Stundenwoche, 18 Tage Urlaub. Gehalt (Ausbildungsvergütung): 128 DM.
Konsum? Eher gering.

rer Truman Welt

Ja, das überrascht jetzt aber. Es stehen doch nur 50.000 Unternehmungen relativ sicher vor der Insolvenz, Tendenz stark steigend. Wie sollte man dabei darauf kommen, daß der Konsum so stark einbricht? Was sagen denn die Wirtschaftsweisen? Die prognostizierten doch stets: "alles halb so wild!"
Was ist denn plötzlich passiert, dass das überrascht?
Inflationsgefahr besteht by the way doch auch keine. Also, wo ist denn das Problem?
Lockdown, Lockdown, weiter so Deutschland, "wir schaffen das!"
Fragt dich am Ende vielleicht nur wie?
Die CDU merkt seit gestern schon was!

@21:11 von Sparpaket

//1970 war trotzdem schön//

Die Schneekatastrophe weniger.

Das mag Statistisch

ja richtig sein, aber alles was hier aufgeführt wird, nutze ich auch sonst nicht, da bin ich sicher nicht der Einzige im Land.

"Vor allem in der ersten Jahreshälfte gingen die Ausgaben in fast allen Bereichen zurück. So schrumpften die Ausgaben der Verbraucher für Hotelübernachtungen, Restaurant- oder Kneipenbesuche um 33 Prozent. Die Ausgaben für Reisen mit dem Flugzeug, der Bahn oder dem Bus fielen ebenfalls stark, im ersten Halbjahr um 28,6 Prozent und im zweiten Halbjahr um 38,6 Prozent, wie die Statistiker erklärten. "

Also ich hatte auch bei der Mehrwehrsteuer Senkung am Monatsende nicht mehr in der Tasche als sonst.
Jetzt merke ich nur das alles etwas teurer wird, mal sehen wie sich das entwickelt.

RE: Mika D um 21:19

***Wie soll denn gereist, gespeist, gekauft werden, wenn alles geschlossen ist, es verboten ist zu reisen, wenn nichts mehr gemacht werden darf?***

Also einer Reise ist es in 2020 und zur Zeit eher schleeecht.
Aber gekauft wird übers Internet, wie besessen, wenn ich mir die übervollen Papiertonnen anschaue.
Und was die Nahrungsaufnahme angeht: Niemand hindert Sie, es so richtig krachen zu lassen. Thunfischsteak, Büffellende, Hummerschwänze oder das Gericht mit Trüffeln aufwerten, dazu erlesene Getränke, Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, außer die, die Ihr Porte­mon­naie betreffen.

Jeder kann so den Konsum anheizen. Ob das allerding nötig ist, muss jeder für sich beantworten, ebenso die Frage, wie nachhaltig man leben möchte.

Gruß Hador

Statt Wachstum besser Optimierung einer Entwicklungsstufe

Würde man auf einem Level von 1970 bleiben und statt Wachstum alles bereits Vorhandene nutzen und werterhalten nach dem Autopflege-Prinzip von Cuba, dann wären Umwelt- und Klimaschutz kein Problem mehr. So hat z.B. mein Oldtimer ´weitaus mehr selbst nachgerüsteten Service von GPS, TV, Internet, Imbiß, Übernachtungsmöglicheit, Reiseapoteke bis mobile Autowerkstatt, als all die im Wachstum neu und hastig zusammengeschusterten Neuwagen, die mit weitaus weniger Service und Extras viel teurer sind und trotzdem nicht mal 10 % an Extras und Reiseservice wie mein Oldtimer haben. All das erspart mir auch am Urlaubsort eine Menge zusätzlicher Sucherei, weil alles benötigte an Bord ist und sogar so manchen Mangel in der Urlaubsunterkunft ausgleicht.

Statt Wachstum besser Optimierung einer Entwicklungsstufe

Höchstwahrscheinlich ist die Rückkehr zu den alten Werten der 70er Jahre auch die Botschaft des Coronavirus an die Menschheit. Denn nicht das Wachstum unlimited führt ins Paradies auf Erden, sondern die Optimierung einer Entwicklungsstufe mit allen bereits vorhandenen Dingen, sei es nun auf dem Level von 1970 oder von heute. Wir brauchen also nicht immer mehr, sondern sollten aus den Dingen was tolles draus machen, die wir bereits erschaffen haben, so wie mein alter Oldtimer heute ein mobiles Allroundtalent ist und sogar so manchem Neuwagen Pannenhilfe leisten kann. Und so jage ich auch nicht dem allerneuesten Smartphone nach, sondern komme bis heute mit meinem alten Windows7-Notebook gut zurecht.

