Proteste in Myanmar: Wut gegen die Militärjunta

Kommentare

wenn man als Tourist mit dem Bus das Land besucht
lernt man freundliche und stolze Menschen kennen
Kein duckmäuserisches Verhalten wie in z.b. in Indien.
Um so mehr wundert, dass die ihr Militär nicht in die Schranken weisen

Ich kann mir kaum was schlimmeres vorstellen ,las in einer Militärdiktatur oder Unrechtsstaat leben zu müssen .
Die Weltgemeinschaft zumindest alle Demokratien müssten kollektiv handeln um diese widerlichen Diktatoren in die Schranken zu weisen.
Sanktionen über Sanktionen . Aber ich glaube da kann ich lange warten . Gegen jede Repression gegen jede Diktatur.

Die Machthaber besitzen Waffen , Eine Revolution durch das Volk ist kaum noch möglich .Belarus spricht da eine deutliche Sprache . In einer aufgeklärten Zeit wie unserer ist es
besonders verachtenswert das so viele zuschauen, und ohne jede Skrupel Geschäfte mit solchen Staaten weitermachen . Ich verstehe die Gleichgültigkeit des Westens nicht . Was diesen ganzen Themenkomplex angeht .

"Um so mehr wundert, dass die ihr Militär nicht in die Schranken weisen."

Was mich eher verwundert: was geht eigentlich in den Köpfen von Militärangehörigen und Polizeikräften vor, dass diese mitunter brutal gegen die eigenen Brüder und Schwestern, Väter und Mütter und mitunter sogar Großeltern vorgehen.

Wenn ich mir vorstelle, mir würde jemand den Befehl geben, auf die Menge zu schießen, wo (theoretisch) die eigene Familie mitläuft, würde ich diesen Befehl sofort und ohne second thoughts verweigern. Selbst wenn auf mich aus der Menge geschossen würde, würde ich erst dann auf Befehl schießen, wenn ich klar erkennen könnte, wer da auf mich oder meine Kameraden geschossen hätte. Aber einfach so in die Menge rein, irgendwen wird's schon treffen...? Never!

>>Am 21. Februar 2021 um 16:25 von Sisyphos3
schwer vorzustellen die Zustände dort
wenn man als Tourist mit dem Bus das Land besucht
lernt man freundliche und stolze Menschen kennen
Kein duckmäuserisches Verhalten wie in z.b. in Indien.
Um so mehr wundert, dass die ihr Militär nicht in die Schranken weisen<<

Wie stellen Sie es sich denn vor, wie die Bürger eines Landes, wobei hier "Untertanen" besser passt, das Militär in die Schranken weisen könnten? Wer allein schon demonstriert, tut dies ja unter Lebensgefahr.

>>@ Sisyphos3
"Um so mehr wundert, dass die ihr Militär nicht in die Schranken weisen."

Was mich eher verwundert: was geht eigentlich in den Köpfen von Militärangehörigen und Polizeikräften vor, dass diese mitunter brutal gegen die eigenen Brüder und Schwestern, Väter und Mütter und mitunter sogar Großeltern vorgehen.

Wenn ich mir vorstelle, mir würde jemand den Befehl geben, auf die Menge zu schießen, wo (theoretisch) die eigene Familie mitläuft, würde ich diesen Befehl sofort und ohne second thoughts verweigern. Selbst wenn auf mich aus der Menge geschossen würde, würde ich erst dann auf Befehl schießen, wenn ich klar erkennen könnte, wer da auf mich oder meine Kameraden geschossen hätte. Aber einfach so in die Menge rein, irgendwen wird's schon treffen...? Never!<<

Ich glaube, daß Sie es sich gar nicht vorstellen können, Soldat in der Armee einer Militärdiktatur zu sein.

Die Geschichte ist voller Beispiele dafür, daß Armeen problemlos gegen das "eigene Volk" eingesetzt wurden.

Vor etwas mehr als 50 Jahren hat Deutschland mit Waffen - und Geldlieferungen noch den Militärputsch in Indonesien direkt unterstützt und befeuert.
Dank des alten Nazis und Staatssekretärs im Verteidigungsministerium Carl Carstens, der später Bundespräsident wurde.
Solche Unterstützung befördert die Karriere in Deutschland.
Heute verrichtet Deutschland überall auf der Welt Geschäfte mit Diktaturen und Diktatoren.
Nach wie vor auch mit Waffenlieferungen und finanzieller Hilfe. Gleich vor den Toren der EU mit der Ukraine und der Türkei.
Myanmar ist da auch nur ein kleiner Fisch.

