Kommentare - Chip-Entwicklung: Apple investiert Milliarde in Deutschland

10. März 2021 - 11:23 Uhr

Schon heute ist München Apples größtes Entwicklungszentrum in Europa. Nun will der US-Konzern seinen Standort in Bayern zum europäischen Zentrum für Chip-Design ausbauen und noch mehr Geld in Deutschland investieren.

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Kommentare

Alles, was die gesamte Gesellschaft weiterbringt, ist eine

gute Investition. Bleibt zu hoffen, dass das auf diese zutrifft.

„Apple hatte früher für seine Produkte wie iPhone, iPad und Mac vor allem Chips von Herstellern wie Qualcomm und Intel bezogen. Das Unternehmen verfolgt aber seit Jahren einen Masterplan, die wichtigsten Halbleiter selbst zu entwerfen“

Autonomie („Unabhängigkeit“) ist immer von Vorteil. Allerdings nur, wenn sie auf offener Zusammenarbeit mit anderen beruht und nicht Machtinteressen bzw. dazu dienen soll, andere auszuschließen.

„Konzernchef Tim Cook sagte, er sei gespannt darauf, was die Ingenieurteams in München entdecken - von der Erforschung neuer Möglichkeiten in der 5G-Technologie bis hin zu einer neuen Generation von Technologien, die noch mehr Leistung, Geschwindigkeit und Konnektivität ermöglichen würden“

Da bin ich auch gespannt drauf. Und darauf, ob es „möglich“ sein wird, dass überall auf der Welt alle Bürger ungeachtet ihrer politischen bzw. wirtschaftlichen Verhältnisse von diesen Entdeckungen profitieren.

Wirtschaftsstandort Deutschland international gefragt

Der Wirtschaftsstandort Deutschland hat noch immer einen hohen internationalen Stellenwert. Die rasche Entwicklung des Biontech-Impfstoffs (noch dazu von einem Unternehmer mit Migrationshintergrund), die große Zahl an Patentanmeldungen und die vielen Hidden-Champions, die sich als Weltmarktführer etabliert haben, zeigen die nach wie vor hohe Innovationskraft unseres Landes. Vieles spricht dafür, dass Deutschland gestärkt aus der Pandemie hervorgehen könnte, wenn nun in Sachen Impfungen endlich durchgestartet wird.

Erfreuliche Entwicklung

Es ist eine positive Entwicklung, dass international agierende Unternehmen auf den Standort Deutschland setzen.
Schön für Bayern, dass Apple dort in den nächsten drei Jahren ca. eine Mrd. € investieren will.

Noch schöner finde ich allerdings, die Entwicklung im sächsischen "Silicon Saxony", dem wichtigsten Standort der deutschen Chipindustrie.
Gleich drei Große aus der Branche kündigten dieser Tage Investitionen im Chip-Bereich an: Global Foundries, Bosch und Infineon.
Natürlich deutlich mehr Investment als von Apple.
Besonders freut es mich, dass auch zwei deutsche Unternehmen auf weitere Produktion in D setzt.

Gruß, Wolfgang

Immer wieder München

Es ist schon erstaunlich. Da fällt die Standortwahl immer wieder auf den Ort in Deutschland, in dem die Immobilienpreise am höchsten sind, die höchsten Gehälter gezahlt werden und es die meisten Feiertage gibt. Scheint alles nicht so wichtig zu sein im Vergleich zu den Standortvorteilen (was immer das ist). Microsoft, Google, Apple, Amazon und viele DAX-Konzerne.

Irgendwas macht München richtig. Leider wird es dadurch immer noch voller und noch teurer, da die Konzerne anscheinend jeden Preis bezahlen und die gut bezahlten Angestellten sich das Leben dort leisten können. Irgendwer muss die Wohnungen für 10000€ und mehr pro qm ja kaufen oder für >20€ pro qm mieten. Ist alles immer schnell weg. Schwierig für den Rest.

Seltsam

Ausgerechnet die High Tec Firmen aus Hightec USA suchen Standorte in "LOW TEC DE"!
Warum das so ist?
Wer kann das schon Wissen!?
Ist es wegen der Qualitätsabreit?
Der doch nicht so schlimmen High Tec Landschaft, Tesla hat immerhin mehrere Komponenten aus DE im US Trabi verbaut ohne die der Tesla nicht Fahren würde.
Man kann nur Raten!!!

