Ihre Meinung zu: Corona: Homeschooling verschärft Bildungsungleichheit

4. Februar 2021 - 7:06 Uhr

Seit Wochen sind die meisten Schulen in Deutschland geschlossen. Neue Daten, die dem ARD-Politikmagazin Kontraste vorliegen, zeigen jetzt: Durch das Homeschooling wird die Bildungsschere noch größer. 

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Kommentare

Bildungsexperte?

„Der Bildungsexperte Professor Klaus Hurrelmann von der Berliner Hertie School of Governance rechnet damit, dass die Corona-Pandemie bei einem Drittel aller Schülerinnen und Schüler zu Bildungsrückständen führen wird.“

Das ist massiv schön geredet. Aus meiner Erfahrung heraus glaube ich das Drittel überhaupt nicht. Ich schätze, dass 99 % aller Kinder durch den staatlich verordneten Schullockdown Bildungsrückstände erlitten haben und weiter erleiden.

Grund: Nur Hochbegabte bewältigen das simultane lückenlose Selbst-Erarbeiten des Stoffes, die Hausaufgaben und deren Einstellung, das Verfolgen des von den Lehrern eingestellten neuen Materials und die Videokonferenzen. Was ist für ein Wahnsinn.

Corona: Homeschooling verschärft Bildungsungleichheit...

Ein realistischer Artikel.
Da wird gezeigt wie Schüler aus ärmeren Familien abgehängt werden. Sie haben in der Regel schlechtere technische Möglichkeiten (Computer, Internet) wie andere.
Das Bildungsprivileg, schon vorher durch das dreigliedrige Schulsystem (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) manifestiert, wird vertieft.

Ja, da wird eine regelrechte

Ja, da wird eine regelrechte Generation "C" entstehen und es stört anscheinend keinen großen Geist. Ich bin kompletter Laie, habe keine Kinder und die eigene Schulzeit ist schon über 35 Jahre her. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass mir eine Wiederholung vorm Abitur (12. Klasse) sehr gut getan hat. Also warum lässt man dieses verlorene Schuljahr nicht generell wiederholen und verzichtet auf die Einschulungen, um den Druck der Nachfolger zu mildern? Das sollte ein Angebot sein für alle, kein Diktum von oben, und diejenigen, die gut durch das Homeschooling gekommen sind, könnten dann auch versetzt werden. Aber z. B. die Jahrgänge, die im letzten SJ vor dem Wechsel in eine weitere Schule stehen, oder vorm Abschluss, hätten die 2. Chance verdient, den verlorenen Stoff aufzuholen und Noten die durch Homeschooling und Lockdown schlechter geworden sind, wieder zu verbessern. Gerade in Bayern wird da gnadenlos ausgesiebt, das könnte eine Wiederholung der jew. Klasse zumindest abmildern.

Deshalb

Sollten die Schulen als erstes wieder für Kinder aus problematischen Elternhäusern geöffnet werden. Benachteiligte Kinder haben definitiv Vorrang! Dann wären auch kleine Lerngruppen kein Problem.
Denn benachteiligte Kinder gehen im normalen Schulalltag ohnehin oft unter! Jetzt brauchen diese vor allen anderen Kinder wirklich Hilfe .

Vor dem Unterricht : ... testen ... testen ... testen ...

Immerhin, mache Schulen praktizieren die Corona-Schnell-Tests schon (... endlich ... ). Wenn auch erst mal so ganz vorsichtig als Test-Lauf ...

Im Jahr 2020 ist auf diese Möglichkeit vielfach hingewiesen worden.

Hoffentlich haben die Verantwortlichen im Bundesgesundheitsministerium endlich mal jede Menge Corona-Schnell-Tests beschafft.

Es kann nicht so schwierig sein, diese Corona-Schnell-Tests als "Ausweis" zu nutzen.
Negativ getestete Personen/Schülerinnen/Schüler dürfen das Schulgelände betreten.

Wie im Artikel schon erwähnt, haben die viele Schülerinnen/er und Kinder die in die Kitas gehen möchte, z.T. eklatante Bildungsrückstände.
Das kann auf gar keinen Fall so weiter gehen, und hätte in diesem Gesamtschadensausmaß niemals so eintreten dürfen.
Es gab genügend andere Möglichkeiten, wie z.B. Luftreinigungsgeräte.

Home-Schooling in allen Schulen und Kitas mittels Top IT-Möglichkeiten und sonst. räumlichen Möglichkeiten ist derzeit in D. noch reine Science-Fiction.