"Die Machthaber besitzen Waffen , Eine Revolution durch das Volk ist kaum noch möglich ."

Das war aber schon immer so! Und trotzdem haben sich in der Vergangenheit immer wieder Menschen erhoben und meist doch eine Veränderung bewirkt.... against all odds!

Und ich habe ehrlich gesagt schon ein Problem damit, dass (angeblich) eine Million Menschen nicht in der Lage sein sollen, an die 2.000 Militärs zu überwältigen. Dann scheint auf Seiten dieser "Million" der Leidensdruck noch nicht hoch genug.

Tatsächlich: die Opferbereitschaft hat in unserer auf den Konsum ausgerichteten Welt deutlich abgenommen im Vergleich zu früher. Grund: Man hat - Konsum sei dank! - heute durchaus was zu verlieren, während früher die Menschen nichts hatten und demnach nichts verlieren konnten, außer ein Leben in Elend, warum die Opferbereitschaft früher um ein Vielfaches höher lag als heute. Aber mit fehlender Opferbereitschaft ist keine Revolution zu gewinnen! Das ist nunmal so...

@17:05 von RoyalTramp
... wenn man die Brüder und Schwestern etwas weiter fasst. Und die Befehlsverweigerung bedeutet evtl. den eigenen Tod. Nazi-Richter Filbinger (CDU) hat bekanntlich noch Todesurteile ausgestellt, als die im militärischen Sinn keinerlei Einfluss mehr haben konnten.
Und "Sniper" - da denke ich in Europa an die Ukraine. Die schossen sowohl auf Polizisten als auch auf Demonstranten.

«Die Weltgemeinschaft zumindest alle Demokratien müssten kollektiv handeln um diese widerlichen Diktatoren in die Schranken zu weisen.»

Myanmar ist schon geographisch das fortgesetze China. Chinas Zugang zum Indischen Ozean quer durch Myanmar hindurch. Zugang, den China nur mit eigenem Territorium nicht hat. Silk Road 2.0 grinst auch am Indischen Ozean ganz laut.

Geostrategisch ist Myanmar ein außerordentlich wichtiges Land für China. Ca. 1,9x so groß wie Deutschland. Vieles an Infrastruktur in Myanmar wurde / wird von China gebaut / unterhalten.

Diktator mit Diktator gesellt sich immer gut. So gut wie unmöglich, in Militärregimen im nahen Einflussbereich von China eine Diktatur zu verjagen. Der größte und wichtigste Handelspartner von Myanmar ist sowieso seit Jahrzehnten China.

China kann inzw. längst nicht nur mehr Kinderspielzeug & technischen Allerweltskram plagiieren. Aber was weiß ich was Hochtechnologie nach Myanmar liefern / hin schaffen.

Auch wenn es nicht gefällt.

>>Und ich habe ehrlich gesagt schon ein Problem damit, dass (angeblich) eine Million Menschen nicht in der Lage sein sollen, an die 2.000 Militärs zu überwältigen. Dann scheint auf Seiten dieser "Million" der Leidensdruck noch nicht hoch genug.<<

Sie sollten sich vielleicht ein wenig eingehender mit den Techniken der Macht beschäftigen, auch und gerade unter den Bedingungen einer Diktatur.

Ich möchte den "großen Vorsitzenden" Mao Zedong zitieren:

"Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen."

Ich glaube nicht, daß das Volk von Myanmar, was Gewehre angeht, dem Militär etwas entgegenzusetzen hat.

>>Und "Sniper" - da denke ich in Europa an die Ukraine. Die schossen sowohl auf Polizisten als auch auf Demonstranten.<<

Es überrascht mich immer wieder, wie Sie Ihre Behauptungen zur Ukraine in jedem Thread unterbringen können. Egal worum es eigentlich geht. Das ist schon eindrucksvoll.

Zitat:
"Aber mit fehlender Opferbereitschaft ist keine Revolution zu gewinnen! Das ist nunmal so..."

also jemand der im Herbst 89 mit dabei war (ja - auch mit-organisiert hat) fällt mir nur noch dazu ein -> Sofa-Revoluzer
*sarkasmus*

Zitat:
"Und ich habe ehrlich gesagt schon ein Problem damit, dass (angeblich) eine Million Menschen nicht in der Lage sein sollen, an die 2.000 Militärs zu überwältigen. Dann scheint auf Seiten dieser "Million" der Leidensdruck noch nicht hoch genug."

