Ihre Meinung zu: Corona-Beschlüsse: Von "kontrollierter Sicherheit" bis "Irrgarten"

4. März 2021 - 11:53 Uhr

Der Exit vom Lockdown soll nun in kleinen Schritten erfolgen. Doch der Gegenwind für die Beschlüsse ist heftig. Kritiker bemängeln vor allem die Test-Strategie und sprechen von einem Wirrwarr an Regeln.

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Kommentare

Ich habe mir

die Beschlüsse der Regeln mehrmals durchgelesen.Das ist ja super kompliziert, oder ich bin zu blöde das alles zu verstehen. Das wird nichts.

@07:43 von Skywalker (vorheriges Thema)

@07:43 von Skywalker

"... Die Notbremse von 100 wird zwangsläufig zur Wirkung kommen ... "

Wohl war.

Und zwar zuerst in den grenznahen Gebieten, wo berufliche Grenzpenderinnen/er faktisch ungetestet weiter hin und her fahren, und ggf. Kolleginnen/en in den Unternehmen infizieren.
Die Kolleginnen/en infizieren dann Menschen ggf. im ÖPNV oder zu Hause die Fam.-Mitglieder ( ... usw.).

Es bleibt erst mal Alles beim alten.
Die Menschen infizieren sich weiterhin in "gebremster" Form untereinander, so wie es seit dem Tag als der Corona_Aschermittwoch_2020 kam, eh schon war. Ein Stopp-Strategie ist bisweilen nicht erkennbar (Ausser: 0-Covid-Strategie, die aber nicht umsetzbar ist).

Schulöffnungen

Vor zwei Wochen wurden Schulen wieder (teilweise) geöffnet. Seit einer Woche verzeichnen wir wieder Infektionsanstiege, den Beginn einer exponentiell steigenden Inzidenzzahl. Hängt doch irgendwie zusammen, oder?
Also bitte die Schulen wieder schließen. Was wäre, wenn wir das aktuelle Schuljahr für alle einfach ausfielen ließen?

Grüße, Kurt

Warum genau lockern wir

Warum genau lockern wir jetzt?
Vielleicht sehe ich das gerade falsch aber habn wir nicht 2020 noch bei der Hälfte der Neuinfektionen alles Dicht gemacht und sind in den komplett Lockdown gegangen ?

Zwei Schritte vor und drei zurück

"Von der Nachfrage und den Preisen macht es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) abhängig, ob und wie viel der Bund subventioniert. "Für mich macht es einen Unterschied, ob ein Test zwei Euro oder zehn Euro kostet", sagte er. Entsprechend müsse man auch die Frage nach der Bezuschussung besprechen, und ob die Tests auch für jedermann kostenfrei sein sollten. "Kostenlos ist nichts - einer zahlt immer.""
.
Hat diese Ankündigungsminister nicht vor kurzem verkündet, dass die Tests in einem gewissen Umfang kostenlos oder zu einer Selbstbeteiligung von 1 € ab 1. März abgegeben werden sollen? Jetzt sind diese Selbsttest ab übermorgen für 5-10 € je Stück zu haben. Warum hat der Minister eigentlich noch über 50 % Zustimmung in der Bevölkerung? Solche Tests werden seit einem Jahr höchst erfolgreich beispielsweise in Korea eingesetzt, wir hätten uns mit diesen Tests die 2. Welle komplett sparen können, wir hätten die Tests nur zulassen müssen. Erprobt und zuverlässig waren sie ja bereits.

Verstehe ich nicht

Hausärzte sollen in die Impfkampagne eingebunden werden, um die Zahl der täglichen Impfungen auf 200.000 hochzuschrauben.

Hausärzte einbinden ist prinzipiell gut. Aber 200000 Impfungen pro Tag ist erstens das, was gestern und heute bereits mit den gebremst arbeitenden Impfzentren geschafft wurde und zweitens viel zu wenig, um "bis zum Ende des Sommers jedem ein Impfangebot zu machen".

200000 Impfungen x 200 Tage bis zum 22.09. macht 40 Mio. Impfungen oder eben 20 Mio. vollständig Geimpfte. Das ist noch lange nicht "jeder".

Die Zahl ist wohl zu niedrig kalkuliert.