Was ist Homeschooling?

Ich kenne da alle Spielarten, von vollständigem Unterricht von morgens bis mittags per Videokonferenz (Berufsschulen) bis hin zu Lehrern, die kein Laptop benutzen können, und daher nur einmal pro Woche Schülern Aufgaben per Brief zusenden und die erledigten Aufgaben ebenso zurück erwarten, ohne jeden weiteren Kontakt zum Schüler. Bei derartig unterschiedlichen Arten von Homeschooling müsste solche Studien schon differenzieren. Ansonsten ist das nur Wehgeschrei, ohne wirklich die Ursachen der Probleme aufzuzeigen. Ich gehe davon aus, dass vollständiger Online-Unterricht via Videokonferenz, für das man nur relativ einfach erhältliche Hard- und Software braucht (notfalls mit SIM-Karte, sollte eine Familie keinen Internetanschluss haben), ähnliche Resultate erzielt wie der normale Präsenzunterricht. Aber dazu kenne ich keine Studien, nur Bemerkungen von Berufsschülern, die zufrieden sind. Vielleicht untersucht man das mal und setzt das umfassend um? Auch für die Zukunft hilfreich.

Von Eltern beschulte Kinder @09:59 von Dr.Hans

>>>Grund: Nur Hochbegabte bewältigen das simultane lückenlose Selbst-Erarbeiten des Stoffes, die Hausaufgaben und deren Einstellung, das Verfolgen des von den Lehrern eingestellten neuen Materials und die Videokonferenzen. Was ist für ein Wahnsinn.>>>

Rein von ihren Eltern beschulte Kinder zB Kinder im australischen Outback, sind also alle hochbegabt, oder alle schlecht beschult?
So einfach ist das Thema daher nicht. Es gibt genügend (nicht hochbegabte Kinder) die auch mit "freien Lernen" zu Hause, besser als gedacht klarkommen.

Dass unser Bildungssystem

Dass unser Bildungssystem sozial stark selektierend wirkt, ist schon lange bekannt. Gutbezahlte Akademiker machen Unterricht für Kinder von gutbezahlten Akademikern, weil sie die Lebenswelt der anderen sozialen Gruppen nicht kennen, sie ablehnen oder sich nicht auf sie einstellen können.
Eine gescheiterte Digitalisierung soll die Basis für alternative Unterrichtsformen bieten.
Vernachlässigte Kinder werden mit den Anforderungen des selbstgesteuerten Lernens und der Selbstorganisation überfordert.
Sozial schwache Familien sollen plötzlich über mehrere digitale Endgeräte verfügen, von denen allein eines dem Monatsbudget entspricht.
Bildung funktioniert nicht, wenn von einem nicht- repräsentativen Menschenbild ausgegangen wird.
Digitalisierung der Lehre funktioniert nicht, wenn es keine entsprechende Infrastruktur gibt: schnelle Verbindungen mit großer Bandbreite, funktionierende, belastbare und leicht bedienbare Lernplattformen. Und kostenfreie Endgeräte - siehe Lehrmittelfreiheit

Was die Lage für die Schüler

Was die Lage für die Schüler ständig verschärft, ist das unsinnige Versteifen der Politik darauf, die Anforderungen an Schüler beizubehalten.
Kinder werden unter Druck gesetzt, weil die Politik seit Jahrzehnten jegliche Verbesserung von Schule verweigert.
Chancengleichheit war und ist ein Märchen.
Auch gibt es offensichtlich keinerlei Konzepte, seit Jahrzehnten nicht, wie die Bildungsungleichheit ganz ohne Corona verhindert wird!
Zu wenige Lehrer, Sozialarbeiter, Psychologen in den maroden Schulgebäuden, in denen die Hygienestandards auch vor Corona teilweise gar nicht vorhanden waren und sind.
Es gibt Schulgebäude, die hätten auch ohne Corona seit Jahren geschlossen sein müssen. Wenn nur mal die Gesundheitsämter Kontrollen durchführen würden. Können die aber gar nicht, weil sie genauso unter Personalmangel leiden, wie viele andere systemrelevant Berufe.
Wenn die Politiker mit guter Schulpolitik überfordert sind, sollten sie das nicht an den Schülern auslassen, sondern zurücktreten.

Manch einer ...

