Ihre Meinung zu: Digitalisierung der Gesundheitsämter: Echtzeit statt Excel

2. Februar 2021 - 15:53 Uhr

Trotz fallender Infektionszahlen sind die Gesundheitsämter überfordert. Nach wie vor arbeiten viele mit Excel-Listen und selbstgebastelter Software. Inzwischen tut sich etwas - aber nur langsam. Von Sandra Stalinski.

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kann schnell gehen, wenn sich alle Mühe geben

Die Länder und Gemeinden sollten einmal schauen, ob sie nicht auch in ihren eigenen Beständen passende Software haben, die nur ein wenig "umgestrickt" werden muss.
1. Schritt: Es gibt z.B. fast überall die Möglichkeit zur Online-Terminvergabe, ob nun bei der Meldebehörde, bei Fielmann oder bei fast jeder KfZ-Werkstatt. Das wäre ein Anfang, um die elend langen Wartezeiten bei der Terminvereinbarung zu vermeiden. Mit Datenbank verbinden, geeignete Identifikationskennungen dazu - fertig.
2. Schritt: Anschreiben plus schriftlicher Bestätigung, ärztl. Aufklärungsbogen, freigemachten Rückumschlag dazu - eintüten, abschicken, fertig.
Die Datenschützer sollten dann, statt immer nur Bedenken zu äußern, flott in die Hufe kommen, die Software zeitnah prüfen und freigeben - es geht um Leben und Tod. Nicht immer nur meckern

Deutschland ein Land der Faxe, Formulare und Stempel

Wenn ich mir die Digitalisierung bei den deutschen Behörden so ansehe und Sie mit anderen Staaten wie Dänemark, Schweden, Norwegen so ansehe, sind wird auf dem Stand eines Entwicklungslandes

Das ist Mittelalter

In der Tierseuchenbekaempfung und Lebensmittelsicherheit ist man da Lichtjahre voraus.

Sicherlich hat die Vergangenheit mit BSE und anderen Skandalen sehr viel positive Entwicklung gebracht.

1 Jahr Zeit gehabt und vorher

1 Jahr Zeit gehabt und vorher sowieso...was soll man dazu noch sagen? Da sind ja unsere Ersti‘s besser dran...

rer Truman Welt

Wieso ist die Situation in den Gesundheitsämtern denn so wie sie ist und wer trägt dafür die Verantwortung?
Wer darauf die Antwort findet, hat sie dann auch für die Frage, wer für die bisherige Pandemie Politik verantwortlich ist.
Worin besteht zwischen beiden der Unterschied? In nichts!
Es ist dasselbe Chaos!
Interessant ist lediglich, wie es dargestellt, verkauft und schöngeredet wird.

Ein verlorenes Jahr

Was hätte ein Krisenmanager wie Helmut Schmidt in einem Jahr erreicht? Die Produktion von Masken und Schutzkleidung, Tests und Impfstoffen, Schutzkonzepte für Alte Menschrn wie in Tübingen wären in Fläche gebracht. Gesundheitsämter können auch am WE arbeiten. Digitale Daten wie Wohnort, Kontaktpersonen, Beruf und Ethnie digital zu erfassen und zentral abzuspeichern kann ein 14 Jähriger umsetzen. Warum braucht die Bundesregierung über ein Jahr? Der Beruf als zentrales Merkmal der sozialen Position wurde zwar Anfangs erhoben. Dann haben die Gesundheitsämter tatsächlich diese wichtigen Daten zu Bekämpfung des Impfektionsgeschehen gelöscht. Ohne öffentliche Diskussion oder parlamentarischer Legitmierung ohne Verantwortung für eine wissenschaftliche Analyse die effiziente Coronapolitik möglich macht.

Die Parlamente müssen demokratische Debatten führen und Legitimität erzeugen. Demokratie ist notwendig um zukünftig die effizienten Datenerfassung zur Pandemiebekämpfung zu ermöglichen.

"Gesundheits"amt

Bei dem Bild stellen sich mir die Nackenhaare auf: Sitzen all diese jungen Menschen tatsächlich so eng zusammen und das, soweit erkennbar, auch noch in einem eher kleinen Raum ohne Trennscheiben/-wände, und müssen stundenlang telefonieren? Und das in einem "Gesundheitsamt"? Wenn ja, dann gute Nacht!

Digitalisierung

Gibt es im deutschen Staatsapparat eigentlich irgendeine Komponente, die bereits erfolgreich digitalisiert wurde?

Ich habe immer wieder den Eindruck, dass "schnell" nur dort möglich ist, wo es einen Wettbewerb mit der Konkurrenz gibt.

Datenschutz, wo keiner ist.

"[...] und es keinen anderen Weg gab, die Informationen datenschutzkonform zu übertragen."

Diesen Weg gibt es. Man ist ihn nur nicht gegangen, weil irgendjemand sofort "Datenschutz" schreit, sobald es anders als früher und damit schneller gehen könnte. Im blinden Eifer werden da auch mal Daten unter Datenschutz gestellt, die überhaupt keine persönlichen Informationen enthalten.

