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Zweierlei Maß?

"Lange Zeit galten Mitarbeiter der Erziehungshilfe nicht mal als systemrelevant", schildert [die Heimleiterin]: "Wir bekommen kaum Unterstützung."

Was ein äußerst aufschlussreicher Hinweis auf die bei der Definition von „Systemrelevanz“ geltenden Kriterien in der sogenannten Politik sein dürfte.

„Sie fordert für ihr Team mehr Anerkennung, vor allem aber die Möglichkeit, kostenlose Corona-Tests anbieten zu können: "Das wäre eine große Entlastung und könnte uns so viel mehr Sicherheit geben." Sie kann nicht verstehen, warum Lehrer diese Möglichkeit bekommen, aber Mitarbeiter der stationären Jugendhilfe von der Politik vergessen werden: Irgendwann (...)"

Da gibt es auch nichts dran zu „verstehen“.

„Wir haben es bisher geschafft, wir können Krise, aber je länger es dauert, desto erschöpfter werden wir."

Logisch. Hoffentlich verhilft dieser Artikel diesen Kinder und ihren Betreuern zu der ihnen selbstverständlich genauso wie allen anderen auch zustehenden Beachtung und Unterstützung.

Das zu lesen macht sehr

Das zu lesen macht sehr traurig. Auf jeden Fall könnten hier Schnelltests helfen... Auch solche Erfindungen wie die Kuschelanzüge. Jedenfalls zeigt es einmal mehr, wie wichtig menschliche Nähe ist. Affenkindern, denen man in Experimenten die Kontakte entzogen hat, sind daran eingegangen. Der Mensch braucht Umarmungen, auch in Zeiten der Pandemie. Wer, wie ich keine Famie zuhause hat, ist besch... dran. Hier in Spanien gehört die Umarmung zur Begrüßung, da kann man sich vorstellen, was hier fehlt. So ganz ohne geht es aber nicht, ich bin kein Steinklotz. Und so frage ich die Person vorher und habe ein paar Personen des Vertrauens, mit denen ich mich umarme. Allerdings immer mit Maske und ohne Küsschen. Und immer sehr kurz. Aber das hilft schon. Was ich übrigens gar nicht vermisse und was für mich auch nicht wiederkommen muss, ist dieses unsägliche Handeschütteln. Unhygienisch, eklig und überflüssig.

Systemrelevanz ersten Grades

Unter den Aspekten von Bindungsfähigkeit, Lebensoptimismus und "Überleben" überhaupt sind diese Kinder als Hochrisikointensivpatienten zu sehen.

Ihre kontinuierliche Betreuung ist überlebensnotwendig.

Selbstverständlich sind die Mitarbeiter*Innen solcher Einrichtungen systemrelevant. Das geht es ums seelische Überleben dieser Kinder und Jugendlichen.

grosses problem, verständlich.....

ABER, als betreiber, bei solch einer wichtigen
einrichtung, kommt mir als erste idee:
fragt doch mal die mitarbeiter ob einer bereit wäre qiuasie dort in quarantäne zu gehen und somit 1. 24h zur verfügung zu stehen und 2. also keinen kontakt nach aussen zu haben, dmit er auch zb die kleinen kinder knuddeln und umsorgen kann, weil das sehr sehr wichtig ist für die patienten dort.
antürlich , als dankeschön und überhaupt, bekommt dieser dann auch einen 24h-dienst bezahlt.

Kinderheim in Corona-Zeiten

Es macht mich fassungslos, dass offensichtlich die zuständigen Dezernate in den Bundes-, Landes, und Kommunalverwaltungen immer wieder die relevanten Personengruppen für infrage kommende Maßnahmen nicht auf dem Schirm haben.
Gerade für das Kinderheim, wäre der "kurze Weg" zum Sozialdezernat/Sozialamt, Jugendamt doch möglich. Dass hier die betroffenen Kinder und ihre Betreuer mit den Problemen der Coronapandemie allein gelassen werden ist nicht akzeptabel.

Ich las letztens folgende Forderung:
"Die Behörden sollen endlich für die Bürger da sein und arbeiten!"

Na dann mal los !