... begreift noch immer nicht, dass „testen, testen, testen“ eine ziemlich unsinnige Idee ist. Es ist eine sehr kurze Momentaufnahme, die 24 Stunden später als hinfällig zu betrachten und bei Hunderten von Schülern in den meisten Schulen als Witzvorschlag zu betrachten ist. Schon das Händewaschen an wenigen Wasserstellen dauert.
Man sollte sich in ganz Europa endlich zum Dranhängen eines Schuljahres entschließen und sich verstärkt um benachteiligte Kinder kümmern.

@ 10:29 von Carina F

"Sollten die Schulen als erstes wieder für Kinder aus problematischen Elternhäusern geöffnet werden." Hatte ich vor einiger Zeit auch schon vorgeschlagen. Nur, was erwarten Sie? Flexibilität? Wie bei Wilhelm Busch: Alle gehen den gleichen Weg. Die Schulen schaffen ja noch nicht einmal einen Live-Online-Unterricht. Dabei wäre das so einfach: Wer die Technik hat und keine Defizite, der verfolgt den Unterricht Live von zu hause, die anderen kommen in die Schulen. Ich bin mir sicher, bei der Wahl, haben auf einmal alle die Technik zu hause ... Und dann können sich die Lehrer ihre Pappenheimer raussuchen, die in die Schule kommen müssen. Das ist natürlich nur reine blühende Phantasie. Das wäre ja ein schwerstwiegender Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz und ohne vom BVerfG abgesegnete Rechtsverordnung geht das nicht, in der jedes Kriterium, wer in die Schule muss, genau beschrieben ist.

Laut einiger Berichte zu den

Laut einiger Berichte zu den Corona - Problemen in Schulen und für Schüler, freut sich die überwiegende Mehrzahl der Schüler auf die Öffnung der Schulen.
Wie will die Politik nun sicherstellen, dass diese Freude auf und an Schule für die gesamte Schulzeit der gesamten aktuellen und kommenden Schülergeneration anhält?
Gibt es dazu schon umfassende Konzepte?
Werden schon neue Schulen gebaut mit der allerbesten Ausstattung, die man sich nur denken kann? Werden mehr Lehrer besser ausgebildet, damit unseren Kindern nur das beste Personal zur Verfügung steht, dass man sich denken kann?
Werden zusätzliche Lehrer eingestellt, um kleinere Gruppen besser unterrichten zu können?
Werden Schulen so ausgestattet, dass es überhaupt keine Rolle spielt, aus welchen Elternhaus die Schüler kommen?
Denn mehr als dass die Schüler gerne zur Schule gehen und am Lernen auch Spaß haben, können wir nicht erwarten.
Das aber wäre mehr Erfolg in der Schulpolitik, als wir in ca 100 Jahren Schulpflicht je erreicht h

Wie umsetzen? @10:48 von 0_Panik

>>>Es kann nicht so schwierig sein, diese Corona-Schnell-Tests als "Ausweis" zu nutzen.Negativ getestete Personen/Schülerinnen/Schüler dürfen das Schulgelände betreten.>>>

Wie? Sollen Lehrer u Schüler schon um 06:30 zur Schule kommen, damit die Lehrer erstmal noch Zeit für den morgendlichen Massentest vor dem Unterricht haben? Oder lieber Unterricht erst ab ca 10 Uhr Morgens, wegen Testens? Und was machen wir mit klein Lara-Marie, deren Test um 09:30 positiv ist, aber Mama u Papa nicht zu Hause? Sperren wir sie so lange in die Schulbesenkammer oder alleine in eins ihrer "Hygiene Hotels".
Sorry für den Sarkasmus, sie schlagen jedoch stets Dinge vor, deren Umsetzung an der Realität scheitert!

@ Carina F

Das ist sicher ein guter Gedanke, der mir auch schon kam, aber ich bin mir nicht im Klaren, wie der umgesetzt werden kann.

Welcher Lehrer soll sich hinstellen und entscheiden, welches Kinde aus problematischen Elternhäusern stammt, dies den Eltern und Kindern gegenüber kommunizieren und anderen gegenüber begründen, warum deren Kinder nicht kommen dürfen?

Mir wäre es auch am Liebsten, wenn zumindest die Kinder, die es sowieso schon schwer haben, als erste wieder in die Schulen gehen könnten, aber ich befürchte, dies wird nicht umsetzbar sein.

Und..... was hilfts, das man nun jammert ?

Bisher kann nicht ausgechlossen werden, das Jugendliche am Infektionsgeschehen beteiligt sind.