Vielleicht ist das auch ein gewisser Selbstschutz, da man am Ende feststellen könnten, dass ein Sachbearbeiter mit zeitgemäßer Ausstattung genauso effizient arbeiten könnte wie fünf andere auf Papier.

@Initiative neue ...

Digitale Daten wie Wohnort, Kontaktpersonen, Beruf und Ethnie digital zu erfassen und zentral abzuspeichern kann ein 14 Jähriger umsetzen.

Und wenn man die Ethnie weglässt, schafft es vielleicht sogar ein zwölfjähriger. Es sei denn natürlich, Sie könnten einen Grund anführen, warum dieses Merkmal überhaupt eine Rolle spielt und erhoben werden sollte.

@ Initiative Neue...

Was hätte ein Krisenmanager wie Helmut Schmidt in einem Jahr erreicht?

Guter Vergleich. Angela Merkel und Helmut Schmidt stehen für mich auf einer Stufe, was Führung und Weitsicht anbelangt. Und zwar auf der obersten Stufe.

Unsere Gesundheitsämter machen ...

... trotz allem Blaming einen guten Job.

Nach so viel Miesmacherei hier, muss ich das mal festhalten. Deutschland einig Miesmacherland? Nein danke.

Corona-Infektiosnachverfolgung : Was soll das ?

Die Bundesregierung, die MPs, u. d. sonst. Verantwortlichen sind immer noch nicht müde geworden über die Medien stetig zu verbreiten, dass die Bevölkerung in D. in mitten der Pandemie lebt.

Seit Monaten gibt es (fast) keine Nachverfolgung der Infizierten mehr.
Dann kann dieses offensichtlich fast nutzlose Tun auch sein Ende haben.

Gerne können im Laufe der Zukunft die Gesundheitsämter digital aufgerüstet werden. Aber das kann - in einer laufenden und längst außer Kontrolle geratenen Pandemie - nicht Vorrang haben.

Infizierte werden - in einer laufenden und längst außer Kontrolle geratenen Pandemie - durch Tests (Massen-Schnell-Tests) aufgespürt.
Das hat China und andere Länder längst vorgemacht.
D. hat dies ebenfalls zu tun.
Die Unternehmen/Arbeitgeber (insb. in produktiven Bereichen) haben hier die Verantwortung der Belegschaften, sodass diese gesund an den Arbeitsplatz gelangen und es auch bleiben.
Massen-Schnell-Tests sind eine Maßnahme hierzu (Infizierte müssen in Quarantäne).

Digitalisierung

Diverse Krankenkassen haben ja bereits Apps. Find ich gut, man hat z.B. Überblick darüber, was so abgerechnet wurde. Bitte weiter vorantreiben.

Man war der Krise

nicht gewachsen. Kein Wunder, man hatte ja bislang auch keine Erfahrung.

Wenn man daraus lernt ist alles gut. Eigentlich braucht man valide Konzepte auf EU Ebene, um kuenftig angemessen reagieren zu koennen, ohne dass die Politik ihren Senf dazu geben muss. MIT angemessener Prevention auf legaler Basis, so wie das in anderen Bereichen bereits existiert.

Kontaktpersonen werden nicht mehr gesucht .

Meine Mutter hatte in der 2. Januar-Woche einen positiven PCR-Abstrich auf Corona. Ich war 3 Tage zuvor bei ihr und habe ihr, wie immer, zu Trinken und zu Essen gegeben, also zumindest den Abstand nicht eingehalten.
Meine Daten trage ich bei jedem Besuch in die Liste ein. Weder ich noch mein Bruder, der einen Tag danach dort war, bekamen Post vom Gesundheitsamt.

Ich gehe davon aus, dass man es aufgegeben hat, Kontakte nachzuverfolgen.

Die dafür nötigen Sequenzierungen der positiven Proben wurden nicht durchgeführt und die persönlichen Daten der Infizierten (Beruf, Alter, Arbeitsplatz, etc.) wurden bisher auch nicht aufgenommen.
Wie sollen dann die Ämter Kontakte nachverfolgen können?
Ein Minimum an Datenerfassung wäre dazu nötig.

SORMAS

Die Software wird in anderen Länder seit 2014 eingesetzt, in 2018/2019 auf die DSVGO angepasst.
Deutschland hat es bis vor Corona nicht fertig gebracht, diese Software flächendeckend zu implementieren.

Nein lieber Zettel, Stift, Excel, nach dem Motto
"Wir machen das schon immer so..." Zumindest in 370 Gesundheitsämtern.

Mit DEMIS, das per VO seit dem 1. Januar eingesetzt werden soll, ist es ähnlich.
Schon seit Jahren in Entwicklung, nur schleppend in 2020 vorangekommen.
DEMIS ist immer noch nicht, wie "verordnet" überall im Einsatz.
Unternehmen arbeiten hingegen schon lange mit sicherem Datenaustausch, 24/7, mit Ver-, Entschlüsselung u.v.m.

Entwicklungsland Deutschland.
.

„Jede Umstellung kann Leben retten"

„Das (...) könnte auch Antworten auf die Frage nach Infektionsherden geben. Denn auch wo sich jemand angesteckt hat, wird - soweit bekannt - in Sormas eingetragen. So ließe sich bundesweit schnell ein Überblick gewinnen, ob beispielsweise Schulen oder Kitas stark zur Ausbreitung der Infektionen beitragen - oder nicht“

WENN die Gesundheitsämter die zur Verfügung gestellte Software nutzen.