Die haben ja nicht nur die Männer (und Frauen) mit den Waffen - die haben auch die Informationen und all die anderen Dinge die man mit der Macht hat...
..und genau darum ist es so schwer für "die da unten" was zu bewegen
wenn die sich nämlich organisieren dann schaut auch immer jemand "von oben" mit rein - sprich der Geheimdienst ist IMMER mit dabei!!
Was meinen Sie wie das damals in der DDR mit der Opposition war - die Stasi war IMMER mit dabei und wusste Bescheid was wir machen

Zitat:
"Was mich eher verwundert: was geht eigentlich in den Köpfen von Militärangehörigen und Polizeikräften vor, dass diese mitunter brutal gegen die eigenen Brüder und Schwestern, Väter und Mütter und mitunter sogar Großeltern vorgehen.

Wenn ich mir vorstelle, mir würde jemand den Befehl geben, auf die Menge zu schießen, wo (theoretisch) die eigene Familie mitläuft, würde ich diesen Befehl sofort und ohne second thoughts verweigern. Selbst wenn auf mich aus der Menge geschossen würde, würde ich erst dann auf Befehl schießen, wenn ich klar erkennen könnte, wer da auf mich oder meine Kameraden geschossen hätte. Aber einfach so in die Menge rein, irgendwen wird's schon treffen...? Never!"

sie sollten sich wirklich mal mit der Geschichte vom Herbst 89 in der DDR beschäftigen...
..selbst da funktionierten die Mechanismen zum "Scharfmachen" von Soldaten, Polizisten usw.
diesen Wissen ist Herrschaftwissen welches seit tausenden von Jahren bekannt und bewährt ist - leider

«Tatsächlich: die Opferbereitschaft hat in unserer auf den Konsum ausgerichteten Welt deutlich abgenommen im Vergleich zu früher. Grund: Man hat - Konsum sei dank! - heute durchaus was zu verlieren, während früher die Menschen nichts hatten und demnach nichts verlieren konnten, außer ein Leben in Elend, warum die Opferbereitschaft früher um ein Vielfaches höher lag als heute.»

Obwohl in nie in Myanmar war. Ist gerade dieses Land ja wohl gar kein Land, in dem der saturierte Wohlstandsbürger wohnt, der fürchten muss, seinen Wohlstand einzubüßen.

Hunger-Country scheint mir Myanmar auch nicht zu sein. Aber auch nicht durschnittlich mehr Wohlstandsbürger als in Vietnam, Kambodscha, Laos.
Wo ich in allen 3 Ländern schon mal war als Tourist.

Dort sieht man dann ganz sicher nicht alles, was so im Land ist. Ganz sicher aber sieht man, dass dieser Teil von Südostasien nicht der Teil ist, in dem sich Wohlstand und Konsumrausch eingenistet haben.

Wie ein "Kampf" gegen ein Regime ausgehen kann, wie brutal und blutig, mit extrem bitteren Ende, war vor vielen Jahren in China zu beobachten, als die KP mit Panzer und etlichen Soldaten ein Blutbad anrichteten, und bis heute die tatsächlichen Opferzahlen verschwiegen werden.
Ähnlich war es ja auch in Belarus und in Russland zu sehen, wie vermummte Helfer der Dämonen auf friedliche Demonstranten einprügeln, sie in Fahrzeuge ohne Kennzeichen werfen, und diese Personen sich vielleicht wieder im Gefängnis finden, oder ganz verschwinden.
Es mag schon so sein, dass noch nicht genug Leid herrscht, und zu viel Gleichgültigkeit herrscht. Erst wenn um ein Vielfaches mehr auf die Straße gehen und sich diesem bewaffneten Mob der Polizei und Geheimdienst in den Weg stellen, sich nicht verprügeln lassen, sondern sich wehren, besteht eine Chance, diese Diktatoren los zu werden. Auch in Venezuela geht es noch einem Teil zu gut, deshalb kann es nicht gelingen, denn die anderen sind noch zu wenige !

Zitat:
"Sie sollten sich vielleicht ein wenig eingehender mit den Techniken der Macht beschäftigen, auch und gerade unter den Bedingungen einer Diktatur.
Ich möchte den "großen Vorsitzenden" Mao Zedong zitieren:
"Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen.""