@Adeo um 12:04

Ja, DE hat eine hohe Innovationskraft. Man muss weiter einen hohen Bildungsstand sicherstellen, indem z. B. Schulen bessere IT-Strukturen bekommen und dies auch von Fachlehrkräften unterrichtet wird (natürlich nicht nur IT, auch die anderen wichtigen Fächer, die nichts mit Technik zu tun haben). Auch die Hochschulen müssen weiterhin ihren hervorragenden, weltweit angesehenen Stand halten bzw. ausbauen, um dann die deutschen Firmen mit sehr gut ausgebildeten jungen Menschen unterstützen zu können. Natürlich gehört sehr gute Aus- und Weiterbildung in den Firmen auch dazu.
Da kann man nur hoffen, dass die künftige Bundesregierung, also ab Ende September 2021, auch dies im Blick hat.

Da ist ein Haken drin. Ein

Da ist ein Haken drin. Ein Haar in der Suppe. Irgendwas.

Apple geht nicht freiwillig in ein Land, wo zwar die Löhne kaum über mindestniveau liegen, dafür aber Steuern, Abgaben und Vorschriften weltführer bedeuten.
Sie werden eventuelle Gewinne gewiss mit horrenden Franchise Gebühren verrechnen und natürlich EU Subventionen einstreichen. Ikea, Starbucks, etc lassen grüßen. Unterm Strich super für Apple. Die besten Arbeiter der Welt, zu minimalste Kosten.
Sonst würde Musk/Tesla auch nicht kommen.

Investition und Innovation?

Eine Mrd investiert, mehrere Mrd Steuern hinterzogen. In Sachen Eigeninnovation war Apple nie gross. Sie kaufen Technologie ein. Instegsammt fürt Apples Marktdominanz und ihre (von der EU als kriminell eingestuften) Verkaufsmethoden im Appstore (Apple 30 % Steuern für nichts) eher zu einer Innovation Minderung.

Und das nicht nur wegen der Corona-Pandemie

Während Apple & Co. die Industrierevolution 4.0 vorantreiben und so immer mehr Arbeitsplätze wegrationalisieren, trotteln hierzu konträr die ewig Gestrigen von der Bundesregierung noch mit ihrer AGENDA 2010 aus dem vorigen Jahrhundert herum, anstatt mal in der Realität des 21. Jhd. anzukommen und ein Bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen, ohne dem die Industrierevolution 4.0 zum Scheitern verurteilt ist und auch eine soziale Marktwirtschaft nicht funktioniert.

@Alles, was die gesamte Gesellschaft weiterbringt, 11:47 Nettie

"ist eine gute Investition."

Allerdings ist leider die komplementäre Frage momentan wichtiger, nämlich ob auch:
'Alles, was eine gute Investition für Apple ist,
auch unsere gesamte Gesellschaft weiterbringt'
www.tagesschau.de/wirtschaft/clubhouse-audio-app-deutschland-datenschut…
kurz: https://is.gd/MljYID

Und das gilt ebenso für andere Multis.

Apple bringt nämlich der ungefragte Zugriff auf Kontaktlisten - auch Fremder - mehr,
als dem 'freiwilligen" Spender äh Nutzer.

USA in "LOW TEC DE"?

um 12:32 von MotoFan
Seltsam
Ausgerechnet die High Tec Firmen aus Hightec USA suchen Standorte in "LOW TEC DE"!
Warum das so ist?
________
Einige Erklärungsversuche:
- Die Regierung des Freistaates fördert bewusst die Ansiedlung von Firmen aus dem Bereich neuer Technologien, incl. Elektronikindustrie;
- Schon zu DDR-Zeiten war Dresden das ostdeutsche Zentrum der Mikroelektronik; Stamm von guten Ingenieuren und Technikern seitdem vorhanden und weiter qualifiziert;
- TU Dresden mit Schwerpunkt Naturwissenschaften, Elektrotechnik etc., seit jeher mit internationalem Ansehen - nicht erst seit 1990;
- "Nachwuchsschmiede" u.a. im Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium", naturwissenschaftliche Schwerpunkte, seit 60er Jahre Spezialschule für Elektronik und Elektrotechnik, Mathe- und Physiklehrpläne ab 9. Klasse nach Vorgaben TU Dresden ...
- Dresden ist eine der schönsten Städte Deutschlands, mit toller Umgebung :-)

Gruß, Wolfgang

@artist22, 13:03

"@Alles, was die gesamte Gesellschaft weiterbringt, 11:47 Nettie

"ist eine gute Investition."