"Diese Vernetzung wird das Verfolgen von Infektionsketten enorm erleichtern und vor allem beschleunigen" (…) Noch befindet sich die neue Version in der Erprobung, könnte aber noch im Laufe dieses Monats freigeschaltet werden. Dann könnten sich noch mehr Gesundheitsämter überzeugen lassen, auf die neue Software umzustellen“

Das nicht zu tun und an der gewohnten Zeitverschwendung festzuhalten, weil die Umstellung "zusätzlich Zeit und Nerven kosten würde" (2 Tage: "obwohl innerhalb von nur 48 Stunden inklusive Schulung für jedes GA bereits die Umstellung geschafft sein kann") wäre grobe Fahrlässigkeit.

Ist das Bild gestellt?

Dieses Foto kann doch hoffentlich nur ein Scherz sein, oder?
Der Privatindustrie will man Homeoffice per Gesetz verordnen, aber das Gesundheitsamt das nur einen PC und ein Telefon braucht sitzt mit 5 Menschen in einem winzigen Büro?
Ich kann wirklich nur hoffen dass diese Szene gestellt ist.

?

"Weil es keine adäquate Software für alle gab, mussten sie sich selber helfen, um die Flut an Informationen zu bewältigen. So entstanden deutschlandweit unzählige Insellösungen, selbstgebastelte Programme, Excel-Listen, jeder arbeitete ein wenig anders."

*

Was wäre denn so problematisch daran Excel-Tabellen zu nutzen?

Da gibt es genug Funktionen.

Und die Bevölkerung soll durchhalten

Missmanagement wo man hinsieht und dennoch sind die Umfragewerte für die Verantwortlichen immer noch so hoch. Deutschland war was Infrastruktur Investition angeht, die letzten Jahre im Tiefschlaf. Wir haben quasi von der Substanz gelebt. Ich wünsche mir für die nächste Legislaturperiode eine Regierung die diese Missstände behebt und uns wieder an die Spitze führt. Sehr viele Missstände werden gerade sichtbar, vielleicht ist das ein Geschenk, wenn wir dies erkennen.

Zum Schluss wird immer

der Bürger von der Politik zum Schuldigen erklärt.
Und solange das so ist, wird sich auch nichts ändern.
Mit dem jetzigen Personal in der Politik werden wir jeden Kampf verlieren.

Steinzeit

Es geht hier nicht nur um einen Schnupfen sondern um Menschenleben und letztendlich um unsere verbrieften Rechte.
Wer sich weigert, die neue und vereinfachende Software zu benutzen, wird mit gekürzten Bezügen versetzt! Ja wo sind wir denn? Es kann nicht sein, dass wir in zehn Jahren immer noch mit Maske herumlaufen, nur weil ein paar Idioten zu bequem sind, sich ein wenig anzustrengen.

Aus dem Artikel, wg. Kontaktnachverfolgung :
"... inzwischen stellt der Bund ihnen eine Software zur Verfügung, die sie genau dabei unterstützen soll. Laborbefunde, Kontaktpersonen, Symptome erfassen, so dass alle relevanten Stellen in Echtzeit darauf Zugriff haben - all das kann die Software ..."

Toll.

Und was ist mit den Infizierten, die selber gar nicht merken, dass sie infiziert sind, aber dennoch jeden Tag zu ihren Arbeitsplätzen in die Unternehmen fahren ?

Diese Leute kann aber die Software nicht aufspüren.

Und was soll eine Eingrenzung/Nachverfolgung von - möglichen - Infizierten, die aufgrund eines Kontaktes mit jemanden der infiziert ist (feste Diagnose), ggf. infiziert sein könnten ...

Das ist stochern im Nebel.

Ein Jahr Zeit

Behörden Mühlen malen langsam.

In jedem Privatunternehmen wäre die Softwareumstellung einheitlich geplant, trotz Stress und dies am Wochenende umgesetzt worden, Schulung organisiert- fertig.

Selbst entscheiden ergibt unzählige Insellösungen.

Silodenken, alles was man in Unternehmen vermeidet.

Trotzdem auch in ruhigeren Coronazeiten wurde nicht jeder Kontakt ermittelt und verfolgt. Manches durchgerutscht. An Wochenenden zu arbeiten erscheint nicht möglich.

Verantwortliche zum Gesundheitsamtgipfel.

Software

Was wurde eigentlich im Sommer gemacht? Nichts! Weder in den Gesundheitsämtern noch sonstwo.
Und wir sitzen immer weiter im Lockdown, der bald zum zigten Mal verlängert werden wird.

Man kann auch mit Exel leben

Jedenfalls als Übergangslösung. Wenn jedes Amt den Aufbau seiner Exeldateien einmal dokumentiert, dann aber auch dabei bleibt(!) und die Exceldateien per Email verschickt, dann kann man das alles schon irgendwie zusammenfummeln. Das ist Übungsaufgabe für IT-Studenten im ersten Semester. Freilich: Alles andere als elegant, aber eine Übergangslösung und wohl allemal besser als bisher.

ein Tauerspiel geht in die nächste Runde

"Trotz fallender Infektionszahlen sind die Gesundheitsämter überfordert."