In diesem Zusammenhang könnte man sich ja die Frage stellen warum das bis an die Zähne bewaffnetes Volk der USA keine Gefahr für die Herrschenden dort darstellt...
..Sie wissen wie ich das Gewehre alleine noch nicht aussreichen - da muss auch etwas in den Köpfen "passiert" sein

Ich verstehe dies ja auch nicht ,ich finde so zu handeln auch einer Demokratie unwürdig wenn nicht sogar zutiefst verwerflich .

Schade dass all die Kommentatoren, die Deutschland wegen der Hygienemaßnahmen eine Diktatur nennen sich, sich für die echten Gefahren für die Demokratie nicht zu interessieren scheinen.

Umso besser, dass unsere öffentlich rechtlichen Medien ihren Auftrag erfüllen und auch hier berichten.

Sein wir solidarisch mit den Menschen, die dort unter echten Gefahren die Demokratie verteidigen!

Wie kommen Sie auf 2000 Militärs? 380000 lese ich in anderen Quellen. Der Diskurs über Opferbereitschaft und Konsumgesellschaft: dieser Vortrag gehört in die 2 Klasse Grundschule. Albern.

...der interessierte Mensch, dass es allen Regierungen der Welt letztlich immer um Macht geht .
In Myanmar sehr offensichtlich und brutal...
Z.B. in der EU und deren Mitgliedsstaaten jedoch geschieht das viel subtiler und geschickter.
Doch ein Machtspiel ist es allemal.

//Die Weltgemeinschaft zumindest alle Demokratien müssten kollektiv handeln um diese widerlichen Diktatoren in die Schranken zu weisen.
Sanktionen über Sanktionen .//

Das Problem: In der Regel treffen Sanktionen gerade die am meisten, denen man helfen will.

"Sie wären der typische Kriegsdienstverweigerer."

Ich habe mich klar und im Gegensatz zu all meinen Freunden damals für den Wehrdienst entschieden und habe sogar überlegt, als Berufssoldat zu verlängern. Aber wäre die Bundeswehr im Inneren bei der Niederschlagung von Protesten eingesetzt worden, wäre ich selbstverständlich nicht zur Bundeswehr gegangen!

"Und die Befehlsverweigerung bedeutet evtl. den eigenen Tod."

Habe ich tatsächlich nicht so sehr das Problem mit. So toll ist mein Leben nicht, als dass ich es nicht für eine Sache, an die ich zutiefst glaube, auch opfern würde. Mein Problem ist eher, dass es nichts gibt, an das ich zutiefst irgendwie glauben könnte. Noch nicht einmal an das Gute im Menschen, und von daher noch nicht einmal an so etwas hehres wie die Menschenrechte. Zyniker durch und durch...

//In einer aufgeklärten Zeit wie unserer ist es
besonders verachtenswert das so viele zuschauen, und ohne jede Skrupel Geschäfte mit solchen Staaten weitermachen . Ich verstehe die Gleichgültigkeit des Westens nicht . Was diesen ganzen Themenkomplex angeht .//

Wenn es ums Geld geht, ist der Westen nicht heiliger als der Rest der Welt - höchstens scheinheiliger.

Tatsächlich: die Opferbereitschaft hat in unserer auf den Konsum ausgerichteten Welt deutlich abgenommen im Vergleich zu früher.[…] Aber mit fehlender Opferbereitschaft ist keine Revolution zu gewinnen! Das ist nunmal so...

Das klingt so, als würden Sie sich im Leben nicht irgendeiner Militärdiktatur beugen, weil Ihre persönliche Opferbereitschaft groß genug wäre, um mit Todesverachtung für die Freiheit zu kämpfen. Und wären die Burmesen aus ähnlichem Holze geschnitzt, wäre die Beseitigung der Diktatur ein Klacks.
Entschuldigung, wenn ich daran Zweifel habe. Mit Mistgabeln und Schaufeln ringt man auch bei noch so großer zahlenmäßiger Überlegenheit keine Maschinengewehre und Mörser nieder.

"Sie wären der typische Kriegsdienstverweigerer."

Ich habe mich klar und im Gegensatz zu all meinen Freunden damals für den Wehrdienst entschieden und habe sogar überlegt, als Berufssoldat zu verlängern. Aber wäre die Bundeswehr im Inneren bei der Niederschlagung von Protesten eingesetzt worden, wäre ich selbstverständlich nicht zur Bundeswehr gegangen!