Kritik wegen fehlender Schnelltests (mind. 2/Woche)

Man liest in dem Beitrag, dass auch namhafte Politiker (z. B. Habeck) die unzureichenden Schnelltests stark kritisieren: Nur 1 T. pro Woche - viel zu wenig!

Diese wären ein Mittel, um Lockerungen sinnvoll zu unterstützen - gerade jetzt, wo bei uns die Mutante aus Großbritannien sich so deutlich vermehrt.
Wie deutlich kann man nicht mal sicher sagen, weil in Deutschland gegenüber Dezember um ein Drittel weniger getestet wird und so die Dunkelziffer wieder ansteigt.

Auch dass es noch Wochen dauern kann, bis die Schnelltests dann auch eingesetzt werden, lese ich in dem Bericht!
Das ist unfassbar, zumal Spahn doch Schnelltests für alle bereits zum 1. März einführen wollte.
Wollte Spahn diese Schnelltests für alle denn "herbeizaubern"? Gibt es davon wirklich noch sooo wenige? Wenn ja, kann unsere Regierung nicht rechnen? Die Zahl der Bürger ist doch bekannt ... oder etwa nicht?

Mir kommen immer mehr Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser digitalen Treffen mit den Min. Präsidenten.

Von "kontrollierter Sicherheit" bis "Irrgarten"

"Kontrollierte Sicherheit"? Von wem kontrolliert, und vor allem: wo??

Wie wäre es mal damit, vom Verordnen und Kontrollieren abzulassen und sich aufs Ermöglichen zu verlegen? Genauer: Geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit den Bürgern per Internet übersichtlich zusammengestellte Ad-hoc-Informationen zum Infektionsgeschehen inklusive dessen jeweiligen lokalen aktuellen "Treibern" zur Verfügung gestellt werden können?
So dass die selbst über die in der jeweiligen Situation angebrachten Vorgehensweisen entscheiden können?
Daran, den Lockdown schnellstmöglich beenden zu können, ohne sich und andere unnötig zu gefährden und das Gesundheits- und Sozialsystem zu überlasten, haben die (die Bürger) nämlich selbst das größte Interesse. Und sicher in ihrer Gesamtheit bessere Ideen dazu, wie das gehen könnte als eine Handvoll "konkurrierender" Politiker.

"Hausärzte sollen in die Impfkampagne eingebunden werden, um die Zahl der täglichen Impfungen auf 200.000 hochzuschrauben"

Warum erst jetzt??

konfuser LockDownAusstiegsplan JA, Strategie NEIN

Was die Bundesregierung, die MPs, u. d. sonst. Verantwortlichen hier als einen tollen Plan f. d. ges. Volk verkaufen wollen, ist im Prinzip nichts.

Was völlig fehlt ist die garantierte Zusage, dass Schnell-Tests und auch Selbst-Schnell-Test als "Ausweis" oder als "Zutrittsbefugnis" - strikte - Voraussetzung ist.

Offensichtlich fehlt es noch an dem Beschaffungsplan, dass überall in D. und flächendeckend diese Tests - kostenlos - zur Verfügung stehen.

Das die Verantwortlichen hier gerne die Verantwortung u.a. auf die Arztpraxen abschieben wollen, ist aus Sicht des "Schnell-Test-Desasters" nur all zu gut verständlich.
Gleichwohl haben die ohnehin gut ausgelasteten Arztpraxen Wichtigeres zu tun, als eine Schnell-Test-Aktion zu unterstützen.

Und wenn denn so viele Menschen getestet werden :
Wohin dann mit den Infizierten ?
Zurück nach Hause in die Fam. zum Infizieren der Fam.-Mitglieder ?
Hierzu wurde auch nichts bekannt ...

Kontrollierte Sicherheit?

Da kann man wirklich nur Lachen.

Auf Spielplätzen treffen sich bei schönem Wetter ganze Familien ohne Maske und ohne Abstand. In den Supermärkten sind häufig auch ganze Familien anzutreffen obwohl ein Familienmitglied mit Plan ausreichend wäre.

Zur Erinnerung:
Während des Lockdowns der 1. Welle gab es bei den Supermärkten "Türsteher" die nur eine Person/Familie einließ, und das nur mit Einkaufswagen.