Obwohl, ich sehe die Verantwortlichkeit auch beim Katastrophenschutz. Schon bei den eigenen Vorgaben, was die Lagerung von Schutzausrüstung anbelangte, schluderte man.

Auch sehe ich den KS dafür verantwortlich, für eine SW zur zentralen Erfassung und Nachverfolgung von Kontaktpersonen bei einer Pandemie zu sorgen ( auch wenn sie letztlich sinnvollerweise im Gesundheitsamt angesiedelt sein sollte). Und Gründe dafür gibt es genügend, viele Millionen Tote bei vergangenen Pandemien.

@0_Panik 17:16

"Infizierte werden - in einer laufenden und längst außer Kontrolle geratenen Pandemie - durch Tests (Massen-Schnell-Tests) aufgespürt."

Nicht nur.
Auch dort wird mit kriminalistischen Methoden der Infektionsweg herauszufinden versucht.

@Margitt. 17:19

"Ich gehe davon aus, dass man es aufgegeben hat, Kontakte nachzuverfolgen."

Soweit ich es verstanden habe, hat man es nicht aufgegeben, man kommt nur bei den aktuell exorbitant hohen Zahlen (und der miesen Ausstattung) nicht mehr hinterher.

Deshalb ja auch der (ansonsten völlig willkürliche) Zielwert einer Inzidenz von <50, weil man davon ausgeht, dass ungefähr bis zu dieser Inzidenz die Gesundheitsämter mit der Kontaktnachverfolgung noch halbwegs hinterherkommen.
Dass die Infektionslage auch bei 50 noch in jeder Minute auf der Kippe steht, steht auf einem anderen Blatt.

17:16 @ Antonio Pedron

Dann ist die Autorin des Artikels auch eine Miesmacherin?

Niemand behauptet, dass die Mitarbeiter*innen von Gesundheitsämtern schlechte Arbeit leisten,
nur zu welchen Bedingungen sie arbeiten, das ist grottenschlecht.
In einer Pandemie sollten wichtige
Daten und Informationen 24/7 geliefert werden.
Das funktioniert in anderen europäischen Ländern auch.
Sich darauf vorzubereiten, hatte man mindestens 8 Jahre Zeit.

Leute, die bei offensichtlichen gravierenden Defiziten Lobeshymnen singen und kritikresistent sind,
sind die wahren Bremsklötze in diesem Land.

Nunja

Ob die Finanzämter auch so „gut“ausgerüstet sind wie die Gesundheitsämter?Denke eher besser...hoffe das sich jetzt wirklich was ändert,ist ja zum fremdschämen

18:17 von Normalja

Denke eher besser...hoffe das sich jetzt wirklich was ändert,
.
warum sollte es

das Zauberwort heißt Datenschutz
damit blockiert man hierzulande alles

einfach herrlich hier wieder

wann war technik nochmal neuland für Frau Dr. Merkel? richtig, vor 16 jahren. aber das hört man hier nicht gerne!

Zum Fremdschämen diese Behörden

In der einen Hand das Schnurtelefon, Headsets kennt man offensichtlich nicht. Mit der anderen Hand und System-Adler dann das Excel füttern. Das Ganze in einem Raum ohne Abstände, dafür mit Maske, für das Gegenüber am Telefon akustisch richtig klasse...

Lasst das doch Profis aus der Privatwirtschaft machen. Kann man nicht irgendwelche Call-Center für diese Aufgaben buchen?

um 17:27 von Kessl

Dieses Foto kann doch hoffentlich nur ein Scherz sein, oder?
Der Privatindustrie will man Homeoffice per Gesetz verordnen, aber das Gesundheitsamt das nur einen PC und ein Telefon braucht sitzt mit 5 Menschen in einem winzigen Büro?

Diese Bild ist wahrscheinlich nicht gestellt sondern mit einer richtigen Digital-Kamera mit einem Weitwinkel-Objektiv aufgenommen und nicht mit einem Smartphone. Das ist an einigen Verzerrungen gut zu erkennen. Das dürfte auch nur ein Ausschnitt des Büros sein.

Außerdem: Wieso braucht ein Gesundheitsamt nur einen PC und ein Telefon? Besser wäre eine Ausstattung wie sie jedes Call-Center hat: 20 bis 50 Arbeitsplätze mit PC und Telefon per Headphone.

Sysi

"as Zauberwort heißt Datenschutz
damit blockiert man hierzulande alles."

Dieser, wie eine Monstranz vor sich her getragene Datenschutz, ist total daneben.

Einerseits will keiner Gläsern sein, allen Ämtern wird misstraut, andererseits wird munter auf FB und Twitter alles rausposaunt. Und Ämter, die wegen Datenschutz sich erst gar nicht die Mühe machen, zu digitalisieren, werden angezählt.
Wenn das Finanzamt was von mir will, kann ich das schließlich auch nicht mit Datenschutz ablehnen. Immerhin könnten die auch jedem erzählen, was ich so verdiene und bekomme. Machen sie aber nicht.