"Und die Befehlsverweigerung bedeutet evtl. den eigenen Tod."

Habe ich tatsächlich nicht so sehr das Problem mit. So toll ist mein Leben nicht, als dass ich es nicht für eine Sache, an die ich zutiefst glaube, auch opfern würde. Mein Problem ist eher, dass es nichts gibt, an das ich zutiefst irgendwie glauben könnte. Noch nicht einmal an das Gute im Menschen, und von daher noch nicht einmal an so etwas hehres wie die Menschenrechte. Zyniker durch und durch...

und daran werden auch die Militaers nichts aendern.

Vielleicht gehts in Myanmar etwas langsamer, wie auch in einigen arabischen Staaten, aber Veraenderung laesst sich nicht aufhalten.

Auch nicht mit Gewalt.

Ich wiederhole mich gerne: das war schon immer so! Waffen, Informationen, Logistik! Die Herrschenden waren schon immer in diesen Belangen dem Pöbel über!

"...also jemand der im Herbst 89 mit dabei war (ja - auch mit-organisiert hat) fällt mir nur noch dazu ein -> Sofa-Revoluzer"

Ich verstehe nicht, wo ich Ihnen irgendwie nahe getreten sein sollte. Im Gegenteil: der Aufstand in der DDR ist ein Paradebeispiel dafür, dass ein Volk auch entgegen aller Chancen ein System überwerfen kann, Waffen- oder Informationsvorsprung der Herrschenden hin oder her! Insofern habe ich haushohen Respekt vor den Menschen, die damals angesichts einer waffenstarrenden NVA auf die Straßen gegangen sind!

Und hätte ich damals auf der anderen Seite der Mauer gelebt und hätte zutiefst an eine goldene Zukunft geglaubt, wäre ich an vorderster Linie mitgelaufen.

Ich stelle mir mal Ihre Opferbereitschaft vor, wenn Sie in der ersten Reihe stehen, die Kugeln Ihnen um die Ohren fliegen und rechts und links von Ihnen die Menschen getroffen zu Boden fallen.
Ich vermute stark, dass die Gefühle dann anders sind, als zu Hause vor der Tastatur.

In Miramar ein auf Grund der nie beendeten Auseinandersetzungen zwischen einer Vielzahl Rebellen und jeweiligen Regierungen und Junta eine Vielzahl von Waffen unter der Bevölkerung. Sicher nicht so modern wie von der Armee aber genauso sicher mehr als in anderen asiatischen Ländern.
Allerdings sind sie nicht in Hand der aktuell protestierenden. Was aus meiner Sicht gut ist. Es würde zu einen katastrophalen Bürgerkrieg führen, mindestens so wie in Syrien.
Einige fragen warum die Armee schießt.
Dafür gibt es viele Gründe. Ein entscheidender ist der selbe wie in anderen Ländern, die bessere Stellung als Mann und Frau in Uniform, dann dazu die wirtschaftliche Situation im Land,und auch Dinge wie"Obrigkeit hörig, Angst vor Repressalien, usw.

Es scheint als hätten sich Knastbrüder als Militärs getarnt in Myanmar zusammenrauft. Es scheint, als wäre die absurde Machtübernahme jener erst der beschaubare Umschlag von dem was sich jene Militär- Primitivlinge in deren Konzept längst hinein schrieben. Locken jene dämlichen Möchtegern- Militärs demnächst auch noch alle sonstigen Knastbrüder von denen an, um bloß nicht primitiv dazustehen? Kluge Menschen wissen, und nicht nur in der Politik, dass es nun global auf gemeinsame Vertragenskooperationen ankommt. Auch bei finanziellen Optionen für Klimaanpassungen! Aber jene Möchtegern- Militärs in Myanmar warten nur mit Einzeller- Verhalten auf. Waffe knutschen und ENDE Politik! Die globalen Gemeinsamgipfel seitens ordentlicher Politik wissen, so vermute auch ich: das das Staatsvolk von Myanmar auch im verträglichen Weltfrieden leben möchte und darum reell SOFORT globale Hilfe vor deren dortigen Verbrechern braucht. Also ...wer rettet die Welt? Die Schurken dort: Nicht!
Frau D. Brauer

"Ist gerade dieses Land ja wohl gar kein Land, in dem der saturierte Wohlstandsbürger wohnt, der fürchten muss, seinen Wohlstand einzubüßen."