Gruß Hador

@ um 15:41 von geist4711

Dafür würde sich sicher Personal finden lassen. Aber neben einer anständigen Bezahlung muß auch ein entsprechender Freizeitausgleich stattfinden.
Wenn wir alle sozialen und für die Gesundheit wichtigen Einrichtungen so oder ähnlich betrieben, hätten wir wahrscheinlich nicht genug Arbeitslose, um sie dafür auszubilden.
Die Richtung stimmt trotzdem!
Heutzutage aber wird die tägliche Arbeitszeit für Pflegepersonal vom Gesundheitsminister verlängert, während die ebenfalls massiv unterbesetzten Gesundheitsämter am Freitag um 15 Uhr ins Wochenende gehen.
Das ist christsoziale und sozialdemokratische Politik im 20. und 21. Jahrhundert.

RE: Nettie um 15:15

***Hoffentlich verhilft dieser Artikel diesen Kinder und ihren Betreuern zu der ihnen selbstverständlich genauso wie allen anderen auch zustehenden Beachtung und Unterstützung.***

Was mich überrascht ist die Tatsache, dass die Mitarbeiter des Jugendamtes, die doch im regelmäßigen Austausch mit dem Kinderheim stehen (sollten), die Sorgen und Nöte der Heimleitung nicht wirklich noch "oben" durchstechen (können). Offensichtlich scheint behördliches Versagen vorzuliegen (auf welcher Ebene auch immer), oder politisches.

Da wäre mal nachzuforschen wer verantwortlich ist, um dann die Verantwortlichen in die Verantwortung zu nehmen.

Auf jeden Fall muss jetzt schnell gehandelt werden, damit sich die Situation für die betroffenen Kinder und Betreuer verbessert.

Gruß Hador

jeden Tag ne neue Gruppe

die man als systemrelevant oder zu bevorzugen ins Gespräch bringt
Ärzte, Pflegepersonal, Polizisten, Feuerwehr, Lehrer Katstrophenschutz, Asylanten in engen Unterkünften
klar, bei jeder Gruppe findet man sinnvolle Gründe
mal sehen ob ich als 65 jähriger in diesem Jahr noch ne Chance kriege
Volkswirtschaftlich gesehen bringe ich ja keinen Vorteil, im Gegenteil koste die Gesellschaft nur Rente

Erstmal hochachtung vor den Leuten, die diesen Job machen...

...und somit Kindern und Jugendlichen helfen können.

---

Ich will auf die einzelnen Schicksale der Kinder garnicht groß eingehen,
auch wenn einem es schockt zu hören, was Kindern alles angetan wird.
-
Aber warum zum Teufel bekommen solche Einrichtungen denn in Coronazeiten keine professionelle Unterstützung vom Staat?
Ich kann das nicht nachvollziehen.
Das versagt zumindestens das zuständige Ministerium.
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Und ich glaube, daß sich in naher Zukunft an der Situation, nicht nur in dieser Einrichtung, nicht viel ändern wird.
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Eigentlich skandalös!

Mich würde interessieren, ob

Mich würde interessieren, ob die SozialarbeiterInnen und Kinder im Beitrag die Masken getragen haben, weil Herr Gajek im Haus gewesen ist, oder ob das in Hessen so vorgeschrieben ist.
In NRW arbeiten wir jedenfalls ganz sicher nicht so (zumindest nicht vorgegeben) und ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, Mimik und nonverbale Kommunikation würden in der pädagogischen Arbeit grundsätzlich derart eingeschränkt. Das gleiche gilt übrigens für die körperliche Nähe, es ist die Entscheidung der Mitarbeiter.

Hador Goldscheitel - 16:13

"Was mich überrascht ist die Tatsache, dass die Mitarbeiter des Jugendamtes, die doch im regelmäßigen Austausch mit dem Kinderheim stehen (sollten), die Sorgen und Nöte der Heimleitung nicht wirklich noch "oben" durchstechen (können). Offensichtlich scheint behördliches Versagen vorzuliegen (auf welcher Ebene auch immer), oder politisches."

Wo möchten Sie denn "oben" lokalisieren?

Aus meinem Blickwinkel leiden die Jugendämter unter chronischer Unterbesetzung.
Das Missverhältnis zwischen Aufgabenspektrum und deren Bewältigung ist doch bei allen Auffälligkeit ein immer wiederkehrendes Thema.

Die Kette "nach oben" läuft stets in diesem Kreis:
Die Leitung des Jugendamtes ist der Kommunalverwaltung unterstellt > die Kommunalverwaltung ist abhängig von den Haushaltsmitteln und den Vorgaben der Landesregierung > weshalb das Landesjugendamt zwar Empfehlungen geben kann, deren Durchführungen aber regelmäßig daran scheitern, wenn es der Finanzrahmen nicht hergibt.

Wo also ansetzen?