Datenschutz

gilt der Datenschutz für alle Ämter in gleichen Maßen?

Gesundheitsämter überfordert?

Vieleicht erkennen wir jetzt und die Politik das es wichtig ist auch für uns selbt gute Verwaltungen und Behörden zu schaffen.

Dafür müsen wir jetzt prioritäten setzen.

Nur die Masken..

..entlarven das Foto aus der Neuzeit.
Ansonsten meint man, es ist ein Foto von vor 15 Jahren oder früher.
Call Center / Home Office !/ Headset / moderner Pc, Platz, Fenster, Lüften, das vermisst man.

Es beruhigt mich ungemein,

daß der Durchschnitt der User hier zum Thema der Digitalisierung der Gesundheitsämter genau weis, was wer wann vor Jahren hätte tun müssen um ...

Leider erinnert sich keiner mehr an die Forderungen nach dem "schlanken" Staat, "Abbau" der Bürokratie, maximale Sparsamkeit bei öffentlichen Ausgaben. Diese ganzen Forderungen sind vergessen. Leider ernten wir heute auch und gerade im Fall der Gesundheitsämter die Folgen.

Computer und passende Software kosten Geld, Mitarbeiter für das Gesundheitsamt einstellen kostet Geld (ein Teil der Stellen wurde noch vor wenigen Jahren gestrichen), Überstunden, Nacht- und Feiertagsschichten kosten Geld (widerspricht dem schlanken Staat).

Aber Hauptsache wir sind hinterher alle klüger und haben/finden Schuldige. Das ist wichtig.

17:19 von Leipzigerin59

«SORMAS
Die Software wird in anderen Ländern seit 2014 eingesetzt …»

Erstaunlicherweise (oder auch nicht) leistet SORMAS gerade in Afrika sehr Zuverlässiges auch im Umgang mit anderen Epidemien neben Corona. Malaria, und auch bei Ebola in Westafrika beim letzen Ausbruch war es sehr hilfreich.

Wird nicht in allen Ländern in Afrika eingesetzt. Mancherorts auch nicht nötig, aber vielerorts sehr hilfreich. Und die Software für SORMAS ist eine Entwicklung aus Deutschland vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig.

Erfahrungen mit dem System gibt es aus Afrika viele und positive. Es ist ja nicht so, dass niemand in Deutschland Wissen für Software und Plattformen hätte, auf denen man die auch betreiben kann. Irgendwie tut man sich hierzulande äußerst mühsam hervor, dies auch in hier so umzusetzen, dass man was damit anfangen.

Zu oft scheint das Motto … zu sein:
«Warum einfach machen … wenn es auch kompliziert geht.»

"Deutsche Gründlichkeit" ist das nicht !

Ausstattung nicht zeitmäßig ?

Wer diesen Artikel sich zu Gemüte führt , denkt an Mitarbeiter die evtl. alles ohne eigene Initiative mit sich machen lassen .
Hat denn die Generation bis 30 Jahre etwa nicht den veralteten Standard angesprochen ?
Dürfen evtl. Menschen in den Behördenstrukturen gar nicht mitdenken ?
Das kann nämlich sein ...
Da hat die Generation um 30 die Vielfalt der technischen Möglichkeiten schon früh erfahren und kommt in eine verstaubte deutsche Amtsstube und muss kuschen ?
Heinz Rühmann lässt grüßen ; Zuckmayers " Hauptmann von Köpenick " spricht da Bände ...

19:26 von Normalja

NEIN ämter holen sich sogar illegal daten der bürger. daten wurden auch illegal von meldeämtern an firmen verkauft

Digitalisierung

Nur ein Beispiel einer verschlafen Regierungs- und Wirtschaftspolitik der Ära Merkel. Wie Digitalisierung aussieht und in der Pandemi nützlich ist kann man in Skandinavien anschauen.
Als Krönung hat sie durch ihre Entscheidung die Impfmittelbestellung der EU überlassen. Aus dieser Verantwortung kommt sie nicht heraus. Die gestrige Presseerklärung empfehle ich den Schulen und Schülern zur Analyse, wie Politiker kommunizieren, wortreich nichts sagen. Heute erklärt sie der Plan der der Strategie folgen soll als dynamisch....
Die Pharmaindustrie hat ihr noch mal klar gemacht das sie nicht willig ist den schwarzen Peter zu spielen. Sie geht bald in Pension, sollte sich überlegen sofort zurück zu treten, es wäre anstendig.
Sie hat Schuld auf sich geladen, wie viele andere Politiker- Entscheidungsträger.

Es ist nicht zum aushalten

Auf dem Ländergipfel ringt die Kanzlerin - in Erwartung der Mutanten - den Länderchefs nach Stunden die Zusage ab, daß ALLE Länder bis Ende Februar sormas in ihren Gesundheitsämtern installieren lassen, bietet das Programm und Schulung kostenfrei an und was geschieht: die einzelnen Gesundheitsämter möchten erst überzeugt werden, die Länderchefs fühlen sich nicht in der Verantwortung und irgendein Minister - war es Spahn? - staunt im Ausland darüber, was dieses Programm aus Deutschland alles kann. Während wir uns - um die Ämter nicht zu überfordern - langsam an die Inzidenz von 50 heranarbeiten, die bei Erreichen auf 25 abgesenkt werden wird.Denn durch die unzureichende Faktenlage ist ein gezielteres handeln kaum möglich; also weiter mit Beschränkung privater Kontakte .....