@21:42 von Naturfreund 064

//Woran es fehlt ist eindeutig die Nachhaltigkeit und sehr vieles ist auch eindeutig überflüssig und unnütz.//

Die Klamotten haben noch deutlich länger gehalten. Es gab nicht so viel "Billigschiss". Bei vielen jungen Menschen stammte die erste Einrichtung vom Sperrmüll. Mein erstes Bücherregal bestand aus Ziegelsteinen und Brettern. ("Abfall" aus einer Tischlerei). Bei meinem ersten Fernsehgerät (ein im Krankenhaus ausrangiertes Schwarz-weiß-gerät) diente der Notenständer als Antenne.
Es gab bei kleinen Gehältern keine Kredite und somit auch keine Überschuldung junger Menschen.
Meine Welt war durchaus schön.

Re : Epilog !

Ja, das wäre echt mal ein guter Weg, wenn deutlich vernünftiger mit den Ressourcen umgegangen und sinnvoller gewirtschaftet werden würde. Es liegt doch nicht nur an der Politik, sondern auch an vielen Menschen, die nicht wirklich vernünftig handeln und agieren, zu viel haben wollen / müssen, warum auch immer. Und auch mit dem Reisen ist dies ähnlich, kaum wird nur ein kleiner Funken von Corona frei gerufen, schon schnellen die Buchungen nach oben, statt erst einmal ab zu wägen, muss dies jetzt wirklich sein, kann ich mir dies überhaupt leisten, oder kann ich nicht hier ein paar ruhige Tage verbringen, ohne in einen Flieger zu steigen und die Luft verpesten lassen..
Es sind aber auch all die gierigen und habsüchtigen Politiker und noch schlimmere Wirtschaftsbosse, die über Leichen gehen, und so tun, als gäbe es immer nur ein Weiter so ! Kein Gedanke an das Klima, die Natur, die Umwelt, die Tiere, alles wird zur Ware erklärt und schamlos verkauft, bis zum bitteren Ende !

@ 20:51 von WM-Kasparov-Fan

Habt ich doch herzhaft gelacht.
Was sind denn die wirklichen wichtigen Werte in einer industriellen Gesellschaft?
Freuen sich wirklich alle, wenn wir den Namen tanzen können oder Volkslieder am Lagerfeuer mit Gitarrenbegleitung im Kanon singen.
Nationalglück auch ein schönes Wort.
Es war schön in Bumtang Tang und in Paro nur kalt war es auch.

Eine Wirtschaftskrise ist kein Honigschlecken und das Bruttonationalglück wird sich nicht einstellen.

Statt Wachstum besser Optimierung einer Entwicklungsstufe

Wachstum führt nur zu einer Geldumverteilung von unten nach oben und bringt der Allgemeinheit nichts als nur eine fortschreitende Verarmung und lange Warteschlangen an Tafeln, Armenküchen und Obdachlosenheimen.

Wenn man hingegen auf einer Entwicklungsstufe verbleibt und diese optimiert, kann man die Weltproduktion aller Güter um 90 % reduzieren und hat dennoch ein viel besseres Leben als unter einem auf Dauer Mensch, Umwelt, Natur und Klima krank machenden Wachstum.

Schaut euch nur mal z.B. den erwachstumelten Netzgeräteteil-Wust heutzutage für all die vielen elektrischen und elektronischen Geräte in einem Haushalt an. In den 70er Jahren genügte für all das ein Universal-Netzteil und fertig.

Die Überbringer der wahren Werte

@ WM-Kasparov-Fan:
Denn genau dieser sollte eigentlich schon seit Jahrzehnten gemindert werden, damit die Bundesbürger endlich zu den wirklich wichtigen Werten finden!

... die Sie uns dann vorschreiben wollen, oder wie?

Re : Nettie !