Ja die Krise...

zeigt ungeschminkt woran es in dieser Gesellschaft inzwischen wirklich mangelt...

Am Geld kann es nicht liegen davon scheint ja genug da zu sein, es wird nur absolut falschen Prioritäten zugeschustert. Schon lange wird dieser Sozialstaat kaputtgespart wo es nur geht, und gerade bei der Jugend die die Zukunft einer Gesellschaft ist.
Jugendhilfe, Kitas, Schulen alle klagen über Personalnot. Eine Gesellschaft die so wenig für die wichtigsten Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen aufbringt hat keine Zukunft. Aber Wahlen werden leider von den "Rentner-innen" entschieden, Bitte denkt einmal bei der nächsten Wahlentscheidung an eure Enkelkinder und verbaut ihnen nicht die Zukunft....

Bei unserer Einrichtung in

Bei unserer Einrichtung in Bayern dürfen die Jugendlichen nach Hause fahren und Besuch bekommen. Natürlich mit Einhaltung der Hygieneregeln. Da es in Bayern Testzentren gibt, die kostenlos testen, nützen wir diese. Als systemrelevant gelten wir schon, nur beim Impfen anscheinend nicht. Wir machen kleine Ausflüge und Indoor Veranstaltungen. Allerdings sind unsere 14 bis 18 Jahre alt. Zudem können sie Videotelefonate nach Hause machen.

RE: Wanderfalke um 17:51; Hador Goldscheitel - 16:13

***Wo möchten Sie denn "oben" lokalisieren?***

Nun, wenn bspw. die Jugendämter die vorhandenen Probleme ihren nächsthöheren Stellen weiterreichen würden, und die Dezernatsleiter/Landräte sich an die infrage kommenden Ministerien wenden, käm es zu solchen Problemen, wie im Artikel beschrieben erst gar nicht.

***Aus meinem Blickwinkel leiden die Jugendämter unter chronischer Unterbesetzung.***

Da haben Sie, zu meinem Bedauern, völlig recht, kann aber nicht als Grund für das Versagen herhalten.

***Wo also ansetzen?***

Letztlich müssen die Informationen die verantwortlichen Personen erreichen und der politische Wille muss vorhanden sein.
Den politischen Willen kann man notfalls mithilfe der Medien, wie in diesem Beispiel positiv beeinflussen. Schlimm wenn so etwas erst nötig wird.

Gruß Hador

18:37 von unbutu77

Aber Wahlen werden leider von den "Rentner-innen" entschieden,
.
wer hat denn den aktuellen Wohlstand erarbeitet ?
Ich weiß ne sehr unpopuläre Frage ....

Leitung und Behördenproblem

Vermutlich muss hier Initiative ergriffen werden, nicht gewartet werden bis jemand kommt und hilft.

Dies gehört zur Führungsverantwortung der Leitung und Behörde - nirgendwo läuft alles von selbst.

Schnelltests bestellen, organisieren, Videotelefonate ermöglichen, draußen kann man trotzdem viel, fast alles unternehmen.

Hier in der Kita und Hort Notbetreuung herrscht ein normaler Tagesablauf vor, nur mit Maske. Eine kleine heile Welt.

Ein Stück Normalität, es gibt feste Gruppen, die Erzieher sind wohl mittlerweile immun.

Wäre schön, sie würden früher geimpft, vor allem ab Alter 50 zb. vorgezogen.

Am 18. Februar 2021 um 15:31 von redfan96

Aber das hilft schon. Was ich übrigens gar nicht vermisse und was für mich auch nicht wiederkommen muss, ist dieses unsägliche Handeschütteln. Unhygienisch, eklig und überflüssig.
-------------
Was an Umarmungen und Bussi-Bussi hygienischer ist, als ein Händedruck, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Einen Händedruck habe ich erst selten als wirklich unangenehm empfunden geschweige als eklig. Im übrigen kann ich mir leich nach einem Händedruck selbige waschen. Bei Umarmungen/Bussis ist das schon schwieriger. Allerdings musste ich auch noch nie Hinz und Kunz mit Handschlag begrüssen.

24 Stundendienste sind

24 Stundendienste sind übrigens nichts ungewöhnliches in der Jugendhilfe. Mitarbeiter über Tage in der Einrichtung geht nicht, wegen Fürsorgepflicht des Arbeitgebers. Auch Betreuer in Einrichtungen haben Familien, und in der Tat ist die Arbeit psychisch belastend.

Am 18. Februar 2021 um 16:12 von nie wieder spd

Heutzutage aber wird die tägliche Arbeitszeit für Pflegepersonal vom Gesundheitsminister verlängert, während die ebenfalls massiv unterbesetzten Gesundheitsämter am Freitag um 15 Uhr ins Wochenende gehen.
__________
Am Montagabend war ein Bericht im Fernsehen, der von 4 versch. Gesundheitsämtern in 4 Stadten in NRW berichtete. Keines davon beklagte sich weder über mangelndes Personal, noch über veraltete Ausstattung , noch über zuviel Druck.
Angeblich konnten auch alle über die 50er Inzidenz hinaus problemlos die Nachverfolgung leisten. Ob das nun eine Momentaufnahme in NRW war, weiss ich natürlich nicht. Was ish aber weiss, ist, dass die sozialen Wohltaten im med. Bereich alle bezahlt werden wollen und zwar in der Regel vom Beitragszahler. Der ist vermutlich not amused, wenn er am Monatsende 25% Abzüge wg. erhöhter Krankenkassenbeiträge zahlen muss.
Es geht immer mehr und besser und schneller. Es muss halt auch immer bezahlt werden. Das wollen viele ( auch Sie ) nicht sehen.

Am 18. Februar 2021 um 16:52 von Silverfuxx

Mich würde interessieren, ob die SozialarbeiterInnen und Kinder im Beitrag die Masken getragen haben, weil Herr Gajek im Haus gewesen ist, oder ob das in Hessen so vorgeschrieben ist.
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Mich hat auch der Satz irritiert, dass die Mitarbeiter Angst hätten, aus dem Heim die Infektionen nach Hause zu tragen ?
Im Heim leben sie doch quasi, wie in einer Bubble. Schule war bis jetzt seit Wochennicht. Besuche gab es nicht. Sollte doch eigentlich z. Zt. sehr sicher sein. Davon abgesehen, sollte es in allen Einrichtungen, wo Menschen längere Zeit relativ nah beieinander sind, Schnelltests geben.
Ähhm, ausser vielleicht in Schulen, weil da gibts ja keine Infektionen. Ironie off.

@Sisyphos3, re @unbutu77

"Aber Wahlen werden leider von den "Rentner-innen" entschieden, ."
wer hat denn den aktuellen Wohlstand erarbeitet ?
Ich weiß ne sehr unpopuläre Frage ....

Ich zum Beispiel. Ich bin ebenfalls Rentner. Und obwohl ich persönlich aussterben werde (keine Kinder), denke ich beim Wählen nicht nur an meine Interessen, sondern auch noch ein oder zwei Generationen weiter.

Ich weiß, ne sehr unpopuläre Einstellung.

RE: weingasi1 um 19:17; redfan96 um 15:31

***Was an Umarmungen und Bussi-Bussi hygienischer ist, als ein Händedruck, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Einen Händedruck habe ich erst selten als wirklich unangenehm empfunden geschweige als eklig.***

Nun, ich denke Mitforist redfan96 wird nur bestimmten, ausgewählten Personen solche Nähe gestatten. Personen seines Vertrauens.
Andererseits, haben Sie noch nie eine Person mit Finger in der Nase im Rückspiegel ihres Kfz's beobachtet ? Ich leider häufiger, als mir lieb war.
Oder wenn sich Kumpels mit Handschlag begrüßen, obwohl der eine ne fette Erkältung am Hals und Lunge hatte - egal.

Bei mir gibt es weder Handshakes, noch Umarmungen mit Freunden - Letzteres leider.

Gruß Hador

@Hador Goldscheitel, 19:49

Bei mir gibt es weder Handshakes, noch Umarmungen mit Freunden - Letzteres leider.

Kurzer, aber unausweichlicher Exkurs in die Anatomie:
Oxytocin, das Bindungshormon aller Säugetiere, wird beim Streicheln und beim Hautkontakt ausgeschüttet. Auf beiden Seiten. Es funktioniert übrigens auch mit Haustieren, aber logischerweise nicht auf 1,5 m Abstand.

Oxytocin macht uns friedfertig und zugewandt. Fehlt es, neigen wir zur Aggressivität.
Keine Frage, dass in der jetzigen Zeit zu wenig davon da ist.

Die Jugendämter sind bei uns

Die Jugendämter sind bei uns nicht für die Beschaffung von Tests und anderen Problemen zuständig. Das sind die Heimaufsichten, die wiederum den Regierungsbezirken unterstellt sind. Die Jugendämter sind für die einzelnen Jugendlichen zuständig, je nach Herkunftsort. Das mag aber in anderen Bundesländern anders sein.