Möglicherweise...

... ist man in den Gesundheitsämtern bisher in "normalen Zeiten" mit der bestehenden - wenn auch zugegebenermaßen - etwas antiquierten - Technik bestens zurecht gekommen, ansonsten hätte es wohl bereits schon länger eine effizientere IT-Austattung gegeben. Durch die Pandemie - welche wir natürlich alle vorhersehen konnten- ist dieses System nunmehr hoffnungslos überlastet. Diese Pandemie zeigt uns auch unsere Versäumnisse auf. Und es wird gehandelt. Warum also meckern?

17:27 von Kessl

«… aber das Gesundheitsamt das nur einen PC und ein Telefon braucht sitzt mit 5 Menschen in einem winzigen Büro?»

Alleine auf dem Foto-Ausschnitt sind 5 Monitore zu sehen.

Sind diese als Bildgeber mit jeweils eigener Tastatur dazu.
Können die auch mit einem einzigen Server verbunden sein.
Auf dem Daten + Programme zu Erfassung / Verarbeitung sich befinden.

So ist eh die mehr moderne Welt der Datenverarbeitung, als dass an jedem einzelnen Arbeitsplatz so'ne grau-beige eckige Kiste rumsteht. Die heftig Abwärme produziert, und den Büroraum gerade im Sommer um so mehr noch zusätzlich heizt.

Ich war noch nie in einem Büro im Gesundheitsamt, wo wer Corona-Infektionen nachverfolgt. Besonders geräumig mit den ganzen extra dafür eingesetzten Mitarbeitern wird es dort in aller Regel aber nicht sein.

Vermute ich mal sehr … ohne Vermutungskaiser zu sein.

Man muss ja was tun, auch schon bevor der Anbau am Gesundheitsamt in 2 Jahren fertig ist. Wäre dann auch wieder als zu lahm kritisiert.

@Rainer Niemann. 19:42

"Computer und passende Software kosten Geld, Mitarbeiter für das Gesundheitsamt einstellen kostet Geld (ein Teil der Stellen wurde noch vor wenigen Jahren gestrichen), Überstunden, Nacht- und Feiertagsschichten kosten Geld (widerspricht dem schlanken Staat).

Aber Hauptsache wir sind hinterher alle klüger und haben/finden Schuldige. Das ist wichtig."

Danke für Ihren treffenden Kommentar. Letztlich geht es auch um Steuergelder. Und wer sich einigermaßen auskennt, weiß wieviele Gesundheitsämter es in DE gibt und wer dann noch einigermaßen rechnen kann.....

Der Föderalismus ist dafür nicht ausgelegt

Als man 1948 mit der extrem föderalen Struktur aus der deutschen Geschichte positiv gelernt hatte, kannte man keine Digitalisierung, Globalisierung, ein vereintes Europa, noch hatte man eine weltweite Pandemie vor Augen. Um schneller und effektiver zu werden, muss der Föderalismus dringend und deutlich geschliffen werden, auch wenn Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen das naturgemäß anders sehen möchten. Schulbildung und Gesundheit muss einheitlich auf aktuellstem und höchsten Stand gebracht werden. Das sind wir uns selbst schuldig.

es tut mir ja leid,

aber wenn ein bürger meines landes nach Deutschland reist, dann ist das (digitalisierung betreffend) ungefähr so, als ob ein angehöriger einer im gegensatz zu unserer millionenjahre fortschrittlicheren zivilisation die steinzeit besucht.

ein kleines beispiel: ich habe am letzten montag meinen neuen pass bestellt. d.h. zum fotografen, der das passbild sofort digital an die polizei weiterleitet, von dort kommt per sms nach 10min ein code. online bei der polizei eingeloggt, die daten überprüft, den code für das passbild eingeben, antrag abschicken, noch schnell online zur kasse, ausloggen. am darauffolgenden mittwoch (zwei tage später!!!) lag mein pass auf dem postamt zur abholung bereit.

@19:53 von Boxtrolls

//Da hat die Generation um 30 die Vielfalt der technischen Möglichkeiten schon früh erfahren und kommt in eine verstaubte deutsche Amtsstube und muss kuschen ?//

Wieso "muss"? Kuschen wird auch anderswo erwartet, man muss sich aber nicht daran halten. Es sei denn, man ist von Natur aus einfach nur feige. Mitarbeiter könnten auch nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" handeln und erfolgreich sein. Aber wenn man 'Liebkind beim Chef' vorzieht, kann es mit der Gemeinsamkeit auch nichts werden.

@19:23 von Rainer Niemann

>> Diese Bild ist wahrscheinlich nicht gestellt
>> sondern mit einer richtigen Digital-Kamera
>> mit einem Weitwinkel-Objektiv
>> aufgenommen

Nope, weder gestellt noch "Weitwinkel-Objektiv". Das ist ein uralt-Archivfoto 'Arbeitende Menschen vor Monitoren'. -.-

@um 20:12 von schabernack

Ich war noch nie in einem Büro im Gesundheitsamt, wo wer Corona-Infektionen nachverfolgt. Besonders geräumig mit den ganzen extra dafür eingesetzten Mitarbeitern wird es dort in aller Regel aber nicht sein.