Allerdings ist leider die komplementäre Frage momentan wichtiger, nämlich ob auch:
'Alles, was eine gute Investition für Apple ist,
auch unsere gesamte Gesellschaft weiterbringt'"

Das sollte in beiden Fällen dasselbe sein. Sollte. Und genau das, was das verhindert, muss weg: Die Möglichkeit, mit der "Überwachung" und Manipulation anderer Geld zu machen (danke übrigens für den Link!).

Eine Milliarde in drei Jahren...

...ist als Investition schon nicht schlecht. Noch besser wäre natürlich, Apple würde in Deutschland vernünftig Steuern bezahlen. Nach allem, was in den letzten Jahren so zu lesen war, dürfte dadurch vermutlich das Zehnfache zusammenkommen. Und man sollte nicht vergessen, dass solche Investitionen oftmals an Subventionen gekoppelt sind, und sei's auch nur, dass den Unternehmen auf Staatskosten Strasse, Wasser- und Stromleitungen und sonstige Infrastruktur umsonst bis vor die Haustür geliefert wird. Was manchmal mehr kostet als die eigentliche Investition.

Man sollte sich unbedingt

Man sollte sich unbedingt noch einmal klar darüber werden, was man sich mit Apple hier auflastet. Wenn man das bisherige Verhalten betrachtet, wo Apple über total unfaire Verträge und Absprachen keine Steurn gezahlt hat und außerdem die Angestellten immer wieder mit teils kriminell zu nennenden Arbeitsverträgen ausnutzt, muss man hier damit rechnen, dass Apple sich bestimmt ohne viel Rücksicht sich weiterhin solche Wege suchen und gehen wird. Alleine schon auf Grund der gigantischen Finanzmöglichkeiten, ist Apple auf jeden Fall ein Gegenpart zu unserer demokratisch angelegten Regierungs- und Verwaltungsformen. Ich glaube, dass Apple mit den paar Arbeitsplätzen sich hier vor allem Zutritt zu Politik und Wirtschaft schaffen will. Equo ne credite!

Was ist Innovation?

Mit dem Innovation Schlagwort schmückt sich Apple gerne, aber: Vom "Apple paper white" (80er),einem flimmernden Etwas, der kam, nachdem uns die Psychophysik erklärte das grüne Schrift auf schwarzem Grund das Optimum für Langzeit Exposition am Bildschirm ist.Über die von Xerox geklauten Maus. Dem OSX(ein FreeBSD,keine Eigenentwicklung). Bis zum Wegwerf-Smartphone mit Splitter Glass(geklaut von LG Prada). Oder dem Computer ohne Schraube, damit man nicht reinschaut und was lernt. Wir haben Apple eine Generation an Jüngern zu verdanken, die denken Design sei das wichtigste Merkmal eines PCs. Das MacBook wurde von iFixit zm schlechtest zu reparierenden Notebook gekürt und zwar by-design. Auch der neuste Clue mit dem "eigenen Prozessor", der ein ARM A14 chip vom größten Chiphersteller ist (ja größer als Intel). Mit Innovation hat das was Apple tut m.E. nicht so viel zu tun. Wer IT Bildung möchte sollte an Schulen die Bricks von TinkerForge oder Rechner von Tuxedo hinstellen.

@tettigonia

>>Mit Innovation hat das was Apple tut m.E. nicht so viel zu tun. Wer IT Bildung möchte sollte an Schulen die Bricks von TinkerForge oder Rechner von Tuxedo hinstellen.<<

Doch doch au seine Weise ist Apple sehr innovativ, kein Unternehmen investiert so viel Geld in die Erforschung und Verbesserung der geplanten Obsoleszenz wie Apple.