Kontrolliert wird hier im Augenblick eher NICHTS außer vielleicht die Verkehrsregeln.
Die Einhaltung der Corona-Regeln werden hier jedenfalls nicht kontrolliert.

Also kann es auch keine kontrollierte Sicherheit geben.

dr.bashir - 08:49 (Vorgängerthread)

"Eine 7-Tage-Inzidenz von 50 war vor einem halben Jahr noch das Signal für strenge Maßnahmen, jetzt ist das die Grenze für Lockerungen und die "Rückkehr zur Normalität"."
Das nennt man "Lernen, mit dem Virus zu leben." Eine Erkenntnis, zu der nach über einem Jahr auch die Regierungen des Bundes und der Länder gekommen sind.

Halbherzige Beschlüsse

In diese Beschlüsse kann nahezu alles hineininterpretiert werden. Zudem besteht die Gefahr, dass auf die Mutanten zu spät reagiert wird. Viele werden sie als Signale verstehen, die notwendigen Maßnahmen nicht mehr ernst zu nehmen.
Was von Nöten wäre, ist eine weitgehende Senkung der Inzidenz. Von Virologen und Epidemiologen wird das bestätigt. Prof.Scholz von der MHH Hanover hat nur insofern Bedenken, dass dazu ein mehrmotiger Lockdown erforderlich wäre. Diese Bedenken sind unberechtigt. In Portugel hat es nur etwa einen Monat gedauert, um die Inzidenz unter unsere zu senken. Diese Dauer wird dabei auch durch den sehr hohen Wert zu Beginn gegeben und zusätzlich haben wir die Möglichkeit die Wirkung von Tests auszunützen.
Es wäre also jetzt die Zeit zu handeln, statt eher halbherzige Lockerungen auszuprobieren.
Mit diesen Beschlüssen werden die alten Fehler erneut gemacht.

Unter 50

Die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde vom 3. März sehen vor, dass der Einzelhandel in Regionen und Ländern mit einer Inzidenz von unter 50 eröffnet werden kann.

So sieht die 7-Tages-Inzidenz in den 16 Bundesländern aus:
Schleswig-Holstein: 47,7
Rheinland-Pfalz: 48,6
Baden-Württemberg: 54,4
Niedersachsen: 58,9
Berlin: 61,8
Nordrhein-Westfalen: 62,8
Brandenburg: 64,3
Saarland: 66,1
Hamburg: 67,8
Bayern: 68,0
Hessen: 68,0
Mecklenburg-Vorpommern: 70,3
Bremen: 75,7
Sachsen: 77,2
Sachsen-Anhalt: 84,9
Thüringen: 127,5
(Stand 4. März, Quelle: RKI-Dashboard)

Viel Schnell-Testen folgt schnell Inzidenzwert mehr als 100

Wie im Artikel zu lesen ist, soll eine "Notbremse" eingebaut werden.

Diese Notbremse tritt schneller in Kraft, als Gedacht.
Grund:
Wenn viel Schnell-Getestet wird, werden auch viel mehr positive Fälle bekannt werden.
Diese positiven Fälle müssen sicherlich zur Sicherheit mit einem PCR-Test nach geprüft werden. Das ist insb. dann der Fall, wenn Selbst-Schnell-Tests zur Anwendung kommen.
Die Folge:
Der Inzidenzwert steigt durch die Decke.
Ein starker Anstieg ist zu verzeichnen.
Und Alles muss wieder ganz schnell zu und dicht gemacht werden.

Was soll das ?

Was dabei gut wäre - wenn genügend Schnell-Tests und Selbst-Schnell-Tests zur Verfügung stünden - dass dann die Infizierten die keine Symptome zeigen oder nur sehr leichten Symptomen haben, auffallen würden.
Aber wohin mit diesen Infizierten ?

Diese "Beschlüsse" sind keine Öffnung sondern Fake!

Diese "Beschlüsse" sind keine Öffnung sondern Fake und Augenwischerei. Und wer braucht diese Massentests??
Richtige Antwort: niemand!