Den Anbau kann man sich schenken. Die Mitarbeiter gehören nicht ins enge Büro des Gesundheitsamts sondern mit dem Rechner ins Home Office. Das was die da tun - Kontakte abtelefonieren - lässt sich problemlos von Zuhause aus erledigen. Wenn nicht hier die Home-Office Pflicht umgesetzt wird, ja wo bitte dann?

@20:06 von Opa Klaus

//Diese Pandemie zeigt uns auch unsere Versäumnisse auf. Und es wird gehandelt. Warum also meckern?//

Das Gemecker ist aus meiner Sicht durchaus gerade wegen dieser Versäumnisse gerechtfertigt. Und es gibt diese Versäumnisse immer noch in sehr vielen Bereichen (Beispiel Schulen). Wenn immer erst eine Pandemie ausbrechen muss, damit Deutschland in die Puschen kommt, dann Gnade uns Gott.

Neue Technik braucht auch kompetentes Personal!

Und was machen wir mit dem alten Personal?

@20:44 von Messi @um 20:12 von schabernack

//"Ich war noch nie in einem Büro im Gesundheitsamt, wo wer Corona-Infektionen nachverfolgt. Besonders geräumig mit den ganzen extra dafür eingesetzten Mitarbeitern wird es dort in aller Regel aber nicht sein."
---
Den Anbau kann man sich schenken. Die Mitarbeiter gehören nicht ins enge Büro des Gesundheitsamts sondern mit dem Rechner ins Home Office. Das was die da tun - Kontakte abtelefonieren - lässt sich problemlos von Zuhause aus erledigen. Wenn nicht hier die Home-Office Pflicht umgesetzt wird, ja wo bitte dann?//

Für jeden Mitarbeiter ein eigenes Faxgerät? ;-)

Es liegt an uns allen

Es liegt an uns allen tagtäglich und nicht an den Gesundheitsämtern.

Vielen Dank Frau Stalinski für die übersichtliche Darstellung der Möglichkeiten und Realitäten in den Gesundheitsämtern.

Es ist traurig und wahr.
Und für Europäer und erst Recht uns Deutsche rüttelt das an unseren Grundfesten..

Ein Zitat aus der Antrittsrede eines für die Weltwirtschaft des ausgehenden 20.Jahrhunderts wohl erfolgreichsten Präsidenten der USA scheint, muss hier leider, wie so oft, zutreffen:

"Der Staat ist ist nicht die Lösung des Problems, der Staat ist das Problem."

20:25 von suomalainen

«es tut mir ja leid,
aber wenn ein bürger meines landes nach Deutschland reist, dann ist das (digitalisierung betreffend) ungefähr so, als ob ein angehöriger einer im gegensatz zu unserer millionenjahre fortschrittlicheren zivilisation die steinzeit besucht.»

Sie fahren in Finnland ja auch sozusagen im Digital Rolls Royce mit dem kleinen Bruder Estland auf dem Beifahtersitz durch den Wald, der niemals endet.

Das wurde in beiden Ländern auch nicht über Nacht so angennehm und einfach für die Bürger, und so sinnstiftend für dieVerwaltungen in beiden Staaten.

Pragmatismus ohne viel Ideologie dabei kann zu solchen Ergebnissen führen. Und dazu kommt, dass insg. zus. nicht mehr als max. 6,5 Mio. Finnen + Esten zu verwalten sind.

Bei landesweit einheitlicher Hard- & Software ist Föderalismus in der deutschen Organisationsform mehr Bremsklotz, als Turbo im Motor. Aber das kann man auch nicht mal eben so ändern … mit dem Föderalismus. Auch wenn es in diesem Fall sehr wünschenswert wäre.

Palmer profitiert von Tübinger Zufall

@ Initiative Neue...:
... Schutzkonzepte für Alte Menschrn wie in Tübingen wären in Fläche gebracht.

Ja, es gab in Tübingen mal eine Zwischenphase ohne nennenswerten Corona-Ausbruch in Altenheimen, die sich ein beflissener Lokalpolitiker schnell ans Revers heftete. Die Phase ist leider längst vorbei und es war wahrscheinlich mehr Zufall.

um 20:41 von saschamaus75

Nope, weder gestellt noch "Weitwinkel-Objektiv". Das ist ein uralt-Archivfoto 'Arbeitende Menschen vor Monitoren'.

Der Bildtitel lautet:
"Mitarbeiter eines Gesundheitsamtes sitzen vor dem Computer. (Archivbild)"

Wenn das, wie Sie schrieben, ein uralt-Archivfoto wäre, würden die Mitarbeiter wohl kaum aktuelle FFP2-Masken tragen.

@20:49 von Emil67

//Neue Technik braucht auch kompetentes Personal!
Und was machen wir mit dem alten Personal?//

Halten Sie die alten für inkompetent oder gar dämlich? Ich war einige Jahre die Älteste in unserer Abteilung und bin mit jeder(!) neuen Technik und Software schneller zurecht gekommen, als die jüngeren Kollegen und Vorgesetzten.