Dieser Trend ist mMn das Schlimmste was Apple ausgelöst hat, alle Elektronikprodukte halten mittlerweile gefühlt nur noch 15 Minuten Länger als die Garantiezeit dauert...

Wohnungsnot und Wirtschaftswachstum

Für die Mehrheit der Münchner Bevölkerung bedeutet das erstmal nur einkommensstarke Konkurrenz am ohnehin überhitzten Wohnungsmarkt. Apple wird sich um diese Mehrheit wohl genauso wenig kümmern wie die Stadt, die mögliche zusätzliche Steuereinnahmen vorzugsweise in immer dysfunktionalere und teurere Straßenbauprojekte stecken wird, um den chronischen Verkehrsinfarkt noch ein paar Jahre weiter verschleppen zu können. München wächst sich kaputt.

Muss es denn wirklich unbedingt München sein?

Ja klar hat Apple hier eine lange Tradition. Nicht erst seit heute, die waren auch schon im vorigen Jahrtausend da.
Sie werden es sich überlegt haben, kein Zweifel. Nichtsdestoweniger ...

Wenn es ein attraktiver Standort mit naturnahen Erholungsmöglichkeiten und zugleich einem großen Kulturangebot sein soll, kommen schon noch ein paar Standorte in Frage. Spontan fällt mir Erfurt ein, aber das ist jetzt wirklich nur eine von vielen Möglichkeiten.

Nicht heute, auch nicht morgen, aber übermorgen wird München das Schicksal ereilen, das gerade über das Siicon Valley rollt. Die Stadt wird unattraktiv, weil sich all die dienstbaren Geister, die eine Stadt am Leben halten, sich eben das Leben in dieser Stadt nicht mehr leisten können.

Indirekt wird es dann auch für Gutverdiener ungemütlich.

@MotoFan

Ja danke.
Dresden wäre m.E. auch eine nette Alternative zu München.

Richtig

Die Investitionen in Deutschland sind gut und richtig.

Hier in Deutschland kaufen ihre "Jünger" ja auch Ihre überteuerten Handys

Datenzugriff - um 13:03 von artist22

Sie verstehen hier was falsch.
Nicht Apple hat hier Zugriff, sondern Clubhouse.
Und das Menschen so blöd sind, wie schon bei WhatsApp, FaceBook etc, ihre Daten zur kommerziellen Auswertung zur Verfügung zu stellen, kann man in den Fall nicht Apple anlasten.
Höchstens, dass sie eine solche App überhaupt zulassen.

Was ist Innovation? - um 14:44 von tettigonia

Sie bringen da einige Dinge durcheinander, oder erzählen sie nur halb.
Ist aber nicht weiter schlimm. Wenn man Apple nicht mag, dann mag man Apple eben nicht.
Vor langer Zeit hab' ich mich mal mit Steve Jobs in der Cafeteria unterhalten, über NextStep (dem Vorläufer von OS X), Darwin und im Vergleich zu IRIX und wir sind auch nicht gut klargekommen ;-)

Der M1 Chip ist zwar auch basierend auf (Acorn RISC Machines), aber wie für alle "Verwerter" stellt ARM nur die Technologie.

Aber vollkommen richtig ist: IT Bildung hat nichts mit benutzter Hard- oder Software zu tun.

Immer wieder München - um 12:27 von dr.bashir

Das ist wie beim alten Sprichwort "Der Teufel sch... immer auf den grössten Haufen".

Schon Anfang der 80er setzten die Münchner auf Medien- und HighTech-Unternehmen auf der Grünen Wiese vor den Toren der Stadt.

Damit wurde das Jobangebot berufsspezifisch erhöht. Mal ganz simpel am Beispiel eines Was-Auch-Immer Ingenieurs: ich bin Ingenieur, in meiner Firma bin ich unzufrieden mit dem Gehalt, da gäbe es um mich herum aber 20 Firmen, die das beheben könnten, also der nächste Job da. Da könnten wir dann ja auch ein Häuschen kaufen.
Für Unternehmer: hier gibt's so viele Ingenieure, da haben wir immer Auswahl, da muss man nicht mal was besonderes bieten um die anzulocken.

Leider bleiben dann die "Normalos" auf der Strecke.

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