Sofern sie daran beteiligt sind, haben dieselben Regeln zu gelten wie fuer alle :
Homeoffice (Homeschooling) oder grosse Sicherheitsabstaende.

Mehr noch :
Da sie oft symptomfrei sind, gilt besondere Vorsicht.

Stosslueften ?
Wohlmoeglich mit Kniebeugen und Haendeklatschen wie von AM empfohlen ?
Halte ich kaum fuer Zielfuehrend.
Wer soll den lernen koennen in solch einem Umfeld ?

Diese Zeit erfordert Opfer.
Auch von Jugendlichen/Kindern
Bildungsungerechtigkeit ?
Gab es durchaus schon vor Corona.

Seit Wochen sind die meisten Schulen in Deutschland geschlossen.

Das ist auch gut und richtig so und muss solange bleiben bis für alle Bürger ein ausreichender Impfschutz erreicht oder möglich ist.

@redfan96

Ich habe Kinder und soweit das Elternhaus in der Lage ist, zu unterstützen, meistern die die Zeit eigentlich sehr gut. Schwierig wird es allerdings tatsächlich für die Kinder, deren Eltern (sich) eine entsprechende Betreuung nicht leisten können.

Einfach mal ein Jahr auf "Pause" zu drücken dürfte allerdings auch nicht möglich sein, da dann zehntausende von Kindergartenplätzen fehlen, da die diesjährigen I-Dötzchen in den Kindergärten verbleiben und die neuen Kleinsten ab August hinzukommen würden.

Es wäre vielleicht besser, für Schüler in den Ferien Nachhilfeangebote zu schaffen. Auch das hilft den Abiturienten nicht, aber die sollten ehrlich gesagt in der Lage sein, mit entsprechender Unterstützung (aus der Distanz), Stoff zu wiederholen. Das kommt an den Unis eh auf sie zu.

@ Dr. Hans

"Nur Hochbegabte bewältigen das simultane lückenlose Selbst-Erarbeiten des Stoffes, die Hausaufgaben und deren Einstellung, das Verfolgen des von den Lehrern eingestellten neuen Materials und die Videokonferenzen. "

Also unsere Tochter ist sicher nicht hochbegabt, kommt aber mit dem Lernen auch im Lockdown gut zurecht.

Die Materialien sind angemessen und die Lehrer kennen die Kinder und wissen, was sie denen zumuten können.

Videokonferenzen klappen auch - also alles halb so schlimm.

Gleiches berichten die Eltern Ihrer KlassenkameradInnen.

Ich habe nicht den Eindruck, dass bei ihr oder Ihren FreundInnen Bildungslücken entstehen.

@10:29 von Carina F

"Deshalb Sollten die Schulen als erstes wieder für Kinder aus problematischen Elternhäusern geöffnet werden. Benachteiligte Kinder haben definitiv Vorrang! Dann wären auch kleine Lerngruppen kein Problem.
Denn benachteiligte Kinder gehen im normalen Schulalltag ohnehin oft unter! Jetzt brauchen diese vor allen anderen Kinder wirklich Hilfe ."

Wer bestimmt welches Kind in "problematischen Elternhäuser" aufwächst?

Die Jugendämter?
Die haben bestimmt über jedes Kind einen genaue übersicht, welches Kind ein Schreibtisch hat und welche EDV Systeme zur Verfügung stehen. Die Internet anbindung ist ja auch für alle gleich.

*Ironie off*

unfassbar

"Starke Unterschiede in den Bundesländern

So sind in Berlin und Brandenburg die Hürden für eine Notbetreuung besonders hoch: Sie gilt nur für Kinder von alleinerziehenden Eltern sowie Familien, in denen mindestens ein Elternteil in systemrelevanten Berufen tätig ist und die keine andere Möglichkeit der Betreuung haben. Eine Ausnahme gelte nur dann, wenn das Kindeswohl gefährdet sei, das müsste aber beispielsweise in Brandenburg das Jugendamt zunächst offiziell feststellen.

In den acht Bundesländern [...] werden Eltern zwar gebeten, ihr Kind nur im Notfall zur Schule zu schicken, können dies aber eigenverantwortlich entscheiden."

Einfach nur unfassbar. Was denken sich Berlin und Brandenburg bei sowas? Klar, man braucht Kollegen, die die Notbetreuung machen. Ja und? Schonmal was von Sportlehrern gehört? Die haben im Homeschooling jede Menge Zeit.
_

....