Wieso "saturierte Wohlstandsbürger"? Können Sie auch noch anders, als in rhetorischen Extremen zu denken? Man hat nicht nur als "saturierter Wohlstandsbürger" etwas zu verlieren, sondern auch als kleiner Büroangestellter oder Postzusteller. Und wenn der Chef damit droht, dass man seinen Job los wird, wenn man an den Protesten teilnimmt, kehren nunmal viele zurück an den Arbeitsplatz, weil die Angst vor dem Verlust den Drang nach Freiheit besiegt!

Übrigens Myanmar: auf dem Land ist das Leben immer noch sehr karg, dafür aber komplett stressfrei. In den Städten hat dagegen unlängst die Moderne Einzug gehalten, dagegen sehen wir mitunter sogar in Deutschland "alt" aus!

Welche Vorstellungen viele Deutsche in Bezug auf Entwicklungsländer auch heute noch mit sich tragen, erinnert eher an Kolonialzeiten, denn an die heutigen Realitäten! Beängstigend!

"schwer vorzustellen die Zustände dort

wenn man als Tourist mit dem Bus das Land besucht
lernt man freundliche und stolze Menschen kennen
Kein duckmäuserisches Verhalten wie in z.b. in Indien."

,.,.,

Mich entsetzt immer wieder zutiefst - trifft mich bis ins Mark -, wie man solche Vorurteile und schänderischen Aussagen einfach so vom Stapel lässt, als hätte man nie erfassen können, wohin so etwas führt.

"duckmäuserisches Verhalten" kenne ich in allen Völkern, die ich kennengelernt habe - und "freundliche und stolze Menschen" kenne ich ebenfalls in allen Ländern, die ich kennengelernt habe.

Das nationalistische Denken hingegen ist der Beginn allen Übels. Wir wissen, wohin das führt - und es erwacht halt eben wieder.

Ich habe echt Panik, wie unkontrolliert solche schlimmen Aussagen über die Lippen rollen. Das war vor 20 Jahren noch nicht so weit gediehen, dass man das öffentlich schreibt.

"Ich stelle mir mal Ihre Opferbereitschaft vor, wenn Sie in der ersten Reihe stehen, die Kugeln Ihnen um die Ohren fliegen und rechts und links von Ihnen die Menschen getroffen zu Boden fallen. Ich vermute stark, dass die Gefühle dann anders sind, als zu Hause vor der Tastatur."

Sie können gerne von sich auf andere schließen, aber ich habe da nicht so viele Ängste, wie Sie mir - aus welchen Gründen eigentlich? Kennen Sie mich? - unterstellen!

Ich hatte zudem "mein Problem" genannt: mein Problem ist nicht so sehr fehlende Opferbereitschaft. Mein Leben ist mir schnurzpiepe, denn es ist - mit Verlaub - "scheiße". Es gibt - schlicht und einfach - außer meiner eigenen Familie rein gar nichts, an das ich wirklich glauben kann, dass ich dafür mein Leben wegwerfen würde! DAS ist mein Problem! Und nicht so sehr der Gedanke, ich könnte erschossen auf der Straße liegen. Für meine Familie sehr gerne! Die käme allerdings auch ohne mich ganz gut klar, dass ich mir da keine Sorgen machen müsste...

So toll ist mein Leben nicht, als dass ich es nicht für eine Sache, an die ich zutiefst glaube, auch opfern würde. Mein Problem ist eher, dass es nichts gibt, an das ich zutiefst irgendwie glauben könnte. Noch nicht einmal an das Gute im Menschen, und von daher noch nicht einmal an so etwas hehres wie die Menschenrechte. Zyniker durch und durch...
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Ich respektiere Ihre Einstellung zum Leben,dagegen bin ich nur ein Feigling der sehr am Leben hängt.

"Dafür gibt es viele Gründe. Ein entscheidender ist der selbe wie in anderen Ländern, die bessere Stellung als Mann und Frau in Uniform..."

Dem stimme ich nur bedingt zu! Denn bei allen Privilegien, die der Dienst an der Waffe in diesen Ländern mit sich bringt, könnte mich nichts und niemand dazu bewegen, auf eine Menge von Unbewaffneten zu schießen, in der womöglich noch Familie sein könnte! Erschließt sich mir von Vorne bis Hinten nicht! DASS es möglich ist, stelle ich dabei überhaupt nicht in Abrede, denn das beweisen die Aufstände in Belarus - oder jetzt - in Myanmar ja eindrücklich. Aber verstehen kann ich es schlicht nicht, wie so etwas möglich sein kann!