Richtig ist: Impfen mit Biontech/Moderna/Curevac/Johnson&Johnson zu beschleunigen über die Hausärzte inklusive vollständiger Aufhebung dieser falschen und bremsenden Priorisierung! Diese Priorisierung muss vollständig weg! Und der Schritt 5 ist abzulehnen weil er ruinös ist und keine Optionen auf Anhebung der Auslastungen enthält
Nochdazu enthalten diese Schritte keinerlei vollständige Aufhebung der Corona-Regeln. Aber das muss genauso gemacht werden und dazu muss ein endgültiges Enddatum gesetzt werden.

nach einem Jahr Ansätze planvollen Handelns

Es gibt erstmals so komplexe Überlegungen wie nach Schnelltest und mit Anmeldung darf man - bei entsprechenden Inzidenzwerten - ein Museum besuchen. Mühsam, aber ein Fortschritt. Das frühere Versprechen des Ankündigungsministers 2 Schnelltest die Woche umsonst für Alle zum 1.März war von keiner Überlegung zu Sinn und Zweck oder Organisation, Beschaffung und Ausführung getrübt. Hauptsache gut dastehen....

Wo ist die Strategie gg. die Pleite-Welle

Aus dem Strategie-Papier der Bundesregierung, d. MPs, u. d. sonst. Verantwortlichen wird nicht deutlich wie die Rettung vor der drohenden Pleite z.B. der Gastronomie, der Restaurants, der Hotels, das Veranstaltungsgewerbe (Theater, Konzerte, usw.) , usw. , nun gesichert sein soll.

Ein Öffnen der Bereiche ist erst mal nicht in Sicht. Das ist unverständlich.
Gerade bei schönem warmen sonnigen Wetter wäre es gut, wenn die Außenbereiche v. Gaststätten, Restaurants, Cafes, Konditoreien, Bäckereien, usw. , geöffnet werden könnten.

Es ist somit nur noch eine Frage der Zeit, wann Gaststätten, Restaurants, Hotels u. Pensionen, usw., für immer dicht und zu machen werden.
Viele Unternehmerinnen/er werden aus Frust die Geschäftsschließung für immer in Erwägung ziehen.

50% britische Mutante

Keine Besprechung von veränderter Impfstrategie, wie Experten empfehlen (weniger Rückstellung für 2. Impfung, Ausnutzen der maximalen Zeitspanne zwischen den Impfungen...)

Länder bereits jetzt überfordert bei geringer Liefermenge. Wieviel AZ liegt aktuell herum?

Was ist aus den Bund-Länder-Beschlüssen geworden? Sormas Einführung in den GA bis Ende Februar? Den beschleunigten Informationsaustausch werden wir brauchen.Eigentlich ein Wunder, dass die Zahlen nicht hier sind, angesichts der rasanten Verbreitung der Mutante.

@Jeff W

überlegen sie einmal, wie lange der Lock Down schon anhält und durch welche Mittel die Branchen finanziert werden, die 100% Verdienstausfall haben. Und dann überlegen sie einmal, wo diese Mittel her kommen.
Sie werden schnell feststellen, dass Dtld. sich eine Weiterführung des Lock Down nicht leisten kann.
Daher sind die Beschlüsse aus meiner Sicht viel zu wenig und zu vorsichtig.

@ schiebaer45 um 11.01 Uhr, ist nicht kompliziert

Die Regeln gelten nicht alle auf einmal, sondern je nach Inzidenz.
Wenn man weiß, wie hoch der Wert ist, weiß man auch, was aktuell gilt.

Aber wahrscheinlich werden sich die Länderchefs sowieso wieder darüber hinwegsetzen, weil sie meinen, es besser wissen. Dann wird es kompliziert.

Am besten ist man immer vorsichtiger als vorgeschrieben, dann liegt man richtig.

Die Richtung stimmt...!

Natürlich mögen die Regelungen komplex sein, aber die Corona-Problematik ist dies auch. Ich finde, dass die Politik eine vernünftige Balance zwischen Gesundheitsschutz der Bürger und den Wirtschafts- und Individualinteressen gefunden hat. Entscheidend wird sein, dass die AHAL-Regeln auch weiterhin konsequent eingehalten werden (auch und gerade wegen der Lockerungen) und dass nun rasch "durchgeimpft" wird. Dafür müssen alle Ressourcen genutzt werden. Die Sicherheitsmechanismen im Rahmen der beschlossenen Lockerungen sind außerordentlich wichtig, denn sie zeigen uns, dass wir verantwortungsvoll mit dem gewonnenen Stück Freiheit umgehen müssen.

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