Ich finde es furchtbar, dass man erst jetzt dahinter kommt das die Bildungsungleichheit thema wird. Diese Problemlagen existierten schon vor Corona aber keiner will hinsehen! Jetzt wo alle durchgeschoben werden sollen ist es plötzlich thema. Sorry aber ich bin echt genervt davon. Ich bin Sozialpägagogin und arbeite tagtäglich mit Kindern und Jugendlichen aus sozialschwachen Familien. Wir sind eingentlich in der Offenen- Kinder- und Jugendarbeit tätig, was bedeutet das wir fern ab von Bildungsstrukturen arbeiten sollen und wollen. Wir sind als Systemrelevant eingestufft worden... doch davon bekommen wir nichts mit denn wir machen weiterhin unsere wichtige Arbeit für einen Nettoverdienst von ca. 1500,- bei 32 Std, und keine Sau spricht über Sozialpädagogen die sich jeden Tag den hintern aufreißen um einen Schutzraum für das Klientel zu bieten. Ach ja Lehrer, die sind ja auch Systemrelevant wurden das ganze Jahr durchgehend gut bezahlt.

...

Die unterschiede sind so groß, ich habe wenige Kinder in der Einrichtung die auf ein Gymnasium gehen. Die wenigen, die dies tun haben Online Unterricht. Die anderen nicht, dann habe ich sogar Kinder die bei uns drucken müssen weil die lehrer die Unterrichtsmaterialien nicht ausdrucken. Das ist schwierig für eine sozialschwache Familie die teilweise nicht mal einen Drucker besitzen.
Dann höre ich von Lehrer*innen, dass ihre Kollegen/ Kolleginnen teilweise einfach nicht bereit sind Unterricht in Digitaler form durchzuführen. Verdammt nochmal das ist deren Job, und nach einem Jahr Pandemie muss es doch möglich gewesen sein eine Schulung für alle Lehrkräfte zu organisieren, dass diese den Umgang mit Digitalen Medien erlernen?!

@unbeteiligter B...

"Gutbezahlte Akademiker machen Unterricht für Kinder von gutbezahlten Akademikern" ???

Tja, dann ist bei uns wohl was schief gelaufen. Mein Vater war Beamter im mittleren Dienst, meine Mutter Hausfrau, ich habe Abitur gemacht und studiert.

Bei vielen StudienkollegInnen war es ähnlich.

///Durch das Homeschooling

///Durch das Homeschooling wird die Bildungsschere noch größer///
.
Die Zahlen sprechen dagegen. Seit Jahrzehnten nimmt der Prozentsatz der Schüler auf weiterbildenden Schulen permanent zu. Das frühere Verhältnis von 20/80 hat sich in etwa umgekehrt. Im übrigen erfordert die Corona-Pandemie außergewöhnliche Massnahmen. Etwaige Bildungsdefizite können ja dank durchlässiger Bildungssysteme auch später nachgeholt werden.

Sehr säuerlich! @11:44 von Falke86

>>>Die Jugendämter?
Die haben bestimmt über jedes Kind einen genaue übersicht, welches Kind ein Schreibtisch hat und welche EDV Systeme zur Verfügung stehen. Die Internet anbindung ist ja auch für alle gleich>>>

Wie säuerlich Sie das sehen, es soll da noch Lehrer*innen geben, genannt Klassenlehrer*in deren Job es auch ist zu wissen welche Kinder es in der Klasse "schwer" haben! Denn es ist als Pädagog*in auch ihre Aufgabe, diese Kinder zu fördern und ein Auge auf sie zu haben.

@11:44 von Demokrat49

"... Also unsere Tochter ... kommt ... mit dem Lernen auch im Lockdown gut zurecht ... Videokonferenzen klappen auch - also alles halb so schlimm ... Gleiches berichten die Eltern Ihrer KlassenkameradInnen ... "

Wenn in solchen Fällen der Live-Unterricht über Internet/IT möglich ist, dann soll er doch auch so stattfinden.
Wenn jedoch Schülerinnen/er in der gleichen Klasse sind, die nicht über die IT-Möglichkeiten und nicht über die räumlichen Möglichkeiten zu Hause verfügen, um ungestört und ohne anderen Fam.-Verpflichtungen dem Internet-Live-Unterricht zu folgen, dann müssen diese Schülerinnen/er eben zur gleichen Zeit in der Schulklasse sitzen und vor Ort in der Schule lernen.

Die Frage ist nur, ist es erlaubt, oder hat da irgendwer in der Schuldirektion oder darüber was dagegen.

Systemrelevant

von Sozialpädagogin @
Was Systemrelevant ist entscheidet immer zuerst die "Geldbörse".

Aber hier zeigt sich auch das nichts ohne Eigenverantwortung, Selbtbestimmung und persönlicher leistung geht. Das werden Sie hoffenlich auch in der Kinder- und Jugendarbeit so vermitteln.

ALLE, die mobil sein wollen/müssen leiden - nicht nur die Bahn

ALLE leiden

Da unter der Meldung "Corona-Pandemie: Wann könnten Schulen wieder öffnen?" die Kommentarfunktion leider leider nicht freigeschaltet ist, versuche ich es einfach mal hier:

Ist vielleicht ein wenig "off topic" (m.E. aber nicht wirklich), dürfte aber gleichwohl ein gutes Stück bei der Einschätzung bzw. Bewertung der Wichtigkeit des Themenkomplexes "Bildungschancen" weiterhelfen, sich in den Mediatheken der ÖR Fernsehsender mal ein paar der verfügbaren Sendungen aus der Reihe "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" anszuschauen. Die allesamt nicht nur weit mehr als unterhaltend, sondern auch völlig frei von jeglichen "Indoktrinationsansprüchen" sind.

@Sozialpädagogin um 11:55

>Ich finde es furchtbar, dass man erst jetzt dahinter kommt das die Bildungsungleichheit thema wird.<

Eigentlich reden ja alle die für 5 Pfennig etwas davon versteht, oder darüber nachdenken seit Anfang der Pandemie davon.
Nur der Rest nicht. Der will's nicht wissen.

Jetzt gibt es ne Umfrage, wahrscheinlich bald eine Studie, aber eigentlich passiert ja nur das was vorhergesagt wurde, auch wenn manche es nicht hören wollen, wegen anderer Prioritäten....
Friseure öffnen....

Homeschooling = Bildungsungleichheit

Bitte , wir sollten uns nichts vormachen , die Ansteckungsgefahr in den Schulen und ebenso in den Schulbussen , ist einfach sehr hoch ! Gesundheit für alle geht vor.

@11:31 von Carina F

"... Wie? Sollen Lehrer u Schüler schon um 06:30 zur Schule kommen, damit die Lehrer erstmal noch Zeit für den morgendlichen Massentest vor dem Unterricht haben ... "

Tja ... die Antwort liest nach wenig flexibel ...

Klar ist heute schon, Corona bleibt für immer ... 100%-Sicherheit gibt es nicht. Alles=0
Es ist vorgetragen worden, dass die Tests 48Std.-72Std. alt sein dürfen (gilt im Reisegewerbe auch so).
Folge:
Die Tests werden am Abend vorher zu Hause durchgeführt.
Das ist mit den Schnell-Tests, die mit einem Bluttropfen funktionieren sehr einfach (so wie Blut-Zucker-Test).

Grundsätzlich gilt aber für diese Tests, dass hier vorab ggf. Schulungen/Einweisungen stattfinden sollten. Wer beim Testen rumhuddelt, erhält falsche Ergebnisse.

Geht alles.
Es muss nur gewollt sein.

Und das Bundesgesundheitsministerium hätte sich schon mal um jede Menge Schnelltests in der Beschaffung bemühen müssen.

@MartinBlank um 11:49

>Was denken sich Berlin und Brandenburg bei sowas? <

Soviel ich weiss, im Falle Berlins, vor allem das sie einen so hohen Anteil an Alleinerziehenden in Systhemrelevanten Berufen haben, die wenig Zeit haben lange zu organisieren, das diese, würden sie nicht priorisiert, wieder die währen die hinten runter fielen, beim Verdrängungswettbewerb um die eigentlich Staatlich garantierten Betreuungsplätze.

@11:55 von Sozialpädagogin

Danke, für ihre wichtige Arbeit.
Ich kann sie voll und ganz verstehen.

Rücksichtsloser Egoismus

par Excellence, den Sie da zur Schau stellen. Alle sollen Rücksicht nehmen, Existenzen in der arbeitenden Bevölkerung gehen zu Grunde, Kindesmisshandlungen jeglicher Art nehmen aufgrund der Stresssituationen in Familien rapide zu. Isolierte Kinder und jugendliche leiden. Und Sie betrachten allein ihr eigenes Wohlbefinden.
Wenn ihre Generation sich nicht zu einem totalem Kaputtsparen des Sozialbereichs entschieden hätte, würde es Sinn machen täglich das medizinische und Pflegepersonal in Pflegeeinrichtungen zu testen. Braucht man aber nicht, denn wenn einer der beiden Pfleger auf einer Station erkrankt und zu Hause bleibt, verdursten die armen Menschen eben anstelle einer Infektion.
Aber seien Sie beruhigt, laut statistischem Bundesamt mit Stand 22.01.2021 sind in der Betrachtung bis KW52 im Jahr 2020 in der Altersgruppe der 0-79 jährigen ~10000 Menschen WENIGER verstorben als im Schnitt der 4 Jahre zuvor. Können Sie schonmal ihren nächsten Urlaub planen, denn den haben Sie sich verd.

Es gilt offenbar das Prinzip des Rechts des "Finanzstärkeren":

"Demnach sind ausgerechnet die Schulformen mit den größten pädagogischen Herausforderungen am stärksten bei der technischen Ausstattung für das Homeschooling benachteiligt: Während rund 60 Prozent der Gymnasiasten in NRW digitale Endgeräte wie Tablets bereitgestellt bekommen, haben nur 30 Prozent der Haupt- und Realschüler Zugang dazu"

@Sozialpädagogin, ...

"Ach ja Lehrer, die sind ja auch Systemrelevant wurden das ganze Jahr durchgehend gut bezahlt."

Warum nur ahnte ich, als ich mich in Ihren Kommentar eingelesen hatte, dass ich am Ende genau so einen unsinnigen Seitenhieb werde lesen "dürfen"? Was soll denn das? Nur mal als Hinweis: Verkäufer, Fachkräfte im Abfallwesen, Krankenschwestern, Arzthelferinnen, Horterzieher, Mediziner, Psychologen,... Das sind auch alles systemrelevante Berufe.

Ach ja, übrigens, zum Thema "kein Schwein spricht über Sozialpädagogen die sich jeden Tag den hintern aufreißen": Erst vor Kurzem hatte ich eine interessante Unterhaltung mit einer Hortnerin unter einem Artikel des MDR, jetzt gerade schreiben Sie unter diesem Artikel und wenn Sie die Suchbegriffe "Sozialpädagogen Corona" in Ihre Suchmaschine eingeben, werden Sie feststellen, dass sogar ziemlich viele "Schweine" darüber sprechen, wie wichtig Sozialarbeit gerade in der Coronazeit ist.

50.000 Schüler ohne Abschluss. Jedes Jahr! Ohne Corona!

50.000 Schüler verlassen jedes Jahr die Schulen ohne Abschluss. Schon lange vor Corona.
Was hat die Politik in den letzten Jahrzehnten dafür getan, diesen jungen Menschen zu helfen, trotzdem noch einen Schulabschluss zu erreichen? Nix!
Was hat die Politik in den letzten Jahrzehnten getan, um diesen Schülern vom ersten Tag ihrer Schulkarriere zu helfen, einen Abschluss zu erreichen und warum genau hat das dann doch nicht funktioniert?
Jetzt, in der Corona - Krise, wäre Zeit, darüber nachzudenken und Veränderungen herbeizuführen, die für tatsächlich Chancengleichheit sorgen.
Nach Corona soll laut vieler Politiker nichts mehr so sein, wie vor Corona.
Wie genau sieht das im Bereich der Schulen aus?
Welche Konzepte dazu haben die Kultusminister und die Heerscharen der zugehörigen Bürokratie, in Zusammenarbeit mit Lernforschern und Erziehungswissenschaftlern dazu ausgetüftelt?
Kein einziges!
Obwohl diese Frage schon lange vor Corona hätte gestellt werden müssen.
Aber nun wird alles anders ..

11:37 von Autochon // Bisher

11:37 von Autochon

// Bisher kann nicht ausgechlossen werden, das Jugendliche am Infektionsgeschehen beteiligt sind. //

Sogar das Gegenteil ist der Fall:
**Schulschließungen sind ein einschneidendes Mittel, können Verbreitung des Coronvirus aber eindämmen. Nur die Schließung von Arbeitsstätten und Ausgangsbeschränkungen hatte eine noch deutlichere Wirkung. **

Quelle:
"https://www.br.de/nachrichten/wissen/faq-sind-kinder-tatsaechlich-corona-treiber,SAqkHA5"

10:48 von 0_Panik

Mit "testen...testen...testen" (womöglich morgens bei Beginn und Nachmittags beim Verlassen) verschwindet jede Menge Zeit, aber das Lerndefizit, um dass es ja eigentlich geht, ist damit nicht behoben. Ehrlich, ich bin froh, dass Sie die Zügel nicht in der Hand halten, dann würde an jeder Bushaltestelle, an jedem Gebäudeein- und ausgang und an jeder Menge "Quaränte-Hotels" eine Test-Taskforce stehen...

@ 11:34 von Demokrat49

>>>Welcher Lehrer soll sich hinstellen und entscheiden, welches Kinde aus problematischen Elternhäusern stammt, dies den Eltern und Kindern gegenüber kommunizieren und anderen gegenüber begründen, warum deren Kinder nicht kommen dürfen?>>>

Der/die Klassenlehrer*in, zusammen mit dem Kollegium. Welche Begründung sollte die Schule da bringen müssen? Ausser dass erstmal Kinder mit "Lernproblemen" wieder zurückkommen dürfen? Das reicht als Begründung doch aus. Gemotze von Eltern wird es doch so oder so geben!

@ Tagesschau

Lasst doch mal die Faktenfinder ran um herauszufinden, wieviele Lehrer schon seit Beginn der Epidemie zusätzlich ausgebildet werden?
Welche Kultusminister haben sich dafür eingesetzt und welcher Kultusminister hat das umgesetzt?
Nach Jahrzehnten des Lehrermangels.
Da kommt das gleiche Ergebnis heraus, wie bei der Ausbildung zusätzlicher Pflegekräfte.
Und Anreize dafür zu schaffen, dass sich mehr junge Menschen für diese Berufe interessieren, gab und gibt es bis heute nicht.
Im Gegenteil.
In beiden Berufen wurde die Arbeit immer mehr und mehr, wesentlich bessere Gehälter und kürzere Arbeitszeiten wurden nicht eingeführt.
Nun auf der offensichtlichen Bildungsungleichheit herumzureiten ist wohlfeil, führt aber zu nichts, wenn das System als solches nicht verbessert wird.
Ohne Rücksicht auf Mehrkosten!
Denn es geht um unsere Kinder, angeblich das Wichtigste, was wir haben.
Nur nicht für die Politiker.
Sonst würden sie andere Politik leisten.

Schulen sind Infektionstreiber

Epidemiologische Studien aus aller Welt legen sehr nahe, dass geschlossene Bildungseinrichtungen einer der effektivsten maßnahmen zur Pandemiebekämpfung sind. Einige deuteln daran herum und meinen, dass zB Eltern daher gewzungen seien, auf ihre Kinder zuhause aufzupassen, und daher sich diese Effektivität ergäbe. Ich kann mir nicht helfen, die vielen Experten und Politiker wollen die Schule in einer Art Zwang betrachten als einen Ort, wo es keine Infektionen gäbe.
Wenn man dann genauer schaut, halten Ministerpräsidenten Studien zurück, die Schulen als Infektionstreiber ansehen und stellen Studien in den Vordergrund, die "Entwarnung" geben.

Und dann wird so eifrig auf Corona Leugner eingedroschen?

Homeschooling

Finde das Wort weder im Englischen noch im Deutschen Wörterbuch

Re : Bernd Kevesligeti !

Hier wird auf gezeigt, wie verantwortungslos die Politik mit unseren Kindern in dieser Pandemie umgeht. Ohne wirklich einen Nachweis zu haben, dass die Kinder Infektionstreiber sind, werden die schulen einfach geschlossen, und somit viele Kinder und Jugendliche ihrer Chancen beraubt.
Aber jeden Tag neue dicke, schwere und PS- starke Autos bauen ist ja so wichtig.
Natürlich sollte der Infektionsschutz überall gewährleistet werden, dazu muss ich aber nicht so viel schließen, sondern sinnvolle Konzepte erarbeiten, beschließen und durch führen mit den entsprechenden Kontrollen.
Nur da versagt die Politik auf ganzer Linie, weil immer nur der Kernbereich der Wirtschaft als wichtig erachtet wird. Der Rest muss schauen, wo er bleibt.
Da sollte der Ethikrat sich mal Gedanken darüber machen, nicht über irgend welche Privilegien für Geimpfte !

Re : werner1955 !

Also bis Ende des 3. Quartals ?????
Ist das tatsächlich ihre Meinung ????
Denken sie erst einmal nach, bevor sie eine ganze Generation in die Tonne klopfen !!!!

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