Das sind sehr gute Sätze !
Nur leider will ja die Industrie und Wirtschaft, dass immer mehr produziert, gehandelt, verschickt, transportiert, und gekauft wird. Weil nur dann in vielen Bereichen die Gewinnmargen steigen, und etliche noch reicher werden. Dann ist noch die Frage, was ist genug für die Menschen, nur das was sie zum Leben brauchen, oder ist da mehr ????
Und natürlich gibt es riesige Unterschiede der Bedürfnisse, je nach Land, nach Region und vielen einzelnen Menschen. Was aber auch zu sehen ist, ist die rücksichtslose Ausbeutung in etlichen Ländern der Ressourcen, und die jeweilige Bevölkerung hat bis auf ganz wenige Ausnahmen absolut nichts davon, wegen der Gier der Konzerne und vielen korrupten Politikern.
Und leider wird zu oft auch nicht wirklich genau hingeschaut, wie der Abbau vonstatten geht, und was dies für die Menschen, die Natur und die Tiere bedeutet ! Über all dieses Ungemach könnte man einen ganzen Roman schreiben, nur lesen die Verantwortlichen den nicht !

@ Klabautermann 08

... laufende Kredite fürs Auto und Reisen (als man noch ordentlich Verdient hatte), gestiegene Energie- und Verbraucherpreise, eine EZB die durch Minuszinsen Erspartes verbrennt ...

Erspartes? Eben hatten Sie noch Kredite.
Naja, hauptsache, man kann sich beklagen.

21:50 von Sisyphos3

20:51 von WM-Kasparov-Fan

«Ich persönlich bin ja eh schon immer mehr Fan vom Bruttonationalglück (Vorbild Bhutan), als vom Bruttosozialprodukt.

«ohne ihnen jetzt zu nahe treten zu wollen
wissen sie überhaupt wo Bhutan liegt ?»

Hat man schon mal was von "Bruttosozialglück" gehört.
Ist sehr davon auszugehen, dass man auch weiß, wo Bhutan liegt.

@ vriegel

Das böse Erwachen kommt erst noch

Nö, ich bin Optimist.
Und Beamter.

@ vriegel

War es das Wert..?

Nö, aber Corona haben wir uns ja schließlich nicht ausgesucht.

@ vriegel

Es wird Millionen Menschen geben, die dann noch mehr abgehängt werden.

Dann muss man sich eben anstrengen.

Re : vriegel !

Natürlich wäre es gut, wenn nach der Pandemie wieder ein Stück weit eine Erholung eintritt. Nur sollte dies doch sehr genau überlegt, kreativ, innovativ, ökonomisch und ökologisch sein. Und vor allen sollte es deutlich sozialer ausgerichtet sein, damit all die Vergessenen, die nicht Berücksichtigten, wieder eine Chance erhalten, am Leben teil zu nehmen.
Wenn ich lese, dass die Vorstände der Deutschen Bank 50 Millionen an Boni erhalten, es aber zig Tausende gibt, die zwar arbeiten, sich aber kaum eine Wohnung leisten, nicht immer alle Rechnungen zahlen können, den Strom gnadenlos abgestellt kriegen, weil die Stromversorger rücksichtslos und gierig sind, und nur nackte Zahlen lesen, sich Abgeordnete selbst bereichern, und bestimmte Parteien gegen einen deutlich höheren Mindestlohn sind.
Es gibt leider so viel Ungerechtigkeiten, aber die Politik schwafelt nur, die Reichen verkriechen sich in ihren Villen, und wählen immer die gleichen Idioten !

@ werner1955

Auch FFF dürften dankbar fürs Klima sein.

Leiden nicht alle unter dem Klimawandel?

Wozu essen gehen?

Wir waren so lange nicht mehr auswärts essen, dass wir jetzt sicher wissen, dass man darauf auch gut verzichten kann. Und wir haben unwahrscheinlich viele neue Rezepte ausprobiert in der Corona-Zeit.

Gibt es nach Corona deutlich weniger Lokale? Ja, wahrscheinlich. Macht Sinn. Konzentration auf das Wesentliche.

22:01 von draufguckerin

«Zudem hier nur noch wenig produziert wird. Viele der schnelllebigen Produkte kommen aus - na, woher wohl? Richtig. Fängt mit "Ch" an und hört mit "ina" auf.»

"Konsum" ist ja nicht nur das, was man kauft, um dann damit rum zu fahren, zuhause darauf rum zu sitzen, oder es als Stehrümchen in die Wohnung zu stellen, wo es verstaubt, weil kein Mensch so was braucht.

"Konsum" ist auch gehörte Musik auf Konzerten, gehörte Comedy oder was im Theater. Was im Restaurant Gegessenes, mal was im Hotelbett Geschlafenes. Und was beim Friseur Abgeschnittenes.