>>Daran merkt der interessierte Mensch, dass es allen Regierungen der Welt letztlich immer um Macht geht .<<

Sie schreiben das als würde in sämtlichen Ländern der Erde eine Diktatur herrschen.

>>In Myanmar sehr offensichtlich und brutal...
Z.B. in der EU und deren Mitgliedsstaaten jedoch geschieht das viel subtiler und geschickter.<<

Sie vergleichen die Mitgliedsstaaten der EU mit dem der Militärjunta in Myanmar?
In den Ländern der EU ist zwar die Demokratie mehr oder weniger ausgeprägt. Aber selbst für Polen oder Ungarn ist Ihr Vergleich eine Beleidigung.

"Es scheint als hätten sich Knastbrüder als Militärs getarnt in Myanmar zusammenrauft."

Sind denn Häftlinge entlassen worden? Ich hatte keine Nachrichtenmeldung diesbezüglich vernommen. Denn dann würde ich es verstehen, wie es sein kann, dass auf unbewaffnete Zivilisten geschossen werden könnte. Die Strategie, eine Generalamnestie für Schwerstkriminelle zu erlassen, ist hierbei schon oft erprobt.

Auch andere Strategien gehören zum staatlichen Repertoire. Aus China weiß ich zum Beispiel, dass dort gerne auch die ethnischen Konfliktlinien im Land ausgenutzt werden, um den Aufstand einer Volksgruppe durch eine andere Volksgruppe niederzuschlagen. Könnte jetzt auch in Myanmar so sein...

//So toll ist mein Leben nicht, als dass ich es nicht für eine Sache, an die ich zutiefst glaube, auch opfern würde. Mein Problem ist eher, dass es nichts gibt, an das ich zutiefst irgendwie glauben könnte. Noch nicht einmal an das Gute im Menschen, und von daher noch nicht einmal an so etwas hehres wie die Menschenrechte.//

Die Kurzfassung von dem, was Sie hier schreiben, lautet: Ich würde ja, wenn... Aber so, wie es ist, habe ich keinen Grund.
Wer soll Ihnen dann dieses "ich würde ja" glauben? Wie können Sie selbst überhaupt daran glauben?

>>Habe ich tatsächlich nicht so sehr das Problem mit. So toll ist mein Leben nicht, als dass ich es nicht für eine Sache, an die ich zutiefst glaube, auch opfern würde. Mein Problem ist eher, dass es nichts gibt, an das ich zutiefst irgendwie glauben könnte. Noch nicht einmal an das Gute im Menschen, und von daher noch nicht einmal an so etwas hehres wie die Menschenrechte. Zyniker durch und durch...<<

Ihre Opferbereitschaft ist also eine hypothetische, da Sie gar nichts haben, woran Sie glauben.

Vor diesem Hintergrund betrachtet überrascht es nicht, daß Sie Ihr Leben nicht so toll finden.

Ich finde das überaus traurig. Sie haben ja nur dieses eine Leben, und was sein wird, wenn es vorbei ist, das weiß niemand.

Hoffentlich überfällt Sie nicht eine schwere Verzweiflung im Angesicht des irgendwann nahenden Lebensendes. Es stirbt sich auf jeden Fall leichter, wenn man sein Leben genossen hat.

«Wenn es ums Geld geht, ist der Westen nicht heiliger als der Rest der Welt - höchstens scheinheiliger.»

Handel mit Myanmar ist doch quasi inexistent, was "den Westen" betrifft. Machthaber beschaffen sich Schampus, Kaviar, und Schnittchen garniert mit Blattgold zum Essen drauf sowieso immer irgendwo.

Würde man mit Myanmar alles, was ist, zu 100% bannen und boykottieren.
Dann wäre es marginal anders als aktuell.
China ist The Big One in Myanmar.
Bei Handel und bei allem anderen sonst auch.

China ist in allen Ländern in ganz Südostasien The Big One, deren Nationalität im Reisepass nicht mit "Südkorea" oder "Japan" geschrieben steht.

Bei allem Respekt , ...der Vergleich ist so nicht hinnehmbar ....
Trotz aller Kritik damals , ...
es gab Standards demokratischer Umgangsweise auch für DDR-Bürger ...
Die vielfältige politische Landschaft um anders sein Leben zu gestalten war nicht ausreichend gegeben , ...aber nicht vergleichbar mit asiatischen Verhältnissen , ...die auch viel traditionsbewusster im Denken an Führung und Umgangsformen miteinander die Werte prägen ....

Wir können und sollten gegen Bürgerkrieg in
Fremden Länder nie mehr eingreifen.

Noch nie hat es den Opfer genutz. Auch können wir erst viel später sicher feststellen wer Opfer oder Täter ist bzw. was das kleinere Leid verschuldet hat.

Die Folgen des "arabischen Früling" hat unsagbares Leid besonders für Frauenrechte gebracht.

>>Daran merkt...
...der interessierte Mensch, dass es allen Regierungen der Welt letztlich immer um Macht geht .
In Myanmar sehr offensichtlich und brutal...
Z.B. in der EU und deren Mitgliedsstaaten jedoch geschieht das viel subtiler und geschickter.
Doch ein Machtspiel ist es allemal<<

Sie wollen ernsthaft behaupten, daß die EU sich von Myanmar eigentlich gar nicht unterscheide, sie gehe lediglich subtiler und geschickter vor?

Wer in Freiheit aufgewachsen ist und nie wirkliche Unfreiheit kennengelernt hat, der weiß sie oft überhaupt nicht zu schätzen.

Ich glaube, wenn Sie ein paar Jahre in Myanmar leben müssten, und zwar nicht als privilegierter "Westler", dann würden Sie ein wenig anders denken.

genau das ist es doch !
warum lassen die sich instrumentalisieren
sie lassen es sich doch auch nicht

und dass die Geschichte voller Beispiele ist
aktuell in Belarus
wie war das in der DDR
mit der VOLKSarmee

//Im Gegenteil: der Aufstand in der DDR ist ein Paradebeispiel dafür, dass ein Volk auch entgegen aller Chancen ein System überwerfen kann, Waffen- oder Informationsvorsprung der Herrschenden hin oder her! Insofern habe ich haushohen Respekt vor den Menschen, die damals angesichts einer waffenstarrenden NVA auf die Straßen gegangen sind!//

Ohne die Demonstrationen in der damaligen DDR kleinreden zu wollen, darf man nicht vergessen, wer der damalige Kreml-Chef war. Ich bin nicht sicher, ob das mit Putin auch so glimpflich abgelaufen wäre oder ob mit ihm nicht eher die Demonstrationen nicht schon im Keim erstickt worden wären. Eben mit Waffengewalt.

Guten Abend, aber ich möchte Ihnen widersprechen. Ich denke in Myanmar hat sich soviel Wut aufgestaut ,Mistgabel und Schaufeln können auch wirksame Waffen sein . Sie können es packen das Militärregime zu stürzen. Sie müssen sich nur noch besserer organisieren und Guerillataktien anwenden. Die Geschichte hat es schon oft bewiesen dass es funktioniert.

Wir liefern Waffen in die Türkei Kurden leiden darunter . Kein Handel jeglicher Art mit Unrechtsstaaten. Davon bin ich überzeugt . Alles andere finde ich eine Scheinmoral.

Sie sehen es zu einfach und nur die Handelsbilanzen.
Dort ist China die Nr 1was Import und Export betrifft.
Allerdings fallen darunter auch viele Produkte welche sie liefern für den Bau der Seidenstraße.
Dazu können sie ganz ganz sicher keine Unruhen und Kämpfe gebrauchen, welche den Transport mehr als unsicher machen.
Dazu auch Statistiken über das Wachstum der Handelsbilanzen anschauen. Dazu existieren in D. Zu allen Ländern entsprechende Statistiken. Viel entscheidender für die gesellschaftliche Entwicklung sie die entsprechenden ausl. Investmentvolumen. Da liegt Japan seit ewigen Zeiten unangefochten an der Spitze nebenbei vor D. Zu Zeiten der Militärdiktatur von 62 bis 88. unter der legitim gewählten Regierung nach 2012 stieg es nicht wesentlich, nur ein paar Millionen. Interessant das Internet wird gebaut v. Katar und hauptsächlich von Norwegen, größter Internetanbieter mit Suchmaschinen und E Commerz eine dt. Firma.
Also bitte Fakten checken, mit den Putsch hat C. Nicht zutun

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