Smartphone-Kenntnisse ersetzen allerdings auch nicht die Anfänge mit z.B. dem C64 und Grundkenntnisse vom Aufbau verschiedener technischer Geräte.

Softwareneustarts laufen nie problemlos,

das ist meine jahrzehntelange Erfahrung. Es liegt an Programmierfehlern, Bedienerfehlern, Verständnisfehlern für die Erfordernisse des Sachgebietes und an einer lockereren Einstellung der Programierer zur neuen Software. In den 80ern hatte der Progammierer noch den Ehrgeiz, fehlerlose Programme abzuliefern, heute herrscht die Updatekultur, wenns nicht passt. Auch die Probleme der Integrierung von verschiedenen Programmen zu einem System werden unterschätzt. Zu der neuen Softwaredatenlieferung braucht man neue Bediener, die die Software im Schlaf auch unter Termindruck beherrschen und daran fehlt es meistens auch. Es wäre bestimmt ein Vorteil gewesen, wenn anfangs eine Umstellung der Zettelwirtschaft in ein vom RKI vorgegebenes Standard-Excelmodell vollzogen worden wäre. Der Vorteil bei Excel, es gibt eingefuchste Mitarbeiter. Und ein einheitlicher Modellstandard hätte die Zusammenführung der Daten erleichtert. Denn Standardisierung reduziert die Komplexität dieses Prozesses.

20:55 von oooohhhh

«Es liegt an uns allen tagtäglich und nicht an den Gesundheitsämtern …

[Zitat von US-President Mr. X]:
"Der Staat ist ist nicht die Lösung des Problems, der Staat ist das Problem."»

Wir alle zusammen sind der Staat.
Folglich wären wir auch alle zusammen das Problem.

Wären Zitate von Mr. X das, was immer alles erklären soll.

@19:42 von Rainer Niemann

//Computer und passende Software kosten Geld...//

Ja, aber veraltete Software ist auch für Hacker ein gefundenes Fressen. Die Folgen von so einem Hack können noch teurer und fataler sein. Ich spreche da aus (beruflicher) Erfahrung. Aber immerhin gibt es Arbeitgeber, die wenigstens aus solchen Pannen lernen und schnell(!) handeln.

Solomaonen

In einem Land mit ein paar größeren Städten und ganz viel Wald drumrum und extrem.langen wegen, ist die Digitalisierung absolut sinnvoll.
In einem hochbürokratisiertem Land, wie zb Deutschland, das sogar im Ausland wegen seiner "geman Angst" verspottet wird, geht das nicht.
Wie soll denn ein dreifacher Durchschlag in diversen Ablagen angelegt werden? Das muss nachvollziehbar aber nicht nachverfolgbar, geschweige denn zuordbar sein. Nein, wir sind mit Papier und Bleistift unschlagbar. Und so soll es bleiben.
Schade, als Film wäre das lustig.

21:00 von Rainer Niemann

Wenn das, wie Sie schrieben, ein uralt-Archivfoto wäre,
würden die Mitarbeiter wohl kaum aktuelle FFP2-Masken tragen
.
... oder ein Bundeswehrler unter denen sitzen

21:06 von Anna-Elisabeth @20:49 von Emil67

Smartphone-Kenntnisse ersetzen allerdings auch nicht die Anfänge mit z.B. dem C64 und Grundkenntnisse vom Aufbau verschiedener technischer Geräte.
#
Wer schon mit dem C64 gearbeitet hat, dem kann man auch kein dummes Zeug erzählen. Gruß

@ Eislöwe

Als man 1948 mit der extrem föderalen Struktur aus der deutschen Geschichte positiv gelernt hatte

Das mag auf die BRD zutreffen. Ich bin in der DDR aufgewachsen, die war wesentlich zentralistischer aufgebaut. Nach preußischem Vorbild.

Datenaustausch zwischen Behörden funktioniert

Da sollte man sich keinen Illusionen hingeben. Meldeamt - Arbeitsamt - Finanzamt - Jugendamt - Schule - Zulassungsstelle - Gesundheitsamt etc. - irgendwann sickert es dann durch, wenn man Behörde A etwas mitgeteilt hat, von dem man hoffte, Behörde B würde es nicht erfahren.
Aber es braucht seine Zeit. Der Datenschutz greift hier nicht, leider.

Der Staat mit seinen Behörden und Ämtern ist dagegen nicht auf einen zeitnahen, gar täglichen Datenaustausch ausgerichtet oder vorbereitet. Völlig weltfremd ist es anzunehmen, dass die in Altötting eingegebenen Daten in der nächsten Minute schon in der Anwendung beim Sachbearbeiter in Berlin aufpoppen.

Was in Firmen funktioniert, geht im Staat nicht. Warum? Das liegt nicht an zu wenig IT, sondern an zu viel aber inkompatibler Technik. Und die ist dann noch schlecht gewartet. Oft kennt sich im Amt nur EIN Mitarbeiter damit aus. Ist der dann zB krank, gibts eben erstmal keine Daten mehr.

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