Für Veranstaltungsgewerbe ist ein ganzes Jahr schon Schicht im Schacht, für Restaurants & Hotellerie nicht ganz durchgängig, aber viele Monate. Diese Art von Konsumausgaben machen viel mehr Prozentsatz am Konsum insgesamt aus, als man es erfasst, wenn Konsum immer nur der Kram sein soll, der aus China kommt.

"Konsum" der spirituellen Art, auf den viel schwieriger zu verzichten ist, als auf noch ein weiteres Stehrümchen ohne Sinn.

Lockdown right

Meine Frau und ich haben alle Regeln des Lockdown immer 1 : 1 berücksichtigt und eingehalten. Ehrensache. Wir wollen schließlich nicht infiziert werden. HomeOffice, Internetbestellungen und, und und. Geht's uns dabei gut? Eindeutig ja. Corona hat uns nichts genommen, sondern gezeigt, was wichtig ist.

@ Schweriner

Da kann man froh sein, das man Rentner ist. Obwohl die wird das auch treffen.

Nein.
Die Rente kann nicht sinken, egal wie sich die Löhne entwickeln.

22:10 von Sisyphos3

«jeder musste aktuell im vergangenen Jahr sein Opfer bringen
der Sommerurlaub der Familie fiel aus
danach der alljährliche meiner Frau im Dezember zu ihren Eltern/Schulfreunden
ja und meiner der auch alljährlich im Januar/Februar geplant ist.»

Solange das Opfer nicht größer war als die Opferug von Urlaub.
Sind das alles Opfer auf Luxusniveau.

Wir konnten auch nicht zu Olympia 2020 nach Tokyo fliegen. Und zu Olympia 2021 höchst wahrscheinlich auch nicht. So es denn überhaupt stattfindet.

Luxusverzicht, den Millionen von Menschen alleine in Deutschland sehr gerne nähmen, wäre in ihrem Leben nur der Verzicht auf Luxus angesagt.

@ Demokratsche...

Es ist ein Zeichen, dass die Bürger beim Online-Handel nicht mitgehen ...

Ich schon. Ich liebe es, online zu kaufen.


... weil sie die Zerstörung der Innenstädte nicht mitgehen.

Ich kaufe praktisch nie in Innenstädten. Das ist mir meist zu teuer und zu umständlich.

22:19 von draufguckerin

Wie viele Menschen kennen Sie denn, dass Sie wissen wie DIE fff ticken und was DIE tun oder nicht tun? Sie gucken vielleicht von außen drauf und können von dort Ihre Urteile pflegen. Die, die ich kenne, sind sehr divers. Kochen selbst, Coffee to go nein, Reisen ja. Aber eher mit Zug oder Auto als mit dem Flugzeug. Kleidung wird aufgetragen. Die, die ich kenne, sind alle zwischen 50 und 70. Es ist also definitiv kein Generationenkonflikt.

@ frosthorn

bei mir ist der Konsum nicht eingebrochen

Bei uns schon. Nicht Notwendiges ist hinten runter gefallen. Unser Kontostand ist sensationell, nie dagewesen, man kann ja kaum was ausgeben.

22:42 von Demokratieschue...

«Und auch das hier wundert mich ebenfalls nicht:

"Auf die Käufe kurzlebiger Gebrauchsgüter - zum Beispiel Bekleidung und Schuhe - hatte die Mehrwertsteuersatzsenkung hingegen keinen durchschlagenden Effekt", teilte das Statistische Bundesamt mit.

weil es verboten ist durch die werte Bundesregierung und ich finde es gut, dass die Gerichte nicht mehr mitgehen. Dazu muss ich nur beim OVG Niedersachsen auf der Homepage bei den Pressemitteilungen lesen.»

Die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuersätze ist Geschichte. Seit dem 01.01.2021 gelten wieder 19% / 7%. Lassen Sie zu diesem Thema das sinnfreie Gelese von Gerichtsurteilen aus der Geschichte viel besser sein, wollen Sie was über aktuelle Gegebenheiten im Land erfahren.

@ Traumfahrer

Es liegt doch nicht nur an der Politik, sondern auch an vielen Menschen, die nicht wirklich vernünftig handeln und agieren

Es macht aber eindeutig mehr Spaß, den Politikern die Schuld zu geben. Siehe Impfung.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: