Ihre Meinung zu: Corona führt zu größtem Exporteinbruch seit der Finanzkrise

9. Februar 2021 - 11:24 Uhr

Die Pandemie hat die deutsche Exportwirtschaft im vergangenen Jahr stark belastet. Der Rückgang um 9,3 Prozent bei den Ausfuhren war der größte Einbruch seit der Finanzkrise. Allerdings zeigt der Trend aufwärts.

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Kommentare

Wellenbewegungen sind erwünscht...

...denn ein dauerhaftes Wachstum ist unnatürlich. Es gibt im biologischen System nur eines, das permanent wuchert und wächst - der Krebs. Alle anderen natürlichen Systeme wachsen und schrumpfen dann wieder. So ist es auch mit der Wirtschaft. Der Export geht nun mal kurz zurück, ok, und dann? Er wird wieder wachsen! Das ist noch nichts weltbewegendes. Wäre Corona nicht gewesen, wäre es eine andere Situation, die den Export begrenzen würde. Wirtschaftliche Rezensionen können auch eine Chance sein, etwas für die Zukunft besser zu machen. Beispiel: Schutz der klimatischen Bedingungen, Umwelt, Nachhaltigkeit, Entwicklungsländer. Innehalten gibt Zeit zum Luft holen.Ein bisschen Optimismus schadet nicht.

Damals (Finanzkrise) wars schlimmer...

...immer die Frage auf welche Seite der Münze man schaut...

Die Wirtschaft

insbesondere die Exportwirtschaft word sich wieder erholen.

Man muss sich erst auf die veraenderte Situation einstellen. Nichts bleibt beim Alten und das ist normal.

Corona Gewinner

Der einzige Gewinner seit Beginn der Corona Pandemie ist unser Klima.
In Zeiten des Klimawandels wird uns Eindrucksvoll demonstriert wie unsere Zukunft gestaltet werden muss. Ein immer weiter mit Wirtschaftswachstum kann es nicht geben.

Alte Bauernregel

Nach 7 fetten Jahren kommen 7 magere Jahre. So geht es auch der Wirtschaft. Auch ohne Corona.

Die Interdependenzen in der globalisierten Wirtschaft müssen

sich n i c h t zwangsläufig als Stolpersteine für den weltweiten Handel auswirken ("Halbleiter sind derzeit knapp und führen zu Produktionsschwierigkeiten, was schließlich auch die Exporte belasten wird" (...) "Gleichzeitig führen knappe Container-Kapazitäten auf den Weltmeeren zu Lieferschwierigkeiten".

Wie vorgestern im Weltspiegel zu sehen: daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/china-verstopfte-haefen-video-100.html

„Die hochvernetzten globalen Produktionsketten seien jedoch auf einen reibungslosen Warenfluss angewiesen“

Wäre allerdings gut, wenn diese Vernetzung sich nicht erst und überwiegend negativ, nämlich dann, wenn Schwierigkeiten beim Export auftreten und die daraus resultierenden Engpässe konkrete Auswirkungen auf die globale Versorgungssicherheit nach sich ziehen, sondern auch für einen globalen Austausch darüber genutzt würde, ob alles, was da kleinteilig über die Weltmeere geschippert wird wirklich unentbehrlich ist und dem Gemeinwohl dient.

Das ist natürlich bitter für

Das ist natürlich bitter für eine Wirtschaft die stark auf den Export setzt und dadurch sehr anfällig ist. Ein gesunder starker und stabiler Binnenmarkt hilft Kriesen zu meistern, scheint sich aber in Deutschland noch nicht wirklich herumgesprochen zu haben.

@Nettie (Korrektur einer Auslassung)

„Wäre allerdings gut, wenn diese Vernetzung sich nicht erst und überwiegend negativ, nämlich dann, wenn Schwierigkeiten beim Export auftreten und die daraus resultierenden Engpässe konkrete Auswirkungen auf die globale Versorgungssicherheit nach sich ziehen
>> bemerkbar machen <<, sondern (...)“

Die Krise wird sich noch

Die Krise wird sich noch abzeichnen. 7 solcher mageren Jahre in Coronazeiten möchte ich mir gar nicht ausmalen...

Die Pandemie hat die deutsche Exportwirtschaft stark belastet

wenn´s der Umwelt hilft ....

@Damals (Finanzkrise) wars schlimmer... 19;46 von Zabbalodt

Nur nach heutigem Masstab.
Täuschen Sie sich mal nicht.

Wenn erst die Insolvenzen kommen, und die Preissteigerung so weiter geht,
wird es ziemlich sicher anders aussehen.

Ich bin jetzt schon gegen meinen Willen 'gezwungen',
meine mir selbst auferlegte Zwangspause in Finanzdingen zu beenden, (>1 Jahr)
weil ich nicht warten will, bis alles 'entwertet' wird.

Also hoffen wir auf 'gnädige' Mutationen ;-)

Nicht in allen Bereichen.

Der Export der Impfstoffe 'made in germany' war noch nie so hoch. Wo Schatten ist auch Licht.

Der Umwelt hilft es nicht

Im Gegenteil. Man kann doch nicht nur kurzfristige Teilausfälle betrachten. Es stoppt Entwicklungen, bringt die Verbreitung neuer Technologie zum erlahmen und macht klassische Energieträger so billig, dass nichts - nicht einmal - Subventioniertes - dagegen "anstinken" kann.

11:14 von schiebaer45

Alte Bauernregel
Nach 7 fetten Jahren kommen 7 magere Jahre.
.
und ich dachte die Geschichte wäre aus der Bibel

11:01 von IBELIN

Man muss sich erst auf die veraenderte Situation einstellen. Nichts bleibt beim Alten und das ist normal.
.
wohl wahr !
nichts ist beständiger als der Wandel

Die Ex- und Importpalette muss optimiert werden

Das Fehlen von Rohstoffen in Deutschland und Europa macht dauerhafte Exporte unumgänglich. Ohne dies wäre der bestehende Lebensstandard nicht aufrecht zu erhalten. Eine Pandemie wie Corona zeigt wie abhängig wir sind. Neben quantitative Ausweitung des Exports ist eine qualitative Verbesserung nötig, damit auch in schwierigen Zeiten Export möglich ist. Ebenso muss der Selbstversorgungsgrad mit lebensnotwendige Produkten u.a. Medikamenten besser geregelt werden. Es ist zu hoffen das nach dieser Pandemie dies nicht vergessen wird.

Corona führt zum größten Einbruch seit der Finanzkrise.....

Es geht also um die Exportwirtschaft. Im Artikel steht, daß sie stark belastet wurde.
Im Jahre 2019 betrugen die deutschen Exportüberschüsse 224 Milliarden Euro.
Im Jahre 2000, vor Einführung der Agenda-"Reformen" lagen sie bei 59,1 Milliarden Euro. Jetzt ist von einem Rückgang von 9,3 Prozent die Rede.
Ist denn auch bekannt, wo die Minus 9,3 Prozent hingegangen sind. Haben Kunden in den anderen Ländern einheimische Produkte gekauft ?

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Exporteinbruch ist doch

Exporteinbruch ist doch super. Vielleicht besinnt man sich mal darauf, die Binnennachfrage zu ermöglichen und zu stärken. Sprich Löhne erhöhen, Margen drastisch überdenken, Preise senken.

Wie kann es weiter gehen?

Die drei deutschen Hauptmärkte für Ex- und Importe sind die EU, die USA und China.
Dass die Einbußen in 2020 relativ glimpfliche waren hing vor allem von stabilen bzw. sogar erweiterten Absätzen deutscher Produkte in China und USA ab.
Kann das so bleiben?
Wahrscheinlich nur dann, wenn sich der Wirtschaftskrieg zwischen China und den USA nicht verschärft und eine Überwindung der Corona-Krise weltweit vorangeht.

Die oft von einigen Politikern geäußerte Meinung, dass D sich dann andere große Absatzmärkte suchen müsse, halte ich für illusorisch. Die Erschließung neuer Märkte dauert Jahre und ist nicht aus dem Stand heraus zu erreichen.
Gleichermaßen ist unsere Wirtschaft aber auch von stabilen Importen abhängig - und das betrifft nicht nur Rohstoffe sondern auch viele Halbfabrikate.

Kurz gesagt: nur Überwindung von Corona weltweit, sowie eine international relativ politische Stabilität sind wesentliche Voraussetzung für eine wirtschaftliche Gesundung.

Gruß, Wolfgang

omg

Wir stecken gerade in einem Dilemma.

Auf der einen Seite eine Pandemie, die durchaus die Menschheit oder wenigstens die menschliche Zivilisation, wie wir sie kennen, zerstören könnte.

Auf der anderen Seite die Boniforderungen der Manager sowie die Dividende- und Renditewünsche der Aktionäre, des ShareholderValue und der Banken.

Was ist jetzt wichtiger? -.-

Was ist jetzt wichtiger? -.-

ja was wohl! das ist doch keine Frage die Dividende- und Renditewünsche sind es sicher nicht. Bezweifelt dies etwa jemand??

14:41 von Bernd Kevesligeti

«Ist denn auch bekannt, wo die Minus 9,3 Prozent hingegangen sind. Haben Kunden in den anderen Ländern einheimische Produkte gekauft ?»

Auf der ganzen Welt haben die Menschen weniger gekauft. Privatleute weniger Waren zum Konsum, weil fast überall so was wie "Lockdown" war / ist. Auch weniger Produkte mit höherer Investition wie etwa Autos.

Unternehmen haben weniger Maschinen gekauft, weil sie weniger produzieren, weil Privatleute weniger kaufen.

Einheimische Autos kann man in der großen Mehrzahl aller Länder gar nicht kaufen, weil die dort gar nicht hergestellt werden. Produktionsmaschinen erst recht nicht. Das nun wieder ist keine Erkenntnis, für die erst Corona kommen musste.

«Jetzt ist von einem Rückgang von 9,3 Prozent die Rede.»

Nicht ein Land der Welt erreichte 2020 einen Exportzuwachs.
Wegen siehe oben. Rückgang war mehr oder weniger stark.

In Japan über alle Exporte in alle Länder gerechnet minus 4,9%.
Nur in die EU dann minus 6,4%.
Nur in die USA aber plus 0,7%.

15:30, Bender Rodriguez

>>Exporteinbruch ist doch super. Vielleicht besinnt man sich mal darauf, die Binnennachfrage zu ermöglichen und zu stärken. Sprich Löhne erhöhen, Margen drastisch überdenken, Preise senken.<<

Sie wollen also die Binnennachfrage erhöhen. Ermöglichen ist nicht richtig, denn es gibt sie ja schon.

Dazu wollen Sie die Löhne erhöhen und die Preise senken.

Haben Sie sich schon einmal darüber Gedanken gemacht, wo das Geld für die Lohnerhöhungen herkommen soll?

Was soll ich mir unter "Margen drastisch überdenken" vorstellen?

@16:29 von Treualp1

>> Bezweifelt dies etwa jemand??

Und welche Interessen werden dann permanent verfolgt, wenn niemand diese Dividende- und Renditewünsche will?

16:49, Wolfgang GA @16:30 von Finn Serene

>>Kapitalismus
- qui bono?
- quo vadis?
Sie stellen hier ja die Systemfrage; darf man das?<<

Ja, das darf man.

>>Haben Sie eine vernünftige Alternative?<<

Darüber wurden dicke, schlaue Bücher geschrieben. Sie erwarten einen kurzen Abriss mit tausend Zeichen?

>>Ich durfte lernen, dass wir jetzt das beste politische und wirtschaftliche System haben, das D jemals hatte.<<

Dann haben Sie etwas, glaube ich, ein wenig falsch verstanden. Das politische System der Bundesrepublik ist zweifellos das beste in der deutschen Geschichte, aber das Wirtschaftssystem? Das ist seit ein paar hundert Jahren dasselbe, nämlich der Kapitalismus.

von schabernack 16:37

Eine umfassende ökonomische Analyse.
Dann kann man ja beruhigt sein.

15:30 von Bender Rodriguez

«Exporteinbruch ist doch super. Vielleicht besinnt man sich mal darauf, die Binnennachfrage zu ermöglichen und zu stärken. Sprich Löhne erhöhen, Margen drastisch überdenken, Preise senken.»

Prima. Sie und ich wir kaufen uns dann noch ein 2. zum 1. Auto dazu. Brauche ich zwar nicht, und Sie sehr wahrscheinlich eben so wenig. Machen wir aber mit wegen der "Binnennachfrage". Und Millionen andere im Land tun es uns nach … und alles wird prima.

Höhere Binnennachfrage nach TV-Geräten, Bananen, und allem anderen, was Deutschland importiert. Mag zwar mehr Arbeitsplätze im Importbusiness schaffen. In der produzierenden Industrie aber keine. Außer mit Gabelstaplern, LkW., und was anderem zum "Rumkarren". Oder bei Amazon.

Preise senken mit weniger hohen Margen für die produzierende Industrie. Wäre wie Autofahren auf nur noch 2 Rädern, weil dann weniger Bodenkontakt mit weniger Reibung mit weniger Reifenabrieb mit weniger Sprichtverbrauch viel besser für die Umwelt ist.

Ein Mysterium.

17:09 von Bernd Kevesligeti / @schabernack, 16:37

«Eine umfassende ökonomische Analyse.
Dann kann man ja beruhigt sein.»

Umfassende ökonomische Analyse in 1.000 Zeichen ist mehr als unmöglich. Ökonom bin ich auch nicht, und "aufgezählt" habe ich sowieso nur Quasi-Banales, was jedem einleuchtet. Weil schon seit 12 Monaten der Corona weltweit alle Art von wirtschaftlichen Aktivitäten behindert, einschränkt, oder ganz unmöglich macht.

Bei kleinen Unternehmen (und vor allem bei Selbständigen) noch viel mehr als bei großen Industrieunternehmen. Bspw. Musiker, Comedians, Veranstaltungsunternehmer (auch Messebauer) haben seit bald einem Jahr (so gut wie) gar keine Einnahmen mehr. Es sei denn, sie sind präsent im TV, und können so was verdienen.

Was Sie "beruhigt" … nicht beruhigt, weiß ich nicht. 1 Jahr Corona zeigt aber definitiv: In den Ländern, in denen Corona mit weniger Einschränkungen "unter Kontrolle ist". Überall dort sind Auswirkungen auf die Wirtschaft geringer.

Dass dies hauptsächl. Südostasien (inkl. CHN) ist. Ist nun so.

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von schabernack 17:41

Richtig, "bei kleinen Unternehmen (und vor allem bei Selbständigen) noch viel mehr als bei großen Industrieunternehmen. Bspw. Musiker, Comedians, Veranstaltungsunternehmer (auch Messebauer) haben seit bald einem Jahr (so gut wie) gar keine Einnahmen mehr".
Friseure und Gastronomie wäre noch zu nennen.

Wieder andere haben erheblich mehr, obwohl sich in ihren Betrieben die Beschäftigten überdurchschnittlich infizieren: Fleischindustrie, Amazon, DHL. Aber nicht die Beschäftigten dort.

@ hesta15

"Ein immer weiter mit Wirtschaftswachstum kann es nicht geben". Kapitalismus "weiß" nichts anderes als Wachstum um jeden Preis....
bleibt nur, den Kapitalismus zu überwinden. So lange dieser existiert, ist nur "ein bisschen Frieden", ein "bisschen Umweltschutz" und ein "bisschen Soziales" möglich.

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