RE: frosthorn um 20:06; @Hador Goldscheitel, 19:49

Danke für den Hinweis, wusste ich auch noch nicht. Da habe ich ja jetzt was zu recherchieren.

Gruß Hador

P.S. Da Sie auf meinen Kommentar anworten. Bemerken Sie bei mir eine Wesensänderung ?

Gruß Hador

19:49 von frosthorn

Danke, leider ist die Weitsicht bei manchen durch die Alters-kurzsicht abhanden gekommen....

19:49 von frosthorn

Und obwohl ich persönlich aussterben werde (keine Kinder), denke ich beim Wählen nicht nur an meine Interessen, sondern auch noch ein oder zwei Generationen weiter.
.
wer hat denn die KiGa´s bezahlt, die Schulen
wer die ärztliche Versorgung oder zahlt das ein Vater wenn er 10 Kinder hat über seine Beiträge ?
Das ist eine Selbstverständlichkeit in einer Gesellschaft die man ruhig auch erwähnen kann
obgleich das sicherlich ne sehr unpopuläre Betrachtungsweise ist
Beispiele "wer zahlt deine Rente ..." wie man Kinderlose gelegentlich angeht

20:06 von frosthorn @Hador Goldscheitel, 19:49

Oxytocin, das Bindungshormon aller Säugetiere, wird beim Streicheln und beim Hautkontakt ausgeschüttet. Auf beiden Seiten. Es funktioniert übrigens auch mit Haustieren, aber logischerweise nicht auf 1,5 m Abstand.

Oxytocin macht uns friedfertig und zugewandt. Fehlt es, neigen wir zur Aggressivität.
Keine Frage, dass in der jetzigen Zeit zu wenig davon da ist.

Zu Beginn der Maßnahmen wurde viel darauf hingewiesen, dass man sich auf keinen Fall ins Gesicht fassen soll. Habe ich anfänglich konsequent gehandhabt, halte mich mittlerweile sehr viel weniger daran, weil auch dies das von Ihnen genannte Bedürfnis wenigstens ansatzweise stillt.

Finde es nicht richtig, dass Kinder in einer Einrichtung, in der diese gemeinsam leben, Abstand untereinander halten sollen. Ob die Betreuer die Kinder weiterhin umarmen, sollten diese je nach persönlicher Situation selbst entscheiden. In Krippen und Kitas werden kleinere Kinder doch auch in den Arm genommen...

@Hador Goldscheitel - 18:50

"Nun, wenn bspw. die Jugendämter die vorhandenen Probleme ihren nächsthöheren Stellen weiterreichen würden, und die Dezernatsleiter/Landräte sich an die infrage kommenden Ministerien wenden, käm es zu solchen Problemen, wie im Artikel beschrieben erst gar nicht."

In der Theorie wäre das ein logischer Ansatz.

Ob die vor Ort erkannte Not über den Weg Dezernatsleiter> Landrat > Ministerium auf diesen Ebenen ihre Bedeutung behält, um von da aus den nötigen Handlungsbedarf zu erwarten, darauf würde ich mich nicht unbedingt verlassen.

Da Sie ja selbst die Frage nach dem politischen Willen aufwerfen zeigt doch, dass bei Ihnen auch Zweifel bestehen, ob sich das Konstrukt der unterschiedlichen Zuständigkeitsebenen zuverlässig am Problem der Kinderbetreuung orientiert.

RE: von Sisyphos3 um 21:01; 19:49 von frosthorn

***Und obwohl ich persönlich aussterben werde (keine Kinder), denke ich beim Wählen nicht nur an meine Interessen, sondern auch noch ein oder zwei Generationen weiter.
.
wer hat denn die KiGa´s bezahlt, die Schulen***

Nun, wer zahlt wohl die € 2,3 Bio Staatsschulden (+ 6855€/sek Miese zusätzlich)... genau, die Kinder. Und da so schön die Schulden angehäuft wurden, mindestens auch die Kinder-Kinder-Kinder. Sofern ich Kinder hätte, also auch die Urenkel. Ich denke nicht, dass die Schuldenmachergeneration auch noch ein Loblied unserer Jugend verdient.

Wir sollten, nein müssen endlich, uns viel mehr um den Nachwuchs kümmern und ihn fördern so gut es geht. gerade auch in Kinder- und Jugendheimen !

Gruß Hador

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